Posted: August 26th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, London, Naomi Campbell, Schuhe, Selfridges, Vivienne Westwood | No Comments »

photo: by courtesy of Vivienne Westwood
Ein kleines Stück Modegeschichte lässt sich aktuell im Untergeschoss des Londoner Kaufhauses Selfridges erleben. Hier zeigt die Grande Dame of British Fashion im Rahmen einer Ausstellung die ausgefallensten Schuhmodelle ihrer Kollektionen von 1973 bis 2010.
Unter den annähernd 200 Ausstellungspaaren sind die ultramarinblauen Plateautreter in denen Naomi Campbell 1993 vor den Augen der Weltpresse zu Fall geriet ebenso zu sehen wie Westwoods wohl mit Abstand schlüpfrigste Schuhschöpfung, dem Penis-Schuh.
Die Liebe zu Schwindel erregenden hohen Absätzen erklärte die exzentrisch wirkende Modemacherin einst wie folgt: “Shoes must have very high heels and platforms to put women’s beauty on a pedestal.”
Vivienne Westwood Shoes: An Exhibition 1973-2010
26. August bis 22. September 2010
Selfridges, London

Geschmackssache - Der Penis Schuh von Vivienne Westwood
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Posted: August 24th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Harrods, London, Parfum, The Perfume Diaries | No Comments »

photo: Harrods London
Eine einzigartige Reise durch die Geschichte des Parfums verspricht die Ausstellung “The Pefume Diaries” im Londoner Nobelkaufhaus Harrods zu werden.
So bewerben die Veranstalter die Exposition im Vorfeld der Eröffnung mit dem Hinweis, dass die bekanntesten, größten und besten Parfumhersteller, darunter u.a. auch Dior und Guerlain, ihre Archive für die Kuratoren geöffnet hätten und äußerst seltene Flakons als Leihgabe zur Verfügung stellen. Ein bisschen Interaktion gehört heutzutage natürlich zu den Standards massentauglicher Präsentationen und so dürfen Besucher ihr Näschen natürlich auch über Gefäße, gefüllt mit gängigen bis extrem raren Inhaltstoffen der Duftwässerchen, halten und bis zum Abwinken riechen, riechen und nochmals riechen. Darüber hinaus sind Gesprächsrunden mit renommierten Parfumeuren, wie bspw. Erwin Creed, geplant, die dem Publikum die Eigenschaften eines guten Parfums aus Expertensicht näher erläutern werden. Die Ausstellung findet auf der 4. Etage des Shoppingtempels statt.
Die Ausstellung “The Pefume Diaries” läuft vom 02. September bis 02. Oktober 2010, freier Eintritt
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Posted: Juli 27th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Eco Fashion, FIT Museum, Halston, Öko Mode | 1 Comment »

photo by courtesy of FIT Museum
Hätten Sie gedacht, dass die in den 70er Jahren für das Label Halston entworfenen Velourslederkleider unter ökologischen Gesichtspunkten Sondermüll sind, da biologisch nicht abbaubar? Oder, dass die Pariser Modeschöpferin Madame Grès im Jahre 1942 notgedrungen „politisch korrekten” Webpelz verarbeitete, weil es aufgrund der deutschen Besatzung bei Pelzlieferanten zu Versorgungsengpässen kam. Ach ja, und übrigens: nicht alles, was heutzutage ein grünes Etikett trägt, ist auch ökologisch einwandfrei…Dies sind nur einige der vielen faszinierenden Aspekte, die man auf der Austellung „Eco Fashion - Going Green” im New Yorker Fashion Institut of Technology erfährt.
Entgegen allen Vorurteilen ist die Schau keine belanglose Ansammlung ökologisch wertvoller, farbloser Hängerkleidchen. Vielmehr beleuchtet die New Yorker Ausstellung das Verhältnis von Mode und Umwelt in den vergangenen 250 Jahren. Nicht selten steht Couture, die stets dem Zwang ausgesetzt ist, sich neu erfinden zu müssen, im Konflikt mit ihrer Umwelt. Der Besucher erfährt auch, dass das Thema Recycling nicht erst von grünen, Birkenstock tragenden Politikern initiiert wurde. So beginnt der Rundgang durch mehr als 2 Jahrzehnte Öko-Fashion bereits im 18. Jahrhundert, als feines Seidenbrokat so selten und begehrt war, dass das Wiederverwenden von ausgedientem Material oft die einzige Möglichkeit war, es weiterhin zu verarbeiten. Die Geburtsstunde des Recycling!
Ein blassgrünes Seidenkleid von 1840 ist wiederum ein frühes Beispiel für Nachhaltigkeit, wie sie heute im Zusammenhang mit grünen Labels immer wieder hochgehalten wird. Um das teure Fabrikat zu verschiedenen Anlässen tragen zu können, wurde es mit abnehmbarem Cape und Ärmeln versehen. Aus 1 mach 2 oder eben der Vorreiter der Wendejacke. Indem sie die positiven, als auch die negativen Praktiken der Textilwirtschaft unter die Lupe nehmen, gelingt es den Machern, das Thema Mode weg vom rein Ästethischen zu führen und in einen komplexen Zusammenhang zu stellen. So erfährt der Besucher unter anderem, dass die sogenannte “Demokratisierung” der Mode nicht erst mit den für Jedermann erschwinglichen Billigkopien von H&M einsetzte, sondern schon Anfang des 19.Jahrhunderts mit den großen New Yorker Textilfabriken.
Diese stellten erstmals günstige Kleider her und ermöglichten damit jeder Frau, sich modisch zu kleiden. Dass „Mode für alle” keineswegs mit fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden konnte und fortan sogar 8jährige Mädchen in den Fabriken schuften mussten, bringen die Veranstalter ebenfalls zur Sprache. Genauso wie es heute üblich ist, dass große Textilketten ihre Kleidung in Billiglohnländern anfertigen lassen. Auch den aktuellen Ökolabels von U 2 Sänger Bono und anderen Stars, die sich fairen Handel aufs Banner geschrieben haben, widmet sich die Ausstellung. 250 Jahre Mode unter ökologisch-ethischen Gesichtspunkten - und zwar ungeschminkt mit all ihren Vorteilen und Schattenseiten, das ist das Anliegen von „Eco Fashion - Going Green“. Noch bis 13. November im Fashion Institute of Technology in New York.
www.fitnyc.edu
(Text: Martina Klose)

