Posted: März 17th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Exhibition, Japan, London, Modedesign, Retrospektive, Victoria & Albert Museum, Yohji Yamamoto | No Comments »
37 Jahre nach seiner Firmengründung musste Fashion-Artist Yohji Yamamoto im Jahr 2009 Insolvenz anmelden und sich gleich darauf mit neuen Investoren zusammenschließen um beinahe nahtlos weiter dem internationalen Kollektionsrhythmus folgen zu können.
Der Restrukturierungsplan gilt heute als gelungen. Während Yamamoto somit wieder nach vorne blicken kann, blickt das Victoria & Albert Museum nun mit einer Ausstellung zu Ehren des Meisters auf fast vier Jahrzehnte seines Modeschaffens zurück.
Die noch bis Juli laufende Retrospektive mit dem schlichten Titel “Yohji Yamamoto at the V&A” gibt vor allem seinen langjährigen Anhängern die Chance in Nostalgie zu schwelgen. Zu sehen sind nach Angaben des Museums 80 der charakteristischsten Entwürfe seiner Karriere. Die Schau berücksichtigt im Gegensatz zu vorherigen Einzelausstellungen des Designers in anderen Städten erstmals auch Kleidungsstücke aus seiner 1984 eingeführten Herrenlinie. Da diese zu Beginn seiner modischen Laufbahn in Europa zunächst sogar besser aufgenommen wurde als Yamamotos Entwürfe für das weibliche Geschlecht, und die Männerkollektionen bis heute gelegentlich farbenfroher und musterreicher daherkommen als ihr Äquivalent für die Frauen, gilt es, der Menswear Yamamotos in dieser Ausstellung besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
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Posted: November 11th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: Chanel, Hermès, International Herald Tribune, Karl Lagerfled, London, Louis Vuitton, Luxury Conference, Suzy Menkes | No Comments »
Wenn Herr Lagerfeld ein Interview gibt, ist das für seine Fans wie auch den modischen Laien in aller Regel sehr unterhaltsam. Erweist sich der Fragensteller auch noch als modisch kompetent und begegnet dem Kaiser, wie im Falle von Suzy Menkes, auf Augenhöhe, lauern Modeliebhaber weltweit geradezu darauf neue Sprüche des Meisters aufzusaugen, die sie dann genüsslich im Büro oder Zuhause zitieren können. Auch bei der zweitägigen “International Herald TribuneLuxury Conference” in London, hielt sich der selbstbestimmte Modemacher mit persönlichen Ansichten zum Modezirkus nicht zurück, und verriet, warum Hermès angesichts des partiellen Aufkaufs durch die Louis Vuitton Gruppe nicht zu jammern braucht. Erfrischend!
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Posted: September 29th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexander McQueen, Creative-Director, Debut, London, Paris Fashion Week, Sarah Burton, Summer 2011 | No Comments »

photo: ©David Burton
Sarah Burton, Chefdesignerin im Hause Alexander McQueen, sprach anlässlich der bevorstehenden Präsentation ihrer ersten komplett eigenständig gestalteten Kollektion für das britische Dark-Glamour-Label erstmals seit dem Selbstmord des Firmengründers im Februar dieses Jahres mit der Presse.
In einem Interview mit dem Branchenfachblatt WWD schraubt die 35-jährige gleich mal die Erwartungshaltung eingefleischter McQueen-Fans und Modeexperten ein wenig herunter und verrät dass ihre Entwürfe bedeutend softer, als man es eigentlich von McQueen erwartet, daherkommen werden. Auch will Burton auf die typische Theatralik vorangegangener Shows des Unternehmens verzichten, vermutlich um den Vorwurf der plakativen Nachahmung zu entgehen. Die verstärkte Betonung, einen ganz eigenen Look zu kreieren- wenn auch unter Einhaltung der “McQueenschen” Design DNA- ist auch der Versuch, den auf ihr seit Monaten lastenden Druck abzuschütteln. Längst hat sie realisiert, dass die Tickets zu ihrer Show am 5.Oktober die begehrtesten der Saison sind.
Sie selbst sagt, sie schöpfe Mode stärker aus dem Blickwinkel einer Frau – was ein Hinweis darauf sein mag, dass Burton stilistisch eher tragbareren und weniger aggressiven Looks zugetan ist. So manch einer mag angesichts solcher Äußerungen an “Verwässerung” denken. Beispiele, dass der Abgang des Namensgebers gleichzeitig auch ein Straucheln der Firma bedeutet, gibt es zu Hauf. Das Publikum will das Original. Das war bei Jil Sander ebenso der Fall wie bei Joop, Valentino und zuletzt auch Thierry Mugler, wo Ex-Chefdesignerin Rosemarie Rodriguez in einer faden 80ies Starre verharrte.
Ob es Burton gelingt, mit ihrer Vision des McQueen Looks für Sommer 2011 Kritiker und Einkäufer zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Die Tatsache, dass die Gute bereits 14 Jahre Berufserfahrung an der Seite von Lee McQueen vorweisen kann, lässt berechtigt Positives hoffen. Aufschluss darüber gibt es am Dienstag, den 5 Oktober 2010, ab 19.30 Uhr, wenn das erste Model in Sarah-Alexander-Burton-McQueen-Dress über den Catwalk stakst.
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Posted: August 26th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, London, Naomi Campbell, Schuhe, Selfridges, Vivienne Westwood | No Comments »

