BYE BYE NEW YORK – THE BEST OF NEW YORK FASHION WEEK!

Posted: September 21st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Die New York fashion week ist vorbei, und während die Modewoche in den ersten Hälfte mit Bedeutungslosigkeiten glänzte, so verteidigten in der zweiten Hälfte die großen Namen der Branche erwartungsgemäß den Ruf der Stadt als Modemetropole.

Allen voran Marc Jacobs, der mit einem eklektischen Stilmix und vielen Rüschen und Volants, für Sommer 2010 die Hinwendung zu einer neuen Romantik propagierte.

Ein weiteres Highlight bildete die avantgardistische und farb- sowie musterintensive Kollektion des gebürtigen Brasilianers Alexandre Hercovitch.  Inspiriert von der Schutzkleidung amerikanischer Football-Spieler präsentierte der in Sao Paul ansässige Designer schmale, aus zahlreichen Schnittteilen zusammengesetzte Satinhosen,  Jacken mit, auf die Spitze getriebenen Powerschultern,  Tanktops aus Vinyl, und zu Minikleidern umfunktionierte Spielertrikots mit Puffärmeln und Spitzeneinsätzen.

Für eine positive Überraschung auf dem Laufsteg sorgte Altmeister Oscar de la Renta. Der 77-jährige dessen old-school Glamour vor allem Industriellengattinen, Präsidentenwitwen und Park Avenue Ladies gefällt, präsentierte der Upper  Class dieses Mal eine stark verjüngte Version seines opulenten Stils:  kostbare, reich bestickte Stoffe in bester handwerklicher Umsetzung. Eleganz in ihrer reinsten Form.

Spring Summer 2010 - The Looks

Spring Summer 2010 - The Looks

Anna Sui ist eine Meisterin des Stilzitats. Mit ihrer von Dr. Doolittle beeinflussten Kollektion stellte sie unter Beweis, dass Zirkuselemente nicht zwangsläufig clownesque aussehen müssen.  Wie immer beeindruckte sie  mit Detailversessenheit,  den ausgefeiltesten Drucken und coolem Downtown Styling.

Bei Donna Karan war alles im Fluss oder besser gesagt im Wind. Donna Karan lebt einen von Yoga und den vier Elementen Wasser, Wind, Feuer und Erde geprägten Lifestyle und segnet daher nur ab, was sie auch selbst tragen würde. Sie macht sich viele Gedanken zu den modischen  Bedürfnissen der berufstätigen Frau und ist stets bemüht Bürotauglichkeit  mit weiblichen Elementen in Einklang zu bringen.  Für Sommer 2010 favorisiert sie eine Silhouette in Bewegung. Wickeloptiken, weich fließende Drapierungen nach dem Vorbild griechischer Büsten in silbergrau und weiss, soft und dennoch strukturiert. Zeitgemäß und very Uptown.

Naturverbunden gibt sich auch das andere, große amerikanische Label Calvin Klein.  Das rauhe Äußere der Süßwassermuschel bestimmte Farbe, Textur und Silhouette in der Kollektion von Francisco Costa. Der Designer experimentierte mit Volumen und Knitteroptiken. Ultraleicht, aber nicht wirklich spannend. Es fehlte an Raffinesse. Accessoires scheinen bei Calvin Klein ein Fremdwort zu sein, diese fehlten leider völlig.

Ein völliges Desaster aus nichtssagenden Einzelteilen, die stilistisch in den 1990er Jahren stecken geblieben schienen, lieferten Michael und Nicole Colovos für Helmut Lang. Ihre beinahe komplett in schwarz und grau gehaltene Kollektion machte wenig Lust auf Sommer, kommt der Betrachter doch schon allein beim Anblick der engen Leggings und affigen Walla-Walla Hosen mit einem bis zu den Knien tief-hängenden Schritt ins Schwitzen.  Die Miniröcke mit einem asymmetrisch verlaufenden und sich  überlappenden Saum bildeten auf der Rockvorderseite ein unsinniges Dreieck, das den Blick unnötig auf den Schritt lenkt,  peinlich! Tops  mit Farbverlauf à la Prada Herbst /Winter 2008 und Batik- Shirts zu hautengen Hosen, wirkten gestrig und haben mit der DNA des Firmengründers Helmut Lang nichts mehr gemein.

