Inspiriert vom einst hippen Image des Duftklassikers “ck one” plant die Warnaco Inc., ihres Zeichens Inhaber der Calvin Klein Unterwäsche-Sparte und darüber hinaus Lizenznehmer für die Marken Calvin Klein Jeans und Calvin Klein Swimwear, den Launch einer neuen Lifestylemarke unter dem Namen “ck one”.
Durch die Vermittlung des “ck one” Lebensgefühls beabsichtigt das in New York ansässige Unternehmen einen jüngeren, modebewussten Kundenkreis von Männern und Frauen an die Marke zu binden und dadurch zusätzliche Umsätze zu generieren.
Doch was für ein Lebensgefühl ist hier gemeint? “ck one” avancierte kurz nach seiner Markteinführung im Jahre 1994 zum ultimativen Eau de Toilette der Dekade und beansprucht der weltweit erste Unisex Duft zu sein. Dass, was kennzeichnend für die 90er Jahre steht, spaltet sich stilistisch in zwei Lager. Auf der einen Seite Proll-Ästhetik, vertreten durch Raver in Flokati-Schlaghosen und “Girl-Poooower” kreischende Mittdreißigerinnen im Mottoshirt – natürlich bauchfrei, auf der anderen Seite sündteurer Minimalismus in crème, ivory und nude, simply simplicity als Schlagwort und Helmut Lang als Stilguru einer intellektuellen Avantgarde, die ihre Bisexualität als Zeichen progressiver Lebensführung zur Schau trägt. Aus genau diesem Nostalgie-Pool bedienen sich die Gestalter der “ck one” Linie und versuchen den damaligen Zeitgeist in zeitgemäße Kollektionsteile zu übersetzen.
Während vor allem die Unterwäsche aus dem Hause Calvin Klein dank eines sexy Packagings und knackiger Testimonials wie Kellan Lutz, kollektiven und klassenübergreifenden Kultstatus genießt, leidet das Image der ck-Jeans Linie noch immer unter ihrer Distributionspolitik der 90er, als es die Hosen plötzlich auch in der Metro und Real Supermärkten zu kaufen gab, zum Schnäppchenpreis versteht sich. Auch die Plagiatsschwemme aus der Türkei und Tunesien trug erheblich zur Inflation der “Designer Jeans” bei.
Die Absicht den Hip-Faktor der ck-Parfums und Underwear nun auch auf weitere Textilien zu übertragen wirkt allerdings schon im Ansatz ein wenig holprig. Zum einen, weil Kleidungstücke auf denen der Name eines Duftwassers prangt immer auch der Ruch des Werbegeschenks anhaftet, zum anderen, da das Fischen nach kreativem Input in einer Zeit die emotional und stilistisch eher nüchtern ergo unspannend war, im Gegensatz zu den 70ies, nichts Originelles verheißt.
Um die ersehnte modebewusste Klientel, die heutzutage auch eine aufgeklärte Klientel ist, zu binden müsste die Kollektion überdurchschnittlich innovativ sein. Falls nicht, werden sich dennoch Kunden finden, die sich mit dem ck one Label schmücken wollen. Ob das allerdings die Käuferschicht ist, welche dem Image von Calvin Klein zuträglich ist bleibt fraglich?
Die “ck one” Kollektion ist ab Januar 2011 in diversen Calvin Klein Stores und größeren Kaufhäusern weltweilt erhältlich. Schaun’ mer mal!
Ein Auge für knackige Jungs hatte er schon immer: Jahrzehntelang ließ Calvin Klein, seine Parfums und Unterhosen ausschließlich von Männern mit ausgeprägtem Sixpack, markanten Gesichtszügen und vollen Lippen bewerben, deren Botschaft vor allem eines verkündete: Sex!
“Nichts kommt zwischen mich und meine Calvins” lautet daher auch des Unternehmens berühmtester Werbeslogan aus den 1970er Jahren. Die von Starfotograf Bruce Weber etablierte Homoerotik in Calvin Kleins Anzeigenkampagnen war vor allem für Schwule unübersehbar. Weibliche Models erfüllten hier oftmals nur eine Alibi-Funktion um die prüden Gemüter konservativer Amis möglichst ruhig zu halten.
