An den Haaren herbei gezogen

Posted: Januar 16th, 2012 | Author: Lukas Blasberg | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

Bob Recine zählt gegenwärtig zu den angesagtesten Hairstylisten der Modebranche und das hat seinen Grund: der Starfigaro zaubert die außergewöhnlichsten Hairstyles für internationale Zeitschriften wie Vogue, i-D oder das V Magazin. In seinem frisch erschienenen Bildband “Alchemy of Beauty” zeigen u.a. Aufnahmen von namhaften Fotografen wie Mario Sorrenti, Frisuren, die dem Betrachter vor Begeisterung buchstäblich die Haare zu Berge stehen lassen.

Alchemy of Beauty

Wer die Arbeit von Hairstylist Bob Recine kennt, weiß, dass sein Horizont nicht hinter Waschen, Schneiden, Föhnen endet. Seine Arbeit ist mehr Kunst am Kopf als alltagstauglich. Den Promis, allen voran Lady Gaga, gefällt’s. Sie und noch zahlreiche andere Celebrities schwören auf das Handwerk des Meistercoiffeurs und dessen Philosophie: die Frisur als ultimativer Ausdruck von Individualität!

Mit seinem Bildband gewährt Recine all denen, die bei ihm keinen Termin bekommen einen Einblick über sein Schaffen. Als Anhänger der “alles-was-nicht-niet-und-nagelfest-ist-Schule” türmt er die Zöpfe und Locken seiner Kunden zu der Schwerkraft trotzenden Höhen auf, meist ergänzt mit Unmengen an Kopfhörern, Sonnenbrillen und  Play-Doh Knete.

Eine optisch beeindruckende Ansammlung aus Zeichnungen und Collagen, die neben den bereits bekannten Magazinveröffentlichungen auch jede Menge an bislang unveröffentlichtem Material enthält.

Bob Recine, Alchemy of Beauty, erschienen bei Damiani, 164 Seiten, ca. 50 Euro

 

 


Zeitgeist in Buchform: The Berlin Fashionweek Photodiary #3 erscheint Ende September

Posted: September 13th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Auch Starfotograf Terry Richardson (re.) besuchte dieses Jahr die Berlin Fashion Week

Eine Dokumentation der Berliner Modewoche in Bildern, ungeschönt und gerade deshalb so sehenswert, bieten Fotograf Marc Schuhmann und Art-Director Joern Toellner mit ihrem Phototagebuch. Den Blick hinter die Kulissen gewähren Szenen aus den Backstageareas, von den Anproben und Model-Castings aber auch aus den Ateliers der Kreativen.

Eindrücke gibt es in Ausgabe #3 aus dem Umfeld der jungen Modeschaffenden wie Perret Schaad, Lala Berlin und Vladimir Karaleev. Gespickt mit Kommentaren, Randnotizen und Essays beabsichtigt “The Photodiary” trotz subjektiver Bildauswahl eine authentische Wiedergabe der Ereignisse rund um das Modespektakel der deutschen Hauptstadt zu liefern, schließlich verstehen Schuhmann und Toellner ihr Werk nicht etwa als werbendes Lookbook sondern ganz klar als eine Art Tagebuch. Dessen Inhalt teilen Sie im Gegensatz zum klassischen Tagebuchschreiber allerdings mit bis zu 400 Interessierten, denn größer ist die Auflage ihrer absichtlich schlicht gestalteten , fadengehefteten und in Velours gebunden Publikation nicht. Ihr Realitätsanspruch manifestiert sich auch im Verzicht auf die Nachbearbeitung ihrer Bilder, diese übrigens allesamt mit analogen Suchkameras statt digitaler high-tech Gerätschaften aufgenommen werden.

Mit dieser Arbeitsweise stellen sich die beiden Macher bewusst gegen die digitale Bilderschwemme, die der Siegeszug des Internets mit sich gebracht hat und bei der man Bilder so schnell vergisst, wie man sie angeklickt hat. Diese Haltung und das  mit ihr verknüpfte Resultat, The Photodiary, wurden so dann auch im Juli dieses Jahres mit dem Red Dot Design Award in der Kategorie “communication design” ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

“The Berlin Fashionweek Photodiary #3″ erscheint Ende September / Anfang Oktober im Verlag seltmann+söhne und ist u.a. über die Website thephotodiary.de zu beziehen oder so an illustren Verkaufspunkten wie COLETTE, MICHALSKY GALLERY und DO YOU READ ME?!

Preis: 34,90 Euro

Bild: ©THEPHOTODIARY™ via absolution PR Berlin

 


“Get a Life” von Juergen Teller

Posted: April 24th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

photo by: Juergen Teller / by courtesy of Steidl

Wenn ein Unternehmen sein Produkt fotografisch in Szene setzen lässt und die Bilder anschließend öffentlich verbreitet, bezeichnet man das allgemein als Werbung. Diese drängt sich einem meist völlig ungewollt, dafür aber garantiert kostenlos auf; mal als fies gelayouteter, dünnblättriger Prospekt im Briefkasten, mal als Pop-up Banner beim Surfen durchs Internet oder eben als Werbeanzeige in diversen Printpublikationen.

