MARC JACOBS UND LORENZO MARTONE HABEN SICH GETRENNT!

Posted: Juli 26th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

marc-jacobs-mirrorMarc Jacobs (47) und Lorenzo Martone (31) haben sich getrennt! Zugegeben es gibt weltbewegendere Nachrichten und dennoch wirft die Kunde von der Auflösung der Beziehung so manche Frage nach der Vereinbarkeit von anspruchsvollen Fashion-Jobs mit einer festen Beziehung auf.

Schon im Film: “Der Teufel trägt Prada” rät Fashion-Director Nigel der unbedarften Assistentin Andy, Bescheid zu geben wenn ihre Beziehung den Bach runter geht, dann nämlich sei es Zeit für eine Beförderung. Sagt’ s und zupft dabei ungerührt die Klamotte an einem Model zurecht. Auch wenn diese Szene überspitzt sein mag, so deutet sie auf ein wesentliches Problem hin, das vermutlich alle Branchen, die Modebranche jedoch im Besonderen, zu betreffen scheint, nämlich die Schwierigkeit Kariere und Partner unter einen Hut zu bringen.

Die Trennung des einstigen Glamour-Paares Jacobs und Martone, das die amerikanische Modepresse liebevoll “MarLo” nannte, stimmt daher ein klein wenig nachdenklich. Zumal die Beiden unter vielen Modeschaffenden rund um den Globus als eine Art Role-Models galten: Schön, reich, berühmt und trotzdem glücklich! Nachdem der Werbemanager Lorenzo Martone nun am vergangenen Freitag, den 23.07., via Twitter die Öffentlichkeit darüber informierte, dass Marc und er bereits seit zwei Monaten nicht mehr zusammen sind und auch Marc Jacobs am vergangenen Donnerstag auf der Launch-Party zu seinem neuen Männerduft im Londoner Nobelkaufhaus Harvey Nichols, auf die die Frage nach einer etwaigen Hochzeit mit den Worten antwortete: “No I am not getting married,” und damit die Trennung quasi indirekt bestätigte, findet nun das große Spekulieren um mögliche Gründe für das Beziehungsaus statt. Beide Seiten wollten sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zum Sachverhalt äußern.

marcjacobs.com


JADES: Düsseldorf’s GLITZERSCHATULLE FEIERT 10-JÄHRIGES BESTEHEN

Posted: April 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

JADES Jubiläums Magazin, Photo: HYPE magazine

JADES Jubiläums Magazin, Photo: HYPE magazine

JADES ist in etwa so prominent wie Lady Gaga, zumindest in Düsseldorf. In diesem Jahr feiert der Fashion Store von Evelyn Hammerström und Reinhard Haase sein 10 Jähriges Bestehen. Was das Modegeschäft mit der exzentrischen Performerin verbindet, ist die Liebe zur schrillen Selbstdarstellung.

Verantwortlich für den Ruhm der Glamour-Oase an der Heinrich-Heine-Alle sind vor allem die Schaufenster, die Visitenkarte des Einzelhandels. Kein anderes Geschäft in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt versteht es seine Waren so effektvoll zu inszenieren wie JADES und ihr 5 Jahre jüngerer Bruder “more JADES”. Dekorateur Domagoj Mrsic entwickelt aufwändige Stillleben, die von kaum einen Passanten,  ob modeaffin oder nicht, unbemerkt bleiben. Aus den großflächigen Auslagen blicken gelackte und top gestylte Puppen in teils ungewöhnlichen Posen auf ihre Betrachter und präsentieren internationale Designermode in einem außergewöhnlichen Kontext. So erzählen Mrsic’s malerische Arrangements Geschichten aus “fashion heaven” die definitiv zur längeren Betrachtung einladen.

Seit der Eröffnung im Jahr 2000 war JADES immer wieder Stadtgespräch. Zum einen wegen der spektakulären Schaufenster, zum anderen aufgrund der exorbitanten Preise für kalifornische Designer-Jeans, wegen seiner prominenten Kundschaft und natürlich auch wegen des hohen Glitzer-Anteils, sowohl bei den Klamotten als auch bei der Ladendekoration.

Apropos Glitzer; als JADES zu Beginn des neuen Jahrtausends seine Pforten öffnete, sprang Madonna gerade im Video zu ihrer, zum damaligen Zeitpunkt aktuellen Single “Music”, im Cowboy Look mit viel Strass über die Polster einer Stretch-Limousine und löste damit einen neuen Modetrend aus. Plötzlich waren Pailletten und Strass auch bei Tageslicht gefragt. Alle wollten diesen Look und JADES konnte ihn liefern. Mit amerikanischen Premium Denim von “Seven for all Mankind”, “The Great China Wal” und “True Religion”. Doch unter jedem Dach ein “Ach” und so gab es neben einer Menge Bewunderung  auch immer wieder Unkenrufe. Vom Luder-Lädchen war die Rede, wo Frauen des Boulevards zwar shoppen aber gewiss keine Damen der Feuilletons einkaufen gehen.

Nach wie vor funkelt es in den Regalen beider Ladenlokale, die Düsseldorferinnen mögen das! Doch JADES als die rheinländische Niederlassung von Swarovski abzuwatschen wird dem anspruchsvollen Sortiment nicht gerecht. Neben Bling-Bling findet Frau hier auch Mondänes in schwarz von Givenchy, Alaia oder Balmain. Die Auswahl an Kollektionsteilen, die Hammerström bei den Orderterminen für ihre Shops trifft, rockt auch im Falle der französischen Luxuslables immer ein wenig mehr als das Angebot  der Konkurrenz auf der “Kö, und das ist auch gut so. Denn die Verinnerlichung, das Mode nicht nur Status demonstrieren sondern eben auch Spaß machen soll, gehört zur Unternehmensphilosophie und macht JADES zu dem was es ist: DIE Shopping Attraktion der Stadt, und das seit 10 Jahren. HYPE sagt: Herzlichen Glückwunsch!

P.S. anlässlich des Firmenjubiläums hat JADES ein visuell ansprechendes Magazin herausgebracht, das die illustre Geschichte beider Stores noch einmal in Wort und Bild zusammenfasst. Erhältlich im Shop.

JADES, Heinrich Heine Allee 53, 40213 Düsseldorf, 0211/869 39 69

www.jades24.com


UNTER BESCHUSS: TERRY RICHARDSON - SEX AM SET?

Posted: März 20th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Terror Terry

Terror Terry

Ob ich Terry Richardson einen blasen würde, “nur” um mich hinterher auf den Seiten der französischen Vogue bewundern zu können? Ausgeschlossen! Erstens ist der Foto-Nerd nun wirklich nicht mein Typ und zweitens bin ich kein Model! Ganz im Gegensatz zu den jungen Dingern, die unter dieser Berufsbezeichnung ihre Haut zur Marke tragen und dabei, wie alle im Selbstdarstellungsgewerbe, abwägen müssen, wie weit sie für ihr Kariere gehen wollen.

Doch nicht immer liegt diese Entscheidung bei einem selbst, wie aktuelle US-Medienberichte über die sexuell-ambitionierte Arbeitsweise des Modefotografen Terry Richardson jetzt belegen. “Schwanzgesteuerte” Casting-Methoden eines Starfotografen? Für die internationale Modeelite ist dies wahrlich keine Offenbarung. Warum also nun die gesteigerte Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit?

