JOCELYNE WILDENSTEIN / BIZARRE WANDLUNG EINER SOCIETY LADY

Posted: Juni 23rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , , | No Comments »

Diese Frau möchte man am liebsten beschützen, vor sich selbst und vor den Paparazzi. Zuzusehen wie die Trüffelschweine der Klatschpresse, Jocelyne Wildenstein, in aller Regelmäßigkeit vorführen und dabei zu spüren das die New Yorker Millionärin entweder zu naiv ist um zu merken welche Show aus ihr gemacht wird oder einfach nur jegliches Realitätsbewusstsein verloren hat, löst bei halbwegs mitfühlenden Menschen unweigerlich Beschützerinstinkte aus.

Transformation à la Wildenstein

Transformation à la Wildenstein

Jocelyne Wildenstein bekannt für ihr “kaputt” operiertes Gesicht, einen dekadenten Lebensstil, eine 20 Jahre andauerende Ehe mit den milliardenschweren Kunsthändler Alec Wildenstein, für ihre Millionen und besessen von der Idee wie eine Raubkatze aussehen zu wollen.

Geboren im November 1944, als Jocelyne Perisse , wuchs Jocelyne in bürgerlichen Verhältnissen im schweizerischen Lausanne auf. Bereits in jungen Jahren galt sie als gute Schützin und Pilotin von Kleinflugzeugen. Ungewöhnliche Talente für ein Mädchen aus dem feinen Tessin, die ihr eine Einladung nach Kenia  bescherten. Dort auf der 66,000 Hektar umfassenden OL Jogi Ranch, lernte sie dessen Eigentümer, Alec Wildenstein, kennen. Wie genau und durch wen, darüber gibt es nur Gerüchte. Eines davon besagt, Adnan Kashoggi, saudischer  Öl- und Waffenhändler und einer der reichsten Männer der Welt, habe die beiden miteinander bekannt gemacht. Alec Wildenstein, Jahrgang 1940, und Erbe eines 5 Milliarden Dollar Vermögens, stammt aus einer der wohlhabendsten und mächtigsten Familien der Kunstwelt, deren Grundstock für ihr Vermögen bereits im Jahre 1875 durch einen, von Nathan Wildenstein gegründeten, Antiquitätenhandel gelegt wurde.

Alec und Jocelyne heirateten noch im ersten Jahr ihrer Bekanntschaft in Las Vegas. Eine Liebesheirat! Doch als nach zwanzig Ehejahren Alec´s Auge zu wandern begann, hin zu anderen, jüngeren Frauen, fasste Jocelyne einen folgenreichen Entschluss: um ihren Mann zu gefallen, wollte sie aussehen, wie die Geschöpfe denen Alec Wildensteins so viel Bewunderung entgegenbrachte, den wilden Katzen ihrer kenianischen Ranch.  Die liebskranke Jocelyne begab sich unter das Messer, doch das Ergebnis hielt ihren Mann nicht davon ab fremdzugehen. Weitere Operationen verschlimmerten die Situation anstatt sie zu verbessern. Alec fand keinen Gefallen mehr an seiner Frau.

Im Juni 1997 erwischte Jocelyne ihren Ehemann schließlich in flagranti mit einem 19-jährigen russischen Model im gemeinsamen Schlafzimmer. Er bedrohte sie darauf hin mit einem Revolver. Dafür ließ sie ihn verhaften. Es folgte ein zweijähriger Rosenkrieg vor Gericht, der pikante Details aus dem Leben des exzentrischen Paares und die bis dato geheim gehaltenen Vermögensverhältnisse der Wildensteins teilweise offenlegte. Erstmals in der Geschichte der Familiendynastie fanden sich die pressescheuen und auf Diskretion bedachtenWildensteins in den Schlagzeilen der Tagezeitungen und Boulevardblätter wieder. Steter Aufmacher dabei: ein Foto von Jocelyne, deren künstliches Gesicht wie das Logo eines Modehauses, eine hohe Auflage garantierte.