photo: by courtesy of Vivienne Westwood
Ein kleines Stück Modegeschichte lässt sich aktuell im Untergeschoss des Londoner Kaufhauses Selfridges erleben. Hier zeigt die Grande Dame of British Fashion im Rahmen einer Ausstellung die ausgefallensten Schuhmodelle ihrer Kollektionen von 1973 bis 2010.
Unter den annähernd 200 Ausstellungspaaren sind die ultramarinblauen Plateautreter in denen Naomi Campbell 1993 vor den Augen der Weltpresse zu Fall geriet ebenso zu sehen wie Westwoods wohl mit Abstand schlüpfrigste Schuhschöpfung, dem Penis-Schuh.
Die Liebe zu Schwindel erregenden hohen Absätzen erklärte die exzentrisch wirkende Modemacherin einst wie folgt: “Shoes must have very high heels and platforms to put women’s beauty on a pedestal.”
Vivienne Westwood Shoes: An Exhibition 1973-2010
26. August bis 22. September 2010
Selfridges, London

Geschmackssache - Der Penis Schuh von Vivienne Westwood
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Posted: August 24th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Ausstellung, Harrods, London, Parfum, The Perfume Diaries | No Comments »

photo: Harrods London
Eine einzigartige Reise durch die Geschichte des Parfums verspricht die Ausstellung “The Pefume Diaries” im Londoner Nobelkaufhaus Harrods zu werden.
So bewerben die Veranstalter die Exposition im Vorfeld der Eröffnung mit dem Hinweis, dass die bekanntesten, größten und besten Parfumhersteller, darunter u.a. auch Dior und Guerlain, ihre Archive für die Kuratoren geöffnet hätten und äußerst seltene Flakons als Leihgabe zur Verfügung stellen. Ein bisschen Interaktion gehört heutzutage natürlich zu den Standards massentauglicher Präsentationen und so dürfen Besucher ihr Näschen natürlich auch über Gefäße, gefüllt mit gängigen bis extrem raren Inhaltstoffen der Duftwässerchen, halten und bis zum Abwinken riechen, riechen und nochmals riechen. Darüber hinaus sind Gesprächsrunden mit renommierten Parfumeuren, wie bspw. Erwin Creed, geplant, die dem Publikum die Eigenschaften eines guten Parfums aus Expertensicht näher erläutern werden. Die Ausstellung findet auf der 4. Etage des Shoppingtempels statt.
Die Ausstellung “The Pefume Diaries” läuft vom 02. September bis 02. Oktober 2010, freier Eintritt
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Posted: August 3rd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Auktion, Christies, Koffer, London, Louis Vuitton, Luggage, South Kensington, vintage | 1 Comment »

photoccredit: by courtesy of Christie's London
Louis Vuitton Fans aufgepasst: Das Auktionshaus Christie’s in London versteigert am 28. September eine einmalige Sammlung an uralten und daher äußerst seltenen Gepäckstücken der französischen Luxusmarke.
Insgesamt suchen 20 Stücke, darunter Koffer, kleinere Truhen, dekorative Hutboxen und diese fabelhaft zickigen Beauty-Köfferchen neue Besitzer. Die ältesten Stücke stammen aus dem späten 19. Jahrhundert, neuere Modelle aus den 1940er Jahren.
All denen, die schon immer mit dem Sammeln von Vintage Stücken aus dem Hause Louis Vuitton beginnen wollten, bietet die Auktion unter dem Titel: “Style and Spirit” mit Einstiegspreisen von ca. 500 € nun die optimale Gelegenheit.
Die Auktion findet am Dienstag, den 28. September 2010 bei Christie’s in South Kensigton statt und beginnt um 10:30 Uhr.
Christie’s, 85 Old Brompton Road, South Kensington, London
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Posted: August 3rd, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Art, Avantgarde, Central Saint Martins, Concept-Designer, Hussein Chalayan, Lisson Gallery, London, Modedesigner | No Comments »

Designer Hussein Chalayan
„Einige meiner Kleider könnte man auch einfach an die Wand hängen,” sagt Hussein Chalayan über seine Entwürfe und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Statt wie seinesgleichen ausschließlich Kleider für den Laufsteg zu produzieren und diese von den Anna Wintours dieser Welt beäugen zu lassen, wandern seine Kreationen wohl genauso oft ins Museum, wie in die Schränke von Fashion-Victims.
Seit Jahren überzeugt sein experimentierfreudiges Schaffen die Fachleute aus der Kunst- und Modeszene gleichermaßen. Kritiker bezeichnen seine Kleider gerne als untragbar, Liebhaber sprechen von genialen Kunstwerken. Vielleicht wird dem gebürtigen Zyprioten deshalb am 8. September 2010 eine Ausstellung in der Londoner Lisson Gallery gewidmet. Geplant sind unter anderem eine Installation und ein Film, der Elemente aus Musik, Design und Kunst vereinen soll. „Ich hatte schon immer einen interdisziplinären Anspruch… die neue Arbeit ist da nur eine logische Fortführung,” betont der in der britischen Hauptstadt ansässige Modedesigner. Dass Hussein Chalayan mehr sein will, als ein Modeschaffender und es versteht, seine Entwürfe perfekt und zugleich originell zu inszenieren, wurde schon im Jahre 1997 deutlich. Als einer der ersten Designer schickte er damals Models in sexy Kleidern, aber mit komplett verschleiertem Gesicht über den Catwalk. Ein Gegensatz, der Mode vom rein Ästhetischen wegführte und sie zum Instrument einer künstlerisch-politischen Botschaft machte. Die provokative Schau trug Früchte. Prompt wurde der Central Saint Martins Absolvent für mehrere internationale Ausstellungen gebucht.
In den Jahren 1999 und 2000 wurde Chalayan wiederum mit dem Titel Designer of the Year der British Fashion Awards ausgezeichnet. Grenzgänger Hussein Chalayan ist einer der wenigen Designer, dessen Werke es schon zu Lebzeiten als Exponate in die großen Museen geschafft haben. Insofern blicken wir am 8. September gespannt nach London, wenn die Lisson Gallery ihre Pforten öffnet, um Hussein Chalayans neuestes modisch-künstlerisches Cross-over zu präsentieren. (Text: Martina Klose)

