EINE PORTION GUCCI McNUGGETS, BITTE!

Posted: Februar 7th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

Good Taste!

Good Taste!

Es ist stets das Unkonventionelle, das Laute, das Schrille, was sich gegenüber dem Leisen, dem (Alt-) Bewährten dauerhaft in unser Gedächtnis brennt, so wie die eleganten Gucci Fritten und der schicke Burberry Burger hier.

In der Gewissheit, dass das Unerwartete im Gegensatz zum Vorhersehbaren, meist als positive Erfahrung wahrgenommen wird, die der Rezipient mit Anderen teilen möchte und dazu weiter kommunizieren muss, entwickelte das Kreativ Team von The Cool Hunter ein besonders attraktives Konzept zur Kundebindung. “McFancy” ist die Vision einer temporären McDonalds Filiale, die ausschließlich in Zeiten der internationalen Fashion Weeks in Paris, Mailand, London und New York ihre Pforten öffnet, und dem markenbewussten Modevolk Pommes und Big Mac im Look großer Modelabels serviert. Nette Idee! Schade nur, dass sich Kalorien und high fashion einfach nicht vertragen.

Designer's flavor!
Designer’s flavor!


DER GUCCI COLLECTOR - KENNST DU DEN WERT (D)EINER TASCHE?

Posted: Januar 27th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

photo: Christie´s London

photo: Christie´s London

Gucci Fans und Freunde alter Handtaschen aufgepasst. In Kooperation mit dem Auktionshaus Christie´s hat die Firma Gucci vor wenigen Tagen den Gucci Collector aktiviert. Besitzer älterer Gucci Vintage-Artikel können diese nun durch Sachverständige des Londoner Auktionshauses auf ihren finanziellen Zeitwert schätzen lassen.

Das Procedere ist erfrischend unkompliziert: Webseite aufrufen, Fotos der Ware hochladen, Anfrageformular anfordern und ausfüllen, Angaben zur Herkunft und Historie formulieren und wenn möglich , Fotos von Echtheitszertifikaten oder andere Authentizitätsnachweise hinzufügen, absenden - fertig! Nach 2 bis 4 Wochen erhaltet Ihr eine provisorische Einschätzung eures Schätzchens per e-mail.  Dieser Service ist übrigens kostenlos!

Die Ungewissheit und vor allem die Laien-Philosophie darüber, ob Omas Erbstück oder der Flohmarktfund nun wirklich so viel wert sind, wie erhoff, hat somit ein Ende. Auf Uploads von Imitaten und Produkten neueren Datums ist natürlich zu verzichten. Immer gern gesehen bei den Experten von Christies sind Handtaschen, Reisetaschen, Koffer und wertige Abendkleider, je älter und opulenter desto besser.

Inhaber besonders seltener Stücke erhalten möglicherweise ein Angebot Christie´s, diese zur Versteigerung freizugeben. Angesichts der Tatsache das Liebhaberobjekte immer so viel wert sind, wie deren Sammler zu zahlen bereit sind, eine wirklich spannende Angelegenheit. Auch Gucci selbst wird Eigentümern außergewöhnlicher Fabrikate eine Erwerbsofferte unterbreiten. Hintergrund ist die Planung eines Gucci Museums anlässlich des bevorstehenden 90-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2011 in Florenz, der Geburtstätte der italienischen Luxusmarke.

Go to Website: Gucci Collector


GUCCI BENEFIT COLLECTION FÜR UNICEF ab 16. November erhältlich!

Posted: November 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

Gucci Unicef 2009

Gucci Unicef 2009

7 Millonen US-Dollar sind eine stolze Summe und in etwa der Betrag, den das Luxuslabel GUCCI im Rahmen seiner jährlichen Benefiz Aktionen in Kooperation mit UNICEF zugunsten gemeinnütziger Projekte innerhalb der vergangenen fünf Jahre generieren konnte. In diesem Jahr feiert die Verbindung zwischen dem Modehaus und der Hilfsorganisation nun ihr 5-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass launcht Gucci ab dem 16. November das Kinderbuch “Snowman in Africa” mit Illustrationen von Michael Roberts, dem Fashion Director des amerikanischen Hochglanzmagazins Vanity Fair.

