Designerwechsel…und raus bist du!

Posted: April 25th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Das “Bäumchen-wechsle-dich-Prinzip” scheint in diesem Jahr auffallend oft Anwendung auf Designer in leitenden Positionen innerhalb internationaler Modeunternehmen zu finden. Fast  könnte man meinen, Arbeitlosigkeit sei das ultimative Accessoire der Saison.

Neben der bisher prominentesten Entlassung im Falle Gallianos, musste auch noch so manch anderer kreative Kopf in diesem, noch jungen Jahr, seinen Hut nehmen. Meist werden schlechte Umsatzzahlen als Grund für die Entlassungen genannt, alternativ auch die unterschiedliche Auffassung zwischen Designer und Geschäftsführung bezüglich der stilistischen Ausrichtung der Kollektion. So einigte sich der Vorstand im Hause Balmain darauf, dass die Zielgruppe für verschlissene 1000-Dollar-Shirts doch zu klein ist um damit auf Dauer stabile Umsätze zu generieren. Das Resultat: Christophe Decarnin ist seit ein paar Wochen nun ganz offiziell nicht mehr als Chefdesigner für Balmain tätig.

Den jüngsten Rausschmiss verbucht das Modehaus Gianfranco Ferré, das seit dem Tod seines Gründers im Jahr 2007, in Ermangelung kreativer Visionskraft, konstant von Schließung bedroht ist. Diesen Zustand wusste auch das Designer-Duo Aquilano und Rimondi nicht zu ändern und so wurden die beiden vor wenigen Tagen von ihren Aufgaben als künstlerische Leiter entbunden.

Von der Öffentlichkeit beinahe völlig unbemerkt trennte sich im März die Lederwaren-Manufaktur Trussardi von ihrem Kreativchef Milan Vukmirovic. Zur Erinnerung all derer, die sich gerade fragen; Milan who?,  sei darauf hingewiesen, dass der gebürtige Serbe einst als Creative-Director der Marke Jil Sander von 2000 bis 2003 für weit mehr Aufsehen sorgte.

Auch Issey Myakes Kreativdirektor Dai Fuijwara (seit 2006) und Louis Vuittons Menswear-Director Paul Helber haben ihren Arbeitsplatz vor wenigen Wochen geräumt. Letzterer wird übrigens durch den 31-jährigen Engländer Kim Jones ersetzt.

Chloé Chefdesignerin Hanna McGibbon musste in den vergangenen Wochen ganz schön bangen als ihre Stelle zur Disposition stand. Doch McGibbon kann durchatmen, zunächst, ihr Vertrag wurde dieser Tage um ein halbes Jahr verlängert. Komplett raus ist dagegen ihre Kollegin Vanessa Seward als Chefdesigneuse des couturesque angehauchten Labels Loris Azzaro. Zwischenmenschliche Missstimmungen in Folge eines Managementwechsels sollen Seward letztlich zum Abgang bewogen haben. Auch wenn es in etwa so spannend sein mag wie ein in Travemünde umgekippter Strandkorb, so soll der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass auch Clare Waight Keller als Kreativdirektorin der Marke Pringle of Scotland zurückgetreten ist. Aus persönlichen Gründen. Natürlich, was sonst!

Welche Überraschungen das Personalkarussell 2011 sonst noch bietet? Schaun mer’ mal.


KARL LAGERFELD IM GESPRÄCH MIT SUZY MENKES auf der “Luxury Conference”

Posted: November 11th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Wenn Herr Lagerfeld ein Interview gibt, ist das für seine Fans wie auch den modischen Laien in aller Regel sehr unterhaltsam. Erweist sich der Fragensteller auch noch als modisch kompetent und begegnet dem Kaiser, wie im Falle von Suzy Menkes, auf Augenhöhe, lauern Modeliebhaber weltweit geradezu darauf neue Sprüche des Meisters aufzusaugen, die sie dann genüsslich im Büro oder Zuhause zitieren können. Auch bei der zweitägigen “International Herald TribuneLuxury Conference” in London,  hielt sich der selbstbestimmte Modemacher mit persönlichen Ansichten zum Modezirkus nicht zurück, und verriet, warum Hermès angesichts des partiellen Aufkaufs durch die Louis Vuitton Gruppe nicht zu jammern braucht. Erfrischend!