Modedesignerin Vivienne Westwood hingegen setzt noch auf ein anderes Konzept um auf die Kleider ihres Hauses aufmerksam zu machen. Die Grand-Dame der britischen Modeszene schlüpft in ihre eigenen Klamotten, stülpt diese gleichsam auch ihrem Lebensgefährten Andreas Kronthaler, Model Tati Cotilar und Maleeeboo-Ikone Pamela Anderson über und lässt sich als Trash-Quartett vor Graffiti-Kulisse ablichten; von Jürgen Teller! Somit wird Werbung in den Stand der Kunst erhoben und verdient es, fein gebunden und nicht etwa billig geheftet, an den Endverbraucher gebracht zu werden. Als Erfüllungsgehilfe dient in diesem Falle Steidl, der Kunstbuchverlag aus Göttingen, bei dem auch Lagerfeld all seine Foto-Bücher herausbringt. Wer also die Spring/Summer Kollektion aus dem Jahr 2010 von la Viv’ rückblickend begutachten will, dem bietet der Band mit dem Titel “Get-a-Life” ab sofort die Möglichkeit dazu.

Spannend: das Buch beinhaltet bislang unveröffentlichte Bilder und diese sind gemäß Tellers Einstellung zur digitalen Bildbearbeitung : “Wer will schon eine Puppe ficken?”, nicht retuschiert. Absolut sehenswert.

Juergen Teller: Get A Life. Steidl, Göttingen 2011. Englisch, 32 S., 34 farbige Abb., Softcover, 14 €.
ISBN: 3-86930-117-4


CHANEL: neue Biographie mit Zeichnungen von Lagerfeld

Posted: März 21st, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

photo: Steidl

Und noch ein Buch, das unsere Aufmerksamkeit erregt, wie eben alles, was aus dem Verlagshaus Steidl kommt und den Namen Lagerfeld trägt.

Die Biographie “Coco Chanel – Legende und Leben” der Autorin Justine Picardie hat es sich zur Aufgabe gemacht Wahrheit und Dichtung in der Lebensgeschichte von Gabrielle Chanel auseinander zu klamüsern und sich in ihrem Werk auf die Darstellung der Wahrheit zu beschränken. Zu diesem Zwecke erhielt die Journalistin, die u.a. für die britische Vogue und Harpers Bazaar schrieb, angeblich als erste Journalistin überhaupt unbegrenzten Zutritt zum Chanel-Archiv. Warum das Hause Chanel das Vorhaben der Entmythisierung seiner Firmengründerin unterstützen sollte bleibt fraglich, verkaufen sich doch Parfums und Stepptaschen mit den berühmten ineinander verschlungenen Initialen der Modeschöpferin nicht zuletzt auch durch all die extravaganten kleinen, teils widersprüchlichen Anekdoten rund um ihr Leben, bestens.

Karl Lagerfeld, seines Zeichens die lebendige Personifizierung der Marke CHANEL, scheint jedoch Gefallen an der inhaltlichen Aufbereitung gefunden zu haben, steuerte er zur Bebilderung des Buches, trotz vollster Vollbeschäftigung, Illustrationen aus eigener Hand bei.

Über einen Mangel an erhältlichen Biographien über ihr Leben und ihre Arbeit, ob nun cineastischer oder textlicher Natur, könnte sich Mademoiselle Chanel , würde sie noch leben, nicht beklagen. Wir tun es auch nicht und freuen uns über das 400 Seiten starke Buch mit den wunderschönen Zeichnungen des Kaisers.

“Coco Chanel – Legende und Leben” von Justine Picardie, erschienen bei LSD (Steidl), ca. 58 €

Und das sagt die Autorin über die Intention ihres Buches



Claude Montana ist zurück- zunächst nur in Buchform!

Posted: März 18th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Das Buchcover

Fast wäre es uns entgangen, doch dank der Kunstbuchhandlung Walther König sind wir doch noch auf den schon im November 2010 erschienenen Bildband über das Leben und Werk von Modedesigner Claude Montana aufmerksam geworden.

Claude Montana, das ist das in Vergessenheit geratene Modegenie. Mit finanzieller Unterstützung des Textilproduzenten “Juan Ferrer & Sentis” präsentiert Montana 1976 seine erste Kollektion unter eigenem Namen in einem Pariser Teehaus Namens Angelina. Eine Sternstunde. 19 Jahre nach der Entdeckung Yves Saint Laurents hatte Frankreich endlich wieder ein neues Wunderkind.

Drei Jahre nach seinem Fashion-Debut gründet Montana schließlich seine eigene Firma “Montana S.A.”. Seine messerscharfen Schnitte, die Streamline- Silhouette samt asymmetrischer Säume, die überdimensional großen Krägen, die bis zu den Ellenbogen reichenden Lederhandschuhe und natürlich die Herkules-Schultern, die, wie die veredelten und hautengen Biker-Lederjacken, zu seinem Markenzeichen wurden, prägen das modische Erscheinungsbild einer ganzen Dekade. Die Verarbeitung von Leder zu edlen, optisch ansprechenden Kleidungsstücken gilt als sein Spezialgebiet. Nur Montana war in der Lage, Frauen in Lederkluft von Kopf bis Fuß nicht nuttig aussehen zu lassen. In seinen Entwürfen verzichtete er auf Muster und setzte dafür auf brillante wie auch ungewöhnliche Farbnuancen. Mauscheltöne wie Senfgelb, staubiges Korallenrot oder frostiges Lavendel etwa.