Auch Calvin Kleins Ex-Frau, Kelly Rector, mit der er von 1986 bis 2006 verheiratet war verbrachte während ihrer Ehe auffallend mehr Zeit mit ihrer Pferdezucht auf Long Island als an der Seite ihres Mannes.
Doch vorbei die Zeiten in denen sich Calvin Klein den Konventionen fügen musste um das Image seines Milliarden-Dollar Imperiums sauber zu halten. Calvin Klein hat nichts mehr mit der von ihm im Jahre 1968 gegründeten Firma zu tun. Der Modemacher hat seine Firmenanteile 2002 für 430 Millionen US-Dollar an die Unternehmensgruppe Phillips-van-Heusen verkauft und ist seitdem raus.
Raus aus der Mode aber nicht aus den Schlagzeilen. Denn aktuell sorgt die Vergangenheit seiner Dauer-Begleitung, Nick Gruber, sowohl in der New Yorker Klatschpresse als auch in den vornehmen Dünen von Southampton für Aufregung. So hat der 20-jährige, auch bekannt unter den Künstlernamen Nick London und Aaron Skyway eine Zeit lang als professioneller Porno-Darsteller gearbeitet und es bereits in zahlreichen Video-Produktionen sowohl mit Frauen als auch mit Männern ordentlich krachen lassen.
Laut Grubers Facebook-Profil stammt der Sunnyboy aus Florida, studiert gegenwärtig in San Franciso und verdiene sich sein Geld mit Modeljobs. Doch diese Angaben werden von einigen amerikanischen Medien bezweifelt. An vielen Stellen liest man, Grubers Biographie sei fake, wie auch sein Äußeres. Erst nachdem er sich seine Nase verkleinern und neue Zähne habe einsetzen lassen, modele er ein wenig nebenher. Der Kommentar einer Leserin der Online-Ausgabe des amerikanischen Schwulenmagazins Advocate, die aus Grubers Umfeld zu stammen scheint, wirft ein nur wenig schmeichelhaftes Licht auf dessen sozialen wie auch geistigen Background.
Die Tatsache, dass Calvin Klein sich vergangenen Sommer mehrmals öffentlich mit seinem Beau zeigte, nährt das Gerücht die beiden seien ein Paar. Das Online-Journal “The Huffington Post”, der Internet-Dienst “Gawker” und die Tageszeitung New York Post vermeldeten bereits eine feste Beziehung. Leser einer amerikanischen Gay-Site, kommentierten das Sommermärchen mit dem Verdacht Nick Gruber, diene Klein lediglich als Callboy.
Ein offizielles Statement seitens Calvin Klein zur Verbindung der Beiden gab es allerdings noch nicht.
Im Internet fragt man sich aktuell nach den Beweggründen junger Typen, mit Männern die ihre Großväter sein könnten, ins Bett zu steigen und diskutiert dabei auch über die Frage nach der Würde der einstigen New Yorker Modeikone Calvin Klein.
Viele sehen in der Tatsache, dass Modeschaffende, die ihr Leben lang auf kultiviert machen, und in unzähligen Talkshows und Interviews ihren Anspruch an Intellekt und Schöngeistigkeit betonen, am Ende ihrer Kariere – wo sie Niemandes Erwartungshaltung mehr entsprechen müssen – Strichjungen, Callboys oder eben Porno-Darsteller in ihre Villen einziehen lassen, eine gewisse Fom der Heuchelei.
Nick Gruber als Aaron Skyline, vor seiner Beauty-OP
Während also einige Medien Nick Gruber bereits jetzt schon zu einem der reichsten Rentner der amerikanischen Ostküste beglückwünschen, schütteln Long Islands biedere Kaschmir-Elsen in ihren Strandhütten ihren sorgsam frisierten Kopf und wundern sich, was sich der 67-jährige Mr. Klein und das Jüngelchen aus Idaho eigentlich zu sagen haben? Doch darum geht es eben nicht. Worum dann? Die Antwort scheint mit einem Blick auf Grubers Body und “Filmographie” zwar naheliegend, doch die wohl originellste Einschatzung zu Calvin Kleins neuester Obsession lieferte ein Kommentarschreiber des Online-Magazins, “Gay.com”. Nach dessen Meinung habe “Calvin Klein das Rauchen aufgegeben und nun eine appetitliche Alternative zum Glimmstengel gefunden“.