Auslöser für die wachsende öffentliche Wahrnehmung, ist die Verbalattacke des dänischen Ex-Topmodels Rie Rasmussen. Noch immer verärgert über eine nicht eingewilligte Veröffentlichung eines Bildes in Richardsons Fotoband “Terryworld” aus dem Jahr 2004 und wohl auch nachhaltig beschämt über die leibhaftige Erfahrung mit dem Porn-Chic Guru, begegnet die mittlerweile 32-jährige Rasmussen am 8.März in der Pariser Edelbar “Le Montana” dem Sex Knipser.

Sie nutzt den Moment des persönlichen Zusammentreffens und sagt dem ihr verhassten “Egoshooter” ganz unverblümt die Meinung. Ausnahmsweise bekommt Onkel Terry von so viel weiblicher Aggressivität mal keinen Ständer. Das einzige was sich in dieser Minute bei ihm regt ist sein Zorn.

Fluchtartig verlässt er die Bar und ruft am darauffolgenden Tag Rasmussens Agentur “1 Management” in New York an, um sich über die Äußerungen der Entwürdigten zu beschweren. Ein Fehler? Vermutlich hätte die Presse von all dem nichts mitbekommen, doch dank eines geschäftstüchtigen Bookers am anderen Ende der Leitung, gerät die Geschichte schnell in Umlauf.

Den genauen Wortlaut ihrer Kritik an Richardson gibt Rasmussen vier Tage später auf Anfrage der New York Post noch einmal für das breite Publikum zum Besten: I told him what you do is completely degrading to women. I hope you know you only fuck girls because you have a camera, lots of fashion contacts and get your pictures in Vogue.

Rasmussen’s Mut einer Branchengröße wie Richardson die Stirn zu bieten zieht eine Welle der Bewunderung nach sich, aber auch viele weitere Anschuldigen anderer Models gegen den erfolgsverwöhnten Fotografen.

Das amerikanische Lifestyle Portal JEZEBEL forderte seine Leser auf, ihre Erfahrungen im Umgang mit Terry Richardson aufzuschreiben und einzureichen. Erste Zuschriften ließen nicht lange auf sich warten.

Die darin beschriebenen Details, wenn auch aufgrund der Anonymität des Internets nicht wirklich verifizierbar, gehen weit über das schmierige Klischee der Besetzungscouch hinaus. Die Rede ist von Gesichtsejakulation, Oralverkehr, und einen zum Teebeutel umfunktionierten, benutzten Tampon. Als Zutaten für einen Pornofilm nachvollziehbar, im Kontext eines Fashion Shootings indiskutabel. Es ist das Phänomen einer auf Oberflächen fixierten Branche, die sich nur auf den Look zu konzentrieren scheint und dabei generell zu wenige Fragen stellt. Alles geht, Hauptsache das Ergebnis sieht irgendwie “cool” aus.

Das Problem dabei sind vor allem die Mädchen. Mit 16, 17 oder 18 Jahren zieht das Versprechen auf Ruhm und kunstvolle Fotos für das Portfolio, das weiß vor allem der Mittvierziger Richardson. Glaubt man den jüngst erhobenen Vorwürfen, agiert dieser am Set entsprechend manipulativ und bringt somit junge Modelanwärterinnen in Situationen, die allein seiner Triebbefriedigung dienen. Nicht jede der Beteiligten hat das Selbstbewusstsein ein überzeugendes NEIN zu formulieren. Erst recht nicht wenn dieses Nein, das Ende einer Kariere bedeutet, die noch gar nicht richtig begonnen hat. Aber auch das weiß Terry Richardson.

Quellenangaben: The New York Observer, New York Post, New York Magazine, Jezebel, Der Spiegel


EVENT: POOL “SWAP-MARKET” FREITAG, 21h / Get poolish!

Posted: November 17th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

www.verypoolish.com

www.verypoolish.com

Heute schon geswapped? Wie bitte? Swap-Partys sind in den USA und Großbritannien schon lange ein Hit. Dahinter verbirgt sich jedoch kein Zauberwerk. Swap-Markets sind nichts weiter als Tauschbörsen, auf denen Leute ihr Hab und Gut gegen die Besitztümer anderer Teilnehmer tauschen können.

Am kommenden Freitag, den 20.11.2009 veranstaltet der Fashionstore POOL, eine von Münchens ersten Adressen für Designermode, in Kooperation mit dem Spirituosenhersteller SKY Vodka seine erste Swap-Party. Dass die Chose im Falle von POOL wesentlich glamouröser ausfällt als das Klischee einer biederen Hausfrauenversammlung, versteht sich von selbst!

Wer teilnehmen möchte bringt bis zum morgigen Mittwoch seine abgelegten Designerschätzchen, bei Pool in der Maximilianstraße oder im Pop Store in der Sendlinger Straße zur Begutachtung vorbei. Die Annahme erfolgt bis Ladenschluß. Nach erfolgter  Bewertung der abgelieferten Kleidungsstücke wird dem  Besitzer  eine bestimmte Anzahl von Jetons gutgeschrieben, die am Freitag Abend, gegen die Klamotten Anderer wieder eingetauscht werden können.

Wer in seinen Kleiderschrank nichts findet, was er entbehren kann aber trotzdem mitmachen möchte, der zahlt zehn Euro Eintritt zur Party und kann die Jetons für einen Euro pro Stück vor Ort nachkaufen.

Da sich die Promis bei Pool nahezu die Klinke in die Hand geben und für die Veranstaltung bereits fleißig Kleidung gespendet haben, schließlich kommt der Erlös der Münchner Aidshilfe zugute, haben Fashionistas an diesem Abend beste Chancen, das eine oder andere Catwalk-Highlight mit nach Hause zu nehmen. Weitere begehrte Must-haves sind u.a. ein von Lagerfeld handsignierter Bildband, eine cognacfarbene Lederjacke von D´Squared, ein von F.C Bayern Star Mark van Bommel unterschriebenes Trikot so wie diverse Teile von Escada.

Location: Postgarage,
Adresse: Deroystraße 5-7, 80335 München (nähe Hackerbrücke)
Date: Freitag, 28.11.2009
Start: 21 Uhr

So you better get poolish, sell, buy and benefit!

verypoolish.com

pool-swap


ALEXANDER MCQUEEN DATET PORNODARSTELLER

Posted: September 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

at his studio!

at his studio!

In einem, in der New York Times erschienenen, wunderbar intimen Artikel über Modegenie Alexander Mc Queen berichtet die renommierte Stilkritikerin Cathy Horyn, neben vielen anderen interessanten Fakten, dass der Brite aktuell eine Romanze mit einem Pornodarsteller aufrecht erhält, den er erst kürzlich über das Internet kennengelernt habe.

