Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Dawid Tomaszewski, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Glamour, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Zelt | No Comments »
Gemessen an seinen Entwürfen gehört Dawid Tomaszewski eigentlich nicht nach Berlin. Mit seiner zeitgemäßen Interpretation von Glamour sticht er wohltuend aus der Monotonie deutschen Mode-Designs heraus, das sich seit Ewigkeiten auf Basics und langweiliger Casual-Wear in Grau, Schwaz und Beige beschränkt.

Dawid Tomaszewski Fall/Winter 2011 - Foto: by courtesy of Dawid Tomaszewski
Das Grau und Schwarz nicht gleichbedeutend mit Tristesse sein müssen, bewies Tomaszewski mit seiner Show am zweiten Tag der Berlin Fashion Week. Zart fließende Bustierkleider mit weichem Fabverläufen, ein opulent mit Strass-Steinen besticktes Oberteil – très très chic, aufwendiger Strick, und in der Taille geraffte Bleistiftröcke aus Wolle, voilà!
Die stilistische Handschrift des in Polen geborenen Designtalents vertrüge im Wettbewerb mit den ganz Großen der Branche vielleicht noch einen Hauch mehr Mut, hat aber bereits jetzt schon sichtbar internationales Niveau. So ist es diese perfekte Balance aus Individualität und Kommerzialität gepaart mit einer sehr professionellen Selbstdarstellung, die auf Leistung statt auf billigen Showeffekten beruht, die Tomaszewski als Modemacher eine Glaubwürdigkeit verleihen mit der er vermutlich auch in Paris bestehen könnte.
Aktuell ist Dawid Tomaszewskis Kollektion mitunter das Beste Angebot was “Mode made in Germany” stilbewussten Frauen zu bieten hat: Mondän, sophisticated, im Detail raffiniert und handwerklich bestens verarbeitet!
Zweifellos ist Dawid Tomaszewski nicht nur für die deutsche Hauptstadt, sondern für die deutsche Modeszene insgesamt, die seit Wolfgang Joop, Jil Sander und Gabriele Strehle kein wirklich international wirkendes Label mehr hervorgebracht hat, ein Segen. Man kann nur hoffen, dass der junge Modemacher nicht eines Tages doch noch nach Paris abwandert.
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Posted: Januar 7th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Cover, Ellem Vogue, Fashion Magazine, Glamour, Harpers Bazaar, Marie Claire, Miley Cyrus, UK, USA | 1 Comment »

Magazincover im Februar 2010
Das “celebrity thing”, wie die Amerikaner sagen, läuft schon lange. Das prominente Zeitgenossen für bestimmte Produkte werben, die an für sich keinen Bezug zu ihrer eigentlichen Profession haben, sei es nun Film oder Musik, ist nicht neu.
Doch irgendwann begannen Schauspielerinnen und Sängerinnen sogar die Models zu ersetzen und warben (und werben bis heute) für Parfums, Kosmetika, Accessoires und schließlich für die komplette Kollektion eines Designers.
So brillierte Madonna im himbeerfarbenen Metallic-Abendkleid in einer Werbekampagne des Modehauses Versace bereits im Jahre 1995. Irgendwann kam Karl Lagerfeld auf die Idee, die fast schon langweilig makellose Nicole Kidman zum Gesicht des Parfumklassikers Chanel No. 5 zu küren, und spätestens ab diesem Zeitpunkt schienen es alle Anderen, den Kaiser mal wieder nachzumachen. Auf einmal räkelten sich plötzlich Stars und Sternchen verstärkt in den Werbeanzeigen namhafter Labels. Daran gibt es per se nichts auszusetzen, interessant ist dabei jedoch die Tatsache, dass der Einsatz von Prominenten sich nun auch vollends auf einschlägige Modemagazine übertragen hat, wie ein Blick auf die Februar Ausgaben der internationalen Titel belegt.
Hollywood Faces auf den Titelseiten der Modemagazine gibt es seit Bestehen der Modepresse, doch die dortige Präsenz an Celebrities war niemals so hoch wie heute. Mit der Demokratisierung der Mode und der Zugänglichkeit von high-fashion Artikeln via Ebay für Alle, scheint sich allerdings auch in den Verlagshäusern eine Verflachung bei der Auswahl ihrer prominenten Paten einzustellen; oder gibt es noch eine andere Antwort auf die Frage wie Schnullerbacke Miley Cyrus es auf das Cover der amerikanischen Harper´s Bazaar schaffen konnte? Mal sehen, wo der “CoC “Trend noch (Celebrities on Covers) hingeht?!
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Posted: Mai 21st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: Blond, fashion, Glamour, New York, Phillipe & David Blond | 1 Comment »