Das Buch ist ausschließlich über Gucci Stores zu beziehen und dort ab dem 16. November bis zum 31. Dezember 2009 erhältlich. Die Erlöse aus dem Verkauf der Publikation gehen vollständig an UNICEF.

Ergänzend lanciert Gucci eine limitierte Zahl an Taschen und Accessoires, mit Motiven aus dem Buch, bei denen 25 % des Verkaufspreises ebenfalls UNICEF gespendet werden.


GUCCI GOES iPHONE

Posted: Oktober 26th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA | Tags: , , , , | No Comments »
Gucci iPhone apllication

Gucci iPhone application

Donna Karan war die Erste, und es war nur eine Frage der Zeit bis andere Modehäuser nachziehen würden. Die Rede ist von iPhone Applikationen. Nun hat auch Gucci eine Anwendung entwickelt, die man sich seit vergangener Woche auf iTunes herunterladen kann. Erwartungsgemäß bietet die Anwendung Bilder und Videos der neuesten Kollektionen, informiert über Produktneuheiten wie limitierte Accessoires und Parfums. Nennenswerter ist da schon die Kategorie “GUCCI Beats”, entwickelt von DJ, Produzent und Gelegenheitsdesigner Mark Ronson, der erst vor kurzem einen Sneaker für das Modelabel entwarf. Mit der Anwendung Gucci Beats lassen sich Melodien mixen und mit akustischen Soundeffekten verknüpfen. Na dann!

siehe auch Donna Karan launcht iPhone Anwendung


GUCCI - VERFILMUNG DER FAMILIENSAGA BEGINNT 2010

Posted: Oktober 22nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Gucci

Gucci

Nachdem Ex-Gucci Kopf Tom Ford, aktuell für sein Filmdebut “A Single Man”, von einem Großteil der Modemeute euphorisch beklatscht wird, steht einem Bericht des amerikanischen Filmbranchendienst “Variety” zufolge, die Verfilmung vom Leben und Wirken der Gucci Dynastie in den Startlöchern.

Während filmische Biographien von Modedesignern zumeist direkt auf DVD in den Regalen von Saturn und Co. landen, könnte sich die Gucci Historie als Kassenschlager erweisen. Zum einen wäre da der Oscar nominierte britische Regisseur Ridley Scott (Thelma & Louise, Gladiator), der bereits vor zwei Jahren seine Absicht verkündete, einen Film über das Leben und Wirken der Guccis zu drehen. Zum anderen sind mit Angelina Jolie und Leonardo di Caprio zwei wahre Kassenmagneten für die Besetzung der Hauptrollen im Gespräch.

Filmtaugliche Schlagzeilen machte das Modehaus, als der einzige noch im Unternehmen verbliebene Spross der Gucci Sippe, Maurzio Gucci, Enkel des Firmengründers, am 27.03.1995 vor den Türen seines Büros in Mailand erschossen wurde. Die Ex-Frau des Opfers, Patrizia Reggiani, wurde 1997 von einem Gericht für schuldig befunden den Mord aus Geldgier in Auftrag gegeben zu haben, und zu 26 Jahren Haft verurteilt. Bis heute bestreitet sie etwas mit dem Mord zu tun zu haben.

Laut der Filmproduktiosfirma soll mit den Dreharbeiten schon im Frühjahr 2010 begonnen werden.