photo by courtesy of FIT Museum

photo by courtesy of FIT Museum
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Posted: Juli 22nd, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Exhibition, Hutmacher, Jean Paul Gaultier, John Galliano, MoMu Antwerpen, Stephen Jones, Stephen Jones & the Accent of Fashion | No Comments »

photo by courtesy of Stephen Jones Millinery
Er kreierte Carla Bruni-Sarkozys Pillbox-Hütchen, das ihren Jackie-Kennedy-Look beim Staatsbesuch in London abrundete, Prinzessin Diana besaß ein Dutzend seiner Bérets und Kylie Minogue wirbelte mit einer seiner Kopfbdeckungen über die Bühne. Stephen Jones schrille und exzentrische Hutkreationen landen nicht nur auf den Häuptern gut betuchter Ascot-Ladies. Er war es, der den Hut in den achtziger Jahren aus der Vergessenheit zurück ins Rampenlicht und auf die Köpfe der Modemutigen brachte und ihn als Accessoire bei den Schauen der großen Couturiers etablierte.
Dieses Jahr feiert die Marke Stephen Jones Millinery ihr 30jähriges Bestehen. Das Modemuseum, kurz MoMu, in Antwerpen nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, dem Londoner Hutmacher eine ganze Ausstellung zu widmen.
Das belgische Ausstellungshaus ist im Besitz der größten Stephen Jones- Hutkollektion der Welt und beherbergt mehr als 120 Exemplare. Stephen Jones & The Accent of Fashion lässt den Betrachter in die einmalige Welt eines Accessoirekünstlers eintauchen, der seit drei Jahrzehnten mit den namhaften Größen aus der internationalen Modeszene zusammenarbeitet: Jean Paul Gaultier, Thierry Mugler, Comme des Garçons, Claude Montana, John Galliano, Christian Dior, Walter Van Beirendonck und Marc Jacobs. Chapeau, Mister Jones!
Die Ausstellung läuft vom 8. September 2010 bis 13. Februar 2011
www.stephenjonesmillinery.com
www.momu.be
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Posted: Mai 20th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Christian Dior, Couture, Museum | No Comments »

Musée Christian Dior, Granville
Reifröcke, Tüll und feinstes Tissue aus fünf Jahrzehnten, schweben förmlich übers Parkett. Mit einer großen Ausstellung lässt das Musée Dior in Granville die Maskenbälle der Nachkriegszeit wiederaufleben.
Und wenn die Villa „Les Rhumbs” zum „Grand Bal Dior” ruft, geraten nicht nur Modebegeisterte und kleine Prinzessinnen ins Schwärmen. Allein schon beim Betreten des Belle-Epoque Gebäudes, das wie ein verträumtes Märchenschloß anmutet, fühlt man sich in die Zeit der große Diven, Prinzen und Prinzessinnen zurückversetzt. 50 Ballkleider des Pariser Couturiers sind die Hauptdarsteller der Ausstellung. Eine Hommage an Christian Dior und dessen Talent, vor allem aber an seinen guten Geschmack und seine Vorliebe für die aufwendig, verspielten Roben aus dem XVIII. Jahrhundert. Besonders zum Ausdruck kommt die Kreativität des Pariser Großmeisters in den Couture-Kleidern, die er für die rauschenden Ballnächte Anfang der 50er Jahre entworfen hat.
Neben den faszinierenden Roben, dokumentieren Fotografien und Gemälde Dior’s Faible für extravagante Maskeraden. So erschien Christian Dior zum „Bal des Reines” (Ball der Königinnen) 1949 in Gestalt des Königs der Tiere, auf dem „Bal des Artistes” schlüpfte der Couturier in die Rolle des Dandy. Einen ganzen Sommer lang weht das Flair der großen Ballnächte noch durch die Villa „Les Rhumbs”, in der Christian Dior allem Anschein nach eine unbeschwerte Kindheit verbracht haben muss.
„Le Grand Bal Dior” - noch bis zum 15. September im Musée Christian Dior in Granville.
(Text: Martina Klose)
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Posted: April 23rd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Mieder, Mode, Muenchner Stadtmuseum, Museum | No Comments »

