LOIC PRIGENT´s EXKLUSIVER BLICK HINTER DIE KULISSEN DER MODE

Posted: Januar 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Dank exzellenter Filmdokumentationen wie, Signé Chanel, Marc Jacobs & Louis Vuitton und der The Day Before genießt Regisseur Loic Prigent innerhalb der Modeszene mittlerweile all access Status. Ob Mailand, Paris, London oder New York, ob Backstage oder vor dem Catwalk, der studentisch wirkende Filmemacher ist mit seiner Kamera gern gesehen bei der Fashion Elite. Bereitwillig gewähren ihm die Top-Designer Zutritt zu ihren Ateliers und lassen ihn einfach gewähren. Besser gesagt, sie vertrauen ihm. Beschönigende PR-Statements und nachgestellte Szenen haben in Prigents Werk keinen Platz. Genau das macht seine Filme authentisch und daher so sehenswert. Ohne Prigent bliebe uns das wahre Gesicht der Mode und ihrer Protagonisten wohl nach wie vor verborgen.

Anna Wintour hautnah? Kein Problem für Prigent! Ungezwungen stellt sich die berühmte Vogue Editrix in Prigents aktuellem Filmprojekt HABILLÉES POUR L’ÉTÉ 2010, (DRESSED UP FOR SUMMER 2010) den Fragen von Mademoiselle Agnès.

Die TV-Journalistin Agnès Boulard ist in Frankreich keine Unbekannte, sondern, im Gegenteil, seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Branche und ganz nebenbei auch Produzentin der Filmdokumentation. Mit unnachahmlicher Nonchalance begibt sie sich in sechs Episoden mehr oder weniger auf die Suche, nach dem nächsten Yves Saint Laurent und moniert dabei im Gespräch mit Pierre Bergé und dem französischen Kulturminister, ganz ohne erhobenen Zeigefinger dafür in herrlich selbstbewusster Manier, das Frankreich als Wiege der Haute Couture seinen kreativen Nachwuchs in keinster Weise fördere.

So heißt das letzte Wunderkind aus Paris noch immer Nicolas Ghèsquiere. Dabei ist der Chefdesigner von Balenciaga den Kinderschuhen doch schon längt entwachsen. Unentdeckte Talente, deren Begabung nur auf die Begegnung mit den entscheidenden Leuten wartet, gibt es überall, und in Paris sowieso. Mademoiselle Agnès hat einige von ihnen in ihren Studios abseits der großen Schauen besucht.

Agnès Boulard bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit auf dem Parkett der Eitelkeiten als wandle sie durch ihr privates Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihren extrem statusbewussten Kolleginnen, nimmt sich Boulard, die übrigens selbst 4 Jahre lang als Redakteurin bei der französischen Vogue tätig war, dabei selbst nie allzu ernst und führt beschwingt und ungeachtet aller Konventionen durch die Schauen zur Saison Spring 2010. Diese Natürlichkeit kommt an und so bittet gar der sonst so selbstbeherrschte Karl Lagerfeld Agnès nach der Präsentation seiner Kollektion um ein persönliches Tänzchen im Backstagebereich.

Die lebendige Französin liebt die Mode, nicht aber den ihr anhaftenden Dünkel und denkt gar nicht daran sich einem snobistischen Habitus zu unterwerfen. Das hat Stil und zeugt von wahrer Größe, und so verdankt sich der Zauber dieser Dokumentation im Wesentlichen auch der Persönlichkeit seiner Moderatorin. Lovely!

Zusammengenommen ergeben die sechs Teile eine Stunde “fashion uncensored”. Informativ, unterhaltsam und äußerst kurzweilig. Beeindruckend ist der Massenauflauf vor Jean Paul Gaultiers Headquarter in der Rue Saint Martin kurz vor der Show des Designers. Für einen Moment hatte ich den Eindruck es handle sich bei dieser Szenerie um ein Rockkonzert. Eine Portion Extravaganz in Reinform liefert wieder einmal Anna Wintour. Als der Weg zu ihrem Sitzplatz in der ersten Reihe einer Show, die Chefredakteurin über eine im Halbdunkel liegende Treppe führt, erhellt einer ihrer Bodyguards unaufgefordert die Stiege mittels einer Taschenlampe. Stufe für Stufe, und ohne dabei eine Miene zu verziehen trippelt Anna dem Lichtkegel vor ihren Füßen hinterher. Fantastisch! (siehe Video hier) Wie auch schon die Doku “The Day Before”, sind die sechs Episoden auf dem “Sundance Channel” im Internet kostenfrei abrufbar.