Dass Beziehungen zwischen Männern aus dem Sexgewerbe und hochbegabten Kreativen mit intellektuellem Anspruch  quasi von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind, bewies schon das deprimierende auf-und-ab von Marc Jacobs, der zunächst einen Stricher, später einen tumben Porno-Akteur hinterherhechelte, bevor er in dem souveränen Werbemanager Lorenzo Martone seine große Liebe fand. Mehr Informationen zum aktuellen Beziehungsstatus des offen schwul lebenden Modemachers McQueen erhält der Leser jedoch nicht. Vielmehr beschreibt Cathy Horyn in einfühlsamen und absolut lesenswerten Zeilen die Entwicklung McQueens vom unsicheren Moderebel der Londoner Modeszene zu einem der größten und einflussreichsten Designer unserer Zeit. So steht McQueen heute an der Spitze eines professionellen und weltweit agierenden Modeunternehmens, dass seinen Namen trägt.

Zum Artikel


BLOODY COUTURE BY PHILLIPE & DAVID BLOND

Posted: August 12th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Umarmung gefällig?

Umarmung gefällig?

Dieses schaurig schöne Korsett stammt dem Atelier des New Yorker Designer Duo Phillipe & David Blond (siehe HYPE Artikel) und will auf auf eine landesweite Blutspendenaktion des amerikanischen Roten Kreuzes aufmerksam machen. Unter dem Namen “Saw Blood Drive” findet die Aktion einmal im Jahr an Halloween statt.


THAT´S FASHION - PROTOKOLL EINES SHOOTINGS

Posted: Juli 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , | No Comments »

Fashionshooting

Fashionshooting

Ein fashion-shooting in München mit dem renommierten Modefotografen Dirk Bader. Es ist Freitag, 8 Uhr morgens. Model und Make-up Artist treffen pünktlich ein. Jeder von uns bezieht sofort Position und widmet sich seinen Aufgaben. Acht Looks müssen geschossen werden.

Es gilt keine Zeit zu verlieren. Make-up Künstler John Elliot breitet seine Utensilien auf einen von Neonröhren beleuchteten Kosmetiktisch aus. Alles dabei, einschließlich falscher Wimpern und Extensions, all das ganze Zeug, das hübsche Mädchen in begehrenswerte Frauen verwandelt. Ich hänge die Kollektionsteile , gemäß der am Vorabend zusammengestellten Outfits auf die Kleiderstange, reihe Schuhe und Taschen auf dem Boden nebeneinander auf und sortiere die Accessoires, Gürtel zu Gürtel, Handschuh zu Handschuh.

Kurze Besprechung mit John bezüglich des Make-ups. Er begutachtet die Kleider und die Entscheidung für orangefarbene Lippen und toupierte Haare ist schnell gefallen. Während Dirk sich für einen rostrotbraunen Fotohintergrund entscheidet, gehe ich noch einmal alle Kombinationen durch und ergänze hier und da ein Accessoire, tausche Schuhe und stelle das ein oder andere Teil schließlich doch noch zugunsten eines anderen Stücks zurück.

Während ich im Folgenden darauf warte das Eva aufgefrischt wird, führe ich bei einer Tasse mit dem Studioleiter ein nettes Gespräch über digitale Bildbearbeitung und welchen Anteil Photoshop an der Bildung eines neuen Schönheitsideals hat. Model Eva-Maria, ist soweit.

Ready to take off? Musik darf bei einem Shooting nicht fehlen, im Idealfall unterstützt sie die Atmosphäre am Set und hilft dem Model beim posing! Wir entscheiden uns aufgrund der aufwendig bestickten Klamotten und für den Sound der 1980er.

“She works hard for the money” von Donna Summer schallte es sogleich aus den Boxen. Einsatz Windmaschine: die Haare fliegen, verdecken immer wieder mal das Gesicht oder wichtige Stellen des glitzernden Oberteils. Der erste Look ist “im Kasten”,es folgen noch sieben weitere. Outfit Nr. 3 macht Probleme, es wirkt nicht, weder im sitzen noch stehend! Doch die Teile müssen abgelichtet werden, allen voran die reich mit Kristallen verzierte Leggins. Doch in Kombination mit der Lederjacke?

“Geht gar nicht”, befinden wir einstimmig! Ein Max Mara Mantel ist die Rettung. Leggings und Mantel bilden einen “stimmigen” Kontrast.  Nach jeder einstellung schauen wir uns die  Ergebnisse vorab gemeinsam auf dem Mac an. Dirk hat ein fantastisches Auge und fischt in Sekundenschnelle aus mehreren Dutzend, die zwei besten Schüsse heraus. Die bisherige Auswahl nebeneinander auf dem Desktop abgelegt, lässt bereits eine zusammenhängende Strecke erkennen. Das motiviert ungemein. Auf ins nächste Kleid! Nach zehn Stunden auf den Beinen, betrachten wir das Ergebnis unserer Arbeit: eine fertige Modestrecke. Wunderbar! Die Bildbearbeitung wird dem Resultat nun sein letztes finish geben.


JEAN PAUL GAULTIER - THAT´S WHY WE WILL ALWAYS LOVE YOU!

Posted: Juli 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Jean Paul Gaultier gehört zu den wenigen Designern, denen es gelingt auch nach 30 Jahren im Business selbst abgeklärteste Modeprofis noch zu begeistern. Zur Vermarktung seines von Agyness Deyn beworbenen Parfums “Ma Dame” hat der Couturier in Zusammenarbeit mir dem französischen DJ Martin Solveig und Dragonette Sängerin Martina Sorbara ein Musikvideo in herrlicher old-school Manier inszeniert.

Einen Hinweis auf das Parfum findet man in dem Clip zwar nicht, dafür gibt es interessante Einblicke in die Pariser Firmenzentrale des Modeschöpfers, in der das charmante Video gedreht wurde. Wie so oft bei Parfumwerbung der Fall, hat auch dieser Clip den gewissen fashion-appeal, den offenbar nur Modedesigner erzeugen können. Auch Monsieur Gaultier selbst, blickt mit spitzbübischen Grinsen, für ein paar Sekunden, in die Kamera. Der Song mit dem gute-Laune-feeling und dem plakativen Titel “Boys & Girls” hat Drive und Allure. HYPE zeigt das Video in voller Länge:

Gaultier “Boys & Girls” - The Video

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BERLINER CHIC - JA WO DENN?

Posted: Juni 1st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , , | 1 Comment »

by courtesy of styleserver

by courtesy of styleserver / Berliner Chic !?

Streetstyle Blogs sind eine feine Sache.  Mit Fotokamera und Mac Book bewaffnet streifen die Macher durch die Metroplen dieser Welt, um uns auf tagesaktueller Basis die besten  Looks von der Straße zu präsentieren. Die  zur Begutachtung ins Netz gestellten Aufnahmen auf Facehunter, Styleclicker und Stil-in-Berlin geben  allen Modeinteressierten wie auch Designern ein weitaus realisterisches Bild von dem, was tatäschlich auf der Straße getragen wird als der Blick in die Fachzeitschrift.

Auffallend hierbei ist,  dass die Abgelichteten in ihrem Bemühen um Individualität jedoch  fast alle gleich aussehen, und zwar weltweit. War der exzessive Stilmix vor zehn Jahren noch progressiv und verlangte von seinen Trägern  eine gehörige Portion Tragemut, so ist der “Hauptsache-nix-passt-zusammen-Look” längst  zum Mainstream verkommen.

