XXL-Schau: The Fashion World of Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk

Posted: Juni 22nd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | 1 Comment »

Photo: Jerry Piegeon (Studio JPG)

35 Jahre im Geschäft und kein bisschen leiser. Eine durchaus zutreffende, wenngleich auch nur ungenügsame Beschreibung des kreativen Schaffens von Modedesigner Jean Paul Gaultier, der in diesem Jahr sein 35-jähriges Firmenjubiläum feiert. Grund genug für das Museum der schönen Künste im kanadischen Montreal, der Arbeit des 59-jährigen Hypervisionärs, eine umfangreiche Ausstellung zu widmen. “The Fashion World of Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk” beleuchtet anhand von Gaultiers spektakulärsten Roben, Fotografien und Videos, die Stationen seiner Kariere, und zwar von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Was 1976 mit einem kleinen Atelier in Paris begann entwickelte sich in wenigen Jahren zu einem Modeimperium mit zahlreichen A-Klasse Celebrities wie Madonna und Kylie Minogue als Werbeträger und einem Besteller-Parfum in der langen Referenzliste seiner genialen Erzeugnisse. Hierzu zählt auch, dass 1990, für Madonnas “Blond Ambition” Tour entworfene, goldene Korsett mit den konischen Tittenschalen, das Gaultiers Namen quasi über Nacht auch in das Bewusstsein von Modemuffeln drängte. In etwa zur gleichen Zeit säuselte sich der Designer mit dem House-Track “Aow Tou Dou Zat” (How to do that), in die französischen Hitparaden, entwarf Möbel auf Gummirädern und moderierte die britische TV-Sendung Eurotrash. Nicht zu vergessen, der ständige Bruch mit den geschlechtsspezifischen Kleiderkonventionen: Gaultier schickte schon Männer in Röcken und High-Heels über den Laufsteg als Jorge Gonzales in Kuba noch Makramé-Taschen klöppelte.

Die Ausstellung ist in sechs Themenfelder unterteilt, die eine stete Inspirationsquelle für Gaultiers Arbeit bilden, und gilt als die bisher größte Solo-Schau, die dem Designer je zuteil wurde.

Neben den gezeigten, aufwendigen Haute Couture-Modellen, deren Begutachtung üblicherweise nur den geladenen Gästen seiner Schauen vorbehalten ist, sind insbesondere die Kleider aus der Zeit vor Gaultiers Selbständigkeit, die er als junger Designassistent für Pierre Cardin entwarf, ein definitives Must-see!

Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen. Dieser unterscheidet sich von den üblichen Museumspublikationen dadurch, dass er nicht nur Bezug auf die präsentierten Stücke nimmt, sondern auch reichlich “Bonusmaterial” beinhaltet. So gibt es darin bspw. bislang unveröffentlichte Fotos aus Jean Paul Gaultiers Firmenarchiv zu sehen. Darauf unter anderem abgebildet; eine pummelige Madonna bei der Anprobe. Ein Text von Modekritikerin Suzy Menkes und Interviews mit prominenten Weggefährten wie Tom Ford, Martin Margiela und Carine Roitfeld machen den Wälzer zur Modebibel des Jahres. Das gute Stück ist für 85 Dollar zunächst exklusiv im Museumsshop erhältlich und ab September auch weltweit in ausgewählten Buchhandlungen. Ein kleiner Trost für alle, die nicht mal eben nach Kanada jetten können: die Ausstellung geht auf Tour und wird in Europa, auch in Madrid und Rotterdam zu sehen sein.

The Fashion World of Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk

The Montreal Museum of Fine Arts
noch bis zum 02. Oktober 2011

Fundación Mapfre – Instituto de Cultura, Madrid
26 .September – 18. November 2012

Kunsthalle Rotterdam, the Netherlands
9. Februar – 12 Mai 2013

 


Exzentrik trifft auf Exzentrik: Gaultier interviewt Lady Gaga

Posted: Juni 10th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Oh la la… Während sich “Germany” mit einem Auftritt von Lady Gaga im hölzernen Kontext der Klumschen Modelsuche zufrieden geben muss, durfte sich Frankreich gestern Abend zur gleichen Zeit über die Ausstrahlung eines Zusammentreffens der Pop-Ikone mit Modegott Jean Paul Gaultier freuen.