Berlin bittet zur Fashionweek, New York kommt. Diesmal schickt der Big Apple einen ganz großen Fashion-Vertreter: Calvin Klein wird zum ersten Mal auf deutschem Terrain ein Multibrand-Event zeigen. Dafür hat sich das New Yorker Label prominente Unterstützung gesichert.
Hollywoodstar Diane Kruger, die das Gesicht des neuen Dufts Calvin Klein Beauty ist und Model Lara Stone, die in sämtlichen Herbstkampagnen zu sehen sein wird. Sie sind die Special Guests der Veranstaltung in der Münze, jenem historischen Gebäude, das bis 2005 eine der ältesten Prägeanstalten Deutschlands beherbergte. Das Bauwerk in Berlin-Mitte wurde für das Event in einen einzigartigen Fashiontempel verwandelt, in dem 50 Models aus aller Welt auftreten sollen.
Wer jetzt allerdings eine normale Runwayshow erwartet, der sei eines Besseren belehrt. In der Presseankündigung ist die Rede von einem besonderen Modeerlebnis rund um The World of Calvin Klein und einer beeindruckenden Installation des Star-Architekten Jürgen Mayer H. Demnach soll die Präsentation der Frühjahrs- und Ressort-Kollektionen 2011 eines der größten Events werden, das Calvin Klein jemals in Europa umgesetzt hat.
Wir sind gespannt und schielen am 7. Juli natürlich nach Berlin!
Glamour goes Wien. Sie gelten als Pioniere im Kampf gegen AIDS und als solche werden Diane von Fürstenberg, Kenneth Cole und Francisco Costa für Calvin Klein am 17.Juli erstmals eine gemeinsame Modenschau veranstalten.
Vor der beeindruckenden, historischen Kulisse des Wiener Rathauses soll das Gipfeltreffen der drei großen US-Modemacher stattfinden. Rund 40 000 Zuschauer werden sich um einen der größten Open-Air Laufstege der Welt versammeln, um neueste Kreationen der drei US-Labels in Augenschein zu nehmen. Alle drei Couturiers engagieren sich seit Jahren im Kampf gegen AIDS, haben bereits zahlreiche Freunde durch die Immunkrankheit verloren und wollen gemeinsam ein unüberhörbares Signal setzen: nämlich, „dass HIV jeden treffen kann – überall auf der Welt,” so Gery Keszler, Organisator des Life Ball. Kenneth Cole, der in seinen Entwürfen gerne politisch und ironisch wird und dessen Maxime „to be aware is more important than what you wear” ist, engagiert sich schon seit längerem als Chairman der Foundation for Aids Research und versucht seinen Erfolg in der Modebranche mit seiner humanitären Überzeugung zu verbinden.
Die drei New Yorker Designer werden aber nicht nur auf dem Wiener Laufsteg Präsenz zeigen, selbstverständlich werden Fürstenberg, Fransisco und Cole auch den anschließenden Life Ball besuchen. Ein Grund mehr, am 17.Juli nach Wien zu blicken. (Text: Martina Klose)
Die New York fashion week ist vorbei, und während die Modewoche in den ersten Hälfte mit Bedeutungslosigkeiten glänzte, so verteidigten in der zweiten Hälfte die großen Namen der Branche erwartungsgemäß den Ruf der Stadt als Modemetropole.
Allen voran Marc Jacobs, der mit einem eklektischen Stilmix und vielen Rüschen und Volants, für Sommer 2010 die Hinwendung zu einer neuen Romantik propagierte.
Ein weiteres Highlight bildete die avantgardistische und farb- sowie musterintensive Kollektion des gebürtigen Brasilianers Alexandre Hercovitch. Inspiriert von der Schutzkleidung amerikanischer Football-Spieler präsentierte der in Sao Paul ansässige Designer schmale, aus zahlreichen Schnittteilen zusammengesetzte Satinhosen, Jacken mit, auf die Spitze getriebenen Powerschultern, Tanktops aus Vinyl, und zu Minikleidern umfunktionierte Spielertrikots mit Puffärmeln und Spitzeneinsätzen.
