KARL LAGERFELD IM GESPRÄCH MIT SUZY MENKES auf der “Luxury Conference”

Posted: November 11th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Wenn Herr Lagerfeld ein Interview gibt, ist das für seine Fans wie auch den modischen Laien in aller Regel sehr unterhaltsam. Erweist sich der Fragensteller auch noch als modisch kompetent und begegnet dem Kaiser, wie im Falle von Suzy Menkes, auf Augenhöhe, lauern Modeliebhaber weltweit geradezu darauf neue Sprüche des Meisters aufzusaugen, die sie dann genüsslich im Büro oder Zuhause zitieren können. Auch bei der zweitägigen “International Herald TribuneLuxury Conference” in London,  hielt sich der selbstbestimmte Modemacher mit persönlichen Ansichten zum Modezirkus nicht zurück, und verriet, warum Hermès angesichts des partiellen Aufkaufs durch die Louis Vuitton Gruppe nicht zu jammern braucht. Erfrischend!


“It’s a mother fucking Birkin Bag” Courtney Loves animiertes Stylevideo spricht Klartext!

Posted: September 30th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Wer das etwas langatmige Intro dieses gezeichneten Kurzfilms abwartet, wird mit dem besten Comic-Strip in der Geschichte der bewegten Bilder belohnt.

Das babylonische Sprachwirrwarr Loves ergibt nicht immer Sinn, doch ihre aus tiefster Kehle geäußerte Freude über eine Birkin Bag ist dafür umso unmissverständlicher. Zugegeben, der Sprachducktus der Sängerin entspricht mit Sicherheit nicht ganz der Noblesse  des Hauses Hermès, doch wie André Leon Talley ihr beipflichtet: “You  are a Rockstar”. Sie darf das . Karl Lagerfeld findet Courtneys Birkin Bag  zwar “fabulous”, rät der Exzentrikerin dennoch die Tasche mit besonderem Inhalt zu füllen, denn eine Birking Bag könne ja schließlich jeder tragen, erst der Inhalt verleihe ihr den Zauber. Originell und unterhaltsam:  als frischgebackene  “fashionbloggerin” macht Courtney Love ihren Job verdammt gut.
We like!



Juveniles Marketing: HERMÈS goes STREETSTYLE

Posted: August 23rd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

J'aime mon carré / photo: Hermès

J'aime mon carré / photo: Hermès

Anlässlich der bevorstehenden Herbst/Winter Saison 2010 hat der Luxuswarenhersteller Hermès Anfang August eine neue Website eingerichtet.

Auf jaimemoncarre.com, (zu deutsch: Ich liebe meinen Schal) vermarktet das französische Unternehmen sein wohl bekanntestes Produkt, das Seidentuch, auf “jugendliche” Art und Weise neu.

Sieben junge Models posierten vor der Linse des Fotografen Matt Irwins auf den Straßen von New York, Paris, London und Tokio und präsentieren dem Betrachter die vielfältigen Tragemöglichkeiten des Seidentuchs, von “Hermènistas” liebevoll Carré genannt. Im Bemühen um jüngere Zielgruppen wurde der Look auf Streetstyle getrimmt, womit das Haus zwar keine Pionierarbeit leistet, aber definitiv die bislang schönste Umsetzung dieses Stils abliefert. Schade nur, dass dabei, trotz der  ansprechenden Optik, die Authentizität völlig auf der Strecke bleibt. Mutiger und einprägsamer wäre es gewesen, tatsächlich auf der Straße entdeckte Personen in Hermès abzulichten. Real People eben! Dazu zählen auch Mädels mit dunkler Hautfarbe, und einem Körpergewicht über 50 Kilogramm. Gut möglich, dass man dies bei Hermès ursprünglich auch so vorgesehen hatte, jedoch feststellen musste, dass sich angesichts des Stückpreises von 280 € für ein 90×90 cm großes Seidenquadrat nicht allzu viele 19-jährige mit solch teurem Textil um den Hals aufspüren lassen. C’est la vie!