Der Trash-Appeal: Nerd Brille, Muster Misch-Masch, Leggins,  Taillengürtel, Vintage Lederjacke und Designer Tasche ist  mittleweile bei jeder Modestudentin -  in München wie in Manchester- Programm.  Mit Individualität hat das nicht mehr viel zu tun. Den Mix von Stilen, die eigentlich nicht miteinander harmonieren, bisweilen sogar völlig konträr sind,  haben wir größtenteils Patricia Field zu verdanken, die es verstand Retro-Teile mit Designerstücken zu kombinieren  und den Look über ” Sex and the City”  global  etablierte. Was in der Serie zweifellos grandios und glamourös  ausschaute,  gipfelte vielerorts und speziell in Berlin in eine Ästhetik des “Abgerotzten”.

Die deutsche Modeszene schaut auf die Haupstadt und ihre Protagonisten, die selbst keinen Schimmer haben, warum man gerade sie ständig als hip  (v)erklärt. Sie tragen doch nur die Kapuzenjacke mit dem Druck, der an die schäbigen Bezüge billiger Versandhaussofas erinnert.  Hielt man die Didgeridoo spielende, rothaarige Kreuzberger Alternative eben noch für peinlich, gilt sie Dank ihrer Kombination aus verwaschenen Benetton-Leggings, eines ungebügeltenVintage Shirts und L.A. Gear Schuhen, plötzlich als “contemporary cool”. Besiegelt durch das digitale Abbild im fashion blog! Ohne ihr eigenes Zutun werden,  dank der bloggenden Stylescouts, aus Normalos plötzlich fashion-people.

Zwar wäre jede Wilmersdorfer Witwe im Chanel Kostüm wesentlich ablichtungswürdiger, doch die sind so selten, dass man sie einfach nicht vor die Linse bekommt.  Stilmix ist wunderbar, doch gerade weil diese Art sich zu kleiden so vielfältige Möglichkeiten bietet seine Persönlichkeit auszudrücken, verwundert das homogene Ergebnis. Vermutlich sind wir alle längst nicht so individuell wie wir gerne glauben! Daher gehen wir auf Nummer sicher und bedienen uns alle aus dem selben Topf, orientieren uns an der Masse.  Tröstlich zumindest, das dies kein ausschließlich deutsches Phänomen ist. Doch besonders im Falle Berlins, möchte man den Bewohnern am liebsten laut entgenschreien: “geht das nicht wenigstens ein bisschen eleganter?”


INTERVIEW: HYPE magazine is introducing NINA ARSENAULT

Posted: Mai 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , , , , | No Comments »

I´ll show you how to...Nina Arsenault

I´ll show you how to...Nina Arsenault

In Kanada ein Superstar - in Europa gänzlich unbekannt; noch!  Megatranse Nina Arsenault ist hot. Sie selbst beschreibt sich als “queer art object” und Künstlerin. Definitiv ist sie Kanadas berühmteste Transsexuelle und zählt zu den bekanntesten Queer Celebrities des Landes.

Nina wuchs zunächst in bescheidenen Verhältnissen in einer Wohnwagen Siedlung in Beamsville, Ontario, einer verschlafenen 10.000 Seelen Gemeinde am Ontario See, als Junge Namens Rodney auf, bevor sie sich 1998 einer ersten Operation, auf ihrem langen Weg zur Frau unterzog. Seit diesem Zeitpunkt investierte die mittlerweile 35-jährige über 160.000 Dollar in ca. 60 chirurgische Eingriffe. Um diese zu finanzieren arbeitete sie für eine Porno Webseite. Hier präsentierte sie sich vor laufender Kamera zahlenden Kunden als onanierender “shemale” Eine Geschlechtsanpassung ist bis heute nicht erfolgt. Die Matrix, Brüste und Penis zugleich, steigern Ninas Marktwert, machen sie zu etwas Besonderem. Arsenault arbeitete als Callgirl und schrieb Kolumnen in Transgender Angelegenheiten für das zweiwöchentlich erscheinende, kanadische Schwulenheft fab und stellte unter Beweis ,dass Sie mit zwei Studienabschlüssen, in Theaterregie und Dramaturgie, mehr Adjektive kennt um sexuelle Handlungen zu beschreiben, als viele andere ihrer Kolleginnen, die gleichfalls nach Ruhm und Anerkennung mittels aufgeblasener Brüste dürsten.

Einfühlsam, differenziert und reflektierend, dabei immer unkonventionell und knackig auf den Punkt formuliert, schrieb sich Arsenault in die Wahrnehmung der kanadischen Gay Community. Wie es sich für eine Kariere als glamouröser Transgender gehört, trat Nina auch als Kleindarstellerin in diversen Serien auf.

Mediales Aufsehen erregte ihre Begegnung mit Rüpelrocker Tommy Lee, dem Ex von Baywatch-Nixe Pamela Anderson in einem Nachtclub von Toronto. Der Drummer von Motley Crue zog Arsenault zunächst auf seinen Schoß und flirtete heftig mit der Schönen, bis ein Anwesender Tommy mitteilte, dass Sie eigentlich ein Er ist. Mit der Begründung, er bräuchte mal eben Zigaretten verließ Macho Tommy Lee mit sichtlich rot gefärbtem Gesicht den Club. Gegenwärtig schreibt La Arsenault an ihren Memoiren mit dem Titel: The Silicone Diaries!

Nachdem sie in diesem Jahr ihre eigene Firma mit dem Namen “Venus Machine” gegründet hat, dürfen wir davon ausgehen in Zukunft mehr von Nina Arsenault zu hören.

Queer Art Object

Queer Art Object


romeoliebtjulian.com bat Nina um ein Interview. Ein Austausch via Internet:

HYPE: Nina, Du bist in einem Trailer -Park aufgewachsen, Siedlungen am Rande der Stadt mit Wohnmobilen, die als Synonym für Armut gelten. Würdest Du sagen, dass Du eine glückliche Kindheit hattest?

Nina: Ich habe bis zu meinem 6. Lebensjahr in einem Trailer gelebt, jedoch waren wir nicht wirklich arm. Meine Familie war extrem sparsam und lebte daher weit unter ihren Möglichkeiten. Als ich sechs Jahre alt war zogen wir in ein richtiges Haus, das mir damals wie eine Villa vorkam. Ich würde sagen, ich hatte das Glück wunderbare, liebevolle Eltern zu haben, die mich stets unterstützten und hinter mir standen obwohl ich aufgrund meines femininen Äußeren und meinem Bedürfnis ein Mädchen zu sei, häufig der Diskriminierung meiner Mitschüler ausgesetzt war. Eine schwierige Zeit. Ich hatte aber Interesse an der Schule, war clever und fand somit sogar Rückhalt bei einigen Lehrern

HYPE: Wann hast Du zum ersten Mal gemerkt, dass Du dich von den anderen Jungs in deiner Umgebung unterscheidest?

Nina: Ich wusste immer, dass ich kein Junge war. In meinen frühesten Erinnerungen sehe ich mich bereits als Mädchen.

HYPE: Wie hat dein Umfeld auf dich reagiert?

Nina: Im Trailer-Park habe ich den anderen Kindern gesagt, dass ich anders bin und damit war die Sache für sie gegessen. Als wir jedoch in eine andere Stadt zogen, haben mich die anderen Kinder dort verachtet. Sie haben sich mich wegen meines mädchenhaften Aussehens verspottet und gemieden. Sogar einige der männlichen Lehrer haben sich vor der Klasse über mich lustig gemacht.