Als Designer hat sich Montana 2002 ohne jemals seinen offiziellen Rückzug zu verkünden von der Modewelt abgewandt. Zwar existiert noch eine Website des Unternehmens, die jedoch nur Bildmaterial aus alten Tagen bietet. Unter der angegebenen Telefonnummer des Firmenstandortes hebt bei Anruf tatsächlich jemand den Hörer am anderen Ende der Leitung ab. Doch Fragen nach Montanas Verbleib bleiben unbeantwortet. Derlei Geheimniskrämerei heizt die Spekulation um seine heutige Existenz natürlich an. Öffentlich zeigte sich der  der scheue Modemacher bei einer Signierstunde für sein Buch im Pariser Teehaus Angelina, jenem Ort an dem er einst sein Fashiondebut gab.

Gerüchte von Drogenabhängigkeit und Verarmung drehen schon seit langer Zeit ihre Runden. Gelegentlich sieht man ihn noch als Gast auf diversen Modeveranstaltungen der alten Fashionelite von Paris, wie bspw. dem 100-jähigen Geburtstag der Couturienne Madame Carven vor anderthalb Jahren. Dabei trägt der Designer noch immer die Modelle seiner alten Kollektionen. Außer den Paparazzi-Bildern von solchen Veranstaltungen gibt es von ihm kein neues Bildmaterial. Sein letztes Pressefoto stammt aus den 90ern und wurde neben dem Einleitungstext seines Buches abgedruckt. Die Welt soll ihn in Erinnerung behalten als das, was er einmal wa: ein Moderevoluzzer.

Außerdem hält Jean-Jaques Layani, aktueller Inhaber der Firma Montana, ein Comeback der Marke noch für möglich, das allerdings schon seit 9 Jahren. Ob er dabei mit der Unterstützung des Firmengründers rechnen kann ist fraglich. Dieser erklärte in einem Interview mit WWD anlässlich seiner Buchveröffentlichung:

Ich habe kein übermäßiges Interesse am aktuellen Modegeschehen, einfach weil alles nur noch auf Basis geschäftlicher Notwendigkeiten entschieden wird. Um ehrlich zu sein, sträuben sich mir beim Wort Business die Haare. Natürlich wäre es wunderbar, zurückkehren, aber hierzu muss mir etwas in eine konkreten und akzeptablen Weise angeboten werden.

“Montana: Fashion Radical”, von Claude Montana und Marielle Cro, erschienen bei Thames & Hudson, 192 Seiten, Hardcover, € 39,99



ROBERTO CAVALLI: Ein Bildband zum Firmenjubiläum

Posted: Januar 31st, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Angeblich würden ihn die Schnösel in den Mailänder Modesalons aufgrund seiner einfachen Herkunft nicht mögen, behauptete Modedesigner Roberto Cavalli einst in einem Interview mit der Zeitschrift Stern.
Ist doch wurscht Herr Cavalli! Erstens weiß kaum jemand, was man sich unter einem Modesalon vorzustellen hat, zweitens kennt niemand die Namen der hochwohlgeborenen Lackaffen, die Sie damals mit ihrem Snobismus so verletzt haben mögen; Ihren hingegen schon.

In der Welt der Mode haben Sie sich ihren eigenen Weg gebahnt – und das sehr erfolgreich. Nach 40 Jahren im Geschäft und mit einem Jahresumsatz im dreistelligen Millionenbereich dürfen Sie jedweden Neid als höchste Form der Anerkennung werten. Wer Ihnen Eitelkeit vorwirft, dem können Sie getrost entgegnen, dass Sie sich 4 Jahrzehnte Zeit gelassen haben, Ihr erstes Buch über sich selbst zu veröffentlichen. Die gehypten Rodarte-Mädels hingegen haben selbiges nach nur 5 Jahren im Business getan.

Auf gerade mal 200 Seiten Ihres seit einer Woche erhältlichen Bildbandes, feiern Sie Ihr bereits 40 Jahre andauerndes kreatives Schaffen, bei dem Sie stets flankiert waren von den schönsten Frauen der Welt, denen Sie sich als einer der wenigen heterosexuellen Modedesigner nicht nur auf geistiger Ebene verbunden fühlen. Gewiss, Animal-Prints auf Seide und allen erdenklichen Ledersorten, waffenscheinpflichtige Ausschnitte, Tigerzahn-Ketten und Goldarmreifen bis zu den Ellenbogen sowie Stickereien in byzantinischer Opulenz sind nichts für die Mehrheit der nüchtern, sachlich orientieren Nordeuropäer. Umso stärker versteht man Ihre Philosophie auf Ibizia, in St.Tropez und überall dort, wo man zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang dem “Dolce Vita” frönt.

