Posted: März 1st, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Alexander Liberman, Irving Penn, London, National Portrait Gallery | No Comments »

The Duchess of Windsor, New York, 1948, National Portrait Gallery, London © The Irving Penn Foundation
Sein Lebenslauf liest sich wie der eines aufstrebenden Kreativen im Hier und Jetzt. Studium, Praktikum, freiberufliche Tätigkeiten, Assistenz, Selbständigkeit.
Der Unterschied; Irving Penn war bereits fester Bestandteil der Modeelite, als deren Erzeugnisse noch nicht Allgemeingut der Massen und “jobs-in-fashion” noch sehr überschaubar waren.
Als Hausfotograf der amerikanischen Vogue schoss Penn über 150 Titelseiten für das Magazin. Sein erstes mit gerade mal 26 Jahren, sein letztes mit 86 Jahren. Somit prägte er entschieden das Image des heute prestigeträchtigsten und vielleicht auch einflussreichsten Modemagazins der USA. Sein letztes Titelblatt für die US-Vogue im Mai 2004 zeigt Schauspielerin Nicole Kidman in schwarzer Abendrobe, von hinten.
Irving Penn’s Platz in der Geschichte der Fotografie verdankt sich seinem ausgeprägten Sinn für high-fashion, seinem Ehrgeiz und dem Glück der richtigen Begegnungen. Nach dem Designstudium an der Kunsthochschule in Philadelphia, absolviert Penn zwei Praktika bei Harper’s Bazaar, berät das Modekuafhaus Saks Fifth Avenue bei der Gestaltung seiner Werbeanzeigen und avanciert schließlich zum Assistenten von Vogue’s Art Director Alexander Liberman. Penn zählt zu den bedeutendsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Klassische Eleganz gepaart mit coolem Minimalismus, streng komponiert, beinahe starr, nie sind seine Models in Bewegung, kennzeichnen seine Handschrift. Berühmt für seine Stillleben und Portraits, sind letztere nun in der Ausstellung Irving Penn Portraits in der National Portrait Gallery in London zu sehen.
Gezeigt werden über 120 Portraits berühmter Persönlichkeiten wie Christian Dior, Grace Kelly und Pablo Picasso.
“Irving Penn Portraits” läuft noch bis zum 6. Juni 2010
National Portrait Gallery, London
Posted: Februar 11th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexander McQueen, Central Saint Martins, Isabella Blow, London | No Comments »

Alexander McQueen
Modedesigner Alexander McQueen ist tot. Der 40-jährige Brite hat sich in seiner Wohnung im Londoner Stadtteil Mayfair selbst das Leben genommen. Über die Hintergründe der Tat kann nur spekuliert werden. Großbritanniens Zeitungen vermuten einen nie überwundenen Schmerz über den Tod seiner Entdeckerin, Muse und engen Freundin Isabella Blow im Mai 2007.
Die exzentrische Stilikone und ehemalige Modechefin des TATLER gehörte zu McQueens engagiertesten Förderinnen. Erst am Dienstag vergangener Woche starb zudem die Mutter des Modemachers. Die tatsächlichen Beweggründe für den Freitod McQueens werden jedoch zwangsläufig das Geheimnis des Ausnahmetalents bleiben. Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es im Volksmund, wer sie verliert, der steht bereits am Abgrund. Der Selbstmord als abschließender Akt einer langen Vorgeschichte aus Selbstzweifeln, unerfüllten Bedürfnissen, Ängsten und Einsamkeit.
Was ging in Alexander McQueen vor? Der Sohn eins Taxisfahrers aus dem Londoner East End hat sich aus der Arbeiterklasse in den Modeolymp empor gearbeitet, in einer Branche die Emporkömmlinge nicht sonderlich schätzt und in der Beziehungen häufig mehr wiegen als Begabung. Fashion Family? Offenbar nicht “Familie” genug um Alexander McQueen den emotionalen Halt zu geben, den er gebraucht hätte. Objektiv betrachtet hatte McQueen alles wovon junge Modedesigner träumen: eine internationale Kariere, Anerkennung und eine Gefolgschaft aus Celebrities, die sich um seine Kleider rissen. Doch offenbar war dies kein adäquater Ersatz für McQueens immaterielle Bedürfnisse.
Viermal wurde der einstige Central Saint Martins Absolvent zum “British Designer of the Year” gekürt. Direkt nach seinem Abschluss an der Londoner Kaderschmiede gründete Alexander McQueen 1994 sein eigenes Label. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 1996 folgte er auf John Galliano als Headdesigner bei Givenchy und verkaufe wenige Jahre später 51 Prozent seiner Firmenanteile an die Gucci Gruppe, was ihm ermöglichte sein Unternehmen fortan stärker global auszurichten. Wermutstropfen: Isabella Blow soll sehr enttäuscht darüber gewesen sein, dass der Designer sie bei den Neuerungen in Folge des Gucci Deals nicht wirklich mit einbezog. Während andere Verträge erhielten, gab es für sie, seine Entdeckerin, nur ein Kleid. So zumindest die Legende. Zum Zeitpunkt Blows Todes soll zwischen den Beiden aufgrund dieser Geschichte Funkstille geherrscht haben. Dass es hier nie zu einer Aussprache mehr kam, habe Alexander McQueen sich selbst nie verzeihen können.