Hussein Chalayan, Afterwords 2000. Image by courtesy of Chris Moore
Lisson Gallery, London
mehr: HUSSEIN CHALAYAN kauft Firmenanteile von Puma zurück
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Posted: Juli 26th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Cosmetics, ELLE, London, Make-up Artist, nail-art, Nail-Design, nail-designer, Sophy Robson | No Comments »

Sophy Robson nail-art for ELLE Collections Magazine
Immer wenn man denkt das doch eigentlich schon jedes Industrieprodukt mit einem Designerlogo versehen wurde, sei es von den Modehäusern selbst oder durch kreative Modesüchtige mit Hilfe von Photoshop, tauchen im Netz weitere Bilder von Logo-verzierten Alltagsgegenständen auf.
Manche dieser Logo-Symbiosen sind witzig und originell, andere völlig überflüssig und wiederum andere polarisieren. So wie die künstlichen Fingernägel von Nageldesignerin Sophy Robson, eine der wenigen dieser Branche, die dank cleverer Vermarktung aber eben auch aufgrund herausragender Nageldesigns, sowie einer flinken gleichsam ruhigen Hand, dem süffisanten Ruf ihrer Kaste entsteigen konnte und für schöne Modelpranken in Fotostrecken bekannter Modemagazine und auch Werbekampagnen namhafter Firmen sorgt.
Die hier abgebildeten schwarz-weiß Nägel der toughen Engländerin wurden ursprünglich für einen Beitrag im “ELLE Collections Magazine” gestaltet und sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch für die Massen erhältlich sein. Welchen Eindruck Frau mit den Designerkrallen wohl im Alltag hinterlässt? Bislang haftete Fingernagelmalerei stets etwas naiv prolliges an. Ob Sophie Robsons Plastik-Käppchen daran etwas ändern werden bleibt vorerst abzuwarten. Schön anzusehen sind sie allemal.
sophyrobson.com
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Posted: Mai 6th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: celebrity fashion, Kate Moss, London, Zandra Rhodes | No Comments »

Zandra Rhodes, photo: by courtesy of Zandra Rhodes
Die britische Designerin Zandra Rhodes geht mit Celebrities ins Gericht, die sich als mittelmäßige Designer hervortun.
Es gab Zeiten, da gehörte sie zu den jungen Wilden und wurde in einem Atemzug mit Vivienne Westwood und den Sex Pistols genannt: Designerin Zandra Rhodes – 1969 nicht zu übersehen mit ihrer damals knallgrünen Mähne. 40 Jahre später leuchtet ihr Haupt in noch grellerem Pink. Ebenso jung und frisch wirkt ihre aktuelle Kollektion – doch ausgerechnet die flippige Britin holt zum Rundumschlag aus und übt harsche Kritik an einer neuen Pseudo-Designerschaft – nämlich jenen, die Ihr kreatives Potential nicht in Ateliers oder an namhaften Modeschulen erworben haben.
Zandra Rhodes hat die Celebrity-Designer im Visier. Popstars und Starlets, die wahrscheinlich nicht einmal einen Knopf annähen könnten, geschweige denn einen Skizzenblock bekrizzeln. Dafür aber eine Kollektion nach der Anderen lancieren und weltweit Tantiemen einheimsen. Rhodes nimmt kein Blatt vor den Mund und machte ihrem Unmut jüngst in „The Telegraph” Luft: ” Sie wissen doch, dass diese Celebrities keines ihrer Stücke selbst entworfen haben. Sie haben die Sachen wahrscheinlich einfach aus Ihrem Kleiderschrank genommen – darunter Marken wie Balenciaga und andere – und haben daraus schnell etwas für eine Billigkette zusammengeschustert.”
Über die neuen Möchtegern-Designer, die neben einschlägigen Popstarqualitäten auch über eine mit Skandalen gespickte Vita verfügen, spottet die 69jährige weiter: „So jemand bekommt Entwürfe vorgelegt und wird lediglich gefragt, ob er das selber tragen würde. Möglicherweise wurde er aber gar nicht miteinbezogen. Und Unsereins muss es dann als Kompliment ansehen, wenn diese Leute einem sagen, eine bestimmte Designerin – mir ist das neulich auch passiert – habe sie bei Ihrem kreativen Schaffen inspiriert. Wirklich sehr nett, aber kaufen kann ich mir davon nichts.”
Offenbar hat Rhodes, die nach eigenen Angaben für ihre Verdienste gerne von der Queen zur Dame ernannt werden möchte, hier eine ganz bestimmte Berühmtheit vor Augen. Denn im gleichen Zuge warnt die Britin in pink vor falschen Vorbildern für die Jugend, indem sie gegen das wohl bekannteste englische Topmodel wettert: „Eltern sollten besser auf Ihre Kinder aufpassen und vor allem darauf achten, was sie tragen….mit falschen Vorbildern wie Kate Moss, die nicht nur ihre eigenen Skandale überlebt haben, sondern dadurch noch größer geworden sind, ist die Situation mehr als beängstigend.”
Eine strenge Attitüde für eine Modeschöpferin, die einst die Ära Punk modisch mitgeprägt hat. Oder will Zandra Rhodes einfach ihre eigenen Kreationen wieder mehr ins Gespräch bringen? In der Tat findet Kate Moss ‘ günstige TopShop-Linie bei der breiten Masse inzwischen mehr Beachtung als etwa die schrillen Entwürfe einer Vivienne Westwood. Ob nun aber Kate Moss oder Zandra Rhodes zuerst von der Queen für ihre Verdienste um die britische Modeindustrie zur Dame ernannt wird, bleibt abzuwarten.
(Text: Martina Klose)
zandrarhodes.com
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Posted: März 21st, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Kensington Palace, Lady Di, London, Queen Victoria, The Enchanting Palace, Vivienne Westwood | No Comments »