LOUIS VUITTON’s Koffergeschichten

Posted: September 17th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION SHOPPING | Tags: , , , | 1 Comment »

louis-vuitton-100-legendary-trunks1Louis Vuitton weiß wie man alte Koffer im Gespräch hält. Man widmet ihnen einfach einen monumentalen Bildband: “Louis Vuitton, 100 Legendary Trunks” befasst sich mit der Enstehungsgeschichte von 100 fabelhaften Reisekoffern aus dem Hause Louis Vuitton. Über 600 Bilder, sowohl aus dem Firmenarchiv als auch neue, eigens für das Buch geschossene Aufnahmen, zeigen u.a. Gepäckstücke, die speziell für prominente Persönlichkeiten wie Hollywood Legende Douglas Fairbanks, Modeschöpferin Jeanne Lanvin, Karl Lagerfeld, Sharon Stone oder Damien Hirst angefertigt wurden.

Erhältlich ab Oktober 2010, 540 Seiten , ca. 120 €


GELEGENHEIT: LOUIS VUITTON Vintage Stücke bei CHRISTIE`S in London

Posted: August 3rd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , , , | 1 Comment »

photoccredit: by courtesy of Christie's London

photoccredit: by courtesy of Christie's London

Louis Vuitton Fans aufgepasst: Das Auktionshaus Christie’s in London versteigert am 28. September eine einmalige Sammlung an uralten und daher äußerst seltenen Gepäckstücken der französischen Luxusmarke.

Insgesamt suchen 20 Stücke, darunter Koffer, kleinere Truhen, dekorative Hutboxen und diese fabelhaft zickigen Beauty-Köfferchen neue Besitzer. Die ältesten Stücke stammen aus dem späten 19. Jahrhundert, neuere Modelle aus den 1940er Jahren.

All denen, die schon immer mit dem Sammeln von Vintage Stücken aus dem Hause Louis Vuitton beginnen wollten, bietet die Auktion unter dem Titel: “Style and Spirit” mit Einstiegspreisen von ca. 500 € nun die optimale Gelegenheit.

Die Auktion findet am Dienstag, den 28. September 2010 bei Christie’s in South Kensigton statt und beginnt um 10:30 Uhr.

Christie’s, 85 Old Brompton Road, South Kensington, London


Buchtipp Nummer 2: GOYARD BOOK

Posted: Juli 21st, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , | No Comments »

photo by courtesy of GOYARD

photo by courtesy of GOYARD

Es gibt wohl nur eine Koffermarke, die dem Edellabel Louis Vuitton das Wasser reichen kann und das ist das Traditionshaus Goyard. Dessen Luxusgepäck gab es bereits im Jahre 1853, als Louis Vuitton noch nicht einmal in den Kinderschuhen steckte.

Goyard steht für exklusive Reisekoffer, doch das neueste Stück der Pariser Luxusherstellers beherbergt nicht etwa Kleider und Waschbeutel und umhüllt auch keine Ipads und smartphones. Nein, das neue Musthave made by Goyard enthält 3 Kilo hochwertiges Papier. Genauer gesagt, die gesamte Entstehungsgeschichte der Marke Goyard in Buchform, handgemacht nach alter Tradition. Der exklusive Wälzer beinhaltet Originaldrucke und hochwertige Details wie Wasserzeichen auf jeder Seite, von denen jede einzelne aus dem gleichen handgefertigten Baumwoll/Leinen Gemisch besteht, wie die Bezüge der Goyard Koffer. 7 Jahre hat die Fertigstellung gedauert, die Auflage ist auf 233 Exemplare limitiert. Den dazugehörigen Koffer gibt es in 12 unterschiedlichen Farben. Der exklusive Wälzer hat natürlich seinen Preis: stolze 6000 Euro muss man für das Goyard Book hinblättern. Da behaupte noch einer, Handtaschen seien teuer!

www.goyard.com


Logo-Fetisch: SM-Maske im Louis Vuitton Look, grrrrrr….

Posted: Juni 29th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

photo via stylefrizz

photo by Christopher Katke, via stylefrizz

Provokation ist ein beliebtes Marketinginstrument, dessen sich die Modebranche immer häufiger bedient. Models, die in einer Burka über den Laufsteg schreiten, Fußballer, die in homoerotischer Ästhetik für eine Werbekampagne posen, all das sind inzwischen gängige Motive, mit denen Designer ihre Kollektionen hervorheben wollen.