In der Dokumentation “Gaga by Gaultier” des Fernsehsenders TF6 empfing der juvenile Top-Designer die stets extravagant gekleidete Miss Gaga in einem mit XL-Schulterpolstern getunten Ringelshirt in seiner Pariser Firmenzentrale. Mit französischen Charme, Esprit und der Unbefangenheit eines Mannes der nicht der Leistung Anderer Bedarf, um selbst zu glänzen, stellte Gaultier der 25-jährigen New Yorkerin Fragen, die diese offen und konzentriert beantwortete, und dabei vor allem bislang Unbekanntes aus ihrem Leben preisgab. So sprach die Künstlerin souverän über ihren Umgang mit Drogen, ihr Elternhaus und natürlich ihre Leidenschaft für ausgefallene Klamotten.

Mit gegenseitigem Respekt für das Schaffen des jeweils anderen begegneten sich hier zwei Superstars ihres Metiers auf Augenhöhe. Fabelhaft! Verglichen mit dem, was hiesige Privatsender dem Publikum als TV-Highlight verkaufen, drängt sich in Bezug auf das deutsche Medienschaffen vor allem eine Frage auf: “Können die nicht, oder wollen die nicht?”


JEAN PAUL GAULTIERs Möbelkollektion für Roche Bobois im Düsseldorfer Stilwerk

Posted: Oktober 15th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , | No Comments »

Jean Paul Gaultier für Roche-Bobois, photo: Roche Bobois

Auch nach dem Aus für Jean Paul Gaultier bei Hermès, braucht man sich nicht um etwaige Langeweile des Top-Couturiers sorgen, mangelt es jemanden wie ihm ohnehin nicht an Angeboten. So widmete sich der Designer bereits vor Monaten dem Thema Inneneinrichtung und entwarf für die französische Möbelfirma Roche Bobois eine umfangreiche Serie an originellen Einrichtungsgegenständen, die man zu Recht als einzigartig bezeichnen kann.

So wie die Kommode aus gestapelten Koffern, der an römische Streitwägen erinnernde Sessel, der Standspiegel auf einer Sackkarre, oder der verspieglete Kleiderschrank auf Rädern. All das gab es bereits schon einmal Ende der 1980er Jahre, nun wurden die extravaganten Möbelobjekte neu aufgelegt und um üppige Bodenmatten mit Seemannsstreifen oder Fotodruck, welche als Sitzgelegenheit dienen, ergänzt. Das ist sexy, unkonventionell und ab dem 02.12. endlich auch im Roche Bobois-Store im Düsseldorfer Stilwerk zu begutachten. Wem das nötige Kleingeld für das traumhafte Bett mit gestreiftem Paravent als Kopfteil fehlt, der holt sich den Gaultier-Look einfach in Form von ein paar Kissen mit Miederschnürung oder Kalligraphie-Print ins Wohnzimmer. Im Format 45x45cm  sind diese ab ca. 70 Euro erhältlich.

Jean Paul Gaultier für Roche Bobois

Roche Bobois im STILWERK Düsseldorf, Berliner Allee 59, 40212 Düsseldorf

roche-bobois.com


Hut ab! STEPHEN JONES & the Accent of Fashion im MoMu Antwerpen

Posted: Juli 22nd, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

photo by courtesy of Stephen Jones Millinery

photo by courtesy of Stephen Jones Millinery

Er kreierte Carla Bruni-Sarkozys Pillbox-Hütchen, das ihren Jackie-Kennedy-Look beim Staatsbesuch in London abrundete, Prinzessin Diana besaß ein Dutzend seiner Bérets und Kylie Minogue wirbelte mit einer seiner Kopfbdeckungen über die Bühne. Stephen Jones schrille und exzentrische Hutkreationen landen nicht nur auf den Häuptern gut betuchter Ascot-Ladies. Er war es, der den Hut in den achtziger Jahren aus der Vergessenheit zurück ins Rampenlicht und auf die Köpfe der Modemutigen brachte und ihn als Accessoire bei den Schauen der großen Couturiers etablierte.

Dieses Jahr feiert die Marke Stephen Jones Millinery ihr 30jähriges Bestehen. Das Modemuseum, kurz MoMu, in Antwerpen nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, dem Londoner Hutmacher eine ganze Ausstellung zu widmen.

Das belgische Ausstellungshaus ist im Besitz der größten Stephen Jones- Hutkollektion der Welt und beherbergt mehr als 120 Exemplare. Stephen Jones & The Accent of Fashion lässt den Betrachter in die einmalige Welt eines Accessoirekünstlers eintauchen, der seit drei Jahrzehnten mit den namhaften Größen aus der internationalen Modeszene zusammenarbeitet: Jean Paul Gaultier, Thierry Mugler, Comme des Garçons, Claude Montana, John Galliano, Christian Dior, Walter Van Beirendonck und Marc Jacobs. Chapeau, Mister Jones!