Aleaxander Mc Queen mit Mutter Joyce
“These people just don´t know what they are talking about. They dont know me. They don´t know my relationship with Isabella. What I had with Isabella was completely disassociated from fashion, beyond fashion.”
Rest in peace, Mr. McQueen!
Update: Alexander McQueen´s Fashion Show, die heute in New York hätte stattfinden sollen, wurde gecancelt. Fraglich, welche Auswirkungen seinen Tod auf den weiteren Verlauf der New York FashionWeek haben wird. Folgt die Branche dem Motto “The show must go on” oder wird sie in Gedenken an McQueen eine “Selbstdarstellungs”-Pause einlegen?
Posted: Januar 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Central Saint Martins, Herzogenaurach, Hussein Chalayan, London, Puma | No Comments »

Hussein Chalayan Ad Campaign Winter 2009
Konzept-Designer Hussein Chalayan hat die Mehrheit der im Februar 2008 verkauften Anteile seines in London beheimateten Unternehmens an die PUMA AG zurückgekauft.
Inwiefern die neu erworben Unabhängigkeit vom starken Partner aus Herzogenaurach, der seinerseits wiederum zum Luxuskonzern PPR gehört, sich zugunsten seiner namenseigenen Linie auswirkt, bleibt abzuwarten. Tatsächlich ist es in den vergangenen Monaten etwas still gewesen um den Stardesigner, und das trotz zweier fabelhafter Kollektionen im Jahre 2009, deren Kleider eine bravouröse Ausgewogenheit zwischen Innovation und Tragbarkeit kennzeichneten.
Die Übernahme des Merheitsanteils der Marke Hussein Chalyan durch PUMA im vergangenen Jahr sollte dem Avantgardisten eigentlich beim weltweiten Ausbau seines Labels behilflich sein, doch bei der Masse ist das Label noch lange nicht angekommen. Hussein wer? Kunst und Modestudentinnen lieben ihn, doch außerhalb der Branche ist der gebürtige Zypriot und Central Saint Martins Absolvent gänzlich unbekannt.
Seine Entwürfe zur diesjährigen Sommersaison wirken gezwungen, als hätten die Betriebswirte des Sportartikelherstellers mit strenger Miene und einem Blick der Verkäuflichkeit fordert während des Entwurfsprozess über Chalayans Zeichenpult gewacht. Fakt ist, Hussein Chalayan muss Geld verdienen um sich selbst und sein eigenes Label zu unterhalten und somit bleibt er auch in Zukunft der PUMA AG in der Funktion als Kreativdirektor der Sport-Fashion Kollektionen verbunden.
Doch die Kooperation zwischen dem Freigeist und dem gewinnorientierten Global Player der Funktionsbekleidung wirkt milde gesagt, sehr bemüht! Herzblut und Authentizität muten anders an, als das was da unter dem Etikett “designed by Hussein Chalayan” bei Puma auf der Ladenstange hängt. Der permanente Widerstreit zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellem Zugeständnis wird dabei sowohl bei der Erstellung seiner eigenen Kollektion wie auch der Gestaltung für Puma die größte Herausforderung im Schaffen des zweifellos genialen Modemachers bleiben.
Posted: Oktober 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Berlin Fashion Week, Central Saint Martins, London, Marcel Ostertag, Modedesigner | 1 Comment »

