Man kann Heidemarie Jiline Sander, besser bekannt als Jil Sander, nur beglückwünschen. Zur weltweiten Verkaufsstart der von ihr entwickelten J+ Modelinie für den japanischen Bekleidungshersteller Uniqlo, bildeten sich vor dessen Filialen lange Menschenschlangen, wie zuletzt beim Begrüßungsgeld nach der deutschen Wiedervereinigung. Ob in London, Paris oder New York, überall nahmen Menschen lange Wartezeiten in Kauf um eines oder gar mehrere der schlichten Teile im Jil Sander Look zu erstehen.
Lang Zeit galt die Annahme, dass die Kleiderschränke der westlichen Nationen voll seien und Niemand mehr eines weiteren marinefarbigen Blazers bedürfe. Eine Aussage auf die stets der Abgesang der modischen Mitte folgte. Nur noch Luxus und Billig hätten langfristig eine Überlebenschance am übersättigten Modemarkt. Von einem neuen Qualitätsbewusstsein war immer wieder die Rede, ebenso wie von der Besinnung auf alte Werte, womit fast immer traditionelle Manufakturen in italienischen Provinznestern und das Handwerk per se gemeint waren. In der Tat hat mittlerweile fast jeder Verbraucher begriffen, dass Billig eigentlich viel zu Teuer ist. Synthetische Stoffe und schlechte Verarbeitung von Kleidungstücken , wo jedes Teil schon nach kurzer Zeit wieder durch ein neues ersetzt werden muss, weil es bereits nach der ersten Wäsche verzogen oder verfärbt ist, peelt oder aufgeribbelte Nähte aufweist, sind verzichtbar.
Das Problem, die von den Stil-, Mode- und Kulturressorts der überregionalen Tageszeitung gepriesenen Marken der Nachhaltigkeit Louis Vuitton, Hermès und Bottega Veneta der Nachhaltigkeit, sind für die große Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Der Durchschnittslohn liegt hierzulande gegenwärtig bei € 3.064 Euro brutto.
Ledertaschen zum Preis eine Kleinwagens und Kaschmirpullover für 1000 Euro sind da nicht wirklich relevant. Ärgerlich wenn die Alternative für die weniger zahlungskräftige Klientel aus zotigen Motto-T-Shirts, Ed-Hardy Adaptionen, und KiK Acrylware besteht. Denn auch die breite Masse ist aufgrund des Internets sowie der zunehmenden Thematisierung von Lifestyle in den Medien, modisch gut informiert und sucht Qualität und Stil zu einem bezahlbaren Preis.
Das Unverhältnis zwischen einem an der größten Zielgruppe vorbeischießenden Angebot und dem tatsächlichen Bedarf an Bekleidung, die Leute mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2000 Euro nicht gleich wie die letzte “Flodder” aussehen lässt, erklärt den immensen Ansturm auf Jil Sander´s Kollektion für Uniqlo. Während bei den H&M Designerkollaborationen das Geltungsbedürfnis des gewöhnlichen Konsumenten sich selbst mit einem prominenten Namen aufzuwerten für Umsatz sorgt, bedient J+ all diejenigen die längst mal wieder einen soliden marinefarbigen Blazer brauchen, der jedoch nicht nach biederer Kaufhausware aussieht und trotzdem nicht mehr kostet als das was dort auf den Stangen hängt.
Die “Queen of Less” traf mit ihrer preisgünstigen J+ Linie den Nerv der Zeit. Die Kollektion bietet zeitloses Design in hochwertiger Optik. Moderne Silhouetten wie der Sander typische schmale Hemdkragen, office-tauglichen Farben und unkompliziert kombinierbare Einzelteile. Keine high-fashion, kein Drama aber eben genau das, was der Lebensrealität von Männern und Frauen im Jahr 2009 weltweit entspricht.
Video: Endlos lange Wartezeiten mussten die Kunden, des New Yorker Uniqlo Stores im Stadtteil SoHo in Kauf nehmen!
Bonjour Dekadenz: Boule Deluxe à la Louis Vuitton. Das Kugelset aus Frankreich gehört zwar nicht unbedingt zu den essentiellen Dingen, die man im Leben braucht, doch die Mini-Bälle mit dem LV-Monogram genügen ganz einfach sich selbst und sind sowohl auf dem Bouleplatz wie auch als Dekoobjekt einfach wunderbar anzusehen.