Wetten, dass auch Ihre Kollegen einen heimlichen Blick in Ihren Prachtband werfen. Bebildert mit Fotografien von Mert Alas und Marcus Piggot und von Fabien Baron, dem Gott unter den Art-Direktoren, der 1992 Madonnas SEX-Buch gestaltete, optisch aufgehübscht, kommt man daran in diesem Frühjahr einfach nicht vorbei!

Roberto Cavalli
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Rizzoli
ca. 65,00 Euro
ISBN-10: 0847836096
ISBN-13: 978-0847836093


Das Phototagebuch zur Berlin Fashion Week

Posted: Januar 6th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

The Photo Diary

The Photo Diary / Photo by: Marc Schuhmann

Wir alle lieben Bilder, die uns an der besonderen Intensität bestimmter Situationen teilhaben lassen, die einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Erst recht, wenn es sich dabei um zugangsbeschränkte Veranstaltungen wie die Berlin Fashion Week handelt, die in knapp zwei Wochen wieder beginnt.

Der Band “The Fashionweek Photodiary #2” ist eine Art Photo-Tagebuch, dass Geschichten rund um die Berliner Modewoche im Juli 2010 in Bildern aus nächster Nähe erzählt und dabei viele überraschende Details offenbart. Neben Aufnahmen von den Events etablierter Labels wie Michalsky und Calvin Klein beinhaltet die Publikation auch Bildmaterial von den Schauen aufstrebender Nachwuchstalente, wie bspw. Michael Sontag.

Die abgebildeten Fotos von Initiator Marc Schumann und drei weiteren Berliner Fotografen wurden ausschließlich analog fotografiert. Nichts was auf ihnen zu sehen ist, wurde konstruiert oder gar verfremdet – eine wahre Besonderheit im digitalen ergo manipulativen Zeitalter.

Vor einem Jahr wurde die erste Ausgabe des Bildbandes in einer Miniauflage von 50 Exemplaren lanciert, die zweite Ausgabe glänzt nun mit einer Auflage von 400 Exemplaren und erscheint am 20.01.2010 im Verlag Seltmann+Söhne.

Format 14×19 cm, 192 Seiten,
Hardcover in schwarzem Velours, Fadenheftung, 127 Photographien
in Schwarzweiß und Farbe, Begleittexte in deutscher und in englischer Sprache,
ISBN 9783934687936, Preis: 34,90 €.

thephotodiary.de


DOLCE & GABBANA LASSEN DIE HÜLLEN FALLEN!

Posted: Januar 6th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

photo: Rizzoli

Eigentlich braucht es keinen guten Zweck um sich den neuesten Bildband von Dolce & Gabbana zuzulegen. Die darin zumeist völlig nackten oder nur mit knappen Höschen bekleideten “Muscle-Marys” sind allein Grund genug, die ca. 50 Euro für das 252 Seiten starke Werk hinzublättern. Trotzdem geht ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf an das Projekt “Euploos”, welches Gelder sammelt um die Kunst-Bestände des Florentiner Kunstmuseums Online katalogisieren zu können.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens ihrer Männerkollektion wundert es schon ein wenig, oder auch nicht, dass Domenico Dolce und Stefano Gabbana den Mann, ihren Mann, eher aus- als angezogen feiern. Homoerotische Komponenten sind unübersehbar.

In Bruce Weber’scher Manier inszenierte Fotograf Mariano Vivanco die führende Riege männlicher Topmodels von David Gandy über Noah Mills bis hin zu Madonna’s Ex-Toyboy Tony Ward, mal in schwarz-weiß, mal in Farbe. Allen gemeinsam sind ein perfekter Körper und vollendet symmetrische Gesichtszüge. Einen Meilenstein in der Geschichte der Modefotografie setzt Vivanco mit “Uomini” sicherlich nicht, dennoch ist das Resultat nett anzuschauen.

“Uomini” by Dolce & Gabbana, über Rizzoli, erhältlich ab 8. Februar 2011


CHANEL No.5 – gelüftete Geheimnisse, Halbwahrheiten und kollektive Fantasien

Posted: Dezember 2nd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Eigentlich scheint zum Duftklassier “No. 5″ aus dem Hauses CHANEL bereits alles gesagt, doch Tilar J. Mazzeo, Professorin für Anglistik und Autorin des jüngst erschienen Buches The Secret of Chanel No. 5: The Intimate History Of The World’s Most Famous Perfume beansprucht darin tatsächlich noch neue Erkenntnisse zur Historie des wohl weltweit populärsten Parfums zu Tage zu fördern und zwar von dessen Geburt im Jahre 1921 bis hin zu dessen heutigem Status als Duftikone.