Marcel Ostertag
Es ist der einzige Modeladen in der von schönen Altbauten gesäumten Westermühlstraße in München. Am Gebäude mit der Hausnummer Drei, prangt seit Mittwoch der Schriftzug des Modedesigners Marcel Ostertag.
Der Grund für den Umzug vom angesagten Gärtnerplatz in das hippe Glockenbachviertel, dem Quartier der Gays und besserverdienenden Jungfamilien, ist unspektakulär: Der Modemacher sehnte sich einfach nach einer “cooleren” Location. War die alte Boutique mit angrenzendem Atelier eher ein wenig dunkel und an einer Straßenbahntrasse gelegen, so präsentiert sich der neue Store dank großer Fensterflächen und hohen Decken, hell und freundlich.
Das Interior ist karg; zinkweiss getünchte Wände, ein paar Kleiderstangen links und rechts, eine zur Ladentheke umfunktionierte und mit Mosaiksteinen besetzte Kommode in der Mitte des Raumes, eine Vitrine, ein paar Sessel, zwei Büsten. Das war´s. Ob nun finanzieller Pragmatismus, wie manch einer der Gäste bei der Eröffnungsfeier am Mittwochabend munkelte, oder durchdachtes Konzept, im Mittelpunkt des neuen Ladenlokals steht ganz klar die Kollektion des Modemachers.
Und die gefällt! Seine für den kommenden Winter entworfenen Lederjacken mit Flechtprägung, die aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten, grafischen Satinkleider, die Jersey-Leggings mit Lederbesätzen, und diese wunderbar extravaganten Teile aus unzähligen breiten Schlaufen verkörpern allesamt Urbanität und den Charakter von “high fashion at it´s best - Made in Germany”. Von südbayerischer Alpenromantik, Ostertag stammt gebürtig aus Berchtesgaden, keine Spur.
An diesem Abend liegt ein gewisser Stolz im Blick von Marcel Ostertag. Er ist sich seiner Fähigkeiten und Begabung bewusst und strahlt diese Überlegenheit aus, wie all die Menschen die entgegen “gutgemeinter” Ratschläge stets ihrer Vision folgen und damit Erfolg haben. Wer nicht weiß, wie viel Arbeit hinter all der Inszenierung, dem Aufbau einer Marke steckt, der neigt schnell dazu eine derartige Außenwirkung fälschlicherweise als Arroganz zu verurteilen. Marcel Ostertag ist absolut “selfmade”, und lässt sich von Anderen nicht beirren. Warum auch? Seine Rechnung scheint aufzugehen. Die Zusammenkunft der Fashionpeople anlässlich seines Store Openings, darunter Fotografen, Redakteure, Stylisten und Top-Model Kandidatin Caroline Ruppert, bestätigt, dass der Dreißigjährige längst zu einer festen Größe in der Branche geworden ist. Zu etabliert um noch als Geheimtipp zu gelten, aber noch immer weit entfernt vom Mainstream.
Ob er schon als kleiner Junge, von der glamourösen Modewelt geträumt hat? Eigentlich wollte er ja mal Balletttänzer werden, doch aufgrund einer Knieverletzung im Alter von 17 Jahren wurde daraus nichts. So ging er eben einen anderen Weg.
Der Modedesigner hat nach seinem Abschluss am renommierten Central Saint Martins College eine Blitzkariere hingelegt. Nach vielen Jahren in London kehrt er 2006 mit einem Master´s Degree in der Tasche zurück nach Deutschland und gründet noch im selben Jahr sein eigenes Unternehmen. Mit einem Kredit finanziert er seine erste Kollektion. Von München aus erobert er mit seinem “cool city chic” für selbstbewusste Großstadtamazonen die deutsche Modeszene.
Die Teilnahme an diversen Wettbewerben sichert ihm die Aufmerksamkeit der Presse. Moët et Chandon Fashion Debut, Bunte New Faces Award, Karstadt New Generation Award, Furla Accessories Award und viermal Berlin Fashion Week in Folge, sorgen dafür, dass Niemand, der das Geschehen der Modeszene aufmerksam verfolgt, an dem Namen Marcel Ostertag vorbeikommt.
Während das Glockenbachviertel also stolz auf seinen illustren Neuzugang sein kann, darf sich der Rest der Welt auf alles freuen, was von dem Wahlmünchner noch kommen mag.
Marcel Ostertag, Westermühlstraße 3, 80469 München www.marcelostertag.com

Marcel Ostertag Store-Opening / photo: hype-magazine
Posted: Oktober 19th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Cole & Son, London, Tapete, Vivienne Westwood, Wallpaper. Laura Ashley | No Comments »

photo: Cole & Son, London
Wer hätte einmal gedacht das der Rebel Chic von Großbritanniens Fashion Punk Vivienne Westwood einmal Einzug in bürgerliche Wohnzimmer finden würde? Für den in London ansässigen traditionellen Tapetenhersteller Cole & Son entwarf die unlängst etablierte Modelady nun 12 verschiedene Tapeten-Dessins, die in unterschiedlichen Farbstellungen erhältlich sind. Die angebotenen Muster basieren allesamt auf Drucken vergangener Modekollektionen der Designerin. Damit bietet die 68-jährige Exzentrikern eine stylishe Alternative zum deutschen Raufaser-Wandkleid und beweist, das britisches Interior-Design mehr zu bieten hat als Landhaus Romantik à la Laura Ashley. Zwar kann die Modemacherin dann noch nicht darauf verzichten die typisch englischen Blumenmotive anzubieten, doch der coole Union Jack sowie der genial schwülstige Tartan-Stoff als Fotoprint, lassen uns darüber hinweg sehen.
Die Rolle kostet £ 55.00 (ca. € 60.00) und ist in Deutschland über Karl Leuthenmayr in München zu beziehen. Tel. 089.220 454 / Cole & Son

photo: Cole & Son
Posted: September 23rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexa Chung, Anna Wintour, Fashion Week, London, Pixie Geldof, Sienna Miller, Twenty8Twelve | No Comments »
Eine Begegnung der dritten Art hatte Anna Wintour vergangene Tage während der London Fashion Week bei der Show von Twenty8Twelve, dem Label von Savannah und Sienna Miller. Dort saß sie, eingekeilt zwischen Londons Nachwuchssociety, MTV Moderatorin Alexa Chung und IT-Girl Pixie Geldof von Beruf Tochter und Konsumentin.

