Posted: September 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Aaron Skyway, Beziehung, Bruce Weber, Calvin Klein, CK, gay, Long Island, Lover, Modedesigner, Model, New York, Nick Gruber, Nick London, Pornostar, Toy Boy, Underwear | No Comments »

Calvin Klein's Obesession: Nick Gruber
Ein Auge für knackige Jungs hatte er schon immer: Jahrzehntelang ließ Calvin Klein, seine Parfums und Unterhosen ausschließlich von Männern mit ausgeprägtem Sixpack, markanten Gesichtszügen und vollen Lippen bewerben, deren Botschaft vor allem eines verkündete: Sex!
“Nichts kommt zwischen mich und meine Calvins” lautet daher auch des Unternehmens berühmtester Werbeslogan aus den 1970er Jahren. Die von Starfotograf Bruce Weber etablierte Homoerotik in Calvin Kleins Anzeigenkampagnen war vor allem für Schwule unübersehbar. Weibliche Models erfüllten hier oftmals nur eine Alibi-Funktion um die prüden Gemüter konservativer Amis möglichst ruhig zu halten.
Auch Calvin Kleins Ex-Frau, Kelly Rector, mit der er von 1986 bis 2006 verheiratet war verbrachte während ihrer Ehe auffallend mehr Zeit mit ihrer Pferdezucht auf Long Island als an der Seite ihres Mannes.
Doch vorbei die Zeiten in denen sich Calvin Klein den Konventionen fügen musste um das Image seines Milliarden-Dollar Imperiums sauber zu halten. Calvin Klein hat nichts mehr mit der von ihm im Jahre 1968 gegründeten Firma zu tun. Der Modemacher hat seine Firmenanteile 2002 für 430 Millionen US-Dollar an die Unternehmensgruppe Phillips-van-Heusen verkauft und ist seitdem raus.
Raus aus der Mode aber nicht aus den Schlagzeilen. Denn aktuell sorgt die Vergangenheit seiner Dauer-Begleitung, Nick Gruber, sowohl in der New Yorker Klatschpresse als auch in den vornehmen Dünen von Southampton für Aufregung. So hat der 20-jährige, auch bekannt unter den Künstlernamen Nick London und Aaron Skyway eine Zeit lang als professioneller Porno-Darsteller gearbeitet und es bereits in zahlreichen Video-Produktionen sowohl mit Frauen als auch mit Männern ordentlich krachen lassen.
Laut Grubers Facebook-Profil stammt der Sunnyboy aus Florida, studiert gegenwärtig in San Franciso und verdiene sich sein Geld mit Modeljobs. Doch diese Angaben werden von einigen amerikanischen Medien bezweifelt. An vielen Stellen liest man, Grubers Biographie sei fake, wie auch sein Äußeres. Erst nachdem er sich seine Nase verkleinern und neue Zähne habe einsetzen lassen, modele er ein wenig nebenher. Der Kommentar einer Leserin der Online-Ausgabe des amerikanischen Schwulenmagazins Advocate, die aus Grubers Umfeld zu stammen scheint, wirft ein nur wenig schmeichelhaftes Licht auf dessen sozialen wie auch geistigen Background.

Die Tatsache, dass Calvin Klein sich vergangenen Sommer mehrmals öffentlich mit seinem Beau zeigte, nährt das Gerücht die beiden seien ein Paar. Das Online-Journal “The Huffington Post”, der Internet-Dienst “Gawker” und die Tageszeitung New York Post vermeldeten bereits eine feste Beziehung. Leser einer amerikanischen Gay-Site, kommentierten das Sommermärchen mit dem Verdacht Nick Gruber, diene Klein lediglich als Callboy.
Ein offizielles Statement seitens Calvin Klein zur Verbindung der Beiden gab es allerdings noch nicht.
Im Internet fragt man sich aktuell nach den Beweggründen junger Typen, mit Männern die ihre Großväter sein könnten, ins Bett zu steigen und diskutiert dabei auch über die Frage nach der Würde der einstigen New Yorker Modeikone Calvin Klein.