Photo: HYPE magazine
90-60-90; was auf den ersten Blick aussieht wie der direkte Draht zum überteuerten Klingelton-Abo, ist in Wirklichkeit ein Synonym für das weibliche Körperideal des 20. Jahrhunderts. Seit Ende zweiten Weltkrieges gilt dieses Maß nun schon als Schönheitsideal und Richtwert für angehende Models.
Mehr ist in der Modebranche nicht gefragt, weniger dagegen schon. Vorausgesetzt das proportionale Verhältnis von Brust, Taille, Hüfte ähnelt irgendwie der Silhouette einer Sanduhr. Moden unterliegen stets dem Wandel der Zeit und mit ihnen auch die Körperform.
Als beständigster Helfer, um den eigenen Körper dem aktuellen Modediktat zu unterwerfen, hat sich das Mieder erwiesen. Bereits vor 500 Jahren begannen europäische Frauen ihren Körper mittels der Leibbinde nachdem jeweils vorherrschenden Schönheitsideal zu formen oder besser gesagt, zu verformen. Nicht selten hinterließ die enge Schnürung der Taille auf bis zu 40 cm, bleibende Leibesschäden: gequetschte Organe, deformierte Brustwirbel und Wundstellen. Aller modischen Varianten zum Trotz blieb dabei die Betonung von Brust und Becken stets populär. Eine mögliche Erklärung für diesen Tatbestand, bietet die auf Fortpflanzung ausgerichtete Psychologie von Mann und Frau. ER wittert in hochgedrückten, prallen Brüsten und einem breiten Becken Vitalität und Fruchtbarkeit. SIE hingegen, erhofft sich in der Erfüllung dieser Kriterien bessere Chancen auf das Alpha -Männchen: groß und stark, potent und schlau, überlegen und reich. Frau, ob mit Abitur oder nicht, will Mann gefallen.
Doch nicht nur das Schönheitsideal hat sich über Jahrhunderte immer wieder neu definiert, auch die Ausführung des Mieders unterlag der fortwährenden Veränderung. Mal hinten, mal vorne geschnürt, mal mit Haken und Ösen als Verschluss. Ob als Bestandteil der Unterkleidung oder dekorativer Hingucker der Oberbekleidung, korsettartig versteift oder elastisch, das Mieder hat viele Gesichter.
Die Evolution des Mieders unter dem Einfluss sich wandelender Moden dokumentiert aktuell das Münchner Stadtmuseum in seiner sehr sehenswerten Ausstellung: “Silhouettenwechsel-Mode sprengt Mieder.”
Noch bis zum 16. Mai 2010.
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Posted: April 5th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Andy warhol, Ausstellung, Damien Hirst, Hamburger Kunsthalle, POP LIFE, Takashi Murakami | No Comments »

Foto: HYPE magazine
Die in Zusammenarbeit mit der Tate Modern in London konzipierte Ausstellung POP LIFE in der Hamburger Kunsthalle kann man getrost zu den Ausstellungshighlights des noch jungen Jahres zählen. Kunst, die ästhetisch und inhaltlich dem Zeitgeist entspricht und unsere Sehnsüchte auf das Vortrefflichste wiederspiegelt kommt an, wie die Besucherströme vergangenen Sonntag zweifelsfrei belegen.
Es gibt nur wenige Kunstwerke von solch ansprechend dekorativem Charakter wie die hyper-glamourösen Arbeiten von Damien Hirst, Jeff Koons und Takashi Murakami. Die geistigen Erben Andy Warhol’s haben längst verinnerlicht, dass die bereits in den 1960 er Jahren von ihm behandelten Themen Kommerz, Ruhm, und Status von unbegrenzter Gültigkeit sind. So inszenieren die heute lebenden Vertreter der Pop Art ihre Kunst als Luxusmarkenprodukt und wecken dadurch Begehrlichkeiten, wie die limitierte Auflage einer Louis Vuitton Tasche.
Tatsächlich bedient sich die Modebranche der gleichen Methoden zum Absatz ihrer Produkte wie einst die Künstler der Pop Art. So ist das Konzept von Keith Harings 1986 in New York eröffneten “Pop Shop”, in etwa vergleichbar mit den heutigen Flagshipstores bekannter Modelabels, wo Kunden in die Designphilosophie des Unternehmens abtauchen können. Haring selbst nutzte seinen Laden zur Vermarktung seiner Kunst und machte sie über bedruckte Merchandising Artikel einem breiten Publikum zugänglich.
Es gibt viele Parallelen zwischen den Mechanismen der Pop Art und dem Marketing der Luxusgüterindustrie. Andy Warhol war besessen von dem Gedanken berühmt zu sein und suchte die Nähe zu den Stars um sich an deren Seite selbst aufzuwerten. In ählnlicher Weise agieren auch Modefirmen, indem sie klassische Models in ihren Werbekampagen durch Hollywoodstars ersetzen. Die Selbstdarstellungssucht war Teil von Warhols Identität und auch hier ließe sich wieder ein Vergleich zum Hier und Jetzt ziehen, doch der Unterschied zwischen Warhol und der Generation Web 2.0 liegt in der Qualität der Darbietung. Während sich die selbst überschätzenden Narren in Castingshows oder auf YouTube zum Affen machen und meist nicht mehr anzubieten haben als Peinlichkeiten, verstand es Warhol seine prominenten Zeitgenossen mit Persönlichkeit, Individualität und vor allem Talent für sich zu gewinnen, und hob bekannte Gesichter der Showbranche in den elitären Stand der Kunst, indem er ihre Portraits mittels Siebdruckverfahren und leuchtenden Acrylfarben auf Leinwand verewigte. Durch die Matrix Narzissmus und Ehrgeiz aber eben auch Intellekt und Begabung wurde Andy Warhol selbst zur VIP.
Was den 1987 ermordeten Künstler aus bescheiden Verhältnissen mit den Lebenden verbindet ist das Streben nach Reichtum, Erfolg und sozialer Anerkennung, das kein Verfallsdatum kennt, ebenso wenig wie das Bedürfnis nach Schönheit und Sex. Der menschliche Trieb gesellschaftlich aufzusteigen ist in seiner Ausprägung von jeher unverändert geblieben, der Weg nach oben ist via Facebook und MySpace ist allerding demokratischer geworden.
Die Fragen wo stehe ich, was repräsentiere ich, was will ich und wer könnte ich sein, bewegen die Gemüter und treiben sie scharenweise in die Hamburger Kunsthalle. Diejenigen, die sich zu Beginn der Ausstellung in Jeff Koons goldfarbigen Kristallspiegel betrachten, dessen Silhouette einem Teddybären nachempfunden ist, sehen darin nicht nur sich selbst sondern auch die von Warhol angefertigten Portraits kreativer Kollegen wie David Hockney und Mick Jagger auf der gegenüberliegenden Seite und begreifen sofort: Life is Pop, damals wie heute!