Übrigens: Die Website informiert auch über Store-Events bei denen Fans zeigen können wie sie ihr Tüchlein am liebsten zu tragen pflegen.  In Berlin finden die “J’aime mon carré” Aktionen im Rahmen der Vogue Fashion Night am 09. September 2010 in den Boutiquen am Ku’Damm und in der Friedrichstraße statt.


Pädagogik de Luxe: das HERMÈS Malbuch

Posted: August 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Hermès Coloring Book

Hermès Coloring Book

Früh übt sich was ein Connaisseur der gehoben Lebensart werden will. Eine kreative Einführung der Jüngsten in das Sortiment des französischen Luxuswarenherstellers Hermès bietet das Unternehmen stilbewussten Eltern nun in Form eines Malbuchs, welches sich im Hermès Online-Shop erwerben lässt – 12 Blatt für 130 Dollar!

So kostet der einzelne Papierbogen zwar knapp 11 Dollar, ist aber immerhin beidseitig bedruckt! Somit haben die Kids insgesamt 24 Versuche, die Farbe innerhalb der Umrisslinien aufzutragen. Wir empfehlen allen Erziehungsberechtigten, die Freude ihrer Zöglinge über schön ausgemalte Motivvorlagen mit einer silbernen Tiffany-Rassel zum Ausdruck bringen zu lassen. P.s. Buntstifte sind im Kaufpreis nicht enthalten.

hermes.com


Birkin für alle! Die Luxusbag als Stoffbeutel für 40 Euro

Posted: Juni 30th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

birkin_canvas_tote

photo via bagsnob

Warum sich die Mühe machen und eine bekannte Luxustasche originalgetreu kopieren, wenn’s auch leichter geht?  Einfach die Rohstoffe der Birkinbag auf einen Stoffbeutel klatschen, fertig ist das neue Must-have zum Preis einer Badetasche. Das in etwa müssen sich findige Produktpiraten aus Fernost gedacht haben, als sie ihre eigene Kreation des Hermès Klassikers schufen und zur Abwechslung einmal selbst kreativ wurden.

Erstmals gelangt aus den Fälscher-Werkstätten in Taipeh ein Täschchen zu uns, dessen Originalität sogar strenge Zollbeamte zum schmunzeln bringen müsste. Die Hermès Birkin als Einkaufstasche. Ein illegaler Fashion-Neuling, der ein Statussymbol ad absurdum führen will.

Ab sofort können öko- und stilbewusste Verbraucher Gemüse und Salat “très chic” im Stoffbeutel deluxe nach Hause schleppen. Dass es sich um Billigware für 40 Euro handelt, ist bei den Exemplaren mehr als offensichtlich. Klar, Plagiate sind hierzulande verboten und machen den großen Modehäusern zu schaffen. Dennoch: die Birkin-Lookalike ist eine so freche Kopie, dass man sie allein schon ihrer Originalität wegen in der Armbeuge herumtragen möchte. Ach ja, und monatelange Wartelisten bleiben der Trägerin auch erspart…

(Text: Martina Klose)

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photo via bagsnob


HERMÈS: DRÄNGELN UND SCHUBSEN DELUXE BEIM SALE

Posted: Mai 12th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , | 2 Comments »

"Endlich meins!" Photo: HYPE Magazine

"Endlich meins!" Photo: HYPE Magazine

Hach, was für ein schöner Start in den Tag. Ortstermin in der Maximilianstraße. Das Pariser Luxuslabel Hermès lädt zum Sonderverkauf. „Wir haben unsere saisonalen Soldes ausgelagert, um unsere Boutiquen für unsere Kunden in Zukunft 365 Tage im Jahr perfekt zu präsentieren,” betont die PR-Abteilung im Einladungsschreiben. Doch wer jetzt graue Lagerhallen mit verwaisten Restposten vermutet, womöglich noch auf billigen Plastikbügeln, der täuscht sich gewaltig. Ein Sonderverkauf von Hermès mit bis zu 80% reduzierter Ware ist ein Event. So werden die Privilegierten, zu denen ich dank meiner Einladung jetzt endlich auch gehöre, in den Cherubinsaal im vornehmen Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski gebeten.