sundancechannel.com


LONDON: ANNA WINTOUR SICHTLICH GENERVT VON PIXIE GELDOF

Posted: September 23rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Eine Begegnung der dritten Art hatte Anna Wintour vergangene Tage während der London Fashion Week bei der Show von Twenty8Twelve, dem Label von Savannah und Sienna Miller. Dort saß sie, eingekeilt zwischen Londons Nachwuchssociety, MTV Moderatorin Alexa Chung und IT-Girl Pixie Geldof von Beruf Tochter und Konsumentin.

Anna Wintour-nicht gerade erfreut über ihre Sitznachbarn!

Anna Wintour-nicht gerade erfreut über ihre Sitznachbarn!

Die Nähe zu den beiden Gören, die vor der Show Grimassen schnitten, herumalberten und sich just -for-fun immer wieder in die Armen fielen, war der statusbewussten Editrix, sichtbar unangenehm.  15 Minuten lang musste sie das Gekicher und Gegacker der Beiden erdulden. Alexa und Pixie verstießen gegen jegliche front-row Etikette, die lautet: Haltung bitte! Zur Schau gestellte Emotionen, die sich in entgleisenden Gesichtszügen äußern, haben in der “row-of-cool”, der ersten Reihe, nichts verloren. Obwohl selbst gebürtige Britin, wollte Anna Wintour den Humor der Girlies offenbar nicht teilen. Körpersprache und Blick der Vogue Chefredakteurin sprechen Bände. Mit abgewandtem Körper (man beachte die Beinstellung) und einem seitlich geneigten Kopf, signalisierte sie Distanz von dem postpubertären Geschehen neben ihr, und wäre vermutlich am liebste geflüchtet.

Nach 40 Jahren im Business , davon 21 Jahre als Chefin der amerikanischen Vogue, lieferte Anna Wintour die Vorlage für den erfolgreichsten Film des Jahres 2006, “Der Teufel trägt Prada”, ist der Star, in der Dokumentation “The September Issue”, und war vor wenigen Wochen als erste Moderedakteurin zu Gast in der David Letterman Show. Die Platzierung der modeikone neben den Teenie-Idolen, war  demanch von den  Miller Schwestern denkbar schlecht gewählt.

Ein Mädchen, deren Leistung sich bislang darauf beschränkt einen prominenten Namen durch die Welt zu tragen, Daddy´s Kreditkarte uneingeschränkt zu strapazieren und die Designerklamotten mit Top Shop Teilen so zu mixen, dass eigentlich nichts zusammen passt und hauptsachlich schräg aussieht, (die Eine) und eine Moderatorin, über die niemand sprechen würde, gäbe es nicht das Internet und bloggende Schulmädchen, die aufgeregt jede graue Leggings an der klapperdürren Chang debattieren (die Andere), werden Anna Wintour einfach nicht gerecht.

Mode ist für die disziplinierte Heftmacherin, kein Mittel zum Zweck um damit die Schlagezeilen der Yellow Press zu füllen, sondern eine unerschöpfliche Lebensphilosophie, mit der sie 2 Millionen Dollar im Jahr verdient. Wer da neben ihr, vor, während oder nach einer Show herumalbert, demonstriert möglicherweise mangelenden Respekt für ihre Arbeit.

Andererseits ist es sehr erfrischend zu sehen, dass ein junge Generation, sich nicht von der dominanten Außenwirkung einzelner Machtinhaber einschüchtern lässt, denn Niemand ist so wichtig, dass man sich durch ihn das Lachen verbieten lassen sollte.
Warum Anna Wintour nach zweijähriger Abstinenz von der London Fashion Week mit ihrer Präsenz ausgerechnet ein, in kreativer wie auch kommerzieller Hinsicht, eher unbedeutendes Label adelt, ist eine ganz andere Frage? Ihr hätte klar sein müssen, dass die bodenständigen Entwürfe von Twenty8Twelve kein A-Class Celebrity Magnet sind.