Die Ausstellung läuft vom 8. September 2010 bis 13. Februar 2011

www.stephenjonesmillinery.com

www.momu.be


Prêt-à-Por-Tea: KARL BITTET ZUM TEE

Posted: April 4th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , | 1 Comment »

Photo: Donkey Products

Photo: Donkey Products

Eine Tasse Tee in Gesellschaft von Donatella Versace oder Jean Paul Gaultier? Kein Problem mit den Prêt-à-PorTea-Beuteln von Donkey Products aus Hamburg. 5 Modeikonen stehen mit bereitwillig ausgestreckten Armen für ein Bad im heißen Wasser zur Verfügung. Noch nie war die Gelegenheit, einen verregneten Sonntag Nachmittag mit Claudia, Naomi und Karl zu verbringen, so günstig. Für 7,95 Euro schickt Euch Donkey Products die Modeelite direkt ins Haus.

Zu Bestellen im Online Shop Donkey Products


ERSTES(!) FOTO VON GAULTIERS TARGET KOLLEKTION AUFGETAUCHT

Posted: Januar 15th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , | 1 Comment »

Hahn im Korb - Modedesigner Jean Paul Gaultier

Hahn im Korb - Modedesigner Jean Paul Gaultier

Wer suchet, der findet; und mit etwas Glück sogar richtige Schätzchen wie das grobkörnige und etwas unscharfe Bild von Jean Paul Gaultiers Designer Kollektion für Target.

Da die Aufnahme Monsieur Gaultier in Kreise topgestylter und artig posierender Models zeigt, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei schon um ein Motiv für die erst im März erscheinende Werbekampagne des Textilgiganten handeln könnte. Wir wissen nicht wie das Bild in Umlauf geraten ist, gehen aber davon aus, dass ein übermotivierter Fotoassistent am Tag des Fotoshootings mal ganz unauffällig die Kamerafunktion seines Handys genutzt hat um diesen Moment für sich festzuhalten. Leider war dann der Drang, die Freude darüber doch noch mit dem Rest der Welt zu teilen, stärker. Wetten dass Zara und H&M, schon eifrig dabei sind Farben und Stoffe zu nachzuempfinden und die Silhouette auf ihre Art zu interpretieren?


HOMOSEXUELLE MODEDESIGNER VERANTWORTLICH FÜR MAGERSUCHT?

Posted: November 10th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | 4 Comments »

photocredit: FLICKR / beyrouth

photocredit: FLICKR / beyrouth

In einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” gibt die in Mainz ansässige aber international durchaus erfolgreiche Modedesignerin Anja Gockel lesenswerte Einsichten in die Modebranche und beantwortet die Frage nach der hohen Zahl der immer noch existenten Magermodels, mit der Homosexualität einflussreicher Designer wie Karl Lagerfeld, Marc Jacobs oder Jean Paul Gaultier.

Laut Gockel sei das Idealbild eines homosexuellen Mannes, eine knabenhafte Figur, während das körperliche Idealbild lesbischer Frauen, wie bspw. Modedesignerin Jil Sander, eine androgyne Figur darstelle. Dieses subjektive Schönheitsideal, übertragen die Designer schließlich auf ihre Models, an denen sich wiederum 14-jährige Mädchen orientieren, so Gockel weiter. Hierin liege eine große Gefahr, die Magersucht fördere.

In der Tat gilt für Frauen Kleidergröße 34-36 als unabdingbare Voraussetzung um auf internationalem Parkett modeln zu können. Mädchen, die bei einer Mindestgröße von 1,75 Meter mehr als 55 Kilo wiegen haben keine Chance für Dolce&Gabbana, Chanel und Co. über den Laufsteg zu stöckeln. Übersetzt heißt das, so wenig Hüfte wie möglich und Brüste so groß wie zwei geballte Mäusefäustchen!

Ebenfalls richtig ist, dass fast alle maßgeblichen Designer schwul sind und großen Einfluss auf das jeweils aktuelle Schönheitsideal innerhalb einer Gesellschaft ausüben. Nicht richtig ist jedoch, dass klapperdürre Frauen den optischen Idealvorstellungen homosexueller Männer per se entsprechen. Schließlich ist nicht jeder schwule Mann Modedesigner von Beruf!

