Kurz nachdem Anita Müller -Frau des Drogerie-Titanen Erwin Müller und verantwortlich für das Kundenmanagement in dem über 600 Fililalen fassenden Unternehmen- das HYPE MAGAZINE für sich entdeckt hatte, erreichte mich ein Anruf der Body & Soul Redaktion mit der Bitte ein paar Fragen zur Entstehungsgeschichte unseres Hefts zu beantworten. Bien sûr et merci für die tolle Veröffentlichung in der Weihnachtsausgabe des Müllerschen Kundemagazins, die ich an dieser Stelle gerne mit Ihnen teilen möchte.
Klaus Wowereit & HYPE Chefredakteur Sven Barthel photo: Markus Nass
Politik und Mode haben nicht viel miteinander gemein und dennoch können sich auch die Volksvertreter der Kleiderfrage nicht entziehen.
Jeden Morgen aufs Neue müssen auch sie sich überlegen, was sie für den bevorstehenden Tag anziehen werden. Schließlich kann Niemand von ihnen im Adamskostüm an das Rednerpult im Bundestag treten. Obwohl man davon ausgehen kann, dass die Mächtigen des Landes wissen, welch starken Einfluss das Gewand eines Menschen auf dessen Außenwirkung hat, scheinen sie diesem Thema keine große Bedeutung beizumessen. Oder etwa doch? Wir trafen Berlins regierenden Bürgermeister und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD, Klaus Wowereit, vergangene Woche während der Fashion Week in der Mercedes Benz Presselounge. Der Spitzenpolitiker im lockeren Gespräch mit HYPE über Mode und andere Nebensächlichkeiten.
Herr Wowereit, wie wichtig ist die Fashion Week für die Stadt Berlin Ihrer Meinung nach?
Es ist objektiv eine ganz wichtige Veranstaltung; in Kombination mit der Premium und der Bread&Butter ist dies die Gelegenheit auf einer großen modischen Bandbreite Berlin zu positionieren. Vor allem kann man den Designern hier eine Chance geben, ihre Mode zu präsentieren und dies läuft in meinen Augen ganz ausgezeichnet.
Haben Sie denn auch die Bread & Butter schon einmal selbst besucht?
Ja, natürlich. Ich war zur Eröffnungsparty und bin heute auch zur offiziellen Eröffnung da. Morgen werde ich mir noch die Premium und einige weitere Shows ansehen.
Welche Rolle spielt Mode für Sie persönlich? Machen Sie sich überhaupt Gedanken zu diesem Thema?
Ich finde Mode gehört zu unserem Alltag und bestimmt auch unser Leben. Mode ist mehr als nur Haute Couture, jeder achtet schließlich darauf, was er anzieht. Es gibt Mode und damit verbundene Kulturen, es gibt Uniformen in jeder Generation und jedem Business. Diese unterscheiden sich, wodurch der eine oder andere mehr experimentieren kann; muss man etwas formeller auftreten, ist der Anzug natürlich Pflicht und nur die Krawatte eventuell das Experiment, aber ansonsten ist ja in der Freizeit eine freie Gestaltung möglich.
Daraus könnte man ableiten: Wenn Sie Ihre Ämter nicht bekleideten, würden Sie das Sakko vielleicht auch einmal ablegen?
Naja, ich trage sehr gerne Sakko, ich find’s auch in Kombination zu Jeans gut, aber klar, bei einem solch sonnigen Wetter wie jetzt würde ich auch lieber in Shorts und T-Shirt herumlaufen anstelle des Anzugs.
Gibt es persönliche Präferenzen, was Labels und Designer angeht? Welche Schauen besuchen Sie besonders gern?
Boss, ganz klar, weil ich es selbst seit Jahren schon trage und natürlich sehe ich mir noch die Michalsky Show an, aber ich freue mich jetzt auch auf die P&C-Nachwuchsdesigner.
Könnten Sie ganz spontan eine Verbindung zwischen Mode und Politik herstellen?
Politik gibt einen Rahmen für Mode, insoweit handelt es sich in diesem Fall um eine Frage der Infrastruktur. Ansonsten ist die Politik eher nicht besonders Mode-auffällig (lacht).
Was war Ihr größter Fashion-FauxPas? Würden Sie einen solchen mit uns teilen?
Ich hatte mal zwei verschiedene Schuhe an. Manchmal ist sowas ja im Trend, aber in diesem Fall war es unabsichtlich und es ist tatsächlich einem Fotografen aufgefallen. Die waren zwar sehr bequem, weswegen ich das gar nicht gemerkt habe, aber es war sehr amüsant. Das sind so Geschichten, über die man im Nachhinein ganz wunderbar lachen kann.
