Von allem immer nur das Beste, das galt nicht nur für Superdandy Oscar Wilde sondern gilt seit eh und je auch für den Luxuskonzern Hermès.
Die berühmten Seidentücher des 1837 gegründeten Hauses, sind begehrte Sammlerobjekte, Statussymbol und gelten seit ihrer Einführung im Jahre 1937 als Erkennungszeichen der High Society. Wer glaubt, die Dessins beschränken sich nur auf opulente Goldschnörkel, der irrt. Neben traditionellen Allegorien kreieren die Seidenmaler der Ateliers Hermès zeitgemäße, durchaus grafische Muster, die sich auch markenbewusste Töchter und Söhne gern um ihre Hälse drapieren. Zu schätzen lernt die Nobeltücher, wer über den aufwendigen Herstellungsprozess des 90 x 90 cm großen Seidenstücks im Bilde ist. Handrolliert und mittels Siebdruckverfahren bedruckt, kostet ein Carré mehr als ein komplettes Tagesoutfit aus Schweden, doch ist es gerade die Exklusivität aller Hermès Produkte, die Begehrlichkeit schürt. Das Buch “Le Carré Hermès” veranschaulicht mit zahlreichen Photographien aus den Werkstätten die Entstehung der wertvollen Tüchlein und bietet Kennern wie Einsteigern einen interessanten Überblick der bisherigen Motive und Dessinierungen.
“Le Carré Hermès” von Nadine Coleno, ca. 84 Euro,
erhältlich im Buchhandel und ausgewählten Hermès Stores
Die schönsten Accessoires der Saison liefert zum Jahresende das Label MIU MIU. Die riesigen, farbigen Glassteine mit MIU MIU Logo aus der Weihnachtsedition, peppen im Nu jedes noch so triste Outfit auf und sind so schön, dass man am liebsten in den Vitrinen der MIU MIU Stores übernachten würde. Als glamouröser Blickfang bilden die opulenten Strassarmbänder, Ohrringe, Ketten und Schlüsselanhänger, das ideale Geschmeide für festliche Anlässe. Das Beste daran, die Glitzerstücke sind mit Preisen zwischen 150 Euro (Ohrringe) und 270 Euro (Halsketten), im Vergleich zum Modeschmuck anderer namhafter Hersteller sogar recht bezahlbar!
Auf miumiu.com könnt Ihr euch eine Überblick des Sortiments verschaffen.
Erhältlich u.a. bei: MIU MIU im KaDeWe Berlin, Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin T: +49 (0)30 21 96 5970
MIU MIU im Oberpollinger, Neuhauser Straße 18, 80331 München T: +49 (0)89 44 44 7080
Im Rahmen der hippen Kunstmesse Art Basel Miami, stellte das italienische Modehaus FENDI vor wenigen Tagen eine neue limitierte Variante seiner berühmten Baguette Tasche vor. Die Ausführung “Mezzo Punto”, heißt frei übersetzt Kreuzstich, ermöglicht es ihren Käufern, die Optik der Tasche selbst zu gestalten.
Mittels beigefügten Nadeln, zwei Fingerhüten und Stickgarnen, kann die Trägerin, das gute Stück aus Baumwollleinen nach ihren eigenen Vorstellungen verzieren. Wer noch ungeübt ist im Sticken, dem dienen Mustervorlagen mit dem Fendi Logo als Schablone. Die Mutter aller It-bags bescherte dem Unternehmen seit ihrer Markteinführung im Winter 1997 satte Umsätze, und dank zahlreicher prominenter Trägerinnen jede Menge Medienpräsenz. Seit ihrem Bestehen wurde die Baguette in unzähligen Materialien produziert. Zur Idee hinter dem Do-it-yourself-Modell äußerte sich Accessoire-Kreativdirektorin Silvia Venturini Fendi wie folgt:
Fendi is a creativity factory that supports talent without boundaries. In these challenging times in which the world is changing rapidly, we wanted to exalt pure creativity by putting attention on traditional materials and low technology techniques. We wanted to rediscover the power and the beauty of “Hand-Craft”.
Na dann, frohes sticken.
