Googles “neuer” Webbrowser Chrome lässt sich nun auch im Signature Look namhafter Designer herunterladen. Zur Auswahl stehen Entwürfe von Dolce & Gabbana, Anna Sui, Oscar de la Renta, Donna Karan, Vivienne Westwood, Kate Spade, Agatha Ruiz de la Prada und Todd Oldham. Während einige Dessins die Symbole in der Navigationsleiste optisch verschlucken (Westwood, de la Renta) sehen andere wiederum recht hübsch aus. Mein Favorit: Anna Sui!
Die New York fashion week ist vorbei, und während die Modewoche in den ersten Hälfte mit Bedeutungslosigkeiten glänzte, so verteidigten in der zweiten Hälfte die großen Namen der Branche erwartungsgemäß den Ruf der Stadt als Modemetropole.
Allen voran Marc Jacobs, der mit einem eklektischen Stilmix und vielen Rüschen und Volants, für Sommer 2010 die Hinwendung zu einer neuen Romantik propagierte.
Ein weiteres Highlight bildete die avantgardistische und farb- sowie musterintensive Kollektion des gebürtigen Brasilianers Alexandre Hercovitch. Inspiriert von der Schutzkleidung amerikanischer Football-Spieler präsentierte der in Sao Paul ansässige Designer schmale, aus zahlreichen Schnittteilen zusammengesetzte Satinhosen, Jacken mit, auf die Spitze getriebenen Powerschultern, Tanktops aus Vinyl, und zu Minikleidern umfunktionierte Spielertrikots mit Puffärmeln und Spitzeneinsätzen.
Für eine positive Überraschung auf dem Laufsteg sorgte Altmeister Oscar de la Renta. Der 77-jährige dessen old-school Glamour vor allem Industriellengattinen, Präsidentenwitwen und Park Avenue Ladies gefällt, präsentierte der Upper Class dieses Mal eine stark verjüngte Version seines opulenten Stils: kostbare, reich bestickte Stoffe in bester handwerklicher Umsetzung. Eleganz in ihrer reinsten Form.
Spring Summer 2010 - The Looks
Anna Sui ist eine Meisterin des Stilzitats. Mit ihrer von Dr. Doolittle beeinflussten Kollektion stellte sie unter Beweis, dass Zirkuselemente nicht zwangsläufig clownesque aussehen müssen. Wie immer beeindruckte sie mit Detailversessenheit, den ausgefeiltesten Drucken und coolem Downtown Styling.
Bei Donna Karan war alles im Fluss oder besser gesagt im Wind. Donna Karan lebt einen von Yoga und den vier Elementen Wasser, Wind, Feuer und Erde geprägten Lifestyle und segnet daher nur ab, was sie auch selbst tragen würde. Sie macht sich viele Gedanken zu den modischen Bedürfnissen der berufstätigen Frau und ist stets bemüht Bürotauglichkeit mit weiblichen Elementen in Einklang zu bringen. Für Sommer 2010 favorisiert sie eine Silhouette in Bewegung. Wickeloptiken, weich fließende Drapierungen nach dem Vorbild griechischer Büsten in silbergrau und weiss, soft und dennoch strukturiert. Zeitgemäß und very Uptown.
Naturverbunden gibt sich auch das andere, große amerikanische Label Calvin Klein. Das rauhe Äußere der Süßwassermuschel bestimmte Farbe, Textur und Silhouette in der Kollektion von Francisco Costa. Der Designer experimentierte mit Volumen und Knitteroptiken. Ultraleicht, aber nicht wirklich spannend. Es fehlte an Raffinesse. Accessoires scheinen bei Calvin Klein ein Fremdwort zu sein, diese fehlten leider völlig.
Ein völliges Desaster aus nichtssagenden Einzelteilen, die stilistisch in den 1990er Jahren stecken geblieben schienen, lieferten Michael und Nicole Colovos für Helmut Lang. Ihre beinahe komplett in schwarz und grau gehaltene Kollektion machte wenig Lust auf Sommer, kommt der Betrachter doch schon allein beim Anblick der engen Leggings und affigen Walla-Walla Hosen mit einem bis zu den Knien tief-hängenden Schritt ins Schwitzen. Die Miniröcke mit einem asymmetrisch verlaufenden und sich überlappenden Saum bildeten auf der Rockvorderseite ein unsinniges Dreieck, das den Blick unnötig auf den Schritt lenkt, peinlich! Tops mit Farbverlauf à la Prada Herbst /Winter 2008 und Batik- Shirts zu hautengen Hosen, wirkten gestrig und haben mit der DNA des Firmengründers Helmut Lang nichts mehr gemein.