Ihr größter Fehlkauf?
Das weiß ich nicht mehr. So etwas begeht man ja besonders in jungen Jahren, dass man etwas toll findet und es dann beim nochmaligen Anziehen zu Hause nicht mehr für so überzeugend hält, woraufhin es dann doch im Schrank hängen bleibt. Ein besonders bewusster Fehlkauf ist mir nicht in Erinnerung geblieben.
Gibt es denn ein Lieblingsteil in Ihrem Kleiderschrank?
Ja, beispielsweise eine Pepe-Jeans, die ich seit Jahren schon habe, die habe auch gestern wieder getragen. In der fühle ich mich wohl und sie hat auch einige kleine Details, die einfach auffallen. Aus meiner Jugendzeit habe ich eigentlich keine besonderen Erinnerungsstücke, an denen ich hänge oder von denen ich mich keinesfalls würde trennen wollen.
Können Sie überhaupt noch entspannt einkaufen gehen?
Zwar nicht unerkannt, aber doch durchaus entspannt. Das geht auch in Berlin. Gelegentlich kommen zwar Interviewanfragen oder Autogrammwünsche auf mich zu, die Leute gucken auch meist interessiert auf das, was man kauft. Damit gehe ich aber ganz entspannt um.
Haben Sie noch Erinnerung an die erste Fashion Week 2007? Waren Sie da auch zugegen?
Da war ich natürlich auch. Damals war das Brandenburger Tor noch integriert. Diese Lösung hier und heute finde ich allerding deutlich besser!
Einen absolut lesenswerten und dank großformatiger und gestochen scharfer Bilder auch sehenswerten Beitrag, bildet das Interview, welches Vogue Fashion-Editrix und Stilikone Anna dello Russo dem Online-Portal models.com gewährt hat.
Ihr Mut, Branchen-Zustände anzusprechen, die die Mehrheit der Pressevertreter üblicherweise zu verschweigen pflegt, ist definitiv einen aufrichtigen Applaus wert und verdient Respekt!
Madonna und ihre Tochter Lourdes, staksten am Mittwoch Abend in New York zusammen über den pinken Teppich am Herald Square um ihre gemeinsam für die Kaufhauskette Macys entwofene Modelinie “Material Girl” zu promoten. Dabei stellten sie sich den mal mehr, mal weniger sinnstiftenden Fragen der anwesenden Pressevertreter. Glücklicherweise gelang es dem Urheber des hier zu sehenden Videos den Superstar und seinen Nachwuchs per Nahaufnahme und in bester Tonqualität zu filmen.
Der Zuschauer des zweiminütigen Clips wird Zeuge sowohl von Madonnas Antlitz bei Tageslicht als auch von der hinreißenden Coolness und Attraktivität ihres Sprößlings. Vor allem das professionelle und konsequente Handling der Interviewführung in Eislaufmutter-Manier durch Madonnas long-time Managerin Liz Rosenberg beeindruckt. Der Frage einer Reporterin ob Lourdes sich bereits mit Jungs verabrede, begegnet Rosenberg resolut mit den Worten: “remember the rules!” Wer allzu belangloses fragt, wird ignoriert, wer zu viele Fragen in Folge stellt, barsch unterbrochen. Von der Pieke auf lernt Lourdes so an der Seite ihrer Mutter sich in der Öffentlichkeit souverän zu behaupten.
Als Tochter einer der wohl berühmtesten Frauen dieses Planeten und künftiger Star in eigener Sache, dem alle Türen offfen stehen, bleibt ihr auch gar nicht anderes übrig.
Celebrities auf den Titelblättern sind gewöhnlich eine ziemlich fade Angelegenheit, jedoch nicht wenn es sich bei den Portraitierten um Persönlichkeiten wie Superstar Madonna handelt. Wunderbar in Szene gesetzt vom Fotografenduo Mert Alas und Marcus Piggott, präsentiert sich Madonna in der aktuellen Mai Ausgabe des amerikanischen Interview Magazins als sinnliche Diva mit Walle-Mähne. Der sinnlich-coole Look, den ihr Stylist Karl Templer für dieses Shooting verpasst hat, rangiert irgendwo zwischen dem Cover ihres ersten Albums aus dem Jahre 1983 und der von Steven Meisel fotografisch dokumentierten Sex-Phase Anfang der 90er Jahre. Die zehn edlen schwarz-weiss Aufnahmen bilden die beste Fotostrecke mit der Popikone seit Jahren. Es ist übrigens Madonnas sechstes Interview Cover! Mein persönlicher Favorit bleibt jedoch das kontrastreiche schwarz-weiss Bild des verstorbenen Herb Ritts für die Juni Ausgabe aus dem Jahr 1990.