Phillippe & David Blond / MAO PR
“Glamour- Made in America” hat einen Namen: Blond! Nachdem seit mehr als 20 Jahren der Einheitslook von Calvin Klein und DKNY das Modebild vom Big Apple im Ausland bestimmt und die weit verbreitete Prüderie im Umgang mit Sexualität und dem eigenen Körper die “hilfigerisierung” eines ganzen Landes, von der Ost- bis zur Westküste, nach sich gezogen hat, verfolgt ein Designerduo aus New York ein ganz anderes Konzept und hat damit zunehmend Erfolg. Phillipe & David Blond sind derzeit Manhattans vielversprechendste fashion-newcomer und aufgrund ihres extravaganten Auftretens regelmäßig “talk of the town”.
Die Entwürfe der Beiden verkörpern das verklärte Lebensgefühl einer längst vergangenen Ära. Glitzernde Abendroben, opulent mit Strass und falschen Diamanten besetzte Korsagen, Glanzoptiken, Metallicstoffe, fiebrige Farben und messerscharfe Schnitte. Immer over the top aber stets genial!

Blond spring 2009 / Courtesy of Mao PR NYC
Tragbar? Im Umfeld der zwei Über-Kreativen stellt sich diese Frage nicht. Wer eine Show der Beiden besucht, der fühlt sich zurückversetzt in das hedonistische New York von Halston, Andy Warhol und des Studio 54, und taucht ein, in die Welt der amerikanischen Popkultur. Barbie und Hollywood inklusive! Für Phillipe und David Blond und ihrem Gefolge aus Drag Queens, Stilikonen, Szenemachern, ehemaligen Blitz Kids, ist der unbeschwerte 80er Jahre Zeitgeist kein abgegriffenes Klischee, sondern gelebte Realität, in der die Rezession keinen Platz hat. Geht nicht gibt es nicht. Im Kontext des mondänen fashion-couples ist Nonkonformismus Gesetz!
Bisher haben sie drei Shows gemacht. Zuletzt präsentierten Sie ihre Mode im September 2008 bei der New York Fashion Week und ernteten dabei internationale Anerkennung. Umso überraschender die Abwesenheit des noch jungen Labels bei den New Yorker Schauen im Februar 2009. Zur Begründung heißt es laut ihrer PR Agentur etwas kryptisch, das Duo arbeite gerade an einem Film über seine nächste Kollektion. Vielleicht waren es aber auch einfach nur die hohen Kosten, die eine Teilnahme an der New York Fashion Week verhinderten. Vielleicht bereitete auch die rechtzeitige Fertigstellung der aufwendigen Showpieces Probleme. Die Herstellung der aufwendigen Unikate nimmt enorm viel Zeit in Anspruch. Verständlich, dass sie nicht mit dem Produktionsrhythmus eines Ralph Lauren mithalten können. Müssen sie auch nicht! Ihre Roben sind zeitlos und unterliegen nicht dem saisonalen Verfall. Trends spielen bei Blond keine Rolle, vielmehr geht es um die Realisierung einer Vision. Zahlreiche Stars, die von Berufswegen her auffallen müssen, wissen das dramaturgische Know-how der beiden Freigeister zu schätzen. Viele von Ihnen haben sich bereits von Blond für Auftritte oder Werbekampagen ausstatten lassen. Darunter Britney Spears und Rihanna.

Blond / by courtesy of MAO PR NYC
David Blond, mit bürgerlichem Namen David Trujillo, stammt von der Sonneninsel Key West, in Florida. Phillipe Rollano ist gebürtiger Puerto Ricaner und studierte Modedesign am FIT in New York. Erstmals getroffen haben sich die Zwei vor neun Jahren in New Yorks berühmtesten und mittlerweile geschlossenen Nachtklub, dem Roxy. Seitdem sind sie privat ein Paar! Bevor die Beiden ihr Label gründeten arbeiteten sie für unterschiedliche Unternehmen der Modebranche. David, der in Miami fashion merchandising studierte, dekorierte zehn Jahre lang Schaufenster, darunter auch die von Macys und Barneys in Manhattan. Stylistin Patricia Field war eine der Ersten, die auf das Talent der kreativen Jungs aufmerksam wurde und deren schrillen Entwürfe in ihrem Downtown Store verkaufte. Stilguru und Kolumnist Patrick McDonald stelle die extrovertierten Modemacher den richtigen Leuten vor und ebnete ihnen somit den Weg in die Modeszene.
Der hübsche Phillipe, der je nach Lust und Laune, öffentlich mit blonder Perücke als Frau auftritt und sein Partner David, dessen Extravaganzen sich auf die blond gefärbte Tolle, eine behaarte Brust und einen schwarzen Hermés Gürtel beschränken, wirken optisch wie Barbie und Ken mit dem Elan von Jennifer und Jonathan Hart. Die Blondinen verzaubern New York. Wo immer sie im Nachtleben auftauchen, sind die Paparazzi nicht weit. Blondes have definitely more fun!
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