Anna Wintour-nicht gerade erfreut über ihre Sitznachbarn!
Die Nähe zu den beiden Gören, die vor der Show Grimassen schnitten, herumalberten und sich just -for-fun immer wieder in die Armen fielen, war der statusbewussten Editrix, sichtbar unangenehm. 15 Minuten lang musste sie das Gekicher und Gegacker der Beiden erdulden. Alexa und Pixie verstießen gegen jegliche front-row Etikette, die lautet: Haltung bitte! Zur Schau gestellte Emotionen, die sich in entgleisenden Gesichtszügen äußern, haben in der “row-of-cool”, der ersten Reihe, nichts verloren. Obwohl selbst gebürtige Britin, wollte Anna Wintour den Humor der Girlies offenbar nicht teilen. Körpersprache und Blick der Vogue Chefredakteurin sprechen Bände. Mit abgewandtem Körper (man beachte die Beinstellung) und einem seitlich geneigten Kopf, signalisierte sie Distanz von dem postpubertären Geschehen neben ihr, und wäre vermutlich am liebste geflüchtet.
Nach 40 Jahren im Business , davon 21 Jahre als Chefin der amerikanischen Vogue, lieferte Anna Wintour die Vorlage für den erfolgreichsten Film des Jahres 2006, “Der Teufel trägt Prada”, ist der Star, in der Dokumentation “The September Issue”, und war vor wenigen Wochen als erste Moderedakteurin zu Gast in der David Letterman Show. Die Platzierung der modeikone neben den Teenie-Idolen, war demanch von den Miller Schwestern denkbar schlecht gewählt.
Ein Mädchen, deren Leistung sich bislang darauf beschränkt einen prominenten Namen durch die Welt zu tragen, Daddy´s Kreditkarte uneingeschränkt zu strapazieren und die Designerklamotten mit Top Shop Teilen so zu mixen, dass eigentlich nichts zusammen passt und hauptsachlich schräg aussieht, (die Eine) und eine Moderatorin, über die niemand sprechen würde, gäbe es nicht das Internet und bloggende Schulmädchen, die aufgeregt jede graue Leggings an der klapperdürren Chang debattieren (die Andere), werden Anna Wintour einfach nicht gerecht.
Mode ist für die disziplinierte Heftmacherin, kein Mittel zum Zweck um damit die Schlagezeilen der Yellow Press zu füllen, sondern eine unerschöpfliche Lebensphilosophie, mit der sie 2 Millionen Dollar im Jahr verdient. Wer da neben ihr, vor, während oder nach einer Show herumalbert, demonstriert möglicherweise mangelenden Respekt für ihre Arbeit.
Andererseits ist es sehr erfrischend zu sehen, dass ein junge Generation, sich nicht von der dominanten Außenwirkung einzelner Machtinhaber einschüchtern lässt, denn Niemand ist so wichtig, dass man sich durch ihn das Lachen verbieten lassen sollte.
Warum Anna Wintour nach zweijähriger Abstinenz von der London Fashion Week mit ihrer Präsenz ausgerechnet ein, in kreativer wie auch kommerzieller Hinsicht, eher unbedeutendes Label adelt, ist eine ganz andere Frage? Ihr hätte klar sein müssen, dass die bodenständigen Entwürfe von Twenty8Twelve kein A-Class Celebrity Magnet sind.
Zu den sehenswerten Bildern in der Daily Mail
Posted: September 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexander McQueen, Cathy Horyn, fashion, London, New York Times | No Comments »

at his studio!
In einem, in der New York Times erschienenen, wunderbar intimen Artikel über Modegenie Alexander Mc Queen berichtet die renommierte Stilkritikerin Cathy Horyn, neben vielen anderen interessanten Fakten, dass der Brite aktuell eine Romanze mit einem Pornodarsteller aufrecht erhält, den er erst kürzlich über das Internet kennengelernt habe.
Dass Beziehungen zwischen Männern aus dem Sexgewerbe und hochbegabten Kreativen mit intellektuellem Anspruch quasi von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind, bewies schon das deprimierende auf-und-ab von Marc Jacobs, der zunächst einen Stricher, später einen tumben Porno-Akteur hinterherhechelte, bevor er in dem souveränen Werbemanager Lorenzo Martone seine große Liebe fand. Mehr Informationen zum aktuellen Beziehungsstatus des offen schwul lebenden Modemachers McQueen erhält der Leser jedoch nicht. Vielmehr beschreibt Cathy Horyn in einfühlsamen und absolut lesenswerten Zeilen die Entwicklung McQueens vom unsicheren Moderebel der Londoner Modeszene zu einem der größten und einflussreichsten Designer unserer Zeit. So steht McQueen heute an der Spitze eines professionellen und weltweit agierenden Modeunternehmens, dass seinen Namen trägt.
Zum Artikel
Posted: August 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Fashion Week, JC/DC, Jean Charles de Castelbajac, London, Models | No Comments »

Monsieur Castelbajac mag es bunt! photo: Adeline Mai
Lust auf London Fashion Week? Nach Angaben der britischen Lifestyle Gazette Dazed and Confused sucht Modedesigner Jean Charles de Castelbajac noch Model für die Modenschau seiner neuen Zweitlinie JC/DC, die er im Rahmen der London Fashion Week am Freitag, den 18.09 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird.
Gesucht werden coole Jungs und Mädels zwischen 16 und 25 Jahren. Es gelten natürlich die klassischen Modelmaße. Wer mitmachen möchte, sollte bis spätestens 7. September ein Portrait- so wie ein Ganzkörperfoto von sich per E-mail an unten stehende Adresse senden, und ab diesem Zeitpunkt vor Ort in London sein, um ggf. zum Live Casting beim Modearistokraten aufwarten zu können. In selbiger Woche findet auch das Fitting mit den Außerwählten statt.
rsvpcasting@jc-de-castelbajac.com
Viel Erfolg!
Website von Jean Charles de Castelbajac
Posted: August 20th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Christopher Kane, Donatella Versace, London, Milan, Versace, Versus | No Comments »