Bereits an der Garderobe fühlt man sich dank zweier dekorativ aufgesteller Hermèskartons in orange wie an der Pforte zum Fashionista-Himmel. Freundlich nimmt die gut aussehende Garderobiere mit Hermèshalstuch meine große Handtasche entgegen, die ich sonst an keiner Garderobe der Stadt zurücklassen würde. Bereitwillig tausche ich sie gegen einen orangefarbenen Stoffbeutel im XXL-Format, der mich an ein schwedisches Einrichtungshaus erinnert. Ich habe soeben die Lizenz zum Luxusshoppen erworben und werde gleich in Gesellschaft russischer Oligarchen und gutbetuchter Damen einkaufen. Apropos gut betucht: Tücher sind im Reich der Luxusrabatte der Renner. Traubenartig scharen sich die Ladies um eine Theke, hinter der drei mondäne Verkäuferinnen unermüdlich Seide und Pashmina durch die Luft wirbeln. Seidenschal um Seidenschal wird vor den solventen Kundinnen ausgebreitet.

Doch auch hier herrscht das Gesetz des Dschungels: wer am schnellsten ist und besonders resolut auftritt, setzt sich durch und kann sich die schönsten Motive sichern. In der Hoffnung, später vielleicht zum Zuge zu kommen, erforsche ich erst mal den hinteren Bereich, steuere auf einen Lederrock in typischer Hermèsoptik zu. Fast schon peinlich fingere ich gierig nach dem Preisetikett. Schlappe 3500 Euro kostet das wirklich wunderschöne Stück, dessen Neupreis übrigens bei 8500 Euro lag. Selbstverständlich wurde der Nappalederrock in liebevoller Handarbeit in Paris gefertigt und er wäre vermutlich ein Basic, an dem sich noch meine Enkelinnen erfreuen würden. Da er aber mein Budget um ein Vielfaches übersteigt, trete ich den Rückzug an und überlasse das gute Stück anderen, ambitionierten Luxus-Schnäppchenjägern.

Ja, auch die Reichen mögen`s reduziert und überraschen mit vollem Körpereinsatz im Kampf um die Statussymbole zum „Schnäppchenpreis” . Vor dem Schuhregal rempelt mich eine blonde Frau in Chaneljacke an, die das gleiche Paar im Visier hat wie ich, doch sie entschuldigt sich sofort höflich – der wohl wesentlichste Unterschied zum regulären Kaufhaus-Sale. Dann, „Hurra”, entdecke ich meine neuen Lieblingsschuhe: Reiterstiefel aus braunem Leder mit Canvas-Shaft und einem dezenten Hermèslogo, um stolze 80% reduziert. Der Tücherstand wird leider immer noch belagert, aber ich bin ganz berauscht von meiner Neueroberung und nehme Kurs auf die Kasse. Vor mir wechseln Schwindel erregend hohe Bargeldbündel den Besitzer. Mon dieu, Shoppen bei Hermès ist wirklich ein Erlebnis!

(Text: Martina Klose)


HERMÈS: SCHWINDEL UM DIE WARTELISTE DER BIRKIN BAG?

Posted: Mai 3rd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE | Tags: , , , , | 1 Comment »

Taschenkult à la Hermès.

Taschenkult à la Hermès.

Die künstliche Verknappung von Luxusgütern durch limitierte Auflagen oder die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit, ist ein beliebtes Marketingtool hipper Fashionlabel um den eigenen Marktwert kräftig anzuheizen. Ob Gucci, Louis Vuitton oder Comme des Garçons, sie alle lancieren regelmäßig Kleinserien, Sondermodelle, Special-Items und leben gut davon.