Halbzeit für die New York Fashion Week. Viel zu bieten hatte die New Yorker Modewoche in den vergangen vier Tagen nicht. Kleinere Labels und Nachwuchsdesigner, langweilten primär mit Bedeutungslosigkeiten und teils richtig schlechten Entwürfen, Richtungsweisendes? Fehlanzeige!
Erin Wasson mag als Model eine fabelhafte Figur abgeben, als Modedesignerin ist sie jedoch völlig überflüssig, auch wenn es mit Sicherheit genügend Berliner Bloggerinnen geben mag, die diesen “nix-passt-zusammen-das-ist-aber-durchaus-gewollt Look” für ganz große Mode halten.
Es sind zu viele unbekannte Namen, die allesamt eine beige Soße präsentierten, die so prägnant war, dass davon nichts in Erinnerung bleibt. Es macht schlichtweg keinen Spaß das fünfzigste beigefarbene Volantkleidchen in Folge zu begutachten. Braucht es wirklich noch eine weitere Zweitline eines Designers, in diesem Falle von Richard Chai, der seine Diffusion-Line mit dem wahnsinnig innovativen Namen LOVE vorstellte, die sich aus Basics zusammensetzt, die bei Zara und H&M für einen Bruchteil des Preises zu haben sind.
Viele der gezeigten Kollektionen sind derart beliebig und austauschbar, dass jegliche geistige Auseinandersetzung und der Versuch das Gezeigte zu beschreiben eine nicht vertretbare Verschwendung von Lebenszeit darstellen. Bei den bisherigen Modenschauen dieser Modewoche mangelte es an Leidenschaft, an Sex-Appeal, an Dramatik und Mondänität, kurz an allem was Mode eigentlich ausmacht. Positive Ausnahmen bilden die junge und sehr urbane Handschrift Alexander Wangs sowie der “fuck-the-recession-Stil” von Jason Wu. Das die Amerikaner sich auf Casual und Sportswear verstehen und Ausflüge in die Couture häufige in Denver Clan Zitaten enden, die Models wie 80er Jahre Trash Püppis aussehen lassen, ist bekannt, dennoch sollte das Fashion Week Komitee höhere Standards bezüglich des Modegrads als Voraussetzung für eine Teilnahme an der Fashion Week manifestieren, um den Ruf New Yorks als Modemetropole nicht zu gefährden.
Nun beginnt heute der fünfte Tag der Modewoche und mit ihm der Auftakt der Großen der Branche, die der Modewoche ihr Prestige verleihen. Zac Posen, Donna Karan Carolina Herrera und Marc Jacobs stehen für heute auf dem Programm. Am Mittwoch und Donnerstag verdichten sich die Top-Namen dann auch im Schauenkalender. Anna Sui, Calvin Klein, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Marchesa, Proenza Schouler, Oscar de la Renta, Halston, Betsey Johnson und Rodarte zeigen dann ihre Vorstellung, was Frau im Sommer 2010 zu tragen hat. Das Beste kommt eben immer zum Schluss!
Eine Begegnung mit Betsey Johnson ist in etwa so erhellend wie der Kuss einer Sternschnuppe!
Zweimal bin ich der New Yorker Designerin zufällig begegnet. Das erste Mal traf ich Betsey Johsnon vor 5 Jahren auf dem Weg zum Studio von Anna Sui, nicht wissend, wer die Dame eigentlich ist. Während Betsey in einer mir bis heute unbekannten Angelegenheit bei ihrer berühmten Kollegin vorbeischaute, begann für mich ein weiterer spannender Arbeitstag im Rahmen meines Praxissemsesters.
