KLAUS WOWEREIT spricht! Über Mode!

Posted: Juli 13th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »
Klaus Wowereit & HYPE Chefredakteur Sven Barthel

Klaus Wowereit & HYPE Chefredakteur Sven Barthel photo: Markus Nass

Politik und Mode haben nicht viel miteinander gemein und dennoch können sich auch die Volksvertreter der Kleiderfrage nicht  entziehen.

Jeden Morgen aufs Neue müssen auch sie sich überlegen, was sie für den bevorstehenden  Tag anziehen werden. Schließlich kann Niemand von ihnen im Adamskostüm an das Rednerpult im Bundestag treten. Obwohl man davon ausgehen kann, dass die Mächtigen des Landes wissen, welch starken Einfluss das Gewand eines Menschen auf dessen Außenwirkung hat, scheinen sie diesem Thema keine große Bedeutung beizumessen. Oder etwa doch? Wir trafen Berlins regierenden Bürgermeister und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD, Klaus Wowereit, vergangene  Woche während der Fashion Week in der Mercedes Benz Presselounge. Der Spitzenpolitiker im lockeren Gespräch mit HYPE über Mode und andere Nebensächlichkeiten.

Herr Wowereit, wie wichtig ist die Fashion Week für die Stadt Berlin Ihrer Meinung nach?

Es ist objektiv eine ganz wichtige Veranstaltung; in Kombination mit der Premium und der Bread&Butter ist dies die Gelegenheit auf einer großen modischen Bandbreite Berlin zu positionieren. Vor allem kann man den Designern hier eine Chance geben, ihre Mode zu präsentieren und dies läuft in meinen Augen ganz ausgezeichnet.

Haben Sie denn auch die Bread & Butter schon einmal selbst besucht?

Ja, natürlich. Ich war zur Eröffnungsparty und bin heute auch  zur offiziellen Eröffnung da. Morgen werde ich mir noch die Premium und einige weitere Shows ansehen.

Welche Rolle spielt Mode für Sie persönlich? Machen Sie sich  überhaupt Gedanken zu diesem Thema?

Ich finde Mode gehört zu unserem Alltag und bestimmt auch unser Leben. Mode ist mehr als nur Haute Couture, jeder achtet schließlich darauf, was er anzieht. Es gibt Mode und damit verbundene Kulturen, es gibt Uniformen in jeder Generation und jedem Business. Diese unterscheiden sich, wodurch der eine oder andere mehr experimentieren kann; muss man etwas formeller auftreten, ist der Anzug natürlich Pflicht und nur die Krawatte eventuell das Experiment, aber ansonsten ist ja in der Freizeit eine freie Gestaltung möglich.

Daraus könnte man ableiten: Wenn Sie Ihre Ämter nicht bekleideten, würden Sie das Sakko vielleicht auch einmal ablegen?

Naja, ich trage sehr gerne Sakko, ich find’s auch in Kombination zu Jeans gut, aber klar, bei einem solch sonnigen Wetter wie jetzt würde ich auch lieber in Shorts und T-Shirt herumlaufen anstelle des Anzugs.

Gibt es persönliche Präferenzen, was Labels und Designer angeht? Welche Schauen besuchen Sie besonders gern?

Boss, ganz klar, weil ich es selbst seit Jahren schon trage und natürlich sehe ich mir noch die  Michalsky Show an, aber ich freue mich jetzt auch auf die P&C-Nachwuchsdesigner.

Könnten Sie ganz spontan eine Verbindung zwischen Mode und Politik herstellen?

Politik gibt einen Rahmen für Mode, insoweit handelt es sich in diesem Fall um eine Frage der Infrastruktur. Ansonsten ist die Politik eher nicht besonders Mode-auffällig (lacht).

Was war Ihr größter Fashion-FauxPas? Würden Sie einen solchen mit uns teilen?

Ich hatte mal zwei verschiedene Schuhe an. Manchmal ist sowas ja im Trend, aber in diesem Fall war es unabsichtlich und es ist tatsächlich einem Fotografen aufgefallen. Die waren zwar sehr bequem, weswegen ich das gar nicht gemerkt habe, aber es war sehr amüsant. Das sind so Geschichten, über die man im Nachhinein ganz wunderbar lachen kann.

Ihr größter Fehlkauf?

Das weiß ich nicht mehr. So etwas begeht man ja besonders in jungen Jahren, dass man etwas toll findet und es dann beim nochmaligen Anziehen zu Hause nicht mehr für so überzeugend hält, woraufhin es dann doch im Schrank hängen bleibt. Ein besonders bewusster Fehlkauf ist mir nicht in Erinnerung geblieben.

Gibt es denn ein Lieblingsteil in Ihrem Kleiderschrank?

Ja, beispielsweise eine Pepe-Jeans, die ich seit Jahren schon habe, die habe auch gestern wieder getragen. In der fühle ich mich wohl und sie hat auch einige kleine Details, die einfach auffallen. Aus meiner Jugendzeit habe ich eigentlich keine besonderen Erinnerungsstücke, an denen ich hänge oder von denen ich mich keinesfalls würde trennen wollen.

Können Sie überhaupt noch entspannt einkaufen gehen?

Zwar nicht unerkannt, aber doch durchaus entspannt. Das geht auch in Berlin. Gelegentlich kommen zwar Interviewanfragen oder Autogrammwünsche auf mich zu, die Leute gucken auch meist interessiert auf das, was man kauft. Damit gehe ich aber ganz entspannt um.

Haben Sie noch Erinnerung an die erste Fashion Week 2007? Waren Sie da auch zugegen?

Da war ich natürlich auch. Damals war das Brandenburger Tor noch integriert. Diese Lösung hier und heute finde ich allerding deutlich besser!

 

 

 



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