Madonna und ihre Tochter Lourdes, staksten am Mittwoch Abend in New York zusammen über den pinken Teppich am Herald Square um ihre gemeinsam für die Kaufhauskette Macys entwofene Modelinie “Material Girl” zu promoten. Dabei stellten sie sich den mal mehr, mal weniger sinnstiftenden Fragen der anwesenden Pressevertreter. Glücklicherweise gelang es dem Urheber des hier zu sehenden Videos den Superstar und seinen Nachwuchs per Nahaufnahme und in bester Tonqualität zu filmen.
Der Zuschauer des zweiminütigen Clips wird Zeuge sowohl von Madonnas Antlitz bei Tageslicht als auch von der hinreißenden Coolness und Attraktivität ihres Sprößlings. Vor allem das professionelle und konsequente Handling der Interviewführung in Eislaufmutter-Manier durch Madonnas long-time Managerin Liz Rosenberg beeindruckt. Der Frage einer Reporterin ob Lourdes sich bereits mit Jungs verabrede, begegnet Rosenberg resolut mit den Worten: “remember the rules!” Wer allzu belangloses fragt, wird ignoriert, wer zu viele Fragen in Folge stellt, barsch unterbrochen. Von der Pieke auf lernt Lourdes so an der Seite ihrer Mutter sich in der Öffentlichkeit souverän zu behaupten.
Als Tochter einer der wohl berühmtesten Frauen dieses Planeten und künftiger Star in eigener Sache, dem alle Türen offfen stehen, bleibt ihr auch gar nicht anderes übrig.
Was wohl Alice Schwarzer beim Anblick dieser Werbeanzeige denken mag?
Jahrzehntelang kämpfte die streitbare Feministin für die Gleichstellung der Frauen -mit Erfolg- und dann kommt Madonna mit Starfotograf Steven Klein im Schlepptau angerutscht, um mal ordentlich über den Küchenboden im Hause Dolce & Gabbana zu schrubben und zwingt alle Frauen wieder in die Knie.
Ob Madonna uns hier mitteilen möchte, dass sie trotz 27 Jahren fortwährenden Starruhms und eines angehäuften dreistelligen Millionen-Dollar Vermögens noch immer das Mädchen von nebenan geblieben ist? Oder zieht sie es schlicht und ergreifend vor, wenn überhaupt, dann nur im Designerfummel durch ihre zahlreichen Immobilien zu putzen? Die Antwort bleibt uns der Superstar zunächst schuldig. Gewiss ist nun allerdings, dass good old Madge selbst in Gummihandschuhen eine verdammt gute Figur abgibt!
Nanu? Stammen diese professionellen Skizzen wirklich von einer 13jährigen? Dieser Gedanke mag einem beim Anblick der Entwürfe von Madonnas Tochter Lourdes spontan durch den Kopf jagen. Die detailliert gezeichneten Kleidchen und die knappen Tops auf kurvigen Formen machen so gar nicht den Eindruck, als seien sie von einem Teenager illustriert worden. Auch der Kollektionsname Material Girl legt eher die Vermutung nahe, Mama Madonna habe kräftig mitgemischt und Jungdesignerin Lourdes ihren Geschmack diktiert. Accessoires wie abgeschnittene Handschuhe und Bustiers erinnern stark an die 80er Jahre Outfits von Mama Madonna.
Doch Vorwürfe, Madonna würde ihren eigenen Nachwuchs benutzen, um sich auch bei der jüngen Generationen im Gespräch zu halten, weist die Queen of Pop entschieden zurück. Lourdes habe einfach Lust auf eine eigene Modelinie gehabt, da kam das Angebot von Macys gerade recht. Madonna insistiert dass die Kollektionsgestaltung maßgeblich von ihrer Tochter geleistet wurde, und erklärt dass Lourdes schließlich über einen sehr ausgeprägten Modegeschmack verfüge. Das leuchtet ein, denn die Sängerin war schon immer ihrer Zeit voraus – das, was sie trug, wurde stets Trend. Wahrscheinlich hat Lourdes das Inszenierungs-Talent ihrer prominenten Mama mit der Muttermilch aufgesogen. Fragt sich nur warum die Kollektion unter dem Slogan “Created by the original Material Girl, Madonna” beworben wird?
