Kinder im Fokus der Luxusgüterindustrie: Passen Couture und Kids wirklich zusammen?

Posted: Februar 10th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , | 1 Comment »

Luxusartikel für Kinder polarisieren, den Modeprofi ebenso sehr wie den modischen Laien. Die neu lancierten Kindershades aus dem Hause Gucci, Sonnenbrillen für Buben und Mädchen ab 7 Jahren, sind zwar längst nicht so dekadent wie die Couture-Windeln aus dem Hause Dior oder das Kindermalbuch von Hermès, stimmen aber nicht minder nachdenklich bezüglich der “richtigen” Wertevermittlung an den Nachwuchs.

Für stilbewusste Mädchen, ein Modell aus der neuen Gucci Kinderbrillen-Kollektion / photo: SAFILO über Andrea Leitner PR

Nicht etwa die Frage ob Kinder so etwas tatsächlich brauchen gilt es zu klären, viel spannender scheint eine Auseinandersetzung mit der Frage, was eine Ausstattung der Jüngsten mit Statussymbolen über deren Eltern aussagt, aber auch wie, und ob überhaupt, sich die frühkindliche Versorgung mit Designeraccessoires nachteilig auf die Entwicklung der Sprösslinge auswirken könnte. Selbstverständlich gibt es Argumente die Luxus-Erzeugnisse für die Kleinen rechtfertigen. So ist es für Fashion-Mamis natürlich praktisch ihre Brut mit Kleidung aus dem selben Geschäft eindecken zu können wie sich selbst und nicht erst mit dem Kindewagen oder einem unruhigen 4-jährigen an der Hand noch einen weiteren Shop aufsuchen zu müssen. Und überhaupt, wie würde eine Mutter wirken, die sich selbst nur das Beste gönnt und ihre Blagen mit Klamotten aus dem Textildiscount abspeist?

Zudem gilt es in bestimmten Kreisen zu repräsentieren, sich selbst und natürlich auch den Erfolg des geehelichten Global-Players. Dabei lässt sich der eigene Wohlstand mit goldenen Baby-Puschen von Dior noch viel wirkungsvoller demonstrieren als durch Mamas Kelly Bag oder Papis “Submariner” von Rolex. Denn, was die Dekadenz hier noch stärker unterstreicht ist die Tatsache, dass Kinder ihren teuren Designerstücken alle 6 Monate nach deren Anschaffung bereits wieder entwachsen sind. Der daraus resultierenden erforderlichen Beschaffung von Nachschub haftet etwas Verschwenderisches an und Verschwendung galt schon immer als die plakativste Form der Zurschaustellung von Reichtum.

Mag sein, dass dies für die Mehrheit der Endverbraucher alles keine triftigen Argumente sind, die Luxusartikel für Kids rechtfertigen. Fakt ist aber, dass es eine Zielgruppe für derlei Erzeugnisse gibt und das allein ist Grund genug für deren Herstellung.

Die Cruise/Holmes Sippe ist hier nur ein prominentes Beispiel für konsumorientierte Eltern mit einem Faible für Kids-Couture.

Natürlich gilt auch hier die Devise leben und leben lassen. Doch wenn man bedenkt wofür Designermode mitunter steht: Prestige, Verführung und Sex; scheint die Frage, inwiefern diese Attribute in Verbindung mit einer unbeschwerten Kindheit zu bringen sind, berechtigt.

Geht es nach dem pädagogischen Ideal sollen Kinder offenen Auges durchs Leben gehen und Abenteuer erleben dürfen. Das ganz am besten draußen, heißt in natürlicher Umgebung. Frei von Statusgedanken und der Angst ihre Polo-Shirts zu beschmutzen. Eltern, die ihre Kinder als bloßes Anhängsel auf den Einkaufsboulevards dieser Welt hinter sich herziehen lassen, brauchen sich nicht zu wundern wenn ihr Nachwuchs eines Tages mit dem Begriff Lamm nur noch einen Mantel assoziiert.

Vielleicht wollte Guccis Chefdesignerin Frida Giannini mit ihrer Brillenkollektion für Mama und Tochter, wahlweise auch für Papa und Sohn, nur einen einheitlichen Look offerieren, doch das wiederspräche dem folgendem Satz des Pressetextes: “Jungen und Mädchen können ihren eigenen Stil durch eine reiche Farbauswahl zur Geltung bringen.” Seit wann bitteschön bedeutet eigener Stil so auszusehen wie die Eltern? Es gehört zum Reifeprozess Heranwachsender hinzu sich mittels Kleidung von seinen Eltern optisch abzuheben, nicht sich ihnen anzupassen. Zu allem Überdruss heißt es dort weiter: “Mit diesen einzigartigen Sonnenbrillen werden die Kinder schon zu richtigen Trendsettern”! Doch wem sollen 7-jährige mit ihrem Style eigentlich ein Vorbild sein?