Erhältlich für $ 995.00 in ausgewählten Fendi Boutiquen
Wer schon immer mal eines des spektakulären Showpieces vom Laufsteg besitzen wollte, die das Image eines Modehauses maßgeblich prägen, der hat dazu jetzt die Gelegenheit. Das Internetshoppingportal yoox.com bietet aktuell über 100 Modelle aus den Artisanal-Kollektionen des Modemachers Martin Margiela zum Kauf an.
Charakteristisch für die Artisanal-Linie ist die Verwendung von Wegwerfmaterialen, wie Zeitungspapier, Lametta oder Kronkorken, die in akribischer Handarbeit zu kunstvollen Kleidungsstücken verarbeitet werden. Die auf yoox.com angeboten Kollektionsteile werden bei Bestellung eigens für den Kunden im Pariser Atelier von Maison Margiela in begrenzter Stückzahl nachgearbeitet.
Das teuerste Stück, ein asymmetrisches Ledertop mit quadratischen Spiegelplättchen zur tragbaren Diskokugel umgestaltetet, kostet satte 7.650 Euro. Das günstigste Stück, ein zu einem Ring umfunktionierter Silberlöffel ist für 200 Euro zu haben. Nichts für Bafög Empfängerinnen und dünne Geldbörsen, doch sei an dieser Stelle erwähnt, dass es sich bei den auf yoox.com erhältlichen Teilen nicht um profane Kleidung handelt sondern um textile Kunstwerke eines Modemachers, der längst einen festen Platz in der neueren Modegeschichte inne hält. Viele der angebotenen Modelle waren in den Ausstellungen in München und Amsterdam anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums des Maison Martin Margiela zu sehen und sind international bekannt.
Margiela Artisanal Collection at yoox.com / photos: by courtesy of yoox.com
Das einige der zum Verkauf stehenden Sachen bereits die Titelblätter diverser Modezeitschriften zierten, soll zur Rechtfertigung des kostspieligen Einkaufs-Vergnügens nicht unerwähnt bleiben. Wer dennoch angesichts der hohen Preise pro Artikel den Kopf schüttelt, dem sei gesagt, dass ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Artisanal-Objekte dem Haus von Rosa Spier in Holland zugute kommt. Die gemeinnützige Organisation fungiert als Ruhesitz pensionierter Künstler und Akademiker, und fördert diese bei der Ausübung ihrer kreativen Talente. Frei nach dem Motto: “Mit dem Alter hört die Kunst nicht auf”. Tolle Sache!
Steven Meisel hat in den vergangenen 21 Jahren lückenlos alle Covers der italienischen Vogue geschossen, und damit das Image der Modezeitschrift, wie auch die weltweite Wahrnehmung vom Stil der Italienerinnen, entschieden geprägt. Der neue Bildband “THREE HUNDRED AND SEVENTEEN & COUNTING” dokumentiert alle Titelcovers, die der Modefotograf für die italienische Ausgabe der international vertretenen Modebibel von 1988 bis zur Fertigstellung des Buches im Jahre 2009 inszeniert hat, und liefert somit 317 gute Gründe um umgehend die € 49,00 Euro in den limitierten Wälzer zu investieren. Und während wir uns noch über die Veröffentlichung einer solch außergewöhnlichen Bildsammlung freuen, shootet Mr. Meisel bereits weitere Modestrecken für das prestigeträchtige Modeblatt.
Jeder der schon einmal einen Blockbuster mit einem (Ex-)Supermodel in der Nebenrolle gesehen hat, weiß, die darstellerischen Fähigkeiten der meisten Models sind stark begrenzt. Sobald von den Mädchen etwas anderes gefordert wird als ihre Schönheit mit blasiertem Gesichtsausdruck zur Schau zu tragen und der Job eine Abweichung des gewöhnlichen Posings verlangt, wirken viele Models plötzlich auffällig ungelenk. So zuletzt auch die Top-Models, die sich bei der letzten Chanel Modenschau (ab Minute 2:09) mit Lagerfeld´s “Boy Toy” Baptiste Giabiconi “spontan” in einen Heuballen fielen ließen. Das Ganze wirkte so konstruiert und hölzern, und bewies abermals wie gefangen Models in ihrer Rolle als Repräsentantin der “Coolness” sind.