- Hamburger Kunsthalle, Foto: HYPE magazine
POP LIFE, noch bis zum 09. Mai 2010
Hamburger Kunsthalle
www.hamburger-kunsthalle.de
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Posted: Dezember 11th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Juergen Teller, Kate Moss, Kunsthalle Nürnberg | No Comments »

credit: Kunsthalle Nürnberg
Rote Augen, kalkweisse Haut, unkonventionelle Handlungen bis hin zu obszönen Gesten und ein Setting, dass zwischen 70er Jahre Plattenbau Interior und Louis XIV Pariser Grand Hotels rangiert; willkommen in der Welt von Juergen Teller!
Der Fotovirtuose aus Bubenreuth bei Erlangen hat die Modefotografie revolutioniert. Nein, er ist nicht über Nacht zum Star geworden - das war harte Arbeit! Von der Münchner Fotoschule begibt er sich ohne Geld und Kontakte und mit mangelnden englischen Sprachkenntnissen nach London, um den großen Namen der Fotografie zu assistieren. Eine Ablehnung folgt auf die nächste, bis Nick Knight auf den begabten Provinzler mit dem brachialen Englisch aufmerksam wird und ihm eine Chance gibt.
Tellers stets mit Blitzlicht aufgenommenen Fotos, wirken auf den ersten Blick wie zufällige Schnappschüsse eines Laien, der sich über die bestehenden Lichtverhältnisse keine Gedanken macht, bevor er auf den Auslöser drückt. Doch Jürgen Teller, Jahrgang 1964, weiß genau was er will und betätigt den Auslöser erst dann, wenn seine Protaginsten etwas von sich preisgeben. Etwas, das sich lohnt in Pixeln für die Nachwelt zu konservieren. Mit diesem Anspruch schenkt Juergen Teller Models erstmals in der Geschichte der Modefotografie eine Seele. Ob der geschundene, nackte Körper von Kristen McMenamy oder eine rehäugige und verletzlich dreinblickende, ungeschminkte Kate Moss, die Stars präsentieren sich vor der Linse Tellers schutz- wie auch hüllenlos.
“Ein Foto ist gut, wenn es mich berührt” sagt Teller. Tatsächlich fotografiert niemand so wie er, so authentisch, so pur! Damit schuf Teller einen ganz eigenen Stil, der den Nerv der technoiden wie minimalistischen 1990er Jahre vortrefflich repräsentierte. Die Nürnberger Kunsthalle huldigt dem Fotografen nun mit ihrer aktuellen Ausstellung “Juergen Teller - Logisch”. Zu sehen sind neben älteren Werken auch neuere, bislang noch unebkannte Arbeiten aus dem Jahr 2009. So z.B. die Serie “Schlüssel im Schloss,” fotografiert auf Schloß Sankt Emmeram in Regensburg, dem Wohnsitz der Familie Thurn und Taxis. Elisabeth von Thurn und Taxis trägt hier die extravaganten Roben ihrer Mutter Gloria aus den 1980er Jahren zur Schau und wirkt darin fast ein wenig der Realität entrückt.
Sehenswert!
JUERGEN TELLER - LOGISCH
Kunsthalle Nürnberg
Lorenzer Straße 32
90402 Nürnberg
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Posted: Dezember 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Bozen, Brigitte Niedermair, Fotografie, Museion, Renate Hirsch Giacomuzzi | 1 Comment »