"The Enchanting Palace"
Der Kensington Palast in London, hat viele Zimmer. 13 davon, die sogenannten “State Rooms” sind öffentlich zugänglich und wurden jetzt von britischen Modeschaffenden, darunter Vivienne Westwood, Hutmacher Stephen Jones und dem Avantgarde Label Boudicca zwecks einer neuen Ausstellung namens “The Enchanting Palce” für das bürgerliche Publikum mit extra angefertigten Ausstellungsstücken neu in Szene gesetzt.
Die Apartments erzählen ihren Besuchern Geschichten aus dem Leben ihrer ehemaligen Bewohner. Zu denen zählten seit der Errichtung des Prachtbaus im späten 17. Jahrhundert ausschließlich die Mitglieder des britischen Königshauses. Zu sehen gibt es neben einem multisensuellem Raumkonzept und den eigens für die Ausstellung angefertigten Exponaten der oben genannten Designer auch noch persönliche Utensilien und Kleider der Windsor Sippe. Darunter das Hochzeitskleid von Königin Victoria, sowie Roben von Prinzessin Margaret und Prinzessin Diana, die hier zwischen 1981 und 1997 lebte.
Ausstellung “The Enchanting Palace”, 26.03.2010 bis Juni 2012
weitere Informationen unter: www.hrp.org.uk
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Posted: März 1st, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Alexander Liberman, Irving Penn, London, National Portrait Gallery | No Comments »

The Duchess of Windsor, New York, 1948, National Portrait Gallery, London © The Irving Penn Foundation
Sein Lebenslauf liest sich wie der eines aufstrebenden Kreativen im Hier und Jetzt. Studium, Praktikum, freiberufliche Tätigkeiten, Assistenz, Selbständigkeit.
Der Unterschied; Irving Penn war bereits fester Bestandteil der Modeelite, als deren Erzeugnisse noch nicht Allgemeingut der Massen und “jobs-in-fashion” noch sehr überschaubar waren.
Als Hausfotograf der amerikanischen Vogue schoss Penn über 150 Titelseiten für das Magazin. Sein erstes mit gerade mal 26 Jahren, sein letztes mit 86 Jahren. Somit prägte er entschieden das Image des heute prestigeträchtigsten und vielleicht auch einflussreichsten Modemagazins der USA. Sein letztes Titelblatt für die US-Vogue im Mai 2004 zeigt Schauspielerin Nicole Kidman in schwarzer Abendrobe, von hinten.
Irving Penn’s Platz in der Geschichte der Fotografie verdankt sich seinem ausgeprägten Sinn für high-fashion, seinem Ehrgeiz und dem Glück der richtigen Begegnungen. Nach dem Designstudium an der Kunsthochschule in Philadelphia, absolviert Penn zwei Praktika bei Harper’s Bazaar, berät das Modekuafhaus Saks Fifth Avenue bei der Gestaltung seiner Werbeanzeigen und avanciert schließlich zum Assistenten von Vogue’s Art Director Alexander Liberman. Penn zählt zu den bedeutendsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Klassische Eleganz gepaart mit coolem Minimalismus, streng komponiert, beinahe starr, nie sind seine Models in Bewegung, kennzeichnen seine Handschrift. Berühmt für seine Stillleben und Portraits, sind letztere nun in der Ausstellung Irving Penn Portraits in der National Portrait Gallery in London zu sehen.
Gezeigt werden über 120 Portraits berühmter Persönlichkeiten wie Christian Dior, Grace Kelly und Pablo Picasso.
“Irving Penn Portraits” läuft noch bis zum 6. Juni 2010
National Portrait Gallery, London
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Posted: Februar 11th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexander McQueen, Central Saint Martins, Isabella Blow, London | No Comments »

