Backstage, erschienen bei teNeues, photo: teNeues Verlag
Verspeisen Models wirklich nur ein Salatblatt am Tag, haben Designer vor den großen Schauen Lampenfieber und arbeiten Friseure und Make-up Künstler tatsächlich bis zum Umfallen? Ihr wolltet schon immer mal hinter die Kulissen der Berlin Fashion-Week blicken, konnten euch aber nie Zugang zu dem Getümmel hinter dem Vorhang verschaffen?
Macht nichts - der Berliner Fotograf Claudius Holzmann hat in den vergangenen Jahren alles für Euch eingefangen, was sich im inoffiziellen, nämlich hinteren Trakt des größten deutschen Modespektakels abspielt: im sogenannten Backstagebereich, sozusagen eine Mercedes Benz Fashion Week “unplugged”.
Dort wo den Models stundenlang die Haare gemacht werden, wo nur Insider die Laufstegbeauties ungeschminkt und ungestylt zu Gesicht bekommen. Während sich „draußen” Heerscharen von Objektiven um die Laufstege drängelten, gab sich Holzmann mit den weniger glamourösen Momentaufnahmen zufrieden, die der perfekten Gesamtinszenierung einer Modewoche vorausgehen. Models, die sich in sekundenschnelle in ihre Outfits zwängen, Visagisten, die Mannequins im Akkord abpudern, kleine Pannen bei den Proben - es gibt nichts, was dem renommierten Modeprofi verborgen blieb und nicht mindestens genauso schön und anmutig ist, um es für immer auf Fotopapier zu bannen.
Seit den Anfängen der Berlin Fashion Week fing Holzmann authentische Szenen mit seiner Kamera ein. Aus 40 000 Fotografien hat er 120 Aufnahmen ausgewählt, die die Atmosphäre und Dramatik hinter dem Laufsteg am besten wiedergeben. Das Buch ist nicht nur ein Must-have für Fashionjunkies. Der Bildband über die Modewoche mit den meisten Ecken und Kanten unter den weltweiten Fashion Weeks, ist nun für rund 39 Euro im Handel erhältlich.
BACKSTAGE von Claudius Holzmann, Verlag: teNeues, € 39,00
Eigentlich wollte er zu Lebzeiten Michael Jacksons nur dessen leergeräumte Neverland Valley Ranch fotografieren, um den Bankrott eines Superstars zu dokumentieren - doch kein Magazin war an der Story interessiert und so beschloss Henry Leutwyler, stattdessen die persönlichen Gegenstände aus dem Besitz des Künstlers abzulichten, die 2009 versteigert werden sollten, um Jackos Haushaltskasse aufzufüllen.
Nachdem Jackson allerdings einen angeblichen Vorschuss in Höhe von 300 Millionen Dollar für seine geplante “This-is-it” Konzertreihe erhalten habe, wurde die Auktion gecancelt. Der Sänger kaufte alle Stücke wieder zurück. Die Bilder Leutwylers, die der Fotograf zwei Monate vor Jacksons Tod geschossen hat -banale Goldputten, ein privater Thron, ein abgenutztes Peter Pan Buch, die berühmten Glitzerhandschuhe sowie jede Menge Kitsch und Tand- gewähren dem Betrachter einen intimen Einblick in das Seelenleben eines Ausnahmetalents. Wer insbesondere bei den Textilien genau hinsieht, der entdeckt Schweiß und Make-up Spuren die vor allem eines belegen: Michael Jackson war ein Mensch aus Fleisch und Blut, wenn auch einer mit einer überdurchschnittlichen Begabung und einem kindlich unausgereiften Geschmack.
Der jetzt im Steidl Verlag erschienene Bildband “Neverland Lost - A Portrait of Michael Jackson” zeigt die ganz privaten Objekte des einst berühmtesten Menschen der Welt, denn kaum einer kannte, zu dem jeder aber eine Meinung hat - das ist rührend und unterhaltsam zugleich. Näher als durch Leutwylers Aufnahmen kommt man an Michael Jackson nicht heran.
Neverland Lost - A Portrait of Michael Jackson, Steidl, € 31,00
In einer schicken Designer Boutique nach Herzenslust herum stöbern, Handtaschen von allen Seiten begutachten und das womöglich noch in einer alten Jogginghose, ohne von snobistischem Verkaufspersonal gescannt zu werden?
Onlineshops wie YOOX, net-à-porter.com oder mytheresa.com machen’s möglich. So kommen Fashion-Victims selbst an einem “bad-hair-day” in den Genuss des Einkaufsvergnügens auf hohem Niveau. Das Prinzip „fashion per Mausklick” ist aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Der Anbieter YOOX feiert dieser Tage, man höre und staune, schon sein 10jähriges Jubiläum. Wohl auch um noch mehr modehungrige User auf die Shopseiten zu lotsen, hat sich der virtuelle Modetempel etwas ganz Besonderes ausgedacht. Unter dem Stichwort „YOOX Top 10″ kann man jetzt den Designer in sich wecken und aus dem Shop-Sortiment seinen persönlichen Lieblingslook zusammenstellen.