Donatella Versace
Modewunderkind Christopher Kane, interviewte seine Teilzeit-Chefin Donatella Versace für die renommierte Londoner Tageszeitung Times.
Kane, dessen Abschlusskollektion am Central St. Martins College von Donatella Versace gesponsert wurde, arbeitete nach seinem Studium zunächst als Designer für die Couture Linie des Hauses, wie auch als Kreativberater für die Accessoires der Damen Prêt à Porter. Nun entwarf der Schotte, für die zur Herbst/Winter Saison 2009 wiederbelebte Modelinie Versus, die passenden Accessoires. Donatella, die Schwester des 1997 ermordeten Firmengründers Gianni Versace, ist seit dessen Tod als Kreativdirektorin des Luxusimperiums für den gesamten Markenauftritt des Unternehmens verantwortlich. Das Interview mit der toughen Modelady, nachzulesen auf Times Online.
Posted: Juli 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Amanda Lepore, Diane Pernet, Gadofka, London, Not Just A Label | No Comments »

Weiß was stylish ist, Amanda Lepore!
“Not Just a Label”, einer der besten Online-Shops für junges Modedesign und Avantgarde fashion, verfolgt ein einzigartiges Geschäftskonzept. Auf ihrer Seite bieten die in London ansässigen Betreiber vielversprechenden Designtalenten, die Möglichkeit ihrer Entwürfe über das Internet zu verkaufen und somit das eigene Label bei einem breiten Publikum bekannt zu machen.
Die Idee, eine Plattform für Nachwuchsdesigner zu schaffen, die ihre Entwürfe über das Netz vertreiben ist nicht neu. Derlei Versuche hat es auch in Deutschland schon gegeben. Doch die dort feilgebotenen Kreationen bewegten sich auf Hausfrauen-Niveau, haftete ihnen doch stets der Charakter des Selbstgebastelten an. Das Jemand Pailletten auf einen Jute-Beutel sticken kann, macht ihn noch lange nicht zum Designer. Nicht so bei Not Just A Label: deren Mitglieder sind mehrheitlich Absolventen der renommiertesten europäischen Modeschulen. Kollektionsteile von Central Saint Martins Abgängern finden sich hier ebenso wie Arbeiten von ehemaligen Studenten des Studio Bercot in Paris, der Hochschule für angewandte Künste in Wien oder Parsons New York! Bevor Firmengründer Stefan Siegel 2007 in das Geschäft mit der Designerklamotte einstieg, absolvierte er ein Wirtschaftsstudium und arbeitete mehrere Jahre im Bankenwesen. Der gebürtige Österreicher verfügt über ein überdurchschnittlich gutes Gespür für den Zeitgeist und ein geschultes Auge hinsichtlich Ästhetik und Designqualität, was angesichts seiner beruflichen Laufbahn, die mehr durch Zahlen als durch Emotionen geprägt ist, zunächst überrascht.
Beim Stöbern in der Designerdatenbank, fiel mir das Label GADOFKA der in London lebenden Designerin Achamyelsh Biftu Bojia auf, deren Biografie zum einen recht eigensinnig anmutet und deren elaborierte Kreationen, kreative Vision und handwerkliches Geschick gekonnt miteinander verbinden. Der Designerin gelingt die Balance zwischen Tragbarkeit und Innovation. GADOFKA´s MELON Leggings, welche man aktuell auf Not Just A Label Kaufen kann, kostet zwar stolze 514,00 Euro, diese könnten sich aber durchaus als ein Investment in das frühe Werk eines zukünftigen Stars der Branche erweisen.

- Melon Dress & Leggings by GADOFKA - photo: Not Just A Label
Ein weiteres feature, was Not Just A Label zum Kompetenzzentrum für “upcoming designers” macht ist die Kooperation mit stilsicheren Meinungsführern aus der Modeszene. So werden prominente Namen der Branche gebeten, für etwa einen Monat Teile aus dem Shop nach derem subjektiven Geschmack zusammenzustellen. Dass Diane Pernet, dabei eine andere Auswahl trifft als ihre Nachfolgerin Amanda Lepore, die ab dem 6. August in die Rolle der Shop-Kuratorin schlüpft, macht die Sache spannend. Die Muse von David LaChapelle verspricht, all das zusammen zu tragen ,was sie selbst verkörpert. Wer also schon immer mal aussehen wollte, wie frisch dem New Yorker East Village entsprungen, der sollte ab dem 06. August regelmäßig ein Auge auf die von Amanda Lepore empfohlenen Looks werfen.
Der link zur Kultseite: Not Just A Label
Posted: Juli 16th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Couture, Daniel Fendler, Deutsche Meisterschule für Mode, London, München, Society, Vivienne Westwood | No Comments »

