MARTIN MARGIELA IS CURRENTLY OUT OF BUSINESS!

Posted: Oktober 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Nun ist es amtlich: Renzo Rosso, Diesel Gründer und Mehrheitseigner des Unternehmens Maison Martin Margiela hat die Gerüchte um Martin Margiela´s Abstinenz vom Tagesgeschäft im Pariser Atelier bestätigt.

Martin Margiela credit: Hype-magazine

Martin Margiela credit: Hype-magazine

Der “unsichtbare” Belgier habe sich bereits vor längerer Zeit aus dem Unternehmen, das seinen Namen trägt, zurückgezogen, so Rosso gegenüber dem Branchenportal WGSN (World Global Style Network). Über die Gründe wird nach wie vor spekuliert. Gerüchten zufolge soll der medienscheue Designer unzufrieden über den ausgeübten Druck auf die kreative Ausrichtung und Vermarktungsstrategie seiner Kollektion durch Renzo Rosso gewesen sein. Mittlerweile hat Rosso nach eigner Auskunft ein neues Designteam aufgestellt, dass die Marke Martin Margiela zeitgemäß weiterentwickeln soll. Wer, wann und ob überhaupt ein bekannter Topdesigner die kreative Federführung des Hauses übernimmt, oder ob die Kollektion dauerhaft von einem anonymen Kreativkollektiv gestaltet wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen.  Ob Martin Margiela, nun frei von der Verplichtung einem rigorosen Image entsprechen zu müssen,  sein Schweigen brechen wird um Aufklärung bezüglich der tatsächlichen Gründe für seinen Ausstieg zu schaffen?


FALL 2009 “GLOW IN THE DARK” by DIESEL

Posted: August 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , | No Comments »

Mit den Teilen der Diesel Capusle Collection für kommenden Herbst bleibt ihr selbst in den dunkelsten Clubs nicht unerkannt. Fluoresziernde Jeans und Accessoires sorgen für einen leuchtenden Auftritt.  Demnächst in allen Diesel Stores .

credit: Diesel

credit: Diesel


ITS#EIGHT: MÜNCHNERIN LISA KNACKFUSS GEWINNT DIESEL AWARD

Posted: Juli 22nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

Diesel Award winner Alice Knackfuss

Diesel Award winner Alice Knackfuss

Der Spagat zwischen der Wahrung gesellschaftlicher Konventionen und dem Ausdruck von Individualität mittels Kleidung ist wohl Niemanden fremd. Einerseits möchten wir als Individuum wahrgenommen werden andererseits möchte kaum Jemand negativ auffallen.

Wer hat sich nicht schon ein extravagantes Teil geleistet von dem er geglaubt hat, dass es seine Persönlichkeit, den Rocker im Banker, optimal repräsentiert, was dann doch unangezogen im Schrank hängen blieb. Der mangelnde Mut zu Auffälligkeiten, die Angst sich lächerlich zu machen, sorgt dafür dass wir im Zweifel lieber mit der Mehrheit konform gehen.

Dieses Phänomen scheint bei Männern noch stärker ausgeprägt als bei Frauen. So hüllt sich Mann dann in auch bevorzugt in die Einheitskluft deutscher Konfektionäre. Die gibt zwar Sicherheit, ist aber auch irgendwie langweilig. Nur wenige Männer verstehen es aus dem bestehenden Angebot an Herrenbekleidung einen eigenen Look zu kreieren. Tatsächlich ist die Auswahl an Stilen für das männliche Geschlecht, im Vergleich zur Vielfalt in der DOB, begrenzt.

Natürlich gibt es hunderte Labels die sich auf Menswear spezialisiert haben und sich in die Bereiche sportlich, klassisch, avantgardistisch gliedern lassen, doch handelt es sich hierbei zumeist um eine Scheinvielfalt als um wirkliche Alternativen. Vor allem im mittleren Preissegment sind die Anzüge, Hosen und Jacken vieler Labels nahezu 1 zu 1 austauschbar. Zudem bewegt sich die Herrenklamotte farblich seit Jahrzehnten zwischen Schwarz, Navy, Beige, Braun und Grau. Der Ruf nach mehr Differenzierung im HAKA Bereich seitens der Endverbraucher, ist dabei sehr ambivalent. Letztlich bedienen die Designer nur, was erfahrungsgemäß auch tatsächlich nachgefragt wird. Alle anderen Versuche, das starke Geschlecht in Farbe zu hüllen, scheiterten kläglich. Somit wird die stets von idealistischen Jungdesignern beabsichtigte Revolution der Herrenmode auch künftig eine große Herausforderung bleiben.