Alexander McQueen
Modedesigner Alexander McQueen ist tot. Der 40-jährige Brite hat sich in seiner Wohnung im Londoner Stadtteil Mayfair selbst das Leben genommen. Über die Hintergründe der Tat kann nur spekuliert werden. Großbritanniens Zeitungen vermuten einen nie überwundenen Schmerz über den Tod seiner Entdeckerin, Muse und engen Freundin Isabella Blow im Mai 2007.
Die exzentrische Stilikone und ehemalige Modechefin des TATLER gehörte zu McQueens engagiertesten Förderinnen. Erst am Dienstag vergangener Woche starb zudem die Mutter des Modemachers. Die tatsächlichen Beweggründe für den Freitod McQueens werden jedoch zwangsläufig das Geheimnis des Ausnahmetalents bleiben. Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es im Volksmund, wer sie verliert, der steht bereits am Abgrund. Der Selbstmord als abschließender Akt einer langen Vorgeschichte aus Selbstzweifeln, unerfüllten Bedürfnissen, Ängsten und Einsamkeit.
Was ging in Alexander McQueen vor? Der Sohn eins Taxisfahrers aus dem Londoner East End hat sich aus der Arbeiterklasse in den Modeolymp empor gearbeitet, in einer Branche die Emporkömmlinge nicht sonderlich schätzt und in der Beziehungen häufig mehr wiegen als Begabung. Fashion Family? Offenbar nicht “Familie” genug um Alexander McQueen den emotionalen Halt zu geben, den er gebraucht hätte. Objektiv betrachtet hatte McQueen alles wovon junge Modedesigner träumen: eine internationale Kariere, Anerkennung und eine Gefolgschaft aus Celebrities, die sich um seine Kleider rissen. Doch offenbar war dies kein adäquater Ersatz für McQueens immaterielle Bedürfnisse.
Viermal wurde der einstige Central Saint Martins Absolvent zum “British Designer of the Year” gekürt. Direkt nach seinem Abschluss an der Londoner Kaderschmiede gründete Alexander McQueen 1994 sein eigenes Label. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 1996 folgte er auf John Galliano als Headdesigner bei Givenchy und verkaufe wenige Jahre später 51 Prozent seiner Firmenanteile an die Gucci Gruppe, was ihm ermöglichte sein Unternehmen fortan stärker global auszurichten. Wermutstropfen: Isabella Blow soll sehr enttäuscht darüber gewesen sein, dass der Designer sie bei den Neuerungen in Folge des Gucci Deals nicht wirklich mit einbezog. Während andere Verträge erhielten, gab es für sie, seine Entdeckerin, nur ein Kleid. So zumindest die Legende. Zum Zeitpunkt Blows Todes soll zwischen den Beiden aufgrund dieser Geschichte Funkstille geherrscht haben. Dass es hier nie zu einer Aussprache mehr kam, habe Alexander McQueen sich selbst nie verzeihen können.

Aleaxander Mc Queen mit Mutter Joyce
“These people just don´t know what they are talking about. They dont know me. They don´t know my relationship with Isabella. What I had with Isabella was completely disassociated from fashion, beyond fashion.”
Rest in peace, Mr. McQueen!
Update: Alexander McQueen´s Fashion Show, die heute in New York hätte stattfinden sollen, wurde gecancelt. Fraglich, welche Auswirkungen seinen Tod auf den weiteren Verlauf der New York FashionWeek haben wird. Folgt die Branche dem Motto “The show must go on” oder wird sie in Gedenken an McQueen eine “Selbstdarstellungs”-Pause einlegen?
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Posted: Januar 12th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Central Saint Martins, Herzogenaurach, Hussein Chalayan, London, Puma | No Comments »

Hussein Chalayan Ad Campaign Winter 2009
Konzept-Designer Hussein Chalayan hat die Mehrheit der im Februar 2008 verkauften Anteile seines in London beheimateten Unternehmens an die PUMA AG zurückgekauft.
Inwiefern die neu erworben Unabhängigkeit vom starken Partner aus Herzogenaurach, der seinerseits wiederum zum Luxuskonzern PPR gehört, sich zugunsten seiner namenseigenen Linie auswirkt, bleibt abzuwarten. Tatsächlich ist es in den vergangenen Monaten etwas still gewesen um den Stardesigner, und das trotz zweier fabelhafter Kollektionen im Jahre 2009, deren Kleider eine bravouröse Ausgewogenheit zwischen Innovation und Tragbarkeit kennzeichneten.
Die Übernahme des Merheitsanteils der Marke Hussein Chalyan durch PUMA im vergangenen Jahr sollte dem Avantgardisten eigentlich beim weltweiten Ausbau seines Labels behilflich sein, doch bei der Masse ist das Label noch lange nicht angekommen. Hussein wer? Kunst und Modestudentinnen lieben ihn, doch außerhalb der Branche ist der gebürtige Zypriot und Central Saint Martins Absolvent gänzlich unbekannt.
Seine Entwürfe zur diesjährigen Sommersaison wirken gezwungen, als hätten die Betriebswirte des Sportartikelherstellers mit strenger Miene und einem Blick der Verkäuflichkeit fordert während des Entwurfsprozess über Chalayans Zeichenpult gewacht. Fakt ist, Hussein Chalayan muss Geld verdienen um sich selbst und sein eigenes Label zu unterhalten und somit bleibt er auch in Zukunft der PUMA AG in der Funktion als Kreativdirektor der Sport-Fashion Kollektionen verbunden.
Doch die Kooperation zwischen dem Freigeist und dem gewinnorientierten Global Player der Funktionsbekleidung wirkt milde gesagt, sehr bemüht! Herzblut und Authentizität muten anders an, als das was da unter dem Etikett “designed by Hussein Chalayan” bei Puma auf der Ladenstange hängt. Der permanente Widerstreit zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellem Zugeständnis wird dabei sowohl bei der Erstellung seiner eigenen Kollektion wie auch der Gestaltung für Puma die größte Herausforderung im Schaffen des zweifellos genialen Modemachers bleiben.
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Posted: Oktober 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Berlin Fashion Week, Central Saint Martins, London, Marcel Ostertag, Modedesigner | 1 Comment »