Daniel Fendler / photo: HYPE magazine
Modeschöpfer Daniel Fendler empfängt Gäste in seinem durchgestylten Atelier eines opulenten Altbaus an Münchens feiner Maximilianstraße, stets mit einem offenherzigen Lächeln. Mit gerade mal 28 Jahren gilt der gebürtige Bayer aufgrund seiner edlen Couture Roben bereits als Lieblingsschneider der Münchner Schickeria.
Zu seiner Klientel zählen Filmschauspielerinnen, Industriellengattinnen und Polit-Ladies. Dieser Erfolg basiert auf Können, wie auch auf der unprätentiösen Art des Modemachers. Attitüde ist ihm fremd, bei ihm steht die Kundin im Vordergrund, und nicht das eigene Ego. Die Frage, ob Couture überhaupt noch zeitgemäß ist, stellt sich Daniel Fendler erst gar nicht. Er macht einfach was er am besten kann: elegante Abendroben. Die Kreationen haben ihren Preis, doch seine anspruchsvolle Kundschaft weiß die textilen Unikate in handwerklicher Perfektion zu schätzen. Jede Naht ist so sauber verarbeitet, das man seine Kleider theoretisch auch auf Links tragen könnte, ohne dass dies Jemand bemerken würde.
Dass er Modeschöpfer wurde verdankt er der völlig unglamourösen Tatsache, sich nach seiner Schulzeit mangels Möglichkeiten bei nur zwei Ausbildungsstätten beworben zu haben, von denen die Trachtenschneiderei , ihm, als Erste ihre Zusage gab. Es folgte ein Studium an der deutschen Meisterschule für Mode in München und ein einjährige Assistenz bei Vivienne Westwood in London.
Zurück in München eröffnete der Jungdesigner mit nur 21 Jahren sein eigenes Ladenlokal in der Münchner Altstadt und wartete dort vergeblich auf Kundschaft. Die ihm zur Verfügung stehenden Gelder waren schnell aufgebraucht. Heute weiß er, dass er sich mit der Selbständigkeit noch ein bisschen mehr Zeit hätte lassen sollen. Doch derartige Erfahrungen machen den Lebenslauf erst interessant und so reifte Daniel Fendler mit seinen Aufgaben.
Heute entwirft er neben edlen Couture-Kleidern auch Designer Dirndl, die zur Wiesn Saison, reißenden Absatz finden.
Diese sind erhältlich bei Ludwig Beck und ab August auch im temporären “Wiesn Store” im alten Hof 5 in München.
HYPE Chefredakteur Sven Barthel traf Daniel Fendler zu einem persönlichen Gespräch über Mode, Promis und den Vorteil des eigenen Labels.
HYPE: Die Modeszene schwärmt von Berlin, doch Du bleibst in München, warum?
DF: Mein Stil ist klassisch, teils sogar konservativ, das passt meines Erachtens nicht so ganz zur Hauptstadt. Zudem sind meine treuesten Kunden in München beheimatet.
HYPE: Was bedeutet Dir München persönlich?
DF: München ist eine superschöne Stadt. Ich weiß, dass es nicht mehr die Modestadt ist, die sie einmal war, dabei gibt es schon “fashion” in München zu entdecken, man muss nur wissen wo! Klar, München ist nicht London und auch nicht Paris, aber das ist Berlin, modisch gesehen, ja auch nicht! Außerdem, wenn man hier geboren wurde, dann gefällt es einem hier sowieso!
HYPE: Daniel, Du entwirfst Couture und aufwendige Designer-Dirndl, hat die gegenwärtige Rezession eigentlich irgendwelche Auswirkungen auf dein Geschäft?
DF: Bis jetzt Gott sei Dank nicht. Das liegt vermutlich daran, dass die Rezession in München bislang noch nicht wirklich angekommen ist und bis es soweit ist, hoffe ich, dass sich die Krise von selbst wieder erledigt hat.
HYPE: Wie muß man sich die typische Fendler Kundin vorstellen?
DF: Sagen wir mal so, meine Kundinnen sind im Schnitt mindestens 35 Jahre alt, und legen viel Wert auf eine individuelle Note!
HYPE: Muss man reich sein um sich Fendler leisten zu können?
DF: Nicht unbedingt! Man muss halt bereit sein etwas ausgeben zu wollen. Wer aber einen Sinn für Qualität und liebevolle Details hat, ist vielleicht auch bereit für ein Kleid zu sparen.
HYPE: Jetzt mal Butter bei die Fische, was kostet ein Abendekleid von Dir?
DF: Bei der Couture geht’s ab 2000 Euro los, Dirndl sind ab 600 € zu haben.
HYPE: Wieviele Arbeitsstunden braucht es um ein Couture-Kleid zu fertigen?
DF: Ich Durchschnitt zwischen 30 und 55 Arbeitsstunden, wenn alles rund läuft. Für die Herstellung eines maßgefertigten Couture Kleides, sollten Kundinnen von der ersten Anprobe bis zur finalen Fertigstellung mit bis zu drei Wochen rechnen.