Auch das 1837 gegründete französische Lederwarenunternehmen Hermès, eigentlich auf distinguiertes Understatement ausgerichtet, scheint den Hype um seine Produkte künstlich anzufeuern. Zumindest wenn man aktuellen Berichten um die berühmt berüchtigte Warteliste für die legendäre Birkin-Bag Glauben schenken darf. So veröffentlichte das New Yorker Internetportal shefinds.com am 23.04. einen Artikel, in dem steht, dass die Kulttasche aktuell mühelos zu erlangen, weil gegenwärtig breit verfügbar, sei.

Autorin Aria Hughes bezieht sich auf Telefonate, die sie mit Verkäufern diverser Hermès Boutiquen in den USA geführt hat. Einige Filialen bestätigten ihr, sie hätten die Birkin auf Lager und man könne sie gleich abholen. Sieben Tage später, erfolgte auf shefinds.com ein schriftliches Update der Journalistin zum Sachverhalt, das die Warteliste als Mär entlarvt. Dieses Mal bezieht sich die Autorin auf einen Angehörigen des Hermès Imperiums im fernen Australien. Dieser behauptete, dass es nie eine Warteliste gegeben habe. Darüber hinaus befragte Hughes Michael Tonello, den Autor des Buches “Bringing Home The Birkin”. Dieser fahndet im Auftrag wohlhabender Taschenfetischisten weltweit nach  Birkin und Kelly Modellen. Im Interview mit shefinds.com weiß Tonello folgendes zu berichten:

“Me and my associates walked into Hermes stores all over the world, dropped a couple grand on non-Birkin items, then asked for a Birkin, and we always (99% of the time) got one. Hermes knew that they could sell Birkin bags all day long, but they also knew that they had like 40,000 SKUs in the store which they wanted to sell. So, if you bought something in the store, were a ;good client,’ then they offered to sell you a Birkin. People who were put on the waiting list were people who didn’t buy anything in the store, just people who wanted a Birkin and did their actual clothes shopping over at Chanel or Prada, etc.”

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass Tonello die Existenz der Wartelisten nicht abstreitet, sondern aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen mit der Zuteilung der Tasche, lediglich deren Sinnhaftigkeit in Frage stellt.

In einem Interview zur Markteinführung seines Buchs mit der Wochenzeitschrift STERN im Jahr 2008 bestätigte Tonello sogar das Vorhandensein der Liste:

“Die Birkin Bag ist eine der beliebtesten Handtaschen der Welt. Und ziemlich teuer: In Europa kostet die billigste mehr als 5000 Euro. Die Birkin Bag ist also nur etwas für Reiche oder Stars. Diese Leute sind es gewohnt, alles zu kriegen, was sie sich wünschen – nur die Birkin Bag nicht. Wer in einen Laden geht, muss sich auf eine Warteliste setzen lassen und ist selbst dann nicht sicher, dass er sie kriegt. Insofern ist sie das ideale Produkt: Sie ist teuer und selten.”

Die Birkin für Alle und das sofort? Wir von HYPE wollten es genauer wissen, und gingen der Sache auf den Grund: Ein Anruf bei Hermès in der Münchner Maximilianstraße bringt schnell Ernüchterung und trübt die Euphorie passionierter Bag-Addicts. Eineinhalb Jahre Wartezeit sei ja wohl das Mindeste für eine Birkin. Selbstverständlich wird das Exemplar nach den eigenen Wünschen per Hand angefertigt. Bevorzugt würde niemand. Die Hermès Dependance Frankfurt ist da schon etwas entgegenkommender. In den Farbtönen chocolat und schwarz gehe die begehrte Birkin bereits nach 3 Monaten über den Ladentisch. Am strengsten gibt sich Hermès Berlin – unter 2 Jahren Wartezeit gehe gar nichts und exotische Bestellungen -mon dieu- wie etwa Kroko- oder Straußenleder, nehme man am Kurfürstendamm ohnehin nicht mehr entgegen.

