“If I wasn’t discovered in that night, I would have never become a model”. Es ist nur schwer vorstellbar wie das Leben von Claudia Schiffer heute aussehen würde, wäre sie 1987 nicht von einem französischen Modelagenten in der Düsseldorfer Discothek Checkers entdeckt worden.
Eigentlich wollte sie nach dem Abitur ja Jura studieren, doch dann kam Paris, dann ELLE, dann VOGUE und schließlich auch Karl Lagerfeld. Der Rest ist Geschichte und avancierte dank Bunte, Gala, Stern und Co. zum Allgemeinwissen der Deutschen, die mächtig stolz sind auf ihren erfolgreichsten Beauty-Export. Eine Modewelt ohne Claudia Schiffer? Undenkbar!
Wer bei dem Begriff Model ausschließlich an die Nasen von Germanys Next Top Model denkt, dem zeigt die Dokumentation “Claudia Schiffer - La Dolce Vita” des Modeportals Fashionair, was ein Supermodel von gewöhnlichen Models unterscheidet: Personality!
In dem elf-minütigen Film resümiert die aus Nordrhein-Westfalen stammende Schöne in perfektem Oxford-Englisch über ihrer Kariere. Schiffer schwelgt in Erinnerungen an die großen Momente ihrer Model-Laufbahn und verrät wie Monsiuer Lagerfeld auf Sie aufmerksam wurde. Charmant sind auch die Szenen ihres Laufstegdebüts bei Chanel. Während ihre anonymen Kolleginnen blasiert in Reih und Glied paradieren, schwingt sie die Hüften und lächelt ihre Nervosität einfach Weg. Grace Coddington, sitzt währendessen im Publikum und lächelt ebenfalls. Die Modechefin der amerikanischen Vogue mit der roten Walle-Walle Mähne scheint Gefallen am Auftritt der auf Brigitte Bardot gestylten Rheinländerin zu finden. Schiffers Unbefangenheit kommt an. Bei Fotografen, Designern, Kunden, Jungen und Mädchen sowie deren Müttern und Vätern.
Model ein Traumberuf? Am Beispiel von Claudia Schiffer lässt sich diese Frage eindeutig mit “JA” beantworten. Zwar ist die Supermodel Ära, die ihren Höhenpunkt Mitte der 1990er Jahre feierte längst vorbei, jedoch sind ihre Aushängeschilder Naomi, Linda, Cindy, Christy immer noch präsent, allen voran Claudia Schiffer, die es 2009 mit 39 Jahren, noch auf satte 11 Magazincover geschafft hat. “You better work” kreischte Glamour Transe Ru Paul in seinem Welthit “Supermodel” von 1993 der Modebranche entgegen, und sollte Recht damit behalten. Mit Fleiß, Disziplin und Treue gegenüber den eigenen Prinzipien konnte sich Claudia Schiffer bis heute in einem Geschäft behaupten dass seine Mädchen mittlerweile im Saisontakt verheizt. “I knew if you want do something good, you have to give it all!” Kluge Entscheidung!
Ryan McSorley´s Kopfband hat es in sich. Auf der Unterseite des rautenförmigen Endstücks befindet sich ein Silikonlogo, das sich beim Tragen des Bandes in die Haut drückt und somit bei einem längeren Einsatz, bspw. über Nacht, einen Abdruck hinterlässt, der für einige Stunden sichtbar bleibt.
Das Beauty Set “Skin by Chanel” bestehend aus Feuchtigkeitscreme, Reinigungsmilch, Gesichtswasser und eben besagten Kopfband, ist die Diplom-Arbeit McSorleys und existiert bislang nur als Prototyp.
Der frisch gebackene Produktdesigner ist Absolvent des berühmten Central Saint Martins College of Art and Design in London und demonstriert mit seiner Abschlussarbeit eine Möglichkeit, wie die Vermarktung von Luxuskosmetika künftig aussehen könnte. Dabei wirft er die Frage auf, wie weit würden Verbraucher gehen um ihr äußeres Erscheinungsbild aufzumotzen. “So wie wir uns durch die Labels unserer Kleidung definieren oder über die Marke unseres Handys, so können wir uns nun auch über das Pflegeprodukt definieren, welches wir benutzen. Wer Pflegeprodukte von Chanel benutzt möchte dass andere Leute eventuell auch wissen lassen. Wenn wir mit unserer Handtasche ein Statement abgeben, wieso nicht auch mit unserer Haut?” erklärt McSorley sein Produkt.