Ein wesentlich besseres Darstellungsvermögen zeigten hingegen die Beauties in Dolce&Gabbana´s Werbefilm “JALOU”. Auf ästhetisch ansprechende Weise wird in dem 90 Sekunden Clip, das von dem italienischen Designerduo gestylte Handymodell JALOU der Firma Sony Erickson beworben, welches nach einer Vorankündigung Ende August seit wenigen Tagen im Handel erhältlich ist. Warum die Damen, allesamt gekleidet in Dolce&Gabbana´s Fall/Winter Kolletion 2009, zum Schluß jedoch verhaftet werden, bleibt ein Geheimnis. Doch immerhin geben die Models auch bei den “Mug Shots” noch eine gute Figur ab.
Macarons- die Einen mochten sie schon immer, das heißt, die Wenigen die von der Existenz des Schaumgebäcks bereits vor der “Sex and the City Welle” wussten. Die Anderen, die erst nach der Ausstrahlung der Serie in die farbenfrohen Zuckerkekse bissen, konnten entweder den Hype um das kreisrunde Backwerk nicht nachvollziehen oder waren verzückt, insofern die Dinger aus dem Hause Ladurée stammten.
Ladurée Macarons wearing Christian Louboutin
Die 1862 in Paris gegründete Edel-Patisserie Ladurée, gilt als Erfinder des doppelten Macaron, so wie wir ihn heute kennen, und begeistert Liebhaber der Süßigkeit nicht nur mit der Qualität ihrer Erzeugnisse sondern auch mit ihren traumhaften Verpackungen, die allesamt den Eindruck erwecken als handle es sich bei ihnen um die private Schmuckschatulle von Marie Antoinette. So soll es Menschen geben, die bei Ladurée nur wegen den pastellfarbenen Schächtelchen mit der Rokoko Verzierung einkaufen. Seit Jahren kooperiert das Unternehmen mit Modemachern, die ihren Signature Look für einen begrenzten Zeitraum den Pappschachteln entleihen. Aktuell zieren Modezeichnungen des Schuhdesigners Christian Louboutin die Ladurée Boxen. Mit eigens für diese Kooperationen entwickelten Geschmacksrichtungen, werden die Designer-Macarons in drei Größeneinheiten angeboten. Über Geschmack lässt sich streiten über Ladurée hingegen nicht!
Ein weiteres Must-have Buch, des sich dem Ende neigenden Jahres erscheint im November: “The World in Vogue: People, Parties, Places” ist unverzichtbar für Fans von Vogue und den und Persönlichkeiten, die dem Spirit des Modemagazins auf idealtypische Weise entsprechen zu scheinen.
So zeigen die über 300 Fotos vornehmlich Schauspieler, Models, Künstler und Society-Ladies aus vier Jahrzehnten Vogue. Der Band dokumentiert aber nicht nur die Celebrities selbst, sondern auch ihre Hochzeiten, Partys, Häuser und Gärten. Einige der Bilder blieben bislang unveröffentlicht, andere Aufnahmen wiederum reflektieren exemplarisch ein ganz bestimmtes Zeitalter. Zahlreiche Ablichtungen stammen aus der Hand der großen Altmeister der Modefotografie, darunter Lord Snowdon, Helmut Newton, Richard Avedon, Cecil Beaton und Horst P. Horst. Herausgeber ist Hamish Bowles, seines Zeichens Editor-at-Large der US-Vogue.
Erhältlich ab dem 17. November für $ 75.00 / Knopf Doubleday Publishing Group, 400 Seiten ISBN: 978-0-307-27187-7 (0-307-27187-0)
photocredit: GUCCI / by courtesy of Andrea Leitner Public Relations
Es ist schon erstaunlich was sich renommierte Modefirmen alles einfallen lassen um neue Zielgruppen zu generieren. Wohl wissend, dass die Websociety von heute (irgendwer noch nicht bei Facebook?) die Luxusshopper von Morgen sind, richten Sie ihre Unternehmenskommunikation und Selbstdarstellung an den Bedürfnissen internetaffiner Konsumenten aus. Die Webpräsenz ist die neue Visitenkarte im 21. Jahrhundert. Willkommen im Global Village.
