HOT SPOT: Das GUCCI MUSEO in Florenz

Posted: November 7th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Ganz und gar in die Geschichte der Marke Gucci eintauchen können Fans des italienischen Modehauses bei einem Besuch des im September neu eröffneten Gucci Museums in Florenz.

Die Ausstellung verspricht die Wurzeln, die Entwicklungsgeschichte und den kulturellen Einfluss des Luxuslabels zu beleuchten. Das Museumkonzept entspricht dem Zeitgeist und bietet weit mehr als die formelle Präsentation von schönen Exponaten inklusive Infotafeln.

Mit der zusätzlichen Einrichtung eines Cafés mit Internet-Zugang, einer exzellent sortierten Kunstbuchhandlung, eines Geschenkshops sowie dem Icon-Store, widerspricht das Gucci Museo dem Gedanken vom Museumsbesuch als eine staubtrockene Angelegenheit. Stattdessen kommt es dem Bedürfnis der Generation “Facebook-iPhone-Starbucks” nach Entertainment und deren Lust am Konsum entgegen.

Ein Streifzug durch die Hallen des 1337 errichteten “Palazzo della Mercanzia” erweist sich somit als kurzweilige Entdeckungsreise durch das Gucci-Archiv. Das Interior in Beige und Brauntönen setzt auf Understatement und Zeitlosigkeit und erinnert, welch’ Überraschung,  an die Inneneinrichtung diverser Gucci Stores. Entwickelt hat dieses Konzept Frida Giannini. Seit 2006 fungiert die 39-jährige erfolgreich als Kreativdirektorin des Unternehmens. Von Beginn an ihrer Tätigkeit sei es ihr Wunschtraum gewesen, die Geschichte hinter den berühmten Entwürfen der Firma zu erzählen. Über diese können sich Interessierte nun auf drei Etagen und einer Fläche von über 1.700 Quadratmetern umfassend informieren. Darüber hinaus gibt es neben den Gucci-Artikeln  ausgewählte Werke aus der Kunstsammlung des Gucci-Eigners Francois-Henri Pinault zu sehen. Mission, optisch wie inhaltlich, gelungen!

GUCCI MUSEO
Piazza della Signora, 50122 Florenz, Italien

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, von 10.00 – 20.00 Uhr

 

 


SCHÖNER FAHREN: GUCCI’s FIAT 500

Posted: Juni 3rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Wenn Modehäuser fremd gehen, sprich ihre gestalterischen Fähigkeiten auf non-fashion Produkte übertragen, bspw. auf Mineralwasserflachen, Hundeleinen oder Mobiltelefone, kommen dabei mitunter ganz passable Ergebnisse Zustande.

Ein gutes Resultat ist es, wenn sich das bestehende Produkt im Anschluss an das Edeltuning deutlich attraktiver präsentiert als zuvor. So geschehen nun im Falle des Automobilherstellers Fiat: Die italienischen Fahrzeugbauer aus Turin kollaborierten mit Luxuslabel Gucci aus Florenz und ließen ihren Klassiker, das Modell Fiat 500, von Chefdesignerin Frida Giannini auf stylish trimmen. Bereits im Februar wurde das Auto auf dem Genfer Auto-Salon der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Guccissima-Lederprägung im Inneren, Gucci-Logo auf Schaltknüppel und Felgen und dem berühmten Grün-Rot-Grün-Streifen rund um die Karosserie, lässt sich mit dem Kleinwagen ganz ungeniert überall dort vorfahren, wo man üblicherweise mit größerem Gefährt aufzutauchen pflegt. Ob Luxushotel, Golfclub, Yachthafen oder Szenelokal, der “Cinquecento” macht überall eine Bella Figura.