Für eine positive Überraschung auf dem Laufsteg sorgte Altmeister Oscar de la Renta. Der 77-jährige dessen old-school Glamour vor allem Industriellengattinen, Präsidentenwitwen und Park Avenue Ladies gefällt, präsentierte der Upper Class dieses Mal eine stark verjüngte Version seines opulenten Stils: kostbare, reich bestickte Stoffe in bester handwerklicher Umsetzung. Eleganz in ihrer reinsten Form.
Spring Summer 2010 - The Looks
Anna Sui ist eine Meisterin des Stilzitats. Mit ihrer von Dr. Doolittle beeinflussten Kollektion stellte sie unter Beweis, dass Zirkuselemente nicht zwangsläufig clownesque aussehen müssen. Wie immer beeindruckte sie mit Detailversessenheit, den ausgefeiltesten Drucken und coolem Downtown Styling.
Bei Donna Karan war alles im Fluss oder besser gesagt im Wind. Donna Karan lebt einen von Yoga und den vier Elementen Wasser, Wind, Feuer und Erde geprägten Lifestyle und segnet daher nur ab, was sie auch selbst tragen würde. Sie macht sich viele Gedanken zu den modischen Bedürfnissen der berufstätigen Frau und ist stets bemüht Bürotauglichkeit mit weiblichen Elementen in Einklang zu bringen. Für Sommer 2010 favorisiert sie eine Silhouette in Bewegung. Wickeloptiken, weich fließende Drapierungen nach dem Vorbild griechischer Büsten in silbergrau und weiss, soft und dennoch strukturiert. Zeitgemäß und very Uptown.
Naturverbunden gibt sich auch das andere, große amerikanische Label Calvin Klein. Das rauhe Äußere der Süßwassermuschel bestimmte Farbe, Textur und Silhouette in der Kollektion von Francisco Costa. Der Designer experimentierte mit Volumen und Knitteroptiken. Ultraleicht, aber nicht wirklich spannend. Es fehlte an Raffinesse. Accessoires scheinen bei Calvin Klein ein Fremdwort zu sein, diese fehlten leider völlig.
Ein völliges Desaster aus nichtssagenden Einzelteilen, die stilistisch in den 1990er Jahren stecken geblieben schienen, lieferten Michael und Nicole Colovos für Helmut Lang. Ihre beinahe komplett in schwarz und grau gehaltene Kollektion machte wenig Lust auf Sommer, kommt der Betrachter doch schon allein beim Anblick der engen Leggings und affigen Walla-Walla Hosen mit einem bis zu den Knien tief-hängenden Schritt ins Schwitzen. Die Miniröcke mit einem asymmetrisch verlaufenden und sich überlappenden Saum bildeten auf der Rockvorderseite ein unsinniges Dreieck, das den Blick unnötig auf den Schritt lenkt, peinlich! Tops mit Farbverlauf à la Prada Herbst /Winter 2008 und Batik- Shirts zu hautengen Hosen, wirkten gestrig und haben mit der DNA des Firmengründers Helmut Lang nichts mehr gemein.
Halbzeit für die New York Fashion Week. Viel zu bieten hatte die New Yorker Modewoche in den vergangen vier Tagen nicht. Kleinere Labels und Nachwuchsdesigner, langweilten primär mit Bedeutungslosigkeiten und teils richtig schlechten Entwürfen, Richtungsweisendes? Fehlanzeige!
Erin Wasson mag als Model eine fabelhafte Figur abgeben, als Modedesignerin ist sie jedoch völlig überflüssig, auch wenn es mit Sicherheit genügend Berliner Bloggerinnen geben mag, die diesen “nix-passt-zusammen-das-ist-aber-durchaus-gewollt Look” für ganz große Mode halten.
Es sind zu viele unbekannte Namen, die allesamt eine beige Soße präsentierten, die so prägnant war, dass davon nichts in Erinnerung bleibt. Es macht schlichtweg keinen Spaß das fünfzigste beigefarbene Volantkleidchen in Folge zu begutachten. Braucht es wirklich noch eine weitere Zweitline eines Designers, in diesem Falle von Richard Chai, der seine Diffusion-Line mit dem wahnsinnig innovativen Namen LOVE vorstellte, die sich aus Basics zusammensetzt, die bei Zara und H&M für einen Bruchteil des Preises zu haben sind.