HYPE: Siehst Du sich selbst eher als Handwerker oder als Designer?
DF: Eher als Handwerker, ich bestehe gerade zu auf meinem Meistertitel. Bei so manchen Arbeiten von Leuten, die sich Designer nennen und selbständig machen, stelle ich fest, dass die handwerkliche Qualität ihrer Entwürfe stark zu wünschen übrig lässt. Dabei haben die Kunden bei den hohen Preisen für Designermode geradezu ein Recht auf Handarbeit und Qualität . Genau das biete ich!
HYPE: Wo hast Du dein Handwerk gelernt?
DF: Zunächst bei einer Trachtenschneiderin in Priem am Chiemsee.
HYPE: Wann wusstest Du, dass Du Modedesigner werden wolltest?
DF: Nach der Schule musste ich mir für eine Ausbildung entscheiden, viel Auswahl hatte ich dabei nicht. Ich bewarb mich für eine Ausbildung zum Hotelfachmann und zum Damenschneider, der Schneiderbetrieb hat zuerst zugesagt, also dachte ich: “gut dann mache ich eben dass”. Ich wollte nicht unnöötig Zeit verlieren.
HYPE: Gab es denn keine Anzeichnen in der Kindheit, die erahnen ließen, dass Du eigentlich nur Modemacher werden konntest? Hast Du denn nie Puppen an- oder ausgezogen?
DF: Nein, da muß ich Dich enttäuschen, es wirklich alles ganz unspektakulär. Es gibt keine Vorgeschichte. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe mangels Möglichkeiten eine Ausbildung in einer Schneiderei begonnen. Ich bin da hineingewachsen und habe dann festgestellt, dass es das Richtige für mich ist.
HYPE: Wie ging es dann weiter?
DF: Nach der Ausbildung habe ich an der Deutschen Meisterschule für Mode in München eine Ausbildung zum Modellmacher gemacht und parallel hierzu die Meisterprüfung zum Herren- und Damenschneider abgelegt.
HYPE: Du bist später bei Vivienne Westwood in London gelandet, wie lange warst Du bei ihr und was genau hast Du dort gemacht?
DF: Ich war dort als Designassistent und Schnittmacher tätig. In diesem einen Jahr habe ich insgesamt vier Kollektionen mit begleitet.
HYPE: Wie hast Du Vivienne Westwood als Person empfunden?
DF: Eigentlich als sehr angenehm. Sie ist längst nicht so durchgeknallt, wie man sich das aufgrund ihres Äußeren vorstellt. Ich möchte fast sagen, dass sie in ihrem Betrieb von allen Designern und Angestellten die Normalste war. In den ersten Tagen habe ich sie auch gar nicht so als die große Vivienne Westwood wahrgenommen.
HYPE: In München gibt es eine Reihen von Society-Schneidern; Gabriele Blachnik, Talbot Runhof, Sonja Kiefer, Susanne Wiebe - wie ist da das Verhältnis untereinander?
DF: Ich verstehe mich mit allen eigentlich sehr gut. Da gibt es keinen Zickenkrieg. Vielen von Ihnen habe schon untereinander zusammengearbeit, mann kennt und respektiert sich!
HYPE: Warum wollen Prominente ihre Kleider eigentlich immer nur leihen aber niemals kaufen?
DF: Nun, die Promis begründen das damit, dass sie Kleider in denen sie einmal abgelichtet wurden aus Imagegründen keine zweites Mal mehr tragen können.
HYPE:Wie wichtig sind Modetrends für deine Arbeit?
DF: Trends spielen für mich nur eine untergeordnete Rolle, meine Kleider sind ja recht zeitlos!
HYPE: Worin liegt der Vorteil eines eigenen Labels?
DF: Ganz klar, du kannst deiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Okay, ganz ohne Kompromisse geht aus Gründen der Wirtschaftlichkeit natürlich auch nicht, aber im Grunde kannst Du dich selbst verwirklichen, das ist sehr befriedigend!
HYPE: Könntest Du dir auch vorstellen angestellt zu arbeiten?
DF: Prinzipiell, wenn mich die wirtschaftliche Situation dazu zwingen würde, ja! Doch aktuell kommt das für mich nicht in Frage, uns gibt es ja schon ein Weilchen und ich hoffe doch sehr, dass das so bleibt!
HYPE: Liest Du Modezeitschriften?
DF: Das ist zeitabhängig. Oftmals blättere ich nur mal schnell durch. Zur regelmäßigen Lektüre gehören aber Vogue, Bunte, Instyle und natürlich der HYPE Blog (lacht).
HYPE: Was nervt so richtig an diesem Job?
DF: Die vielen nächtlichen Arbeitsstunden, sonst nichts! Da bleibt leider wenig Zeit für ein Privatleben.
(Das Gespräch führte Sven Barthel)