Stilecht reisen wie einst Kaiserin Eugénie, mit riesigen Schrankkoffern in den alles Platz hat worauf man im Urlaub nicht verzichten möchte? Kein Problem, die Vintage Luggage Company aus Hamburg macht´s möglich! Das Unternehmen verfügt über den weltweit größten Bestand an alten bis historischen Gepäckstücken der Edelmanufakturen Louis Vuitton, Hermès, Goyard, und Moynat, darunter Stücke von nahezu musealem Wert. Das Auge kann sich gar nicht satt sehen am Firmenkatalog, der seltene Reisetruhen von 1890, einen Reiseschreibtisch, eine Hutschachtel und diverse Schrankkoffer beinhaltet. Angesichts des Seltenheitswertes treibt das liebevolle und mit Expertise zusammengetragene Sortiment von The Vinatge Luggage Company den Puls eines jeden Louis Vuitton Sammlers in die Höhe.
Weil reisen mit den riesigen Koffern ohne Peronal eher beschwerlich ist, bieten sich die Stücke auch bestens als dekoratives Möbel oder Dekorationsobjekt für die eigenen vier Wände an, wie die hier abgebildete Reisetruhe von 1900 mit maßgefertigtem Untergestell.
photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg
Aber nicht nur antike Schätze, auch limitierte und vergriffene Modelle neueren Datum lassen sich bei The Vinatge Luggage Company finden. So z.B. der coole DJ Koffer, den Helmut Lang einst anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums von Louis Vuitton entwarf. Auch die erste Edition an Taschen mit den Graffiti-Dessins von Stephen Sprouse aus dem Jahre 2001 ist hier zu haben.
Das Beste vom Besten muss nicht mehr länger in London, Paris oder New York gesucht werden. Dank The Vintage Luggage Company ist die große weite Welt nun auch in Hamburg zuhause.
THE VINTAGE LUGGAGE COMPANY, Valentinskamp 18, MBE Haus 209, 20354 Hamburg
Tel. 0700 / 1584 42 43 www.vintage-luggage.de
Das zweimonatlich erscheinende Kunstmagazin CLARK aus Paris versorgt seine Leserschaft in der neuesten Ausgabe unter anderem mit einem 14-seitigen Beitrag über den Künstler Takashi Murakami, dessen bunte superflat-cartoons, dank der erfolgreichen Kooperation mit Louis Vuitton im Jahre 2003, weltweit berühmt wurden.
In einem Interview spricht der kreative Japaner u.a. über seine Zusammenarbeit mit dem luxuriösen Taschenhersteller, sowie über seine Begegnung mit Gelegenheits-Schuh-Designer Kanye West und verweist auf seine neue Ausstellung in der Galerie Emmanuel Perrotin vom 15. September bis zum 17. Oktober 2009 in Paris.
Preis: EUR 5,50
Erhältlich an allen Presseverkaufsstellen in Frankreich sowie in ausgewählten Boutiquen von Paris, bspw. Colette
Zur Veröffentlichung des schicken Coffe Table Books “Louis Vuitton - Art, Fashion and Architecture” (HYPE berichtete) hat das Luxusunternehmen zusammen mit der Webdesignerin und Künstlerin Camille Scherrer eine sehenswerte Videoanimation erstellt, die Lust macht auf eine Entdeckungsreise durch die zahlreichen Projekte des Hauses Louis Vuitton. Ein beeindrucker Aufwand um den Verkauf eines Buches anzukurbeln!
Dass das Merchandising der Modeindustrie zuweilen ziemlich begehrte Sammlerstücke hervorbringt, die aufgrund ihrer künstlichen Verknappung die Gier der Konsumenten ordentlich anheizen, ist bekannt.
Das ist durchaus nachvollziehbar, wer begehrt schon was alle Anderen haben? Darüber hinaus überzeugen die limitierten “goodies” renommierter Modehäuser zumeist mit Originalität und Wertigkeit und sind somit Grund genug sich hin und wieder selbst zu beschenken. Aktuell begeistert Louis Vuitton mit der Plüsch-Version des berühmten Murakami Pandas. Dieser wurde Ende April anlässlich der Einführung der “Multicolor Spring Pallet” in Japan als give-away an Kunden und VIPs vergeben. Nun kann man das farbenfrohe Designer Bärchen beim japanischen online-store “Cliff Edge” ordern. Nichts was man wirklich braucht, aber dieser naive Blick und das Louis Vuitton Echtheits-Zertifikat schreien geradezu nach Adoption, vorausgesetzt, man beherrscht die japansiche Sprache um das Bestellformular auszufüllen und ist bereit mindestens 3.300 Euro für den Spaß hinzublättern.