HYPE: Und heute…?

Nina: …lebe ich in Toronto!

HYPE: Hast Du jemals daran gedacht nach New York oder Los Angeles zu ziehen und dich unter die Modeleute zu mischen, über rote Teppiche zu laufen und eine Karriere im Showgeschäft anzustreben?

Nina: Ich denke oft daran nach New York zu ziehen, wo ich Freunde habe, die sagen dass ich dort viel besser hinpassen würde. Doch es ergeben sich ständig so viele Gelegenheiten für meine Arbeit in Toronto, das es schwer ist von hier weg zu gehen. Oftmals denke ich auch daran nach Berlin zu ziehen. Ich sehne mich nach Leuten die einen Sinn fürs Schräge haben. Ich glaube, dass sich Europäer stärker für die verschiedenen Disziplinen der Kunst interessieren als Kanadier und bereit sind durch die Auseinandersetzung mit der Kunst ihren eigenen Horizont zu erweitern.

HYPE: Interessiert Du dich eigentlich für Mode, und wenn ja, welche Designer zählen zu deinen Favoriten?

Nina: Ich interessiere mich sogar sehr für Mode. Meine Lieblingsdesigner sind Alexander McQueen und Balenciaga. Auch Christopher Kane finde ich toll. Ich liebe avantgardistisches, mit aufwendigen Details in handwerklicher Perfektion. Mich interessieren Designer, deren Arbeiten in einem bestimmten Kontext von Bedeutung stehen. Designer, die in der Lage sind eine Art Semiotik der Mode zu formulieren dabei aber die richtige Balance zwischen Intellekt und der Ästhetik aus Linie, Form, Masse, Farbe und Textur finden.

HYPE: Für welche Dinge gibst Du am meisten Geld aus?

Nina: Das meiste Geld gebe ich tatsächlich für Mode und Hautpflege aus. Dann schaue ich mir noch viele Theaterstücke und Tanzaufführungen an.

HYPE: Wie kommt es, dass Dich jeder in Kanadas gay community kennt?

Nina: Die meisten Leute kennen mich aus dem Fernsehen. Hier habe ich bei zwei Reality Shows, Lofters und Kink, mitgemacht. Zudem hatte ich mehrere Auftritte in der kanadischen Soap Train48. Schließlich schrieb ich autobiographische Geschichten für ein Schwulenmagazin, die die Leser offenbar bewegten und zum Stadtgespräch wurden. Als mich Torontos Bürgermeister für meine künstlerischen Leistungen auszeichnete, wurde dies ebenfalls von vielen Medien dokumentiert.

HYPE: Wer hat dich auf dem Weg zu der Person, die Du heute bist unterstützt?

Nina: Ganz klar, meine Eltern! Aber auch Freunde und Künstler wie Sky Gilbert und die Leute vom Buddies at Bad Times Theater.

HYPE: Gibt es etwas für das Du dich politisch einsetzt?

Nina: Ich bin Künstlerin. Ich mache eher auf politische Mißstände aufmerksam als für eine politische Sache zu kämpfen. Ich plädiere jedoch für die Stärkung des eigenen Selbst.

HYPE: Amanda Lepore ist die berühmteste Transsexuelle der Welt und verdient durch den Verkauf von Platten und Merchandising-Produkten ein Vermögen. Neidest Du ihr manchmal den Ruhm?

Nina: Ich respektiere und bewundere Amanda und bin nicht eifersüchtig auf sie. Ich befinde mich auf meiner eigenen Reise und bin gespannt wo diese mich noch hinführt!

HYPE: Hast Du deine Biography “The Silicone Diaries” schon fertig gestellt? Wann wird sie veröffentlicht?

Nina: Bei den “Silicione Diaries” handelt es sich nicht um eine Biographie sondern Memoiren. Hier geht es mehr um meine Verwandlung, die Erlebnisse während meiner Op´s, als um meinen persönlichen Werdegang. Ich weiß nicht wann ich damit fertig sein werde. Es ist ein andauernder Verarbeitungsprozess.

HYPE: Warum gibt es bis jetzt noch keine Website von Dir?

Nina: Ich bin ein Kontroll-Freak und habe zunächst nicht den passenden Web Designer gefunden , der es versteht meine Wünsche umzusetzen. Ich möchte nichts machen, das nicht meinen Vorstellungen entspricht. Nun, aktuell ist etwas in Arbeit.

HYPE: Was sind deine aktuellen Projekte und wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Nina: Ich plane die Toronto Premiere des Stücks “The Silicone Diaries” basierend auf meinen Memoiren, die im November im Buddys at Bad Times Theater in Toronto stattfinden wird. Dem größtem Schwulen Theater Nordamerikas. Ich bin Gastgeberin mehrerer Gay Partys und arbeite an einer Videoserie, die sich mit der Dekonstruktion von Glamour beschäftigt.

HYPE: Was fällt Dir ein wenn Du an Deutschland denkst?

Nina: Da muß ich sofort an den Dramatiker Heiner Müller denken, dessen Werken ich aktuell so verbunden bin, da ich an einem Theaterstück namens “Ophelia Machine “schreibe, das in vielerlei Hinsicht eine Antwort auf Heiner Müllers “Hamletmaschine” darstellt.

HYPE: Die wichtigste Lektion die Dich das Leben gelehrt hat?

Nina: Eine positive Einstellung äußerst sich in einem positiven Leben!

Interview: Sven Barthel

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all photos by courtesy of Nina Arsenault


PHILLIPE & DAVID BLOND / GLAMOUR AUS MANHATTAN

Posted: Mai 21st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , | 1 Comment »

The Blonds Spring-Summer 2009 NY 09/11/08

Phillippe & David Blond / MAO PR

“Glamour- Made in America” hat einen Namen: Blond! Nachdem seit mehr als 20 Jahren der Einheitslook von Calvin Klein und DKNY das Modebild vom Big Apple im Ausland bestimmt und die weit verbreitete Prüderie im Umgang mit Sexualität und dem eigenen Körper die “hilfigerisierung” eines ganzen Landes, von der Ost- bis zur Westküste, nach sich gezogen hat, verfolgt ein Designerduo aus New York ein ganz anderes Konzept und hat damit zunehmend Erfolg. Phillipe & David Blond sind derzeit Manhattans vielversprechendste fashion-newcomer und aufgrund ihres extravaganten Auftretens regelmäßig “talk of the town”.

Die Entwürfe der Beiden verkörpern das verklärte Lebensgefühl einer längst vergangenen Ära. Glitzernde Abendroben, opulent mit Strass und falschen Diamanten besetzte Korsagen, Glanzoptiken, Metallicstoffe, fiebrige Farben und messerscharfe Schnitte. Immer over the top aber stets genial!

Blond spring 2009 / Courtesy of Mao PR NYC

Blond spring 2009 / Courtesy of Mao PR NYC

Tragbar? Im Umfeld der zwei Über-Kreativen stellt sich diese Frage nicht. Wer eine Show der Beiden besucht, der fühlt sich zurückversetzt in das hedonistische New York von Halston, Andy Warhol und des Studio 54, und taucht ein, in die Welt der amerikanischen Popkultur. Barbie und Hollywood inklusive! Für Phillipe und David Blond und ihrem Gefolge aus Drag Queens, Stilikonen, Szenemachern, ehemaligen Blitz Kids, ist der unbeschwerte 80er Jahre Zeitgeist kein abgegriffenes Klischee, sondern gelebte Realität, in der die Rezession keinen Platz hat. Geht nicht gibt es nicht. Im Kontext des mondänen fashion-couples ist Nonkonformismus Gesetz!