Zu den sehenswerten Bildern in der Daily Mail


VIDEO: A FASHION´S NIGHT OUT - DESIGNERS WANT YOUR BUCKS

Posted: August 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

Dass  Amerikaner uns Europäern in Sachen Marketing mindestens drei Stöckelschritte voraus sind, ist bekannt. Doch mit dem neuen Werbevideo zum Condé Nast  Event “A FASHION´S NIGHT OUT” vergößert sich dieser Abstand in etwa um die Gesamtlänge der Madison Avenue.

Millionenschwere Größen des Modebusiness wie Oscar de la Renta, Carolina Herrera, Donna Karan und Diane von Furstenberg buhlen darin charmant um die Gunst der Konsumenten, in der Absicht diesen am  10. September beim  spätabendlichen Einkaufsbummel das Geld aus den Taschen zu ziehen. Anna Wintour wirkt im Merchandising T-Shirt faszinierend volksnah, während Isaac Mizrahi den Animateur miemt. Sie alle, einschließlich Sarah Jessica Parker, Vera Wang und den hübschen Proenza Schouler Boys, erklären dem Zuschauer die Bedeutung der New Yorker Modeindustrie für das Gemeinwohl.  Ein wenig erinnern Sie dabei an Schulkinder, die um eine Spende betteln. Sehr unterhaltsam! Allzu kritisch darf  man das Ganze allerdings nicht hinterfragen. Denn, eine einzige Nacht mit verlängerten Ladenöffnungszeiten wird den brachliegenden Einzelhandel wohl kaum nachhaltig wieder in Schwung bringen und die motivierende Zurede prominenter Branchenköpfe  allein, spült den Durchschnittsverdiener auch nicht mehr Geld in die Taschen.

Dennoch, das clipartig zusammengeschnitte Commercial präsentiert sich frisch, cool und stylish, und macht trotz besseren Wissens, dass es sich bei “A FASHION´S NIGHT OUT” primär um eine Werbeveranstaltung Condé Nasts in eigner Sache handelt, Lust auch noch seine letzten  Kröten, die man in diesen Zeiten noch übrig hat, in Designerklamotten zu investieren. Die Amis verstehen es zu feiern, vor allem sich selbt. So wird bei Macys selbst der Kauf einer reduzierten Feinstrumpfhose zum Happening: “Thank you for shopping at Macys, have fun with your stockings. A nice day and bye bye”
$ 2.99 und der Kunde ist König. Fantastisch!


ANNA WINTOUR ZU GAST BEI DAVID LETTERMAN: SMART UND CHIC

Posted: August 25th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Wie vor eineinhalb Wochenauf HYPE angekündigt, war Vogue Chefin Anna Wintour gestern Abend zu Gast in der Talkshow von David Letterman. Mit tiefschwarzer XL Brille auf der Nase, stöckelte sie zu den Beats von Madonna´s Vogue durch das Studio.

Ganz ohne Allüren und entspannt präsentierte sich die berühmte Editrix einem Millionenpublikum.  Die Frage Lettermans, woher der weit verbreitete Eindruck stamme, Wintour sei übermäßig streng und herrisch, begründete die gebürtige Britin damit, dass die Leute von ihr nicht immer die Antwort bekommen, die sie gerne hören würden. Viel Neues  erfuhr man von  New York´s  erster Modeinstanz allerdings nicht.

Ein bisschen Werbung für a “Fashion´s Night Out” hier, ein bisschen Webung für die Dokumentation “The September Issue” da, ein paar Fragen zu Vogue, das war´s! Kein Auftritt, der in die Annalen der  amerikanischen TV Geschichte eingehen wird. Fremdbild und Selbstbild sind, wie bei vielen hochgeschriebenen Ikonen, bei Anna Wintour nicht identisch.  Entegegen ihres allgemeinen Image gab sich La Wintour gegenüber ihrem Gastgeber Letterman charmant, smart und humorvoll, aber ohne dabei auch nur ein Detail aus ihrem Privatleben preiszugeben.