GUCCI LAUNCHT EYEWEB UND WANDELT AUF NEUEN MARKETINGWEGEN

Posted: Oktober 20th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , | No Comments »

photocredit: GUCCI / by courtesy of Andrea Leitner Public Relations
photocredit: GUCCI / by courtesy of Andrea Leitner Public Relations

Es ist schon erstaunlich was sich renommierte Modefirmen alles einfallen lassen um neue Zielgruppen zu generieren. Wohl wissend, dass die Websociety von heute (irgendwer noch nicht bei Facebook?) die Luxusshopper von Morgen sind, richten Sie ihre Unternehmenskommunikation und Selbstdarstellung an den Bedürfnissen internetaffiner Konsumenten aus. Die Webpräsenz ist die neue Visitenkarte im 21. Jahrhundert. Willkommen im Global Village.

Vor allem namhafte Designerlabel und traditionelle Modehäuser stehen permanent unter dem Druck ihren Ruf als Trendsetter zu verteidigen und ihren Kunden stets etwas originelles, etwas Besonderes, das außergewöhnliche bieten zu müssen. Der Onlineshop stellt da längst keine Innovation mehr da, sondern gilt ganz nüchtern betrachtet eine dem Zeitgeist entsprechende Serviceleistung um den Umsatz anzukurbeln. Erwartet wird was vom User einmal als machbar erfahren wurde. Fehlen auf einer Firmenwebsite bestimmte online Anwendungen, die vom User andernorts bereits beansprucht wurden wird er diese Homepage als rückständig empfinden. So überbietet sich das Luxussegment in puncto digitaler Innovationskraft von Saison zu Saison.

Aktuell en vogue, sind Werbefilme in Manier eines Spielfilms. So wird nicht mehr bloß ein Produkt abgebildet, vielmehr führt eine,  mal schlechter, mal besser durchdachte Dramaturgie zum Objekt der Begierde. Da es sich hierbei nur um eine Werbeform für Taschen und Klamotten handelt, mag sich so manch Einer außerhalb des Modezirkus über den hohen Aufwand wundern. Doch die Investitionen scheinen sich für die Hersteller zu rechnen. Hoffen wir, das sie nicht der Grund sind warum an einigen Taschen mittlerweile Schilder mit Kleinwagen-Preisen baumeln.

Gegenwärtig reicht das Onlineangebot der Modehersteller von Live-Streams (Alexander McQueen, Burberry), über Blogs bis hin zu interaktiven Chatforen. Das Neueste dürften sogenannte Microsites sein, also Abkömmlinge der Mutterhomepages, die sich ausschließlich auf ein einzelnes Produkt beziehen, über dass sich der Endverbraucher en Detail informieren kann. Eine dieser Microsites kommt nun aus dem Hause Gucci und beschreitet dabei völlig neue Wege der Kundenbindung.

Zum Launch der neuen Brillenkollektion des italienischen Luxuskonzerns entwickelte Gucci Kreativdirektorin Frida Giannini die Microsite www.guccieyeweb.com auf der sich Benutzer mittels des Tools “reflect and connect” kreativ einbringen können. Heißt im Klartext: auf der genannten Webseite sind zwei neuen Brillenmodelle in 3D zu sehen, die sich um 90 Grad drehen und somit bestens begutachten lassen. Gucci Fans haben an dieser Stelle die Möglichkeit sich einzuloggen und Bilder hochzuladen um sie mit Freunden zu teilen (connect) oder auf den Gläsern  der virtuellen Sonnenbrille anzeigen, sprich spiegeln, zu lassen (reflect). Alles klar? Es ist nicht so, dass die Welt auf diese Anwendung gewartet hätte, doch unter marketingtechnischen Aspekten fasziniert der Einfallsreichtum im Hause Gucci dann doch ein wenig. Wie es sich für eine high end Marke gehört sieht das Ganze optisch sehr ansprechend aus und hört sich zudem auch noch gut an.