 

Designerin Giannini erklärte die Sinnigkeit der Zusammenarbeit damit, dass das Modell 500 in den 1950er Jahren Designgeschichte geschrieben habe, so wie das Unternehmen Gucci selbst auch und beide Firmen von jeher symbolisch für stilvolles Reisen stehen. Dass die Lancierung des Autos nicht aus reiner Liebe zur Nostalgie erfolgt, sondern auch als ein wirkungsvolles Lockmittel für die Presse dient, um auf das in diesem Jahr sich vollziehende 90-jährige Bestehen der Firma Gucci aufmerksam zu machen, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Der in Schwarz und Weiß erhältliche Wagen ist limitiert auf weltweit 500 Stück. Interessenten können das Modell unter “500bygucci.com” noch bis Ende Juni vorbestellen. Den Preis erfahren potenzielle Käufer allerdings erst nach erfolgter Registrierung. Laut diverser Internetseiten liegt dieser bei ungefähr 17.100 Euro. Gute Fahrt!

 


Kinder im Fokus der Luxusgüterindustrie: Passen Couture und Kids wirklich zusammen?

Posted: Februar 10th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , | 1 Comment »

Luxusartikel für Kinder polarisieren, den Modeprofi ebenso sehr wie den modischen Laien. Die neu lancierten Kindershades aus dem Hause Gucci, Sonnenbrillen für Buben und Mädchen ab 7 Jahren, sind zwar längst nicht so dekadent wie die Couture-Windeln aus dem Hause Dior oder das Kindermalbuch von Hermès, stimmen aber nicht minder nachdenklich bezüglich der “richtigen” Wertevermittlung an den Nachwuchs.

Für stilbewusste Mädchen, ein Modell aus der neuen Gucci Kinderbrillen-Kollektion / photo: SAFILO über Andrea Leitner PR

Nicht etwa die Frage ob Kinder so etwas tatsächlich brauchen gilt es zu klären, viel spannender scheint eine Auseinandersetzung mit der Frage, was eine Ausstattung der Jüngsten mit Statussymbolen über deren Eltern aussagt, aber auch wie, und ob überhaupt, sich die frühkindliche Versorgung mit Designeraccessoires nachteilig auf die Entwicklung der Sprösslinge auswirken könnte. Selbstverständlich gibt es Argumente die Luxus-Erzeugnisse für die Kleinen rechtfertigen. So ist es für Fashion-Mamis natürlich praktisch ihre Brut mit Kleidung aus dem selben Geschäft eindecken zu können wie sich selbst und nicht erst mit dem Kindewagen oder einem unruhigen 4-jährigen an der Hand noch einen weiteren Shop aufsuchen zu müssen. Und überhaupt, wie würde eine Mutter wirken, die sich selbst nur das Beste gönnt und ihre Blagen mit Klamotten aus dem Textildiscount abspeist?

Zudem gilt es in bestimmten Kreisen zu repräsentieren, sich selbst und natürlich auch den Erfolg des geehelichten Global-Players. Dabei lässt sich der eigene Wohlstand mit goldenen Baby-Puschen von Dior noch viel wirkungsvoller demonstrieren als durch Mamas Kelly Bag oder Papis “Submariner” von Rolex. Denn, was die Dekadenz hier noch stärker unterstreicht ist die Tatsache, dass Kinder ihren teuren Designerstücken alle 6 Monate nach deren Anschaffung bereits wieder entwachsen sind. Der daraus resultierenden erforderlichen Beschaffung von Nachschub haftet etwas Verschwenderisches an und Verschwendung galt schon immer als die plakativste Form der Zurschaustellung von Reichtum.

Mag sein, dass dies für die Mehrheit der Endverbraucher alles keine triftigen Argumente sind, die Luxusartikel für Kids rechtfertigen. Fakt ist aber, dass es eine Zielgruppe für derlei Erzeugnisse gibt und das allein ist Grund genug für deren Herstellung.

Die Cruise/Holmes Sippe ist hier nur ein prominentes Beispiel für konsumorientierte Eltern mit einem Faible für Kids-Couture.

Natürlich gilt auch hier die Devise leben und leben lassen. Doch wenn man bedenkt wofür Designermode mitunter steht: Prestige, Verführung und Sex; scheint die Frage, inwiefern diese Attribute in Verbindung mit einer unbeschwerten Kindheit zu bringen sind, berechtigt.