Die Aussage, dass lesbische Frauen bevorzugt auf die androgyne Variante ihrer Geschlechtsgenossinnen abfahren sollen, würde mit Sicherheit keiner empirischen Untersuchung standhalten. Ganz ohne wissenschaftliche Studie ist davon auszugehen, dass nicht jede Lesbe auf Jodie Foster steht. Insofern ist das ideale Körperbild homosexueller Männer und Frauen außerhalb der Modebranche wohl wesentlich vielseitiger als die Verallgemeinerung Gockels uns da glauben machen will. Oder etwa nicht?


SCHÖNER TRINKEN MIT PAUL SMITH

Posted: September 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »
Evian by Paul Smith / photo: EVIAN

Evian by Paul Smith / photo: EVIAN

Zwischendurch mal etwas leichte Kost: Mr. Classics with a Twist, Paul Smith, hat ein neues Gewand für EVIAN entworfen. Das Prestigewasser aller Models in den 1990ern, schmeckt durch das bunte Streifendesign zwar nicht aufregender, ist aber definitiv ein schöner Blickfang auf dem heimischen Eßtisch. Nach Christian Lacroix  im Jahr 2008 und Jean Paul Gaultier, ist Paul Smith der dritte Modemacher, der die kegelförmige Glaspulle aufmotzen durfte. Die Designerflaschen sind primär im Feinkosthandel und in gehobenen Lebensmittelgeschäften erhältlich.


“THE DAY BEFORE”…FENDI, GAULTIER und Co. Seltene Einblicke hinter die Kulissen

Posted: September 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Wenn am kommenden Donnerstag die New York Fashion Week beginnt, ist dies  gleichzeitig auch der Auftakt  zur Saison Spring/Summer 2010, dem ein internationaler Schauenreigen folgt.  Auf den illustren Modenschauen  von New York, Paris, Mailand und London präsentieren namhafte Modehäuser jedoch vielmehr als nur die Trends von Übermorgen.

The Day before...by Loic Prigent

The Day before...by Loic Prigent

Die meist nur zehn Minuten andauernden Shows sind eine Zusammenfassung all dessen, an dem ein Team von dutzenden bis mehreren hundert Mitarbeitern eines Unternehmens sechs Monate lang ununterbrochen gearbeitet hat. Von der Ideenfindung bis hin zum finalen Musterteil, wird in den Designstudios bis zum Tag der großen Selbstdarstellung diskutiert, optimiert, verworfen, ergänzt und abgeändert. Dass Alles, um  einflussreichen Modekritikern und wichtigen Einkäufern zu gefallen, die auf minmalistisch weißen Bänken oder wahlweise goldenen Operetten-Stühlchen Platz nehmen, um ganz nüchtern zu beurteilen, ob die Vision, die da gerade als textiles Gebilde über den Laufsteg wandelt auch marktfähig ist. Vom Stress hinter den Kulissen bekommen die geladenen Kunden und VIP´s nichts mit. Sollen sie auch gar nicht. Mode im Luxussegment verkauft schließlich Träume und nichts Anderes.

Ein Einblick in das Geschehen der letzten 48 Stunden vor der Modenschau ist nur wenigen Eingeweihten gegönnt, wäre aber mit Sicherheit für jeden Modeliebahber eine interessante Erfahrung. Die Neugierde oder den Wissensdurst besonders modeaffiner Mitmenschen befriedigt nun die Filmreihe “THE DAY BEFORE…” von Loic Pirigent. Der Regisseur hat vier Modedesigner bei den letzten Vorbereitungen zu ihrer Modenschau mit der Kamera begeleitet. Enstanden ist eine absolut sehenswerte Dokumentation von jeweils vier Filmen a 50 Minuten, die ab morgen  online auf dem Sundance Channel nacheinander ausgestrahlt werden. Den Anfang am 09.September um 16:00 Uhr deutscher Zeit macht Sonia Rykiel.

09.September: SONIA RYKIEL
10.September: PROENZA SCHOULER
11.September: FENDI
12.September: JEAN PAUL GAULTIER

Um euch vorab einen Geschmack auf die exzellent aufbereitete und fundierte Dokureihe zu geben, zeigen wir euch vorab  einen Ausschnitt aus der Folge mit Jean Paul Gaultier.

“THE DAY BEFORE JEAN PAUL GAULTIER”


GAULTIER LAUNCHT “JUNIOR” FÜR JUNIOREN

Posted: August 4th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Junior Gaultier

Junior Gaultier

Designermode für Kinder ist zwar “scheißdekadent” aber im Vergleich mit dem übrigen Angebot an infantilen Textilen zumeist die schönere Alternative.