Selbstverständlich bekommt Lourdes für ihre Linie Material Girl auchprofessionelle Marketingunterstützung, von der die meisten Jungdesigner nur träumen können. Um von Anfang an junge Kundinnen an die Marke zu binden, wurde sogar ein gleichnamiger Blog erschaffen. In typischer Teenie Sprache gibt Lourdes dort Tipps und plaudert offen über ihr Tagesoutfit. Erfreulich ist jedoch, dass die 13jährige durch Kreativität von sich Reden macht. Genausogut könnte sie Mamas Geld verjubeln, wie die meisten Sprösslinge der Schönen und Reichen. Stattdessen kann man Ihre Kollektion ab August bei der amerikanischen Kaufhauskette Macys erwerben. Tja, der Rubel rollt, im Hause Ciccone!
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Madonnas Töchterchen Lourdes selbst zum Star wird: mit ihren 13 Jahren, ziert Mademoiselle Ciccone, die aus Madonnas Verbindung mit ihrem früheren Fitnesstrainer Carlos Leon stammt, jetzt ihr erstes Cover. Selbstbewusst und distanziert strahlt die hübsche Dunkelhaarige mit den großen Kulleraugen von der Titelseite des deutschen Lifestyle Magazins Quality, der noch jungen Publiaktion des einstigen Qvest-Gründers Constantin Rothenburg.
An Bilder, auf denen Mutter und Tochter gemeinsam über den Roten Teppich flanieren haben wir uns längst gewöhnt. Schließlich hat Madonna ihre Kinder nie von der Presse abgeschirmt.
Im Gegenteil: sogar an ihren Adoptionsvorhaben in Afrika ließ sie die Öffentlichkeit teilhaben. Andere Stars wie Heidi Klum drohen Paparazzi mit drakonischen Geldstrafen, sollten Sie ihre Kleinen ablichten oder gar unverpixelt zeigen. Madonna hingegen hat ihren Nachwuchs, wie es scheint, regelrecht ins Show Bizz eingeführt. So stand Lourdes bereits mit ihrer Mama auf der Bühne und wird seit sie laufen kann, von Designern umworben. Auf den Fotos der Regenbogenpresse wirkt sie fast schon gelangweilt, was nicht verwundert, wenn man von frühesten Kindesbeinen an dem Blitzlichtgewitter der Fotografen ausgesetzt ist.
Da erstaunt es auch nicht, dass Lourdes mit ihren 13 Jahren bereits über eine ausgesprochene Stilsicherheit verfügt, dass sie die Bühnenoutfits für Mamas „Sticky&Sweet”-Tour ausgesucht oder unter dem Labelnamen „Material Girl” schon eine eigene Modelinie entworfen hat. Man könnte noch endlos aufzählen, was dieser Wunderteenie schon alles für die Musik und Modewelt geleistet hat, seitdem er aus dem Windelalter heraus ist. Allerdings drängt sich auch die Frage auf, ob das Phänomen Lourdes Ciccone nicht auch ein Produkt von zuviel mütterlichem Ehrgeiz ist. Schon die Tatsache, dass Madonna ihrem Spross einen Namen gab, der ihren eigenen an Extravaganz noch übertrifft, zeugt davon, dass der Megastar seinen Nachwuchs doch irgendwie zur Selbstinszenierung nutzt.
Denn auch wenn die Pop-Diva mit ihren 51 Jahren noch so knackig daherkommt, wie eine 30 Jährige, wird sie nicht ewig auf den Brettern der Welt herumwirbeln können. Sich ständig neu zu erfinden, ist selbst für eine Ikone wie Madonna eine Herausforderung. Ob sie die Marke Madonna mit einer Mini-Ausgabe ihrer selbst fortleben lassen will? Klar, Lourdes wird in Sachen Karriere sicherlich von ihren Promi Genen profitieren. Ob sie auf Dauer damit glücklich wird, steht auf einem anderen Blatt. Viele Kinderstars sind am frühen Ruhm zerbrochen. Allerdings macht Misses Ciccone dafür einen viel zu abgeklärten und gefestigten Eindruck. Und mal ehrlich, Madonna wirkt auch nicht wie die über-ambitionierte Eislaufmutti, deren Tochter später mal das erreichen soll, was Mama nicht geschafft hat. Insofern freuen wir uns auf weitere Neuigkeiten von der unglaublich erfrischend und natürlich wirkenden Lourdes.