Geht es nach dem pädagogischen Ideal sollen Kinder offenen Auges durchs Leben gehen und Abenteuer erleben dürfen. Das ganz am besten draußen, heißt in natürlicher Umgebung. Frei von Statusgedanken und der Angst ihre Polo-Shirts zu beschmutzen. Eltern, die ihre Kinder als bloßes Anhängsel auf den Einkaufsboulevards dieser Welt hinter sich herziehen lassen, brauchen sich nicht zu wundern wenn ihr Nachwuchs eines Tages mit dem Begriff Lamm nur noch einen Mantel assoziiert.

Vielleicht wollte Guccis Chefdesignerin Frida Giannini mit ihrer Brillenkollektion für Mama und Tochter, wahlweise auch für Papa und Sohn, nur einen einheitlichen Look offerieren, doch das wiederspräche dem folgendem Satz des Pressetextes: “Jungen und Mädchen können ihren eigenen Stil durch eine reiche Farbauswahl zur Geltung bringen.” Seit wann bitteschön bedeutet eigener Stil so auszusehen wie die Eltern? Es gehört zum Reifeprozess Heranwachsender hinzu sich mittels Kleidung von seinen Eltern optisch abzuheben, nicht sich ihnen anzupassen. Zu allem Überdruss heißt es dort weiter: “Mit diesen einzigartigen Sonnenbrillen werden die Kinder schon zu richtigen Trendsettern”! Doch wem sollen 7-jährige mit ihrem Style eigentlich ein Vorbild sein?

Gewiss, auch ein erfolgsverwöhntes Unternehmen wie Gucci muss bereits heute Vorsorge für seine Existenzsicherung in der Zukunft treffen. Wenn den Brandmanagern des Hauses bei der Erstellung ihrer Konzepte eines Bewusst ist, dann der unabänderliche Fakt, das auch aus 7-jährigen einmal 27-jährige werden. Da kann man mit der Markenbindung gar nicht früh genug beginnen. Oder?


GUCCI BENEFIT COLLECTION FÜR UNICEF ab 16. November erhältlich!

Posted: November 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

Gucci Unicef 2009

Gucci Unicef 2009

7 Millonen US-Dollar sind eine stolze Summe und in etwa der Betrag, den das Luxuslabel GUCCI im Rahmen seiner jährlichen Benefiz Aktionen in Kooperation mit UNICEF zugunsten gemeinnütziger Projekte innerhalb der vergangenen fünf Jahre generieren konnte. In diesem Jahr feiert die Verbindung zwischen dem Modehaus und der Hilfsorganisation nun ihr 5-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass launcht Gucci ab dem 16. November das Kinderbuch “Snowman in Africa” mit Illustrationen von Michael Roberts, dem Fashion Director des amerikanischen Hochglanzmagazins Vanity Fair.

Das Buch ist ausschließlich über Gucci Stores zu beziehen und dort ab dem 16. November bis zum 31. Dezember 2009 erhältlich. Die Erlöse aus dem Verkauf der Publikation gehen vollständig an UNICEF.

Ergänzend lanciert Gucci eine limitierte Zahl an Taschen und Accessoires, mit Motiven aus dem Buch, bei denen 25 % des Verkaufspreises ebenfalls UNICEF gespendet werden.


GUCCI LAUNCHT EYEWEB UND WANDELT AUF NEUEN MARKETINGWEGEN

Posted: Oktober 20th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , | No Comments »

photocredit: GUCCI / by courtesy of Andrea Leitner Public Relations
photocredit: GUCCI / by courtesy of Andrea Leitner Public Relations

Es ist schon erstaunlich was sich renommierte Modefirmen alles einfallen lassen um neue Zielgruppen zu generieren. Wohl wissend, dass die Websociety von heute (irgendwer noch nicht bei Facebook?) die Luxusshopper von Morgen sind, richten Sie ihre Unternehmenskommunikation und Selbstdarstellung an den Bedürfnissen internetaffiner Konsumenten aus. Die Webpräsenz ist die neue Visitenkarte im 21. Jahrhundert. Willkommen im Global Village.