So auch im Falle von  “JUNIOR”!  So nannte Modeschöpfer Jean Paul Gaultier in den 1980er Jahren einmal seine Zweitlinie, die in den 90ern in “JPG” umgetauft wurde. Nun ist “Junior” zurück und richtet sich dabei nicht an Mittzwanziger sondern an den modischen Nachwuchs  im Alter von 2 – 16 Jahren. Jeans  mit Bambi- Flicken auf den Knien sucht man hier vergebens. Die Styles tragen die unverkennbare Handschrift des Modemaestros.  Marine Looks, Schottenkaro, Doppelreiher? Bien sur!


DR. MARTENS MAKEOVER BY JEAN PAUL GAULTIER

Posted: August 3rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , | 1 Comment »

Dr. Marten by Gaultier / credit: Airwair International

Dr. Martens by Gaultier / credit: Airwair International

Modedesigner entwerfen Handys, Cola Flaschen, statten Hotels und Fahrzeuge aus und lancieren limitierte Sonderkollektionen in Zusammenarbeit mit Spezialbetrieben als auch großen Textilketten. Labelkooperationen bringen frischen Wind in unserer Kleiderschränke und in das Warensortiment des Einzelhandels.

Der Kooperationspartner profitiert von der Aufwertung seiner Produkte  durch das Oberflächentuning renommierter  Modemacher, während selbigen dadurch ordentlich Geld in deren Kassen gespült wird. Besonders die Hersteller von Massenartikeln suchen immer öfter den Kontakt zum Luxussegment um ihr eigenes Image aufzupolieren. Nach Kollaborationen mit Raf Simons und Modelabel Fake London, verkündete der Schuhhersteller Dr. Martens vor kurzem seinen jüngsten Coup: die Interpretation seines Stiefelklassikers durch Modeschöpfer Jean Paul Gaultier. Ein erstes offizielles Pressefoto offenbart rautenförmige cut-outs und zeugt davon, dass die Gaultier´s Version zunächst in den Farbstellungen schwarz und weiß angeboten wird.

Das der, von dem Deutschen Dr. Klaus Maertens,  bereits im Jahr 1945 als Prototyp gefertigte Arbeitsschuh, ab 1952 von München aus in Serie ging, wissen heute nur noch Wenige. Doch erst die Firma Griggs&Co, die in den 1960er Jahren die Lizenz zur Herstellung der Gummisohlen erwarb, verpasste dem Stiefel sein unverwecheselbares Design: 8 Loch Schnürung, gewölbte Kappe und die charkateristischen gelben Nähfaden, die bis dato Erkennungsmerkaml und Markenzeichen von Dr. Martens sind.

Der Stiefel galt seit seiner Einführung als Schuhwerk der Arbeiterklasse und wurde daher von Skinheads wie von Punks gleichermaßen geschätzt. Noch heute gelten die robusten Treter als Ausdruck einer sich gegen alles Etablierte auflehnenden Jugendkultur. Obwohl die Dr.Martens Produktpalette mittlerweile eine Reihe von alltagstauglichen und zeitgemäßen Modellen in vielen Farben bietet, verleugnet das Design sein Erbe nicht. Gummisohle und gelbe Naht sind geblieben. Doch mit den Designereditionen hat der Schuh beste Chancen nun doch noch gesellschaftsfähig zu werden.


JEAN PAUL GAULTIER – THAT´S WHY WE WILL ALWAYS LOVE YOU!

Posted: Juli 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Jean Paul Gaultier gehört zu den wenigen Designern, denen es gelingt auch nach 30 Jahren im Business selbst abgeklärteste Modeprofis noch zu begeistern. Zur Vermarktung seines von Agyness Deyn beworbenen Parfums “Ma Dame” hat der Couturier in Zusammenarbeit mir dem französischen DJ Martin Solveig und Dragonette Sängerin Martina Sorbara ein Musikvideo in herrlicher old-school Manier inszeniert.