Wartezeiten bis zu einem halben Jahrzehnt und darüber hinaus?

Angesichts der aufwendigen Fertigungsprozesse aller Hermès Produkte scheint dies durchaus plausibel. So gibt es Ledersorten, bei denen allein der Gerbvorgang  sechs Monate dauert. Herkömmliche Ledersorten auf dem Markt werden in 7 Tagen mit Mineralsalzen gegerbt. Die Gerbung des Hermès Barenialeder erfolgt  dagegen sechs Monate lang mittels Korkrinde. Dadurch behält es seine Natürlichkeit und Weichheit.

Bleibt die Frage ob Hermès tatsächlich Kunden bei der Versorgung mit den gefragten Birkin-Bags vorzieht, die zuvor an der Carré-Theke eine ordentliche Summe springen lassen. Wir haben mit einem Hermès Mitarbeiter gesprochen, der namentlich nicht genannt werden möchte. Dieser bestätigte uns, dass in Einzelfällen, vornehmlich in Ballungsräumen, sprich Touristenhochburgen wie New York oder Nizza immer wieder mal, die eine oder andere Birkin vorrätig sei. Dabei handle es sich jedoch um Stückzahlen im einstelligen Bereich und nicht wie die Berichterstattung in der Blogospähre vergangener Tage zu diesem Thema vermuten lässt, um proppevolle Lagerräume.

Wenn Kunden eine Birkin angeboten bekämen, dann nur, wenn die vorrätige Modell nicht auf der Store-spezifischen Warteliste als Bestellung notiert ist, oder es sich um eine nicht abgeholte Bestellung handelt. Wie eine Pressesprecherin von Hermès auf unsere Anfrage hin mitteilte, hat die Finanzkrise zu einem bedächtigeren Konsumverhalten geführt, auch bei Hermès Kunden.

Fazit: Ja, es gibt Wartelisten. Eine Inflation der Birkin Bag ist nicht zu erwarten. Die Birkin Bag, mit Preisen bis zu 25.000 Euro, bleibt das prestigeträchtigste und begehrteste Must-have aller Modeliebhaber.

www.hermes.com


BUCHTIPP: LE CARRÉ HERMÈS

Posted: Dezember 28th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION SHOPPING | Tags: , | No Comments »

carre-hermes-468x472Von allem immer nur das Beste, das galt nicht nur für Superdandy Oscar Wilde sondern gilt seit eh und je auch für den Luxuskonzern Hermès.

Die berühmten Seidentücher des 1837 gegründeten Hauses, sind begehrte Sammlerobjekte, Statussymbol und gelten seit ihrer Einführung im Jahre 1937 als Erkennungszeichen der High Society. Wer glaubt, die Dessins beschränken sich nur auf opulente Goldschnörkel, der irrt. Neben traditionellen Allegorien kreieren die Seidenmaler der Ateliers Hermès zeitgemäße, durchaus grafische Muster, die sich auch markenbewusste Töchter und Söhne gern um ihre Hälse drapieren. Zu schätzen lernt die Nobeltücher, wer über den aufwendigen Herstellungsprozess des 90 x 90 cm großen Seidenstücks im Bilde ist. Handrolliert und mittels Siebdruckverfahren bedruckt, kostet ein Carré mehr als ein komplettes Tagesoutfit aus Schweden, doch ist es gerade die Exklusivität aller Hermès Produkte, die Begehrlichkeit schürt. Das Buch “Le Carré Hermès” veranschaulicht mit zahlreichen Photographien aus den Werkstätten die Entstehung der wertvollen Tüchlein und bietet Kennern wie Einsteigern einen interessanten Überblick der bisherigen Motive und Dessinierungen.