Augenschatten gefällig? Das Modell für Jungs
Augenschatten gefällig? Das Modell für Jungs

Doch das Beste sind eigentlich die Sonnenbrillen selbst. Sowohl beim Herren- wie auch beim Damenmodell ziert der charakteristische rot-grüne Gucci Webstreifen die Brillenbügel. Wem sich die edle Herkunft des Gestells nicht dadurch schon erschließt, dem gibt spätestens das bekannte Gucci Logo einen eindeutige Auskunft darüber. Mit einem moderaten Preis ab 165,00 Euro (zumindest für Gucci Verhältnisse) und sechs Farbstellungen richtet sich die Gucci Eyeweb Collection gezielt an ein jüngeres Publikum. Nach eigehender Begutachtung der Website einschließlich der Brillenmodelle können wir abschließend sagen: Mission “Erschließung webaffiner Zielgruppen” auf coole Art erfüllt.

Wer dennoch nicht nachvollziehen kann weshalb so viel Aufwand betrieben wird um Sonnenbrillen an Mann und Frau zu bringen , dem sei gesagt: “That´s fashion, baby!”

Die Gucci Eyeweb Kollektion ist in allen Gucci Stores sowie online unter gucci.com erhältlich.


WARUM TOM FORD DRINGEND 50 MILLIONEN DOLLAR BRAUCHT…

Posted: September 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur REUTERS sucht Modedesigner Tom Ford nach einem Finanzier, der bereit ist 50 Millionen US-Dollar in den Aufbau seiner Damenlinie zu investieren.

photocredit: by coutesy of TOM FORD, New York

photocredit: by coutesy of TOM FORD, New York

Nach 10 Jahren als kreativer Kopf des Gucci Imperiums, verließ Ford 2004 das Modehaus und ging im Herbst 2006 mit einer namenseigenen Herrenkollektion im obersten Luxussegment an den Markt. Sein in New York ansässiges Unternehmen unterhält weltweit mehrere eigene Stores und konzentriert sich bislang ausschlich auf die Ausstattung des männlichen Geschlechts, ausgenommen hiervon sind Sonnenbrillen und Parfums. Männern bietet Ford klassisches Design aus  hochwertigsten Materialien, in handwerklich perfekter Umsetzung mit der Option auf Maßanfertigungen. Nachdem ihm lange Zeit nichts mehr einfallen wollte um den weiblichen Körper zu verhüllen, dürfen sich aller Voraussicht nach,  Frauen nun doch auf die Entwürfe von Tom Ford freuen.

TOM FORD WEBSITE


CALVIN KLEIN ANZEIGE ZU SEXY FÜR NEW YORK ?

Posted: Juni 17th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Sex sells! Diese Regel ist gewiss älter als Madonna, und wurde von der Popgöttin, gleich zu Beginn ihrer Kariere und zu ihrem finanziellen Vorteil verinnerlicht.

Photo by Steven Meisel

Photo by Steven Meisel

Auch die Modebranche setzt auf nackte Tatsachen um steigende Umsätze zu generieren. Posierte Yves Saint Laurent in den 70er Jahren bereits nackt aber noch brav durch seine Brille blickend auf  schwarzen Lederkissen um sein Parfum zu bewerben , hat sich die Bildsprache mittlerweile mehr in Richtung Interaktion verlagert. Die mal mehr oder wenige subtile Andeutung sexueller Handlungen ist für zahlreiche Modehäuser heutzutage Pflichtprogramm um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen.

Tom Ford setzte bereits zu Zeiten als Gucci Creativ Director auf” JetSet Sex” und kommuniziert nun höchstpersönlich seine Lifestyle Philosophie als ein von manikürten Frauenhänden begehrter Playboy mit aufgeknöpften Hemd und behaarter Brust, um sein eigenes Label an den Mann zu bringen.

Terry Richardson for Tom Ford

Terry Richardson for Tom Ford

Nur selten entstehen um derlei Anzeigenmotive noch Kontroversen und wenn doch, so bringen sie den Unternehmen eher kostenlose PR anstatt eines monetären Schadens. Die Provokation ist somit wohl kalkuliert. Der Unterschied liegt im Detail.