Einen Hinweis auf das Parfum findet man in dem Clip zwar nicht, dafür gibt es interessante Einblicke in die Pariser Firmenzentrale des Modeschöpfers, in der das charmante Video gedreht wurde. Wie so oft bei Parfumwerbung der Fall, hat auch dieser Clip den gewissen fashion-appeal, den offenbar nur Modedesigner erzeugen können. Auch Monsieur Gaultier selbst, blickt mit spitzbübischen Grinsen, für ein paar Sekunden, in die Kamera. Der Song mit dem gute-Laune-feeling und dem plakativen Titel “Boys & Girls” hat Drive und Allure. HYPE zeigt das Video in voller Länge:

Gaultier “Boys & Girls” – The Video

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Eine neues Buch und die Frage: WO IST MARTIN MARGIELA?

Posted: Juni 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »
margiela-01

Photo: HYPE magazine

Über Mode Avantgardist Martin Margiela kursieren derzeit viele Gerüchte. Das jünsgte unter Ihnen lautet von der kompletten Abwesenheit des Designers im Pariser Hauptquartier des Unternehmes. Schon vor der Präsentation  der Maison Martin Margiela Kollektion  im März dieses Jahres verkündete das Haus, Martin Margiela selbst sei nicht länger mehr in der Position als Headdesigner tätig sondern habe stattdessen die Funktion eines zeitweisen Kreativberaters eingenommen.

Giovanni Pungetti, Geschäftsführer des Maisons,  äußerte sich hierzu   kryptisch mit den Worten:Ö “Da sind Leute, die sind seit 20 Jahren dabei, die sind mehr Margiela als er selbst.” Doch das Margiela ganz ans Aufhören denke dementierte er erntschieden: “Martin ist unsere Seele, unser Geist, er ist die Maison. Aber er vertraut seinem Team, er ist heute ein wenig weiter weg vom täglichen Geschäft.”

Nachdem nun  die Schauen für die Saison 2010 immer näher Rücken, verstärken sich die Gerüchte, das Martin Margiela die Firma, die seinen Namen trägt, bereits verlassen habe. Ein Mitglied des Margiela Design-Teams erzählte dem  amerikanischen Modeinformationsdienst JC Report, dass Monsieur seit letzter Saison (März 2009) nicht mehr im Atelier zugegen war. Eine Bloggerin behauptet ihn auf Ibiza gesichtet zu haben. Fraglich nur wie sie ihn erkannt haben will, wo doch seit Jahren nicht ein einziges Foto von ihm öffentlich kursiert.

Grund für Margielas schrittweisen Rückzug ist die unterschiedliche Auffasung bezüglich der Vertriebs- und Marketingstrategie seines Labels durch den Firmeneigner Diesel.  Der Denim Gigant hatte das  intelektuelle Modeatelier in der Rue Saint Maur im Juli 2002 komplett übernommen.  Es bleibt abzuwarten ob der 52-jährige Modevirtuose Martin Margiela jemals sein Schweigen brechen und die Öffentlichkeit  in Form eines exklusiven Interviews, mit einem ausgwählten Medium, über die Umstände seines Rückzuges informieren wird.

Bis dahin können alle Margiela Fans, in dem im Oktober erscheinenden Bildband “MAISON MARTIN MARGIELA” schwelgen und  anhand der teils bisher unveröffentlichteten Fotos  ihr Bild des belgischen Modemachers verfeinern. Das  Buch ist die erste eigenständige Publikation über das Werk Margielas überhaupt und dokumentiert auf 352 Seiten, Ausstellungen, Ladeneinrichtungen, spezielle Projekte sowie Editorials des Maisons und gewährt darüber hinaus auch einen Einblick in die heiligen  Atelierräume, des 1988 gegründeten  Labels.

Jean Paul Gaultier, dessen Assisentent Margiela von 1985 – 1987 gewesen ist, wie auch die französische Vogue Chefin Carine Roitfeld, verdichten mit ihren Essays über den progressiven Créateur das lückenhafte Bild von der Person hinter dem invisiblen und restriktiven Vermarktungskonzept.

Natürlich kommt dieser opulente Bildband nicht einfach so daher, sondern präsentiert sich in Margiela Manier entsprechend aufwendig mit Silberdruck auf verschieden Papiertexturen in einem bestickten Umschlag aus weisser Baumwolle. Mode ist konstant in Bewegung, der Wechsel ist programmatisch. Im Falle Margielas wünschte man sich jedoch, der Designer möge entgegen aller Gerüchte , der Modewelt erhalten bleiben. In diesem Sinne: Martin, wo immer Sie sind,  kommen Sie bald wieder!

MAISON MARTIN MARGIELA
by Maison Martin Margiela
Verlag: Rizzoli New York
Release: Oktober 2009
Preis: $ 100

www.maisonmartinmargiela.com