Atelier Fendler / photo: HYPE magazine
MODENSCHAU: Daniel Fendler präsentiert seine Wiesn-Kollektion 2009
30. Juli 2009 um 19:30 Uhr
(Haarwerk im Alten Hof, Sparkassenstraße 1, 80331 München)
Posted: Juni 9th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Berlin, Düsseldorf, Fashion Week, London, Milan, New York, Paris, Schlagwort hinzufügen | No Comments »

HYPE FASHION WEEK SCHEDULE
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Posted: April 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Hüte, London, Stepehen Jones | No Comments »

Photography and copyright by: Peter Ashworth
“Ein Mann, der einem Hut hinterherläuft, ist nicht halb so lächerlich wie ein Mann, der einer Frau hinterherläuft”. Das Zitat des englischen Schrifstellers Gilbert Chesterton verdeutlicht vor allem eines: Der Hut hat Stil!
Vor allem wenn es sich um Exemplare des Britischen Starmodisten Stephen Johnes handelt, der seit 1980 zunächst Londoner Hipster, wenig später die komplette Modeszene, und schließlich auch internationale Stars mit seinen mondänen Kreationen begeistert. Der mittlerweile 52-jährige Brite hat nun im Auftrag des renommierten Victoria & Albert Museum eine umfassende Ausstellung zur Geschichte des Hutes kuratiert.
Für das Londoner V&A Museum, das über eine der bekanntesten und größten Kostümsammlungen weltweit verfügt, ist dies die erste Ausstellung, die sich komplett dem Thema Kopfbedeckungen widmet. Mit den Augen eines erfahrenen Hutmachers hat Stephen Jones mehr als 300 Hutmodelle aus aller Welt zusammengetragen, die nun in der Porter Gallery des Museums zu sehen sind. Die dargebotenen Stilrichtungen des Kopfputzes sind dabei äußerst vielseitig. Hier werden die komplette Bandbreite und Möglichkeiten Hut zu tragen verdeutlicht .
Die Ausstellung in Form einer barocken Gartenlandschaft gliederst sich in vier Abschnitte:
Die erste Sektion, Inspiration, öffnet mit Prince Alberts Zylinder und Queen Victorias Haube, und veranschaulicht wie die Vergangenheit unzählige Designer inspiriert hat. Den original historischen Modellen stehen die zeitgenössischen Hutinterpretationen der alten Stile gegenüber, wie die Baseball Kappe und die gewöhnliche Mütze.
Das Creation Department veranschaulicht in einem nachgebauten Hutmacher-Atelier wie Hüte traditionell gefertigt werden. Auch die üblicherweise verwendeten Materialen, Holzköpfe, Schnittmuster und Entwurfszeichnungen lassen sich hier begutachten.
Der Salon Abschnitt zeigt dramatische eye-catcher, die wir von den Haute Couture Schauen kennen. Zu sehen sind hier auch Modelle des anderen britischen Hutgottes Philip Treacy sowie Arbeiten für Balenciaga und Dior.
Das Klient-Segment stellt Hutkreationen aus, die bereits berühmte Häupter geziert haben. Darunter die von Boy George und Madonna . Aber auch Modelle aus bekannten Filmen, wie die zwei von Cecil Beaton entworfenen Hüte für My Fair Lady, ein Balmain Hut, getragen von Ava Gardner und das Barett von Marlene Dietrich sind zu bestaunen.
Eine umfangreiche Schau, die auch die letzten Zweifler ermutigt ein Statement mittels Hut abzugeben, zumindest für den Moment. Hut zu tragen ist niemals lächerlich! Das Lächeln der Einen ist letztlich nur der nicht offen zugegebene Ausdruck stiller Bewunderung für den Anderen, schon allein weil sein Träger mehr Mut braucht als der, der es vorzieht unbehütet durch die Stadt zu wandeln.
Zur Ausstellung ist ein Buch erschienen mit dem Titel: Hats: An Anthology, erhältlich im Shop des Victora & Albert Museums.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Mai 2009
V&A South Kensington
Cromwell Road
London SW7 2RL
Opening times 10.00-17.00 daily, Friday 10.00-22.00
Posted: April 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: Ausstellung, Designer, Hussein Chalyan, London, Modedesign, Schlagwort hinzufügen | No Comments »

Photo by Chris Moore
Ein Tisch der zum Rock wird, ein Kleid aus LED Leuchten, so wie eine, per Knopfdruck wandelbare Körperhülle aus Materialien des Flugzeugbaus.
Für den auf Zypern geborenen Designer Hussein Chalayan ist Mode mehr als nur ein Stück Stoff zum anziehen. Seine Annäherung an die Thematik ist künstlerischer, intellektueller Natur. Auch ein Grund, warum einzelne Entwürfe bei den Kuratoren von Modeausstellungen immer wieder Berücksichtigung finden. Der Designer fertigte seine erste Kollektion 1994 und debütierte ein Jahr später zum ersten Mal bei der London Fashion Week. Der 39jährige Chalayan wird in der Öffentlichkeit häufig als Konzept - Designer wahrgenommen, dessen Kleidung eher untragbar ist. Doch hier fühlt sich der Kreative missverstanden und verweist darauf, dass dies eine verzerrte Sicht der Dinge sei , die ihren Ursprung in der weltweiten Konzentration auf seine Showpieces hat. Diese haben zwar den geringsten Anteil innerhalb seiner Kollektionen, erregen aber die größte mediale Aufmerksamkeit. Chalyans Designphilosphie basiert auf der Erkundung bestimmter Themenaspekte, die er auf eigene Weise modisch interpretiert. Bei der Realisation seiner Ideen hilft ihm ein zwölfköpfiges Team. Das Ergebnis sind traumhafte textile Gebilde, innovative aber dennoch tragbare Kleidung, die die Idee hinter der Kollektion erkennen lässt. Für derlei Leistungen wude Chalayan bereits zweimal mit dem British Fashion Award als “Designer oft he Year” ausgezeichnet. Das renommierte Designmuseum in London zeigt nun eine umfassende Auswahl an Arbeiten Chalayans der letzten 15 Jahre. Die Retrospektive, die von der deutschen Firma Puma gesponsert wurde und bei der Chalayan als Creative Director für Sport Fashion seit 2008 unter Vertrag steht, ist noch bis zum 17. Mai 2009 zu sehen.?
Design Museum
28 Shad Thames
London SE1 2YD
United Kingdom
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täglich, von 10.00 -17.45