Viele sehen in der Tatsache, dass Modeschaffende, die ihr Leben lang auf kultiviert machen, und in unzähligen Talkshows und Interviews ihren Anspruch an Intellekt und Schöngeistigkeit betonen, am Ende ihrer Kariere – wo sie Niemandes Erwartungshaltung mehr entsprechen müssen – Strichjungen, Callboys oder eben Porno-Darsteller in ihre Villen einziehen lassen, eine gewisse Fom der Heuchelei.

- Nick Gruber als Aaron Skyline, vor seiner Beauty-OP
Während also einige Medien Nick Gruber bereits jetzt schon zu einem der reichsten Rentner der amerikanischen Ostküste beglückwünschen, schütteln Long Islands biedere Kaschmir-Elsen in ihren Strandhütten ihren sorgsam frisierten Kopf und wundern sich, was sich der 67-jährige Mr. Klein und das Jüngelchen aus Idaho eigentlich zu sagen haben? Doch darum geht es eben nicht. Worum dann? Die Antwort scheint mit einem Blick auf Grubers Body und “Filmographie” zwar naheliegend, doch die wohl originellste Einschatzung zu Calvin Kleins neuester Obsession lieferte ein Kommentarschreiber des Online-Magazins, “Gay.com”. Nach dessen Meinung habe “Calvin Klein das Rauchen aufgegeben und nun eine appetitliche Alternative zum Glimmstengel gefunden“.
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Posted: Juli 26th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Couple, fashion, gay, Lorenzo Martone, Marc Jacobs, New York, Trennung, Twitter | No Comments »
Marc Jacobs (47) und Lorenzo Martone (31) haben sich getrennt! Zugegeben es gibt weltbewegendere Nachrichten und dennoch wirft die Kunde von der Auflösung der Beziehung so manche Frage nach der Vereinbarkeit von anspruchsvollen Fashion-Jobs mit einer festen Beziehung auf.
Schon im Film: “Der Teufel trägt Prada” rät Fashion-Director Nigel der unbedarften Assistentin Andy, Bescheid zu geben wenn ihre Beziehung den Bach runter geht, dann nämlich sei es Zeit für eine Beförderung. Sagt’ s und zupft dabei ungerührt die Klamotte an einem Model zurecht. Auch wenn diese Szene überspitzt sein mag, so deutet sie auf ein wesentliches Problem hin, das vermutlich alle Branchen, die Modebranche jedoch im Besonderen, zu betreffen scheint, nämlich die Schwierigkeit Kariere und Partner unter einen Hut zu bringen.
Die Trennung des einstigen Glamour-Paares Jacobs und Martone, das die amerikanische Modepresse liebevoll “MarLo” nannte, stimmt daher ein klein wenig nachdenklich. Zumal die Beiden unter vielen Modeschaffenden rund um den Globus als eine Art Role-Models galten: Schön, reich, berühmt und trotzdem glücklich! Nachdem der Werbemanager Lorenzo Martone nun am vergangenen Freitag, den 23.07., via Twitter die Öffentlichkeit darüber informierte, dass Marc und er bereits seit zwei Monaten nicht mehr zusammen sind und auch Marc Jacobs am vergangenen Donnerstag auf der Launch-Party zu seinem neuen Männerduft im Londoner Nobelkaufhaus Harvey Nichols, auf die die Frage nach einer etwaigen Hochzeit mit den Worten antwortete: “No I am not getting married,” und damit die Trennung quasi indirekt bestätigte, findet nun das große Spekulieren um mögliche Gründe für das Beziehungsaus statt. Beide Seiten wollten sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zum Sachverhalt äußern.
marcjacobs.com
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Posted: Juni 29th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: american apparel, Butt Magazine, gay, Marcelo Krasilcic, towel | No Comments »

Schön griffig! photo: American Apparel
Dieses Fashion-Highlight sorgt am Beach garantiert für Aufregung. Die zur aktuellen CSD Saison gelaunchten und limitierten Badetücher der kultigen Homo-Gazette “BUTT” zieren Fotodrucke des gefragten Mode-Fotografen Marcelo Krasilcic.
