BENEFIT FASHION: DESIGNER FÜR DEN GUTEN ZWECK
Posted: Mai 11th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Anna Sui, Christian Lacroix, Gucci, T-Shirt | No Comments »Der Sommer kommt und mit ihm die T-Shirts. Drei interessante Benefiz-Exemplare für diese Saison kommen aus dem Hause Gucci, Christian Lacroix und Anna Sui. Alle in limitierter Auflage versteht sich. Zweimal schön, einmal plump!
Schön 1, ANNA SUI: Anna Sui hat eine unverkennbare Handschrift. Seit Jahren zieren ihre gezeichneten “Dolly Girls” die T-Shirts und Accessoires in ihren Kollektionen. Nun entwarf die New Yorker Designerin zwei schöne Tussenshirts, die ausschließlich über die Kaufhauskette Nordstrom zu einem Preis von 60 Dollar zu erwerben sind. Der Erlös geht zugunsten des Stipendiaten Programms der Organisation OCA, das Amerikaner asiatischer Abstammung in ihrem politischen, kulturellen und ökonomischen Wohlergehen in den U.S.A unterstützt.

Anna Sui for Nordstrom
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Christian Lacroix
Schön 2, CHRISTIAN LACROIX: Für Tonicgen.com übertrug Couturier Christian Lacroix sein Faible für florale Muster und leuchtende Farben auf ein T-Shirt aus organischer und Pestizid-freier Baumwolle. Tonic Gen ist eine, in Kalifornien beheimatete Medienagentur, mit dem Ansatz über den Verkauf ethisch korrekter aber stylisher Produkte schlichtweg Gutes zu tun. Mindestens 10 Prozent vom Verkaufspreis eines jeden über Tonicgen verkauften Artikels werden für wohltätige Zwecke gespendet.
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Gucci
Plump, GUCCI:
Gucci, macht auf “sozial” und unterstützt die 2005 von Yann Arthus-Bertrand gegründete Wohltätigkeits-organisation Good Planet. Diese zielt darauf ab das gesellschaftliche Bewusstsein für unsere Umwelt zu sensibilisieren und Antworten auf die ökologische Krise zu finden.
Arthus-Bertrand drehte einen beeindruckenden Kurzfilm mit dem Titel HOME, welcher die Schönheit unseres Planeten dokumentiert. Chefdesignerin Frida Giannini war nach der Vorführung des Streifens angeblich derart gerührt das sie eine limitierte T-Shirt Edition aus Bio-Baumwolle klöppelte, deren Verkaufserlös zu 100% der gemeinnützigen Vereinigung zu Gute kommen soll.
Vermutlich war aber auch die bloße Tatsache, dass der Luxus Konzern PPR (Pinault-Printemps-Redoute), dem auch Gucci gehört, den Film finanzierte, ausschlagegebend für das plötzlich erwachte ökologische Gewissen der Gucci Frontfrau. Die positive PR dieser Aktion, dürfte die Verkäufe der Logo-Bags ausreichend ankurbeln um die Kosten für den Films als auch der T-Shirt Produktion wieder reinzuholen. So unglaubwürdig wie das karitative Engagement, so halbeherzig präsentiert sich dann auch das besagte Benefiz T-Shirt. Naturweiß, beinahe gelbstichig, mit einer Art Stempel, der Stark an die Kennzeichnung von Kartoffelsäcken erinnert. Positives Anliegen aber mieses Resultat. Das Teil macht deutlich: Gucci und Öko passen in etwa so zusammen wie Lady Gaga und Jil Sander.

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