Eine Million Dollar und mehr und soll das Paar im Monat für Personal, Chauffeurdienste, Gaderobe und Kosmetika ausgegeben haben. Geld, dass Alec Wildenstein nicht als Kunsthändler verdiente sondern als Taschengeld von seinem Vater bezog. Jocelyne zählte neben Ivana Trump und Mouna Al Ayoub zu einem kleinen Kreis an Frauen weltweit, die sich mühelos Couture Roben mit sechsstelligen Preisschild leisten konnten und wollten. Sie gönnte sich eigens für sie entworfene Kleider von Chanel, besaß eine ordentliche Juwelensammlung im Wert von 10 Millionen Dollar, und jettete in der eigenen Gulfstream IV, zwischen dem neoklassizistischen Familiensitz an New Yorks Upper East Side und Schloß Marienthal bei Paris hin und her.

Geschätzte 4 Milllionen US-Dollar investierte Jocelyne Wildenstein in die plastische Gesichtschirurgie. Die maßlosen Eingriffe habens sichtbare Spuren hinterlassen und man fragt sich, welch Geistes Kind ein Chirurg sein muß, der tatsächlich glaubt, diese Arbeit sei ästhetisch wie medizinisch vertretbar.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Joceylyne Wildenstein wird gejagt von Yellow Press und People TV. Wo immer sie in New York mit ihrem schwarzen Bentley vorfährt sind die Fotografen nicht weit. In der Meute der sie umzingelnden Berufsknipser wirkt sie wie ein Raubtier in der Falle. Ihre Augen erleuchtet vom Blitzlichtgewitter, scheinen unwissend, wie das eines Tieres in freier Wildbahn im Lichtkegels seines motorisierten Jägers. Was geschieht mit mir? Ob Jocelyne weiß, das ihr Gesicht die Attraktion ist? Society-Beobachter sagen Jocelyne sei zufrieden mit ihrem Äußeren und stelle sich gerne zur Schau. Vermutlich stimmen Selbstbild und Fremdbild nicht überein. Was sie beim Blick in den Spiegel tatsächlich empfindet, bleibt ihr Geheimnis.

“I love Africa” raunt sie mit kehliger, erstickter Stimme auf die Frage eines Reporters ob sie sich den in Los Angeles oder New York wohler fühle. Ein Hilferuf, der von den Schaulustigen überhört wird. Sie wollen Unterhaltung auf Kosten der Hauptdarstellerin. Ausgerechnet Afrika! Wer ihre Geschichte kennt, der weiß, dass sie die Trennung von Alec Wildenstein, ihrer großen Liebe, nie überwunden hat. Eine Liebe, die 1977 auf dem schwarzen Kontinent begann als Jocelyne Wildenstein noch Jocelyne Perisse hieß.


CHANEL AUF VIER RÄDERN

Posted: Mai 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , | No Comments »
CHANEL CONCEPT CAR

CHANEL CONCEPT CAR

Kommt nach den Designer Fahrrädern (Fendi, Chanel, Hermès, Gucci) nun das Mode-Mobil?

Wenn es nach dem koreanischen Automobildesigner Jinyoung Jo ginge, könnten Fashionfreaks ihren Markenfetisch künftig auch auf vier Rädern demonstrieren. Mit seinem Chanel Concept Car entwarf Jinyoung Jo, ein formvollendetes Gefährt, bei dem Praktikabilität und Funktion nur eine untergeordnete Rolle spielen, vielmehr sind Stil und Prestige die Merkmale dieses Entwurfs. Wobei das aus Strassteinen zusammengestezte CC Logo auf der Motorhaube wie auch auf den Radkappen geschmacklich eher fraglich scheint.

Braucht man das? Natürlich nicht! Doch angesichts der breit aufgestellten Produktpaletten renommierter Modehäuser, die bereits Überflüssiges wie Fressnäpfe (Gucci), Mineralwasser (DKNY), Zahnbürsten (Paul Smith), Werkzeugkästen (Prada), BBQ Sets (Gucci) und Picknickkörbe (Hermès) umfassen, wäre das Designer Auto nicht die schlechteste Ergänzung im Firmensortiment.

Bislang existiert das Chanel Auto nur als Prototyp; doch Autos deren Innenausstattung die Handschrift eines Modeunternehmens tragen gibt es bereits jetzt schon. Als konsequente Vervollständigung der zahlreichen Home Collections, scheint die Einführung der Couture-Karre somit nur noch eine Frage der Zeit.


CHANEL No. 5 for ALWAYS AND FOREVER!

