Posted: Januar 23rd, 2012 | Author: Lukas Blasberg | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Antwerpen, Austellung, Avantgarde, Modedesign, Walter Van Beirendonck | No Comments »

Dream the World Awake
Noch bis zum 19. Februar zeigt das Modemuseum Antwerpen mit „DREAM THE WORLD AWAKE“, die erste große Retrospektive des exzentrischen Modedesigners Walter Van Beirendonck.
Bekannt wurde der Belgier als er 1988 erstmals bei der London Fashion Week seine im wahrsten Sinne des Wortes „ausgefallene“ Mode präsentierte. Es folgte die regelmäßige Präsentation seines Labels W.&L.T. (wild and lethal trash) im Rahmen der Pariser Prêt-à-Porter Schauen. Hierbei zeigt er sich, zu den im Vergleich eher zurückhaltenden Defilees seiner Kollegen, von Beginn an unangepasst. Van Beirendonck schickte bereits Teddybären, Männer in Röcken, übergewichtige Models und Pferde über den Laufsteg und konfrontiert bis heute mit seiner ganz eigenen Art der Übertreibung und Ironie den Mainstream mit sich selbst.
Inspiriert von Technologie, Kunst, Pop, Porno oder Politik kennt Van Beirendonck keine Tabus. Progressive Modemagazine wie „Dazed & Confused“ oder „Purple“ widmen seinen gesellschaftskritischen Kollektionen da gerne schon mal ganze Fotostrecken. Für den roten Teppich sind seine Entwürfe meist zu schrill, doch klöppelte Van Beirendonck 1997 immerhin den Mitgliedern der Band U2 bizarre Bühnenkostüme für ihre PopMart Worldtour auf den Leib. Neben seiner regulären Arbeit als Modemacher unterrichtet Van Beirendonck an der Antwerpener Modeakademie, jener Institution, an der er selbst einst ausgebildet wurde.
Grund genug, ihm eine eigene Ausstellung zu widmen, in der Besucher einen Einblick in die Arbeitsweise des Querdenkers erhalten und die wichtigsten Stationen seiner Kariere anhand von signifikanten Kollektionsteilen der vergangenen 30 Jahre nachvollziehen können.
Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10.00- 18.00 Uhr. Weitere Informationen hier: http://www.momu.be
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Avantgarde, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Patrick Mohr, Zelt | No Comments »
An Patrick Mohr scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Die einen preisen ihn als das vielversprechendstes Talent der deutschen Modeszene, die anderen blicken fast schon mit Abscheu auf seine bislang nicht gerade massenkompatiblen, semi-konzeptionellen Entwürfe im “Sack und Asche Look”.