Klingt vielversprechend und schwupp, schon klickt mein Mode-affines “Ich” wie ferngesteuert drauflos. Die Facebook-Anwendung “YOOX Top 10″ ist schnell gefunden. Dort stehen tatsächlich topaktuelle Designerstücke zur Auswahl, die ich jetzt nach meinem eigenen Gusto mit der Maustaste auswählen und meinem Model-Rohling anziehen kann. Irgendwie fühle ich mich an alte Kinderzeiten zurückerinnert, in denen ich noch Anziehpuppen aus Karton mit bunten Papierkleidchen zu stylen pflegte. In der virtuellen Welt läuft das “Dress-up” jedoch viel professioneller und in wenigen Minuten ist mein Prototyp der perfekt angezogenen Frau geschaffen. Jetzt muss ich meinen selbstkreierten Stil eigentlich nur noch auf meinem Facebook-Profil posten und meine Freunde darum bitten, Werbung für mich zu machen.
Denn das ist das Prinzip des YOOX-Gewinnspiels. Je mehr Leute meinen selbstentworfenen Stil gut finden, desto größer sind meine Chancen, in die Endauswahl zu gelangen. Ein Blick auf die Konkurrenz unter den frischgebackenen YOOX-Designern, lässt mich allerdings zögern. Viele haben ihren Stil noch mit selbstgeschossenen Beauty-Bildern aufgehübscht. Dieser Aufwand ist durchaus nachvollziehbar, schleißlich werden die 10 populärsten Looks der Redaktion des Modemagazins i-D vorgelegt, das den kreativsten Favoriten als Stylisten für das Septemberheft engagiert. Ob ich dabei sein werde? Na, momentan überlege ich ja noch, ob ich meinen Entwurf überhaupt posten soll…
Claudia & Karl / Stern Fotografie Portfolio Nr. 60
Die sechzigste Ausgabe des “Stern Fotografie” Magazins ist Karl Lagerfeld gewidmet und beinhaltet ausschließlich Aufnahmen von Claudia Schiffer der letzen 20 Jahre.
Wie so häufig bei Jubiläums- Ausgaben der Fall, wird das Heft in mehreren Cover-Varianten angeboten. So kommt die Lagerfeld Edition mit sechs verschieden Titelbilden daher. Von allen blickt Clooodia, mal als Marie Antoinette, mal als Biker-Braut, in die Linse Meisters. So weit so gut, wäre da nicht noch dieses Bild welches das deutsche Supermodel im Afro-Look mit dunkel geschminkter Haut zeigt.
Das Cover schlägt gerade international mittelhohe Wellen, zumindest wenn man der englischsprachigen Blogosphäre Glauben schenken darf. In den politisch korrekten USA kommt die Aufnahme nämlich gar nicht gut an: So schreibt Steff Yotka vom amerikanischen Modeblog Fashionista von latentem Rassismus und findet: “Blackface is never a good idea!” Auch Promi-Lästermaul Perez Hilton war das “Schwarzgesicht ” einen Beitrag auf seiner Homepage wert, in dem er sein Unverständnis äußert und fragt, warum sich gerade europäische Modemagazine immer wieder diesen “Fehltritt” leisten. Die Veröffentlichung des Fotos in der Online-Zeitung “Huffington Post” erzielte bislang gar 692(!) Leserkommentare. Berechtigte Kritik oder bloß Hysterie?
Der Fernsehsender “ProSieben” mit Sitz in Unterföhring bei München sucht aktuell nach kreativen Köpfen für eine neue Prime-Time Show, in der Deutschlands Modenachwuchs die Chance erhält, sich selbst als auch die eigene Arbeit vor einem Millionenpublikum zu präsentieren.
Gesucht werden Talente, die wissen wie man eine Nähmaschine bedient und in der Lage sind zwischen Hals- und Armloch zu unterscheiden. Im Rahmen der Sendung werden Fashion-Profis den Kandidaten beratend zur Seite stehen.
Das Konzept erinnert stark an den von Heid Klum moderierten TV-Hit “Project Runway” aus den USA. Ob es sich bei dem von Pro 7 produzierten, neuen Format tatsächlich um die deutsche Variante des amerikanischen Designerwettstreits handelt, bleibt abzuwarten. Details bezüglich Moderation und Jury-Besetzung sind bislang nicht bekannt. Es bleibt also spannend.
Übrigens, für Christian Siriano, Sieger der 4. Staffel von Project Runway, bedeutete die Teilnahme an der Reality Show den Grundstein für seine Kariere im Fashion-Business. Der erst 24-jährige führt mittlerweile ganz professionell sein eigenes Unternehmen und genießt nicht nur bei Fans sondern auch in Fachkreisen Anerkennung für seine Arbeit. Wäre doch wunderbar, wenn auch in Deutschland beheimateten Talenten ähnliches wiederfahren würde.