Hin und wieder gibt es Fotos, bei denen einem schlichtweg die Spucke weg bleibt. So wie das finstere Bildnis eines Mannes, dessen Antlitz komplett von einer Ledermaske verhüllt wird. Einerseits beklemmend, andererseits kommt das Utensil aus dem Sado-Maso-Milieu auch originell daher, schließlich ist das Leder mit dem Monogramm des Pariser Luxuslabels Louis Vuitton bedruckt, welches man sonst nur auf  Koffern, Handtaschen und Accessoires der Edelmarke findet.

Handelt es sich hier also um einen einmaligen Ausflug in die SM-Welt zu Werbezwecken, ein neues Must-have mit politischer Botschaft, oder doch um das Ergebnis einer gelungenen Bildbearbeitung per Fotoshop? Abgelichtet wurde die  Fetischbirne jedenfalls von dem New Yorker Modefotografen Christopher Katke, auf dessen Website sich noch weitere  neckische Aufnahmen befinden. Auf den letzten LV-Schauen war das martialische Kopfleder übrigens nicht zu sehen und auch im Hause Louis Vuitton ist man erst mal überfragt. Egal, schrill und visuell spannend ist das Crossover zwischen Unterwelt und Luxuslabel mit Sicherheit!

(Text: Martina Klose)


That´s styling: Katie Grand inszeniert Mannequins für Louis Vuitton in London

Posted: Juni 18th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

© Louis Vuitton / Stephane Muratet, photo: by courtesy of Louis Vuitton

© Louis Vuitton / Stephane Muratet, photo: by courtesy of Louis Vuitton

Schaufensterpuppen, deren Köpfe in umgedrehten Louis Vuitton Taschen stecken und gesichtslose Stoffgestalten, deren Körper über und über mit dicken LV-Initialien in Graffiti-Optik bepinselt sind: In ihrer gewohnt unkonventionellen Art würdigt die Londoner Stylistin und frühere Chefredakteurin der  Modegazette “POP” Katie Grand das 12jährige Schaffen von Marc Jacobs als künstlerischer Leiter für das französische Luxuslabel Louis Vuitton.

Originell und witzig setzte die 37-jährige Modeexpertin Kreationen von 1998 bis heute im neu eröffneten Louis Vuitton Flagshipstore in der Londoner Bond Street in Szene. Grand, die auch die Modehäuser Prada und Miu Miu berät, hat Designerstücke zusammengetragen, die allesamt unter der Führung von Marc Jacobs für das Pariser Modelabel entworfen wurden. Darunter viele Klassiker, aber auch wahre Kunststücke, wie die bunten Graffiti-Taschen, auf denen der 2004 verstorbene Künstler  und Jacobs’ Freund Steven Sprouse sich austoben und die Initialien der Luxusmarke neu interpretieren durfte.

Als Marc Jacobs im Jahre 2000 Steven Sprouse erstmalig beauftragte dem klassischen LV-Monogram für die Sommer Kollektion 2001 ein junges Make-over zu verpassen, war das eine kleine Revolution im Luxussegment.  Der erfrischend respektlose Umgang  mit dem weltberühmten Logo-Muster  stieß weltweit auf großen Anklang, sowohl bei der Presse als auch beim Endverbraucher, und somit waren  “Sprouse” Modelle unmittelbar nach ihrer Marketeinführung auch im Nu vergriffen.  Auch die  Neuauflage der Sprouse Designs im vergangenen Jahr, diesmal in grellen Neonfarben, war populär und machte fluoreszierendes Gelb, Grün und  Pink, kurzum Neon,  erstamls seit Ender der 1980er wieder salonfähig.  Um die Entwicklung des berühmten Modelabels zu dokumentieren, hat Katie Grand Stücke aus den unterschiedlichsten Kollektionen ausgegraben und liebevoll zu einem coolen  Gesamtkunstwerk arrangiert.  Überhaupt kann sich die neue Boutique in Londons feiner New Bond Street sehen lassen.  Rund 25 Millionen Euro wurden in den 1520 Quadratmeter großen Fashion-Tempel investiert, der neben einem Sortiment aus edelsten Vintagekoffern, eine Kunstsammlung mit Exponaten von Damien Hirst, Gilbert & George und Jeff Koons beherbergt.

copyright: Louis Vuitton / Stephane Muratet, photo: by courtesy of Louis Vuitton

copyright: Louis Vuitton / Stephane Muratet, photo: by courtesy of Louis Vuitton

„Ich wollte einen Laden machen, in dem man am liebsten einen halben Tag verbringen möchte, statt einfach hineinzugehen, um gleich wieder mit einer Tasche herauszukommen,” betont der New Yorker Architekt Peter Marino im Interview. „Wenn die Leute so nett sind, ein Geschäft zu betreten, dann schuldet man Ihnen eine gute Zeit. Warum sollte man Shoppen, ohne dass man dabei Spaß hat und das Ganze einen gewissen Glamour hat?”