Tatsächlich ist unsere Haut längst ein Material geworden, eine Oberfläche zur kreativen Bearbeitung. Tatoos und Piercings als Ausdruck von Individualität, als Mittel um sich von der Masse abzuheben, sind weit verbreitet aber nicht undbedingt nach dem Geschmack imagebewusster Fashionistas. Ryan McSorleys Beauty-Kit bietet nun auch dieser Zielgruppe ein individuelles Gesicht.
Einmal mit vollen Händen bei CHANEL so richtig zugreifen und mitnehmen was Aug´und Herz begehrt ist sicherlich der Traum unzähliger Fashionistas “around the globe”. Wie das auch ohne dickes Bankkonto funktioniert, zeigt Chefdesigner Karl Lagerfeld in seinem selbst gedrehten Kurzfilm: Vol de Jour. (Diebstahl des Tages).
Darin zu sehen, Lagerfeld´s Muse und Model Baptiste Giabiconi mit weiblicher Komplizin auf Diebestour durch die Pariser Chanel Boutiquen. Ob Juwelen aus der Filiale am Place Vendôme, oder Couture aus dem Stammhaus in der Rue Cambon, nichts was das prestigeträchtige CC Logo ziert ist vor den flinken Händen des Gaunerpärchens sicher.
Kurzfilme waren 2009 bei zahlreichen Modehäusern das ultimative Medium um das eigene Sortiment zu bewerben. Dabei glänzten jedoch einige Produktionen mit einer eher hölzernen Dramaturgie. Zum Ende des Jahres zeigt nun Kreativgenie Karl Lagerfeld der Konkurrenz noch einmal wie es richtig geht und stellt mit seinem unterhaltsamen Videoclip unter Beweis, das CHANEL Erzeugnisse das Heißeste sind was die Mode zu bieten hat.
Nachahmung wird allerdings nicht empfohlen.
Das Blog avanciert zur erweiterten Visitenkarte des 21. Jahrhunderts, und selbst Promis, von denen man es gewohnt ist, dass sie immer wieder über mangelnde Privatsphäre klagen, nutzen das Internet um ihren Mitteilungsbedürfnis und Selbstdarstellungsdrang noch mehr Raum zu geben.
Nun penetriert auch noch das amerikanische Top-Model Chanel Iman die Web 2.0 Community mit ihrem Weblog, das sie RUNAWAY (nicht runway) benannt hat. Wer jedoch Fotoposts aus dem privaten Umfeld der Laufstegschönheit erwartet oder gar die Verlautbarung einer eigenen, authentischen Meinung erwartet, der erwartet zu viel. Die 19-jährige, die erst seit dreieinhalb Jahren so richtig gut im Geschäft ist, weiß sich professionell zu vermarkten und verzichtet daher in ihrem Blog auf allzu Persönliches oder gar kritische Untertöne. Stattdessen gibt es Backstagebilder, Cover-Shots, Pressebilder und Videos, die man auch in den gängigen Klatschblättern oder auf YouTube findet.
Das einzig coole an ihrem Blog ist das Logo: der weiße Drahtbügel mit ihrem Namen darunter, dessen Typographie in Anspielung auf das Modehaus CHANEL wohl bewusst in schwarz/weiß gehalten wurde und in Großbuchstaben daherkommt! Sehr hübsch! Für ihre Fans ist das Blog mit Sicherheit eine gute Quelle um sich am Lifestyle des Fashion-Girlies zu ergötzen und über ihr Model Dasein auf dem Laufenden zu halten, für alle Anderen jedoch verzichtbar!
Jeder der schon einmal einen Blockbuster mit einem (Ex-)Supermodel in der Nebenrolle gesehen hat, weiß, die darstellerischen Fähigkeiten der meisten Models sind stark begrenzt. Sobald von den Mädchen etwas anderes gefordert wird als ihre Schönheit mit blasiertem Gesichtsausdruck zur Schau zu tragen und der Job eine Abweichung des gewöhnlichen Posings verlangt, wirken viele Models plötzlich auffällig ungelenk. So zuletzt auch die Top-Models, die sich bei der letzten Chanel Modenschau (ab Minute 2:09) mit Lagerfeld´s “Boy Toy” Baptiste Giabiconi “spontan” in einen Heuballen fielen ließen. Das Ganze wirkte so konstruiert und hölzern, und bewies abermals wie gefangen Models in ihrer Rolle als Repräsentantin der “Coolness” sind.