Wer sich zutraut auch unter Zeitdruck und vor laufenden Kameras fantastische Outfits zu klöppeln und seine Begabung der Welt nicht länger vorenthalten will, hat noch bis zum 7. Juni Gelegenheit seine Bewerbungsunterlagen einzureichen.
Ob Designer mit eigenem Label, Modedesign-Student oder Ausnahmetalent, gefragt sind Leute mit Persönlichkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Weitere Informationen sowie der der Bewerbungsbogen sind per e-mail unter show@redseven.de anzufordern.
Über das Verhältnis von Model Baptiste Giabiconi und seinem Entdecker Karl Lagerfeld wird viel spekuliert. Handelt es sich hier um eine Liebesbeziehung, eine Freundschaft, oder doch bloß um eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Model und Designer?
Der Meister schwärmt in Interviews zwar in höchsten Tönen von dem zwanzigjährigen Beau aus Marseilles und pusht dessen Kariere wie zuvor nur seine eigene, doch zur Frage welcher Natur die Verbindung zwischen den Beiden tatsächlich ist, bezog der Modemacher bislang keine Stellung. Eine wesentlich eindeutigere Sprache sprechen da schon die zahlreichen Fotos, die Lagerfeld in den vergangenen zwei Jahren quasi in Akkordarbeit von seinem Zögling geschossen hat. Sie zeigen Baptiste häufig nackt, mal in Stilettos, mal mit Faust im Mund - erotische Posen dirigiert von Kaiser Karl.
Eine Auswahl der besten Motive bietet der im Mai bei Steidl erscheinende Bildband “The Beauty of Violence”. Karl Lagerfeld “The Beauty of Violence”, Steidl Verlag, 96 Seiten, 34 Euro
Galaxy Glamour, das klingt nach einem Tanz der Sternschnuppen, nach der Kollision von Sternenstaub, nach grellen Lichtstreifen, nach Knalleffekt, irisierenden Farbverläufen, nach Glitzer vor mitternachtsblauer Kulisse. Klingt gut? Willkommen im Kosmos von Thierry Mugler!
Die kraftvollen Fantasyroben und Metallkorsagen des sich seit 2001 im Ruhestand befindenden Designers üben auch Jahre nach ihrer Erstellung noch eine unglaubliche Anziehungskraft auf den Betrachter aus. Mugler’s unverwechselbare Ästhetik aus Science- Fiction, Gothic-Glamour und der Welt der Insekten verfügt über einen enormen Unterhaltungswert und beweist das Mode weit mehr sein kann als nur ein simples Kleidungsstück. Zuletzt machte der muskelbepackte Stardesigner mit der Gestaltung von 58 Bühnenkostümen für Beyoncé’ s Welttournee “I AM SASHA FIERCE” von sich reden.
Thierry Mugler: Galaxy Glamour von Danièle Bott, Thames&Hudson, 59 Euro
VOGUE Italia hat ihrer Website ein Facelift verpasst und sorgt sogleich mit den neu eingeführten Kategorien VOGUE Black und VOGUE Curvy für ein wenig Zündstoff unter den Bloglesern.
Die Errichtung einer eigenen Seite sowohl für farbige Frauen als auch für Frauen mit Kleidergrößen von 38 aufwärts, kann man einerseits als eine speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe abgestimmte Erweiterung des modischen Spektrums willkommen heißen, oder andererseits als Unfähigkeit der Modebranche verteufeln, Vielfalt und Abweichungen vom high-fashion Ideal, gleichwertig zu behandeln.
Die Meinungen über die Außenwirkung dieser Web-Neuerung gehen daher weit auseinander. Die Einen sehen in der Schaffung eines separaten Angebots für “Schwarze und Dicke” eine unterschwellige Form der Diskriminierung, die Anderen sehen darin eine tolle Plattform, die die modischen Belange dunkelhäutiger und gewichtiger Frauen endlich ernst nimmt.
Fakt ist, das Online-Angebot der italienischen Vogue richtet sich nun auch bewusst an “women of color” und “plus size” Frauen, und daran ist per se nichts auszusetzen. Ob nun wirtschaftliche Absichten in Bezug auf einen erweiterten Anzeigenkundenkreis den Ausschlag gaben oder die Überzeugung Schokoteint und Speckgürtel durch eine konstante Thematisierung langfristig als Selbstverständlichkeit zu etablieren, bleibt zunächst das Geheimnis der italienischen Vogue, deren neue Website nun auch in englischer Sprache aufrufbar ist.
Terry Richardson und die Macker von der Jersey Bucht
Auch Terry Richardson führt ein Online-Tagebuch, besser gesagt ein Fototagebuch. Darin veröffentlichte der Lichtbildprovokateur jüngst Fotos, die er von den Darstellern der amerikanischen Reality Trash Produktion “Jersey Shore” für das “Interview Magazin” geschossen hat.