Sie zeigen den Torso des Mannes inklusive seinem besten Stück. Wer seinen nackten Körper mit den fotobedruckten Frotteelaken verhüllt, wirkt zugleich entblösst und gibt den Blick frei auf nackte Tatsachen. Das absolute Must-haves für verkappte Freibad-Anarchisten!
Erhältlich mit sechs verschiedenen Motiven für € 50,00 in allen American Apparel Stores sowie online unter americanapparel.eu
Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf kommt dem Ali Forney Center zugute. Die Organisation mit Sitz in New York kümmert sich um die Belange obdachloser Schwuler, Lesben und Transgender und bietet ihnen Verpflegung und Unterkünfte für die Nacht an.
Eile ist jedoch geboten, die Dinger gehen weg wie warme Semmeln.
(Text: Sven Barthel)
www.buttmagazine.com

Butt Magazine Towels by American Apparel
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Posted: Mai 24th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Bang, fragrance, gay, Juergen Teller, Marc Jacobs | 1 Comment »

Marc Jacobs "Bang"
Yves Saint Laurent hat es bereits in den 70ern getan, Tom Ford ein Vierteljahrhundert später auch: die Rede ist von der Vermarktung namenseigener Produkte unter vollem Körpereinsatz, sprich nackt! Nun wirbt auch Marc Jacobs völlig unbekleidet für seinen ersten eigenen Männerduft “Bang”.
Für die Werbekampagne räkelte sich der Kultdesigner auf knisternder “Erste Hilfe” – Folie und mit nichts außer einer XL-Variante der originell gestalteten Aluminiumpulle zwischen den Beinen, vor der Linse seines Leibfotografen Juergen Teller. Das Motiv erntet in den USA gegenwärtig zwar jede Menge Publicity, aber eben auch kübelweise Kritik. Ein homosexueller Modedesigner, der einen Parfumflakon “bumst” [to bang], entspricht offenbar nicht ganz den heteronormativen Moralvorstellungen prüder Amis.
Marc Jacobs’ Wandlung vom introvertierten Fashionmoppel mit Brille und langem, fettigem Haar, zum durchtrainierten, tätowierten, und betont schwulen Celebrity-Darling liefert die Erklärung für seine Lust zur erotischen Selbstdarstellung.
Er hat sich seinen Body hart erarbeitet, nun will er ihn auch zeigen. Warum, auch nicht? Mit der physischen Metamorphose des Modemachers vor drei Jahren, ging allerdings auch eine deutliche Veränderung der Marketingstrategie seines Unternehmens einher. Galt Marc Jacobs doch lange Zeit als Geheimtipp New Yorker Intelektueller wie Sophia Coppola und Cindy Sherman, hofiert Jacobs’ PR-Department seit der Mitgliedschaft ihres Chefs im Fitnessstudio, Frauen wie Victoria Beckham. Manch einer sieht darin die natürliche Entwicklung eines Künstlers, andere wiederum werten diese Form der Öffentlichkeitsarbeit als Ausverkauf der eigenen “ursprünglichen” Identität.
Längst verkauft sich Mode nicht mehr über Rocklängen als vielmehr über ihr Image. Die Botschaft “Sex pur” generiert den Modeherstellern dabei in der Regel gute Umsätze, denn “Sex sells”, insbesondere im high fashion Bereich. Niemand hat das so gut verstanden, und mit der Hilfe des Starfotografen Terry Richardson so konsequent umgesetzt, wie Tom Ford in seiner Funktion als Kreativdirektor von Gucci.
Den aktuellen Vorwurf einzelner, modeaffiner Zeitgenossen, seinen Kollegen Tom Ford allzu offensichtlich zu kopieren, muss sich Marc Jacobs aufgrund seiner Nackedei-Kampagne somit wohl gefallen lassen.
In einem Interview zur bevorstehenden Markteinführung des Duftes mit dem Branchenblatt “Womens WearDaily” begründet Marc Jacobs die hüllenlose Präsentation seiner Selbst mit der Tatsache, dass sich keine Kleidung auftreiben ließ, die die Bedeutung des Wortes “Bang” in der Art und Weise verdeutlicht hätte, wie Marc Jacobs den Begriff in Bezug auf seinen Duft verstanden wissen wollte.