Ein wesentlich besseres Darstellungsvermögen zeigten hingegen die Beauties in Dolce&Gabbana´s Werbefilm “JALOU”. Auf ästhetisch ansprechende Weise wird in dem 90 Sekunden Clip, das von dem italienischen Designerduo gestylte Handymodell JALOU der Firma Sony Erickson beworben, welches nach einer Vorankündigung Ende August seit wenigen Tagen im Handel erhältlich ist. Warum die Damen, allesamt gekleidet in Dolce&Gabbana´s Fall/Winter Kolletion 2009, zum Schluß jedoch verhaftet werden, bleibt ein Geheimnis. Doch immerhin geben die Models auch bei den “Mug Shots” noch eine gute Figur ab.
Im Online Store des amerikanischen Modemagazins HINT gibt es aktuell eine kultige Jutetaschen mit dem Konterfei der Modeikone Karl Lagerfeld als Karikatur zu erwerben.
Inspiriert von dem im Mai auf dem Flughafen von Nizza entstanden Paparazzi Schnappschuss auf dem der “Kaiser” eine Nesseltasche mit der ironischen Aufschrift “Karl Who?” von Naco Paris schultert, zeigt der Entwurf des Grafik Büros Pattern People Karl Lagerfeld umgeben von den für ihn charakteristischen Markenzeichen wie der der gesteppten Chanel Handtasche oder den fingerlosen Handschuhen. Das Modell ist gegenwärtig ausverkauft und wird gerade reproduziert. Nachschub gibt es erst wieder ab dem 17. August. Bestellungen werden bereits jetzt schon entgegen genommen.
Es gibt noch eine andere Version des ökologisch korrekten Shoppers mit dem Profil von Marc Jacobs. Preis $ 45
Touristen in Shorts und labberigen Shirts haben es sich auf den Rattanstühlen in den Cafés gegenüber vom Sevens und den Schadow Arkaden bequem gemacht. “Leute gucken” ist ein beliebter Sport unter den Besuchern der Düsseldorfer Königsallee. Da sein, wo die Reichen und Schönen sind. Die Ohoven, die Pooth, die Kamps!
Doch die Kö wird an diesem Feitag nachmittag nur gering frequentiert. Ob die Hitze die Leute von der Innenstadt fernhält oder die Wirtschaftskrise lässt sich schwer sagen. Die Läden sind wie leergefegt! Der Pelzmantel im Schaufenster von Eickoff findet bei 30 Grad Schattentemperatur von den Passanten keine Beachtung. Gähnende Leere bei Chanel, Escada und Bulgari; lediglich das Verkaufspersonal von Louis Vuitton ist dank loyaler Japaner ausgelastet und packt fleißig die Monogram Taschen des Hauses in die edlen braunen Tragetaschen. Society-Ladies mit toupierter Löwenmähne, im Kostüm und mit dicken Klunkern von Georg Hornemann zwischen den Brüsten sucht man heutzutage auf der Kö vergebens. Insofern dieses Klischee überhaupt jemals wirklich auf dem Prachtboulevard existiert hat, scheint dieser Typ Kundin nahezu ausgestorben.
Der Glamour auf Nordrhein-Westfalen´s einstiger Vorzeigemeile nimmt nach Hausnummer 34 (Prada) aufwärts zusehends ab! Auf dem südlichen Teil der Königsalle blitzen die großen Namen der Modewelt nur noch vereinzelt zwischen den sich immer stärker ausbreiteten Vertikalen auf, die von der Prestigadresse Königsallee profitieren wollen und es sich leisten können, große Ladenflächen auf der Kö zu mieten. Viele Düsseldorfer sehen die Eroberung der Kö durch die großen Textilketten mit Argwohn und Sorge. Sie wissen, das der Ruf ihrer Vorzeigestraße unter dem wenig exklusiven Angebot von Esprit & Co. leidet. Direkt neben dem bereits seit Jahren bestehenden Steak-Haus Maredo eröffnete jüngst American Apparel seine Pforten. Im Angebot einfache T-Shirts, Socken und Unterhosen! Auch Benetton, Cos, H&M, Hallhuber,Zara, Stefanel, Geox und “Dieter Bohlen Ausstatter” S.Oliver sind mittlerweile mit einer Filiale an der Königsallee präsent. Ob das die Nachbarschaft ist, die sich Giorgio Armani für seinen minimalistischen Ladenbau gewünscht hat?