In der Tat sind die drei Etagen des „Maison” Louis Vuitton gespickt mit Überraschungen und verspielten Elementen, so dass nicht nur gut betuchte Kunden geneigt sein werden, die Schwelle des Luxusgeschäfts zu übertreten. Ein Buchladen mit Paperback-Klassikern, eine Ecke mit erschwinglichen Louis Vuitton Schlüsselanhängern und der Galeriecharakter des Shops an sich richten sich offenbar an ein breiteres Publikum. Und so kann es durchaus sein, dass die Londoner Dependance von Louis Vuitton künftig nicht nur Fashion Victims anzieht, sondern auch bei Städtereisenden irgendwann zum Pflichtprogramm gehört, wie etwa das British Museum, die Tate Modern oder der Touri-Klassiker Madame Tussauds’.

www.louisvuitton.com

(Text: Martina Klose)



Stilvoll zur WM – der FIFA-Pokal reist im LOUIS VUITTON Luxus-Koffer

Posted: Juni 8th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | 1 Comment »

copyrights: Mazen Saggart / LOUIS VUITTON, by courtesy of LOUIS VUITTON

copyrights: Mazen Saggar / LOUIS VUITTON, photo: by courtesy of LOUIS VUITTON

Sie ist die wohl am härtesten umkämpfte Trophäe der Welt und reist nicht in einem ordinären Trolley oder gar in einer beliebigen Pappschachtel nach Südafrika.

Nein, der FIFA-Pokal tritt seinen Weg zum Schauplatz der WM 2010 im handgefertigten Louis Vuitton Koffer mit LV Monogramm an. Auch wenn der Pokal am Ende von schweißgebadeten Fußballern im Freudentaumel hochgehalten wird, behandelt man die 6 Kilo schwere Goldfigur derzeit wie eine Diva. Wahrscheinlich durfte deshalb auch Supermodel Naomi Campbell – die selbst gerne die Diva raushängen lässt – den güldenen Pokal in seinem luxuriösen Behältnis verstauen, bevor er sich auf die lange Reise nach Südafrika begab.

Ab kommenden Freitag werden Spieler aus  32  Nationen wieder um den 18 Karat Gold-Pokal kicken. Und dafür ist den Veranstaltern scheinbar nichts zu teuer. „Eine so wertvolle Trophäe wie der FIFA WM-Pokal verdient einen Reisekoffer, der ebenso elegant und prestigeträchtig ist“, betont der 74jährige Präsident der FIFA, Joseph Blatter. Weiter schwärmt der Herr der Spiele über das maßgeschneiderte Case: „Von nun an wird der Pokal nicht nur sicher, sondern auch stilvoll reisen.” Gut verpackt und sicher eingebettet ist das Fußballer Must-have allemal. Ganze 100 Stunden verbrachte ein einzelner Handwerkskünstler damit, die Pokal-Transportbox von Hand zu fertigen. Tja, Ehre, wem Ehre gebührt!  Den ganz großen Auftritt genießt das edle Behältnis aus Paris übrigens am Finaltag  des 11. Juli in Johannesburg. Millionen von Fernsehzuschauer  weltweit werden mitverfolgen wie die Trophäe  zwecks Kür des Fußball-Weltmeisters aus ihrer schicken Hülle entnommen wird. Da riskieren selbst  fußball-scheue Fashionistas gerne mal einen Blick auf die Mattscheibe.