Marcel Ostertag
Es ist der einzige Modeladen in der von schönen Altbauten gesäumten Westermühlstraße in München. Am Gebäude mit der Hausnummer Drei, prangt seit Mittwoch der Schriftzug des Modedesigners Marcel Ostertag.
Der Grund für den Umzug vom angesagten Gärtnerplatz in das hippe Glockenbachviertel, dem Quartier der Gays und besserverdienenden Jungfamilien, ist unspektakulär: Der Modemacher sehnte sich einfach nach einer “cooleren” Location. War die alte Boutique mit angrenzendem Atelier eher ein wenig dunkel und an einer Straßenbahntrasse gelegen, so präsentiert sich der neue Store dank großer Fensterflächen und hohen Decken, hell und freundlich.
Das Interior ist karg; zinkweiss getünchte Wände, ein paar Kleiderstangen links und rechts, eine zur Ladentheke umfunktionierte und mit Mosaiksteinen besetzte Kommode in der Mitte des Raumes, eine Vitrine, ein paar Sessel, zwei Büsten. Das war´s. Ob nun finanzieller Pragmatismus, wie manch einer der Gäste bei der Eröffnungsfeier am Mittwochabend munkelte, oder durchdachtes Konzept, im Mittelpunkt des neuen Ladenlokals steht ganz klar die Kollektion des Modemachers.
Und die gefällt! Seine für den kommenden Winter entworfenen Lederjacken mit Flechtprägung, die aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten, grafischen Satinkleider, die Jersey-Leggings mit Lederbesätzen, und diese wunderbar extravaganten Teile aus unzähligen breiten Schlaufen verkörpern allesamt Urbanität und den Charakter von “high fashion at it´s best – Made in Germany”. Von südbayerischer Alpenromantik, Ostertag stammt gebürtig aus Berchtesgaden, keine Spur.
An diesem Abend liegt ein gewisser Stolz im Blick von Marcel Ostertag. Er ist sich seiner Fähigkeiten und Begabung bewusst und strahlt diese Überlegenheit aus, wie all die Menschen die entgegen “gutgemeinter” Ratschläge stets ihrer Vision folgen und damit Erfolg haben. Wer nicht weiß, wie viel Arbeit hinter all der Inszenierung, dem Aufbau einer Marke steckt, der neigt schnell dazu eine derartige Außenwirkung fälschlicherweise als Arroganz zu verurteilen. Marcel Ostertag ist absolut “selfmade”, und lässt sich von Anderen nicht beirren. Warum auch? Seine Rechnung scheint aufzugehen. Die Zusammenkunft der Fashionpeople anlässlich seines Store Openings, darunter Fotografen, Redakteure, Stylisten und Top-Model Kandidatin Caroline Ruppert, bestätigt, dass der Dreißigjährige längst zu einer festen Größe in der Branche geworden ist. Zu etabliert um noch als Geheimtipp zu gelten, aber noch immer weit entfernt vom Mainstream.
Ob er schon als kleiner Junge, von der glamourösen Modewelt geträumt hat? Eigentlich wollte er ja mal Balletttänzer werden, doch aufgrund einer Knieverletzung im Alter von 17 Jahren wurde daraus nichts. So ging er eben einen anderen Weg.
Der Modedesigner hat nach seinem Abschluss am renommierten Central Saint Martins College eine Blitzkariere hingelegt. Nach vielen Jahren in London kehrt er 2006 mit einem Master´s Degree in der Tasche zurück nach Deutschland und gründet noch im selben Jahr sein eigenes Unternehmen. Mit einem Kredit finanziert er seine erste Kollektion. Von München aus erobert er mit seinem “cool city chic” für selbstbewusste Großstadtamazonen die deutsche Modeszene.
Die Teilnahme an diversen Wettbewerben sichert ihm die Aufmerksamkeit der Presse. Moët et Chandon Fashion Debut, Bunte New Faces Award, Karstadt New Generation Award, Furla Accessories Award und viermal Berlin Fashion Week in Folge, sorgen dafür, dass Niemand, der das Geschehen der Modeszene aufmerksam verfolgt, an dem Namen Marcel Ostertag vorbeikommt.
Während das Glockenbachviertel also stolz auf seinen illustren Neuzugang sein kann, darf sich der Rest der Welt auf alles freuen, was von dem Wahlmünchner noch kommen mag.
Marcel Ostertag, Westermühlstraße 3, 80469 München www.marcelostertag.com

Marcel Ostertag Store-Opening / photo: hype-magazine
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Posted: Oktober 19th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Cole & Son, London, Tapete, Vivienne Westwood, Wallpaper. Laura Ashley | No Comments »

photo: Cole & Son, London
Wer hätte einmal gedacht das der Rebel Chic von Großbritanniens Fashion Punk Vivienne Westwood einmal Einzug in bürgerliche Wohnzimmer finden würde? Für den in London ansässigen traditionellen Tapetenhersteller Cole & Son entwarf die unlängst etablierte Modelady nun 12 verschiedene Tapeten-Dessins, die in unterschiedlichen Farbstellungen erhältlich sind. Die angebotenen Muster basieren allesamt auf Drucken vergangener Modekollektionen der Designerin. Damit bietet die 68-jährige Exzentrikern eine stylishe Alternative zum deutschen Raufaser-Wandkleid und beweist, das britisches Interior-Design mehr zu bieten hat als Landhaus Romantik à la Laura Ashley. Zwar kann die Modemacherin dann noch nicht darauf verzichten die typisch englischen Blumenmotive anzubieten, doch der coole Union Jack sowie der genial schwülstige Tartan-Stoff als Fotoprint, lassen uns darüber hinweg sehen.
Die Rolle kostet £ 55.00 (ca. € 60.00) und ist in Deutschland über Karl Leuthenmayr in München zu beziehen. Tel. 089.220 454 / Cole & Son

photo: Cole & Son
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Posted: September 23rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexa Chung, Anna Wintour, Fashion Week, London, Pixie Geldof, Sienna Miller, Twenty8Twelve | No Comments »
Eine Begegnung der dritten Art hatte Anna Wintour vergangene Tage während der London Fashion Week bei der Show von Twenty8Twelve, dem Label von Savannah und Sienna Miller. Dort saß sie, eingekeilt zwischen Londons Nachwuchssociety, MTV Moderatorin Alexa Chung und IT-Girl Pixie Geldof von Beruf Tochter und Konsumentin.