Vor allem namhafte Designerlabel und traditionelle Modehäuser stehen permanent unter dem Druck ihren Ruf als Trendsetter zu verteidigen und ihren Kunden stets etwas originelles, etwas Besonderes, das außergewöhnliche bieten zu müssen. Der Onlineshop stellt da längst keine Innovation mehr da, sondern gilt ganz nüchtern betrachtet eine dem Zeitgeist entsprechende Serviceleistung um den Umsatz anzukurbeln. Erwartet wird was vom User einmal als machbar erfahren wurde. Fehlen auf einer Firmenwebsite bestimmte online Anwendungen, die vom User andernorts bereits beansprucht wurden wird er diese Homepage als rückständig empfinden. So überbietet sich das Luxussegment in puncto digitaler Innovationskraft von Saison zu Saison.
Aktuell en vogue, sind Werbefilme in Manier eines Spielfilms. So wird nicht mehr bloß ein Produkt abgebildet, vielmehr führt eine, mal schlechter, mal besser durchdachte Dramaturgie zum Objekt der Begierde. Da es sich hierbei nur um eine Werbeform für Taschen und Klamotten handelt, mag sich so manch Einer außerhalb des Modezirkus über den hohen Aufwand wundern. Doch die Investitionen scheinen sich für die Hersteller zu rechnen. Hoffen wir, das sie nicht der Grund sind warum an einigen Taschen mittlerweile Schilder mit Kleinwagen-Preisen baumeln.
Gegenwärtig reicht das Onlineangebot der Modehersteller von Live-Streams (Alexander McQueen, Burberry), über Blogs bis hin zu interaktiven Chatforen. Das Neueste dürften sogenannte Microsites sein, also Abkömmlinge der Mutterhomepages, die sich ausschließlich auf ein einzelnes Produkt beziehen, über dass sich der Endverbraucher en Detail informieren kann. Eine dieser Microsites kommt nun aus dem Hause Gucci und beschreitet dabei völlig neue Wege der Kundenbindung.
Zum Launch der neuen Brillenkollektion des italienischen Luxuskonzerns entwickelte Gucci Kreativdirektorin Frida Giannini die Microsite www.guccieyeweb.com auf der sich Benutzer mittels des Tools “reflect and connect” kreativ einbringen können. Heißt im Klartext: auf der genannten Webseite sind zwei neuen Brillenmodelle in 3D zu sehen, die sich um 90 Grad drehen und somit bestens begutachten lassen. Gucci Fans haben an dieser Stelle die Möglichkeit sich einzuloggen und Bilder hochzuladen um sie mit Freunden zu teilen (connect) oder auf den Gläsern der virtuellen Sonnenbrille anzeigen, sprich spiegeln, zu lassen (reflect). Alles klar? Es ist nicht so, dass die Welt auf diese Anwendung gewartet hätte, doch unter marketingtechnischen Aspekten fasziniert der Einfallsreichtum im Hause Gucci dann doch ein wenig. Wie es sich für eine high end Marke gehört sieht das Ganze optisch sehr ansprechend aus und hört sich zudem auch noch gut an.
Augenschatten gefällig? Das Modell für Jungs
Doch das Beste sind eigentlich die Sonnenbrillen selbst. Sowohl beim Herren- wie auch beim Damenmodell ziert der charakteristische rot-grüne Gucci Webstreifen die Brillenbügel. Wem sich die edle Herkunft des Gestells nicht dadurch schon erschließt, dem gibt spätestens das bekannte Gucci Logo einen eindeutige Auskunft darüber. Mit einem moderaten Preis ab 165,00 Euro (zumindest für Gucci Verhältnisse) und sechs Farbstellungen richtet sich die Gucci Eyeweb Collection gezielt an ein jüngeres Publikum. Nach eigehender Begutachtung der Website einschließlich der Brillenmodelle können wir abschließend sagen: Mission “Erschließung webaffiner Zielgruppen” auf coole Art erfüllt.
Wer dennoch nicht nachvollziehen kann weshalb so viel Aufwand betrieben wird um Sonnenbrillen an Mann und Frau zu bringen , dem sei gesagt: “That´s fashion, baby!”