Die Ambivalenz  ihrer Person nährt ihren Ruhm. Das verschafft ihr Status und macht sie für Condé  Nast nahezu unentbehrlich. Anna ist die Personifizierung ihres Magazins: anspruchsvoll, tough, progressiv und sehr etabliert. Das hat sie zudem gemacht was sie heute ist. Der Star ihrer Zunft und  Celebrity von internationalem Rang. Warum sollte sie daran etwas ändern, bloß um konservativen Gemütern aus dem mittleren Westen zu gefallen? Was von ihrer Performance echt, und was davon Kalkül ist, bleibt ihr Geheimnis.

Vermutlich ist Anna Wintour privat nicht die Karikatur einer Modejournalistin, wie sie Meryl Streep, exzellent aber eben überspitzt in der “Der Teufel trägt Prada” verkörperte.  Erschreckend, dass all die Tippsen, Bloggerinnen, Stylisten und  Tussis, die im entferntesten was in “Sachen Mode machen” seit dem  Kinobesuch tatsächlich glauben, sie hätten ein Recht, ihr Umfeld mit snobistischen Gehabe, überzogenen Forderungen und gekünselter Egozentrik zu penetrieren. Extravaganzen auf der Basis einer verfehlten Selbsteinschätzung und mangelnder Leistung sind weder unterhaltsam noch cool, sondern schlichtweg peinlich. Es gibt nur eine Anna Wintour und die ist kultiviert, elegant und netter als ihr Ruf. So stop trying to be someone else and be yourself!

Das komplette Interview gibt es hier, auf HYPE:


ANNA WINTOUR BEI DAVID LETTERMAN AM 24.08

Posted: August 14th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Anna Wintour on The Late Show

Anna Wintour on The Late Show

Vogue Chefin Anna Wintour ist am Montag, den 24.08. Talkgast in Davide Letterman´s “The Late Show”. Ihr Auftritt wie auch die Reaktionen der Zuschauer diesbezüglich, werden von den Medien mit Spannung erwartet. Letterman´s Sendung wird landesweit ausgestrahlt, somit stellt sich Anna auch dem Publikum in Mittelamerika, über das Sie einst sagte: “Die Leute in Minnesota sehen aus wie kleine Häuser.” Die Ausstrahlung erfolgt um 11:35 pm (amerikanischer Ortszeit) auf CBS. Wer hören möchte was die berühmte Editrix zu sagen hat, der muß am Dienstag morgen besonders früh aufstehen: um 5.35 geht´s dann auch hierzulande los mit la Wintour!


CHRISTIANE ARP - DIE VOGUE CHEFIN UNTERWEGS IN MAILAND

Posted: Juli 31st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , | No Comments »

Ein Tag in Mailand mit Christiane Arp from nrwforumduesseldorf on Vimeo.

Zum Wochenausklang möchte ich euch auf den Film “Ein Tag in Mailand mit Christiane Arp” von Ralph Goertz hinweisen, der anlässlich der Catwalk Ausstellung im Düsseldorfer NRW Forum produziert wurde. Der Beitrag zeigt die Chefredakteurin der deutschen VOGUE auf ihren Weg zu den Schauen von Burberry, Gianfranco Ferré und Giorgio Armani, wo sie auf PR-Lady Alexandra von Rehlingen trifft, die mit fließenden Italienisch-Kenntnissen beeindruckt.

Arp sinniert über die Bedeutung, des ihr mittlerweile stets garantierten front-row Platzes, und der Zuschauer spürt, die Frau ist sich ihres Status als Vogue-Chefin absolut bewusst. Dennoch, im Gegensatz zu ihrer amerikanischen Kollegin Anna Wintour kommt Christiane Arp ohne Allüren und Bodyguards aus. Ihr Auftreten ist clean, fokussiert, und im positiven Sinne sehr deutsch! Extravaganzen einer Anna dello Russo, die Haute Couture bei Tageslicht so selbstverständlich trägt wie Andere ihren East Pak Rucksack, scheinen ihrem Wesen nicht zu entsprechen. Modische Rebellionen überlässt sie lieber Carine Roitfeld. Das Tattoo in ihrem Nacken, eine kleine Sonne, bekommen nur Wenige zu sehen. Sie mag sich nicht mit Äußerlichkeiten in den Vordergrund spielen, sondern möchte mit Seriosität überzeugen. Ihr Stil ist geradezu hanseatisch. Fließende Silhouetten in edlem Grau oder zeitlosem Schwarz. Zu offiziellen Anlässen darf es gerne auch mal Rena Lange sein. Die 48-jährige hat lange Zeit in Hamburg gelebt, das prägt. Hier arbeitete sie als Modechefin für Amica und Stern, bevor sie als fashion director und stellvertretende Chefredakteurin in die bayrische Landeshauptstadt zog. Im März 2003 wurde sie schließlich vom ehemaligen Vogue-Herausgeber Bernd Runge zur Chefredakteurin berufen. Was ihre Vorgängerin Angelica Blechschmidt über diese Entscheidung damals gedacht haben mag, ist nicht bekannt aber vielleicht gibt ihr Buch, an dem sie Gerüchten zufolge, schon seit Jahren schreibt, bald Auskunft darüber.