Anna Wintour-nicht gerade erfreut über ihre Sitznachbarn!
Die Nähe zu den beiden Gören, die vor der Show Grimassen schnitten, herumalberten und sich just -for-fun immer wieder in die Armen fielen, war der statusbewussten Editrix, sichtbar unangenehm. 15 Minuten lang musste sie das Gekicher und Gegacker der Beiden erdulden. Alexa und Pixie verstießen gegen jegliche front-row Etikette, die lautet: Haltung bitte! Zur Schau gestellte Emotionen, die sich in entgleisenden Gesichtszügen äußern, haben in der “row-of-cool”, der ersten Reihe, nichts verloren. Obwohl selbst gebürtige Britin, wollte Anna Wintour den Humor der Girlies offenbar nicht teilen. Körpersprache und Blick der Vogue Chefredakteurin sprechen Bände. Mit abgewandtem Körper (man beachte die Beinstellung) und einem seitlich geneigten Kopf, signalisierte sie Distanz von dem postpubertären Geschehen neben ihr, und wäre vermutlich am liebste geflüchtet.
Nach 40 Jahren im Business , davon 21 Jahre als Chefin der amerikanischen Vogue, lieferte Anna Wintour die Vorlage für den erfolgreichsten Film des Jahres 2006, “Der Teufel trägt Prada”, ist der Star, in der Dokumentation “The September Issue”, und war vor wenigen Wochen als erste Moderedakteurin zu Gast in der David Letterman Show. Die Platzierung der modeikone neben den Teenie-Idolen, war demanch von den Miller Schwestern denkbar schlecht gewählt.
Ein Mädchen, deren Leistung sich bislang darauf beschränkt einen prominenten Namen durch die Welt zu tragen, Daddy´s Kreditkarte uneingeschränkt zu strapazieren und die Designerklamotten mit Top Shop Teilen so zu mixen, dass eigentlich nichts zusammen passt und hauptsachlich schräg aussieht, (die Eine) und eine Moderatorin, über die niemand sprechen würde, gäbe es nicht das Internet und bloggende Schulmädchen, die aufgeregt jede graue Leggings an der klapperdürren Chang debattieren (die Andere), werden Anna Wintour einfach nicht gerecht.
Mode ist für die disziplinierte Heftmacherin, kein Mittel zum Zweck um damit die Schlagezeilen der Yellow Press zu füllen, sondern eine unerschöpfliche Lebensphilosophie, mit der sie 2 Millionen Dollar im Jahr verdient. Wer da neben ihr, vor, während oder nach einer Show herumalbert, demonstriert möglicherweise mangelenden Respekt für ihre Arbeit.
Andererseits ist es sehr erfrischend zu sehen, dass ein junge Generation, sich nicht von der dominanten Außenwirkung einzelner Machtinhaber einschüchtern lässt, denn Niemand ist so wichtig, dass man sich durch ihn das Lachen verbieten lassen sollte.
Warum Anna Wintour nach zweijähriger Abstinenz von der London Fashion Week mit ihrer Präsenz ausgerechnet ein, in kreativer wie auch kommerzieller Hinsicht, eher unbedeutendes Label adelt, ist eine ganz andere Frage? Ihr hätte klar sein müssen, dass die bodenständigen Entwürfe von Twenty8Twelve kein A-Class Celebrity Magnet sind.
Zu den sehenswerten Bildern in der Daily Mail
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Posted: September 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexander McQueen, Cathy Horyn, fashion, London, New York Times | No Comments »

at his studio!
In einem, in der New York Times erschienenen, wunderbar intimen Artikel über Modegenie Alexander Mc Queen berichtet die renommierte Stilkritikerin Cathy Horyn, neben vielen anderen interessanten Fakten, dass der Brite aktuell eine Romanze mit einem Pornodarsteller aufrecht erhält, den er erst kürzlich über das Internet kennengelernt habe.
Dass Beziehungen zwischen Männern aus dem Sexgewerbe und hochbegabten Kreativen mit intellektuellem Anspruch quasi von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind, bewies schon das deprimierende auf-und-ab von Marc Jacobs, der zunächst einen Stricher, später einen tumben Porno-Akteur hinterherhechelte, bevor er in dem souveränen Werbemanager Lorenzo Martone seine große Liebe fand. Mehr Informationen zum aktuellen Beziehungsstatus des offen schwul lebenden Modemachers McQueen erhält der Leser jedoch nicht. Vielmehr beschreibt Cathy Horyn in einfühlsamen und absolut lesenswerten Zeilen die Entwicklung McQueens vom unsicheren Moderebel der Londoner Modeszene zu einem der größten und einflussreichsten Designer unserer Zeit. So steht McQueen heute an der Spitze eines professionellen und weltweit agierenden Modeunternehmens, dass seinen Namen trägt.
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Posted: August 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Fashion Week, JC/DC, Jean Charles de Castelbajac, London, Models | No Comments »

