ISAAC MIZRAHI – UNÜBERSEHBAR GUT!

Posted: Februar 28th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Totgesagte leben länger, das gilt diese Tage besonders für Modemacher Isaac Mizrahi. Mit der Präsentation seiner Kollektion unter dem Titel “Poodles & Cakes” bei der New York Fashion Week vor etwa anderthalb Wochen erlebt der 49jährige aktuell einen kleinen Hype.

So richtig weg vom Fenster war er eigentlich nie, zumindest nicht in den USA. Als Host der Reality-Show “The Fashion Show”, aber auch als Gast in diversen Talkshows wurde Mizrahi auch bei non-fashion-people zu einer Art “household-name”. Zwar betätigte sich der aus Brooklyn stammende Modedesigner mit jüdischen Wurzeln seit Beginn seiner Karriere auch modisch fast ununterbrochen und entwarf sowohl Kleidung für die Einzelhandelskette Target als auch für den Shoppingsender QVC, doch datiert die Modepresse die Hochphase seines kreatives Schaffens auf den Zeitraum von 1987 bis 1998. In diesen Jahren schickte sich Mizrahi alle sechs Monate an, die Monotonie des vorherrschenden Purismus auf den internationalen Laufstegen mittels Farbe und humorvollen Entwürfen zu durchbrechen, was zu Beginn seiner Karriere auch fabelhaft gelang.

Zweifellos zählte Mizrahi in dieser Zeit zu den Top 10 der New Yorker Modeszene, nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung der Firma Chanel. Als Chanel aufgrund einer inkonsistenten Stilistik und daraus resultierenden unbeständigen Abverkäufen jedoch die Finanzspritzen für Mizrahis Unternehmen 1998 einstellte, entschwand der Designer allmählich aus dem Bewusstsein der Hochglanz-Tippsen. Etwa 5 Jahre lang war es ihm untersagt Mode unter eigenem Namen zu vermarkten. Nach Ablauf dieser Frist unterzeichnete er 2003 schließlich einen Vertrag mit dem Kaufhausriesen Target und begründete damit sein Comeback. Im Jahr 2008 beauftragte ihn das Bekleidungsunternehmen Liz Clairbone als Chefdesigner frischen Wind in seine altbackene Damenkollektion zu bringen. 2010 kam eine Modelinie für den Shoppingkanal QVC hinzu. Der Umsatz mit Massengütern finanziert letztlich auch seine 2009 neu eingeführte namenseigene Luxuslinie “Isaac Mizrahi New York Collection.”

New York, Februar 2011: Beim Gang über die Madison Avenue entdecke ich auf Höhe der 67. Straße an einem schmalen Backsteinbau ein Werbeschild des von mir schon für “out-of-business” geglaubten Isaac Mirzahi.

Schön schaut er aus, sein Name in Serifenschrift mit dem New York-Zusatz in roten Großbuchstaben. Schön auch die grün-blaue Kombi im Schaufenster, bei der der Schnitt bewusst schlicht gehalten wurde, damit Farbe, Haptik und Qualität wirken können. Ein bisschen Jil Sander aber eben “Made in New York”. Die Tatsache das Mizrahis Luxus-Kollektion fast ausschließlich in den USA erhältlich ist, schürt zudem die Begehrlichkeit. Wo sich anderorts, weder bei Barneys noch bei Saks, kaum noch etwas findet, was sich nicht überall sonst auf der Welt auch kaufen ließe, bekommt Frau in Mizrahis kleinem aber feinen Laden dieses typische Großstadt-Feeling zum Anziehen. New York als eine Art zweite Haut. Also genau das, was auch Diane von Fürstenberg mit ihrem aktuellen Werbeslogan “Dressing home” zu vermitteln versucht! Kosmopolitischer lässt es sich kaum shoppen!

ISAAC MIZRAHI STORE
23 East 67th Street
New York, NY 10065
USA
Tel: 001.212.288-8111
www.isaacmizrahiny.com

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BORIS BECKER im Interview mit HYPE

Posted: Januar 24th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

Auch Tennislegende Boris Becker stattete der Mercedes-Benz Fashion Week  in Berlin, zusammen mit seiner Frau Lilly, einen Besuch ab.  Grund genug für ein kurzes Interview mit dem stilsicheren Jahrhundertsportler.

Boris Becker und HYPE-Chefredakteur Sven Barthel - Foto: Harald Fuhr

Herr Becker, wie empfinden Sie eigentlich den Presserummel um ihre Person?  Sie konnten sich den kurzen Weg  vom Zelteingang bis zur Presselounge nur im Schneckentempo und unter Geleitschutz bahnen, nervt das nicht mit der Zeit?

An manchen Tagen ist das auch für mich noch gewöhnungsbedürftig, aber ich mache das ja schon einige Jahre und weiß normalerweise wie ich mich in solchen Situationen zu verhalten habe. Es schmeichelt natürlich auch, dass nach so langer Zeit immer noch ein derartiges Interesse an meiner Person besteht. Andererseits kann diese Aufmerksamkeit auch sehr anstrengend sein.

Können Sie überhaupt noch in Ruhe einkaufen gehen?

Man erkennt mich eigentlich fast überall, und normalerweise lassen die Leute mich in Ruhe wenn sie mich sehen, außer in Deutschland!

Inwiefern ist Mode überhaupt ein Thema für Sie?

Mode macht mir und meiner Frau Spaß. Nun bin ich ja schon etwas älter, habe meinen Geschmack gefunden und weiche nicht mehr allzu sehr davon ab.

Was ist denn Ihr Geschmack?

Darf ich das mit der Nennung meiner Lieblingsdesigner beschreiben?

Nur zu!

Ich trage gerne Ralph Lauren, beruflich und privat! Ich mag Tom Ford und Dolce & Gabbana. Das sind meine drei Favoriten. Von den deutschen Labels schätze ich Hugo Boss.

Wer berät Sie in Kleiderfragen?

Was ich trage, entscheide ich alleine. Bevor ich aus dem Haus gehe, frage ich aber sicherheitshalber doch nochmal meine Frau, ob ich mit meinem Outfit nicht ganz daneben liege.

Herr Becker, ich bedanke mich für das Gespräch!