Weitere gute Kollektionen, die en Detail auf style.com begutachtet werden können,  lieferten Alexander Wang, Jason Wu, Zac Posen und Threeasfour !

Als tendenzielle Trends  zeichnen sich organische Formen,  softe Silhouetten und neue Schulterkonstruktionen im Besonderen ab.


ALEXANDER WANG´s MENSWEAR KOLLEKTION – MUCH A DO ABOUT NOTHING!

Posted: August 18th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Zugegeben, eine Menswaer Kollektion in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise zu etablieren ist kein leichtes Unterfangen. Er recht nicht im hart umkämpften Markt der Luxusgüterindustrie, die starke Umsatzeinbußen zu verzeichen hat.

Wer Risiken eingeht, riskiert auch viel zu verlieren. Die Frage, wie unter diesen Umständen, eine ideale Herrenlinie auszusehen hat beantwortet New York´s fashion newcomer Alexander Wang, mit der Vorschau auf  seine erste Menswear Collection für Spring 2010. T-Shirt, Tanks, Shorts und Hoodies, kurz gesagt: Basics. Eine kluge Kalkulation, denn modische Extravaganzen sind dem amerikanischen Mann ohnehin fremd.  Zur Einführung der Kollektion hat Wang ein Video produziert.  Hier spielen Jungs Basketball in Klamotten, die aussehen als seien sie von GAP. Grabbeltisch. Modisch ist hier allenfalls Wangs Name im Abspann. Der Clip strotzt dramaturgisch vor Langeweile!  Die Kleidung selbst erzielt leider auch keinen Punktesieg. Ein T-Shirt für Männer bleibt eben trotz Designer-Etikett im Nacken auch nur ein T-Shirt. Das Variationspektrum bei Basics ist begrenzt, genauso wie die Bereitschaft des durchschnittlichen Mannes dafür einen bestimmten Preis zu zahlen.   Hoffen wir, das Wang dieses Spielfeld namens Menswear ganz schnell wieder verlässt oder zur nächsten Saison, stilistisch gesehen,  in eine andere Liga wechselt.


GLAMOUR IN ZÜRICH: SWISS TEXTILES AWARD 2009

Posted: Juli 22nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

photo: Textilverband Schweiz

photo: Textilverband Schweiz

Modewettbewerbe gibt es weltweit wie Sand am Meer, doch nicht alle von ihnen sind seriös oder bringen den Gewinnern den ersehnten Erfolg für eine Modekariere. Nicht so beim jährlich stattfindenden “Swiss Textiles Award” des Textilverbands Schweiz. Die Gewinner der prestigeträchtigen Veranstaltung zählen allesamt zu den großen Namen der Modeszene und behaupten sich erfolgreich mit einer eigenen Kollektion oder als kreativer Kopf bei einem internationalen Label. Neben den Rodarte Schwestern, konnten in den vergangenen Jahren Talente wie Marios Schwab, Raf Simons, Bruno Pieters und Bernhard Willhem sich über die begehrte Auszeichnung und die damit verbundenen € 100.000 Preisgeld freuen.

Am 12. November 2009 blickt die Modewelt für einen Tag lang auf das beschauliche Zürich, wo am Abend nun schon zum zehnten Mal der “Stella Contemporary Fashion Award” vergeben wird.

Zu den diesjährigen sechs Finalisten im Kampf um den internationalen Modepreis gehören der französische Modeschöpfer Alexis Mabille, das Designerduo Ohne Titel, das Label Erdem aus England, Thakoon, Peter Pilotto und der noch sehr junge Amerikaner Alexander Wang, dessen Mentorin keine Geringere ist, als Modemacherin Diane von Fürstenberg.