(Text: Martina Klose)


WAS JIL SANDER DEFININITV RICHTIG GEMACHT HAT…

Posted: Oktober 2nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

photocredit: Uniqlo

photocredit: Uniqlo

Man kann Heidemarie Jiline Sander, besser bekannt als Jil Sander, nur beglückwünschen. Zur weltweiten Verkaufsstart der von ihr entwickelten J+ Modelinie für den japanischen Bekleidungshersteller Uniqlo, bildeten sich vor dessen Filialen lange Menschenschlangen, wie zuletzt beim Begrüßungsgeld nach der deutschen Wiedervereinigung. Ob in London, Paris oder New York, überall nahmen Menschen lange Wartezeiten in Kauf um eines oder gar mehrere der schlichten Teile im Jil Sander Look zu erstehen.

Lang Zeit galt die Annahme, dass die Kleiderschränke der westlichen Nationen voll seien und Niemand mehr eines weiteren marinefarbigen Blazers bedürfe. Eine Aussage auf die stets der Abgesang der modischen Mitte folgte. Nur noch Luxus und Billig hätten langfristig eine Überlebenschance am übersättigten Modemarkt. Von einem neuen Qualitätsbewusstsein war immer wieder die Rede, ebenso wie von der Besinnung auf alte Werte, womit fast immer traditionelle Manufakturen in italienischen Provinznestern und das Handwerk per se gemeint waren. In der Tat hat mittlerweile fast jeder Verbraucher begriffen, dass Billig eigentlich viel zu Teuer ist. Synthetische Stoffe und schlechte Verarbeitung von Kleidungstücken , wo jedes Teil schon nach kurzer Zeit wieder durch ein neues ersetzt werden muss, weil es bereits nach der ersten Wäsche verzogen oder verfärbt ist, peelt oder aufgeribbelte Nähte aufweist, sind verzichtbar.

Das Problem, die von den Stil-, Mode- und Kulturressorts der überregionalen Tageszeitung gepriesenen Marken der Nachhaltigkeit Louis Vuitton, Hermès und Bottega Veneta der Nachhaltigkeit, sind für die große Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Der Durchschnittslohn liegt hierzulande gegenwärtig bei € 3.064 Euro brutto.

Ledertaschen zum Preis eine Kleinwagens und Kaschmirpullover für 1000 Euro sind da nicht wirklich relevant. Ärgerlich wenn die Alternative für die weniger zahlungskräftige Klientel aus zotigen Motto-T-Shirts, Ed-Hardy Adaptionen, und KiK Acrylware besteht. Denn auch die breite Masse ist aufgrund des Internets sowie der zunehmenden Thematisierung von Lifestyle in den Medien, modisch gut informiert und sucht Qualität und Stil zu einem bezahlbaren Preis.

Das Unverhältnis zwischen einem an der größten Zielgruppe vorbeischießenden Angebot und dem tatsächlichen Bedarf an Bekleidung, die Leute mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2000 Euro nicht gleich wie die letzte “Flodder” aussehen lässt, erklärt den immensen Ansturm auf Jil Sander´s Kollektion für Uniqlo. Während bei den H&M Designerkollaborationen das Geltungsbedürfnis des gewöhnlichen Konsumenten sich selbst mit einem prominenten Namen aufzuwerten für Umsatz sorgt, bedient J+ all diejenigen die längst mal wieder einen soliden marinefarbigen Blazer brauchen, der jedoch nicht nach biederer Kaufhausware aussieht und trotzdem nicht mehr kostet als das was dort auf den Stangen hängt.

Die “Queen of Less” traf mit ihrer preisgünstigen J+ Linie den Nerv der Zeit. Die Kollektion bietet zeitloses Design in hochwertiger Optik. Moderne Silhouetten wie der Sander typische schmale Hemdkragen, office-tauglichen Farben und unkompliziert kombinierbare Einzelteile. Keine high-fashion, kein Drama aber eben genau das, was der Lebensrealität von Männern und Frauen  im Jahr 2009 weltweit entspricht.

Video: Endlos lange Wartezeiten mussten die Kunden, des New Yorker Uniqlo Stores im Stadtteil SoHo in Kauf nehmen!