Die Gucci Eyeweb Kollektion ist in allen Gucci Stores sowie online unter gucci.com erhältlich.
Ausnahme-Talent Wolfgang Joop trifft auf Ausnahme-Redakteurin Inga Griese, zusammen erstellen sie die Biografie mit dem Titel “Wunderkind - Potsdam 14467″. Das 520 Seiten starke Werk kommt im XL-Format daher und präsentiert sich hochwertig im leinenbezogenen Schuber.
Joop´s Lebensgeschichte wurde ab den 1990er Jahren zu einem Stück deutscher Kulturgeschichte.Mit dem von ihm gegründeten Modelabel Joop! etablierte der Kreative hierzulande erstmals so etwas wie einen Lifestyle und schaffte damit, als erster Designer, ein Bewusstsein für Mode im Allgemeinen bei der deutschen Bevölkerung. Dank ihm wurde das Designerlogo zwischen Flensburg und Rosenheim salonfähig. Wer sich Jil Sander nicht leisten konnte, der trug stattdessen stolz das berühmte Ausrufezeichen zur Schau. Wolfgang Joop selbst, blieb für lange Zeit der beste Vertreter seiner Designphilosophie: jugendlich, polyglott, frech aber gut erzogen, und das Ganze immer mit Rückgrat und Stil. Seit 2003 residiert Wolfgang Joop mit seinem Modehaus Wunderkind in der Villa Rumpf, einem 1894 errichteten Backsteinbau des Architekten Gutsav Meyer am Heiligensee in Potsdam. Von hier aus startete er nach dem Verkauf der Joop GmbH seine zweite Weltkariere und entwickelte sich vom Designer zum international anerkannten Modemacher. Das heißt weniger Marketing, dafür mehr Handwerk und eine Kollektion, voller Poesie und Raffinesse, die kein Ausrufezeichen braucht, ganz einfach Wunderkind. Die Autobiographie zeichnet den Weg des Schöngeists von der Kindheit in den Nachkriegsjahren in Potsdam und Braunschweig zu Deutschlands “first man of fashion” in Wort und Bild nach.
Wer hätte einmal gedacht das der Rebel Chic von Großbritanniens Fashion Punk Vivienne Westwood einmal Einzug in bürgerliche Wohnzimmer finden würde? Für den in London ansässigen traditionellen Tapetenhersteller Cole & Son entwarf die unlängst etablierte Modelady nun 12 verschiedene Tapeten-Dessins, die in unterschiedlichen Farbstellungen erhältlich sind. Die angebotenen Muster basieren allesamt auf Drucken vergangener Modekollektionen der Designerin. Damit bietet die 68-jährige Exzentrikern eine stylishe Alternative zum deutschen Raufaser-Wandkleid und beweist, das britisches Interior-Design mehr zu bieten hat als Landhaus Romantik à la Laura Ashley. Zwar kann die Modemacherin dann noch nicht darauf verzichten die typisch englischen Blumenmotive anzubieten, doch der coole Union Jack sowie der genial schwülstige Tartan-Stoff als Fotoprint, lassen uns darüber hinweg sehen.
Die Rolle kostet £ 55.00 (ca. € 60.00) und ist in Deutschland über Karl Leuthenmayr in München zu beziehen. Tel. 089.220 454 / Cole & Son
Textile Urlaubssouvenirs sind so eine Sache. Sombrero, Makramee-Tasche oder safranfarbige Saris verschwinden, zurück in Deutschland, in der Regel unmittelbar in den Tiefen des Kleiderschranks und werden Jahre später eigentlich nur noch einmal zur Entsorgung hervorgeholt. In Zeiten, in denen Flugreisen noch ein Privileg darstellten, zählten vor allem T-Shirts der Hard Rock Café Restaurantkette zu den begehrtesten Mitbringsel juveniler Globetrotter.