Bisher haben sie drei Shows gemacht. Zuletzt präsentierten Sie ihre Mode im September 2008 bei der New York Fashion Week und ernteten dabei internationale Anerkennung. Umso überraschender die Abwesenheit des noch jungen Labels bei den New Yorker Schauen im Februar 2009. Zur Begründung heißt es laut ihrer PR Agentur etwas kryptisch, das Duo arbeite gerade an einem Film über seine nächste Kollektion. Vielleicht waren es aber auch einfach nur die hohen Kosten, die eine Teilnahme an der New York Fashion Week verhinderten. Vielleicht bereitete auch die rechtzeitige Fertigstellung der aufwendigen Showpieces Probleme. Die Herstellung der aufwendigen Unikate nimmt enorm viel Zeit in Anspruch. Verständlich, dass sie nicht mit dem Produktionsrhythmus eines Ralph Lauren mithalten können. Müssen sie auch nicht! Ihre Roben sind zeitlos und unterliegen nicht dem saisonalen Verfall. Trends spielen bei Blond keine Rolle, vielmehr geht es um die Realisierung einer Vision. Zahlreiche Stars, die von Berufswegen her auffallen müssen, wissen das dramaturgische Know-how der beiden Freigeister zu schätzen. Viele von Ihnen haben sich bereits von Blond für Auftritte oder Werbekampagen ausstatten lassen. Darunter Britney Spears und Rihanna.

Blond / by courtesy of MAO PR NYC

Blond / by courtesy of MAO PR NYC

David Blond, mit bürgerlichem Namen David Trujillo, stammt von der Sonneninsel Key West, in Florida. Phillipe Rollano ist gebürtiger Puerto Ricaner und studierte Modedesign am FIT in New York. Erstmals getroffen haben sich die Zwei vor neun Jahren in New Yorks berühmtesten und mittlerweile geschlossenen Nachtklub, dem Roxy. Seitdem sind sie privat ein Paar! Bevor die Beiden ihr Label gründeten arbeiteten sie für unterschiedliche Unternehmen der Modebranche. David, der in Miami fashion merchandising studierte, dekorierte zehn Jahre lang Schaufenster, darunter auch die von Macys und Barneys in Manhattan. Stylistin Patricia Field war eine der Ersten, die auf das Talent der kreativen Jungs aufmerksam wurde und deren schrillen Entwürfe in ihrem Downtown Store verkaufte. Stilguru und Kolumnist Patrick McDonald stelle die extrovertierten Modemacher den richtigen Leuten vor und ebnete ihnen somit den Weg in die Modeszene.

Der hübsche Phillipe, der je nach Lust und Laune, öffentlich mit blonder Perücke als Frau auftritt und sein Partner David, dessen Extravaganzen sich auf die blond gefärbte Tolle, eine behaarte Brust und einen schwarzen Hermés Gürtel beschränken, wirken optisch wie Barbie und Ken mit dem Elan von Jennifer und Jonathan Hart. Die Blondinen verzaubern New York. Wo immer sie im Nachtleben auftauchen, sind die Paparazzi nicht weit. Blondes have definitely more fun!


Comme des Garcons & VOGUE Nippon´s Pop-up store opening

Posted: April 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Rei Kawakubo

Rei Kawakubo

Die Erfinderin der Guerilla Stores, Comme des Garcons Designerin Rei Kawakubo, hat in Zusammenarbeit mit der japanischen Vogue, anlässlich deren 10jährigen Bestehens, ein Konzept für einen temporären Pop up Shop entwickelt. Ab Ende Mai werden hier limitierte Kollektionsteile und Accessoires angeboten. Die künstliche Verknappung um Wertigkeit zu suggerieren und Begehrlichkeit beim Kunden zu wecken ist kein sonderlich neues Marketinginstrument. Dennoch sind die Erzeugnisse aus dem Hause Comme des Garcons mehr als bloß ein weiteres It-Accessoire der Saison. Kawakubos Entwürfe sind durchdacht, originell und häufig dem Zeitgeist voraus. Der progressive Charakter, der ihre Produkte umgibt, macht sie bei Mode Connaisseuren auf der ganzen Welt so gefragt. Um eine Kooperation mit anderen Labels muss die Designerin deshalb nicht lange bitten. Ihren Status als Intelektuelle, Visionärin und Innovatorin hat sie in ihrer 40 jährigen Kariere unzählige Male unter Beweis gestellt. Die Luxushersteller wissen, dass eine Überarbeitung ihrer Artikel durch Kawakubo selbige modisch adelt. Die erste Liga der Modewelt, darunter Chanel, Fendi, Loewe, Martin Margiela, Walter van Beirendonck und Künstler Takashi Murakami hat nun, in Zusammenarbeit mit der Avantgardistin eine Reihe von Modeaccessoires und Kleidungsstücken in kleinster Auflage kreiiert, welche ausschließlich im Pop Up Store Tokyo erhältlich sind. Das Geschäft in der Optik einer betretbaren Zeitschrift, öffnet erstmalig am 28. Mai und versorgt voraussichtlich bis Ende Dezember 2009 alle fashionistas mit dem Besten was Mode überhaupt bieten kann. ?

Store opening: 28. Mai 2009

VOGUE NIPPON / Comme des Garcons Store
Adresse: 5-12-3 Minamiaoyama, Minato-Ku, Tokyo 107-0062


THIERRY MUGLER mit Beyoncé auf Tour

Posted: März 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | 1 Comment »

Photo by Peter Lindbergh

Photo by Peter Lindbergh

Thierry Mugler, der große Dramturg unter den Designern ist zurück. Leider nur für eine kurzes Intermezzo mit RnB Diva Beyoncé Knowles.
Der Meister der Wespen Taille entwarf die Bühnenkostüme für Beyoncés I am…Tour und wird Gerüchten zufolge als kreativer Berater den Superstar auf seiner Konzertreise begleiten. Ob Muglers Handschrift auch Anwendung auf Bühnenbild und Choreographie findet, bleibt abzuwarten. Denkbar wäre es jedenfalls. Thierry Mugler ist nicht nur Designer sondern auch ausgebildeter Ballettänzer. Einen Ausflug ins Pop Business unternahm der Franzose bereits 1992 mit der Regie des George Michael Videos “Too Funky”. Vor seinem Rückzug aus dem aktiven Modegeschäft im Jahr 2001 veranstaltete der Top-Designer Modenschauen der Superlative. Die Bühne, das Drama, der große Auftritt - Thierry Mugler versteht es Stars und Mode wie kein Zweiter in Szene zu setzen. Thierry Mugler und Beyoncé, noch nie war der Spruch FASHION ROCKS so zutreffend!


GUCCI für Alle!

Posted: März 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , | No Comments »

Gucci Board 01Szenen im Gucci Corner eines Kaufhauses: “Du brauchst unbedingt ne Stoff-Tasche, Leder kanns´te ja nicht ständig tragen!” Ergänzung: ” Die hier kosten auch gar nicht so viel, so um die vierhundert Euro! Antwort: “Echt ? Ja, das ist ja voll nicht viel!”

