Make-up Künstler Francois Nars feiert die 15 jährige Existenz seiner eigenen Kosmetiklinie mit einem neuen limitierten Bildband, der ab Mitte November für nur 30 Tage online unter der Adresse 15×15project.com zu beziehen ist. Die Seite geht erst am 12. November um 14.OO Uhr deutscher Zeit online.
Passend zum Firmenjubiläum lautet der Titel der Publikation dann auch 15×15 und beinhaltet 15 Photographien von prominenten Freunden des Make-up Artisten, deren von Nars geschminkten Gesichter eindrucksvoll das Können des Starvisagisten dokumentieren.
Der gebürtige Franzose Francois Nars besuchte die Carita Make-up Schule in Paris und zog nach seiner Ausbildung 1984 nach New York, vermarktete sich als one-man Show und arbeitete aufgrund seines Talents schon kurze Zeit später für alle wichtigen Modemagazine. Es folgten Kampagnen und Modenschauen für namhafte Modehäuser wie Dolce & Gabbana, Versace, Karl Lagerfeld und Valentino.
In November 1994 verkaufte er über Barneys New York erstmals eine Serie von 12 Lippenstiften unter eigenem Namen. Damit war der Grundstein für ein Beauty Imperium gelegt, dass heute unter dem Namen Nars Cosmetics zum eine vollständige Produktpalette umfasst und Umsätze in Millionenhöhe generiert. Seit 2000 gehört Nars Cosmetics zum Beuaty Konzern Shiseido.
Durch die Zusammenarbeit mit den weltbesten Modefotografen entdeckte der mittlerweile fünfzigjährige Nars seine Leidenschaft für das Medium und schießt seit 1996 die Werbemotive für seine Kosmetikline selbst.
Das Buch ist auf 1500 Exemplare limitiert und kostet $ 80.00. Die kompletten Verkaufserlöse kommen wohltätigen Zwecken zugute.
“Not Just a Label”, einer der besten Online-Shops für junges Modedesign und Avantgarde fashion, verfolgt ein einzigartiges Geschäftskonzept. Auf ihrer Seite bieten die in London ansässigen Betreiber vielversprechenden Designtalenten, die Möglichkeit ihrer Entwürfe über das Internet zu verkaufen und somit das eigene Label bei einem breiten Publikum bekannt zu machen.
Die Idee, eine Plattform für Nachwuchsdesigner zu schaffen, die ihre Entwürfe über das Netz vertreiben ist nicht neu. Derlei Versuche hat es auch in Deutschland schon gegeben. Doch die dort feilgebotenen Kreationen bewegten sich auf Hausfrauen-Niveau, haftete ihnen doch stets der Charakter des Selbstgebastelten an. Das Jemand Pailletten auf einen Jute-Beutel sticken kann, macht ihn noch lange nicht zum Designer. Nicht so bei Not Just A Label: deren Mitglieder sind mehrheitlich Absolventen der renommiertesten europäischen Modeschulen. Kollektionsteile von Central Saint Martins Abgängern finden sich hier ebenso wie Arbeiten von ehemaligen Studenten des Studio Bercot in Paris, der Hochschule für angewandte Künste in Wien oder Parsons New York! Bevor Firmengründer Stefan Siegel 2007 in das Geschäft mit der Designerklamotte einstieg, absolvierte er ein Wirtschaftsstudium und arbeitete mehrere Jahre im Bankenwesen. Der gebürtige Österreicher verfügt über ein überdurchschnittlich gutes Gespür für den Zeitgeist und ein geschultes Auge hinsichtlich Ästhetik und Designqualität, was angesichts seiner beruflichen Laufbahn, die mehr durch Zahlen als durch Emotionen geprägt ist, zunächst überrascht.
Beim Stöbern in der Designerdatenbank, fiel mir das Label GADOFKA der in London lebenden Designerin Achamyelsh Biftu Bojia auf, deren Biografie zum einen recht eigensinnig anmutet und deren elaborierte Kreationen, kreative Vision und handwerkliches Geschick gekonnt miteinander verbinden. Der Designerin gelingt die Balance zwischen Tragbarkeit und Innovation. GADOFKA´s MELON Leggings, welche man aktuell auf Not Just A Label Kaufen kann, kostet zwar stolze 514,00 Euro, diese könnten sich aber durchaus als ein Investment in das frühe Werk eines zukünftigen Stars der Branche erweisen.
Melon Dress & Leggings by GADOFKA - photo: Not Just A Label
Ein weiteres feature, was Not Just A Label zum Kompetenzzentrum für “upcoming designers” macht ist die Kooperation mit stilsicheren Meinungsführern aus der Modeszene. So werden prominente Namen der Branche gebeten, für etwa einen Monat Teile aus dem Shop nach derem subjektiven Geschmack zusammenzustellen. Dass Diane Pernet, dabei eine andere Auswahl trifft als ihre Nachfolgerin Amanda Lepore, die ab dem 6. August in die Rolle der Shop-Kuratorin schlüpft, macht die Sache spannend. Die Muse von David LaChapelle verspricht, all das zusammen zu tragen ,was sie selbst verkörpert. Wer also schon immer mal aussehen wollte, wie frisch dem New Yorker East Village entsprungen, der sollte ab dem 06. August regelmäßig ein Auge auf die von Amanda Lepore empfohlenen Looks werfen.
Amanda Lepore at Life Ball 2009 / copyright: HYPE magazine
Es gibt wohl kaum eine andere Veranstaltung, bei der die Verbindung zwischen Benefiz und Mode eine so geglückte Symbiose eingeht wie beim Life Ball in Wien.