Das Besondere an diesenT-Shirts war dabei nicht etwa das immer gleiche Firmenlogo des Fast Food Imperiums, sondern der darunter aufgedruckte Stadtname, der den Daheimgebliebenen signalisierte welche Metropole sein Träger gerade besucht hatte. Die labberigen Überzieher mit der Aufschrift Hard Rock Café New York oder San Francisco sorgten dabei für auffällig neiderfüllte Gesichter auf dem Pausenhof. Es gab auch ein Hard Rock Café in Frankfurt, doch dessen Merchandising Produkte wollte einfach Niemand haben. Eine Adaption deluxe dieser Idee bietet nun Mode-Innovatorin Miuccia Prada. Ihre neuen Souvenir-T-Shirts zeigen die Grundrisse und Fassaden, der von renommierten Architekten wie Rem Koolhass gestalteten Flagshipstores, in Form technischer Zeichnungen. Die T-Shirts gibt es ausschließlich vor Ort, in den dem Druck entsprechenden Städten. Heißt, die rote Version mit der Darstellung des New Yorker Shops ist auch nur in der New Yorker Dependance erhältlich. Endlich ein Souvenir, dass man auch ganz ohne Schamgefühl Zuhause tragen kann.
Bonjour Dekadenz: Boule Deluxe à la Louis Vuitton. Das Kugelset aus Frankreich gehört zwar nicht unbedingt zu den essentiellen Dingen, die man im Leben braucht, doch die Mini-Bälle mit dem LV-Monogram genügen ganz einfach sich selbst und sind sowohl auf dem Bouleplatz wie auch als Dekoobjekt einfach wunderbar anzusehen.
Stilecht reisen wie einst Kaiserin Eugénie, mit riesigen Schrankkoffern in den alles Platz hat worauf man im Urlaub nicht verzichten möchte? Kein Problem, die Vintage Luggage Company aus Hamburg macht´s möglich! Das Unternehmen verfügt über den weltweit größten Bestand an alten bis historischen Gepäckstücken der Edelmanufakturen Louis Vuitton, Hermès, Goyard, und Moynat, darunter Stücke von nahezu musealem Wert. Das Auge kann sich gar nicht satt sehen am Firmenkatalog, der seltene Reisetruhen von 1890, einen Reiseschreibtisch, eine Hutschachtel und diverse Schrankkoffer beinhaltet. Angesichts des Seltenheitswertes treibt das liebevolle und mit Expertise zusammengetragene Sortiment von The Vinatge Luggage Company den Puls eines jeden Louis Vuitton Sammlers in die Höhe.
Weil reisen mit den riesigen Koffern ohne Peronal eher beschwerlich ist, bieten sich die Stücke auch bestens als dekoratives Möbel oder Dekorationsobjekt für die eigenen vier Wände an, wie die hier abgebildete Reisetruhe von 1900 mit maßgefertigtem Untergestell.
photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg
Aber nicht nur antike Schätze, auch limitierte und vergriffene Modelle neueren Datum lassen sich bei The Vinatge Luggage Company finden. So z.B. der coole DJ Koffer, den Helmut Lang einst anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums von Louis Vuitton entwarf. Auch die erste Edition an Taschen mit den Graffiti-Dessins von Stephen Sprouse aus dem Jahre 2001 ist hier zu haben.
Das Beste vom Besten muss nicht mehr länger in London, Paris oder New York gesucht werden. Dank The Vintage Luggage Company ist die große weite Welt nun auch in Hamburg zuhause.
THE VINTAGE LUGGAGE COMPANY, Valentinskamp 18, MBE Haus 209, 20354 Hamburg
Tel. 0700 / 1584 42 43 www.vintage-luggage.de
Die Special Items Kolletion von Marc Jacobs hat es in sich: trendige Accessoires und einzelne Kleidungsstücke mit politischen oder zeitgeistigen Slogans und der Signatur von Marc Jacobs peppen für wenige Dollar jedermanns Outfit auf. Viele der kleineren Artikel gibt es über mehrere Saison, andere wiederun sind nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar. Zwei neue T-Shirts mit Covern des noch jungen LOVE Magazins, gibt es jetzt in den Farben rot und weiss. Darauf zu sehen sind Coco Sumner, Model, Schauspielerin, Sängerin und die Tochter von Sting und Trudie Styler, sowie Musiker Alex Hartley, der via Internet entdeckt wurde. Die T-Shirts sind erhältlich für $ 35 in allen Marc Jacobs Stores.