Mission gelungen! Das Resultat aus Wort und Bild lässt keine weiteren Fragen mehr offen, außer vielleicht ob es sich beim Glanz auf seiner Haut nun um Baby-Öl oder “Après-Sex-Schweiß” handelt?
(Sven Barthel)

Marc Jacobs "Bang"
Mar Jacobs’ “Bang” ist ab Juli zunächst in den USA erhältlich und ab September auch im Rest der Welt.
siehe auch HYPE magazine:
Juergen Teller Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg
Marc Jacobs – Crazy in Love
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Posted: April 15th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: gay, Ricky Martin, Yardley | No Comments »
Wen auch immer die “wahnsinnig” neue Nachricht, dass Ricky Martin auf Männer steht, zu tränen rührt, dem bietet der Kosmetikhersteller Yardley die wasserfeste oder besser gesagt “tränensichere” Wimperntusche “Triple XXX” zum Kauf an.
Gute Werbung kann so einfach sein.
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Posted: Dezember 21st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Bagdad, Cover, Diskriminerung, gay, GQ, GQ Magazin, Homosexualität, Irak, Schlagwort hinzufügen | 1 Comment »

GQ Cover Januar 2010
Ein großes Kompliment gebührt den Machern des Modemagazins GQ für ihren Mut neben unterhaltsamer Lifestyle-Berichterstattung auch brisante Themen anzugehen.
So findet sich in der aktuellen Januar Ausgabe ein höchst aufrüttelnder Artikel über den Umgang mit Homosexualität im Irak, der mich bereits während des Lesens immer wieder ungläubig den Kopf schütteln ließ. Unter dem Titel “Das Gay Massaker von Bagdad” berichtet der Autor von schwulen Männern, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ein Leben auf der ständigen Flucht vor ihren Peinigern führen. Ihr einziger Begleiter dabei ist die Angst!
Angst davor denunziert, verraten und aufgespürt zu werden. Homosexualität gilt im Irak als illegal und wird laut Gesetz mit bis zu 7 Jahren Gefängnisstrafe geahndet. Was nüchtern klingt, gestaltet sich für die Betroffenen jedoch weitaus dramatischer. Tatsächlich müssen Homosexuelle im Irak um ihr Leben bangen.
Ganz offiziell hingegen wird Homosexualität im Iran, wie übrigens auch im Jemen und im afrikanischen Mauretanien per Gesetz mit der Todesstrafe quittiert. Dazu muss es noch nicht einmal zu nachweisbaren sexuellen Handlungen unter Männern gekommen sein. Ein Verdacht und die Anzeige eines Denunzianten genügen um eine Kette aus Repressalien, Demütigungen und fortwährender Verfolgung in Gang zu setzen.
Dass Homosexualität in ausnahmslos allen islamischen Staaten nicht gern gesehen wird, ist bekannt. In vielen dieser Länder wie bspw. Algerien, Saudi-Arabien, Afghanistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten aber auch in den bei Deutschen beliebten Urlaubsländern wie Marokko, Kenia und Mauritius ist Homosexualität strafbar und gesellschaftlich tabuisiert. In wenigen muslimischen Ländern wie bspw. Jordanien verbieten Gesetze zwar die Verfolgung von Homosexuellen, doch liegen hier zwischen kommunizierter Theorie und angewandter Praxis in Wahrheit Welten.
Dort wo Religion (die immer interpretierbar ist) und Politik einander vermischen, kann es keine echte Demokratie geben. Hier bleibt das Gesetz ein Ackerfeld, das scheinbar Jeder nach individuellem Gusto bearbeiten darf. Gewiss, andere Länder, andere Sitten, mag manch Einer an dieser Stelle einwerfen, doch diese Phrase kann nicht als Entschuldigung dienen Wegzusehen wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Bei allem Respekt vor der Religionsfreiheit und einen daraus resultierenden unterschiedlichen Wertekanon, Toleranz darf niemals in passive Akzeptanz von inhumanen Zuständen münden. Wir sind eine Welt! Egal ob christlich, muslimisch, jüdisch oder hinduistisch. Es gibt keine Rechtfertigung Homosexuellen den After zuzukleben und sie anschließend dazu zu zwingen Unmengen Abführmittel zu schlucken und Wasser zu trinken, bis der Darm platzt.