Europas größter Charity Event hat seit 1993 über 11 Millionen Euro an Spendengeldern sammeln können, die nationalen wie internationalen Projekten und Hilfsorganisation zur Bekämpfung von HIV und Aids zugute kommen. In diesem Jahr betrug der Reinerlös des Abends gar über 1,4 Millionen Euro. Rekord!
Was den Life Ball von andere Wohltätigkeitsveranstaltungen unterscheidet, ist der selbstverständliche und ehrliche Umgang der Veranstalter wie auch der Gäste, mit einer per se ernsthaften Thematik. Der Life Ball beschönigt nicht die Krankheit, sondern nimmt ihr mit seiner schrill-bunten Inszenierung für einen Abend im Jahr den bedrohlichen Charakter. Warum sollte HIV nicht in einem schönen Gewand daher kommen dürfen? Wer dies infizierten Menschen und ihren loyalen Lebensbegleitern nicht zugesteht und verlangt sie mögen angesichts der Ernsthaftigkeit ihrer Erkrankung in Betroffenheit versinken, der hat das Konzept des Life Balls nicht verstanden.
Ein bisschen Narzissmus hier, ein wenig Hedonismus dort - es ist diese Mischung aus Weltläufigkeit, Toleranz und sexueller Freizügigkeit die dem Life Ball seine mondänes Flair verleiht. Dies zieht alljährlich Fashionistas, Stars und Sternchen aus aller Welt in die österreichische Landeshauptstadt. So kamen sie auch dieses Jahr wieder, die Großen aus Hollywood, wie auch die Kleinen aus der Klumschen Modelfabrik und präsentierten sich, in ihren Designeroben. Startranse und Stilikone Amanda Lepore betonte ihre Kurven mit einen Bustierkleid à la Jane Mansfield des Designers Garo Sparrow. Richie Rich erschien als Pirat mit XXL-Glitzerhut und Neu-Ehemann John an seiner Seite.
Red-Carpert-Darling Davorka zeigte sich gewohnt offenherzig in einem funkelnden “Strass-Käfig” des Designers Lorand Lajos aus München. Ihr Outfit war der Hingucker schlechthin und wurde völlig zu Recht, zum “Kleid des Abends” gewählt. Farbenfroh zeigte sich Sonja Kirchberger, in einem pinken Seidenkleid von Hugo Boss mit violett-farbiger Lacklederclutch von MCM. Völlig konträr zu ihrem Image als Vamp erschien Sonja Kraus als liebliche Meerjungfrau in einem mintfarbigem Vintage Paillettenkleid von Escada. Die studierte Modedesignerin und Dschungelprinzessin Lorielle London überzeugte in einem weißen Schuppenkleid mit langer Schleppe. Toni Garn bewies, wie schon mit ihrem Auftritt bei Wetten Dass, das sie eigentlich nicht viel zu sagen hat, wurde aber im Gegensatz zu ihrer Kollegin Eva Padberg von den amerikanischen Reportern immerhin sofort dem Modelbusiness zugeordnet.
Society Lady Ivana Trump versprühte einen Hauch von old-school Glamour in einer goldenen Paillettenrobe von Elie Saab. Auch die Models Maggie Rizzer, Amber Valettea, Franziska Knuppe, und Milliardenerbin Lydia Hearst waren unter den Gästen. Pamela Anderson mit “Walle Walle” Mähne und in Vivienne Westwood gedressed, erschien in Begleitung ihres Busenfreundes, dem Frankfurter Clubbesitzer und Adoptivprinzen Marcus von Anhalt. Eva Longoria, etwas erschöpft von der Flugroute, die sie binnen 72 Stunden zurückgelegt hatte; Los Angeles, New York, Cannes, Wien, gab sich gegenüber den Reporten schmallippig und ließ sich abgeschirmt von Bodyguards direkt zum Rathaus geleiten.
Nanny Fran Drescher bezauberte hingegen das Publikum mit rauchiger Stimme und einer flotten Rede, und ehrte Ex-Präsident Bill Clinton für sein Engagement gegen Armut und Aids. Clintons Auftritt verlieh dem Life Ball Klasse und machte deutlich, dass der Life Ball keine moralische Instanz ist und es dennoch schafft ganz ohne erhobenen Zeigefinger und trotz schöner Kleider immer wieder ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Energiebündel Katy Perry war der Stargast des Abends und entstieg zum Auftakt ihrer Darbietung einer schwebenden Venusmuschel. Das Highlight der Veranstaltung war die fashionshow des Designer Duos Philipe & David Blond. Die beiden werden in New York bereits seit längerem als die neuen Heatherettes gefeiert und galten in Modekreisen bislang als Geheimtipp. (siehe hierzu auch HYPE Artikel “Philipe & David Blond - Glamour aus Manhattan) Nun wurden die beiden von ihrer Entdeckerin, “Über Stylistin” Patrica Field, dem Life Ball Publikum vorgestellt.
Das Catwalk-Opening machte Pamela Anderson in einer goldenen Metallkorsage. Im Takt von Gaultiers 1989 aufgenommener House Hymne “How to do that” staksten die Models in einer sexy Choreographie über den Laufsteg. The Blonds zeigten dabei eine Retrospektive ihrer bisherigen Arbeiten: aufwendigste Glitzerkorsagen und wallende Musselin-Schleppen in leuchtenden Farben, hautenge Paillettenkleider, opulente Tüllröcke, mit farbigen Glassteinen besetzte Leggins, sexy Bustiers und Metallicstoffe -Thierry Mugler lässt grüßen! Der Stil der beiden Designer Blondinen passte dabei perfekt zum Charakter des Life Balls: Phantasie als Waffe im Kampf Namens Realität.