Der Sendeinhalt lässt sich am besten mit der Redenwendung “Pack schlägt sich, Pack verträgt sich” beschreiben: Acht Italo-Amerikaner, allesamt in den Zwanzigern, hocken zusammengepfercht in einer Hütte am Strand von Seaside Heights, einem Provinznest an der Küste New Jerseys, und kompensieren ihre geistigen Unzulänglichkeiten mit viel nackter Haut, Prügeleien und einstudierten Machoposen. Die erste Staffel, die mit der Ausstrahlung der neunten Folge am 21. Januar dieses Jahres endete, bescherte MTV traumhafte Quoten. Damit gilt “Jersey Shore” als bislang erfolgreichste Reality Show des Senders.
Jede einzelne Episode wurde vom amerikanischen Publikum kontrovers diskutiert. Während sich die heterosexuellen männlichen Fans der Serie an “Snookies” Vorbau erfreuen, ergötzen sich Frauen und Schwule an Mike “The Situation” Sorrentos Sixpack. Gegner des TV-Formats sehen in der Glorifizierung der Prollkultur allerdings den Untergang des Abendlandes. Tatsächlich beschränken sich die Interessen der Protagonisten primär auf Sonnenbänke, Gelfrisuren, Muckibuden, Sex und Paaarty.
Dennoch, Titten und Arsch funktionieren immer und sind somit auch das Bindeglied zwischen Sendung und dem fotografischen Werk von Terry Richardson, der mit der Abbildung von Nippeln und Körperflüssigkeiten sein Geld verdient. Der Unterschied: während sich Jersey Shore Dummerchen Sammi “Sweetheart” Giancola im Polyester Rock von “Billabong” flachlegen lässt, baumelt an Terry´s Models auch beim Sex gelegentlich mal ein Designerlabel.
Ab dem 23. März gibt´s die erste Staffel von The Jersey Shore auch hierzulande zu sehen. Immer dienstags um 20 Uhr auf MTV.
Marie Dominique Lelièvre ist eine ehemalige Modejournalistin und hat ein Buch über Frankreichs Nationalheiligtum Yves Saint Laurent geschrieben, dass das Gentlemen Image der Modeikone gehörig auf den Kopf stellt. Demnach war Saint Laurent´s Leben gezeichnet von Depressionen, einem intensiven Alkohol- und Drogenkonsum, und Beziehungseskapaden mit seinem Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé.
Geschichten dieser Art, über das Privatleben des 2008 verstorbenen Modeschöpfers sind nicht neu. Es war nie ein Geheimnis, dass der Pariser Modegott an Depressionen litt, Drogen nahm und schwul war. Auch wenn Letzteres im Modemikrokosmos mit Sicherheit kein Problem darstellt, so fiel es Yves Saint Laurent zeitlebens schwer seine eigene Homosexualtät zu akzeptieren. Einen möglichen Grund hierfür, sieht die Autorin im arabischen Kulturkreis, dem der in Algerien geborene Saint Laurent entstammt, wo Homosexualität als Sünde gilt und entsprechend geächtet wird.
Es sind die detaillierten Ausführungen bekannter Schwächen, die Monsieur Saint Laurent nun in einem neuen Licht erscheinen lassen. Aus über 50 Interviews mit ehemaligen Weggefährten Saint Laurents, darunter Mitarbeiter, Models, Verwandte und Ärzte schuf Lelièvere das Portrait einer herrischen und stets kränkelnden Diva, die im betrunkenen Zustand schon mal mit Aschenbechern nach umstehenden Personen schmiss.
Pierre Bergé weigerte sich der Autorin auch nur ein einziges Interview zu gewähren und bezeichnete das Werk, ohne es gelesen zu haben, als “Ansammlung von unverifiziertem Klatsch und Tratsch.”
“Aber ist das wirklich?” fragte daraufhin Laura Craik vom Londoner Evening Standard in ihrer Buchrezension.
Prominente, ob nun Schauspieler, Sänger oder Modedesigner, haben ein Image zu verteidigen, dass maßgeblich ihren Marktwert bestimmt. Verständlich das Pierre Bergé, der mit dem Namen Yves Saint Laurent auch nach dessen Ableben noch gute Geschäfte macht, das Ansehen seines Lebenswerks unbefleckt halten will.
Verständlich ist aber auch, dass Menschen Interesse haben an einer authentischer Berichterstattung über Personen, die als gesellschaftliche Leitfigur gelten, zu denen sie aufschauen und deren Produkte sie kaufen. Zuckersüße PR-Texte und schöngeistige Philosophien über das Künstlergenie hingegen, sind weder glaubwürdig noch zeitgemäß. Reality-Formate und Casting-Shows haben den “Weg zum Ruhm” längst entmystifiziert. Talent ist da nur die halbe Miete. Teenager, die das Internet als Plattform zur Selbstvermarktung nutzen, haben dies längst begriffen, Pierre Bergé offenbar noch nicht. Legenden sind eben auch nur Menschen, so auch “Bad Boy” Yves Saint Laurent!