“Le Carré Hermès” von Nadine Coleno, ca. 84 Euro,
erhältlich im Buchhandel und ausgewählten Hermès Stores


WAS JIL SANDER DEFININITV RICHTIG GEMACHT HAT…

Posted: Oktober 2nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

photocredit: Uniqlo

photocredit: Uniqlo

Man kann Heidemarie Jiline Sander, besser bekannt als Jil Sander, nur beglückwünschen. Zur weltweiten Verkaufsstart der von ihr entwickelten J+ Modelinie für den japanischen Bekleidungshersteller Uniqlo, bildeten sich vor dessen Filialen lange Menschenschlangen, wie zuletzt beim Begrüßungsgeld nach der deutschen Wiedervereinigung. Ob in London, Paris oder New York, überall nahmen Menschen lange Wartezeiten in Kauf um eines oder gar mehrere der schlichten Teile im Jil Sander Look zu erstehen.

Lang Zeit galt die Annahme, dass die Kleiderschränke der westlichen Nationen voll seien und Niemand mehr eines weiteren marinefarbigen Blazers bedürfe. Eine Aussage auf die stets der Abgesang der modischen Mitte folgte. Nur noch Luxus und Billig hätten langfristig eine Überlebenschance am übersättigten Modemarkt. Von einem neuen Qualitätsbewusstsein war immer wieder die Rede, ebenso wie von der Besinnung auf alte Werte, womit fast immer traditionelle Manufakturen in italienischen Provinznestern und das Handwerk per se gemeint waren. In der Tat hat mittlerweile fast jeder Verbraucher begriffen, dass Billig eigentlich viel zu Teuer ist. Synthetische Stoffe und schlechte Verarbeitung von Kleidungstücken , wo jedes Teil schon nach kurzer Zeit wieder durch ein neues ersetzt werden muss, weil es bereits nach der ersten Wäsche verzogen oder verfärbt ist, peelt oder aufgeribbelte Nähte aufweist, sind verzichtbar.

Das Problem, die von den Stil-, Mode- und Kulturressorts der überregionalen Tageszeitung gepriesenen Marken der Nachhaltigkeit Louis Vuitton, Hermès und Bottega Veneta der Nachhaltigkeit, sind für die große Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Der Durchschnittslohn liegt hierzulande gegenwärtig bei € 3.064 Euro brutto.

Ledertaschen zum Preis eine Kleinwagens und Kaschmirpullover für 1000 Euro sind da nicht wirklich relevant. Ärgerlich wenn die Alternative für die weniger zahlungskräftige Klientel aus zotigen Motto-T-Shirts, Ed-Hardy Adaptionen, und KiK Acrylware besteht. Denn auch die breite Masse ist aufgrund des Internets sowie der zunehmenden Thematisierung von Lifestyle in den Medien, modisch gut informiert und sucht Qualität und Stil zu einem bezahlbaren Preis.

Das Unverhältnis zwischen einem an der größten Zielgruppe vorbeischießenden Angebot und dem tatsächlichen Bedarf an Bekleidung, die Leute mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2000 Euro nicht gleich wie die letzte “Flodder” aussehen lässt, erklärt den immensen Ansturm auf Jil Sander´s Kollektion für Uniqlo. Während bei den H&M Designerkollaborationen das Geltungsbedürfnis des gewöhnlichen Konsumenten sich selbst mit einem prominenten Namen aufzuwerten für Umsatz sorgt, bedient J+ all diejenigen die längst mal wieder einen soliden marinefarbigen Blazer brauchen, der jedoch nicht nach biederer Kaufhausware aussieht und trotzdem nicht mehr kostet als das was dort auf den Stangen hängt.

Die “Queen of Less” traf mit ihrer preisgünstigen J+ Linie den Nerv der Zeit. Die Kollektion bietet zeitloses Design in hochwertiger Optik. Moderne Silhouetten wie der Sander typische schmale Hemdkragen, office-tauglichen Farben und unkompliziert kombinierbare Einzelteile. Keine high-fashion, kein Drama aber eben genau das, was der Lebensrealität von Männern und Frauen  im Jahr 2009 weltweit entspricht.