Dies sind keine reißerischen Darstellungen von Ausnahmepraktiken sondern die traumatischen Erlebnisse von Menschen wie Du und Ich. Sie haben einen Kopf, Augen, Mund und Nase, zwei Arme und zwei Beine, doch leben sie in einem Land in dem das Recht auf Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeit ist.
Warum dieser Artikel, werdet ihr Euch vielleicht fragen?
Natürlich wollen wir Euch keinesfalls die Freude auf das Weihnachtsfest vermiesen. Doch wie ihr wisst, ist Weihnachten, auch das Fest der Nächstenliebe und der Besinnung. Während wir uns für ein paar Tage im Kreise unserer Freunde und Familie vom Alltagstrott ausklinken, gibt es Menschen die auch in dieser Zeit unsere Hilfe brauchen.
Wer also neben der Parfumpulle von Prada noch ein paar Euros für den guten Zweck erübrigen kann dem möchte ich in Anlehnung an den im GQ Magazin erschienenen Artikel von Matthew McAllester auf die Organisation “Human Rights Watch” mit Hauptsitz in New York und einer deutschen Vertretung in Berlin aufmerksam machen.
Die weltweit führende, unabhängige Nichtregierungsorganisation, setzt sich für den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte ein, indem sie die internationale Öffentlichkeit auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam macht und Einfluss auf politische Entscheidungsträger zu nehmen versucht.
Informationen über die Arbeit von “Human Rights Watch” findet Ihr unter www.hrw.org/de
Spendenkonto:
Human Rights Watch e.V.
Commerzbank-Frankfurt/M
Kontonummer 602929200
Bankleitzahl 500 400 00
Für Spenden aus dem EU- Ausland
Commerzbank-Frankfurt/M.
IBAN: DE84500400000602929200
BIC: COBADEFF
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Posted: Juli 26th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: gay, gay-rights, Lorenzo Martone, Marc Jacobs | 1 Comment »

Marc Jacobs T-Shirt available at 385 Bleecker St
Seit vergangenem Mittwoch sorgt ein T-Shirt in den Straßen des New Yorker West Village für Gesprächsstoff. Marc Jacobs lancierte für seine Special Items Linie ein T-Shirt, dass für die Rechte Homosexueller wirbt. Darauf zu sehen, ein schickes Lesbenpaar im “Kleinen Schwarzen” mit Kind. “I pay my taxes – I want my rights” lautet der Slogan darunter. Ob der, mit Werbemanager Lorenzo Martone, frisch Verlobte Kult-Designer, bereit selbst über Familienplanung nachdenkt?
Das T-Shirt kostet $ 24 und ist in einer limitierten Auflage von 200 Stück im Marc Jacobs Accessories Store in der 385 Bleecker Street erhältlich!
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Posted: Juli 17th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Berlin, gay, Kunst, Pierre et Gilles | No Comments »

Pierre et Gilles
Die Bilder des Künstlerpaares Pierre et Gilles kennt eigentlich Jeder. Ihre farbig übermalten Fotos, zeigen Prominente wie Madonna, Nina Hagen oder Paloma Picasso vor opulent-verspielten Hintergründen, oder auch deftige pornografische Szenen, bei denen der Austausch von Körperflüssigkeiten nicht unsichtbar bleibt.
Homosexualität ist ein immer wiederkehrendes, zentrales Thema in den Arbeiten der beiden Kreativen. Doch Fotograf Pierre Commoy und Werbegrafiker Gilles Blanchard sind zu intelligent um sich auf die bloße Erstellung von Wichsvorlagen für Schwule zu beschränken. Die Provokation ihrer Arbeiten liegt im Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen. Religion und Sex sind für das Duo kein Widerspruch, im Gegenteil, die Akteure ihrer nachgestellten biblischen Szenen, sind nicht selten Pornodarsteller oder sichtbar schwule Jungs.