Viele der gezeigten Kollektionen sind derart beliebig und austauschbar, dass jegliche geistige Auseinandersetzung und der Versuch das Gezeigte zu beschreiben eine nicht vertretbare Verschwendung von Lebenszeit darstellen. Bei den bisherigen Modenschauen dieser Modewoche mangelte es an Leidenschaft, an Sex-Appeal, an Dramatik und Mondänität, kurz an allem was Mode eigentlich ausmacht. Positive Ausnahmen bilden die junge und sehr urbane Handschrift Alexander Wangs sowie der “fuck-the-recession-Stil” von Jason Wu. Das die Amerikaner sich auf Casual und Sportswear verstehen und Ausflüge in die Couture häufige in Denver Clan Zitaten enden, die Models wie 80er Jahre Trash Püppis aussehen lassen, ist bekannt, dennoch sollte das Fashion Week Komitee höhere Standards bezüglich des Modegrads als Voraussetzung für eine Teilnahme an der Fashion Week manifestieren, um den Ruf New Yorks als Modemetropole nicht zu gefährden.
Nun beginnt heute der fünfte Tag der Modewoche und mit ihm der Auftakt der Großen der Branche, die der Modewoche ihr Prestige verleihen. Zac Posen, Donna Karan Carolina Herrera und Marc Jacobs stehen für heute auf dem Programm. Am Mittwoch und Donnerstag verdichten sich die Top-Namen dann auch im Schauenkalender. Anna Sui, Calvin Klein, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Marchesa, Proenza Schouler, Oscar de la Renta, Halston, Betsey Johnson und Rodarte zeigen dann ihre Vorstellung, was Frau im Sommer 2010 zu tragen hat. Das Beste kommt eben immer zum Schluss!
Die Online Plattform “sundance-channel” des amerikanischen Sundance Filmfestivals zeigt aktuell eine Online-Ausstellung des Modefotografen Bruce Weber, der die “Boy next Door-Ästhetik” zu seinem Markenzeichen von unvergleichlich hohem Wiedererkennungswert gemacht hat.
Der Sex-Appeal der Jungs und Männer seiner schwarz-weiss Aufnahmen liegt in deren Unbefangenheit. Der Umgang mit Nacktheit wirkt in Bruce Webers Arbeiten im Gegensatz zur üblichen Modefotografie ungekünstelt. Bruce Weber hat auch eine Reihe von Kurzfilmen und Videoclips gedreht, darunter auch das Video zum Pet Shop Boys Hit “Beeing Boring” welches auf sundance-channel.com in voller Länge zu sehen ist.
Der 63-jährige, in New York lebende, Modefotograf zählt zu den großen Namen der Branche. Weber hat 25 Fotobücher veröffentlicht und wurde für den Kurzfilm LETS GET LOST mit einer Oscar Nominierung bedacht. Die von ihm fotografierten College-Boys für die Modemarke Ambercrombie&Fitch, sowie die von ihm in Szene gesetzten Muskeltypen für diverse Calvin Klein und Versace Kampagnen des in Pennsylvania geborenen Lichtbildners genießen vor allem in der Gay Community Kultstatus.
Sein neuester Kurzfilm “PARIS IS LIKE PARIS TO ME”, feiert am 20.August seine Weltpremiere und das nicht etwa im Rahmen einen nur den VIPs vorbehaltenen Events sondern online auf www.sundancechannel.com.
Männer aufgepasst: Calvin Klein sucht Germany´s Next Hot Body! Das Modelabel CK und sein Lizenznehmer für Unterwäsche ,Warnaco (UK), suchen ab dem 14. August in 9 europäischen Ländern, nach dem jeweils heißesten Typen. Die Gewinner dürfen anschließend mit ihrem Body in einer weltweiten Marketingkampagne für die “Stainless Steel” Unterwäsche Linie werben.
Kein schlechter Deal, wenn man(n) bedenkt, dass die männlichen Calvin Klein Models zu den begehrtesten, attraktivsten und bestbezahltesten ihrer Zunft gehören.