Foto: HYPE MAGAZINE
Doch nach der Präsentation seiner Kollektion für den kommenden Winter fiel der Applaus im Fashion-Zelt am Bebelplatz, durch die Stuhlreihen hinweg, deutlich verhalten aus. Mit Ausnahme einzelner “Wuo-Wow-Wah-Zwischenufe” seiner unerschütterlichen Fanbase. Ob es an der sonoren Musik lag sowie dem meditativen Schritttempo seiner Models beim Gang über den Laufsteg, oder schlicht und ergreifend an der Enttäuschung darüber, dass Mohr dieses Mal auf jegliche Provokation verzichtete, stattdessen, aufgrund neuer Firmenstrukturen, erstmals “kommerzielle” Kollektionsteile zeigte?
Nach wie vor reizvoll: die optische Aufweichung der Geschlechtergrenzen, ein kontinuierliches Prinzip in Mohrs Arbeit, wird durch das uniforme Make-up und die langen zurückgekämmten Haare seiner Models deutlich, insbesondere aber durch die zugklebten Münder und abgedeckten Augenbrauen. Typisch feminine und maskuline Elemente, die von der Form des Mundes und der Augenbrauen ausgehen werden so auf einen neutralen Nenner gebracht. Patrick Mohr benennt das Thema seiner Kollektion deshalb auch mit dem Begriff “eineiig”.
Die Erstellung einer Kollektion auf der Basis eines selbstgewählten Themas, dient Designern in der Regel dazu den roten Faden während der Kollektionserstellung nicht aus den Augen zu verlieren. Im Falle von Patrick Mohr war dieser am Mittwoch jedoch nicht erkennbar. Doch gerade Mohrs Verweigerung die Erwartungen seiner Anhängerschaft zu erfüllen, die scheinbare Unbekümmertheit über die Meinung Anderer sowie die Konsequenz mit der er seinen Idealen folgt sind genau jene Faktoren, die zumindest Berliner Bloggerinnen aufgeregt den Schauen Patrick Mohrs entgegenfiebern lassen.
Patrick Mohr ist nicht wirklich zu fassen. Er polarisiert, sowohl mit Fusselbärten und Alien-artigen Köpfen, wie bei seiner Show im Juni 2010 , als auch mit alltagstauglichen Kleidungsstücken, wie jetzt im Rahmen seiner aktuellen Show, unter dem salomonischen Titel “Monovular” vorgestellt.
Fazit: Es scheint als befinde sich der in München ansässige Modemacher augenblicklich in einer Art kreativem Schwebezustand. Wo geht’s lang, Herr Mohr? Die Antwort darauf bleibt Patrick Mohr dem Publikum bis zur nächsten Fashion Week schuldig.
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Posted: Januar 5th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Avantgarde, Gastro, Kubitscheck, Modedesigner, Muenchen, Patrick Mohr, Torte | No Comments »

Designer Patrick Mohr und sein Tortenentwurf Photo: Gunter Bieringer
Aber bitte mit Sahne! Oder doch besser ohne, wäre schließlich Schade wenn der läppische Schlag des Zucker-Eiweiß-Schaums die strenge Form, der von Modedesigner Patrick Mohr entworfenen Torte beeinträchtigte. Nein, das “Fashion-Gebäck” -Mascarpone-Johannisbeer-Salatgurke- muss optisch wie kulinarisch pur genossen werden!
Geometrische Formen bilden das Markenzeichen Mohrs und so ziert dessen Biskuit-Kreation auch ein kleines rotes Dreieck aus einer marzipanähnlichen Masse. Serviert wird das gute Stück ausschließlich im Münchner Szenecafé “Das Neue Kubitscheck” in München.
“Das Neue Kubitscheck”, Gollierstraße 14, 80339 München, cafe-kubitscheck.de
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Posted: August 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Avantgarde, DJ HELL, Mode, Party, Patrick Mohr, Szene, T-Shirt | 1 Comment »
An Patrick Mohr scheiden sich die Geister -Blogger, Laien und Fachpresse gleichermaßen. Die einen halten ihn als Designer für überbewertet, die anderen Bewundern ihn als großen Avantgardisten, der sich dem Mainstream verweigert.
Man bedenke, dass selbst Comme des Garçons Gründerin Rei Kawakubo bei ihrer ersten Fashion Show , 1981 in Paris, für ihren abgerissenen Hiroshima-Chic ausgebuht wurde und heute als DIE Innovatorin der Mode gilt, mit der so ziemlich jedes Unternehmen gerne mal eine Kooperation begehen würde, um das eigene Image aufzupolieren.
Nach außen scheinbar unbeirrt von alldem, geht Patrick Mohr seinen Weg. Dieser führt ihn morgen Abend erst einmal in den Münchner Stadtteil Giesing. Dort wird der Modemacher seine neue T-Shirt Kollektion im ehemaligen Karstadt/Hertie Haus vorstellen. Unterstützt wird er dabei von DJ HELL, der den Anwesenden nach erfolgter Präsentation musikalisch ordentlich einheizen wird.
Ort: ehemaliges HERTIE Warenhaus, Tegernseer Landstraße 64, 81541 München, Start: 22 Uhr
patrickmohr.net
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Posted: August 4th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Avantgarde, Boutique, China, Gareth Pugh, Hong Kong, Ice House Street, shopping, Store | No Comments »