Mit ihrer Dauerreflektion über Popkultur, ihrer permanenten Gesellschaftskritik und der gleichzeitig selbstbewusst zur Schau getragenen Homosexualität, trafen Pierre und Gilles den damaligen Nerv der Zeit, was ihnen unzählige Aufträge zur Gestaltung diverser Magazin und Plattencover und somit auch Geld und Ruhm einbrachte. Pierre & Gilles gelang, was nur wenigen Künstlern gelingt: die Entwicklung einer eigenen Bildsprache mit hohem Wiedererkennungswert. Ihre Arbeiten sind unverwechselbar! Ab Mitte der 1990er Jahre wurde es ruhiger um die Zwei.
In dieser Dekade des Minimalismus, der political-correctness, des Unisex, des Synthetischen , war kein Platz für den Hedonismus der 80er Jahre. Heute, in Zeiten, in denen peinliche Selbstdarsteller Intimitäten und Abgründe freizügigst im Fernseh-Mittagsprogramm ausplaudern oder ihre Geschlechtsteile und sexuellen Präferenzen im Internet preisgeben, wirken die Bilder von Pierre & Gilles längst nicht mehr schockierend. Schön anzusehen sind sie immer noch, und darüber hinaus ein wertvolles Dokument einer längst vergangenen Ära, in dem Sexualität noch etwas lustvoll Verwegenes an sich hatte.
Im Berliner C/O ist vom 25. Juli bis zum 20. September 2009 eine große Retrospektive mit 80 großformatigen Arbeiten zu sehen. Dies ist die erste große Ausstellung außerhalb Frankreichs nach 15 Jahren Abstinenz in Deutschland. Die Ausstellung wird hierzulande nur in Berlin zu sehen sein.
PIERRE et GILLES RETROSPEKTIVE
C/O Berlin im Postfuhramt
Oranienburger Straße / Ecke Tucholskystraße
10117 Berlin
Vernissage: Freitag, 24. Juli, ab 19 Uhr
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Posted: Mai 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: fashion, gay, Icon, Kanada, Nina Arsenault, Queer, Style, Transsexualität | No Comments »

I´ll show you how to...Nina Arsenault
In Kanada ein Superstar – in Europa gänzlich unbekannt; noch! Megatranse Nina Arsenault ist hot. Sie selbst beschreibt sich als “queer art object” und Künstlerin. Definitiv ist sie Kanadas berühmteste Transsexuelle und zählt zu den bekanntesten Queer Celebrities des Landes.
Nina wuchs zunächst in bescheidenen Verhältnissen in einer Wohnwagen Siedlung in Beamsville, Ontario, einer verschlafenen 10.000 Seelen Gemeinde am Ontario See, als Junge Namens Rodney auf, bevor sie sich 1998 einer ersten Operation, auf ihrem langen Weg zur Frau unterzog. Seit diesem Zeitpunkt investierte die mittlerweile 35-jährige über 160.000 Dollar in ca. 60 chirurgische Eingriffe. Um diese zu finanzieren arbeitete sie für eine Porno Webseite. Hier präsentierte sie sich vor laufender Kamera zahlenden Kunden als onanierender “shemale” Eine Geschlechtsanpassung ist bis heute nicht erfolgt. Die Matrix, Brüste und Penis zugleich, steigern Ninas Marktwert, machen sie zu etwas Besonderem. Arsenault arbeitete als Callgirl und schrieb Kolumnen in Transgender Angelegenheiten für das zweiwöchentlich erscheinende, kanadische Schwulenheft fab und stellte unter Beweis ,dass Sie mit zwei Studienabschlüssen, in Theaterregie und Dramaturgie, mehr Adjektive kennt um sexuelle Handlungen zu beschreiben, als viele andere ihrer Kolleginnen, die gleichfalls nach Ruhm und Anerkennung mittels aufgeblasener Brüste dürsten.
Einfühlsam, differenziert und reflektierend, dabei immer unkonventionell und knackig auf den Punkt formuliert, schrieb sich Arsenault in die Wahrnehmung der kanadischen Gay Community. Wie es sich für eine Kariere als glamouröser Transgender gehört, trat Nina auch als Kleindarstellerin in diversen Serien auf.