Posted: Mai 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

chanel-no-5-02Einen besonders aufwendigen Werbespot inszenierte das Modehaus Chanel um seinen Duftklassiker CHANEL No. 5 zu bewerben.

Der zwei-minütige Film zeigt die Schauspielerin Audrey Tatou, die während einer Zugfahrt auf den Weg nach Istanbul einen reizvollen unbekannten Mann begegnet, der im Vorbeigehen fasziniert ihren Duft einatmet. Beide begehren ein Wiedersehen, doch natürlich bleibt die Sehnsucht nacheinander zunächst unerfüllt!

Gedreht wurde der Streifen übrigens von Jean-Pierre-Jeunet, der auch bei dem Erfolgsfilm “Amelie”, mit Tatou in der Hauptrolle, Regie führte.

Nachdem Audrey Tatou Frankreichs legendäre Modeikone Coco Chanel bereits in dem Film “Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft” verkörpert, setzt die Firma Chanel die Schauspielerin nun auch als Markenbotschafterin für ihr Parfum ein. Offenbar ist die Aktrice derzeit die zeitgenössischste Repräsentantin des unverwechselbaren Chanel Stils.?

Zum Spot: http://www.youtube.com/watch?v=6ljQDJ4EILc


KARL LAGERFELD – EIN BUCH VOLLER ENTHÜLLUNGEN

Posted: Mai 4th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Courtesy of Randomhouse

Courtesy of Randomhouse

Karl Lagerfeld kennt jeder – zumindest die Kunstfigur, die der wohl berühmteste Modeschöpfer der Gegenwart von sich selbst geschaffen hat und mit geschliffenen Worten regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert.

Bei derart außergewöhnlichen Persönlichkeiten würde man gerne mal hinter die Kulissen schauen. Dieses Bedürfnis befriedigt Arnauld Maillard, Lagerfelds ehemalige rechte Hand und Leiter des Studios “Lagerfeld Gallery” in Paris. Sein bereits im September 2007 veröffentlichtes Buch “Merci Karl” erscheint nun am 20. Mai im Heyne Verlag unter dem Titel “Karl Lagerfeld und Ich” in deutscher Sprache.

Darin gewährt der Autor dem Leser Einblicke in die Arbeitsweise des Chanel-Chefdesigners und offenbart laut Verlag Insiderwissen über Labels und Geschäftspraktiken der Modebranche. Arnauld arbeitete insgesamt 15 Jahre für das Unternehmen Lagerfeld und weiß somit aus erster Hand, wie kaum ein Anderer, aus dem Leben des Modezaren zu berichten.

Über die Kündigung seines langjährigen Assistenten war Karl Lagerfeld übrigens not amused. Spannende Lektüre garantiert.

9,95 € / ab 20. Mai im Heine Verlag


COCO avant CHANEL – Filmpremiere in Paris

Posted: April 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA | Tags: , | No Comments »

Audrey Tautou

Audrey Tautou

Coco Chanel und Audrey Tautou, zwei Superstars ihres Fachs. Die Eine ist auch 38 Jahre nach ihrem Tod berühmteste Modeschöpferin der Welt , Stilikone, französisches Kulturgut! Die Andere, Schauspielerin, geliebt von Millionen, unvergessen in ihrer Rolle als “Amelié”, und nun die personifizierte Verkörperung von Frankreichs Heiligtum Gabrielle Chanel, wie die Erfinderin des Kleinen Schwarzen mit bürgerlichen Namen hieß.

Am Montag, den 6. April, war Uraufführung des von vielen Modefans lang erwarteten Films. Dabei lief das Drumherum eher bescheiden ab. Außer den Darstellern selbst und französischer Lokalprominenz, darunter Julie Depardieu, waren keine internationalen Stars bei der Premiere zugegen. Auch Karl Lagerfeld fehlte an diesem Abend, was dann doch ein wenig verwunderte. Ein roter Teppich wurde gar nicht erst ausgerollt. Unabhängig vom mangelnden Staraufgebot konnte Film das geladene Publikum überzeugen. Er beginnt mit Chanels Ankunft in einem Waisenhaus, wo sie aufwuchs und nähen lernte, und endet mit ihrer ersten Modenschau!

Filmstart in Frankreich ist der 22. April! Ab wann der Film in Deutschland zu sehen sein wird steht noch nicht fest.