MICHALSKY STYLENITE

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Den Laufsteg bildete diesmal kein langer Streifen sondern ein großes weißes Rechteck über dem eine riesige Leinwand  auch den Zuschauern auf den hinteren Rängen des Tempodroms  Blicke auf Michalskys neue Herbst/Winter Kollektion im Detail ermöglichte.

Michalsky Fashion Show im Berliner Tempodrom - Foto: HYPE MAGAZINE

Michalsky Fashion Show im Berliner Tempodrom - Foto: HYPE MAGAZINE

Des Designers bevorzugte Farben für den Winter sind Schwarz, Weiß, Camel, Anthazit und Fuchsia. Pat Cleveland, Modelikone der 70ies, präsentierte ein bodenlanges weisses Kleid, großzügig besetzt mit Glitzersteinchen deren Funkeln im Scheinwerferlicht dem Publikum einen spontanen Applaus entlocken konnte. Lediglich die grauen Wildlederboots dazu wirkten ein wenig derbe.

Mit Ausnahme eines anthrazitfarbigen Glitzeranzuges sieht Michael Michalsky Männer im nächsten Winter lieber sportlich als formell gekleidet. Hi-Top Sneakers, kurze Jacken, Kapuzenpullis mit Reißverschluss, Baggy-Pants aus Flanell und ein subtiles Camouflage-Muster lassen Jungs wie Jungs ausschauen, und das ist auch gut so. Elegant hingegen offenbart sich Michalskys Frauenbild: Abendkleider mit Stufenvolants, schwingende Mäntel, ultralange Lederhandschuhe, Glitzerfransen und ein sexy Korsagenkleid aus gestepptem Leder waren auf den Punkt und verzichteten auf dekorativen Firlefanz.

Michalsky Fall/Winter 2011/2012 - Foto: MICHALSKY


BOSS: HUGO SIEHT ROT BEI BERLIN FASHION WEEK!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

HUGO F/W 2011 - photo: ©Michael Tinnefeld by courtesy of HUGO BOSS

Hugo Boss lud zur Modenschau und “tout le monde” strömte in die großzügigen Hallen der Neuen Nationalgalerie, die gemäß der Marken-CI der Linie HUGO entsprechend in Rot und Schwarz umgestaltet wurden. Wie zu erwarten, bildete die HUGO Show einen der Höhepunkte der Berlin Fashion Week.

Der Modegigant aus Metzingen scheute keine Kosten und Mühen den Abend zu einem glamourösen Ereignis werden zu lassen. Trotzdem blieb die Veranstaltung bodenständig. Die VIP-Dichte war zwar überschaubar aber mit Lewis Hamilton, Tilda Swinton und Chloë Sevigny hochkarätig besetzt. Verwunderung unsererseits herrschte im Falle der Platzierung der fabelhaften Angelica Blechschmidt. Die ehemalige Chefredakteurin der deutschen VOGUE hätten wir gerne in der ersten Reihe gesehen und nicht etwa in der dritten.

Und die Mode? Die wurde von der ersten Garde der momentan angesagtesten Laufstegbeauties auf einem schwarz gelackten Catwalk präsentiert. Dabei blieb Hugos Chefdesigner Eyan Allen dem cleanen HUGO-Stil treu und zeigte schmale Silhouetten, klare Linien, Glanzoptiken und coole Looks aus Leder, alles sehr souverän umgesetzt. Überraschend: Geht es nach HUGO trägt Frau auch bei Minustemperaturen noch Minirock. Die Farbpalette für den kommenden Winter beschränkt sich dabei auf Schwarz, Weiß, Dunkelblau, Kieselgrau und Camel. Als Farbtupfer für die kalte Jahreszeit propagiert HUGO Akzente in Rot. So weit so gut. Bleibt zu hoffen, dass auch die  schönen, feuerroten Herrenlederschuhe ihren Weg in den Einzelhandel finden.

HUGO F/W 2011 - photo: ©Jessica Kassner / by courtesy of HUGO BOSS


UNRATH & STRANO are back!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Foto: HYPE MAGAZINE

Nach der Insolvenz ihres Labels im Vorjahr, feierten Klaus Unrath und Ivan Strano am Donnerstag Abend ihr Comeback im Fashion-Zelt am Bebelplatz. Models mit einheitlichem schwarzem Lockenschopf, roten Kussmund und Kulleraugen erinnerten an Betty Boo und staksten unter den Augen von Franziska van Almsik und Minu Barati-Fischer über den silbernen Laufsteg. Es dominierten Schwarz, Gold, Oliv, Beige und Grau, ergänzt um Farbtupfer in Weiß und Blau. Schön zu sehen, dass Unrath & Strano trotz ihres Vorsatzes künftig auch bezahlbare Tageskleider zu schneidern, den Abendkleidern, die sie bei der Hauptstadt-Society einst so populär gemacht haben, auch weiterhin die Treue halten.


LAURÈL

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Photo: HYPE MAGAZINE

Zugegeben, so viel Coolness wie Laurèl bei der Präsentation seiner Herbst/Winter Kollektion 2011 an den Tag legte, hatten vor allem die unter 30jährigem im Saal dem Modeunternehmen gar nicht zugetraut. Eine Riege junger Bloggerinnen zeigte sich, ihren Gesichtsausdrücken nach zu urteilen, positiv überrascht und  hielt jeden einzelnen Look mit ihren Kameras fest. Die Show eröffnete Topmodel Karin Thormann, begleitet durch die musikalische Live-Darbietung der Band The Sounds, deren herrlich unterhaltsame Sängerin Maja Ivarsson, ein ultramarinblaues Minidress aus der vorgestellten Kollektion trug und mit ihrer Musik eine derart gute Laune im Saal verbreitete, die sogar Boris Beckers Ehefrau Lily zum rythmischen Wippen mit der Schulter verleitete.

Das Farbkonzept von Laurèl Chefdesignerin Elisabeth Schwaiger setzt für den kommenden Winter auf Braun- und Grautöne sowie Eisblau. Kontrastierende Akzente setzen dabei die Farben Rot und bereits erwähntes Ultramarinblau. Zudem propagiert Laurèl den Overall, kniehohe Lederstiefel, und lange Wildlederhandschuhe als unverzichtbare Must-haves für die Frau im Winter 2011/2012. Lässiger Chic mit 70ies Anleihen, die wertig und zeitgemäß rüberkommen – da schaut man gerne hin!