Es war kur vor 9 Uhr morgens und wir warteten auf einen der drei Aufzüge, der uns endlich in das Design-Department im 13. Stock bringen sollte. Johnson war umgeben von einer Entourage aus wichtig aussehenden Männern und Frauen in dunklen Anzügen und Kostümen. Sie selbst schillerte dagegen ungewöhnlich intensiv! Mit gehighlighteten Blocksträhne im Haar und einem kleinen Terrier (lebend) in der Armbeuge, war es ihr extravagantes Auftreten, welches mir augenblicklich auffiel und imponierte. Rockig aber mit Würde. Unkonventionell aber souverän. Viel mehr Gelegenheit zur Personenstudie hatte ich jedoch nicht, denn Betsey und ihr Tross standen im Lift hinter mir. Es war mucksmäuschenstill. Nur der Hund schnaufte ein paar Mal hörbar. Oben angekommen, stiegen wir gemeinsam aus dem Aufzug. Ohne mich umzudrehen, doch neugierig aus den Augenwinkeln noch einmal das Geschehen hinterrücks erfassend, machte ich mich sofort auf dem Weg zum “Praktikantentisch”, um ein paar T-Shirt Drucke zu zeichnen. Nur wenige Minuten später stöckelte die Frau aus dem Aufzug samt ihrem Gefolge an mir vorbei, bedachte mich dabei mit einem Augenzwinkern und verschwand in Annas eigenem Atelier.
“Who was that?”, fragte ich Annas Assistenten Thomas. “Betsey Johnson”, antwortete er knapp. Wenige Stunden und einen Storecheck später, wußte ich, dass der “Senior Punk” zu den bekanntesten Modedesignerinnen des Landes zählt. Drei Wochen später sehe ich Betsey Johnson wieder, dieses Mal in ihrem ganz eigenen Königreich, einem in Knallfarben gestrichenen Headoffice, an New Yorks Fashion Avenue (7th Avenue). Eigentlich wollte ich im Auftrag von Anna Sui nur ein Paket mit Stoffmustern an eine freelance Designerin, die sowohl für Johnson als auch für Sui arbeitete, übergeben, dabei lief mir plötzlich SIE, von der ich mittlerweile genau wusste wer sie war, über den Weg. ” I know you!”, sagte sie mit tiefer Stimme und breitem Lächeln. Bevor ich überhaupt etwas entgegnen konnte, eilte sie auch schon mit den Worten “Have a good day” im Tütü und auf Killer High Heels davon. Das war´s!
Von da an wusste ich. was gemeint war, wenn man im Zusammenhang mit Personen von einer Erscheinung spricht. Ein Augenblinzeln, ein Lächeln, ein paar nette Floskeln, und wenige Sekunden im Vorbeigehen, mehr habe von Frau Johnson nicht zu sehen oder zu hören bekommen, und dennoch war diese Dosis Johnson ausreichend, um zu einer Art stillen Bewunderer ihrer Person zu avancieren.
Seitdem verfolge ich zwar nicht akribisch aber doch regelmäßig ihr kreatives Schaffen und sehe mir ihre Shows auf style.com an. Wie auch bei Anna, verfügt Betsey Johnsons Kollektion über ihre ganz eigene Handschrift. Ihre frechen Schulmädchenlooks mit 50ies appeal, die Petticoats, Taillengürtel, Leggins, Plateauschuhe und Leoparden Prints, bilden eine willkommene Abwechslung im kommerziellen Einheitsbrei amerikanischer Designer. Doch vielmehr als ihrer Kleider fasziniert Johnsons überschäumende Persönlichkeit, ihre permanent gute Laune, die niemals aufgesetzt wirkt! Johnson sehr down-to-earth und sehr zugänglich. Wer sie sieht, ihre lebendige Gestik, das ansteckende Lachen, der ahnt nicht, dass das Rock n´Roll Girl im August bereits 67 Jahre alt wird.
Vor mehr als 30 Jahren, 1978, hat Betsey Johnson ihr Label gegründet und verkündete nun jüngst ihren Rückzug aus dem Modebusiness. Nach der New York Fashion Week im September beabsichtigt Johnson ihren Nachfolger zu benennen. Zwar hätte sie noch die Energie für weitere 30 Jahre in der Branche, doch der Grund für ihren Abschied liegt schlichtweg in dem Bedürfnis sich anderen Dingen außer Mode zu widmen, und mehr Zeit für sich zu haben. Ob das Energiebündel die Zügel tatsächlich loslassen kann oder nur ein wenig lockert, um Platz zu machen für Eric Sartori, der zuvor für Wang, Léger und Alaia arbeitete und angeblich als Betsey´s Favorit bei der Besetzung ihres Postens gilt, sehen wir spätestens in ein paar Wochen, wenn es wieder heißt: “after the show is before the show”!