Mediales Aufsehen erregte ihre Begegnung mit Rüpelrocker Tommy Lee, dem Ex von Baywatch-Nixe Pamela Anderson in einem Nachtclub von Toronto. Der Drummer von Motley Crue zog Arsenault zunächst auf seinen Schoß und flirtete heftig mit der Schönen, bis ein Anwesender Tommy mitteilte, dass Sie eigentlich ein Er ist. Mit der Begründung, er bräuchte mal eben Zigaretten verließ Macho Tommy Lee mit sichtlich rot gefärbtem Gesicht den Club. Gegenwärtig schreibt La Arsenault an ihren Memoiren mit dem Titel: The Silicone Diaries!
Nachdem sie in diesem Jahr ihre eigene Firma mit dem Namen “Venus Machine” gegründet hat, dürfen wir davon ausgehen in Zukunft mehr von Nina Arsenault zu hören.

Queer Art Object
romeoliebtjulian.com bat Nina um ein Interview. Ein Austausch via Internet:
HYPE: Nina, Du bist in einem Trailer -Park aufgewachsen, Siedlungen am Rande der Stadt mit Wohnmobilen, die als Synonym für Armut gelten. Würdest Du sagen, dass Du eine glückliche Kindheit hattest?
Nina: Ich habe bis zu meinem 6. Lebensjahr in einem Trailer gelebt, jedoch waren wir nicht wirklich arm. Meine Familie war extrem sparsam und lebte daher weit unter ihren Möglichkeiten. Als ich sechs Jahre alt war zogen wir in ein richtiges Haus, das mir damals wie eine Villa vorkam. Ich würde sagen, ich hatte das Glück wunderbare, liebevolle Eltern zu haben, die mich stets unterstützten und hinter mir standen obwohl ich aufgrund meines femininen Äußeren und meinem Bedürfnis ein Mädchen zu sei, häufig der Diskriminierung meiner Mitschüler ausgesetzt war. Eine schwierige Zeit. Ich hatte aber Interesse an der Schule, war clever und fand somit sogar Rückhalt bei einigen Lehrern
HYPE: Wann hast Du zum ersten Mal gemerkt, dass Du dich von den anderen Jungs in deiner Umgebung unterscheidest?
Nina: Ich wusste immer, dass ich kein Junge war. In meinen frühesten Erinnerungen sehe ich mich bereits als Mädchen.
HYPE: Wie hat dein Umfeld auf dich reagiert?
Nina: Im Trailer-Park habe ich den anderen Kindern gesagt, dass ich anders bin und damit war die Sache für sie gegessen. Als wir jedoch in eine andere Stadt zogen, haben mich die anderen Kinder dort verachtet. Sie haben sich mich wegen meines mädchenhaften Aussehens verspottet und gemieden. Sogar einige der männlichen Lehrer haben sich vor der Klasse über mich lustig gemacht.
HYPE: Und heute…?
Nina: …lebe ich in Toronto!
HYPE: Hast Du jemals daran gedacht nach New York oder Los Angeles zu ziehen und dich unter die Modeleute zu mischen, über rote Teppiche zu laufen und eine Karriere im Showgeschäft anzustreben?
Nina: Ich denke oft daran nach New York zu ziehen, wo ich Freunde habe, die sagen dass ich dort viel besser hinpassen würde. Doch es ergeben sich ständig so viele Gelegenheiten für meine Arbeit in Toronto, das es schwer ist von hier weg zu gehen. Oftmals denke ich auch daran nach Berlin zu ziehen. Ich sehne mich nach Leuten die einen Sinn fürs Schräge haben. Ich glaube, dass sich Europäer stärker für die verschiedenen Disziplinen der Kunst interessieren als Kanadier und bereit sind durch die Auseinandersetzung mit der Kunst ihren eigenen Horizont zu erweitern.
HYPE: Interessiert Du dich eigentlich für Mode, und wenn ja, welche Designer zählen zu deinen Favoriten?
Nina: Ich interessiere mich sogar sehr für Mode. Meine Lieblingsdesigner sind Alexander McQueen und Balenciaga. Auch Christopher Kane finde ich toll. Ich liebe avantgardistisches, mit aufwendigen Details in handwerklicher Perfektion. Mich interessieren Designer, deren Arbeiten in einem bestimmten Kontext von Bedeutung stehen. Designer, die in der Lage sind eine Art Semiotik der Mode zu formulieren dabei aber die richtige Balance zwischen Intellekt und der Ästhetik aus Linie, Form, Masse, Farbe und Textur finden.