DAWID TOMASZEWSKI beweist internationales Niveau in Berlin – endlich!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Gemessen an seinen Entwürfen gehört Dawid Tomaszewski eigentlich nicht nach Berlin. Mit seiner zeitgemäßen Interpretation von Glamour sticht er wohltuend aus der Monotonie deutschen Mode-Designs heraus, das sich seit Ewigkeiten auf Basics und langweiliger Casual-Wear in Grau, Schwaz und Beige beschränkt.

Dawid Tomaszewski Fall/Winter 2011 - Foto: by courtesy of Dawid Tomaszewski

Das Grau und Schwarz nicht gleichbedeutend mit Tristesse sein müssen, bewies Tomaszewski mit seiner Show am zweiten Tag der Berlin Fashion Week. Zart fließende Bustierkleider mit weichem Fabverläufen, ein opulent mit Strass-Steinen besticktes Oberteil – très très chic, aufwendiger Strick, und in der Taille geraffte Bleistiftröcke aus Wolle, voilà!

Die stilistische Handschrift des in Polen geborenen Designtalents vertrüge im Wettbewerb mit den ganz Großen der Branche vielleicht noch einen Hauch mehr Mut, hat aber bereits jetzt schon sichtbar internationales Niveau. So ist es diese perfekte Balance aus Individualität und Kommerzialität gepaart mit einer sehr professionellen Selbstdarstellung, die auf Leistung statt auf billigen Showeffekten beruht, die Tomaszewski als Modemacher eine Glaubwürdigkeit verleihen mit der er vermutlich auch in Paris bestehen könnte.

Aktuell ist Dawid Tomaszewskis Kollektion mitunter das Beste Angebot was “Mode made in Germany” stilbewussten Frauen zu bieten hat: Mondän, sophisticated, im Detail raffiniert und handwerklich bestens verarbeitet!

Zweifellos ist Dawid Tomaszewski nicht nur für die deutsche Hauptstadt, sondern für die deutsche Modeszene insgesamt, die seit Wolfgang Joop, Jil Sander und Gabriele Strehle kein wirklich international wirkendes Label mehr hervorgebracht hat, ein Segen. Man kann nur hoffen, dass der junge Modemacher nicht eines Tages doch noch nach Paris abwandert.


PATRICK MOHR – Eiertanz zwischen Kommerz und Avantgarde

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

An Patrick Mohr scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Die einen preisen ihn als das vielversprechendstes Talent der deutschen Modeszene, die anderen blicken fast schon mit Abscheu auf seine bislang nicht gerade massenkompatiblen, semi-konzeptionellen Entwürfe im “Sack und Asche Look”.

Foto: HYPE MAGAZINE

Doch nach der Präsentation seiner Kollektion für den kommenden Winter fiel der Applaus im Fashion-Zelt am Bebelplatz, durch die Stuhlreihen hinweg, deutlich verhalten aus. Mit Ausnahme einzelner “Wuo-Wow-Wah-Zwischenufe” seiner unerschütterlichen Fanbase. Ob es an der sonoren Musik lag sowie dem meditativen Schritttempo seiner Models beim Gang über den Laufsteg, oder schlicht und ergreifend an der Enttäuschung darüber, dass Mohr dieses Mal auf jegliche Provokation verzichtete, stattdessen, aufgrund neuer Firmenstrukturen, erstmals “kommerzielle” Kollektionsteile zeigte?

Nach wie vor reizvoll: die optische Aufweichung der Geschlechtergrenzen, ein kontinuierliches Prinzip in Mohrs Arbeit, wird durch das uniforme Make-up und die langen zurückgekämmten Haare seiner Models deutlich, insbesondere aber durch die zugklebten Münder und abgedeckten Augenbrauen. Typisch feminine und maskuline Elemente, die von der Form des Mundes und der Augenbrauen ausgehen werden so auf einen neutralen Nenner gebracht. Patrick Mohr benennt das Thema seiner Kollektion deshalb auch mit dem Begriff “eineiig”.

Die Erstellung einer Kollektion auf der Basis eines selbstgewählten Themas, dient Designern in der Regel dazu den roten Faden während der Kollektionserstellung nicht aus den Augen zu verlieren. Im Falle von Patrick Mohr war dieser am Mittwoch jedoch nicht erkennbar. Doch gerade Mohrs Verweigerung die Erwartungen seiner Anhängerschaft zu erfüllen, die scheinbare Unbekümmertheit über die Meinung Anderer sowie die Konsequenz mit der er seinen Idealen folgt sind genau jene Faktoren, die zumindest Berliner Bloggerinnen aufgeregt den Schauen Patrick Mohrs entgegenfiebern lassen.

Patrick Mohr ist nicht wirklich zu fassen. Er polarisiert, sowohl mit Fusselbärten und Alien-artigen Köpfen, wie bei seiner Show im Juni 2010 , als auch mit alltagstauglichen Kleidungsstücken, wie jetzt im Rahmen seiner aktuellen Show, unter dem salomonischen Titel “Monovular” vorgestellt.

Fazit: Es scheint als befinde sich der in München ansässige Modemacher augenblicklich in einer Art kreativem Schwebezustand. Wo geht’s lang, Herr Mohr? Die Antwort darauf bleibt Patrick Mohr dem Publikum bis zur nächsten Fashion Week schuldig.


LEVER COUTURE: ausbaufähiger red-carpet-chic!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Foto: HYPE MAGAZINE

Modemacherin Lessja Verlingieris gibt nicht gerne Interviews, irgendwie scheint sie dazu zu schüchtern. Statt vor den Diktiergeräten der Reporter tobt sie sich lieber an ihren Kreationen aus.

Diese zeigte die erst 27-jährige Ukrainerin sodann auch zum ersten Mal auf der Mercedes Benz Fashion Week Berlin und zwar, dank grooviger Musikauswahl und flotter Choreographie, im Rahmen einer stimmungsvollen Show. Die Models, darunter Wolfgang Joops einstige Modelentdeckung, Franziska Knuppe, präsentierten kunstfertige, aufgebauschte Roben bestehend aus Schleppen, Rüschen und üppigen Volants. Tagestauglich sind Verlingieris Modelle zwar nicht, dafür garantieren sie ihrer Trägerin auf dem roten Teppich die volle Aufmerksamkeit. Wunderbar waren die aus schimmernden Metallplättchen gefertigten Kleider, welches Assoziationen an die Roben Versaces Mitte der Neunziger Jahre wecken, und dass, obwohl die Modemacherin dem italienischen Luxuslabel, so gar nichts abgewinnen kann, wie sie selbst sagt.