Kritische Stimmen, die sich fragen warum eigentlich bereits etablierte Namen und keine noch unbeschriebenen Nachwuchstalente zum Wettbewerb zugelassen werden, sei gesagt, dass sich der Swiss Textile Award als Modeförderpreis versteht, der Designer in einem entscheidenden Stadium ihrer Kariere unterstützt. So haben sich die Teilnehmer bereits innerhalb der Modebranche zwar einen gewissen Ruf und Status erarbeitet, sind aber noch lange nicht arriviert. Damit Kreativität auch auf professionelle Weise umgesetzt werden kann braucht es Kapital, über das viele der jungen Modeschöpfer trotz ihres Bekanntheitsgrades, entgegen allgemeiner Annahmen, nicht verfügen.

Auch die Jury um Annabelle Chefredakteurin Lisa Feldmann ist mit Modekritikerin Suzy Menkes, und Redakteurinnen von Vogue und Elle nicht minder prominent besetzt.

http://www.swisstextiles.ch/


NEW YORK CFDA: RODARTE schlägt MARC JACOBS

Posted: Juni 16th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

cfda-awardsDas Council of Fashion Designers of America (CFDA) hat gestern Abend in New York seine alljährlichen Modepreise vergeben: Gewinner in der wichtigsten Kategorie “Designer of  the year / Womenswear” war das Fashion Label Rodarte, von Laura und Kate Mulleavy. Das Geschwisterpaar aus Kalifornien wurde im vergangenen Jahr erst mit dem Swarovski Nachwuchspreis ausgezeichnet  und konnte sich in diesem Jahr bereits gegen Modegrößen wie Marc Jacobs und den gleichfalls etablierten Narcisco Rodriguez durchsetzen, die beide in der selben Kategorie nominiert waren.

“Accessory Designer of the Year”  wurden die beiden Jungs Jack McCollough und Lazaro Hernandez von Proenza Schouler, auch sie konnten sich gegenüber, dem auch in dieser Kategorie nominierten, Marc Jacobs behaupten.

Doch auch New Yorks Modeliebling ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Die beste Trophäe seines Lebens in Form seines Verlobten Lorenzo Martone ohnehin an der Seite, wurde Jacobs mit dem International Award für seine Arbeit für das Haus Louis Vuitton geehrt.

Der Swarovski Award für den vielversprechendsten Modeachwuchs ging an Alexander Wang (Womenswear) und Tim Hamilton (Menswaer).

Anna Sui, deren Firma auch nach 18 Jahren im Business und trotz Krise in ihrem eigenen Besitz ist, wurde mit dem Geoffrey Beene Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt. Eine Modenschau mit den key-looks (hippie meets folklore meets rock´n roll, meets Lolita Gothic), der Top-Designerin zeigte dem Publikum warum sie die Auszeichnung tatsächlich verdient hat.

Ungewöhnlich aber wahr: Den Preis in der Rubrik Menswar Designer des Jahres mußten sich Italo Zuchelli für Calvin Klein und Scott Sternberg von Band of Outsiders teilen.

Erstmalig in der Geschichte der Verleihung CFDAs wurde auch ein Publikumspreis vergeben, bei denen die Leute im Vorfeld via Internet ihren Lieblingsdesigner bestimmen konnten: Das Ergebnis ist nicht gerade originell, liest sich  aber als ein interessantes Barometer für den Bekanntheitsgrad des Gewinners, der in diesem Jahr Ralph Lauren heißt!

Nachdem mittlerweile Modejournalisten selbst zu Stars ihres Fach avancieren und vereinzelt große Aufmerksamkeit genießen, darf an dieser Stelle die Ehrung Edward Nardozas, Chefredakteur der Modebibel WomensWearDaily, für seine Leistungen im Bereich Modejournalismus,  natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Die Vereinigung der amerikanische Modedesigner (CFDA) wurde im Jahre 1962 gegründet und besteht heute aus über 300 herausragenden Mitgliedern der Modebranche. Das Gremium hat sich es zur Aufgabe gemacht Modedesign als Teil der amerikanischen Kultur zu etablieren sowie Standards in puncto künslerischer Qualität und professionellem Niveau zu setzen.