Der Wettbewerb mit dem Titel “9 Countries, 9 Men, 1 Winner” findet in Deutschland, Holland, Italien, Spanien, England, Schweden, Russland, Griechenland und Frankreich statt. Eine Jury bestehend aus Männermodel Jamie Dornan (siehe Foto), Medienleuten und Vertretern des Modehauses Calvin Klein werden in zwei Runden das jeweils schönste Gesicht des Landes küren. Die insgesamt 9 Landesfinalisten müssen sich anschließend einem breiten Publikum zur Begutachtung stellen, dass in einem Online Voting den ultimativen Gewinner bestimmt. Diesem winkt ein Jahresvertrag mit der renommierten und in London ansässigen Modelagentur SELECT MODEL MANAGEMNET. Die Teilnehmer dürfen noch nicht bei einer anderen Agentur unter Vetrag sein! Also Jungs, rein in den Calvin Klein Schlüpfer, Foto schiessen und online einsenden oder einfach bei einem “In-Store Casting” der teilnehmenden CK Stores vorbeischauen.
Unter dem folgenden Link könnt Ihr euch für den Wettbewerb registrieren und euch über die Teilnahmebedingungen informieren. Unbedingt lesen!
Es gab eine Zeit, in der auch männliche Models, wie Superstars gefeiert wurden, zumindest innerhalb der Modebranche. Das war Ende der 1980er Jahre. Der Hype um die muskulösen Beaus, dauerte bis 1998 und brachte Namen wie Markus Schenkenberg, Joel West, Mark Vanderloo, Byron, Antonio Sabato Jr., Aex Lundquist und Tyson Beckford hervor. Auch Madonnas Affinität für Männermodels ist nicht neu: bereits vor Jesus Luz, turtelte sie, 1986, mit dem damals 24 Jahre jungen Levis-Model Nick Kamen, und führte in den frühen 90er Jahren eine on-and-off Beziehung mit Supermodel Tony Ward. Fast alle der männlichen Top-Namen eint, dass sie für das Label Calvin Klein, mit nichts oder nur einem Slip bekleidet vor der Linse des amerikanischen Modefotografen Bruce Weber posierten, der mit seiner “hedonistischen” Bildsprache, ein neues männliches Schönheitsideal initiierte.
Einem Bericht von Modejournalistin Nicole Phelps zufolge trafen sich am Dienstag Vormittag in New York die Mitglieder des Council of Fashion Designers in Amerika (CFDA) um über die Bedeutung der New Yorker Modewoche wie auch die Folgen der Wirtschaftskrise für die Modebranche zu sprechen.
Ein Meeting der Besonderen Art, schließlich handelte es sich bei den Teilnehmenden nicht um Mr. Smith und Mrs. Jones, sondern um die führenden Köpfe der Modebranche. Neben CFDA Präsidentin Diane von Furstenberg, diskutierten Vogue Chefin Anna Wintour, Donna Karan, Betsey Johnson, die Proenza Schouler Jungs, Calvin Klein Chef-Designer Francisco Costa sowie Moderedakteure und Inhaber renommierter fashion stores über das verbraucherunfreundliche Timing der Kollektionsauslieferung (Wintermäntel im Sommer), die hohen Kosten für Modenschauen sowie die Notwendigkeit Schauen für die kommerziell erfolgreichen aber eher schlichten pre-collections zu veranstalten? Modemacherin Donna Karan kritisierte die Tendenz der Konsumenten für Designerkleidung nicht mehr den vollen Preis zahlen zu wollen, sondern den Sale abzuwarten. Worauf Anna Wintour dem Einzelhandel geraten haben soll, sich künftig bei der Reduzierung von Waren abzusprechen und sich auf einen offiziellen Termin zum gemeinsamen Discount-Start zu einigen. Nachdem von Furstenberg La Wintour informierte, dass dies illegal sei, soll diese nüchtern entgegnet haben: “Nun können wir das nicht ändern, schließlich haben wir jetzt Freunde im weißen Haus “(eine Anspielung auf Michelle Obama, die im März dieses Jahres das Vogue Cover zierte).