Dennoch: Wer sein Label mit dem Couture Begriff schmückt, der schraubt die Erwartungshaltung seines Publikums zwangsläufig gehörig nach oben. Die Liebe zum Detail darf sich bei einem “Couture”- Modell nicht auf einen einzelnen Teil des Kleides beschränken sondern muss sich eben auch sichtbar in der Verarbeitung eines Ärmels, des Revers und der Säume fortsetzen. Somit bleibt Couture als Königsdisziplin der Modeschaffenden für jeden Designer eine der schönsten, gleichsam aber auch eine der größten Herausforderungen, denen sich auch Verlingieris stellen muss.


A.F. VANDEVORST

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Die Berliner Modewoche begann mit einem internationalen Namen: A.F. Vandvorst. Bereits um 10 Uhr morgens präsentierten die Designer An Vandevorst und Filip Arickx am Mittwoch ihre Zweitline “A.Friend”.

Der Name sei dem Umstand zu verdanken, dass die Kollektionsteile dieser Line für die finanziell schlechter gestellten Freunde des Belgischen Designer-Duos gestaltet wurden, also für all diejenigen, die sich die Stücke aus der Hauptline -die übrigens in Paris gezeigt wird- nicht leisten können. So eine Geschichte kommt im notorisch klammen Berlin natürlich bestens an.

Was gab es zu sehen: tragbare Mode, Layerings und Wickeloptiken in verschiedenen Brauntönen, Rostrot und Schwarz und natürlich, typisch Vandevorst, feste Stumpfhosen mit einem applizierten roten Wollfaden als Eyecatcher. Das Styling gibt sich lässig, bei einzelnen Outfits auch fast schon nachlässig.

Auffällig waren insbesondere die Frisuren der Models. Haare, quer über das Gesicht der Laufsteg-Elsen gekämmt, muteten eigenwillig an, und verlangten den Models einen guten Gleichgewichtssinn ab. Glücklicherweise geriet trotz eingeschränkter Sicht keines der Mädels während ihres Laufs über dem Catwalk ins Schlingern.


Das Phototagebuch zur Berlin Fashion Week

Posted: Januar 6th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

The Photo Diary

The Photo Diary / Photo by: Marc Schuhmann

Wir alle lieben Bilder, die uns an der besonderen Intensität bestimmter Situationen teilhaben lassen, die einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Erst recht, wenn es sich dabei um zugangsbeschränkte Veranstaltungen wie die Berlin Fashion Week handelt, die in knapp zwei Wochen wieder beginnt.

Der Band “The Fashionweek Photodiary #2” ist eine Art Photo-Tagebuch, dass Geschichten rund um die Berliner Modewoche im Juli 2010 in Bildern aus nächster Nähe erzählt und dabei viele überraschende Details offenbart. Neben Aufnahmen von den Events etablierter Labels wie Michalsky und Calvin Klein beinhaltet die Publikation auch Bildmaterial von den Schauen aufstrebender Nachwuchstalente, wie bspw. Michael Sontag.

Die abgebildeten Fotos von Initiator Marc Schumann und drei weiteren Berliner Fotografen wurden ausschließlich analog fotografiert. Nichts was auf ihnen zu sehen ist, wurde konstruiert oder gar verfremdet – eine wahre Besonderheit im digitalen ergo manipulativen Zeitalter.

Vor einem Jahr wurde die erste Ausgabe des Bildbandes in einer Miniauflage von 50 Exemplaren lanciert, die zweite Ausgabe glänzt nun mit einer Auflage von 400 Exemplaren und erscheint am 20.01.2010 im Verlag Seltmann+Söhne.

Format 14×19 cm, 192 Seiten,
Hardcover in schwarzem Velours, Fadenheftung, 127 Photographien
in Schwarzweiß und Farbe, Begleittexte in deutscher und in englischer Sprache,
ISBN 9783934687936, Preis: 34,90 €.

thephotodiary.de


GERÜCHTEKÜCHE: SAM FRENZEL BALD CHEFDESIGNER VON ROECKL?

Posted: Juli 23rd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | 1 Comment »

roeckl-frenzelGut möglich das Sam Frenzel (30), Gewinner des “Designer for Tomorrow Award 2009″ und seitdem Shooting-Star der deutschen Modeszene, bald von der Spree an die Isar ziehen wird.

Wie uns gestern von “Fashion-Lippe” zugezwitschert wurde, soll der sehr selbstbewusste aber eben auch sehr talentierte Modedesigner ein Angebot der traditionellen Handschuhmanufaktur ROECKL erhalten haben, um künftig als Chefdesigner das Sortiment des Unternehmens modisch up-to-date zu halten. “Man denke da so in Richtung Hermès”, tönt es aus dem Gewusel eines Münchner Schicki-Micki Empfanges. Wer hier 1 und 1 zusammenzählt, der schlussfolgert daraus, dass ROECKL demnächst mit einer vollständigen Pret-à-Porter Linie an den Markt gehen könnte. Was im Falle eines tatsächlichen Engagements Frenzels aus dessen eigenem Label wird, ist uns bislang nicht bekannt. Wir stellen klar, dass weder Geschäftsführerin Annette Roeckl noch Sam Frenzel jemals auch nur ein Wort in dieser Angelegenheit mit HYPE gewechselt haben. Sollte sich das Gerede dennoch bewahrheiten – und wir halten unsere langbeinige Quelle hier für sehr glaubwürdig- heißen wir Sam Frenzel in der bayerischen Landeshauptstadt natürlich herzlichst willkommen und sind gespannt auf die neue Ausrichtung von Roeckl. Schaun’ mer mal!

samfrenzel.com


Big Apple goes Berlin: Calvin Klein erstmals auf der Fashionweek

Posted: Juni 25th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | 2 Comments »
calvin-klein-hommes

photo by courtesy of LOEWS PR

Berlin bittet zur Fashionweek, New York kommt. Diesmal schickt der Big Apple einen ganz großen Fashion-Vertreter: Calvin Klein wird zum ersten Mal auf deutschem Terrain ein Multibrand-Event zeigen. Dafür hat sich das New Yorker Label prominente Unterstützung gesichert.