Monsieur Castelbajac mag es bunt! photo: Adeline Mai
Lust auf London Fashion Week? Nach Angaben der britischen Lifestyle Gazette Dazed and Confused sucht Modedesigner Jean Charles de Castelbajac noch Model für die Modenschau seiner neuen Zweitlinie JC/DC, die er im Rahmen der London Fashion Week am Freitag, den 18.09 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird.
Gesucht werden coole Jungs und Mädels zwischen 16 und 25 Jahren. Es gelten natürlich die klassischen Modelmaße. Wer mitmachen möchte, sollte bis spätestens 7. September ein Portrait- so wie ein Ganzkörperfoto von sich per E-mail an unten stehende Adresse senden, und ab diesem Zeitpunkt vor Ort in London sein, um ggf. zum Live Casting beim Modearistokraten aufwarten zu können. In selbiger Woche findet auch das Fitting mit den Außerwählten statt.
rsvpcasting@jc-de-castelbajac.com
Viel Erfolg!
Website von Jean Charles de Castelbajac
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Posted: August 20th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Christopher Kane, Donatella Versace, London, Milan, Versace, Versus | No Comments »

Donatella Versace
Modewunderkind Christopher Kane, interviewte seine Teilzeit-Chefin Donatella Versace für die renommierte Londoner Tageszeitung Times.
Kane, dessen Abschlusskollektion am Central St. Martins College von Donatella Versace gesponsert wurde, arbeitete nach seinem Studium zunächst als Designer für die Couture Linie des Hauses, wie auch als Kreativberater für die Accessoires der Damen Prêt à Porter. Nun entwarf der Schotte, für die zur Herbst/Winter Saison 2009 wiederbelebte Modelinie Versus, die passenden Accessoires. Donatella, die Schwester des 1997 ermordeten Firmengründers Gianni Versace, ist seit dessen Tod als Kreativdirektorin des Luxusimperiums für den gesamten Markenauftritt des Unternehmens verantwortlich. Das Interview mit der toughen Modelady, nachzulesen auf Times Online.
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Posted: Juli 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Amanda Lepore, Diane Pernet, Gadofka, London, Not Just A Label | No Comments »

Weiß was stylish ist, Amanda Lepore!
“Not Just a Label”, einer der besten Online-Shops für junges Modedesign und Avantgarde fashion, verfolgt ein einzigartiges Geschäftskonzept. Auf ihrer Seite bieten die in London ansässigen Betreiber vielversprechenden Designtalenten, die Möglichkeit ihrer Entwürfe über das Internet zu verkaufen und somit das eigene Label bei einem breiten Publikum bekannt zu machen.
Die Idee, eine Plattform für Nachwuchsdesigner zu schaffen, die ihre Entwürfe über das Netz vertreiben ist nicht neu. Derlei Versuche hat es auch in Deutschland schon gegeben. Doch die dort feilgebotenen Kreationen bewegten sich auf Hausfrauen-Niveau, haftete ihnen doch stets der Charakter des Selbstgebastelten an. Das Jemand Pailletten auf einen Jute-Beutel sticken kann, macht ihn noch lange nicht zum Designer. Nicht so bei Not Just A Label: deren Mitglieder sind mehrheitlich Absolventen der renommiertesten europäischen Modeschulen. Kollektionsteile von Central Saint Martins Abgängern finden sich hier ebenso wie Arbeiten von ehemaligen Studenten des Studio Bercot in Paris, der Hochschule für angewandte Künste in Wien oder Parsons New York! Bevor Firmengründer Stefan Siegel 2007 in das Geschäft mit der Designerklamotte einstieg, absolvierte er ein Wirtschaftsstudium und arbeitete mehrere Jahre im Bankenwesen. Der gebürtige Österreicher verfügt über ein überdurchschnittlich gutes Gespür für den Zeitgeist und ein geschultes Auge hinsichtlich Ästhetik und Designqualität, was angesichts seiner beruflichen Laufbahn, die mehr durch Zahlen als durch Emotionen geprägt ist, zunächst überrascht.
Beim Stöbern in der Designerdatenbank, fiel mir das Label GADOFKA der in London lebenden Designerin Achamyelsh Biftu Bojia auf, deren Biografie zum einen recht eigensinnig anmutet und deren elaborierte Kreationen, kreative Vision und handwerkliches Geschick gekonnt miteinander verbinden. Der Designerin gelingt die Balance zwischen Tragbarkeit und Innovation. GADOFKA´s MELON Leggings, welche man aktuell auf Not Just A Label Kaufen kann, kostet zwar stolze 514,00 Euro, diese könnten sich aber durchaus als ein Investment in das frühe Werk eines zukünftigen Stars der Branche erweisen.

- Melon Dress & Leggings by GADOFKA – photo: Not Just A Label
Ein weiteres feature, was Not Just A Label zum Kompetenzzentrum für “upcoming designers” macht ist die Kooperation mit stilsicheren Meinungsführern aus der Modeszene. So werden prominente Namen der Branche gebeten, für etwa einen Monat Teile aus dem Shop nach derem subjektiven Geschmack zusammenzustellen. Dass Diane Pernet, dabei eine andere Auswahl trifft als ihre Nachfolgerin Amanda Lepore, die ab dem 6. August in die Rolle der Shop-Kuratorin schlüpft, macht die Sache spannend. Die Muse von David LaChapelle verspricht, all das zusammen zu tragen ,was sie selbst verkörpert. Wer also schon immer mal aussehen wollte, wie frisch dem New Yorker East Village entsprungen, der sollte ab dem 06. August regelmäßig ein Auge auf die von Amanda Lepore empfohlenen Looks werfen.
Der link zur Kultseite: Not Just A Label
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