Marie-Dominique Lelièvre, “Saint Laurent Mauvais Garcon”
Verlag: Flammarion / Preis: 19.00 €
(bisher nur in französischer Sprache)
Biographien, die das Leben prominenter Zeitgenossen thematisieren sind eine Sache für sich. Ob nun autobiografisch oder fremd-verfasst und vom Protagonisten der Handlung autorisiert oder eben auch nicht; nie kann sich der Leser hundertprozentig sicher sein, was von dem Gedruckten nun Dichtung oder Wahrheit ist.
Der Wahrheitsgehalt einer Biographie lässt sich so nur im Kontext und anhand bestimmter Fragen ermitteln. Wer ist der Autor des Werks, wie wurde recherchiert, wer wurde wozu befragt? “House of Versace” erzählt die Geschichte des 1977 gegründeten Modehauses und liefert dabei detaillierte Informationen, die Außenstehenden bislang nur bruchstückhaft aus der Klatschpresse bekannt waren.
Authentizität verspricht die Tatsache, dass die Versace Sippe trotz pikanter Anekdoten, einer Veröffentlichung zustimmte und Autorin Deborah Ball bei ihren Recherchen sogar unterstützte. Die ehemalige Mailand Korrespondentin des New Yorker Wall Street Journal sprach mit Donatella und Santo Versace, befragte Freunde und Bekannte der Familie, traf einstige Mitarbeiter des Hauses sowie auch den ehemaligen Lebensgefährten Gianni Versaces, Antonio D’Amico. Das Resultat aus 220 Interviews und der Auswertung hunderter Zeitungsartikel umfasst 20 Kapitel auf 352 Seiten. Das Buch bringt Licht ins Dickicht aus Gerüchten und Mythen um das Modehaus und seiner illustren Inhaber.
Donatellas Drogensucht wird hier ebenso beleuchtet wie die Magersucht ihrer Tochter Allegra, die sämtliche Interviewanfragen der Autorin konsequent ablehnte. Darüber hinaus erfährt der Leser von Giannis Appetit auf Strichjungen, von Donatellas Antipathie gegenüber Tom Ford und warum ausgerechnet Allegra als Elfjährige, nach der Ermordung ihres Onkels im Jahr 1997, 50 Prozent der Firmenanteile erbte. Deborah Balls Informationen aus erster Hand, ergeben zusammengestrickt das Portrait einer exzentrischen Modeclans, deren mondäner Lebensstil wie eine Seifenoper anmutet, was jedoch den Unterhaltungswert dieses Buches im Besonderen ausmacht.
Nachdem die Modezeitschrift Brigitte vergangenes Jahr erklärte ab 2010 künftig auf Models verzichten zu wollen um “echten” Frauen in ihren Modestrecken Platz zu machen, und nun in der ersten Ausgabe des neuen Jahres Frauen zeigte, die sich nur geringfügig von den zuvor gebuchten Models unterscheiden, präsentiert das New Yorker V Magazine in seiner Januar/Februar Ausgabe eine “Plus Size” Strecke, mit wahrhaft griffigen Frauen, die in ihrer Ästhetik den Modestrecken mit den üblichen Size Zero Mädels in nichts nachsteht.
Go for that issue!
Angesichts der hohen Stellung, die das großformatige Modeheft im high-fashion Bereich innehält, ein mutiger Schritt. Die wunderbaren Fotos von Solve Sundsbo sind ein Beleg dafür, dass Schönheit und Weiblichkeit nicht an eine Grenze von 50 Kilogramm gebunden sind! Das Styling stammt übrigens von Nicola Formichetti, dem Stylisten von Lady Gaga, und darüber hinaus Creative Director von DAZED & CONFUSED, Fashion Director von VOGUE HOMMES JAPAN, Senior Fashion Editor von ANOTHER MAN, sowie Contributing Fashion Editor bei V, V MAN, ANOTHER. (der Mann versteht offenbar sein Handwerk).
V Magazine No. 36 ist in Deutschland ab Ende Januar erhältlich.
Dank exzellenter Filmdokumentationen wie, Signé Chanel, Marc Jacobs & Louis Vuitton und der The Day Before genießt Regisseur Loic Prigent innerhalb der Modeszene mittlerweile all access Status. Ob Mailand, Paris, London oder New York, ob Backstage oder vor dem Catwalk, der studentisch wirkende Filmemacher ist mit seiner Kamera gern gesehen bei der Fashion Elite. Bereitwillig gewähren ihm die Top-Designer Zutritt zu ihren Ateliers und lassen ihn einfach gewähren. Besser gesagt, sie vertrauen ihm. Beschönigende PR-Statements und nachgestellte Szenen haben in Prigents Werk keinen Platz. Genau das macht seine Filme authentisch und daher so sehenswert. Ohne Prigent bliebe uns das wahre Gesicht der Mode und ihrer Protagonisten wohl nach wie vor verborgen.