Angesichts eines immer stärker werdenden Interesses der Allgemeinheit an modespezifischen Themen, wurde auch der Gedanke geäußert Modenschauen für Konsumenten zu veranstalten. Was von dem Besprochenen tatsächlich realisiert wird und wann etwaige geplante Veränderungen spürbar greifen, wird sich zeigen.
Auch wenn beim CFDA Treffen einzelne Aussagen von einer gewissen Weltfremdheit der Diskussionsteilnehmer zeugten, so ist die kritische Hinterfragung des eigenen Status quo in der Modewelt ein absolut positiver und auch hierzulande nachzuahmender Ansatz.
Da, wo Düsseldorf aktuell bemüht ist, seinen Ruf als Modestadt wieder aufzupolieren, braucht es kritische Diskussionsrunden mit kompetenten Köpfen aus Industrie und Handel, Szene und Medien, die bereit sind an den Grundfesten bestehender Institutionen zu rütteln. Fragen wie, ist die CPD überhaupt noch zeitgemäß und cool genug, um als modisches Aushängeschild der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu fungieren, müssen erlaubt sein. Das schmerzt, doch Aktionen wie eine vom Kaufhof initiierte Modenschau über dem Kö-Graben, wirken im Vergleich mit der Berliner Fashion Week schlichtweg provinziell.
Überhaupt leidet das Image der Königsallee unter den großen Vertikalen wie H&M und Esprit, die sich auf Deutschlands ehemals führender Luxusmeile ausbreiten. Ein anderes länderübergreifendes Problem ist die zeitliche Waren-Präsentation der Einzelhändler: Schaufenster mit Daunenjacken im August mögen zwar die Vorreiter- Rolle einzelner Geschäftsinhaber belegen, haben aber mit der Realität der Verbraucher wenig zu tun.
Es wäre wunderbar, wenn auf künftigen Branchentreffen Problemstellungen zum Modestandort Deutschland nach dem Vorbild des CFDA New York selbstkritisch und konstruktiv diskutiert würden. Schulterklopfereien bei Champagner und finger food allein machen nämlich noch lange keine Modemetropole.
Sex sells! Diese Regel ist gewiss älter als Madonna, und wurde von der Popgöttin, gleich zu Beginn ihrer Kariere und zu ihrem finanziellen Vorteil verinnerlicht.
Photo by Steven Meisel
Auch die Modebranche setzt auf nackte Tatsachen um steigende Umsätze zu generieren. Posierte Yves Saint Laurent in den 70er Jahren bereits nackt aber noch brav durch seine Brille blickend auf schwarzen Lederkissen um sein Parfum zu bewerben , hat sich die Bildsprache mittlerweile mehr in Richtung Interaktion verlagert. Die mal mehr oder wenige subtile Andeutung sexueller Handlungen ist für zahlreiche Modehäuser heutzutage Pflichtprogramm um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen.
Tom Ford setzte bereits zu Zeiten als Gucci Creativ Director auf” JetSet Sex” und kommuniziert nun höchstpersönlich seine Lifestyle Philosophie als ein von manikürten Frauenhänden begehrter Playboy mit aufgeknöpften Hemd und behaarter Brust, um sein eigenes Label an den Mann zu bringen.
Terry Richardson for Tom Ford
Nur selten entstehen um derlei Anzeigenmotive noch Kontroversen und wenn doch, so bringen sie den Unternehmen eher kostenlose PR anstatt eines monetären Schadens. Die Provokation ist somit wohl kalkuliert. Der Unterschied liegt im Detail.
Dolce&Gabbana und D´Squared setzen ihren Anzeigen, ihren Zielgruppen und privaten Vorlieben entsprechend, auf 100% Prozent Testosteron und Homoerotik. American Apparel Gründer Dov Charney bevorzugt die frivole Schulmädchen Ästhetik und das italienische Mode Label Sisley polierte mit pikanten Werbeshots von Terry Richardson, der selbst ausschaut als sein er soeben einem 70er Jahre Porno entsprungen, sein Image auf.
Terry Richardson for Sisley
Alles geht, solange es ästhetisch ansprechend und cool daherkommt. Nur billig ist tabu!
Aktuell sorgt das Label CK by Calvin Klein mit seinem neuen Werbemotiv für die Winterkollektion 2009 für Aufregung. Zumindest in New York. Hier prangt die Aufnahme von Star Fotograf Steven Meisel unübersehbar als riesige Werbetafel hoch über der Kreuzung East Houston und Lafayette Street.