Mit der Verflüssigung bekannter Modelogos im öffentlichen Raum macht Artist Zev aus einem Stück tristen Mauerwerk ein glamouröses Kunstobjekt. Zevs, ist ein anonym arbeitender französischer street-art Künstler, und als solcher in der Graffiti Szene absolut prominent. Ende der 90er feuerte er Farbbomben zwischen die Augen der Models auf Werbeplakate. Daraufhin diskutierten sich die Franzoßen die Köpfe heiß, ob es sich bei diesen Aktionen nun um Kunst oder purem Vandalismus handelt. Doch Zevs aktuelle Arbeiten der sich verflüssigenden Logos , die in traditioneller chinesicher Lacktechnik auwendig umgesetzt wurden, zeugen von seinem künstlerischen Anspruch. Genial!
Neben den “liquidated logos” zeigt der Künstler nun in einer Ausstellung auch keramischer Arbeiten und Malereien auf Metall.
Eröffnung: Donnerstag, 16. Juli 09
Art Statements Gallery,
5 Mee Lun Street, Central,
Hong Kong
"liquidated logos" - street-art by Zevs / copyright by: Zevs
Fashion Darling Marc Jacobs und Superstar Madonna vereint in einem Video. Das Making of zu Louis Vuitton´s Herbst/Winter Kampagne lüftet nun endlich das Geheimnis der ominösen Hasenohren, die Madonna zur diesjährigen Met Costume Gala trug und ihr im nachhinein jede Menge Spott einbrachten.
Dior, Yves Saint Laurent und Alexander McQueen haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam und doch bedienen sich alle drei Unternehmen der bewegten Bilder als zeitgemäßes Marketinginstrument.
Doch nicht nur die oben Genannten, sondern auch Chanel und Louis Vuitton setzen auf Videos als Markenbotschafter. Aufwendig inszenierte Kurzfilme, mit prominenter Besetzung, mal mehr, mal weniger gehaltvoll. Doch für wen machen die das? Es scheint als hätten die PR- Verantwortlichen renommierter Modehäuser das Internet als relevante Werbeplattform angenommen. Wobei die Streifen allein schon aufgrund ihrer Länge nichts mehr mit dem gewöhnlichen 30 Sekunden Spot zu tun haben. Die Filme werden zumeist auf der firmeneigenen Webseite gepostet oder als Einstimmung auf die Kollektion vor der Modenschau den geladen Gästen vorgeführt. Fast immer finden die Videos ihren Weg zu YouTube und damit auch in zahlreiche fashionblogs weltweit. Mannigfaltige Verbreitung zum Nulltarif! HYPE zeigt euch im folgenden drei aktuelle Beispiele:
In den Tiefen des Internets kursieren bereits die ersten Bilder der neuen Herbst / Winter Kampagne der Firma Louis Vuitton. Darin zu sehen, kein Topmodel, sondern Superstar Madonna. Die malerischen Aufnahmen von Steven Meisel, der zuvor auch schon die Spring 2009 Kampagne mit der Sängerin fotografierte, zeigen die Popgöttin sanftmütig in die Ferne blickend. Zeichnet sich da etwa ein Trend zu einer Art neuen Romantik ab? Das Puffy-Shoulder Dress mit dem gerüschten Spitzenbesatz am Ausschnitt und die Bunny Ohren erinnern jedenfalls stark an beste Rokoko Zeiten. Ein ähnliches Outfit aus der gleichen Kollektion trug Madonna zur Met Gala im Mai in New York, allerdings in petrol. Madonna und Starfotograf Steven Meisel sind enge Freunde und arbeiten seit vielen Jahren zusammen, so inszenierte er die Künstlerin auch schon für Kampagnen von Versace, diverse Plattencover, zahlreiche Vanity Fair Titel, Modestrecken und ihr Anfang der 1990er Jahre erschienenen Bildband SEX. Mit 50 Jahren und ein bisschen Photoshop beweist die Diva, dass sie es in puncto Ausstrahlung und Präsenz spielend mit den jungen Models aufnehmen kann. Warum sollte man auch eine namenlose Russin nehmen, wenn einem Madonna zur verfügung steht? Ein wirklich erstklassiges, zeitloses Ergebnis!
Herrentaschen sind so eine Sache, von den Einen geliebt von den Anderen als unmännlich belächelt, gehen die Meinungen über das Tragwerk für Männer weit auseinander. Wer bei Herrentaschen noch immer an die bordeauxfarbigen Tuckenbeutel mit Handgelenkschlaufe der 1970er Jahre denkt, der kennt vermutlich noch nicht die neuen Modelle aus dem Hause Louis Vuitton für die kommende Herbst/Winter Saison. Lässig, cool und chic! Besonders die stark an einen Fußball erinnernden Modelle mit der Hexagon Steppung nehmen sich bei aller handwerklicher Perfektion selbst nicht allzu ernst, und bieten eine junge, stylishe Alternative zu den klassischen Monogram-Varianten.