Das Palaver zwischen zwei Blondinen einer Vierer-Gruppe an einem Samstag Nachmittag im frisch renovierten Oberpollinger. Dialoge ohne Tiefgang unter betuchten Münchner Tussis. Der Rede nicht weiter Wert, könnte man meinen. Doch handelt es sich hier nicht um gut situierte Ehefrauen in ihren Fünfzigern, sondern um sechzehnjährige Teenager. Deren Selbstverständnis im Umgang mit Luxusgütern ist bemerkenswert! Schwellenangst? Fehlanzeige! Diese Kinder wachsen mit der medialen Style Dröhnung ganz selbstverständlich auf und ahmen nach was ihre Eltern ihnen vorleben, Mütter wie Väter gleichermaßen. So wandelt das Quartett unaufgeregt von Shop zu Shop. Mädels mit geröteten Pausbacken, glänzender T-Zone und verkühlter Nasenspitze. Backfische!

Unsexy aber informiert! Sie wissen welche Labels angesagt sind und welche nicht. Sie stöbern bei Prada und gaffen bei Louis Vuitton! Nur beifällig streifen Sie Bottega Veneta, der Laden ist einfach zu klein um sich zu Viert um eine der Ledergelfecht Taschen zu gruppieren. Ebenso ignoriert man Salvatore Ferragamo! Zu alt!

Die markanten Logo Accessoires fesseln die Aufmerksamkeit da schon eher. Doch erst die Metallic Accessoires von MIU MIU vermögen die Begeisterung deutlich, für alle anderen Kunden hörbar, zu heben. Szenen wie diese lassen sich in Großstädten mittlerweile zu Hauf beobachten. Die Teenies von heute sind modisch interessierter als ihre Altersgenossen in den Generationen davor. Diese Entwicklung betrifft nicht nur das weibliche Geschlecht. Auch Jungs interessieren sich heute offen für Mode + Kosmetik ohne sich dabei auch nur im Entferntesten unmännlich zu fühlen. Seit HipHop Stars die Namen internationaler Modelabels in ihre Lyrics einbauen, gilt “dress to impress”. So tragen selbst hartgesottene Kerle mindestens ein Teil mit Designer Signatur am Körper.

Lifestyle- und Boulevard Magazine feiern Designer wie einst Filmstars und berichten entsprechend über die Couture Eskapaden der Red-Carpet Walkerinnen Elvers-Elbertzhagen, Davorka & Co. Dank InStyle, dem Konsumanheizer Blatt aus dem Hause Burda wissen wir was Rihanna wann, wie, wo getragen hat. In Sendungen wie “Are u hot” (man achte auf die Schreibweise) des Musikfernsehsenders VIVA konkurrieren talentfreie Teenies um Anerkennung ohne Leistung. Bewertet werden Body, Face und Personality und das ausgerechnet von Moppel DJ Alex-Christensen, Trash Braut Gülcan und einem unbekannten Friseur! Der Pro7 Quotenhit Germanys Next Top Model bringt selbige zwar nicht hervor, doch dank Bruce Darnell weiß nun auch die pummeligste Melanie aus Hintertupfing, das gar die billigste H&M Tasche” lebäändisch” sein muss, will man diese stilvoll in der heimischen Fußgängerzone vorführen. Vorführen lassen sich in der Hoffnung auf Verbesserung ihrer desolaten Lebenslage auch die teilnehmenden Nerds der Sendung “Das Model und der Freak”. Auch wenn wir Janina Ina Zarella weder auf dem Laufsteg noch in einer Werbekampagne jemals gesichtet haben, glaubt das “Model” zu wissen, was aus einem gewöhnlichen Mann erst einen richtigen Kerl macht. Style ist allerorten und in aller Munde.

Ohne Style verkauft sich nichts mehr. Der Joghurt Becher ebenso wenig wie das Teppichluder. Die Kids wissen dass und ahmen nach, was sie medial serviert bekommen. Aktuell mehr Hülle als Inhalt. Dennoch Style ist natürlich nicht gleich Stil. In Zeiten wo jeder glaubt ihn zu haben und selbst der Kaufhof mit den Begriff für sein biederes Sortiment wirbt, trennt sich hier die Spreu schnell vom Weizen. Das Lager spaltet sich in Connaisseure und Konsumenten, in Profis und Laien, in wenige Individualisten und viele Nachahmer. Unterschiede bleiben nach wie vor sichtbar! Egal wie laut Werbung und Marketing “Stil für Alle” krakeelen. Lediglich die Standards zur Unterscheidung werden höher und damit teurer.

Zu dieser Information gelangt dank Internet auch das Prekariat und zieht nach! Natürlich wollen auch Herr und Frau Jedermann nicht mehr auf ihr Stück Gucci verzichten. Das Bedürfnis der Reichen nach immer teurerer Kleidung steigt somit kontinuierlich. Hauptsache sich abheben vom Pöbel, um dessen teigigen Schmierbauch schon längst die D&G Schnalle spannt.

Die Statussucht beschert den Herstellern von Luxuswaren, und nur diesen, wie bspw. Hermès und Chanel trotz weltweiter Wirtschaftskrise beständig steigende Umsätze. Für all diejenigen, die zwar zu den Connaisseuren zählen, es sich aber schlicht nicht leisten können für einen Pullover € 1000,- hinzublättern, bleibt nur noch die Möglichkeit sich mit Bildung und guten Manieren abzugrenzen. Ohne diese ist der ganze Designer Aufputz ohnehin nichts wert. Sprachduktus und Benehmen verraten mehr über eine Person als deren Sonnenbrille in den Haaren. Hätte das doch bloß jemand den Girlies im Oberpollinger gesteckt: ” Ey Nadja, wie geil, die ham´ die Logo Tücher hier, hamma!”

Was wohl die Designer denken, wenn sie ihre Logo-Prints an Speckhälsen wie denen von Nadja sehen? Darauf eine berühmte Designerin angesprochen, antwortete diese: “Kennen Sie eigentlich den Ausdruck, Perlen vor die Säue werfen?” ?


MARC JACOBS - crazy in love!

Posted: März 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , | 2 Comments »

Marc Jacobs is crazy in love und lässt die ganze Welt an seinem privaten Glück teilhaben. Das Leben des erfolgreichen Designers und Kreativchef von Louis Vuitton gleicht gegenwärtig und von außen betrachtet einer Seifenoper, nur eben ohne Intrigen. Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, trällerte schon Jürgen Marcus Anfang der siebziger Jahre und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Denn bevor Marc Jacobs Jacobs in Lorenzo Martone seine große Liebe fand, durchlebte er ein exzessive Zeit mit Jungs, mit denen sich die gut frisierten Moderedakteurinnen von Harpers Bazaar niemals freiwillig an einen Tisch setzen würden. Bad Boys! Darunter Porno Darsteller Erik Rhodes, der als “dumb” gilt aber zumindest im Schlafzimmer keine Langweile aufkommen lässt, soll Marc Jacobs über einen kurzen Zeitraum den Druck genommen haben.