Darin räkeln sich drei Jungs und ein Mädel auf einem blassgrünen Samtsofa. Ein bisschen Haut, ein paar Designer Jeans, das war´s! Quantitativ überwiegt das männliche Geschlecht, wodurch das Bild tendenziell “gay” anmutet. Das Unternehmen kennt eben seine Klientel.
Steven Meisel, der Anfang der 90er Jahre Madonna für ihren Bildband SEX in weitaus deftigeren Posen ablichtete, ist versiert in der Inszenierung von Erotik für seine illustren Auftraggeber. Er ist zu amerikanisch und zu clever um ein Risiko einzugehen. Dennoch sorgt seine Anzeige seit Tagen für Gesprächsstoff. Das zumeist gebrauchte Argument der Motivgegner sind die Kinder. Das Problem dürfte jedoch einzig und allein bei den Erwachsenen selbst und ihrem verklemmten Umgang mit Sexualität liegen als weniger beim Nachwuchs. Schließlich gibt es nur marginal wenige Kinder unter 13, die sich für Modefotografie interessieren. Offenbar fühlen sich vorbeigehende Eltern Erklärungsnot, wo es nichts zu erklären gibt. Die Anzeige zeigt lediglich vier attraktive Menschen, “having a good time”. Andere wiederum argumentieren mit dem fehlenden Anspruch und beklagen, dass das Werbemotiv allzu offensichtlich auf unsere niederen Instinkte abzielt um einen schnellen Dollar zu machen. Dann gibt es noch die Fraktion derjenigen, die die Kampagne mit abgeklärter Langweile als “somewhat cheesy” abtun, nach dem Motto: ” Sex? Lieber hätte ich eine gute Tasse Tee”.
Es ist diese Doppelmoral der Amerikaner, die viele Europäer angesichts solcher Debatten verständnislos den Kopf schütteln lässt. Denn Konsequenzen aus ihrer Empörung zieht das Volk nicht, Calvin Klein verkauft noch immer die meisten Unterhosen im Premiumbereich in den USA. Natürlich sind die Amerikaner nicht per se gegen Sex, nur hat dieser eben ausschließlich unter der eigenen Bettdecke stattzufinden. Tür zu, Rollade runter, Licht aus! Leider fördert die amerikanische Politik diese Haltung indem sie sich in Fragen zur Sexualerziehung stets bedeckt hält und toleriert, das bestimmte Sexualpraktiken in einzelnen Bundesstatten gar unter Strafe stehen. Das führt zwangsläufig zu einem ambivalenten Körperverhältnis.
Doch gerade dieses Verbot schafft Begierde, schließlich ist nur interessant was man nicht haben kann, und damit erklärt sich warum trotz eines zur Schau gestellten Entsetzen, Sex sich in den USA besser verkauft als irgendwo sonst auf der Welt!
Das in New York ansässige Modeunternehmen Calvin Klein hat in Zusammenarbeit mit den innovativen Machern der begehrten Visionaire Publikation, die 56. Ausgabe des bisher stets originellen und streng limitierten Buches auf Markt gebracht.
Die Edition mit dem Titel SOLAR besteht aus schwarz-weiß Photographien, deren Motive sich unter direkter Sonneneinstrahlung verdichten oder komplett in farbige Darstellungen umwandeln. Abgesehen von dieser durchaus reizvollen technischen Spielerei, lässt es die 56. Ausgabe des Foto-, Mode- bzw. Kunstbuchs inhaltlich an jeglicher Originalität missen.
Man fragt sich. inwiefern die Firma Calvin Klein sich bei der Erstellung des Mediums eingebracht hat? Bis auf zwei unscheinbare Modefotos von Richard Sims und Richard Burbridge, welche zwei Milchbubis in Calvin Klein Unterhosen zeigen, gähn, und lahmen Fotografien, die überhaupt keinen thematischen Bezug zueinander haben, bietet das Buch für seinen Kaufpreis von immerhin 250.00 $ nicht gerade viel Anregung, geschweige denn Neues für die modisch überdurchschnittlich gut informierte Klientel.