photo: (c) Brigitte Niedermair
Renate Hirsch Giacomuzzi muss sich niemanden mehr vorstellen, zumindest nicht in Südtirol. Die Society-Lady ist so etwas wie die Königin von Bozen. Das 100.000 Seelen Städtchen im Norden Italiens, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt, ist seit 30 Jahren ihr Zuhause.
Wo die Hirsch ist, sind die Paparazzi nicht weit. Ob Salzburger Festspiele, Wiener Opernball, Polo in Sankt Moritz oder Urlaub im sardischen Badeort Cala die Volpe, dank RTL Exclusiv, Leute heute und Bunte kennt man sie auch hierzulande.
Viel Privates ist nicht bekannt über die gebürtige Bayerin, die einst den schwerreichen Unternehmer Hans Giacomuzzi ehelichte, der sie ins beschauliche Bozen holte. Mitte der 1990er Jahre war Renate Hirsch gerngesehener Gast bei den Pariser Haute Couture Schauen, zählte sie doch lange Zeit zu den weltweit nur 300 illustren Kundinnen, die sich ohne einmal mit den geklebten Wimpern zu zuckern, Kleider zum Preis eins Mittelklassewagens gönnten. Heute präsentiert sie sich der Öffentlichkeit des Öfteren in reich verzierten Eigenkreationen und scheut sich nicht entgegen aller Spöttelei ihre pastellfarbenen Fantasiepelze zur Schau zu tragen. Fast Immer ohne Mann, dafür aber umso häufiger mit Sohn Leander im Schlepptau, schreitet sie über die roten Teppiche von München, Wien, Paris und Monaco!
Persönlichkeiten wie Renate Hirsch sind eine aussterbende Spezies. Eigensinnig, mondän und gesegnet mit einem unterhaltsamen Maß an Exzentrik, scheinen Frauen wie sie in einer Parallelwelt aus Glacé-Handschuhen, Bediensteten, Champagner und Operettenhäusern zu leben.
Ist es nur ein von den Medien erzeugtes reißerisches Zerrbild vom Lebensstil wohlhabender Berufsgattinnen, welches sich da in unseren Köpfen manifestiert hat? Legenden, basierend auf Spekulationen, oder doch die Realität einer Gesellschaftsschicht, die nur Wenigen zugänglich ist?
Näheren Aufschluss auf diese Fragen geben die Arbeiten der Meraner Modefotografin Brigitte Niedermair. Niedermaier hat Renate Hirsch Giacomuzzi ein Jahr lang begleitet und portraitiert. Entstanden ist eine Fotodokumentation, die Bozens schillerndste Persönlichkeit, nicht nur an öffentlichen Schauplätzen ablichtet sondern auch bei privaten Weihnachts- und Osterfeiern im eigenen Salon, beim Joggen oder in Tracht auf dem Münchner Oktoberfest zeigt.
Tatsächlich sind die “Lifestyle-Momente” Bestandteil von Hirsch´s täglicher Routine, die Niedermair mit der Kamera festgehalten hat. Jedoch überlässt Niedermaier nichts dem Zufall. Ihre Fotos sind akribisch geplant. Mittels Komposition und künstlerischer Erhöhung strebt sie nach der wahrhaftigen Darstellung ihrer Protagonisten und stellt dabei das Subjekt per se bzw. das was es repräsentiert in Frage.
Was ist hier Realität, was ist Fiktion und was Verfremdung? Aus der Dialektik zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit beziehen die Bilder Niedermairs ihre Spannung. Die endgültige Antwort auf die Frage, wer ist eigentlich Renate Hirsch Giacomuzzi, muss der Betrachter für sich selbst definieren.
Die 26 großformatigen Fotografien sind nun im MUSEION für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen zu sehen.
Ausstellung “MADAME HIRSCH” im MUSEION BOZEN
20.11.2009 - 17.01.2010
DANTESTRASSE 6
39100 BOZEN
WWW.MUSEION.IT
Di - So geöffnet von 10 -18h
Do bis 22h
Eintritt frei!
Die Fotoserie ist als Bildband im Kehrer Verlag, Heidelberg, erschienen. (siehe Abbildung) www.brigitteniedermair.com
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Posted: Oktober 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Brigitte, F.C. Gundlach, Grace Coddington, Martin Gropius Bau, Mode, Modefotografie, Models, Vogue | No Comments »

photo: Berliner Festspiele copyright: F.C. Gundlach
Eine große Retrospektive des deutschen Modefotografen F.C. Gundlach ist ab dem 20. November im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen. Angekündigt sind 350 Fotografien aus einer vierzigjährigen Schaffensperiode.
Der 1926 im hessischen Heinebach geborene Fotograf spezialisierte sich Mitte der 1950er Jahre auf die Modefotografie und arbeitete für die Magazine Film und Frau, Stern und Quick. 1963 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit der Frauenzeitschrift Brigitte, für die er bis 1983 die jeweils aktuelle Mode ablichtete und mehr als 160 Titelbilder schoss.
Gundlachs Aufnahmen sind kunstvoll aber niemals verkünselt, und so reflektieren sie auf besonders authentische Weise den Look ihrer Zeit. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass die Modepresse bereits in den Nachkriegsjahren keine Kosten und Mühe scheute, um Modeproduktionen in fernen Ländern durchzuführen. In den 1960er Jahren, als Flugreisen noch ein Privileg für Wenige darstellten, gewiss eine Besonderheit. Somit brachte F.C. Gundlach mit seinen Fotografien nicht nur die Mode in deutsche Wohnzimmer, sondern auch Glamour und Exotik. Dabei bediente er auch die Sehnsüchte von Millionen Bundesbürgerinnen. Dass das Modebusiness, lange bevor das Metier hip wurde und Modeleute mit Anglizismen um sich warfen, schon immer international orientiert war, belegt untenstehendes Foto mit dem nüchternen Titel: “Die neue Mode.”
Das Bild zeigt das Model Grace Coddington in einem Outfit von Missoni. Grace, die heutige Modechefin der US-Vogue mit dem flammend roten Haar, die durch die Filmdokumentation “The September Isssue” aus dem Schatten ihrer Chefin Anna Wintour allmählich heraustritt und mittlerweile auf eine eigene Fangemeinde zählen kann. Hättet Ihr sie erkannt?
Ausstellung: “F.C. Gundlach - Das fotografische Werk” ab dem 20. November im
Martin Gropus Bau Berlin

Model: Grace Coddington / copyright: F.C. Gundlach
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Posted: August 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Antwerpen, Ausstellung, Delvaux, Exhibition, Leather, Lugagge, Modemuseum | No Comments »

photo credit: Modemuseum Antwerpen
Eine Ausstellung des belgischen Reisegepäckherstellers DELVAUX ist ab dem 17. September im Antwerpener Modemuseum zu sehen. Die Unternehmensgeschichte reicht bis in das Jahr 1829 zurück. Das sind 180 Jahre Erfahrung und somit unter dem Gesichtspunkt der sich verändernden Ansprüche und Moden im Bereich Taschen, Koffer und Lederaccessoires sicherlich eine Ausstellung wert.
Diese legt den Fokus auf die Kunstfertigkeit und Qualität der Produktpalette. Wie eh und je, werden Delvaux Modelle in den besten Materialen und primär von Hand gefertigt. Da Modedesignerin Veronique Branquinho, die ihr eigenes Haus mangels Rentabilität im Frühjahr dieses Jahres schließen musste, nun als kreativer Kopf der der Firma fungiert, zehrt man nun vom einst hippen Image der Designerin und versucht Delvaux dadurch ein coolers Image zu verpassen. Angesichts der Tatsache, dass die Taschen des ehemaligen belgischen Hoflieferanten, mit Ausnahme einiger Herrenmodelle, eher bieder daherkommen nervt die übertrieben auf Wertigkeit und Tradition pochende, missionarisch kommunizierte Firmenphilosophie. Die Besinnung auf Nachhaltigkeit und Understatement, die sich seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise beinahe jedes Unternehmen auf seine Fahne geschrieben hat, mag souverän anmuten, bildet jedoch keinen Ersatz für eine mittelmäßige Optik seiner Erzeugnisse. Delvaux liefert zweifellos high quality, high fashion jedoch sieht anders aus!
Modemuseum Antwerpen
ModeMuseum Provincie Antwerpen - MoMu
Nationalestraat 28
2000 Antwerpen
België
Tel work 03 470 27 70
Fax work 03 470 27 71
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Posted: Juli 17th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Berlin, gay, Kunst, Pierre et Gilles | No Comments »