Und dass, wenn man den Kritikern ihrer 304 Seiten starken Publikation Glauben schenken darf, auf höchst anspruchsvolle gleichwohl unterhaltsame Weise. Indem Mazzeo das Duftwässerchen in einem Kapitel zu seiner Entstehung von der Biographie seiner berühmten Auftraggeberin abkoppelt und somit dessen ganz eigene Geschichte anhand von historischen Fakten erzählt, -selbst entwickelt habe Mademoiselle Chanel den Duft nämlich nicht sondern vielmehr ein Parfumeur namens Ernest Beaux- avanciert der Band zur Pflichtlektüre für Parfumliebhaber und Chanel-Fans.

Zu beziehen bspw. über amazon.de ab 19,99 €


CHANEL von Jean Leymarie – Neuauflage eines Klassikers

Posted: November 29th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Modeliebhaber und Büchersammler aufgepasst: Wer bislang vergeblich versuchte in Besitz des 1987 erstmals veröffentlichten Bildbandes von Kunsthistoriker Jean Leymarie mit dem schlichten Titel “CHANEL” zu gelangen, der kann sich nun zeitraubende Stöbereien in Antiquariaten danach sparen. Denn, passend zur Weihnachtszeit hat der französische Verlag “Éditions de la Martinière” eine Neuauflage des opulenten Fotobuches herausgegeben. Die englischsprachige Version erschien in den USA beim Abrams Verlag und in England bei Thames & Hudson.

Das Buch beleuchtet das kreative Umfeld der Modelegende Coco Chanel zu Beginn ihrer Kariere und untersucht den Einfluss ihrer Künstlerfreunde wie Jean Cocteau, Picasso und Dali auf ihr eigenes Leben sowie ihren einzigartigen Stil. Der 246 Seiten starke Fashion-Wälzer kann ab sofort zum Preis von ca. 99 Euro bspw. über Amazon bestellt aber natürlich auch im klassischen Buchhanel erworben werden. Hartgesottene Fans von Erstauflagen müssen natürlich weiterhin stöbern.


BUCHFUND: KINDER ENTDECKEN MODE mit KARL LAGERFELD

Posted: November 4th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Karl Lagerfeld und Kinder, das will nicht so recht zusammenpassen. Umso erstaunter war ich, als ich in der Hamburger Kunst-Buchhandlung Sauter+Lackmann, nebenstehendes Taschenbuch entdeckte.

Découvre la Mode de Karl Lagerfeld” von Nadine Coleno dokumentiert auf gerade mal 32 Seiten eine Aktion des Kaisers im Jahre 2003. Darin zeigt der Meister einer Gruppe Steppkes wie eine Modekollektion zustande kommt. Die Kleinen durften Monsieur Lagerfeld bei der Fertigstellung der “Lagerfeld Gallery Kollektion” für die Saison Frühjahr/Sommer 2004 über die Schulter schauen und teilweise auch selbst Hand anlegen.

Ob eines der 5 Kids heute bereits Modedesign studiert? Neben interessanten Einblicken in Lagerfelds Pariser Atelier bietet das Buch noch ein pikantes Detail: so ist  Arnauld Maillard, Lagerfeld´s ehemalige rechte Hand und Studioleiter, von dem Lagerfeld seit dessen Veröffentlichung eines Enthüllungsbuches nichts mehr wissen möchte, auf einigen der Fotos zu sehen.

“Découvre de la Mode de Karl Lagerfeld” von Nadine Coleno, Editions du Regard


Chicks on Speed “Don’t Art, Fashion, Music”

Posted: Oktober 14th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »
Photo: über Müller & Zenone PR, Berlin

Photo: über Müller & Zenone PR, Berlin

Die gekonnte Verbindung von Mode, Kunst und Musik ist das Markenzeichen von Melissa Logan, und Alex Murray-Leslie, besser bekannt unter dem Namen “Chicks on Speed”.

Das Frauenduo war ursprünglich mal ein Trio, welches sich 1997 in München zu einer Band zusammenschloss und Ende der 90er mit ausgefallenen Performances zu elektronischer Musik und in eigens kreierten Bühnenkostümen sowohl der Kunst- und Modewelt, wie auch der Musikbranche neue Impulse lieferte.

Kennengelernt haben sich die Gründungsmitglieder übrigens während eines Austauschstudiums an der Münchner Kunstakademie. Ihr künstlerisches Schaffen wird nicht nur von Anhängern ihrer Musik bejubelt sondern auch von Experten des internationalen Kunstbetriebs kompromisslos anerkannt. So sind und waren ihre Arbeiten regelmäßig in renommierten Museen, wie bspw. dem Bilbao Fine Arts Museum, zu sehen. Logan und Murray-Leslie betrachten sich nicht ausschließlich als Musikerinnen sondern vielmehr als Kollaborationskollektiv, dem sich je nach Projekt wechselnde Künstler anschließen.

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Bildbandes “Chicks on Speed: It’s A Project” im Jahr 2004, erscheint am 2.November 2010, eine zweite Publikation über die multidisziplinären Arbeiten der Künstlerinnen. “Chicks on Speed: Don’t Art, Fashion, Music” konzentriert sich auf selbst entworfene Objekte der letzten 5 Jahre, wie dem hier zu sehenden “E-Shoe”, einer Kreuzung aus E-Gitarre und Stiletto, der beim Tragen tatsächlich Gitarrenklänge von sich gibt . Fantastisch!