Eine die sich diesem Thema nun gekonnt angenommen hat, ist die Münchner Modedesignerin und Absolventin der Akademie für Modedesign, Alice Knackfuss! Die 27-jährige mit dem einprägsamen Nachnamen ist die Gewinnerin des renommierten IT´s Modewettbewerbs des Denim Herstellers Diesel. Knackfuss widmete sich mit ihrer eingereichten Männerkollektion der Problematik von dem oben beschriebenen Konflikt, die eigenen Bedürfnisse modisch auszuleben und gleichzeitig gesellschaftliche Normen einzuhalten. Inspiriert von den Uniformen des späten 19. Jahrhunderts übersetzte die junge Modemacherin ihre Idee in eine zeitgemäße Kollektion, die uniformelle Elemente mit klassisch, maskulinen Schnitten vereint. Der Bruch mit den Konventionen wird durch subtile Schnittdetails und einem erfrischenden Material- Mustermix herbeigeführt.

Alice Knackfuss Sketches / photocredit: Diesel
Alice Knackfuss Sketches / photocredit: Diesel


Diese Leistung wurde nun beim ITS#EIGHT Wettbewerb in Triest von der Jury mit dem Hauptpreis, dem mit Euro 50.000 datierten DIESEL Award honoriert. HYPE sagt: Herzlichen Glückwunsch, Alice Knackfuss!

www.itsweb.org

www.diesel.com


Eine neues Buch und die Frage: WO IST MARTIN MARGIELA?

Posted: Juni 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »
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Photo: HYPE magazine

Über Mode Avantgardist Martin Margiela kursieren derzeit viele Gerüchte. Das jünsgte unter Ihnen lautet von der kompletten Abwesenheit des Designers im Pariser Hauptquartier des Unternehmes. Schon vor der Präsentation  der Maison Martin Margiela Kollektion  im März dieses Jahres verkündete das Haus, Martin Margiela selbst sei nicht länger mehr in der Position als Headdesigner tätig sondern habe stattdessen die Funktion eines zeitweisen Kreativberaters eingenommen.

Giovanni Pungetti, Geschäftsführer des Maisons,  äußerte sich hierzu   kryptisch mit den Worten:Ö “Da sind Leute, die sind seit 20 Jahren dabei, die sind mehr Margiela als er selbst.” Doch das Margiela ganz ans Aufhören denke dementierte er erntschieden: “Martin ist unsere Seele, unser Geist, er ist die Maison. Aber er vertraut seinem Team, er ist heute ein wenig weiter weg vom täglichen Geschäft.”

Nachdem nun  die Schauen für die Saison 2010 immer näher Rücken, verstärken sich die Gerüchte, das Martin Margiela die Firma, die seinen Namen trägt, bereits verlassen habe. Ein Mitglied des Margiela Design-Teams erzählte dem  amerikanischen Modeinformationsdienst JC Report, dass Monsieur seit letzter Saison (März 2009) nicht mehr im Atelier zugegen war. Eine Bloggerin behauptet ihn auf Ibiza gesichtet zu haben. Fraglich nur wie sie ihn erkannt haben will, wo doch seit Jahren nicht ein einziges Foto von ihm öffentlich kursiert.

Grund für Margielas schrittweisen Rückzug ist die unterschiedliche Auffasung bezüglich der Vertriebs- und Marketingstrategie seines Labels durch den Firmeneigner Diesel.  Der Denim Gigant hatte das  intelektuelle Modeatelier in der Rue Saint Maur im Juli 2002 komplett übernommen.  Es bleibt abzuwarten ob der 52-jährige Modevirtuose Martin Margiela jemals sein Schweigen brechen und die Öffentlichkeit  in Form eines exklusiven Interviews, mit einem ausgwählten Medium, über die Umstände seines Rückzuges informieren wird.

Bis dahin können alle Margiela Fans, in dem im Oktober erscheinenden Bildband “MAISON MARTIN MARGIELA” schwelgen und  anhand der teils bisher unveröffentlichteten Fotos  ihr Bild des belgischen Modemachers verfeinern. Das  Buch ist die erste eigenständige Publikation über das Werk Margielas überhaupt und dokumentiert auf 352 Seiten, Ausstellungen, Ladeneinrichtungen, spezielle Projekte sowie Editorials des Maisons und gewährt darüber hinaus auch einen Einblick in die heiligen  Atelierräume, des 1988 gegründeten  Labels.

Jean Paul Gaultier, dessen Assisentent Margiela von 1985 - 1987 gewesen ist, wie auch die französische Vogue Chefin Carine Roitfeld, verdichten mit ihren Essays über den progressiven Créateur das lückenhafte Bild von der Person hinter dem invisiblen und restriktiven Vermarktungskonzept.

Natürlich kommt dieser opulente Bildband nicht einfach so daher, sondern präsentiert sich in Margiela Manier entsprechend aufwendig mit Silberdruck auf verschieden Papiertexturen in einem bestickten Umschlag aus weisser Baumwolle. Mode ist konstant in Bewegung, der Wechsel ist programmatisch. Im Falle Margielas wünschte man sich jedoch, der Designer möge entgegen aller Gerüchte , der Modewelt erhalten bleiben. In diesem Sinne: Martin, wo immer Sie sind,  kommen Sie bald wieder!

MAISON MARTIN MARGIELA
by Maison Martin Margiela
Verlag: Rizzoli New York
Release: Oktober 2009
Preis: $ 100

www.maisonmartinmargiela.com