Pierre et Gilles
Die Bilder des Künstlerpaares Pierre et Gilles kennt eigentlich Jeder. Ihre farbig übermalten Fotos, zeigen Prominente wie Madonna, Nina Hagen oder Paloma Picasso vor opulent-verspielten Hintergründen, oder auch deftige pornografische Szenen, bei denen der Austausch von Körperflüssigkeiten nicht unsichtbar bleibt.
Homosexualität ist ein immer wiederkehrendes, zentrales Thema in den Arbeiten der beiden Kreativen. Doch Fotograf Pierre Commoy und Werbegrafiker Gilles Blanchard sind zu intelligent um sich auf die bloße Erstellung von Wichsvorlagen für Schwule zu beschränken. Die Provokation ihrer Arbeiten liegt im Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen. Religion und Sex sind für das Duo kein Widerspruch, im Gegenteil, die Akteure ihrer nachgestellten biblischen Szenen, sind nicht selten Pornodarsteller oder sichtbar schwule Jungs.
Mit ihrer Dauerreflektion über Popkultur, ihrer permanenten Gesellschaftskritik und der gleichzeitig selbstbewusst zur Schau getragenen Homosexualität, trafen Pierre und Gilles den damaligen Nerv der Zeit, was ihnen unzählige Aufträge zur Gestaltung diverser Magazin und Plattencover und somit auch Geld und Ruhm einbrachte. Pierre & Gilles gelang, was nur wenigen Künstlern gelingt: die Entwicklung einer eigenen Bildsprache mit hohem Wiedererkennungswert. Ihre Arbeiten sind unverwechselbar! Ab Mitte der 1990er Jahre wurde es ruhiger um die Zwei.
In dieser Dekade des Minimalismus, der political-correctness, des Unisex, des Synthetischen , war kein Platz für den Hedonismus der 80er Jahre. Heute, in Zeiten, in denen peinliche Selbstdarsteller Intimitäten und Abgründe freizügigst im Fernseh-Mittagsprogramm ausplaudern oder ihre Geschlechtsteile und sexuellen Präferenzen im Internet preisgeben, wirken die Bilder von Pierre & Gilles längst nicht mehr schockierend. Schön anzusehen sind sie immer noch, und darüber hinaus ein wertvolles Dokument einer längst vergangenen Ära, in dem Sexualität noch etwas lustvoll Verwegenes an sich hatte.
Im Berliner C/O ist vom 25. Juli bis zum 20. September 2009 eine große Retrospektive mit 80 großformatigen Arbeiten zu sehen. Dies ist die erste große Ausstellung außerhalb Frankreichs nach 15 Jahren Abstinenz in Deutschland. Die Ausstellung wird hierzulande nur in Berlin zu sehen sein.
PIERRE et GILLES RETROSPEKTIVE
C/O Berlin im Postfuhramt
Oranienburger Straße / Ecke Tucholskystraße
10117 Berlin
Vernissage: Freitag, 24. Juli, ab 19 Uhr
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Posted: Juli 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Catwalk, Düsseldorf, NRW Forum, Vogue | No Comments »

NRW FORUM DÜSSELDORF
Das NRW-Forum für Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf widmet sich in seiner neuesten Ausstellung mit dem Titel CATWALKS den dramatischsten Laufsteginszenierungen internationaler Top-Designer und untersucht dabei die Präsentationform des “Katzenstegs” im Kontext allgemeiner Modegeschichte wie auch der Gegenwart. Das Ausstellungskonzept selbst ist nicht weniger mondän.
So installierten die Kuratoren inmitten der Ausstellungsräume einen Catwalk, der den Besucher zu diversen Fashion Shows leitet, diese ihm in Form von Videoeinblendungen in 3D erscheinen! Partner der Ausstellung ist die deutsche Vogue, deren Chefredakteurin Christiane Arp, die Zusammenstellung der zu sehenden Arbeiten unterstützte.
Desweiteren zu sehen sind, die beliebten, fotografisch dokumentierten Straßenshots diverser Streetstyle Blogger, die aufgrund ihrer Authentizität, kommerziellen Modeunternehmen , bei der Erstellung ihrer Kollektionen immer öfter dienlich sind.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Magazin Großformat!
CATWALKS (26.07.09 - 01.11.09)
NRW-Forum für Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
Eintritt: 7,- Euro (ermässigt: 5,- Euro)

Dries van Noten Paris 2005
www.nrw-forum.de
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Posted: April 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Hüte, London, Stepehen Jones | No Comments »