Das Madonnas Modelambitionen bis weit in die 90er Jahre zurückreichen ist bekannt. In diesem stilistisch grauenhaften Jahrzehnt des ausgehenden 20. Jahrhunderts posierte die Popgöttin erstmals für das Modehaus Versace.
Die von Steven Meisel inszenierten, glamourösen Kampagnenbilder sind ihren Fans und versierten Fashionistas vermutlich noch bestens im Gedächtnis. Doch wer erinnert sich eigentlich noch daran, dass Madonna ihr Gesicht einst auch für den Kosmetikhersteller Max Factor, in Deutschland damals noch unter dem Namen Ellen Betrix präsent, zum Einsatz brachte? Irgendwie schien mit dem Markentod von Ellen Betrix auch der Flashback auf die Kampagne aus dem kollektiven Bewusstsein verschwunden. Die nun zufällig wiederentdeckten Werbemotive, geschossen 1999 von “In Bed with Madonna” Regisseur Alek Keshishian, begeistern uns auch noch elf Jahre nach ihrer Entstehung. Die Aufnahmen sind zeitlos und Madonna als frostige Hollywood-Ikone scheint in Relation zur Gegenwart nahezu unverändert. Beautiful.
Da hüpft man nun seit knapp 30 Jahren über Bretter die die Welt bedeuten, hat Millionen Platten verkauft, dutzende Auszeichnungen eingeheimst und wird dann letztlich doch nur auf sein Äußeres reduziert.
So geschehen bei Superstar Madonna, die jüngst vom italienischen Grafiker Giopet, zur unfreiwilligen Werbeträgerin einer fiktiven Faltencreme degradiert wurde. Nicht gerade charmant, und doch heiligt der Zweck in diesem Falle die Mittel. Denn das Motiv bringt visuell auf den Punkt was wir alle eigentlich wissen: Promis verdanken ihr auf Magazincovern zur Schau getragenes makelloses Hautbild nicht etwa dem Konsum von 3 Litern Wasser pro Tag, sondern ausschließlich dem Einsatz von diversen Bildbearbeitungsprogrammen.
Eine Gesichtsschmiere mit der Wirksamkeit von Photoshop hätte mit Sicherheit orgiastische Freudenausbrüche bei Melanie Griffith und anderen Holleeewud Aktricen zur Folge, bleibt aber vorerst reines Wunschdenken der Kosmetikindustrie.
Ob Madonna beim Anblick der Werbeanzeige das gleiche denkt wie wir? Nämlich, dass Iggy Pop und Ozzy Osbourne diese Creme doch wesentlich nötiger hätten als “her Madgesty”!?
Celebrities auf den Titelblättern sind gewöhnlich eine ziemlich fade Angelegenheit, jedoch nicht wenn es sich bei den Portraitierten um Persönlichkeiten wie Superstar Madonna handelt. Wunderbar in Szene gesetzt vom Fotografenduo Mert Alas und Marcus Piggott, präsentiert sich Madonna in der aktuellen Mai Ausgabe des amerikanischen Interview Magazins als sinnliche Diva mit Walle-Mähne. Der sinnlich-coole Look, den ihr Stylist Karl Templer für dieses Shooting verpasst hat, rangiert irgendwo zwischen dem Cover ihres ersten Albums aus dem Jahre 1983 und der von Steven Meisel fotografisch dokumentierten Sex-Phase Anfang der 90er Jahre. Die zehn edlen schwarz-weiss Aufnahmen bilden die beste Fotostrecke mit der Popikone seit Jahren. Es ist übrigens Madonnas sechstes Interview Cover! Mein persönlicher Favorit bleibt jedoch das kontrastreiche schwarz-weiss Bild des verstorbenen Herb Ritts für die Juni Ausgabe aus dem Jahr 1990.