Dieses Bild unbekannten Absenders tauchte bereits in mehrerern Blogs im Internet auf und entfachte aufgrund des angefügten Kommentars von Karl Lagerfeld “Mode ist die gesündeste Motivation um abzunehmen!” einen Sturm der Entrüstung. Gleich vorweg: Die Firma Chanel hat mit der schicken Verpackung nichts zu tun! Das Lagerfeld Zitat wurde vermutlich dem Zusammenhang eines anderen Interviews entnommen.
Ganz neu ist die Idee der kontextübergreifenden Übertragung eines prominenten Corporate Designs allerdings nicht. Der New Yorker Konzept Künstler Tom Sachs schuf bereits in den 1990er Jahren eine Serie von verfremdeten Mc Donalds Menüs aus Tüten und Verpackungsmaterialen bekannter Modehäuser. Neben Hermès, Tiffany&Co, Prada gab es auch eine Auflage mit dem Branding von Chanel.
4x Luxe Lunch by Tom Sachs
In seinen Arbeiten untersucht Sachs wie sich manipulatives Marketing auf unseren Alltag auswirkt und beschäftigt sich ganz allgemein mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Luxusgütern.
Im Gewand französicher Modehersteller ergibt die Bezeichnung “french fries” nun endlich einen sichtbaren Sinn!
Seit 1998 ergänzt Schmuckdesignerin Victoire de Castellane die extravaganten Entwürfe des Exzentrikers John Galliano für das französische Haus Dior mit ihren ebenfalls eigenwilligen und stets elaborierten Schmuckstücken. Sie liebt es groß, bunt und außergewöhnlich. 14 Jahre lang stellte sie als Head of Accessories ihren Sinn für Theatralik in die Dienste der Firma Chanel, bevor sie zu Dior wechselte. Die Designerin stammt aus der Cognac Dynastie Hennessy und ist die Nichte von Karl Lagerfelds Langzeit Assistenten Gilles Dufour. Das mag ihr den Einstieg ins Luxussegment natürlich erleichtert haben, doch allen Privilegien zum Trotz, wer ihre Arbeiten sieht, der merkt sofort, die Gute hat einfach Talent! Ihr neuester Coup ist die “Kings & Queens” Collection für Dior Joaillerie - im wahrsten Sinne des Wortes brilliant!
Mit der Verflüssigung bekannter Modelogos im öffentlichen Raum macht Artist Zev aus einem Stück tristen Mauerwerk ein glamouröses Kunstobjekt. Zevs, ist ein anonym arbeitender französischer street-art Künstler, und als solcher in der Graffiti Szene absolut prominent. Ende der 90er feuerte er Farbbomben zwischen die Augen der Models auf Werbeplakate. Daraufhin diskutierten sich die Franzoßen die Köpfe heiß, ob es sich bei diesen Aktionen nun um Kunst oder purem Vandalismus handelt. Doch Zevs aktuelle Arbeiten der sich verflüssigenden Logos , die in traditioneller chinesicher Lacktechnik auwendig umgesetzt wurden, zeugen von seinem künstlerischen Anspruch. Genial!
Neben den “liquidated logos” zeigt der Künstler nun in einer Ausstellung auch keramischer Arbeiten und Malereien auf Metall.
Eröffnung: Donnerstag, 16. Juli 09
Art Statements Gallery,
5 Mee Lun Street, Central,
Hong Kong
"liquidated logos" - street-art by Zevs / copyright by: Zevs
Dior, Yves Saint Laurent und Alexander McQueen haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam und doch bedienen sich alle drei Unternehmen der bewegten Bilder als zeitgemäßes Marketinginstrument.