Hollywoodstar Diane Kruger, die das Gesicht des neuen Dufts Calvin Klein Beauty ist und Model Lara Stone, die in sämtlichen Herbstkampagnen zu sehen sein wird. Sie sind die Special Guests der Veranstaltung in der Münze, jenem historischen Gebäude, das bis 2005 eine der ältesten Prägeanstalten Deutschlands beherbergte. Das Bauwerk in Berlin-Mitte wurde für das Event in einen einzigartigen Fashiontempel verwandelt, in dem 50 Models aus aller Welt auftreten sollen.

Wer jetzt allerdings eine normale Runwayshow erwartet, der sei eines Besseren belehrt. In der Presseankündigung ist die Rede von einem besonderen Modeerlebnis rund um The World of Calvin Klein und einer beeindruckenden Installation des Star-Architekten Jürgen Mayer H. Demnach soll die Präsentation der Frühjahrs- und Ressort-Kollektionen 2011 eines der größten Events werden, das Calvin Klein jemals in Europa umgesetzt hat.

Wir sind gespannt und schielen am 7. Juli natürlich nach Berlin!

www.calvinklein.com

(Text: Martina Klose)


MADE BY MEDIA: Lennart Wronkowitz will hoch hinaus – die Blitzkariere eines 17-jährigen

Posted: Juni 23rd, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | 1 Comment »

strategische Selbstvermarktung: Lennart Wronkowitz, photo by Esteban,

strategische Selbstvermarktung: Lennart Wronkowitz, photo by Esteban,

Sein Blick wirkt streng und zielorientiert. Wie eine Mischung aus Yves Saint Laurent und Tokio Hotel Sänger Bill Kaulitz gibt sich Lennart Wronkowitz vor der Kamera. Was zum einen sicherlich an seiner überdimensional großen Hornbrille liegen mag, zum anderen an seinem zarten Alter von 17 Jahren und der femininen Außenwirkung. Während die meisten Gleichaltrigen noch orientierungslos auf Parkbänken rumhängen und jede Menge Blödsinn im Kopf haben, hat Lennart Wronkowitz aus dem beschaulichen Soest in Nordrhein-Westfalen bereits einen festen Lebensplan, eine eigene PR-Managerin und auch eine eigene Modekollektion.

Er will die Laufstege dieser Welt erobern und von Fashionweek zu Fashionweek tingeln. Ein Ausspruch, der nach der naiven Selbstüberschätzung eines Jugendlichen klingt, aber mittlerweile dazu geführt hat, dass sich gegenwärtig vor allem die Boulevardmagazine der Privatsender um ihn reißen. Auch eine Einladung zum Sofaplausch mit Günther Jauch flatterte dem smarten Jungdesigner jetzt ins Haus. In der Programmankündigung ist gar die Rede von Deutschlands großer Modehoffnung.

Auch bei Google findet man unter dem Stichwort “Lennart Wronkowitz” inzwischen zahllose Einträge. Immer wieder tauchen dort Bezeichnungen wie „Karl Lagerfelds Nachfolger” oder „Deutschlands große Fashionhoffnung” im Zusammenhang mit seinem Namen auf. Schlagzeilen wie sie Schreiberinnen des heimischen Tageblatt gerne verwenden; die zwar weniger den Tatsachen entsprechen, dafür umso mehr einen provinziellen Lokalpatriotismus bedienen.

Doch wer ist dieser Lennart Wronkowitz überhaupt, um dessen Aufmerksamkeit momentan alle Sender buhlen? Schon als 11-jähriger entwickelt der Junge aus Soest ein Faible für Mode. An Mamas heimischer Nähmaschine verschönert er zunächst seine T-Shirts, mit 14 darf er sich in der Arztpraxis seines Vaters ein Zimmer als Atelier einrichten. Bis heute verwirklicht er dort nach Schulschluss seine kreativen Träume, indem er Shirts aus dem Discounter mit Stoffresten aufmotzt. Inzwischen veräußert der 17jährige seine Entwürfe in einem eigenen Onlineshop. Verkaufszahlen gibt es jedoch keine.

Was früher als belangloses Hobby eines Heranwachsenden abgetan wurde, ist für die ständig nach neuen Sensationen Ausschau haltenden Medien heutzutage eine Story – vorausgesetzt man verkauft sie plakativ genug. “13jährige Bloggerin zeigt Anna Wintour, wo’s langgeht” oder “8jährige Stilikone macht Topmodels Konkurrenz” sind medienwirksame Schlagzeilen, die die sonst eher übersättigten Leser und Zuschauer aufhorchen lassen. Was die ambitionierten Modekinder wirklich zu sagen haben und welcher PR-Agent dahintersteckt, sind dabei eher sekundäre Randnotizen.

Hauptsache, eine neue Figur ist geschaffen, mit der sich Geld verdienen lässt. Weil auch Lennart Wronkowitz seine Jugend nicht mit Parties verplempert, sondern das fleißige Schneiderlein mimt, das in die große weite Welt hinaus will, kommt seine Geschichte bei den Medien bestens an und lässt sich prima vermarkten. Ob es sich tatsächlich um eine Erfolgsstory handelt, ist fraglich.

Ist der Fall Wronkowitz nicht vielmehr das Ergebnis einer sich zunehmend vernetzenden Welt. Ein Phänomen made by Web 2.0?

Ausnahmetalente gab es immer schon, nur eben keine öffentlichen und für jedermann zugänglichen Kanäle zur Selbstvermarktung. Fakt ist: Qualität braucht Zeit. Mussten die großen Designer nicht jahrelang an Modeschulen lernen und entwerfen und wieder verwerfen, Wettbewerbe absolvieren, ja zum Teil unentgeltlich bei großen Couturiers anheuern, um zu werden wer sie heute sind? Wronkowitz will das alles auch. Der Hunger nach Ruhm und Anerkennung, der die Casting-Generation beherrscht, wie der Drang nach freier Liebe einst die 68er, ist nicht die schlechteste Voraussetzung um Großes zu schaffen, doch für eine souveräne Laufbahn bedarf es mehr als sich im Dunstkreis von C-Promis zu tummeln und ein paar bedruckter Jersey-Teile. Medienpräsenz allein ist kein solides Fundament für eine Kariere – nichts ist unbeständiger als die Gunst des Publikums.