Chicks on Speed: Don’t Art, Fashion, Music, Verlag: Booth-Clibborn Editions , London 2010, 240 S., mit 200 farbigen Abbildungen, Paperback, Preis ca. 25 Euro

chicksonspeed.com


LOUIS VUITTON’s Koffergeschichten

Posted: September 17th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION SHOPPING | Tags: , , , | 1 Comment »

louis-vuitton-100-legendary-trunks1Louis Vuitton weiß wie man alte Koffer im Gespräch hält. Man widmet ihnen einfach einen monumentalen Bildband: “Louis Vuitton, 100 Legendary Trunks” befasst sich mit der Enstehungsgeschichte von 100 fabelhaften Reisekoffern aus dem Hause Louis Vuitton. Über 600 Bilder, sowohl aus dem Firmenarchiv als auch neue, eigens für das Buch geschossene Aufnahmen, zeigen u.a. Gepäckstücke, die speziell für prominente Persönlichkeiten wie Hollywood Legende Douglas Fairbanks, Modeschöpferin Jeanne Lanvin, Karl Lagerfeld, Sharon Stone oder Damien Hirst angefertigt wurden.

Erhältlich ab Oktober 2010, 540 Seiten , ca. 120 €


Am anderen Ende vom Laufsteg: BACKSTAGE blickt hinter die Kulissen der Berlin Fashion Week

Posted: August 5th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | 1 Comment »

Backstage, erschienen bei teNeues, photo: teNeues Verlag

Backstage, erschienen bei teNeues, photo: teNeues Verlag

Verspeisen Models wirklich nur ein Salatblatt am Tag, haben Designer vor den großen Schauen Lampenfieber und arbeiten Friseure und Make-up Künstler tatsächlich bis zum Umfallen? Ihr wolltet schon immer mal hinter die Kulissen der Berlin Fashion-Week blicken, konnten euch aber nie Zugang zu dem Getümmel hinter dem Vorhang verschaffen?

Macht nichts – der Berliner Fotograf Claudius Holzmann hat in den vergangenen Jahren alles für Euch eingefangen, was sich im inoffiziellen, nämlich hinteren Trakt des größten deutschen Modespektakels abspielt: im sogenannten Backstagebereich, sozusagen eine Mercedes Benz Fashion Week “unplugged”.

Dort wo den Models stundenlang die Haare gemacht werden, wo nur Insider die Laufstegbeauties ungeschminkt und ungestylt zu Gesicht bekommen. Während sich „draußen” Heerscharen von Objektiven um die Laufstege drängelten, gab sich Holzmann mit den weniger glamourösen Momentaufnahmen zufrieden, die der perfekten Gesamtinszenierung einer Modewoche vorausgehen. Models, die sich in sekundenschnelle in ihre Outfits zwängen, Visagisten, die Mannequins im Akkord abpudern, kleine Pannen bei den Proben – es gibt nichts, was dem renommierten Modeprofi verborgen blieb und  nicht mindestens genauso schön und anmutig ist, um es für immer auf Fotopapier zu bannen.

Seit den Anfängen der Berlin Fashion Week fing Holzmann authentische Szenen mit seiner Kamera ein. Aus 40 000 Fotografien hat er 120 Aufnahmen ausgewählt, die die Atmosphäre und Dramatik hinter dem Laufsteg am besten wiedergeben. Das Buch ist nicht nur ein Must-have für Fashionjunkies. Der Bildband über die Modewoche mit den meisten Ecken und Kanten unter den weltweiten Fashion Weeks, ist nun für rund 39 Euro im Handel erhältlich.

BACKSTAGE von Claudius Holzmann, Verlag: teNeues,  € 39,00


J`adore Dior! Was uns Haute Couture zu sagen hat…

Posted: Mai 6th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Dreaming of Dior

Dreaming of Dior

Welche Frau wäre nicht gerne im Besitz einer Haute Couture Robe? Charlotte Smith besitzt gleich 3000 Stück davon und ist bereit, ihre üppige Garderobe mit anderen zu teilen…

Die Australierin hat das, wovon Millionen Frauen ihr Leben lang träumen. Brokat, Spitze, Pailletten, Tüll im Überfluss. Insgesamt 3000 Edelroben aus 2 Jahrhunderten zählen zu ihrem Besitz. Vor sechs Jahren bekam sie eine beachtliche Kleidersammlung von ihrer Patentante vermacht. Das Lebenswerk einer Modenärrin, die spendablen High-Society-Ladies immer mal wieder eine Robe abgeknöpft hat. Das Ergebnis: Modegeschichte pur, in Form von besonders exquisiter Stücke von Dior, Chanel und Co.