Doch nicht nur die oben Genannten, sondern auch Chanel und Louis Vuitton setzen auf Videos als Markenbotschafter. Aufwendig inszenierte Kurzfilme, mit prominenter Besetzung, mal mehr, mal weniger gehaltvoll. Doch für wen machen die das? Es scheint als hätten die PR- Verantwortlichen renommierter Modehäuser das Internet als relevante Werbeplattform angenommen. Wobei die Streifen allein schon aufgrund ihrer Länge nichts mehr mit dem gewöhnlichen 30 Sekunden Spot zu tun haben. Die Filme werden zumeist auf der firmeneigenen Webseite gepostet oder als Einstimmung auf die Kollektion vor der Modenschau den geladen Gästen vorgeführt. Fast immer finden die Videos ihren Weg zu YouTube und damit auch in zahlreiche fashionblogs weltweit. Mannigfaltige Verbreitung zum Nulltarif! HYPE zeigt euch im folgenden drei aktuelle Beispiele:
Diese Frau möchte man am liebsten beschützen, vor sich selbst und vor den Paparazzi. Zuzusehen wie die Trüffelschweine der Klatschpresse, Jocelyne Wildenstein, in aller Regelmäßigkeit vorführen und dabei zu spüren das die New Yorker Millionärin entweder zu naiv ist um zu merken welche Show aus ihr gemacht wird oder einfach nur jegliches Realitätsbewusstsein verloren hat, löst bei halbwegs mitfühlenden Menschen unweigerlich Beschützerinstinkte aus.
Transformation à la Wildenstein
Jocelyne Wildenstein bekannt für ihr “kaputt” operiertes Gesicht, einen dekadenten Lebensstil, eine 20 Jahre andauerende Ehe mit den milliardenschweren Kunsthändler Alec Wildenstein, für ihre Millionen und besessen von der Idee wie eine Raubkatze aussehen zu wollen.
Geboren im November 1944, als Jocelyne Perisse , wuchs Jocelyne in bürgerlichen Verhältnissen im schweizerischen Lausanne auf. Bereits in jungen Jahren galt sie als gute Schützin und Pilotin von Kleinflugzeugen. Ungewöhnliche Talente für ein Mädchen aus dem feinen Tessin, die ihr eine Einladung nach Kenia bescherten. Dort auf der 66,000 Hektar umfassenden OL Jogi Ranch, lernte sie dessen Eigentümer, Alec Wildenstein, kennen. Wie genau und durch wen, darüber gibt es nur Gerüchte. Eines davon besagt, Adnan Kashoggi, saudischer Öl- und Waffenhändler und einer der reichsten Männer der Welt, habe die beiden miteinander bekannt gemacht. Alec Wildenstein, Jahrgang 1940, und Erbe eines 5 Milliarden Dollar Vermögens, stammt aus einer der wohlhabendsten und mächtigsten Familien der Kunstwelt, deren Grundstock für ihr Vermögen bereits im Jahre 1875 durch einen, von Nathan Wildenstein gegründeten, Antiquitätenhandel gelegt wurde.
Alec und Jocelyne heirateten noch im ersten Jahr ihrer Bekanntschaft in Las Vegas. Eine Liebesheirat! Doch als nach zwanzig Ehejahren Alec´s Auge zu wandern begann, hin zu anderen, jüngeren Frauen, fasste Jocelyne einen folgenreichen Entschluss: um ihren Mann zu gefallen, wollte sie aussehen, wie die Geschöpfe denen Alec Wildensteins so viel Bewunderung entgegenbrachte, den wilden Katzen ihrer kenianischen Ranch. Die liebskranke Jocelyne begab sich unter das Messer, doch das Ergebnis hielt ihren Mann nicht davon ab fremdzugehen. Weitere Operationen verschlimmerten die Situation anstatt sie zu verbessern. Alec fand keinen Gefallen mehr an seiner Frau.
Im Juni 1997 erwischte Jocelyne ihren Ehemann schließlich in flagranti mit einem 19-jährigen russischen Model im gemeinsamen Schlafzimmer. Er bedrohte sie darauf hin mit einem Revolver. Dafür ließ sie ihn verhaften. Es folgte ein zweijähriger Rosenkrieg vor Gericht, der pikante Details aus dem Leben des exzentrischen Paares und die bis dato geheim gehaltenen Vermögensverhältnisse der Wildensteins teilweise offenlegte. Erstmals in der Geschichte der Familiendynastie fanden sich die pressescheuen und auf Diskretion bedachtenWildensteins in den Schlagzeilen der Tagezeitungen und Boulevardblätter wieder. Steter Aufmacher dabei: ein Foto von Jocelyne, deren künstliches Gesicht wie das Logo eines Modehauses, eine hohe Auflage garantierte.