Photography and copyright by: Peter Ashworth
“Ein Mann, der einem Hut hinterherläuft, ist nicht halb so lächerlich wie ein Mann, der einer Frau hinterherläuft”. Das Zitat des englischen Schrifstellers Gilbert Chesterton verdeutlicht vor allem eines: Der Hut hat Stil!
Vor allem wenn es sich um Exemplare des Britischen Starmodisten Stephen Johnes handelt, der seit 1980 zunächst Londoner Hipster, wenig später die komplette Modeszene, und schließlich auch internationale Stars mit seinen mondänen Kreationen begeistert. Der mittlerweile 52-jährige Brite hat nun im Auftrag des renommierten Victoria & Albert Museum eine umfassende Ausstellung zur Geschichte des Hutes kuratiert.
Für das Londoner V&A Museum, das über eine der bekanntesten und größten Kostümsammlungen weltweit verfügt, ist dies die erste Ausstellung, die sich komplett dem Thema Kopfbedeckungen widmet. Mit den Augen eines erfahrenen Hutmachers hat Stephen Jones mehr als 300 Hutmodelle aus aller Welt zusammengetragen, die nun in der Porter Gallery des Museums zu sehen sind. Die dargebotenen Stilrichtungen des Kopfputzes sind dabei äußerst vielseitig. Hier werden die komplette Bandbreite und Möglichkeiten Hut zu tragen verdeutlicht .
Die Ausstellung in Form einer barocken Gartenlandschaft gliederst sich in vier Abschnitte:
Die erste Sektion, Inspiration, öffnet mit Prince Alberts Zylinder und Queen Victorias Haube, und veranschaulicht wie die Vergangenheit unzählige Designer inspiriert hat. Den original historischen Modellen stehen die zeitgenössischen Hutinterpretationen der alten Stile gegenüber, wie die Baseball Kappe und die gewöhnliche Mütze.
Das Creation Department veranschaulicht in einem nachgebauten Hutmacher-Atelier wie Hüte traditionell gefertigt werden. Auch die üblicherweise verwendeten Materialen, Holzköpfe, Schnittmuster und Entwurfszeichnungen lassen sich hier begutachten.
Der Salon Abschnitt zeigt dramatische eye-catcher, die wir von den Haute Couture Schauen kennen. Zu sehen sind hier auch Modelle des anderen britischen Hutgottes Philip Treacy sowie Arbeiten für Balenciaga und Dior.
Das Klient-Segment stellt Hutkreationen aus, die bereits berühmte Häupter geziert haben. Darunter die von Boy George und Madonna . Aber auch Modelle aus bekannten Filmen, wie die zwei von Cecil Beaton entworfenen Hüte für My Fair Lady, ein Balmain Hut, getragen von Ava Gardner und das Barett von Marlene Dietrich sind zu bestaunen.
Eine umfangreiche Schau, die auch die letzten Zweifler ermutigt ein Statement mittels Hut abzugeben, zumindest für den Moment. Hut zu tragen ist niemals lächerlich! Das Lächeln der Einen ist letztlich nur der nicht offen zugegebene Ausdruck stiller Bewunderung für den Anderen, schon allein weil sein Träger mehr Mut braucht als der, der es vorzieht unbehütet durch die Stadt zu wandeln.
Zur Ausstellung ist ein Buch erschienen mit dem Titel: Hats: An Anthology, erhältlich im Shop des Victora & Albert Museums.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Mai 2009
V&A South Kensington
Cromwell Road
London SW7 2RL
Opening times 10.00-17.00 daily, Friday 10.00-22.00
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Posted: April 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Kunst, Wolfgang Joop, Wunderkind | No Comments »

Wolfgang Joop
Dem blitzgescheiten Designer mit der flinken Zunge und dem Mut gesellschaftliche Mißstände einprägsam auf den Punkt zu bringen, widmet die Kunsthalle Rostock ab dem 09.05. eine umfassende Ausstellung. Diese versteht sich, nach Angaben des Museums, nicht als Retrospektive sondern als Momentaufnahme, die anhand unterschiedlicher Objekte die kreative Energie des Modeschöpfers verdeutlicht.
Wolfgang Joop ist Modemacher, Illustrator, Kolumnist, Autor, PR-Genie und würde vermutlich in zahlreichen weiteren Disziplinen ebenfalls erfolgreich bestehen, hätte er die Zeit, sich noch in anderen Gefilden zu bewegen. Mit Joop! hat Wolfgang Joop längst nichts mehr gemein. Sein Fokus liegt auf Wunderkind. Dieses behutsam und bedächtig aufgebaute Modehaus, dem der eingedeutschte Begriff Label nicht gerecht wird, haftet ihm doch der Charakter von Massenware und lautem Marketinggeschrei an. Qualität und Exklusivität sind die Konstanten auf denen seine Mode heute basiert. Besinnung auf das Wesentliche und das Bekenntnis zur deutschen Herkunft ist die Haltung, die Wolfgang Joops Schaffen seit dem Launch von Wunderkind prägt. In diesem Kontext fertigte der Allround-Kreative eine textile Installation, die im Rahmen der Ausstellung erstmals öffentlich zu sehen sein wird. Weitere Details bezüglich der Ausstellung folgen in Kürze. ?
http://www.wunderkind.de
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Posted: April 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Designer, Hussein Chalyan, London, Modedesign, Schlagwort hinzufügen | No Comments »