Allerdings wanderte die mondäne Vintage Sammlung nicht in Charotte Smiths persönlichen Kleiderschrank– als Kuratorin der Fashion and Textile Gallery in Sidney verhalf sie den Edelroben aus den Jahren 1790 bis 1995 mit einer Ausstellung zu neuem Glanz. Da jedes dieser Couture Kleider eine Geschichte erzählt, hat die modebegeisterte Charlotte Smith die Anekdoten Ihrer Patentante jetzt zu Papier gebracht– „for grown up girls“ wie sie sagt. „Dreaming of Dior“ heißt das Buch, das wirklich keine Wünsche offen lässt und den Leser in den tristen Zeiten der Finanzkrise ein wenig Ablenkung beschert und gedanklich in das Märchenreich fantasievoller Haute Couture entschweben lässt.

Dreaming of Dior – every dress tells a story“ von Charlotte Smith

19.99 Euro über www.amazon.de


Enthüllungsbuch: YVES SAINT LAURENT – EIN BÖSER JUNGE?

Posted: Februar 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

"Saint Laurent - Bad Boy!

"Saint Laurent - Bad Boy!

Marie Dominique Lelièvre ist eine ehemalige Modejournalistin und hat ein Buch über Frankreichs Nationalheiligtum Yves Saint Laurent geschrieben, dass das Gentlemen Image der Modeikone gehörig auf den Kopf stellt. Demnach war Saint Laurent´s Leben gezeichnet von Depressionen, einem intensiven Alkohol- und Drogenkonsum, und Beziehungseskapaden mit seinem Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé.

Geschichten dieser Art, über das Privatleben des 2008 verstorbenen Modeschöpfers sind nicht neu. Es war nie ein Geheimnis, dass der Pariser Modegott an Depressionen litt, Drogen nahm und schwul war. Auch wenn Letzteres im Modemikrokosmos mit Sicherheit kein Problem darstellt, so fiel es Yves Saint Laurent zeitlebens schwer seine eigene Homosexualtät zu akzeptieren. Einen möglichen Grund hierfür, sieht die Autorin im arabischen Kulturkreis, dem der in Algerien geborene Saint Laurent entstammt, wo Homosexualität als Sünde gilt und entsprechend geächtet wird.

Es sind die detaillierten Ausführungen bekannter Schwächen, die Monsieur Saint Laurent nun in einem neuen Licht erscheinen lassen. Aus über 50 Interviews mit ehemaligen Weggefährten Saint Laurents, darunter Mitarbeiter, Models, Verwandte und Ärzte schuf Lelièvere das Portrait einer herrischen und stets kränkelnden Diva, die im betrunkenen Zustand schon mal mit Aschenbechern nach umstehenden Personen schmiss.

Pierre Bergé weigerte sich der Autorin auch nur ein einziges Interview zu gewähren und bezeichnete das Werk, ohne es gelesen zu haben, als “Ansammlung von unverifiziertem Klatsch und Tratsch.”
“Aber ist das wirklich?” fragte daraufhin Laura Craik vom Londoner Evening Standard in ihrer Buchrezension.

Prominente, ob nun Schauspieler, Sänger oder Modedesigner, haben ein Image zu verteidigen, dass maßgeblich ihren Marktwert bestimmt. Verständlich das Pierre Bergé, der mit dem Namen Yves Saint Laurent auch nach dessen Ableben noch gute Geschäfte macht, das Ansehen seines Lebenswerks unbefleckt halten will.

Verständlich ist aber auch, dass Menschen Interesse haben an einer authentischer Berichterstattung über Personen, die als gesellschaftliche Leitfigur gelten, zu denen sie aufschauen und deren Produkte sie kaufen.  Zuckersüße PR-Texte und schöngeistige Philosophien über das Künstlergenie hingegen, sind weder glaubwürdig noch zeitgemäß. Reality-Formate und Casting-Shows haben den “Weg zum Ruhm” längst entmystifiziert. Talent ist da nur die halbe Miete. Teenager, die das Internet als Plattform zur Selbstvermarktung nutzen, haben dies längst begriffen, Pierre Bergé offenbar noch nicht. Legenden sind eben auch nur Menschen, so auch “Bad Boy” Yves Saint Laurent!

Marie-Dominique Lelièvre, “Saint Laurent Mauvais Garcon”
Verlag: Flammarion / Preis: 19.00 €
(bisher nur in französischer Sprache)


VITA PRADA!

Posted: Januar 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

VITA PRADA

VITA PRADA

“I don´t think I´m as big a bitch ay you think, but I had fun reading it”, ein Buch welches mit solch einem Satz von einer der bedeutendsten Modemacherinnen der Gegenwart kommentiert wird, muss über einen enormen Unterhaltungswert verfügen. Vita Prada ist eine, im  vergangenen Dezember in Italien erschiene Biographie über Miuccia Prada.

Der Inhalt wurde von Signora Prada nicht autorisiert, gelesen hat sie das Werk trotzdem. Laut Auskunft derjenigen, die den Schmöker ebenfalls gelesen haben, strotzt das Buch geradezu mit emotionsgeladenen Anekdoten, die das urmenschliche Bedürfnis nach Klatsch und Tratsch, Glamour und Drama befriedigen. Beschrieben wird z.B. die Szene wie Miuccia´s Gatte in einem unkontrollierten Wutausbruch, die Spiegel im New Yorker Miu Miu Store mit einem Gegenstand zertrümmert haben soll, mit der Begründung: “because they make everybody look fat”.