Eine Million Dollar und mehr und soll das Paar im Monat für Personal, Chauffeurdienste, Gaderobe und Kosmetika ausgegeben haben. Geld, dass Alec Wildenstein nicht als Kunsthändler verdiente sondern als Taschengeld von seinem Vater bezog. Jocelyne zählte neben Ivana Trump und Mouna Al Ayoub zu einem kleinen Kreis an Frauen weltweit, die sich mühelos Couture Roben mit sechsstelligen Preisschild leisten konnten und wollten. Sie gönnte sich eigens für sie entworfene Kleider von Chanel, besaß eine ordentliche Juwelensammlung im Wert von 10 Millionen Dollar, und jettete in der eigenen Gulfstream IV, zwischen dem neoklassizistischen Familiensitz an New Yorks Upper East Side und Schloß Marienthal bei Paris hin und her.
Geschätzte 4 Milllionen US-Dollar investierte Jocelyne Wildenstein in die plastische Gesichtschirurgie. Die maßlosen Eingriffe habens sichtbare Spuren hinterlassen und man fragt sich, welch Geistes Kind ein Chirurg sein muß, der tatsächlich glaubt, diese Arbeit sei ästhetisch wie medizinisch vertretbar.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Joceylyne Wildenstein wird gejagt von Yellow Press und People TV. Wo immer sie in New York mit ihrem schwarzen Bentley vorfährt sind die Fotografen nicht weit. In der Meute der sie umzingelnden Berufsknipser wirkt sie wie ein Raubtier in der Falle. Ihre Augen erleuchtet vom Blitzlichtgewitter, scheinen unwissend, wie das eines Tieres in freier Wildbahn im Lichtkegels seines motorisierten Jägers. Was geschieht mit mir? Ob Jocelyne weiß, das ihr Gesicht die Attraktion ist? Society-Beobachter sagen Jocelyne sei zufrieden mit ihrem Äußeren und stelle sich gerne zur Schau. Vermutlich stimmen Selbstbild und Fremdbild nicht überein. Was sie beim Blick in den Spiegel tatsächlich empfindet, bleibt ihr Geheimnis.
“I love Africa” raunt sie mit kehliger, erstickter Stimme auf die Frage eines Reporters ob sie sich den in Los Angeles oder New York wohler fühle. Ein Hilferuf, der von den Schaulustigen überhört wird. Sie wollen Unterhaltung auf Kosten der Hauptdarstellerin. Ausgerechnet Afrika! Wer ihre Geschichte kennt, der weiß, dass sie die Trennung von Alec Wildenstein, ihrer großen Liebe, nie überwunden hat. Eine Liebe, die 1977 auf dem schwarzen Kontinent begann als Jocelyne Wildenstein noch Jocelyne Perisse hieß.
Kommt nach den Designer Fahrrädern (Fendi, Chanel, Hermès, Gucci) nun das Mode-Mobil?
Wenn es nach dem koreanischen Automobildesigner Jinyoung Jo ginge, könnten Fashionfreaks ihren Markenfetisch künftig auch auf vier Rädern demonstrieren. Mit seinem Chanel Concept Car entwarf Jinyoung Jo, ein formvollendetes Gefährt, bei dem Praktikabilität und Funktion nur eine untergeordnete Rolle spielen, vielmehr sind Stil und Prestige die Merkmale dieses Entwurfs. Wobei das aus Strassteinen zusammengestezte CC Logo auf der Motorhaube wie auch auf den Radkappen geschmacklich eher fraglich scheint.
Braucht man das? Natürlich nicht! Doch angesichts der breit aufgestellten Produktpaletten renommierter Modehäuser, die bereits Überflüssiges wie Fressnäpfe (Gucci), Mineralwasser (DKNY), Zahnbürsten (Paul Smith), Werkzeugkästen (Prada), BBQ Sets (Gucci) und Picknickkörbe (Hermès) umfassen, wäre das Designer Auto nicht die schlechteste Ergänzung im Firmensortiment.