Das Council of Fashion Designers of America (CFDA) hat gestern Abend in New York seine alljährlichen Modepreise vergeben: Gewinner in der wichtigsten Kategorie “Designer of the year / Womenswear” war das Fashion Label Rodarte, von Laura und Kate Mulleavy. Das Geschwisterpaar aus Kalifornien wurde im vergangenen Jahr erst mit dem Swarovski Nachwuchspreis ausgezeichnet und konnte sich in diesem Jahr bereits gegen Modegrößen wie Marc Jacobs und den gleichfalls etablierten Narcisco Rodriguez durchsetzen, die beide in der selben Kategorie nominiert waren.
“Accessory Designer of the Year” wurden die beiden Jungs Jack McCollough und Lazaro Hernandez von Proenza Schouler, auch sie konnten sich gegenüber, dem auch in dieser Kategorie nominierten, Marc Jacobs behaupten.
Doch auch New Yorks Modeliebling ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Die beste Trophäe seines Lebens in Form seines Verlobten Lorenzo Martone ohnehin an der Seite, wurde Jacobs mit dem International Award für seine Arbeit für das Haus Louis Vuitton geehrt.
Der Swarovski Award für den vielversprechendsten Modeachwuchs ging an Alexander Wang (Womenswear) und Tim Hamilton (Menswaer).
Anna Sui, deren Firma auch nach 18 Jahren im Business und trotz Krise in ihrem eigenen Besitz ist, wurde mit dem Geoffrey Beene Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt. Eine Modenschau mit den key-looks (hippie meets folklore meets rock´n roll, meets Lolita Gothic), der Top-Designerin zeigte dem Publikum warum sie die Auszeichnung tatsächlich verdient hat.
Ungewöhnlich aber wahr: Den Preis in der Rubrik Menswar Designer des Jahres mußten sich Italo Zuchelli für Calvin Klein und Scott Sternberg von Band of Outsiders teilen.
Erstmalig in der Geschichte der Verleihung CFDAs wurde auch ein Publikumspreis vergeben, bei denen die Leute im Vorfeld via Internet ihren Lieblingsdesigner bestimmen konnten: Das Ergebnis ist nicht gerade originell, liest sich aber als ein interessantes Barometer für den Bekanntheitsgrad des Gewinners, der in diesem Jahr Ralph Lauren heißt!
Nachdem mittlerweile Modejournalisten selbst zu Stars ihres Fach avancieren und vereinzelt große Aufmerksamkeit genießen, darf an dieser Stelle die Ehrung Edward Nardozas, Chefredakteur der Modebibel WomensWearDaily, für seine Leistungen im Bereich Modejournalismus, natürlich nicht unerwähnt bleiben.
Die Vereinigung der amerikanische Modedesigner (CFDA) wurde im Jahre 1962 gegründet und besteht heute aus über 300 herausragenden Mitgliedern der Modebranche. Das Gremium hat sich es zur Aufgabe gemacht Modedesign als Teil der amerikanischen Kultur zu etablieren sowie Standards in puncto künslerischer Qualität und professionellem Niveau zu setzen.
Der Sommer kommt und mit ihm die T-Shirts. Drei interessante Benefiz-Exemplare für diese Saison kommen aus dem Hause Gucci, Christian Lacroix und Anna Sui. Alle in limitierter Auflage versteht sich. Zweimal schön, einmal plump!
Schön 1, ANNA SUI: Anna Sui hat eine unverkennbare Handschrift. Seit Jahren zieren ihre gezeichneten “Dolly Girls” die T-Shirts und Accessoires in ihren Kollektionen. Nun entwarf die New Yorker Designerin zwei schöne Tussenshirts, die ausschließlich über die Kaufhauskette Nordstrom zu einem Preis von 60 Dollar zu erwerben sind. Der Erlös geht zugunsten des Stipendiaten Programms der Organisation OCA, das Amerikaner asiatischer Abstammung in ihrem politischen, kulturellen und ökonomischen Wohlergehen in den U.S.A unterstützt.