Dolce&Gabbana und D´Squared setzen ihren Anzeigen, ihren Zielgruppen und privaten Vorlieben entsprechend,  auf 100% Prozent Testosteron und Homoerotik. American Apparel Gründer Dov Charney bevorzugt die frivole Schulmädchen Ästhetik und das italienische Mode Label Sisley polierte mit pikanten Werbeshots von Terry Richardson, der selbst ausschaut als sein er soeben einem 70er Jahre Porno entsprungen, sein Image auf.

Terry Richardson for Sisley

Terry Richardson for Sisley

Alles geht, solange es ästhetisch ansprechend und cool daherkommt. Nur billig ist tabu!

Aktuell sorgt das Label CK by Calvin Klein mit seinem neuen Werbemotiv für die Winterkollektion 2009 für Aufregung. Zumindest in New York. Hier prangt die Aufnahme von Star Fotograf Steven Meisel unübersehbar als riesige Werbetafel hoch über der Kreuzung East Houston und Lafayette Street.

Darin räkeln sich drei Jungs und ein Mädel auf einem blassgrünen Samtsofa. Ein bisschen Haut, ein paar Designer Jeans, das war´s! Quantitativ überwiegt das männliche Geschlecht, wodurch das Bild tendenziell “gay” anmutet. Das Unternehmen kennt eben seine Klientel.

Steven Meisel, der Anfang der 90er Jahre Madonna für ihren Bildband SEX in weitaus deftigeren Posen ablichtete, ist versiert in der Inszenierung von Erotik für seine illustren Auftraggeber. Er ist zu amerikanisch und zu clever um ein Risiko einzugehen. Dennoch sorgt seine Anzeige seit Tagen für Gesprächsstoff. Das zumeist gebrauchte Argument der Motivgegner sind die Kinder. Das Problem dürfte jedoch einzig und allein bei den Erwachsenen selbst und ihrem verklemmten Umgang mit Sexualität liegen als weniger beim Nachwuchs. Schließlich gibt es nur marginal wenige Kinder unter 13, die sich für Modefotografie interessieren. Offenbar fühlen sich vorbeigehende Eltern Erklärungsnot, wo es nichts zu erklären gibt. Die Anzeige zeigt lediglich vier attraktive Menschen, “having a good time”. Andere wiederum argumentieren mit dem fehlenden Anspruch und beklagen, dass das Werbemotiv allzu offensichtlich auf unsere niederen Instinkte abzielt um einen schnellen Dollar zu machen. Dann gibt es noch die Fraktion derjenigen, die die Kampagne mit abgeklärter Langweile als “somewhat cheesy” abtun, nach dem Motto: ” Sex? Lieber hätte ich eine gute Tasse Tee”.

Es ist diese Doppelmoral der Amerikaner, die viele Europäer angesichts solcher Debatten verständnislos den Kopf schütteln lässt. Denn Konsequenzen aus ihrer Empörung zieht das Volk nicht, Calvin Klein verkauft noch immer die meisten Unterhosen im Premiumbereich in den USA. Natürlich sind die Amerikaner nicht per se gegen Sex, nur hat dieser eben ausschließlich unter der eigenen Bettdecke stattzufinden. Tür zu, Rollade runter, Licht aus! Leider fördert die amerikanische Politik diese Haltung indem sie sich in Fragen zur Sexualerziehung stets bedeckt hält und toleriert, das bestimmte Sexualpraktiken in einzelnen Bundesstatten gar unter Strafe stehen. Das führt zwangsläufig zu einem ambivalenten Körperverhältnis.

Doch gerade dieses Verbot schafft Begierde, schließlich ist nur interessant was man nicht haben kann, und damit erklärt sich warum  trotz eines zur Schau gestellten Entsetzen, Sex sich in den USA besser verkauft als irgendwo sonst auf der Welt!