photo: by courtesy of Gareth Pugh
Designtalent Gareth Pugh, 29, hat seinen ersten Store eröffnet, jedoch nicht in seinem Heimatland Großbritannien oder an seinem Firmensitz im schicken Paris, sondern im fernen Hong Kong.
Modebewusste Chinesen haben erwiesenermaßen ein Faible für extravagante Kollektionen. Unkonventionelle Labels wie Jean-Charles de Castelbajac, Agatha Ruiz de la Prada, Walter van Beirendonck, die in westlichen Ländern nur geringfügig bis gar nicht erhältlich sind, kommen bei den Einwohnern der Volksrepublik China bestens an, bieten ihnen die ausgefallenen Looks eine Möglichkeit sich vom aufgezwungen Konformismus der autoritär kommunistischen Regierung zumindest optisch abzugrenzen. Gute Umsätze scheinen Pugh angesichts seiner mondän-exzentrischen Ouftits mit seinem Shop in der Ice House Street also garantiert. Der komplett in schwarz gehaltene Laden mit futuristisch-minimalistischer Innenarchitektur beeindruckt vor allem mit einer LCD-Bildschirmwand im hinteren Teil des Shops, welche an das Internet angeschlossen ist und es Gareth Pugh erlaubt, wahlweise Videos von seinen Schauen zu präsentieren, sich via Live Cam bei seiner Arbeit in Paris zusehen zu lassen oder Fotos und Zeitungsausschnitte in einer sich abwechselnden Bilderfolge zu zeigen. Nice!
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Posted: August 3rd, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Art, Avantgarde, Central Saint Martins, Concept-Designer, Hussein Chalayan, Lisson Gallery, London, Modedesigner | No Comments »

Designer Hussein Chalayan
„Einige meiner Kleider könnte man auch einfach an die Wand hängen,” sagt Hussein Chalayan über seine Entwürfe und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Statt wie seinesgleichen ausschließlich Kleider für den Laufsteg zu produzieren und diese von den Anna Wintours dieser Welt beäugen zu lassen, wandern seine Kreationen wohl genauso oft ins Museum, wie in die Schränke von Fashion-Victims.
Seit Jahren überzeugt sein experimentierfreudiges Schaffen die Fachleute aus der Kunst- und Modeszene gleichermaßen. Kritiker bezeichnen seine Kleider gerne als untragbar, Liebhaber sprechen von genialen Kunstwerken. Vielleicht wird dem gebürtigen Zyprioten deshalb am 8. September 2010 eine Ausstellung in der Londoner Lisson Gallery gewidmet. Geplant sind unter anderem eine Installation und ein Film, der Elemente aus Musik, Design und Kunst vereinen soll. „Ich hatte schon immer einen interdisziplinären Anspruch… die neue Arbeit ist da nur eine logische Fortführung,” betont der in der britischen Hauptstadt ansässige Modedesigner. Dass Hussein Chalayan mehr sein will, als ein Modeschaffender und es versteht, seine Entwürfe perfekt und zugleich originell zu inszenieren, wurde schon im Jahre 1997 deutlich. Als einer der ersten Designer schickte er damals Models in sexy Kleidern, aber mit komplett verschleiertem Gesicht über den Catwalk. Ein Gegensatz, der Mode vom rein Ästhetischen wegführte und sie zum Instrument einer künstlerisch-politischen Botschaft machte. Die provokative Schau trug Früchte. Prompt wurde der Central Saint Martins Absolvent für mehrere internationale Ausstellungen gebucht.
In den Jahren 1999 und 2000 wurde Chalayan wiederum mit dem Titel Designer of the Year der British Fashion Awards ausgezeichnet. Grenzgänger Hussein Chalayan ist einer der wenigen Designer, dessen Werke es schon zu Lebzeiten als Exponate in die großen Museen geschafft haben. Insofern blicken wir am 8. September gespannt nach London, wenn die Lisson Gallery ihre Pforten öffnet, um Hussein Chalayans neuestes modisch-künstlerisches Cross-over zu präsentieren. (Text: Martina Klose)

Hussein Chalayan, Afterwords 2000. Image by courtesy of Chris Moore
Lisson Gallery, London
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