Über das Verhältnis von Model Baptiste Giabiconi und seinem Entdecker Karl Lagerfeld wird viel spekuliert. Handelt es sich hier um eine Liebesbeziehung, eine Freundschaft, oder doch bloß um eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Model und Designer?
Der Meister schwärmt in Interviews zwar in höchsten Tönen von dem zwanzigjährigen Beau aus Marseilles und pusht dessen Kariere wie zuvor nur seine eigene, doch zur Frage welcher Natur die Verbindung zwischen den Beiden tatsächlich ist, bezog der Modemacher bislang keine Stellung. Eine wesentlich eindeutigere Sprache sprechen da schon die zahlreichen Fotos, die Lagerfeld in den vergangenen zwei Jahren quasi in Akkordarbeit von seinem Zögling geschossen hat. Sie zeigen Baptiste häufig nackt, mal in Stilettos, mal mit Faust im Mund – erotische Posen dirigiert von Kaiser Karl.
Eine Auswahl der besten Motive bietet der im Mai bei Steidl erscheinende Bildband “The Beauty of Violence”. Karl Lagerfeld “The Beauty of Violence”, Steidl Verlag, 96 Seiten, 34 Euro
Wer mit derartigen Beauty-Genen gesegnet, ist wie Supermodel Naomi Campbell der schafft es auch nach 20 Jahren im Business noch auf das Cover hipper Lifestyle-Magazine.
Auf der Dezember Ausgabe des amerikanischen Magazins Flaunt zeigt die mittlerweile 39-jährige Engländerin mit Hang zu unkontrollierten Wutausbrüchen, in einer kunstvoll inszenierten Aufnahme des Starfotografen David LaChapelle dem Modelnachwuchs, das Persönlichkeit mehr zählt als das zweite Lebensjahrzent.
Das Foto ist Bestandteil einer Ausstellung LaChapelles mit dem Titel “The Rape of Africa” und nimmt Bezug auf Boticellis Gemälde Venus & Mars von 1483, darin geht es um Zähmung der kriegerisch-männlichen Aggression durch den besänftigenden Einfluss der liebenden Frau. Die fotografische Umsetzung dieser Thematik durch David LaChapelle besticht durch eine moderne, kritische Sichtweise. Zu sehen ist eine in Schönheit erstarrte Naomi Campbell als schwarze Venus, die Göttin der Liebe, die machtlos ihrer Rolle als männliches Eigentum ausgeliefert zu sein scheint und daher handlungsunfähig der Zerstörung ihres Landes zusieht, während Männermodel Caleb Lane in der Rolle des Mars, Gott des Krieges, sich auf seinen Plünderungen ausruht.
(c) David LaChapelle “The Rape of Africa”
FLAUNT “The Eden Issue – Nothing lasts forever” erhältlich bei SODA in München
Zur Ausstellung THE RAPE OF AFRICA ist ein gleichnamiges Buch erschienen:
36 pages, 30,5 x 24,5 cm, published by the Alex Daniels-Reflex Gallery.
Preis: € 47,00 über Colette Paris
Steven Meisel hat in den vergangenen 21 Jahren lückenlos alle Covers der italienischen Vogue geschossen, und damit das Image der Modezeitschrift, wie auch die weltweite Wahrnehmung vom Stil der Italienerinnen, entschieden geprägt. Der neue Bildband “THREE HUNDRED AND SEVENTEEN & COUNTING” dokumentiert alle Titelcovers, die der Modefotograf für die italienische Ausgabe der international vertretenen Modebibel von 1988 bis zur Fertigstellung des Buches im Jahre 2009 inszeniert hat, und liefert somit 317 gute Gründe um umgehend die € 49,00 Euro in den limitierten Wälzer zu investieren. Und während wir uns noch über die Veröffentlichung einer solch außergewöhnlichen Bildsammlung freuen, shootet Mr. Meisel bereits weitere Modestrecken für das prestigeträchtige Modeblatt.
Zur Veröffentlichung des schicken Coffe Table Books “Louis Vuitton – Art, Fashion and Architecture” (HYPE berichtete) hat das Luxusunternehmen zusammen mit der Webdesignerin und Künstlerin Camille Scherrer eine sehenswerte Videoanimation erstellt, die Lust macht auf eine Entdeckungsreise durch die zahlreichen Projekte des Hauses Louis Vuitton. Ein beeindrucker Aufwand um den Verkauf eines Buches anzukurbeln!