Ob der quirrlige Teenager Karl Lagerfeld später einmal vom Sockel stoßen wird, bleibt somit vorerst abzuwarten. Vielmehr muss sich der Junge mit der übergroßen Brille Sorgen machen, dass er nicht schon bald vom nächsten Medienphänomen verdrängt wird: das ist nämlich schon im Anmarsch und kommt aus Amerika. Cecilia Cassati heißt die neue Mini-Coco Chanel – und die ist erst 10!

Hinweis: Lennart Wronkowitz ist heute zu Gast bei STERN TV, 23.06.2010, 22:10 Uhr, RTL

Website: Lennart Wronkowitz

(Text: Martina Klose & Sven Barthel)


LOIC PRIGENT´s EXKLUSIVER BLICK HINTER DIE KULISSEN DER MODE

Posted: Januar 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Dank exzellenter Filmdokumentationen wie, Signé Chanel, Marc Jacobs & Louis Vuitton und der The Day Before genießt Regisseur Loic Prigent innerhalb der Modeszene mittlerweile all access Status. Ob Mailand, Paris, London oder New York, ob Backstage oder vor dem Catwalk, der studentisch wirkende Filmemacher ist mit seiner Kamera gern gesehen bei der Fashion Elite. Bereitwillig gewähren ihm die Top-Designer Zutritt zu ihren Ateliers und lassen ihn einfach gewähren. Besser gesagt, sie vertrauen ihm. Beschönigende PR-Statements und nachgestellte Szenen haben in Prigents Werk keinen Platz. Genau das macht seine Filme authentisch und daher so sehenswert. Ohne Prigent bliebe uns das wahre Gesicht der Mode und ihrer Protagonisten wohl nach wie vor verborgen.

Anna Wintour hautnah? Kein Problem für Prigent! Ungezwungen stellt sich die berühmte Vogue Editrix in Prigents aktuellem Filmprojekt HABILLÉES POUR L’ÉTÉ 2010, (DRESSED UP FOR SUMMER 2010) den Fragen von Mademoiselle Agnès.

Die TV-Journalistin Agnès Boulard ist in Frankreich keine Unbekannte, sondern, im Gegenteil, seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Branche und ganz nebenbei auch Produzentin der Filmdokumentation. Mit unnachahmlicher Nonchalance begibt sie sich in sechs Episoden mehr oder weniger auf die Suche, nach dem nächsten Yves Saint Laurent und moniert dabei im Gespräch mit Pierre Bergé und dem französischen Kulturminister, ganz ohne erhobenen Zeigefinger dafür in herrlich selbstbewusster Manier, das Frankreich als Wiege der Haute Couture seinen kreativen Nachwuchs in keinster Weise fördere.

So heißt das letzte Wunderkind aus Paris noch immer Nicolas Ghèsquiere. Dabei ist der Chefdesigner von Balenciaga den Kinderschuhen doch schon längt entwachsen. Unentdeckte Talente, deren Begabung nur auf die Begegnung mit den entscheidenden Leuten wartet, gibt es überall, und in Paris sowieso. Mademoiselle Agnès hat einige von ihnen in ihren Studios abseits der großen Schauen besucht.

Agnès Boulard bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit auf dem Parkett der Eitelkeiten als wandle sie durch ihr privates Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihren extrem statusbewussten Kolleginnen, nimmt sich Boulard, die übrigens selbst 4 Jahre lang als Redakteurin bei der französischen Vogue tätig war, dabei selbst nie allzu ernst und führt beschwingt und ungeachtet aller Konventionen durch die Schauen zur Saison Spring 2010. Diese Natürlichkeit kommt an und so bittet gar der sonst so selbstbeherrschte Karl Lagerfeld Agnès nach der Präsentation seiner Kollektion um ein persönliches Tänzchen im Backstagebereich.

Die lebendige Französin liebt die Mode, nicht aber den ihr anhaftenden Dünkel und denkt gar nicht daran sich einem snobistischen Habitus zu unterwerfen. Das hat Stil und zeugt von wahrer Größe, und so verdankt sich der Zauber dieser Dokumentation im Wesentlichen auch der Persönlichkeit seiner Moderatorin. Lovely!

Zusammengenommen ergeben die sechs Teile eine Stunde “fashion uncensored”. Informativ, unterhaltsam und äußerst kurzweilig. Beeindruckend ist der Massenauflauf vor Jean Paul Gaultiers Headquarter in der Rue Saint Martin kurz vor der Show des Designers. Für einen Moment hatte ich den Eindruck es handle sich bei dieser Szenerie um ein Rockkonzert. Eine Portion Extravaganz in Reinform liefert wieder einmal Anna Wintour. Als der Weg zu ihrem Sitzplatz in der ersten Reihe einer Show, die Chefredakteurin über eine im Halbdunkel liegende Treppe führt, erhellt einer ihrer Bodyguards unaufgefordert die Stiege mittels einer Taschenlampe. Stufe für Stufe, und ohne dabei eine Miene zu verziehen trippelt Anna dem Lichtkegel vor ihren Füßen hinterher. Fantastisch! (siehe Video hier) Wie auch schon die Doku “The Day Before”, sind die sechs Episoden auf dem “Sundance Channel” im Internet kostenfrei abrufbar.

sundancechannel.com


HUGO BOSS STARTET MODELCONTEST BEI FACEBOOK

Posted: Dezember 17th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

credit: HUGO BOSS

credit: HUGO BOSS

Absolut auf der Höhe Zeit präsentiert sich das Modeunternehmen HUGO BOSS und ruft aktuell die hübschesten Jungs und Mädels rund um den Globus zum Modelcontest auf FACEBOOK auf.

Der in Metzingen ansässige Modekonzern sucht via Internet noch zwei Models, männlich und weiblich,  für seine BOSS Black Modenschau im Rahmen der kommenden Berlin Fashion Week. Wer am 21. Januar für das renommierte Label über den Laufsteg schreiten darf entscheidet eine Jury aus verschiedenen Modeexperten. Darunter die fabelhafte Kerstin Schneider, Fashion Director der Zeitschrift ELLE und die Designer der Marke BOSS Black.