Bislang existiert das Chanel Auto nur als Prototyp; doch Autos deren Innenausstattung die Handschrift eines Modeunternehmens tragen gibt es bereits jetzt schon. Als konsequente Vervollständigung der zahlreichen Home Collections, scheint die Einführung der Couture-Karre somit nur noch eine Frage der Zeit.
Einen besonders aufwendigen Werbespot inszenierte das Modehaus Chanel um seinen Duftklassiker CHANEL No. 5 zu bewerben.
Der zwei-minütige Film zeigt die Schauspielerin Audrey Tatou, die während einer Zugfahrt auf den Weg nach Istanbul einen reizvollen unbekannten Mann begegnet, der im Vorbeigehen fasziniert ihren Duft einatmet. Beide begehren ein Wiedersehen, doch natürlich bleibt die Sehnsucht nacheinander zunächst unerfüllt!
Gedreht wurde der Streifen übrigens von Jean-Pierre-Jeunet, der auch bei dem Erfolgsfilm “Amelie”, mit Tatou in der Hauptrolle, Regie führte.
Nachdem Audrey Tatou Frankreichs legendäre Modeikone Coco Chanel bereits in dem Film “Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft” verkörpert, setzt die Firma Chanel die Schauspielerin nun auch als Markenbotschafterin für ihr Parfum ein. Offenbar ist die Aktrice derzeit die zeitgenössischste Repräsentantin des unverwechselbaren Chanel Stils.?
Karl Lagerfeld kennt jeder - zumindest die Kunstfigur, die der wohl berühmteste Modeschöpfer der Gegenwart von sich selbst geschaffen hat und mit geschliffenen Worten regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert.
Bei derart außergewöhnlichen Persönlichkeiten würde man gerne mal hinter die Kulissen schauen. Dieses Bedürfnis befriedigt Arnauld Maillard, Lagerfelds ehemalige rechte Hand und Leiter des Studios “Lagerfeld Gallery” in Paris. Sein bereits im September 2007 veröffentlichtes Buch “Merci Karl” erscheint nun am 20. Mai im Heyne Verlag unter dem Titel “Karl Lagerfeld und Ich” in deutscher Sprache.
Darin gewährt der Autor dem Leser Einblicke in die Arbeitsweise des Chanel-Chefdesigners und offenbart laut Verlag Insiderwissen über Labels und Geschäftspraktiken der Modebranche. Arnauld arbeitete insgesamt 15 Jahre für das Unternehmen Lagerfeld und weiß somit aus erster Hand, wie kaum ein Anderer, aus dem Leben des Modezaren zu berichten.
Über die Kündigung seines langjährigen Assistenten war Karl Lagerfeld übrigens not amused. Spannende Lektüre garantiert.
Coco Chanel und Audrey Tautou, zwei Superstars ihres Fachs. Die Eine ist auch 38 Jahre nach ihrem Tod berühmteste Modeschöpferin der Welt , Stilikone, französisches Kulturgut! Die Andere, Schauspielerin, geliebt von Millionen, unvergessen in ihrer Rolle als “Amelié”, und nun die personifizierte Verkörperung von Frankreichs Heiligtum Gabrielle Chanel, wie die Erfinderin des Kleinen Schwarzen mit bürgerlichen Namen hieß.
Am Montag, den 6. April, war Uraufführung des von vielen Modefans lang erwarteten Films. Dabei lief das Drumherum eher bescheiden ab. Außer den Darstellern selbst und französischer Lokalprominenz, darunter Julie Depardieu, waren keine internationalen Stars bei der Premiere zugegen. Auch Karl Lagerfeld fehlte an diesem Abend, was dann doch ein wenig verwunderte. Ein roter Teppich wurde gar nicht erst ausgerollt. Unabhängig vom mangelnden Staraufgebot konnte Film das geladene Publikum überzeugen. Er beginnt mit Chanels Ankunft in einem Waisenhaus, wo sie aufwuchs und nähen lernte, und endet mit ihrer ersten Modenschau!
Filmstart in Frankreich ist der 22. April! Ab wann der Film in Deutschland zu sehen sein wird steht noch nicht fest.