Anna Wintour hautnah? Kein Problem für Prigent! Ungezwungen stellt sich die berühmte Vogue Editrix in Prigents aktuellem Filmprojekt HABILLÉES POUR L’ÉTÉ 2010, (DRESSED UP FOR SUMMER 2010) den Fragen von Mademoiselle Agnès.
Die TV-Journalistin Agnès Boulard ist in Frankreich keine Unbekannte, sondern, im Gegenteil, seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Branche und ganz nebenbei auch Produzentin der Filmdokumentation. Mit unnachahmlicher Nonchalance begibt sie sich in sechs Episoden mehr oder weniger auf die Suche, nach dem nächsten Yves Saint Laurent und moniert dabei im Gespräch mit Pierre Bergé und dem französischen Kulturminister, ganz ohne erhobenen Zeigefinger dafür in herrlich selbstbewusster Manier, das Frankreich als Wiege der Haute Couture seinen kreativen Nachwuchs in keinster Weise fördere.
So heißt das letzte Wunderkind aus Paris noch immer Nicolas Ghèsquiere. Dabei ist der Chefdesigner von Balenciaga den Kinderschuhen doch schon längt entwachsen. Unentdeckte Talente, deren Begabung nur auf die Begegnung mit den entscheidenden Leuten wartet, gibt es überall, und in Paris sowieso. Mademoiselle Agnès hat einige von ihnen in ihren Studios abseits der großen Schauen besucht.
Agnès Boulard bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit auf dem Parkett der Eitelkeiten als wandle sie durch ihr privates Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihren extrem statusbewussten Kolleginnen, nimmt sich Boulard, die übrigens selbst 4 Jahre lang als Redakteurin bei der französischen Vogue tätig war, dabei selbst nie allzu ernst und führt beschwingt und ungeachtet aller Konventionen durch die Schauen zur Saison Spring 2010. Diese Natürlichkeit kommt an und so bittet gar der sonst so selbstbeherrschte Karl Lagerfeld Agnès nach der Präsentation seiner Kollektion um ein persönliches Tänzchen im Backstagebereich.
Die lebendige Französin liebt die Mode, nicht aber den ihr anhaftenden Dünkel und denkt gar nicht daran sich einem snobistischen Habitus zu unterwerfen. Das hat Stil und zeugt von wahrer Größe, und so verdankt sich der Zauber dieser Dokumentation im Wesentlichen auch der Persönlichkeit seiner Moderatorin. Lovely!
Zusammengenommen ergeben die sechs Teile eine Stunde “fashion uncensored”. Informativ, unterhaltsam und äußerst kurzweilig. Beeindruckend ist der Massenauflauf vor Jean Paul Gaultiers Headquarter in der Rue Saint Martin kurz vor der Show des Designers. Für einen Moment hatte ich den Eindruck es handle sich bei dieser Szenerie um ein Rockkonzert. Eine Portion Extravaganz in Reinform liefert wieder einmal Anna Wintour. Als der Weg zu ihrem Sitzplatz in der ersten Reihe einer Show, die Chefredakteurin über eine im Halbdunkel liegende Treppe führt, erhellt einer ihrer Bodyguards unaufgefordert die Stiege mittels einer Taschenlampe. Stufe für Stufe, und ohne dabei eine Miene zu verziehen trippelt Anna dem Lichtkegel vor ihren Füßen hinterher. Fantastisch! (siehe Video hier) Wie auch schon die Doku “The Day Before”, sind die sechs Episoden auf dem “Sundance Channel” im Internet kostenfrei abrufbar.
“Jemand, dessen DVD Sammlung die Anzahl seiner Bücher übersteigt, sollte sich Gedanken machen” gab Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in ihrer zusammen mit Alessandra Borghese verfassten Benimmbibel “Unsere Umgangsformen ” aus dem Jahr 2000 einst zum Besten. Damit hatte die polarisierende Fürstin nicht ganz unrecht, würde aber mit Sicherheit bei der offen im Regal stehenden DVD Box “The Story of Fashion” aus dem anspruchsvollen Sortiment des ARTHAUS MUSIK Label ein Auge zudrücken.
Das DVD Set präsentiert mit Stardesigner Karl Lagerfeld in 180 Minuten rund 100 Jahre Modegeschichte. In Form von Modezeichnungen, Fotografien sowie einmaligen Filmaufnahmen reflektiert der Dreiteiler den Zeitgeist vergangener Epochen. Portraits und Interviews bedeutender Modemacher, Fotografen und Kritiker gewähren allen Interessierten fundierte Einblicke, in die sich stets wandelnde Welt der Mode.
Teil 1, THE REMEMBRANCE OF THINGS PASTerinnert mit Charles Frederick Worth, dem Erfinder der Haute Couture, an die Wurzeln der Mode, wie wir sie heute als solche verstehen und beleuchtet u.a. am Beispiel von Paul Poiret, die zunehmende Professionalisierung der Mode, einschließlich der sich neu bildenden Silhouetten.