Home Collections gehören für viele Modehäuser heutzutage wie Bekleidung, Lederwaren und Kosmetika ganz selbstverständlich zur Angebotspallette dazu. Kissen, Decken, Geschirr, Dekoartikel und Möbel großer Modeunternehmen wie Gucci, Missioni oder Versace machen die Markenphilosophie für den Kunden innerhalb der eigenen vier Wände rund um die Uhr erlebbar.
Rick Owens dachte zunächst nur an sich selbst, und weniger an seine Kunden, als er begann Möbel für sein Pariser Palais zu basteln. Der amerikanische Designer ist Bauhaus Fan und lässt sich für die Erstellung seiner Modekollektionen immer wieder von Le Corbusier und der deutschen Stilschule inspirieren. Letztlich haben ihn die hohen Preise, für die wenigen noch erhaltenen originalen Bauhaus-Klassiker aus der Hand von Wagenfeld, Gropius, Gray, van der Rohe und Co., nicht die in Lizenz gefertigten Re-Editionen, dazu getrieben seine eigenen Möbel zu fertigen, so Owens im Gespräch mit WWD.
Und weil Designer im Gegensatz zu bildenden Künstlern eben doch immer den kommerziellen Aspekt bei all ihren Tätigkeiten im Hinterkopf haben, entschloss sich der Meister des morbiden Chics, sein Mobiliar dann doch Allen, die die Leidensfähigkeit besitzen es sich auf Folterbänken bequem zu machen, zur Verfügung zu stellen. Gegen cash natürlich. Zwischen $ 3000 und $ 36.000 (für ein Sofa aus Wildleder und Holz) muss zahlen wer den Lifestyle à la Owens im heimischen Wohnzimmer konsumieren möchte.
Mit einer üblichen Home Collection habe dieses “Projekt” jedoch nichts zu tun, insistiert der Modemacher. Dafür stehe allein schon die Art und Weise des Vertriebs, der sich neben den eigenen Stores eben auch über wechselnde Gallerien vollzieht. Bei den Möbelentwürfen Owens´ handelt es sich in der Tat mehr um repräsentative, skulpturale Wohnobjekte als um einladende Sitzmöglichkeiten. Basierend auf geometrischen Grundformen wirken die Stühle, Sofas und Tische so cool wie der androgyne Look seiner Damen und Herren Prêt à Porter. Wer zufällig noch ein paar Räume zu dekorieren hat, die nicht bewohnt sondern bestaunt werden sollen, dem sei die Ausstellung “Evolution” in der Londoner Gallerie “Sebastian + Barquet´s” empfohlen. Hier sind die limitierten Möbelstücke noch bis Ende September zu begutachten und zu erwerben.
Wer sich wie Peaches (siehe Bild) mit voll bepackten Tüten aus dem Hause Herr von Eden, das Wochende versüßen will, hat dazu am kommenden Samstag, dem 12.09. allen Grund. Zumindest in München, denn hier veranstaltet das Lieblingslabel der Großstadtdandys seinen SUPER SALE, und dass heißt in Zahlen: Preisnachlässe bis zu 70%!
Bei Anzügen ab 490 € dürfte nach Abzug der Prozente, das ein oder andere Schnäppchen für den Mode-Connaisseur dabei sein
Wenn ein Anzug überhaupt so etwas wie eine Aura haben kann, dann gehören die Modelle von Herr von Eden auf jedem Fall mit dazu. Hier gibt es Individualität in kleinen Stückzahlen, die die Persönlichkeit ihres Trägers unterstreichen statt ihn optisch zu uniformieren. Classics with a twist und einen Schuß Nostalgie. Die Kollektionsteile bestechen durch unkonventionelle Stoffe, und kreative Schnittdetails. Lästige Überlegeungen zum Stylingen entfallen, denn die Modelle sprechen für sich selbst und bedürfen keines weiteren Aufputzes (um es auf altmodische Weise zu sagen).