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Ein Marketingkonzept der unkonventionellen Art präsentierte das Luxusunternehmen Louis Vuitton anlässlich des Frühjahrslaunch der limitierten Murakami Taschen und Accessoire Edition “Multicolor Spring Palette” im April dieses Jahres.
In Zusammenarbeit mit Takashi Murakami, dessen bunte Interpretation des LV Monogramms im Jahr 2003 weltweit einen riesigen Hype um das schicke Tragwerk auslöste, entstand der Comic Streifen “Superflat First Love”. Darin erlebt ein naiv dreinblickendes Fashion Püppchen ein imaginäres Abenteuer zwischen den Fantasiewelten Murakamis und den Ateliers von Louis Vuitton. Bereits vor sechs Jahren, zur Markteinführung der Mulicolor Serie, schickten Vuitton und Murakami, das japanische Mädchen Aya durch ein farbintensives Logo Labyrinth, entsprechend nannte sich der Streifen dann auch “Superflat Monogram”. An für sich haben Comics und Edeltaschen nicht sonderlich viel gemein, doch im Falle Louis Vuittons ist das Ergebnis durchaus charmant und sehenswert. Superflat bezeichnet die von Takashi Murakami erfundene Kunstrichtung, welche die Ästhetik der Manga Figurinen mit der technischen Optik von Computeranimationen miteinander verbindet und dabei größtenteils auf die Darstellung von perspektive und Tiefe verzichtet.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten oder etwa doch?
Eine juristische Auseinandersetzung mit den Anwälten von Louis Vuitton könnte nun Prinz Marcus von Anhalt aufgrund von Verletzung von Markenrechten drohen. Der Nachtclubmillionär verzierte seinen Rolls Royce Pahntom Drophead Coupe mit Takashi Murakami´s LV Multicolor Monogram. Das der adoptierte “Prinz”, der sein Vermögen im Rotlichtmilieu gemacht hat, kein idealer Werbeträger für das französiche Luxusunternehmen ist, dessen Wurzeln bis in Jahr 1854 zurückreichen, steht außer Frage. Andererseits, kaum ein Mensch kennt Marcus von Anhalt. Der Rolls Roye per se als Grundlage für das Firmenlogo, ist in jedem Falle ein Hingucker und beschert Louis Vuitton, wie auch im Falle dieses Beitrages, immerhin reichlich kostenlose PR.
Louis Vuitton´s press office hat die Gerüchte um eine zweite Kooperation mit Madonna bestätigt. Die Queen of Pop wird auch für die Saison Fall 2009 exklusiv für die Edeltaschen der französischen Traditionsfirma werben. Inszenieren wird die Kampagne, Starfotograf und Madonna Buddy Steven Meisel. Zu diesem Zeitpunkt ist noch völlig unklar ob Madonnas on-and-off Boy-Toy Jesus Luz bei den Aufnahmen mit von der Partie sein wird. Die Chancen hierfür stehen Gerüchten zufolge jedoch nicht schlecht. Folgende Gründe sprechen dafür:
1. Madonna war bereits Werbeträgerin von Louis Vuitton für Spring/Summer 2009. Eine ihrer Regel lautet “Tue niemals das Gleiche ein zweites Mal!”
2. Marc Jacobs setzt gerne auf Schockeffekte und versteht es dadurch mediale Aufmerksamkeit zu erregen. Jesus Luz in provokanter Pose mit Madonna hält Louis Vuitton im Gespräch.
3. Im Zuge der Rezession und der Schweinegrippe muss Louis Vuitton seine Medienpräsenz
stark forcieren und mit frischen Inhalten daherkommen um wahrgenommen zu werden. Jesus Luz, als neues männliches Gesicht, könnte dabei helfen.
4. Marc Jacobs hat aufgrund seiner Verlobung mit dem Brasilianer Lorenzo Martone ohnehin ein Faible für südamerikanische Jungs, was die Wahl Jesus Luz´ zum Co-Star in der Kampagne begünstigen dürfte.
5. Ein gemeinsames erotisches Posing von Madonna und Jesus vermittelt zudem die frohe Botschaft, dass 50 jährige Ladies spielerisch in der Lage sind einen attraktiven Mittzwanziger um ihren Finger zu wickeln. Getreu dem Motto: Kauf die Tasche und du kriegst den Typen gleich mit dazu!