Teil 2, THE ART AND SPORT OF FASHIONbeschäftigt sich mit der Mode der 1920er bis 1950er Jahre. Coco Chanel, Jean Patou, Elsa Schiaparelli und Christian Dior bleiben hier natürlich nicht unerwähnt.
Teil 3, THE AGE OF DISSENTverfolgt die Modetrends der 1950er bis zu den 1980er Jahren. Paris, Mailand, London und New York haben sich als Modezentren etabliert. Mode ist wesentlich vielseitiger und definitiv zu einem “Big Business” geworden.
Siehe da, DVD´s bilden doch!
photo: ARTHAUS MUSIK
THE STORY OF FASHION, ARTHAUS MUSIK, ca. 49,00 €
Erhältlich in München u.a. bei Max & Milian, Ickstattstraße 2, 80469 München sowie bei amazon.de
Nachdem Jennifer Lopez Ende November bei den American Music Awards in Los Angeles ihre neue Single “Louboutins” erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, spendete die Modebranche keinen vernehmbaren Applaus.
Der Song, welcher die Kultschuhe mit den roten Sohlen thematisiert, ließ auch die internationalen Fashionblogger schlichtweg kalt. Wohl aus gutem Grund, denn der Text ist inhaltlich alles andere als geistreich und auch keine besondere Hommage an Schuhmacher Christian Louboutin, wie der Titel zunächst vermuten lässt. Die Handlung des Stücks lässt sich mit wenigen Worten in etwa wie folgt zusammenfassen: Typ verlässt Mädchen - Mädchen frustriert- Mädchen will Typ zurück -gekränktes Mädchen will Rache - Mädchen schnallt sich die Edellatschen von Louboutin um die Füße - Mädchen hat dank Louboutin neues Selbstbewusstsein - Mädchen verlässt Typ.Fertig!
“But it’s the last time, I’m movin’ on, I’m throwing on my Louboutins.”
Die Moral von der Geschicht; selbst die teuersten Treter binden heiße Typen nicht!
Nicht gerade die beste Werbung für Christian Louboutin.
Wer mit derartigen Beauty-Genen gesegnet, ist wie Supermodel Naomi Campbell der schafft es auch nach 20 Jahren im Business noch auf das Cover hipper Lifestyle-Magazine.
Auf der Dezember Ausgabe des amerikanischen Magazins Flaunt zeigt die mittlerweile 39-jährige Engländerin mit Hang zu unkontrollierten Wutausbrüchen, in einer kunstvoll inszenierten Aufnahme des Starfotografen David LaChapelle dem Modelnachwuchs, das Persönlichkeit mehr zählt als das zweite Lebensjahrzent.
Das Foto ist Bestandteil einer Ausstellung LaChapelles mit dem Titel “The Rape of Africa” und nimmt Bezug auf Boticellis Gemälde Venus & Mars von 1483, darin geht es um Zähmung der kriegerisch-männlichen Aggression durch den besänftigenden Einfluss der liebenden Frau. Die fotografische Umsetzung dieser Thematik durch David LaChapelle besticht durch eine moderne, kritische Sichtweise. Zu sehen ist eine in Schönheit erstarrte Naomi Campbell als schwarze Venus, die Göttin der Liebe, die machtlos ihrer Rolle als männliches Eigentum ausgeliefert zu sein scheint und daher handlungsunfähig der Zerstörung ihres Landes zusieht, während Männermodel Caleb Lane in der Rolle des Mars, Gott des Krieges, sich auf seinen Plünderungen ausruht.
(c) David LaChapelle “The Rape of Africa”
FLAUNT “The Eden Issue - Nothing lasts forever” erhältlich bei SODA in München
Zur Ausstellung THE RAPE OF AFRICA ist ein gleichnamiges Buch erschienen:
36 pages, 30,5 x 24,5 cm, published by the Alex Daniels-Reflex Gallery.
Preis: € 47,00 über Colette Paris
Es war der charmanteste Moment am Abend der Bambi Verleihung des Jahres 2009 in Potsdam. Wolfgang Joop wurde gestern das goldene Reh für seine Verdienste um die Stadt Potsdam verliehen. Mit seiner Kreativität und seinem Engagement habe Joop das Image von Potsdam neu erfunden, so die Begründung der Jury.
Wolfgang Joop mit Tochter Jette ber der Bambi Verleihung 2009
Der Modemacher wusste als einziger Preisträger im Vorfeld nichts von der Auszeichnung. Sichtlich überrascht von der Verlautbarung seines Namens und gerührt von der Laudatio seiner Tochter Jette, aus deren Händen Deutschlands Vorzeigdesigner den Preis entgegennehmen durfte, bedankte sich Joop für die Anerkennung. Der ehemalige Weltenbummler, der nach Stationen in Monte Carlo und New York in der brandenburgischen Landeshauptstadt zu seinen Wurzeln zurückfand, findet heute Halt und Inspiration in der Tradition und seiner eigenen Lebensgeschichte. Die Rahmenbedingungen zur Ehrung des wortgewandten Freigeists hätten nicht stimmiger sein können, Familie, Heimat und der begehrteste Medienpreis des Landes. C´est ca et voilà!
