SAVE DONATELLA – NEUES AUS DEM HAUSE VERSACE

Posted: Januar 31st, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , | No Comments »

by courtesy of Christoper Sauvé

by courtesy of Christoper Sauvé

Es ist nicht alles Gold was glänzt – auf kein anderes Modehaus scheint diese Binsenweisheit gegenwärtig stärker zuzutreffen als auf das Mailänder Luxuslabel Versace. Der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet auf seiner Website von Personalkündigungen, der Schließung der firmeneigenen Werkstätte für Accessoires und der Einführung einer neuen, günstigeren, Womenswear Linie unter der kreativen Leitung von Donatella Versace.

Die Maßnahmen sind Teil eines Restrukturierungsplans des Firmen CEO´s Gian Giacomo Ferraris, in der Absicht das Unternehmen aus den roten Zahlen wieder in eine “profitable” Zukunft zu führen.

Die Kleidungsstücke der geplanten Zweitline für Damen namens Versace Collection, sollen preislich zwischen 400 Euro und 1000 Euro liegen und sich somit deutlich von der teureren Hauptlinie Versace Signature absetzen, für deren Accessoires und Kollektionsteile Kunden zwischen 800 und 16.000 Euro berappen müssen.

Weitere Modelinien des Unternehmens sind Versace Atelier mit  Abendroben ab 16.000 Euro, welche an die physischen Bedürfnisse der Kundinnen angepasst werden, die von Christopher Kane gestaltete Linie Versus, sowie die Proletenlinie VJC (Versace Jeans Couture), der aufgrund ihrer plakativen Zierelemente wie dem Mäander-Band, dem Medusenhaupt, der Lurex-Stickereien und eines stets augenfällig platzierten Firmenschriftzuges der Ruch von Russenmafia und Rotlichtmilieu anhaftet.

Neben Mode verfügt Versace aber noch über andere Einnahmequellen. Parfums und Kosmetika, eine Home-Collection, Bücher, Hotels sowie die Ausstattung von Luxusresidenzen und allerlei anderen Millionärs-Spielzeug wie Nobelkarossen, Yachten und Helikoptern vervollständigen die Angebotspalette. Auch die Wiederbelebung der Unterwäsche und Bademoden Sparte sei denkbar, so Ferraris. In den kommenden Wochen beginnt übrigens der Verkauf des erst vor wenigen Tagen in Paris vorgestellten Versace Handys, welches angeblich mehrere Tausend Euro kosten soll.

Nachdem das Haus Versace somit ziemlich alle Produktgruppen bis auf Damenbinden und Klobürsten abdeckt,  steht dem Weg aus den Miesen eigentlich nichts mehr im Wege. Bis Versace jedoch den “Break Even” erreicht hat, gilt es Solidarität mit Signora Versace und ihrem prunkvollen Imperium zu demonstrieren. Mit den T-Shirts des New Yorker Art-Directors Christopher Sauvé kein Problem!

Christopher Sauvé



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