BOULE DELUXE à la LOUIS VUITTON

Posted: Oktober 1st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION SHOPPING | Tags: | No Comments »

photo credit. Louis Vuitton

photo credit. Louis Vuitton

Bonjour Dekadenz: Boule Deluxe à la Louis Vuitton. Das Kugelset aus Frankreich gehört zwar nicht unbedingt zu den essentiellen Dingen, die man im Leben braucht, doch die Mini-Bälle mit dem LV-Monogram genügen ganz einfach sich selbst und sind  sowohl auf dem Bouleplatz wie auch als Dekoobjekt einfach wunderbar anzusehen.

louisvuitton.com


THE VINTAGE LUGGAGE COMPANY / Geheimtipp aus Hamburg

Posted: September 28th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , , , | No Comments »
photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg

photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg

Stilecht reisen wie einst Kaiserin Eugénie, mit riesigen Schrankkoffern in den alles Platz hat worauf man im Urlaub nicht verzichten möchte? Kein Problem, die Vintage Luggage Company aus Hamburg macht´s möglich! Das Unternehmen verfügt über den weltweit größten Bestand an alten bis historischen Gepäckstücken der Edelmanufakturen Louis Vuitton, Hermès, Goyard, und Moynat, darunter Stücke von nahezu musealem Wert. Das Auge kann sich gar nicht satt sehen am Firmenkatalog, der seltene Reisetruhen von 1890, einen Reiseschreibtisch, eine Hutschachtel und diverse Schrankkoffer beinhaltet. Angesichts des Seltenheitswertes treibt das liebevolle und mit Expertise zusammengetragene Sortiment von The Vinatge Luggage Company den Puls eines jeden Louis Vuitton Sammlers in die Höhe.

Weil reisen mit den riesigen Koffern ohne Peronal eher beschwerlich ist, bieten sich die Stücke auch bestens als dekoratives Möbel oder Dekorationsobjekt für die eigenen vier Wände an, wie die hier abgebildete Reisetruhe von 1900 mit maßgefertigtem Untergestell.

photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg
photo: The Vintage Luggage Company, Hamburg

Aber nicht nur antike Schätze, auch limitierte und vergriffene Modelle neueren Datum lassen sich bei The Vinatge Luggage Company finden. So z.B. der coole DJ Koffer, den Helmut Lang einst anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums von Louis Vuitton entwarf. Auch die erste Edition an Taschen mit den Graffiti-Dessins von Stephen Sprouse aus dem Jahre 2001 ist hier zu haben.

Das Beste vom Besten muss nicht mehr länger in London, Paris oder New York gesucht werden. Dank The Vintage Luggage Company ist die große weite Welt nun auch in Hamburg zuhause.

THE VINTAGE LUGGAGE COMPANY, Valentinskamp 18, MBE Haus 209, 20354 Hamburg
Tel. 0700 / 1584 42 43


www.vintage-luggage.de


TAKASHI MURAKAMI AUSSTELLUNG IN PARIS

Posted: September 9th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »
All Artworks ©Takashi Murakami/Kaikai Kiki Co., Ltd. / courtesy of CLARK

All Artworks ©Takashi Murakami/Kaikai Kiki Co., Ltd. / courtesy of CLARK

Das zweimonatlich erscheinende  Kunstmagazin CLARK aus Paris versorgt seine Leserschaft  in der neuesten Ausgabe unter anderem mit einem 14-seitigen Beitrag über den Künstler Takashi Murakami, dessen bunte superflat-cartoons, dank der erfolgreichen Kooperation mit Louis Vuitton im Jahre 2003, weltweit berühmt wurden.

In einem Interview spricht der kreative Japaner u.a. über seine Zusammenarbeit mit dem luxuriösen Taschenhersteller, sowie über seine Begegnung mit Gelegenheits-Schuh-Designer Kanye West und verweist auf seine neue Ausstellung in der Galerie Emmanuel Perrotin vom  15. September bis zum 17. Oktober 2009 in Paris.

Preis: EUR 5,50

Erhältlich an allen Presseverkaufsstellen in Frankreich sowie in ausgewählten Boutiquen von Paris, bspw. Colette


LOUIS VUITTON COFFEE-TABLE BOOK IN BEWEGTEN BILDERN

Posted: August 11th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Zur Veröffentlichung des schicken Coffe Table Books “Louis Vuitton – Art, Fashion and Architecture” (HYPE berichtete) hat das Luxusunternehmen zusammen mit der Webdesignerin und Künstlerin Camille Scherrer eine sehenswerte Videoanimation erstellt, die Lust macht auf eine Entdeckungsreise durch die zahlreichen Projekte des Hauses Louis Vuitton.  Ein beeindrucker Aufwand um den Verkauf eines Buches anzukurbeln!


LOUIS VUITTON JETZT AUCH ZUM KUSCHELN!

Posted: Juli 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION SHOPPING | Tags: , | No Comments »

adopt me!

adopt me!