Der einzig wahre Superstar an diesem Abend, der, so Tochter Jette Joop, “nie eine Mauer im Kopf hatte”, hat die Auszeichnung verdient; für das was er sagt, für das was er leistet und letztlich auch für das, was er ist: ein wahres Wunderkind!
Eigentlich war der Schritt schon längst überfällig, doch nun haben auch Transvestiten, Transsexuelle und Freunde des Androgynen ihr eigenes Lifestyle-Magazin. Candy heißt das Heft und wird von dem spanischen Modejournalisten Luis Venegas herausgegeben. Die Herbst/Winter 2009 Ausgabe ging vor wenigen Tagen mit einer limitierten Auflage von 1000 Stück an den Start.
Das Magazin feiert die schier unzähligen Möglichkeiten sich heutzutage mittels Kleidung und Make-up über Geschlechtergrenzen hinwegzusetzen, und so seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen. “The First Transversal Style Magazine” so die Beschreibung des Blattmachers, bietet auf 192 Seiten erstklassige Modefotografie, promotet die großen Namen der Travestie und portraitiert berühmte Transsexuelle, wie die 1974 verstorbene Schauspielerin und Warhol-Muse Candy Darling.
Covergirl der Premierenausgabe ist übrigens der Engländer Luke Worall, derzeit gefragtes Model und Lover der latent verzogenen Kelly Osbourne. Der 19-jährige posiert als Miss Lucy Worrall in Madonna´s “Who´s that Girl ” Look von 1987.
Beim Betrachten des Werbevideos zur Markteinführung des Magazins, beschlich mich einerseits das latente Gefühl, das hier eine gesättigte Modebranche Transsexualität und Transvestismus jedoch primär als sexuelle Avantgarde feiert, anstatt mit Inhalten einen wirklichen Nutzwert für Betroffene zu schaffen. Andererseits scheint mir ALLES, was das Thema mit Niveau in den Vordergrund rückt und dabei auf seelentiefe Gefühlsduselei verzichtet, begrüßenswert.
Erhältlich in ausgewählten American Apparel Stores sowie in Berlin bei:
DO YOU READ ME?! GBR, Auguststraße 28, 10117 Berlin
PRO-QM, Almstadtstrasse 48-50, 10119 Berlin
Der Stylisten Nachwuchs / photo by: Kenneth Cappello, by courtesy of MTV
Nach Modedesignern, Models und Redakteuren schicken sich nun die Stylisten an, Starstatus zu erlangen. Die neue MTV Doku “STYL´D” hilft dabei das Ganze zu beschleunigen und den Beruf bei Teenies populär zu machen.
Styling, und wir sprechen hier nicht vom Haare legen, ist eine Kunst für sich. Es gibt in etwa so viele verschiedene Definitionen was ein gelungenes Styling ausmacht, wie es Stylisten gibt. Darüber zu streiten ob nun der reduzierte Chic von Jil Sander oder doch eher das Drama à la Versace von gutem Stil zeugt, ist müßig, denn beides hat seine Berechtigung. Letztlich zählt in der Sparte des Celebrity- Stylings, ob der Look zum Kunden und zum Anlass passt, einen Eindruck hinterlässt, und positiv von den Boulevardmedien kommentiert wurde.
In der Sendung STYL`D, die am Sonntag den 1. November on Air ging, konkurrieren 5 blendend aussehende, junge Menschen im Rahmen des “Junior Assistant Program” um einen Vertrag mit Margaret Maldonados Agency, dem Rolls Royce unter den amerikanischen Styling-Agenturen. Die bei MMA unter Vertrag stehenden Stylisten, Make-up Artisten und Haarkünstler kümmern sich um die Optik fast aller Blondinen zwischen Holleeewuud und Maleeeboo. Neben diversen Modemagazinen zählt Jennifer Aniston genauso zum Kundenstamm der Agentur wie Jessica Simpson, Lindsay Lohan, Nicole Richie, Mischa Barton, die Olsen Zwillinge, Angelina Jolie und Penelope Cruz.
Der zickige Umgang der geschmackssicheren Wettbewerber untereinander, erinnert stark an Szenen aus der “Teufel trägt Prada,” aber auch die Attitüde ihrer Mentoren, den Senior Stylisten, die ihren Status wiederholt durch den Ehrgeiz der Aspiranten bedroht sehen, gibt Aufschluss über das Bild, dieses von Eitelkeit beherrschten Berufszweiges.
“If you dont agree with me, don´t have an opinion” lautet die direkte Weisung von Jen Read gegenüber den Hoffnungsträgern Gary (soo gay) und Janna (soo bitchy) kurz vor einer Anprobe mit Filmsternchen Kim Kardashian. Na dann. Get Style!