Photo by Chris Moore
Ein Tisch der zum Rock wird, ein Kleid aus LED Leuchten, so wie eine, per Knopfdruck wandelbare Körperhülle aus Materialien des Flugzeugbaus.
Für den auf Zypern geborenen Designer Hussein Chalayan ist Mode mehr als nur ein Stück Stoff zum anziehen. Seine Annäherung an die Thematik ist künstlerischer, intellektueller Natur. Auch ein Grund, warum einzelne Entwürfe bei den Kuratoren von Modeausstellungen immer wieder Berücksichtigung finden. Der Designer fertigte seine erste Kollektion 1994 und debütierte ein Jahr später zum ersten Mal bei der London Fashion Week. Der 39jährige Chalayan wird in der Öffentlichkeit häufig als Konzept - Designer wahrgenommen, dessen Kleidung eher untragbar ist. Doch hier fühlt sich der Kreative missverstanden und verweist darauf, dass dies eine verzerrte Sicht der Dinge sei , die ihren Ursprung in der weltweiten Konzentration auf seine Showpieces hat. Diese haben zwar den geringsten Anteil innerhalb seiner Kollektionen, erregen aber die größte mediale Aufmerksamkeit. Chalyans Designphilosphie basiert auf der Erkundung bestimmter Themenaspekte, die er auf eigene Weise modisch interpretiert. Bei der Realisation seiner Ideen hilft ihm ein zwölfköpfiges Team. Das Ergebnis sind traumhafte textile Gebilde, innovative aber dennoch tragbare Kleidung, die die Idee hinter der Kollektion erkennen lässt. Für derlei Leistungen wude Chalayan bereits zweimal mit dem British Fashion Award als “Designer oft he Year” ausgezeichnet. Das renommierte Designmuseum in London zeigt nun eine umfassende Auswahl an Arbeiten Chalayans der letzten 15 Jahre. Die Retrospektive, die von der deutschen Firma Puma gesponsert wurde und bei der Chalayan als Creative Director für Sport Fashion seit 2008 unter Vertrag steht, ist noch bis zum 17. Mai 2009 zu sehen.?
Design Museum
28 Shad Thames
London SE1 2YD
United Kingdom
Office 020 7403 6933
info@designmuseum.org
Öffnungszeiten
täglich, von 10.00 -17.45
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Posted: März 31st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Martin Margiela, Michel Comte, Sonia Rykiel | No Comments »

FLICKR - styleserver
Paris: SONIA RYKIEL “Exhibition”
Das 40-jährige Firmenjubiläum des 1968 gegründeten Modehauses Sonia Rykiel feiert das Museum Les Arts Décoratifs mit einer großen Retrospektive der Grande Dame des Pariser Chic. Kollektionsteile, Modefotografien und Videos von Rykiels Schauen geben einen Überblick über das Lebenswerk der Designerin und Strickvirtuosin.
Nur noch bis zum 19. April 2009
Museum Les Arts Décoratifs - Mode et textile
107, rue de Rivoli , 75001 Paris, France,
Phone: +33 (0)1 44 55 57 50
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- Photo by Marina Faust
München: Maison Martin Margiela “20″ - Die Ausstellung
Dass man auch ohne lautes Marketinggeschrei in einer eher nach Aufmerksamkeit und Ruhm gierenden Branche bestehen kann beweist Martin Margiela. Einer der Intellektuellsten unter den zeitgenössischen Modemachern kann nun auf 20 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Aus diesem Anlass widmete das Haus der Kunst dem Belgier nun eine eigene Ausstellung. Diese zeigt anspruchsvoll in Szene gesetzte De-Konstruktionen des Avantgarde Designers, die deutlich machen, dass Mode mehr ist als nur ein nettes Taftkleid.
Haus der Kunst, Prinzregentenstrasse 1 , 80538 München, Phone: +49 (0)89 21127-113
http://www.hausderkunst.de
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New York: “The Model as Muse: Embodying Fashion”
Mit dem Euro gingen die Models! Die Ära der Supermodels war mit der Jahrtausendewende definitiv vorbei. Der bis dato anhaltende Hedonismus in der Mode musste einer neuen Nüchternheit weichen, in der Absicht im Zuge der Globalisierung mehr Umsatz zu generieren. Die noch in den 90er Jahren des 20. Jahrhundert hochbezahlten Models wie Claudia Schiffer, Linda Evangelista oder Christy Turlington wurden ersetzt durch Celebrities als Werbeträger und farblose Mädchen, die man in jeder Mensa einer Fachhochschule findet. Was ihnen fehlt ist das, wonach wir uns in diesen mageren Zeiten sehnen: Persönlichkeit. Das mag der Grund sein warum 2009 die alte Garde der Top-Models gefragt ist wie eh und jeh. Naomi und Kate waren ohnehin nie weg vom Fenster, und nun erleben auch ihre Kolleginnen Crawford, Patitz, Hall und Auermann ein Comeback. Grund Genug für Harold Koda, Kurator am Metropolitan Museum in New York, eine Ausstellung ins Leben zu rufen die sich mit der Rolle des Models als Muse beschäftigt und deren nachhaltigen Einfluss auf unsere Wahrnehmung sowie die gesellschaftliche Definition von Schönheit beschäftigt.
The Model as Muse: Embodying Fashion, 6.Mai - 9. August 2009
1000 Fifth Avenue at 82nd Street
New York, New York 10028-0198
Information: 212-535-7710
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Düsseldorf: MICHEL COMTE Retrospektive
Seit Jahren präsentiert das NRW Forum in Düsseldorf hochkarätige Ausstellungen zu den Themen Mode und Fotografie. Aktuell widmet das direkt am Rhein gelegene Museum dem berühmten Modefotografen Michel Comte eine umfassende Retrospektive. Zu sehen sind mehr als 300 Fotografien aus den Bereichen Mode, Portrait und Reportage, von 1979 bis heute. Comte fotografierte nahezu alle Celebrities und arbeitet regelmäßig für die bedeutendsten Modemagazine wie Vogue und Vanity Fair. Auch das berühmte Nacktfoto von Carla Bruni, die nach ihrem Aufstieg zu Frankreichs First Lady, eine Veröffentlichung der Aufnahme vergeblich zu verhindern versuchte . Das Foto wurde im April 2008 vom Auktionshaus Christies für $ 91.000 Dollar versteigert.
MICHEL COMTE Retrospektive läuft bis zum 10.05.2009 im
NRW FORUM, Ehrenhof 2 , 40479 Düsseldorf, Tel. 0211 8926690, www.nrw-forum.de
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