HYPE: Für welche Dinge gibst Du am meisten Geld aus?
Nina: Das meiste Geld gebe ich tatsächlich für Mode und Hautpflege aus. Dann schaue ich mir noch viele Theaterstücke und Tanzaufführungen an.
HYPE: Wie kommt es, dass Dich jeder in Kanadas gay community kennt?
Nina: Die meisten Leute kennen mich aus dem Fernsehen. Hier habe ich bei zwei Reality Shows, Lofters und Kink, mitgemacht. Zudem hatte ich mehrere Auftritte in der kanadischen Soap Train48. Schließlich schrieb ich autobiographische Geschichten für ein Schwulenmagazin, die die Leser offenbar bewegten und zum Stadtgespräch wurden. Als mich Torontos Bürgermeister für meine künstlerischen Leistungen auszeichnete, wurde dies ebenfalls von vielen Medien dokumentiert.
HYPE: Wer hat dich auf dem Weg zu der Person, die Du heute bist unterstützt?
Nina: Ganz klar, meine Eltern! Aber auch Freunde und Künstler wie Sky Gilbert und die Leute vom Buddies at Bad Times Theater.
HYPE: Gibt es etwas für das Du dich politisch einsetzt?
Nina: Ich bin Künstlerin. Ich mache eher auf politische Mißstände aufmerksam als für eine politische Sache zu kämpfen. Ich plädiere jedoch für die Stärkung des eigenen Selbst.
HYPE: Amanda Lepore ist die berühmteste Transsexuelle der Welt und verdient durch den Verkauf von Platten und Merchandising-Produkten ein Vermögen. Neidest Du ihr manchmal den Ruhm?
Nina: Ich respektiere und bewundere Amanda und bin nicht eifersüchtig auf sie. Ich befinde mich auf meiner eigenen Reise und bin gespannt wo diese mich noch hinführt!
HYPE: Hast Du deine Biography “The Silicone Diaries” schon fertig gestellt? Wann wird sie veröffentlicht?
Nina: Bei den “Silicione Diaries” handelt es sich nicht um eine Biographie sondern Memoiren. Hier geht es mehr um meine Verwandlung, die Erlebnisse während meiner Op´s, als um meinen persönlichen Werdegang. Ich weiß nicht wann ich damit fertig sein werde. Es ist ein andauernder Verarbeitungsprozess.
HYPE: Warum gibt es bis jetzt noch keine Website von Dir?
Nina: Ich bin ein Kontroll-Freak und habe zunächst nicht den passenden Web Designer gefunden , der es versteht meine Wünsche umzusetzen. Ich möchte nichts machen, das nicht meinen Vorstellungen entspricht. Nun, aktuell ist etwas in Arbeit.
HYPE: Was sind deine aktuellen Projekte und wie sehen deine Zukunftspläne aus?
Nina: Ich plane die Toronto Premiere des Stücks “The Silicone Diaries” basierend auf meinen Memoiren, die im November im Buddys at Bad Times Theater in Toronto stattfinden wird. Dem größtem Schwulen Theater Nordamerikas. Ich bin Gastgeberin mehrerer Gay Partys und arbeite an einer Videoserie, die sich mit der Dekonstruktion von Glamour beschäftigt.
HYPE: Was fällt Dir ein wenn Du an Deutschland denkst?
Nina: Da muß ich sofort an den Dramatiker Heiner Müller denken, dessen Werken ich aktuell so verbunden bin, da ich an einem Theaterstück namens “Ophelia Machine “schreibe, das in vielerlei Hinsicht eine Antwort auf Heiner Müllers “Hamletmaschine” darstellt.
HYPE: Die wichtigste Lektion die Dich das Leben gelehrt hat?
Nina: Eine positive Einstellung äußerst sich in einem positiven Leben!
Interview: Sven Barthel

all photos by courtesy of Nina Arsenault
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