Dass das Merchandising der Modeindustrie zuweilen ziemlich begehrte Sammlerstücke hervorbringt, die aufgrund ihrer künstlichen Verknappung die Gier der Konsumenten ordentlich anheizen, ist bekannt.

Das ist durchaus nachvollziehbar, wer begehrt schon was alle Anderen haben? Darüber hinaus überzeugen die limitierten “goodies” renommierter Modehäuser zumeist mit Originalität und Wertigkeit und sind somit Grund genug sich hin und wieder selbst zu beschenken. Aktuell begeistert Louis Vuitton mit der Plüsch-Version des berühmten Murakami Pandas. Dieser wurde Ende April anlässlich der Einführung der “Multicolor Spring Pallet” in Japan als give-away an Kunden und VIPs vergeben. Nun kann man das farbenfrohe Designer Bärchen beim japanischen online-store “Cliff Edge” ordern. Nichts was man wirklich braucht, aber dieser naive Blick und das Louis Vuitton Echtheits-Zertifikat schreien geradezu nach Adoption, vorausgesetzt, man beherrscht  die japansiche Sprache um das Bestellformular auszufüllen und ist bereit  mindestens 3.300 Euro für den Spaß hinzublättern.


STREETART DE LUXE – LIGQUIDATED LOGOS BY ZEVS

Posted: Juli 10th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , , , | 1 Comment »

Zevs

street-art by Zevs copyright by: Zevs

Mit der Verflüssigung bekannter Modelogos im öffentlichen Raum macht Artist Zev aus einem Stück tristen Mauerwerk  ein glamouröses Kunstobjekt.   Zevs, ist ein anonym arbeitender französischer street-art Künstler, und als solcher in der Graffiti Szene absolut prominent. Ende der 90er feuerte er Farbbomben zwischen die Augen der Models auf Werbeplakate. Daraufhin diskutierten sich die Franzoßen die Köpfe heiß, ob es sich bei diesen Aktionen nun um Kunst oder purem Vandalismus handelt. Doch   Zevs aktuelle Arbeiten der sich verflüssigenden Logos , die in traditioneller chinesicher Lacktechnik auwendig umgesetzt wurden, zeugen von seinem künstlerischen Anspruch. Genial!

Neben den “liquidated logos” zeigt der Künstler nun in einer Ausstellung auch keramischer Arbeiten und Malereien auf Metall.

Eröffnung: Donnerstag, 16. Juli 09

Art Statements Gallery,
5 Mee Lun Street, Central,
Hong Kong

pic-22

"liquidated logos" - street-art by Zevs / copyright by: Zevs


LOUIS VUITTON MAKING OF VIDEO feat. MADONNA

Posted: Juli 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | 1 Comment »

Fashion Darling Marc Jacobs und Superstar Madonna vereint in einem Video. Das Making of zu Louis Vuitton´s Herbst/Winter Kampagne lüftet nun endlich das Geheimnis der ominösen Hasenohren, die Madonna zur diesjährigen Met Costume Gala trug und ihr im nachhinein jede Menge Spott einbrachten.


MODE BEWEGT!

Posted: Juni 28th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA | Tags: , , , , , , | No Comments »

Dior, Yves Saint Laurent und Alexander McQueen haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam und doch bedienen sich alle drei Unternehmen der bewegten Bilder als zeitgemäßes Marketinginstrument.

Doch nicht nur die oben Genannten, sondern auch Chanel und Louis Vuitton setzen auf Videos als Markenbotschafter.  Aufwendig inszenierte Kurzfilme, mit prominenter Besetzung, mal mehr, mal weniger gehaltvoll. Doch für wen machen die das? Es scheint als hätten die PR- Verantwortlichen renommierter Modehäuser das Internet als relevante Werbeplattform angenommen. Wobei die Streifen allein schon aufgrund ihrer Länge nichts mehr mit dem gewöhnlichen 30 Sekunden Spot zu tun haben. Die Filme werden zumeist auf der firmeneigenen Webseite gepostet oder als Einstimmung auf die Kollektion vor der Modenschau den geladen Gästen vorgeführt. Fast immer finden die Videos ihren Weg zu YouTube und damit auch in zahlreiche fashionblogs weltweit. Mannigfaltige Verbreitung zum Nulltarif! HYPE zeigt euch im folgenden drei aktuelle Beispiele:


MADONNA FÜR LOUIS VUITTON PART II

Posted: Juni 26th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Madonna for Louis Vuitton Fall 09

Madonna for Louis Vuitton Fall 09

In den Tiefen des Internets kursieren  bereits die ersten Bilder der neuen Herbst / Winter Kampagne der Firma Louis Vuitton. Darin zu sehen, kein Topmodel, sondern Superstar Madonna. Die malerischen Aufnahmen von Steven Meisel, der zuvor auch schon die Spring 2009 Kampagne mit der Sängerin fotografierte, zeigen die Popgöttin sanftmütig in die Ferne blickend. Zeichnet sich da etwa  ein Trend zu einer Art neuen Romantik ab? Das Puffy-Shoulder Dress mit dem gerüschten Spitzenbesatz am Ausschnitt und die  Bunny Ohren erinnern jedenfalls stark an beste Rokoko Zeiten. Ein ähnliches Outfit aus der gleichen Kollektion trug Madonna zur Met Gala im Mai in New York, allerdings in petrol. Madonna und Starfotograf Steven Meisel sind enge Freunde und arbeiten seit vielen Jahren zusammen, so inszenierte er die Künstlerin auch schon für Kampagnen von Versace, diverse Plattencover, zahlreiche Vanity Fair Titel, Modestrecken und ihr Anfang der 1990er Jahre erschienenen Bildband SEX.  Mit 50 Jahren und ein bisschen Photoshop beweist die Diva, dass sie es in puncto Ausstrahlung und Präsenz spielend mit den jungen Models aufnehmen kann. Warum sollte man auch eine namenlose Russin nehmen, wenn einem  Madonna zur verfügung steht?  Ein wirklich erstklassiges, zeitloses Ergebnis!

Hier gehts zum Bild


LOUIS VUITTON FALL 2009 – WAS MANN SO TRÄGT

Posted: Juni 20th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: , , , | No Comments »

lv-fall-collage-version-1Herrentaschen sind so eine Sache, von den Einen geliebt von den Anderen als unmännlich belächelt, gehen die Meinungen über das Tragwerk für Männer weit auseinander. Wer bei Herrentaschen noch immer an die bordeauxfarbigen Tuckenbeutel mit Handgelenkschlaufe der 1970er Jahre denkt, der kennt vermutlich noch nicht die neuen Modelle aus dem Hause Louis Vuitton für die kommende Herbst/Winter Saison. Lässig, cool und chic! Besonders die stark an einen Fußball erinnernden Modelle mit der Hexagon Steppung nehmen sich bei aller handwerklicher Perfektion selbst nicht allzu ernst, und bieten eine junge, stylishe Alternative zu den klassischen Monogram-Varianten.
…………………………………………………………………………………………………………………………


LOUIS VUITTON UND MURAKAMIS “SUPERFLAT FIRST LOVE”

Posted: Juni 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA | Tags: , | No Comments »

Superflat First Love

Superflat First Love

Ein Marketingkonzept der unkonventionellen Art präsentierte das Luxusunternehmen Louis Vuitton anlässlich des Frühjahrslaunch der limitierten Murakami Taschen und Accessoire Edition “Multicolor Spring Palette” im April dieses Jahres.

In Zusammenarbeit mit Takashi Murakami, dessen bunte Interpretation des LV Monogramms im Jahr 2003 weltweit einen riesigen Hype um das schicke Tragwerk auslöste, entstand der Comic Streifen “Superflat First Love”. Darin erlebt ein naiv dreinblickendes Fashion Püppchen ein imaginäres Abenteuer zwischen den Fantasiewelten Murakamis und den Ateliers von Louis Vuitton. Bereits vor sechs Jahren, zur Markteinführung der Mulicolor Serie, schickten Vuitton und Murakami, das japanische Mädchen Aya durch ein farbintensives Logo Labyrinth, entsprechend nannte sich der Streifen dann auch “Superflat Monogram”. An für sich haben Comics und Edeltaschen nicht sonderlich viel gemein, doch im Falle Louis Vuittons ist das Ergebnis durchaus charmant und sehenswert. Superflat bezeichnet die von Takashi Murakami erfundene Kunstrichtung, welche die Ästhetik der Manga Figurinen mit der technischen Optik von Computeranimationen miteinander verbindet und dabei größtenteils auf die Darstellung von perspektive und Tiefe verzichtet.