Die beste Szene des Films: Auf die Antwort des Taxifahrers, dass die Fahrt zur nächsten Location noch 10 Minuten betrage, antwortet Christiane Arp bestimmt: “We only have five!” Wunderbar!


WAS DÜSSELDORF VON NEW YORK LERNEN KANN! DER CFDA HAT GETAGT!

Posted: Juli 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

photo: HYPE magazine

photo: HYPE magazine

Einem Bericht von Modejournalistin Nicole Phelps zufolge trafen sich am Dienstag Vormittag in New York die Mitglieder des Council of Fashion Designers in Amerika (CFDA) um über die Bedeutung der New Yorker Modewoche wie auch die Folgen der Wirtschaftskrise für die Modebranche zu sprechen.

Ein Meeting der Besonderen Art, schließlich handelte es sich bei den Teilnehmenden nicht um Mr. Smith und Mrs. Jones, sondern um die führenden Köpfe der Modebranche. Neben CFDA Präsidentin Diane von Furstenberg, diskutierten Vogue Chefin Anna Wintour, Donna Karan, Betsey Johnson, die Proenza Schouler Jungs, Calvin Klein Chef-Designer Francisco Costa sowie Moderedakteure und Inhaber renommierter fashion stores über das verbraucherunfreundliche Timing der Kollektionsauslieferung (Wintermäntel im Sommer), die hohen Kosten für Modenschauen sowie die Notwendigkeit Schauen für die kommerziell erfolgreichen aber eher schlichten pre-collections zu veranstalten? Modemacherin Donna Karan kritisierte die Tendenz der Konsumenten für Designerkleidung nicht mehr den vollen Preis zahlen zu wollen, sondern den Sale abzuwarten. Worauf Anna Wintour dem Einzelhandel geraten haben soll, sich künftig bei der Reduzierung von Waren abzusprechen und sich auf einen offiziellen Termin zum gemeinsamen Discount-Start zu einigen. Nachdem von Furstenberg La Wintour informierte, dass dies illegal sei, soll diese nüchtern entgegnet haben: “Nun können wir das nicht ändern, schließlich haben wir jetzt Freunde im weißen Haus “(eine Anspielung auf Michelle Obama, die im März dieses Jahres das Vogue Cover zierte).

Angesichts eines immer stärker werdenden Interesses der Allgemeinheit an modespezifischen Themen, wurde auch der Gedanke geäußert Modenschauen für Konsumenten zu veranstalten. Was von dem Besprochenen tatsächlich realisiert wird und wann etwaige geplante Veränderungen spürbar greifen, wird sich zeigen.

Auch wenn beim CFDA Treffen einzelne Aussagen von einer gewissen Weltfremdheit der Diskussionsteilnehmer zeugten, so ist die kritische Hinterfragung des eigenen Status quo in der Modewelt ein absolut positiver und auch hierzulande nachzuahmender Ansatz.
Da, wo Düsseldorf aktuell bemüht ist, seinen Ruf als Modestadt wieder aufzupolieren, braucht es kritische Diskussionsrunden mit kompetenten Köpfen aus Industrie und Handel, Szene und Medien, die bereit sind an den Grundfesten bestehender Institutionen zu rütteln. Fragen wie, ist die CPD überhaupt noch zeitgemäß und cool genug, um als modisches Aushängeschild der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu fungieren, müssen erlaubt sein. Das schmerzt, doch Aktionen wie eine vom Kaufhof initiierte Modenschau über dem Kö-Graben, wirken im Vergleich mit der Berliner Fashion Week schlichtweg provinziell.

