THAT´S FASHION – PROTOKOLL EINES SHOOTINGS

On 8. Juli 2009 by Sven Barthel

Fashionshooting

Fashionshooting

Ein fashion-shooting in München mit dem renommierten Modefotografen Dirk Bader. Es ist Freitag, 8 Uhr morgens. Model und Make-up Artist treffen pünktlich ein. Jeder von uns bezieht sofort Position und widmet sich seinen Aufgaben. Acht Looks müssen geschossen werden.

Es gilt keine Zeit zu verlieren. Make-up Künstler John Elliot breitet seine Utensilien auf einen von Neonröhren beleuchteten Kosmetiktisch aus. Alles dabei, einschließlich falscher Wimpern und Extensions, all das ganze Zeug, das hübsche Mädchen in begehrenswerte Frauen verwandelt. Ich hänge die Kollektionsteile , gemäß der am Vorabend zusammengestellten Outfits auf die Kleiderstange, reihe Schuhe und Taschen auf dem Boden nebeneinander auf und sortiere die Accessoires, Gürtel zu Gürtel, Handschuh zu Handschuh.

Kurze Besprechung mit John bezüglich des Make-ups. Er begutachtet die Kleider und die Entscheidung für orangefarbene Lippen und toupierte Haare ist schnell gefallen. Während Dirk sich für einen rostrotbraunen Fotohintergrund entscheidet, gehe ich noch einmal alle Kombinationen durch und ergänze hier und da ein Accessoire, tausche Schuhe und stelle das ein oder andere Teil schließlich doch noch zugunsten eines anderen Stücks zurück.

Während ich im Folgenden darauf warte das Eva aufgefrischt wird, führe ich bei einer Tasse mit dem Studioleiter ein nettes Gespräch über digitale Bildbearbeitung und welchen Anteil Photoshop an der Bildung eines neuen Schönheitsideals hat. Model Eva-Maria, ist soweit.

Ready to take off? Musik darf bei einem Shooting nicht fehlen, im Idealfall unterstützt sie die Atmosphäre am Set und hilft dem Model beim posing! Wir entscheiden uns aufgrund der aufwendig bestickten Klamotten und für den Sound der 1980er.

“She works hard for the money” von Donna Summer schallte es sogleich aus den Boxen. Einsatz Windmaschine: die Haare fliegen, verdecken immer wieder mal das Gesicht oder wichtige Stellen des glitzernden Oberteils. Der erste Look ist “im Kasten”,es folgen noch sieben weitere. Outfit Nr. 3 macht Probleme, es wirkt nicht, weder im sitzen noch stehend! Doch die Teile müssen abgelichtet werden, allen voran die reich mit Kristallen verzierte Leggins. Doch in Kombination mit der Lederjacke?

“Geht gar nicht”, befinden wir einstimmig! Ein Max Mara Mantel ist die Rettung. Leggings und Mantel bilden einen “stimmigen” Kontrast.  Nach jeder einstellung schauen wir uns die  Ergebnisse vorab gemeinsam auf dem Mac an. Dirk hat ein fantastisches Auge und fischt in Sekundenschnelle aus mehreren Dutzend, die zwei besten Schüsse heraus. Die bisherige Auswahl nebeneinander auf dem Desktop abgelegt, lässt bereits eine zusammenhängende Strecke erkennen. Das motiviert ungemein. Auf ins nächste Kleid! Nach zehn Stunden auf den Beinen, betrachten wir das Ergebnis unserer Arbeit: eine fertige Modestrecke. Wunderbar! Die Bildbearbeitung wird dem Resultat nun sein letztes finish geben.

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