RANDOLPH DUKE VERKAUFT SEINE SEXY HOLLYWOOD VILLA

Posted: Juni 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

Randolph Duke House Fareholm Drive

Randolph Duke House Fareholm Drive

Zugegeben, die Taschen und Textilien die Randolph Duke für den amerikanischen Homeshopping Sender HSN kreiert sind nicht der Rede wert und auch den Entwürfen seiner namengebenden Laufsteg-Kollektion haftet ein gewisser 1980er Jahre “hangover” an. Doch im Gegensatz zu Christian Lacroix macht der ehemalige Chefdesigner des einstigen Jet Set Labels Halston genau damit jede Menge Umsatz und leistete sich vom Gewinn 2004 für 2,5 Millionen Dollar eine moderne Villa in den Hollywood Hills.

Das mit einem Architektur Preis ausgezeichnete und kürzlich erst in der Stil -Bibel AD vorgestellte Gebäude am Fareholm Drive thront hoch über dem Hollywood Boulevard und bietet durch seine Glaswände von beinahe jedem Winkel des Hauses aus einen spektakulären Blick über das Lichtermeer von Los Angeles. Ein Haus wie geschaffen für ein Photoshooting. Das Interior erinnert stark an die sexuell aufgeladene Werbeästhetik der Gucci Kampagnen Mitte der 1990er Jahre. Cool und sophisticated! Tom Ford dürfte an dem mit Spiegelmosaikfliesen verzierten Pool seine Freude gehabt haben. Es ist mit Sicherheit das schwulste Objekt (schwarze Granitwanne vor Glaswand gefällig?) zwischen Hollywood-Sign und Walk of Fame und bietet die ideale Kulisse für einen narzisstisch-hedonistischen Lebensstil. Aktuell steht die Hütte für 6,5 Millionen Dollar zum Verkauf!

Randolph Duke´s cool Hollywood Crib

Randolph Duke´s cool Hollywood Crib

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BENEFIT FASHION: DESIGNER FÜR DEN GUTEN ZWECK

Posted: Mai 11th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Der Sommer kommt und mit ihm die T-Shirts. Drei interessante Benefiz-Exemplare für diese Saison kommen aus dem Hause Gucci, Christian Lacroix und Anna Sui. Alle in limitierter Auflage versteht sich. Zweimal schön, einmal plump!

Schön 1, ANNA SUI: Anna Sui hat eine unverkennbare Handschrift. Seit Jahren zieren ihre gezeichneten “Dolly Girls” die T-Shirts und Accessoires in ihren Kollektionen. Nun entwarf die New Yorker Designerin zwei schöne Tussenshirts, die ausschließlich über die Kaufhauskette Nordstrom zu einem Preis von 60 Dollar zu erwerben sind. Der Erlös geht zugunsten des Stipendiaten Programms der Organisation OCA, das Amerikaner asiatischer Abstammung in ihrem politischen, kulturellen und ökonomischen Wohlergehen in den U.S.A unterstützt.

Anna Sui for Nordstrom

Anna Sui for Nordstrom

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Christian Lacroix

Christian Lacroix

Schön 2, CHRISTIAN LACROIX: Für Tonicgen.com übertrug Couturier Christian Lacroix sein Faible für florale Muster und leuchtende Farben auf ein T-Shirt aus organischer und Pestizid-freier Baumwolle. Tonic Gen ist eine, in Kalifornien beheimatete Medienagentur, mit dem Ansatz über den Verkauf ethisch korrekter aber stylisher Produkte schlichtweg Gutes zu tun. Mindestens 10 Prozent vom Verkaufspreis eines jeden über Tonicgen verkauften Artikels werden für wohltätige Zwecke gespendet.


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Gucci

Gucci

Plump, GUCCI:

Gucci, macht auf “sozial” und unterstützt die 2005 von Yann Arthus-Bertrand gegründete Wohltätigkeits-organisation Good Planet. Diese zielt darauf ab das gesellschaftliche Bewusstsein für unsere Umwelt zu sensibilisieren und Antworten auf die ökologische Krise zu finden.

