MARC JACOBS – crazy in love!

Posted: März 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , | 2 Comments »

Marc Jacobs is crazy in love und lässt die ganze Welt an seinem privaten Glück teilhaben. Das Leben des erfolgreichen Designers und Kreativchef von Louis Vuitton gleicht gegenwärtig und von außen betrachtet einer Seifenoper, nur eben ohne Intrigen. Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, trällerte schon Jürgen Marcus Anfang der siebziger Jahre und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Denn bevor Marc Jacobs Jacobs in Lorenzo Martone seine große Liebe fand, durchlebte er ein exzessive Zeit mit Jungs, mit denen sich die gut frisierten Moderedakteurinnen von Harpers Bazaar niemals freiwillig an einen Tisch setzen würden. Bad Boys! Darunter Porno Darsteller Erik Rhodes, der als “dumb” gilt aber zumindest im Schlafzimmer keine Langweile aufkommen lässt, soll Marc Jacobs über einen kurzen Zeitraum den Druck genommen haben.

Jason Preston, ein ehemaliger Stricher, ließ sich das Marc Jacobs Firmenlabel auf seinen Unterarm tätowieren und wurde von fashion-insidern, die namentlich natürlich nicht genannt werden wollten, gerne mal als Schmarotzer bezeichnet. Auf ihn folgte Austin A., ein junges Model aus Los Angeles, das kurze Zeit später wieder von Jason Preston abgelöst wurde, dem Marc Jacobs angeblich ziemlich verfallen gewesen sein soll. Mais c`est l´histoire.

Lorenzo Martone hat offenbar das, was es braucht, um an der Seite und im gesellschaftlichen Leben einer der berühmtesten Designer unserer Zeit ohne Gesichtsverlust bestehen zu können. Offensichtlich fühlt sich der Designer bei seinem “Hunk” in den richtigen Händen und investierte als Zeichen seiner ernsten Absichten, der New York Post zufolge, vor kurzem erst satte 13 Millionen Dollar in den Kauf eines gemeinsamen Liebesnests. Vermutlich wird sich das feine Stadthaus von Architekt Robert A.M. Stern in der New Yorker Bethune Street ür obsessive Fashionistas zu einem ähnlich begehrten Fotomotiv entwickeln, wie das überlebensgroße DKNY Logo an der Houston Street.

Marc Jacobs lebt den Lifestyle, den sein Unternehmen bewirbt so bedingungslos wie nur wenige seiner Kollegen. Sex und Geld scheint im Leben des Top Designers im Überfluss vorhanden. Geschenkt hat man ihm jedoch nichts! Er kommt aus normalen Verhältnissen, hatte Talent und mit Robert Duffy an seiner Seite von Anfang den richtigen Geschäftspartner. Sein Multi-Millionen Dollar Vermögen ist hart erarbeitet. Ebenso wie sein muskulöser Körper. Im vergangenen Jahr hat sich Jacobs nach einem gelungenen Drogenentzug mit eiserner Disziplin vom schwammigen Nerd mit mittellangen, strähnigen Haar zum Hottie mit Sixpack und feschem Kurzhaarschnitt gewandelt. Gesund, vital, männlich! Inwieweit Lorenzo Martone Einfluss auf diesen positiven Wandel gehabt haben mag, ist nicht bekannt.

Lorenze Martone, Werbemanager, ist die optische XL-Ausgabe des Designgenies. Der psychologischen Binsenweisheit folgend, nach der, Leute die sich ähneln einander anziehend finden, haben die beiden sich im März 2008 kennen und kurz darauf lieben gelernt. Im Mai 2008 begleitete dann ein bist dato namenloser, gut aussehender Brasilianer Marc Jacobs zur Costume Institute Gala des Metropolitan Museums. Man präsentierte sich der Mode- und Klatschpresse und diese rätselte fortan über die Identität des Unbekannten. Kein Jahr später muß sich Martone zumindest in Modekreisen niemanden mehr vorstellen. Brav sitzt Lorenzo Martone in der ersten Reihe, wenn sein Schatzi zur eigenen Modenschau lädt. Ob in Paris oder in New York, die Zwei sind gegenwärtig unzertrennlich. Dabei fragt man sich natürlich schon, wie die Lebensgefährten es immer wieder schaffen, ihren eigenen prallgefülten Termine auf die häufigen Reisen des prominenten Partners abzustimmen. Jüngst trug Martone eines der neuen Grafitti Bandanas von Louis Vuitton um den Hals geschnürt und man spürte beim Betrachten der Paparazzibilder: ja, die Beiden gehören zusammen! Martone unterstützt Marcs Arbeit, neidet ihm weder die Anerkennung noch den Ruhm, scheint Verständnis für die Anforderungen des Business zu haben. Dabei gliederte sich Martone selbstbewusst in die Fashion-Szene ein,ohne sich anzubiedern.