Anna Sui for Nordstrom
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Christian Lacroix
Schön 2, CHRISTIAN LACROIX: Für Tonicgen.com übertrug Couturier Christian Lacroix sein Faible für florale Muster und leuchtende Farben auf ein T-Shirt aus organischer und Pestizid-freier Baumwolle. Tonic Gen ist eine, in Kalifornien beheimatete Medienagentur, mit dem Ansatz über den Verkauf ethisch korrekter aber stylisher Produkte schlichtweg Gutes zu tun. Mindestens 10 Prozent vom Verkaufspreis eines jeden über Tonicgen verkauften Artikels werden für wohltätige Zwecke gespendet.
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Gucci
Plump, GUCCI:
Gucci, macht auf “sozial” und unterstützt die 2005 von Yann Arthus-Bertrand gegründete Wohltätigkeits-organisation Good Planet. Diese zielt darauf ab das gesellschaftliche Bewusstsein für unsere Umwelt zu sensibilisieren und Antworten auf die ökologische Krise zu finden.
Arthus-Bertrand drehte einen beeindruckenden Kurzfilm mit dem Titel HOME, welcher die Schönheit unseres Planeten dokumentiert. Chefdesignerin Frida Giannini war nach der Vorführung des Streifens angeblich derart gerührt das sie eine limitierte T-Shirt Edition aus Bio-Baumwolle klöppelte, deren Verkaufserlös zu 100% der gemeinnützigen Vereinigung zu Gute kommen soll.
Vermutlich war aber auch die bloße Tatsache, dass der Luxus Konzern PPR (Pinault-Printemps-Redoute), dem auch Gucci gehört, den Film finanzierte, ausschlagegebend für das plötzlich erwachte ökologische Gewissen der Gucci Frontfrau. Die positive PR dieser Aktion, dürfte die Verkäufe der Logo-Bags ausreichend ankurbeln um die Kosten für den Films als auch der T-Shirt Produktion wieder reinzuholen. So unglaubwürdig wie das karitative Engagement, so halbeherzig präsentiert sich dann auch das besagte Benefiz T-Shirt. Naturweiß, beinahe gelbstichig, mit einer Art Stempel, der Stark an die Kennzeichnung von Kartoffelsäcken erinnert. Positives Anliegen aber mieses Resultat. Das Teil macht deutlich: Gucci und Öko passen in etwa so zusammen wie Lady Gaga und Jil Sander.
Target, die amerikanische Einzelhandelskette aus Minnesota entspricht in etwa dem Level von H&M mit dem Unterschied, dass Target bedeutend günstiger ist und außer Bekleidung auch andere schöne Gebrauchsartikel in seinem Sortiment führt. Doch wie auch der schwedische Textilhersteller kooperiert Target regelmäßig mit namhaften Modemachern und buhlt mit den Designer-Linien um das Geld modebewusster Kunden.
Für die sogenannte “Target Go International” Kollektionen entwarfen bereits Zac Posen, Luella Bartley, Richard Chai, Patrick Robinson, Thakoon und Isaac Mizrahi.
Mit der neuen Line, “Designer Collaborations” konzentriert man sich jedoch auf international bekanntere Designer, mit dem Ziel high fashion zu niedrigen Preisen, der Masse zugänglich zu machen. Zum Kollektionsauftakt verpflichtete Target so dann auch Niemand geringeren als Modeschöpfer Alexander McQueen, dessen Entwürfe zwischen März und April diesen Jahres in ausgewählten Target Stores verfügbar waren. Allerdings nur für wenige Stunden. Der Ansturm auf bestimmte Teile war so groß, dass einige Filialen bereits nach wenigen Stunden den Ausverkauf verkünden mussten.
Stücke, die weniger begehrt wahren, werden aktuell, zum einem reduzierten Preis, im Online Shop des Unternehmens veramscht.
Nun konnte der Konzern, die in New York ansässige Top Designerin, Anna Sui für eine Zusammenarbeit gewinnen. Das Konzept der zeitlich wie räumlich begrenzten Verfügbarkeit wird, wie bereits bei Mc Queen, auch bei Anna Sui Anwendung finden: Nur 250 der über 1.270 Filialen werden mit den begehrten Styles bestückt, und das auch nur für den Zeitraum von etwa einem Monat.
Launch ist der 13. September! Inspiration für die Target Linie holte sich Sui von den Society Girl des amerikanischen Seriennknallers “Gossip Girl” – Metallic Jaquards, Tüll, Spitze, Chiffon und Paillettendetails – so die Zutaten den der Kollektion – klingen schon mal vielversprechend.