Unter allen Bewerbern werden zehn Finalisten ausgewählt, von denen zwei über ein User-Voting bestimmt werden. Die glücklichen Auserwählten werden zwei Tage vor der Show zum Casting nach Berlin fliegen und sich dort den kritischen Blicken der Juroren stellen.

Interessiert? Fotos können bis zum 10. Januar über die HUGO BOSS Fanseite hochgeladen werden.

Spannend: Der Verlauf des Wettbewerbs lässt sich über Facebook mitverfolgen.

Die direkte Adresse der HUGO BOSS Fanpage lautet:
http://www.facebook.com/hugoboss

HYPE wünscht allen Teilnehmern viel Glück.
See you in Berlin!

www.hugoboss.com


LOHAN`s DESIGN DESASTER BEI UNGARO

Posted: Oktober 5th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Ein Eigentor hat am Sonntag Abend Mounir Moufarrige, CEO des Modehause Emanuel Ungaro, geschossen. Nach dem Rausschmiss des jungen Esteban Cortazar, der bis vor kurzem noch als Headdesigner für das Label fungierte, engagierte er die noch unbekannte Estrella Archs als Chefdesignern und berief Gelegenheitsschauspielerin Lindsay Lohan zum “Artistic Advisor” des Unternehmens. Moufarrige versprach sich durch die Celebrity-Rekrutierung offenbar jede Menge PR für das etwas angestaubte Label und vor allem mehr Präsenz in den jüngeren Modezeitschriften.

Die Modebranche nahm die Verlautbarung des Deals mit Skepsis und dem ihr eigenen Hohn auf. Zu Recht, wie sich jetzt bei der Präsentation der Frühjahr/Sommer Kollektion 2010 herausstellte. Denn das, was Moufarrige´s neues Gespann im Rahmen der Pariser Modewoche gestern über den Laufsteg schickte, dürfte die ohnehin schon strauchelnde Firma nun mit Orderrückgängen büßen. Weder jung noch richtungsweisend war das Gezeigte; es fehlte ein einheitliches Designkonzept. Stattdessen gab es pinkfarbene Pluderhosen, Kragen- und formlose Paillettenjäckchen, simple Bandeautops, weiße Nerzstolen zu luftigen Sommerkleidern, nach dem Motto: “Fur on the beach ist the ultimate glamour!”, und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, gab es obendrein noch herzförmige Nippelabdeckungen und auf die Stirn geklebte Paillettenherzen, die die Models aussehen ließen als hätten sie einen IQ unter Schuhabsatzhöhe.

Es braucht nicht einmal den analytischen Verstand  etablierter Modekritiker um zu sehen, das dass Dargebotene schlichtweg gestrig und uninspiriert war. Jedem der geladenen Gäste war auf dem ersten Blick klar, dass  ein gelungenes Fashion-Debut anders auszusehen hat.

Konzeptlosigkeit deluxe- Ungaro SS 2010

Konzeptlosigkeit deluxe- Ungaro SS 2010

Es ist schwer vorstellbar, das Estrella Archs nicht in der Lage sei soll, eine bessere Leistung abzuliefern. Ist der Einfluss des Party-Girls hinter den Mauern an der Avenue Montaigne tatsächlich größer als der einer gestandenen Designerin mit besten Referenzen? Mag sein, dass Celebrity Kollektionen in Amerika von der Masse gut angenommen werden und kommerziell erfolgreich sind, doch ein 23-jähriges Holleeewuud Girl ohne formale Designausbildung an der Spitze eines etablierten, französischen Modehauses ist eine Fehlbesetzung. Auch der in Miami aufgewachsene Esteban Cortazar, der in den USA schon mit 13 Jahren als Wunderkind der Mode gefeiert wurde, konnte mit seinen Klischeemix aus Denver Clan und kubanischer Folklore keine kommerziellen Erfolge erzielen, ließ aber im Gegensatz zum Duo Archs/Lohan einen roten Faden innerhalb seiner Kollektionen erkennen. Qualität braucht Zeit und Erfahrung. Zur Ehrenrettung der Spanierin Archs sei gesagt, dass die Kollektion innerhalb von vier Wochen erstellt werden musste. Doch warum hat das Haus Emanuel Ungaro unter diesen Umständen nicht auf eine Show verzichtet? Lindsay Lohan´s Besetzung beweist vor allem eines: Ruhm allein ist kein Kompetenzmerkmal!

Im folgenden könnt Ihr einen Videomittschnitt der mäßigen Show des Online-Dienstes Mod TV sehen.


LONDON: ANNA WINTOUR SICHTLICH GENERVT VON PIXIE GELDOF

Posted: September 23rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Eine Begegnung der dritten Art hatte Anna Wintour vergangene Tage während der London Fashion Week bei der Show von Twenty8Twelve, dem Label von Savannah und Sienna Miller. Dort saß sie, eingekeilt zwischen Londons Nachwuchssociety, MTV Moderatorin Alexa Chung und IT-Girl Pixie Geldof von Beruf Tochter und Konsumentin.

Anna Wintour-nicht gerade erfreut über ihre Sitznachbarn!

Anna Wintour-nicht gerade erfreut über ihre Sitznachbarn!

Die Nähe zu den beiden Gören, die vor der Show Grimassen schnitten, herumalberten und sich just -for-fun immer wieder in die Armen fielen, war der statusbewussten Editrix, sichtbar unangenehm.  15 Minuten lang musste sie das Gekicher und Gegacker der Beiden erdulden. Alexa und Pixie verstießen gegen jegliche front-row Etikette, die lautet: Haltung bitte! Zur Schau gestellte Emotionen, die sich in entgleisenden Gesichtszügen äußern, haben in der “row-of-cool”, der ersten Reihe, nichts verloren. Obwohl selbst gebürtige Britin, wollte Anna Wintour den Humor der Girlies offenbar nicht teilen. Körpersprache und Blick der Vogue Chefredakteurin sprechen Bände. Mit abgewandtem Körper (man beachte die Beinstellung) und einem seitlich geneigten Kopf, signalisierte sie Distanz von dem postpubertären Geschehen neben ihr, und wäre vermutlich am liebste geflüchtet.