Arthus-Bertrand drehte einen beeindruckenden Kurzfilm mit dem Titel HOME, welcher die Schönheit unseres Planeten dokumentiert. Chefdesignerin Frida Giannini war nach der Vorführung des Streifens angeblich derart gerührt das sie eine limitierte T-Shirt Edition aus Bio-Baumwolle klöppelte, deren Verkaufserlös zu 100% der gemeinnützigen Vereinigung zu Gute kommen soll.

Vermutlich war aber auch die bloße Tatsache, dass der Luxus Konzern PPR (Pinault-Printemps-Redoute), dem auch Gucci gehört, den Film finanzierte, ausschlagegebend für das plötzlich erwachte ökologische Gewissen der Gucci Frontfrau. Die positive PR dieser Aktion, dürfte die Verkäufe der Logo-Bags ausreichend ankurbeln um die Kosten für den Films als auch der T-Shirt Produktion wieder reinzuholen. So unglaubwürdig wie das karitative Engagement, so halbeherzig präsentiert sich dann auch das besagte Benefiz T-Shirt. Naturweiß, beinahe gelbstichig, mit einer Art Stempel, der Stark an die Kennzeichnung von Kartoffelsäcken erinnert. Positives Anliegen aber mieses Resultat. Das Teil macht deutlich: Gucci und Öko passen in etwa so zusammen wie Lady Gaga und Jil Sander.


GUCCI für Alle!

Posted: März 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , | No Comments »

Gucci Board 01Szenen im Gucci Corner eines Kaufhauses: “Du brauchst unbedingt ne Stoff-Tasche, Leder kanns´te ja nicht ständig tragen!” Ergänzung: ” Die hier kosten auch gar nicht so viel, so um die vierhundert Euro! Antwort: “Echt ? Ja, das ist ja voll nicht viel!”

Das Palaver zwischen zwei Blondinen einer Vierer-Gruppe an einem Samstag Nachmittag im frisch renovierten Oberpollinger. Dialoge ohne Tiefgang unter betuchten Münchner Tussis. Der Rede nicht weiter Wert, könnte man meinen. Doch handelt es sich hier nicht um gut situierte Ehefrauen in ihren Fünfzigern, sondern um sechzehnjährige Teenager. Deren Selbstverständnis im Umgang mit Luxusgütern ist bemerkenswert! Schwellenangst? Fehlanzeige! Diese Kinder wachsen mit der medialen Style Dröhnung ganz selbstverständlich auf und ahmen nach was ihre Eltern ihnen vorleben, Mütter wie Väter gleichermaßen. So wandelt das Quartett unaufgeregt von Shop zu Shop. Mädels mit geröteten Pausbacken, glänzender T-Zone und verkühlter Nasenspitze. Backfische!

Unsexy aber informiert! Sie wissen welche Labels angesagt sind und welche nicht. Sie stöbern bei Prada und gaffen bei Louis Vuitton! Nur beifällig streifen Sie Bottega Veneta, der Laden ist einfach zu klein um sich zu Viert um eine der Ledergelfecht Taschen zu gruppieren. Ebenso ignoriert man Salvatore Ferragamo! Zu alt!

Die markanten Logo Accessoires fesseln die Aufmerksamkeit da schon eher. Doch erst die Metallic Accessoires von MIU MIU vermögen die Begeisterung deutlich, für alle anderen Kunden hörbar, zu heben. Szenen wie diese lassen sich in Großstädten mittlerweile zu Hauf beobachten. Die Teenies von heute sind modisch interessierter als ihre Altersgenossen in den Generationen davor. Diese Entwicklung betrifft nicht nur das weibliche Geschlecht. Auch Jungs interessieren sich heute offen für Mode + Kosmetik ohne sich dabei auch nur im Entferntesten unmännlich zu fühlen. Seit HipHop Stars die Namen internationaler Modelabels in ihre Lyrics einbauen, gilt “dress to impress”. So tragen selbst hartgesottene Kerle mindestens ein Teil mit Designer Signatur am Körper.