Er verfügt über die ausreichende Personality um nicht bloß als “der Freund von…” wahrgenommen zu werden. Andere Promipaare mussten bei derlei offen zur Schau getragenen Liebesbekundungen schon kübelweise Häme über sich ergehen lassen. Tom Cruise kann nach seiner Hopserei auf Oprah`s Studiosofa ein Lied davon singen. Nicht so bei Jacobs und Martone! Das mag zum einen daran liegen, dass Marc Jacobs längst keine New Yorker Geheimtipp mehr ist, sondern ein Designer mit Macht und Einfluß, mit dem Niemand es sich verscherzen möchte, solange er begehrt zur coolen Downtownszene unterhalb der 14th Street zu gehören. Marc Jacobs verkörpert das New York von Heute wie einst Donna Karan in den minimalistischen Neunzigern.

Eine Einladung von Marc Jacobs, egal ob auf eine seiner Shows, zum Store-Opening oder gar zu ihm nach Hause, ist ein Gradmesser für die eigene hippness. Branchenbedingt sind mehr Leute per Du mit ihm als man realistisch gesehen Freunde haben kann. Seinen privaten Umgang pflegt er jedoch weniger mit stöckelnden Fashion-Tippsen als vielmehr mehr mit John und Eric aus dem Brownstone von nebenan. Marc Jacobs hat die Bodenhaftung trotz seines Status als Modeikone nie verloren. Er weiß um die Einsamkeit in der First Class und dass limitierte Handtaschen keine Wärme spenden. Wie jeder von uns hat Marc Jacobs das Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit. Emotionale Stabilität ist wichtig, um in dieser von Eitelkeit, Egoismus und leeren Versprechungen gezeichneten Branche bestehen zu können. Die Stabilität holt man sich am besten bei einem der mit dem Modegeschäft nichts zu tun hat.

Wie leer fühlt es sich an, wenn man nach einem langen Tag voll repräsentativer Verpflichtungen die Tür hinter sich schließt mit dem Wissen dass einem die aufgespritzten Lippen, die einem da permanent entgegen lächeln und die nicht enden wollenden Wangenküsschen, nicht der eigenen Person sondern ausschließlich deren Status gelten. Wie bedeutungslos man plötzlich wäre, würde man nicht diese eine spezielle Position besetzen. Wer fragt heute eigentlich noch nach Todd Oldham?

Marc Jacobs macht sich nicht zum Sklaven eines konservativen Establishments und deren Erwartungshalten an einen Emporkömmling.
Sein Geist ist jung und liberal; dass macht ihn für Viele so sympathisch. Wo schwule Alt-Diven unter den Modedesignern ihren Snobismus und Dünkel pflegen, gegenüber Jedem, der es sich nicht leisten kann zwischen Paris und Mailand dreimal wöchentlich hin und her zu fliegen, wirkt Marc Jacobs wie einer von uns. Ansprechbar, realistisch aber immer interessant genug um ihn ständig um sich herum haben zu wollen. Marc Jacobs ist wie seine Mode: unprätentiös und doch sophisticated. Sein Unternehmen ist eine personalisierte Marke, die ohne ihn nicht funktionieren würde.

Marc Jacobs selbst funktioniert dank Lorenzo Martone einwandfrei. Die Verlobung wurde bereits vollzogen. Gerüchte besagen, die beiden beabsichtigen in naher Zukunft ein Kind zu adoptieren. Es wird das am besten angezogenste Baby von Manhattan sein. Jürgen Marcus hatte Recht: Eine neue Liebe ist wie eine neues Leben! ?


2 Comments on “MARC JACOBS – crazy in love!”

  1. 1 Jérôme said at 23:34 on Mai 5th, 2009:

    Soeben noch Deinen branchenfundierten Kommentar bei LesMads gelesen, musste ich glatt mal vorbei schauen.
    Diese Website ist sensationell. Nicht nur, weil man hier (mit dem wirklich Wichtigen) auf dem Laufenden gehalten wird, sondern auch weil es äußerlich ansprechend aufgemacht ist und endlich mal wieder jemand lange und gute Texte schreibt. Seltenheitswert in der ganzen von Bildchen bestimmten Bloggerwelt. Denn “ja” micht interessiert, was es zu einem Thema zu sagen gibt!
    Hype-Mag. ist in meiner Favourite-Magazines-Leiste gelandet und ich bin einfach nur mal glücklich, einen täglichen Funken am Online-Horizont sehen zu dürfen. DANKE.

  2. 2 KrisBelucci said at 03:56 on Juni 3rd, 2009:

    Hi, cool post. I have been wondering about this topic,so thanks for writing.


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