Überhaupt leidet das Image der Königsallee unter den großen Vertikalen wie H&M und Esprit, die sich auf Deutschlands ehemals führender Luxusmeile ausbreiten. Ein anderes länderübergreifendes Problem ist die zeitliche Waren-Präsentation der Einzelhändler: Schaufenster mit Daunenjacken im August mögen zwar die Vorreiter- Rolle einzelner Geschäftsinhaber belegen, haben aber mit der Realität der Verbraucher wenig zu tun.

Es wäre wunderbar, wenn auf künftigen Branchentreffen Problemstellungen zum Modestandort Deutschland nach dem Vorbild des CFDA New York selbstkritisch und konstruktiv diskutiert würden. Schulterklopfereien bei Champagner und finger food allein machen nämlich noch lange keine Modemetropole.


DER TRAILER - THE SEPTEMBER ISSUE

Posted: Juni 25th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

the-september-issueDaahleeeng endlich”, der Trailer zur besten Mode-Dokumentation des ausklingenden Jahrzehnts ist draußen: THE SEPTEMBER ISSUE von Regisseur R.J. Cutler.

Der Film zeigt Anna Wintour, legändere Chefin der amerikanischen Vogue, Stilikone und zweifellos die berühmteste Modejournalistin der Welt, bei den Vorbereitungen der September Ausgabe “ihrer” Modebibel. Im Jahr 2007 war das September Heft der Vogue  mit 840 Seiten die umfangreichste Ausgabe in der Geschichte des Magazins.

Der neunte Kalendermonat markiert den Zeitpunkt an dem die Modeelite die Winterssaison einläutet. Mitten im Sommer, zeigen die Werbeanzeigen namhafter Modehäuser plötzlich kuscheliges in gedeckten Farben.

Die Clip Ästhetik und Textgrafiken des Trailers wecken augenblicklich Erinnerungen an den Kinohit “Der Teufel trägt Prada”, der Anna Wintour auch außerhalb des Modezirkels zur Celebrity machte. THE SEPTEMBER ISSUE ist besser als die Romanverfilmung. THE SEPTEMEBER ISSUE ist real und gewährt seinen Zuschauern interessante Einblicke in ein Umfeld, zu dem nur Wenige Zugang haben; in das Reich von Anna Wintour. Von ihrem Büro im monumentalen Condé Nast Building am New Yorker Times Square , setzt Anna Wintour Trends für rund 306 Millionen Amerikaner.

Von Wenigen nur geliebt, von fast Allen respektiert und von Einigen gehasst. Vieles wird über die gebürtige Britin erzählt, die 1988 ihren Job bei Condé Nast als Vogue Chefredakteurin antrat, und seitdem die Auflage bis heute um ein fünffaches steigern konnte. Doch all die Beschreibungen ihrer Person, sind so gegensätzlich wie Schwarz und Weiß. Ob kalt- oder warmherzig; Anna Wintour ist hauptsächlich professionell!

Im Gegensatz zu all den “Wanna be´s” der Branche, die seit der Veröffentlichung von “Der Teufel trägt Prada”, mit aufgesetzt  gelangweiltem Blick, gekräuselten Lippen und Louis Vuitton Tasche in der Armbeuge, ihren Mitmenschen das Leben schwer machen. Hauptsächlich Models, Stylistinnen und Moderedaktionsassistentinnen, die  sich durch den Film in ihrem snobistischen Getue bestätigt sehen.  Doch Mädels, es kann nur Eine geben!  Einen Vorgeschmack auf den Film liefert der erst heute  freigegebene Trailer, den Ihr bereits hier sehen könnt,  auf  HYPE!


ANNA WINTOUR; WALKING HOME ALONE?!

Posted: Mai 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Bodguard, Chauffeur? Fehlanzeige! Was der  mächtigsten Frau des amerikanischen Modebusiness und legendären Vogue Chefin, wohl gerade durch den Kopf gehen mag?

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