Video: Endlos lange Wartezeiten mussten die Kunden, des New Yorker Uniqlo Stores im Stadtteil SoHo in Kauf nehmen!


THE VINTAGE LUGGAGE COMPANY / Geheimtipp aus Hamburg

Posted: September 28th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , | No Comments »
photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg

photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg

Stilecht reisen wie einst Kaiserin Eugénie, mit riesigen Schrankkoffern in den alles Platz hat worauf man im Urlaub nicht verzichten möchte? Kein Problem, die Vintage Luggage Company aus Hamburg macht´s möglich! Das Unternehmen verfügt über den weltweit größten Bestand an alten bis historischen Gepäckstücken der Edelmanufakturen Louis Vuitton, Hermès, Goyard, und Moynat, darunter Stücke von nahezu musealem Wert. Das Auge kann sich gar nicht satt sehen am Firmenkatalog, der seltene Reisetruhen von 1890, einen Reiseschreibtisch, eine Hutschachtel und diverse Schrankkoffer beinhaltet. Angesichts des Seltenheitswertes treibt das liebevolle und mit Expertise zusammengetragene Sortiment von The Vinatge Luggage Company den Puls eines jeden Louis Vuitton Sammlers in die Höhe.

Weil reisen mit den riesigen Koffern ohne Peronal eher beschwerlich ist, bieten sich die Stücke auch bestens als dekoratives Möbel oder Dekorationsobjekt für die eigenen vier Wände an, wie die hier abgebildete Reisetruhe von 1900 mit maßgefertigtem Untergestell.

photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg
photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg

Aber nicht nur antike Schätze, auch limitierte und vergriffene Modelle neueren Datum lassen sich bei The Vinatge Luggage Company finden. So z.B. der coole DJ Koffer, den Helmut Lang einst anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums von Louis Vuitton entwarf. Auch die erste Edition an Taschen mit den Graffiti-Dessins von Stephen Sprouse aus dem Jahre 2001 ist hier zu haben.

Das Beste vom Besten muss nicht mehr länger in London, Paris oder New York gesucht werden. Dank The Vintage Luggage Company ist die große weite Welt nun auch in Hamburg zuhause.

THE VINTAGE LUGGAGE COMPANY, Valentinskamp 18, MBE Haus 209, 20354 Hamburg
Tel. 0700 / 1584 42 43


www.vintage-luggage.de


“LUXE LUNCH” – welches Branding darf´s denn heute sein?

Posted: Juli 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »
"french fries de-luxe"

"french fries de-luxe"

Dieses Bild unbekannten Absenders  tauchte bereits in mehrerern Blogs im Internet auf und entfachte aufgrund des angefügten Kommentars von Karl Lagerfeld  “Mode ist die gesündeste Motivation um abzunehmen!” einen Sturm der Entrüstung. Gleich vorweg: Die Firma Chanel hat mit der schicken Verpackung nichts zu tun! Das Lagerfeld Zitat wurde vermutlich dem Zusammenhang eines anderen Interviews entnommen.

Ganz neu ist die Idee der kontextübergreifenden Übertragung eines prominenten  Corporate Designs allerdings nicht. Der New Yorker Konzept Künstler Tom Sachs schuf bereits in den  1990er Jahren eine Serie von verfremdeten Mc Donalds Menüs aus Tüten und Verpackungsmaterialen bekannter Modehäuser. Neben Hermès, Tiffany&Co, Prada gab es auch eine Auflage mit dem Branding von Chanel.

4x Luxe Lunch by Tom Sachs
4x Luxe Lunch by Tom Sachs

In seinen Arbeiten untersucht Sachs wie sich manipulatives Marketing auf unseren Alltag auswirkt und  beschäftigt sich ganz allgemein mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Luxusgütern.

Im Gewand französicher Modehersteller ergibt die Bezeichnung “french fries” nun endlich einen sichtbaren Sinn!