Vor allem namhafte Designerlabel und traditionelle Modehäuser stehen permanent unter dem Druck ihren Ruf als Trendsetter zu verteidigen und ihren Kunden stets etwas originelles, etwas Besonderes, das außergewöhnliche bieten zu müssen. Der Onlineshop stellt da längst keine Innovation mehr da, sondern gilt ganz nüchtern betrachtet eine dem Zeitgeist entsprechende Serviceleistung um den Umsatz anzukurbeln. Erwartet wird was vom User einmal als machbar erfahren wurde. Fehlen auf einer Firmenwebsite bestimmte online Anwendungen, die vom User andernorts bereits beansprucht wurden wird er diese Homepage als rückständig empfinden. So überbietet sich das Luxussegment in puncto digitaler Innovationskraft von Saison zu Saison.

Aktuell en vogue, sind Werbefilme in Manier eines Spielfilms. So wird nicht mehr bloß ein Produkt abgebildet, vielmehr führt eine,  mal schlechter, mal besser durchdachte Dramaturgie zum Objekt der Begierde. Da es sich hierbei nur um eine Werbeform für Taschen und Klamotten handelt, mag sich so manch Einer außerhalb des Modezirkus über den hohen Aufwand wundern. Doch die Investitionen scheinen sich für die Hersteller zu rechnen. Hoffen wir, das sie nicht der Grund sind warum an einigen Taschen mittlerweile Schilder mit Kleinwagen-Preisen baumeln.

Gegenwärtig reicht das Onlineangebot der Modehersteller von Live-Streams (Alexander McQueen, Burberry), über Blogs bis hin zu interaktiven Chatforen. Das Neueste dürften sogenannte Microsites sein, also Abkömmlinge der Mutterhomepages, die sich ausschließlich auf ein einzelnes Produkt beziehen, über dass sich der Endverbraucher en Detail informieren kann. Eine dieser Microsites kommt nun aus dem Hause Gucci und beschreitet dabei völlig neue Wege der Kundenbindung.

Zum Launch der neuen Brillenkollektion des italienischen Luxuskonzerns entwickelte Gucci Kreativdirektorin Frida Giannini die Microsite www.guccieyeweb.com auf der sich Benutzer mittels des Tools “reflect and connect” kreativ einbringen können. Heißt im Klartext: auf der genannten Webseite sind zwei neuen Brillenmodelle in 3D zu sehen, die sich um 90 Grad drehen und somit bestens begutachten lassen. Gucci Fans haben an dieser Stelle die Möglichkeit sich einzuloggen und Bilder hochzuladen um sie mit Freunden zu teilen (connect) oder auf den Gläsern  der virtuellen Sonnenbrille anzeigen, sprich spiegeln, zu lassen (reflect). Alles klar? Es ist nicht so, dass die Welt auf diese Anwendung gewartet hätte, doch unter marketingtechnischen Aspekten fasziniert der Einfallsreichtum im Hause Gucci dann doch ein wenig. Wie es sich für eine high end Marke gehört sieht das Ganze optisch sehr ansprechend aus und hört sich zudem auch noch gut an.

Augenschatten gefällig? Das Modell für Jungs
Augenschatten gefällig? Das Modell für Jungs

Doch das Beste sind eigentlich die Sonnenbrillen selbst. Sowohl beim Herren- wie auch beim Damenmodell ziert der charakteristische rot-grüne Gucci Webstreifen die Brillenbügel. Wem sich die edle Herkunft des Gestells nicht dadurch schon erschließt, dem gibt spätestens das bekannte Gucci Logo einen eindeutige Auskunft darüber. Mit einem moderaten Preis ab 165,00 Euro (zumindest für Gucci Verhältnisse) und sechs Farbstellungen richtet sich die Gucci Eyeweb Collection gezielt an ein jüngeres Publikum. Nach eigehender Begutachtung der Website einschließlich der Brillenmodelle können wir abschließend sagen: Mission “Erschließung webaffiner Zielgruppen” auf coole Art erfüllt.

Wer dennoch nicht nachvollziehen kann weshalb so viel Aufwand betrieben wird um Sonnenbrillen an Mann und Frau zu bringen , dem sei gesagt: “That´s fashion, baby!”

Die Gucci Eyeweb Kollektion ist in allen Gucci Stores sowie online unter gucci.com erhältlich.