Mit den Sakkos von Eden ist Mann wie Frau einfach immer und überall korrekt angezogen. Viele der Teile haben das Potential zum persönlichen Lieblingsstück im eigenen Kleiderschrank zu avancieren. Übrigens, wer gefallen an der Klamotte von Jan Delay findet, der ist bei Herr von Eden genau richtig, denn auch der Hamburger Sänger lässt sich hier einkleiden. Der SUPER SALE ist definitiv der beste Shopping-Deal, den die bayrische Landeshauptstadt am Samstag zu bieten hat!
Herr von Eden SUPER SALE Munich am Samstag, den 12.07.09 von 10-20 Uhr
Herr von Eden Boutique, Herzogspitalstraße 7, 80331 München, Tel: 089.216.668.43
Autsch, das sieht böse aus. Ob Marc Jacobs mit dem Bild für sein Designer Skateboard schon mal vorsorglich auf die möglichen Gefahren des Skatens hinweisen wollte. Das Brett ist einer limitierten Auflage von 100 Stück in allen Marc by Marc Jacobs Store für 89 Dollar erhältlich.
Als Designer war Loris Azzaro niemals wirklich stilprägend, zählte aber mit seinen mondänen Glitzerfummeln und asymmetrischen Lamé-Roben Ende der 70er Jahre zum ultimativen Jet Set Ausstatter. Hierzulande ist der gebürtige Tunesier, der einst französische Literatur an der Universität in Tunis unterrichtete, bevor er sich beruflich in Chantilly-Spitze verhedderte, nahezu unbekannt.
Im Händlerverzeichnis auf der Firmenhomepage sucht man aktuell vergeblich nach einem deutschen Geschäft, welches Azzaro in seinem Sortiment führt. Wenn überhaupt Jemanden außerhalb der Modebranche Azzaro ein Begriff ist, dann auch nur, weil die Duftwässerchen des Unternehmens landesweit immer wieder mal auf den Grabbeltischen der Parfümerien zum Spottpreis angeboten werden.
Doch die Zeiten in denen Loris Azzaro die Körper alternder Society Ladies aus Neuilly sur Seine in tiefdekolletierte, raschelnde Taftkleider hüllte und sie dabei wie ein, in goldenes Zellophan gewickeltes, BonBon aussehen ließ, sind vorbei. Seit 2004 hat sich die Kollektion unter der kreativen Leitung von Chefdesignerin Vanessa Seward leise aber sichtbar verjüngt, ohne das die Presse sonderlich Notiz davon genommen hat. Die Designerin besinnt sich nun auf die Wurzeln der Haute Couture, als Damen der besseren Gesellschaft noch ein erhebliches Mitspracherecht bei der Erstellung eines Kleides hatten, und bietet Kundinnen jetzt die Möglichkeit des Custom Design Service an.
Loris Azzaro Custom Made Couture
Somit haben gelangweilte Millionärsgattinen und Societytöchter endlich mal die Möglichkeit Designerin zu spielen, um für sich ein textiles Unikat zu kreieren. Auf der Basis von 17 standardisierten Kleiderformen können besonders modeaffine Kundinnen, Stofffarbe und Verzierungen selbst bestimmen und so den Look des Kleides ihren persönlichen Vorstellungen anpassen. Das Gewand wird mit einem personalisierten Satinlabel geliefert, was bedeutet, dass der Name der Trägerin in das Firmenetikett mit eingewebt wird. Außerdem erhält die Klientin eine repräsentative Modezeichnung ihres Entwurfs aus der Hand von Vanessa Seward. Die Preise reichen von 4160 Euro für ein Minidress bis hin zu 15600 für ein hochgeschlossenes Abendkleid.
Dieser Service ist über das Internet wie auch persönlich, über das Pariser Stammhaus von Loris Azzaro in Anspruch zu nehmen. Loris Azzaro, Rue Faubourg Saint Honoré, 75008 Paris, France, T. +33 1 42 66 92 06
Das Ende des diesjährigen Sommers ist absehbar, lässt sich aber zumindest innerhalb der eigenen vier Wände noch hinauszögern. Dank “Lake”, der fantastischen Bettwäschegarnitur des Berliner “Model-Konzept-Labels” BLESS, kann man nun auch ganzjährig in Sommerfantasien schwelgen. Erhältlich ab Mitte September im