Lifestyle- und Boulevard Magazine feiern Designer wie einst Filmstars und berichten entsprechend über die Couture Eskapaden der Red-Carpet Walkerinnen Elvers-Elbertzhagen, Davorka & Co. Dank InStyle, dem Konsumanheizer Blatt aus dem Hause Burda wissen wir was Rihanna wann, wie, wo getragen hat. In Sendungen wie “Are u hot” (man achte auf die Schreibweise) des Musikfernsehsenders VIVA konkurrieren talentfreie Teenies um Anerkennung ohne Leistung. Bewertet werden Body, Face und Personality und das ausgerechnet von Moppel DJ Alex-Christensen, Trash Braut Gülcan und einem unbekannten Friseur! Der Pro7 Quotenhit Germanys Next Top Model bringt selbige zwar nicht hervor, doch dank Bruce Darnell weiß nun auch die pummeligste Melanie aus Hintertupfing, das gar die billigste H&M Tasche” lebäändisch” sein muss, will man diese stilvoll in der heimischen Fußgängerzone vorführen. Vorführen lassen sich in der Hoffnung auf Verbesserung ihrer desolaten Lebenslage auch die teilnehmenden Nerds der Sendung “Das Model und der Freak”. Auch wenn wir Janina Ina Zarella weder auf dem Laufsteg noch in einer Werbekampagne jemals gesichtet haben, glaubt das “Model” zu wissen, was aus einem gewöhnlichen Mann erst einen richtigen Kerl macht. Style ist allerorten und in aller Munde.

Ohne Style verkauft sich nichts mehr. Der Joghurt Becher ebenso wenig wie das Teppichluder. Die Kids wissen dass und ahmen nach, was sie medial serviert bekommen. Aktuell mehr Hülle als Inhalt. Dennoch Style ist natürlich nicht gleich Stil. In Zeiten wo jeder glaubt ihn zu haben und selbst der Kaufhof mit den Begriff für sein biederes Sortiment wirbt, trennt sich hier die Spreu schnell vom Weizen. Das Lager spaltet sich in Connaisseure und Konsumenten, in Profis und Laien, in wenige Individualisten und viele Nachahmer. Unterschiede bleiben nach wie vor sichtbar! Egal wie laut Werbung und Marketing “Stil für Alle” krakeelen. Lediglich die Standards zur Unterscheidung werden höher und damit teurer.

Zu dieser Information gelangt dank Internet auch das Prekariat und zieht nach! Natürlich wollen auch Herr und Frau Jedermann nicht mehr auf ihr Stück Gucci verzichten. Das Bedürfnis der Reichen nach immer teurerer Kleidung steigt somit kontinuierlich. Hauptsache sich abheben vom Pöbel, um dessen teigigen Schmierbauch schon längst die D&G Schnalle spannt.

Die Statussucht beschert den Herstellern von Luxuswaren, und nur diesen, wie bspw. Hermès und Chanel trotz weltweiter Wirtschaftskrise beständig steigende Umsätze. Für all diejenigen, die zwar zu den Connaisseuren zählen, es sich aber schlicht nicht leisten können für einen Pullover € 1000,- hinzublättern, bleibt nur noch die Möglichkeit sich mit Bildung und guten Manieren abzugrenzen. Ohne diese ist der ganze Designer Aufputz ohnehin nichts wert. Sprachduktus und Benehmen verraten mehr über eine Person als deren Sonnenbrille in den Haaren. Hätte das doch bloß jemand den Girlies im Oberpollinger gesteckt: ” Ey Nadja, wie geil, die ham´ die Logo Tücher hier, hamma!”

Was wohl die Designer denken, wenn sie ihre Logo-Prints an Speckhälsen wie denen von Nadja sehen? Darauf eine berühmte Designerin angesprochen, antwortete diese: “Kennen Sie eigentlich den Ausdruck, Perlen vor die Säue werfen?” ?