Jason Preston, ein ehemaliger Stricher, ließ sich das Marc Jacobs Firmenlabel auf seinen Unterarm tätowieren und wurde von fashion-insidern, die namentlich natürlich nicht genannt werden wollten, gerne mal als Schmarotzer bezeichnet. Auf ihn folgte Austin A., ein junges Model aus Los Angeles, das kurze Zeit später wieder von Jason Preston abgelöst wurde, dem Marc Jacobs angeblich ziemlich verfallen gewesen sein soll. Mais c`est l´histoire.

Lorenzo Martone hat offenbar das, was es braucht, um an der Seite und im gesellschaftlichen Leben einer der berühmtesten Designer unserer Zeit ohne Gesichtsverlust bestehen zu können. Offensichtlich fühlt sich der Designer bei seinem “Hunk” in den richtigen Händen und investierte als Zeichen seiner ernsten Absichten, der New York Post zufolge, vor kurzem erst satte 13 Millionen Dollar in den Kauf eines gemeinsamen Liebesnests. Vermutlich wird sich das feine Stadthaus von Architekt Robert A.M. Stern in der New Yorker Bethune Street ür obsessive Fashionistas zu einem ähnlich begehrten Fotomotiv entwickeln, wie das überlebensgroße DKNY Logo an der Houston Street.

Marc Jacobs lebt den Lifestyle, den sein Unternehmen bewirbt so bedingungslos wie nur wenige seiner Kollegen. Sex und Geld scheint im Leben des Top Designers im Überfluss vorhanden. Geschenkt hat man ihm jedoch nichts! Er kommt aus normalen Verhältnissen, hatte Talent und mit Robert Duffy an seiner Seite von Anfang den richtigen Geschäftspartner. Sein Multi-Millionen Dollar Vermögen ist hart erarbeitet. Ebenso wie sein muskulöser Körper. Im vergangenen Jahr hat sich Jacobs nach einem gelungenen Drogenentzug mit eiserner Disziplin vom schwammigen Nerd mit mittellangen, strähnigen Haar zum Hottie mit Sixpack und feschem Kurzhaarschnitt gewandelt. Gesund, vital, männlich! Inwieweit Lorenzo Martone Einfluss auf diesen positiven Wandel gehabt haben mag, ist nicht bekannt.

Lorenze Martone, Werbemanager, ist die optische XL-Ausgabe des Designgenies. Der psychologischen Binsenweisheit folgend, nach der, Leute die sich ähneln einander anziehend finden, haben die beiden sich im März 2008 kennen und kurz darauf lieben gelernt. Im Mai 2008 begleitete dann ein bist dato namenloser, gut aussehender Brasilianer Marc Jacobs zur Costume Institute Gala des Metropolitan Museums. Man präsentierte sich der Mode- und Klatschpresse und diese rätselte fortan über die Identität des Unbekannten. Kein Jahr später muß sich Martone zumindest in Modekreisen niemanden mehr vorstellen. Brav sitzt Lorenzo Martone in der ersten Reihe, wenn sein Schatzi zur eigenen Modenschau lädt. Ob in Paris oder in New York, die Zwei sind gegenwärtig unzertrennlich. Dabei fragt man sich natürlich schon, wie die Lebensgefährten es immer wieder schaffen, ihren eigenen prallgefülten Termine auf die häufigen Reisen des prominenten Partners abzustimmen. Jüngst trug Martone eines der neuen Grafitti Bandanas von Louis Vuitton um den Hals geschnürt und man spürte beim Betrachten der Paparazzibilder: ja, die Beiden gehören zusammen! Martone unterstützt Marcs Arbeit, neidet ihm weder die Anerkennung noch den Ruhm, scheint Verständnis für die Anforderungen des Business zu haben. Dabei gliederte sich Martone selbstbewusst in die Fashion-Szene ein,ohne sich anzubiedern.

Er verfügt über die ausreichende Personality um nicht bloß als “der Freund von…” wahrgenommen zu werden. Andere Promipaare mussten bei derlei offen zur Schau getragenen Liebesbekundungen schon kübelweise Häme über sich ergehen lassen. Tom Cruise kann nach seiner Hopserei auf Oprah`s Studiosofa ein Lied davon singen. Nicht so bei Jacobs und Martone! Das mag zum einen daran liegen, dass Marc Jacobs längst keine New Yorker Geheimtipp mehr ist, sondern ein Designer mit Macht und Einfluß, mit dem Niemand es sich verscherzen möchte, solange er begehrt zur coolen Downtownszene unterhalb der 14th Street zu gehören. Marc Jacobs verkörpert das New York von Heute wie einst Donna Karan in den minimalistischen Neunzigern.

Eine Einladung von Marc Jacobs, egal ob auf eine seiner Shows, zum Store-Opening oder gar zu ihm nach Hause, ist ein Gradmesser für die eigene hippness. Branchenbedingt sind mehr Leute per Du mit ihm als man realistisch gesehen Freunde haben kann. Seinen privaten Umgang pflegt er jedoch weniger mit stöckelnden Fashion-Tippsen als vielmehr mehr mit John und Eric aus dem Brownstone von nebenan. Marc Jacobs hat die Bodenhaftung trotz seines Status als Modeikone nie verloren. Er weiß um die Einsamkeit in der First Class und dass limitierte Handtaschen keine Wärme spenden. Wie jeder von uns hat Marc Jacobs das Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit. Emotionale Stabilität ist wichtig, um in dieser von Eitelkeit, Egoismus und leeren Versprechungen gezeichneten Branche bestehen zu können. Die Stabilität holt man sich am besten bei einem der mit dem Modegeschäft nichts zu tun hat.

Wie leer fühlt es sich an, wenn man nach einem langen Tag voll repräsentativer Verpflichtungen die Tür hinter sich schließt mit dem Wissen dass einem die aufgespritzten Lippen, die einem da permanent entgegen lächeln und die nicht enden wollenden Wangenküsschen, nicht der eigenen Person sondern ausschließlich deren Status gelten. Wie bedeutungslos man plötzlich wäre, würde man nicht diese eine spezielle Position besetzen. Wer fragt heute eigentlich noch nach Todd Oldham?

Marc Jacobs macht sich nicht zum Sklaven eines konservativen Establishments und deren Erwartungshalten an einen Emporkömmling.
Sein Geist ist jung und liberal; dass macht ihn für Viele so sympathisch. Wo schwule Alt-Diven unter den Modedesignern ihren Snobismus und Dünkel pflegen, gegenüber Jedem, der es sich nicht leisten kann zwischen Paris und Mailand dreimal wöchentlich hin und her zu fliegen, wirkt Marc Jacobs wie einer von uns. Ansprechbar, realistisch aber immer interessant genug um ihn ständig um sich herum haben zu wollen. Marc Jacobs ist wie seine Mode: unprätentiös und doch sophisticated. Sein Unternehmen ist eine personalisierte Marke, die ohne ihn nicht funktionieren würde.

Marc Jacobs selbst funktioniert dank Lorenzo Martone einwandfrei. Die Verlobung wurde bereits vollzogen. Gerüchte besagen, die beiden beabsichtigen in naher Zukunft ein Kind zu adoptieren. Es wird das am besten angezogenste Baby von Manhattan sein. Jürgen Marcus hatte Recht: Eine neue Liebe ist wie eine neues Leben! ?