Gewiss, auch ein erfolgsverwöhntes Unternehmen wie Gucci muss bereits heute Vorsorge für seine Existenzsicherung in der Zukunft treffen. Wenn den Brandmanagern des Hauses bei der Erstellung ihrer Konzepte eines Bewusst ist, dann der unabänderliche Fakt, das auch aus 7-jährigen einmal 27-jährige werden. Da kann man mit der Markenbindung gar nicht früh genug beginnen. Oder?


YOOX.com eröffnet Pets-Boutique mit Unterstützung von DSQUARED²

Posted: Oktober 14th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , | No Comments »

photo: yoox.com

Damit in Zukunft nicht nur Frauchen im schicken Designerfummel über die Einkaufsstraßen der Metropolen stöckeln kann, sondern auch ihr Vierbeiner dabei ‘ne gute Optik abgibt, eröffnet das Online-Shopping Portal yoox.com, Mitte November seine Pets-Boutique. Hier können mode- und statusbewusste Hundehalter nach dem passenden Outfit für ihre treuen Lebensbegleiter stöbern.

Die kanadischen Designer-Twins Dan und Dean Caten vom Label DSQUARED² haben anlässlich des virtuellen Store-Openings eine Capsule-Kollektion für Hunde entworfen, darunter zwei Leinen, inklusive Geschirr. Selbstverständlich zieren alle Teile eine DSQUARED Logo-Plakette, die beim Spaziergang bodenständigen Tierliebhabern unmittelbar signalisiert: “Achtung: Luxus-Töle, Herrchen tendenziell schwul, Frauchen womöglich notorisch zickig!”

Das Sortiment umfasst Accessoires sowohl für große Hunde als auch für kleine Handtaschenkläffer. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen vollständig der Non-Profit-Hilfsorganisation “Much Love Animal Rescue” mit Sitz in Los Angeles zugute. Diese konzentriert sich auf die Vermittlung von vernachlässigten, missbrauchten, oder nicht mehr gewollten Tieren in liebevolle Hände. Tolle Sache!

Dsquared2 Dog Capsule Collection exclusively for yoox.com / photo by yoox.com

yoox.com


LAST MINUTE GESCHENK-TIPP: FUNKELNDES VON MIU MIU

Posted: Dezember 21st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION SHOPPING | Tags: , , | No Comments »

photo: screenshot miumiu.com

photo: screenshot miumiu.com

Die schönsten Accessoires der Saison liefert zum Jahresende das Label MIU MIU. Die riesigen, farbigen Glassteine mit MIU MIU Logo aus der Weihnachtsedition, peppen im Nu jedes noch so triste Outfit auf und sind so schön, dass man am liebsten in den Vitrinen der MIU MIU Stores übernachten würde. Als glamouröser Blickfang bilden die opulenten Strassarmbänder, Ohrringe, Ketten und Schlüsselanhänger, das ideale Geschmeide für festliche Anlässe. Das Beste daran, die Glitzerstücke sind mit Preisen zwischen 150 Euro (Ohrringe) und 270 Euro (Halsketten), im Vergleich zum Modeschmuck anderer namhafter Hersteller sogar recht bezahlbar!

Auf miumiu.com könnt Ihr euch eine Überblick des Sortiments verschaffen.

Erhältlich u.a. bei:
MIU MIU im KaDeWe Berlin, Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin T: +49 (0)30 21 96 5970
MIU MIU im Oberpollinger, Neuhauser Straße 18, 80331 München T: +49 (0)89 44 44 7080


LOUIS VUITTON FALL 2009 – WAS MANN SO TRÄGT

Posted: Juni 20th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , | No Comments »

lv-fall-collage-version-1Herrentaschen sind so eine Sache, von den Einen geliebt von den Anderen als unmännlich belächelt, gehen die Meinungen über das Tragwerk für Männer weit auseinander. Wer bei Herrentaschen noch immer an die bordeauxfarbigen Tuckenbeutel mit Handgelenkschlaufe der 1970er Jahre denkt, der kennt vermutlich noch nicht die neuen Modelle aus dem Hause Louis Vuitton für die kommende Herbst/Winter Saison. Lässig, cool und chic! Besonders die stark an einen Fußball erinnernden Modelle mit der Hexagon Steppung nehmen sich bei aller handwerklicher Perfektion selbst nicht allzu ernst, und bieten eine junge, stylishe Alternative zu den klassischen Monogram-Varianten.
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