Nach 40 Jahren im Business , davon 21 Jahre als Chefin der amerikanischen Vogue, lieferte Anna Wintour die Vorlage für den erfolgreichsten Film des Jahres 2006, “Der Teufel trägt Prada”, ist der Star, in der Dokumentation “The September Issue”, und war vor wenigen Wochen als erste Moderedakteurin zu Gast in der David Letterman Show. Die Platzierung der modeikone neben den Teenie-Idolen, war  demanch von den  Miller Schwestern denkbar schlecht gewählt.

Ein Mädchen, deren Leistung sich bislang darauf beschränkt einen prominenten Namen durch die Welt zu tragen, Daddy´s Kreditkarte uneingeschränkt zu strapazieren und die Designerklamotten mit Top Shop Teilen so zu mixen, dass eigentlich nichts zusammen passt und hauptsachlich schräg aussieht, (die Eine) und eine Moderatorin, über die niemand sprechen würde, gäbe es nicht das Internet und bloggende Schulmädchen, die aufgeregt jede graue Leggings an der klapperdürren Chang debattieren (die Andere), werden Anna Wintour einfach nicht gerecht.

Mode ist für die disziplinierte Heftmacherin, kein Mittel zum Zweck um damit die Schlagezeilen der Yellow Press zu füllen, sondern eine unerschöpfliche Lebensphilosophie, mit der sie 2 Millionen Dollar im Jahr verdient. Wer da neben ihr, vor, während oder nach einer Show herumalbert, demonstriert möglicherweise mangelenden Respekt für ihre Arbeit.

Andererseits ist es sehr erfrischend zu sehen, dass ein junge Generation, sich nicht von der dominanten Außenwirkung einzelner Machtinhaber einschüchtern lässt, denn Niemand ist so wichtig, dass man sich durch ihn das Lachen verbieten lassen sollte.
Warum Anna Wintour nach zweijähriger Abstinenz von der London Fashion Week mit ihrer Präsenz ausgerechnet ein, in kreativer wie auch kommerzieller Hinsicht, eher unbedeutendes Label adelt, ist eine ganz andere Frage? Ihr hätte klar sein müssen, dass die bodenständigen Entwürfe von Twenty8Twelve kein A-Class Celebrity Magnet sind.

Zu den sehenswerten Bildern in der Daily Mail


“THE DAY BEFORE”…FENDI, GAULTIER und Co. Seltene Einblicke hinter die Kulissen

Posted: September 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Wenn am kommenden Donnerstag die New York Fashion Week beginnt, ist dies  gleichzeitig auch der Auftakt  zur Saison Spring/Summer 2010, dem ein internationaler Schauenreigen folgt.  Auf den illustren Modenschauen  von New York, Paris, Mailand und London präsentieren namhafte Modehäuser jedoch vielmehr als nur die Trends von Übermorgen.

The Day before...by Loic Prigent

The Day before...by Loic Prigent

Die meist nur zehn Minuten andauernden Shows sind eine Zusammenfassung all dessen, an dem ein Team von dutzenden bis mehreren hundert Mitarbeitern eines Unternehmens sechs Monate lang ununterbrochen gearbeitet hat. Von der Ideenfindung bis hin zum finalen Musterteil, wird in den Designstudios bis zum Tag der großen Selbstdarstellung diskutiert, optimiert, verworfen, ergänzt und abgeändert. Dass Alles, um  einflussreichen Modekritikern und wichtigen Einkäufern zu gefallen, die auf minmalistisch weißen Bänken oder wahlweise goldenen Operetten-Stühlchen Platz nehmen, um ganz nüchtern zu beurteilen, ob die Vision, die da gerade als textiles Gebilde über den Laufsteg wandelt auch marktfähig ist. Vom Stress hinter den Kulissen bekommen die geladenen Kunden und VIP´s nichts mit. Sollen sie auch gar nicht. Mode im Luxussegment verkauft schließlich Träume und nichts Anderes.

Ein Einblick in das Geschehen der letzten 48 Stunden vor der Modenschau ist nur wenigen Eingeweihten gegönnt, wäre aber mit Sicherheit für jeden Modeliebahber eine interessante Erfahrung. Die Neugierde oder den Wissensdurst besonders modeaffiner Mitmenschen befriedigt nun die Filmreihe “THE DAY BEFORE…” von Loic Pirigent. Der Regisseur hat vier Modedesigner bei den letzten Vorbereitungen zu ihrer Modenschau mit der Kamera begeleitet. Enstanden ist eine absolut sehenswerte Dokumentation von jeweils vier Filmen a 50 Minuten, die ab morgen  online auf dem Sundance Channel nacheinander ausgestrahlt werden. Den Anfang am 09.September um 16:00 Uhr deutscher Zeit macht Sonia Rykiel.

09.September: SONIA RYKIEL
10.September: PROENZA SCHOULER
11.September: FENDI
12.September: JEAN PAUL GAULTIER

Um euch vorab einen Geschmack auf die exzellent aufbereitete und fundierte Dokureihe zu geben, zeigen wir euch vorab  einen Ausschnitt aus der Folge mit Jean Paul Gaultier.

“THE DAY BEFORE JEAN PAUL GAULTIER”


JC DE CASTELBAJAC SUCHT MODELS FÜR LONDON FASHION WEEK

Posted: August 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

Monsieur Castelbajac mag es bunt! photo: Adeline Mai von Wig Wag Bam

Monsieur Castelbajac mag es bunt! photo: Adeline Mai

Lust auf London Fashion Week? Nach Angaben der britischen Lifestyle Gazette Dazed and Confused sucht Modedesigner Jean Charles de Castelbajac noch Model für die Modenschau seiner neuen Zweitlinie JC/DC, die er im Rahmen der London Fashion Week am Freitag, den 18.09 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Gesucht werden coole Jungs und Mädels zwischen 16 und 25 Jahren. Es gelten natürlich die klassischen Modelmaße. Wer mitmachen möchte, sollte bis spätestens 7. September ein Portrait- so wie ein Ganzkörperfoto von sich per E-mail an unten stehende Adresse senden, und ab diesem Zeitpunkt vor Ort in London sein, um ggf. zum Live Casting beim Modearistokraten aufwarten zu können. In selbiger Woche findet auch das Fitting mit den Außerwählten statt.

rsvpcasting@jc-de-castelbajac.com

Viel Erfolg!

Website von Jean Charles de Castelbajac