Der Verfasser ist nicht, wie man bei unautorisierten Büchern leichtfertig vermuten könnte ein beliebiger Schmierenfink. Im Gegenteil: Gian Luigi Paracchini ist gesetzte 62 Jahre alt, studierter Politikwissenschaftler und seit etwa 12 Jahren Mode-Korrespondent bei Italiens größter Tageszeitung, Corriere della Serra, welche international einen absolut seriösen Ruf genießt. Seinen journalistischen Anspruch entsprechend investierte Paracchini viel Zeit um das Leben von Frau Prada und ihrem temperamentvollen  Partners Patrizio Bertelli, der interessanterweise immer nur als “Mann von” betitelt wird, zu recherchieren.

Herausgekommen ist ein 204 Seiten starkes Buch über das gegenwärtig die gesamte italienische Modebranche spricht.

VITA PRADA von Gian Luigi Paracchini Baldini Castoldi Dalai / € 22,00
(bisher nur in italienischer Sprache)


KARL LAGERFELD GANZ PRIVAT

Posted: August 12th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

KARL von Paul Sahner / mvg Verlag

KARL von Paul Sahner / mvg Verlag

Nach der im Juni erschienenen deutschen Version des Enthüllungsbuches “Karl Lagerfeld und Ich”, indem Lagerfelds langjähriger Assistent Bruno Maillard, die Leser über den ausgeprägten Narzissmus und andere Marotten des Designers informiert, legt nun Bunte Chefreporter und Society Experte Paul Sahner mit einem weiteren Buch über den Modegott nach.

Die Publikation trägt den schlichten Titel “KARL”  und erscheint am 17. August im mvg Verlag. Laut Verlagsangaben ist das Buch eine Ansammlung der skurillsten und spannenden Geschichten aus den Begegnungen zwischen  Lagerfeld und dem Star-Autor. Eigentlich wurde über Karl Lagerfeld schon alles gesagt.  Zwar kann man von den scharfzüngigen Kommentaren und Bon Mots des Kaisers nicht genug bekommen, dass ein Journalist  jedoch mehr über den Modeschöpfer herausfinden konnte, als dieser  bereits schon bei Kerner, Beckmann & Co. wiederholt  von sich selbst preisgegeben hat, ist kaum vorstellbar. Lagerfeld ist, wie er selbst in zahlreichen Interviews immer wieder eingeräumt hat, eine Kunstfigur, die sich selbst erschaffen hat. Eine authentische, intime Annäherung an den Chanel Chefdesigner scheint nahezu unmöglich. Bei Paul Sahner, dem mitunter berühmtesten Gesellschaftsreporters des Landes, ist es vor allem dessen Blickwinkel, der häufig  ein abweichendes   Bild von dem dem öffentlichen Image seines prominenten Gegenübers offenbart.

Am 20.08. liest Paul Sahner persönlich im Hugendubel in den Fünf Höfen München aus seinem Werk. Alle anderen können Paul Sahner aber ebenfalls erleben: am 18.08. im ARD-Morgenmagazin und am 22.08. bei DAS! im NDR.

Karl Lagerfeld über Claudia Schiffer und Yves Saint Laurent: „Claudia sagt, sie hätte bei Yves Saint Laurent die Eleganz entdeckt. Ich kann verstehen, dass dieser Modeschöpfer für sie interessant ist: Da weiß sie endlich, wie sie aussehen wird, wenn sie so alt ist wie ihre Mutter Gudrun.” HERRLICH!

KARL von Paul Sahner, mvg Verlag,  € 24,90 (ab 17. August im Handel)


KARL LAGERFELD – EIN BUCH VOLLER ENTHÜLLUNGEN

Posted: Mai 4th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Courtesy of Randomhouse

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Karl Lagerfeld kennt jeder – zumindest die Kunstfigur, die der wohl berühmteste Modeschöpfer der Gegenwart von sich selbst geschaffen hat und mit geschliffenen Worten regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert.

Bei derart außergewöhnlichen Persönlichkeiten würde man gerne mal hinter die Kulissen schauen. Dieses Bedürfnis befriedigt Arnauld Maillard, Lagerfelds ehemalige rechte Hand und Leiter des Studios “Lagerfeld Gallery” in Paris. Sein bereits im September 2007 veröffentlichtes Buch “Merci Karl” erscheint nun am 20. Mai im Heyne Verlag unter dem Titel “Karl Lagerfeld und Ich” in deutscher Sprache.

Darin gewährt der Autor dem Leser Einblicke in die Arbeitsweise des Chanel-Chefdesigners und offenbart laut Verlag Insiderwissen über Labels und Geschäftspraktiken der Modebranche. Arnauld arbeitete insgesamt 15 Jahre für das Unternehmen Lagerfeld und weiß somit aus erster Hand, wie kaum ein Anderer, aus dem Leben des Modezaren zu berichten.

Über die Kündigung seines langjährigen Assistenten war Karl Lagerfeld übrigens not amused. Spannende Lektüre garantiert.

9,95 € / ab 20. Mai im Heine Verlag