Wer schön immer mal wissen wollte, warum Madonna eigentlich immer auf jüngere Männer abfährt, dem antwortet das amerikanische Modemagazin INTERVIEW in seiner aktuellen Ausgabe mit einer sexy Modestrecke von Fotograf Mikael Jansnson. Hier zeigt Jesus was Madonna an ihm hat.
Das 23-jährige brasilianische Model gab der New Yorker Kultgazette zudem ein ausführliches Interview. Fragen nach Madonna waren dabei allerdings strikt verboten. Who cares, just look and enjoy!
Madonna for Dolce & Gabbana, photo: by courtesy of Dolce & Gabbana
Dolce & Gabbana veröffentlichten heute auf ihrem Internetportal “Swide” Fotos ihrer aktuellen Frühjahr/Sommer 2010 Kampagne mit Superstar Madonna als Model.
Starfotograf Steven Klein lockte Madonna sprichwörtlich vor´s Ofenrohr und inszenierte die Popqueen als sizilianische Mama! Ganz sittsam präsentiert sich die Popikone hier beim Zwiebeln schälen am schmucklosen Küchentisch mit Häkeldeckchen, beim Spaghetti Essen auf der Arbeitsplatte (mit den Fingern!) und posiert im Leopardendress an der Spüle.
Alltagssituationen, die weder dem hochglanzpolierten Image eines Superstars noch dem eines high-end Label entsprechen. Doch es ist genau dieser Bruch mit dem Glamour-Klischee, wodurch sich die Aufnahmen Kleins für Dolce & Gabbana von gewöhnlicher Produktfotografie, die alleinig die Abbildung des Gegenstandstands zum Ziel hat, unterscheiden. Der Betrachter sieht Madonna und hat dabei automatisch eine bestimmte Erwartungshaltung an ihr Umfeld, die in diesem Falle nicht erfüllt wird. Denn anstelle lasziver Diva-Posen, opulenten Interiors, Bodyguards und Paparazzi servieren Dolce & Gabbana, pure Bodenständigkeit.
photo: by courtesy of Dolce & Gabbana
Ob Madonna in den letzen 25 Jahren ihrer Megakariere tatsächlich einmal einen Spüllappen in der Hand gehabt hat, wissen vermutlich nur ihre engeren Freunde. Zu denen zählen gewiss auch Domenico Dolce und Stefano Gabbana. Letzterer antwortete in der aktuellen Ausgabe der italienischen Vanity Fair, auf die Frage ob Madonna denn auch Geschirr spüle, das Madonna eine sehr pragmatische Frau sei und verriet desweiteren, das die fitnesssüchtige Sängerin sich durchaus mal eine Portion Pasta gönne. Aha!
Bleibt nur zu hoffen, dass Madonna, außerhalb des Fotostudios, dabei das Besteck nicht vergisst.
Neben der noch bis Donnerstag andauernden New York Fashion Week, fand gestern Abend in der Metropole am Hudson River auch die Verleihung der MTV Video Music Awards statt.
Dort erschien Superstar Madonna mit Brigitte Bardot Frisur und im hochgechlossenen schwarzen Outfit, und lieferte mit ihrer Gedenkrede zu Ehren des vestorbenen Michael Jackson, den ultimativen Glanzpunkt des Abends und gleichsam einen der erinnerungswürdigsten Momente in der Geschichte der Video Music Awards. Ihre gut ausformulierten Erinnerungen an einen gemeinsamen Abend mit dem King of Pop im Jahr 1991, ließen Michael Jackson für einen kurzen Moment vor dem geistigen Auge von Millionen von Zuschauern wieder lebendig werden. Madonna verliert sich nicht in Gefühlsduselei, drischt keine Phrasen, heuchelt nicht , sondern gibt ganz realistisch ihre persönliche Anekdote mit Michael Jackson zum Besten. Diese Ansprache zielt nicht auf Zustimmung oder Sympathie des Publikums ab, sondern ist schlichtweg authentisch. Ergreifende Worte einer Pop-Lady im Hier und Jetzt, die der Legende Michael Jackson auf Augenhöhe begegnet. Es war die schönste Rede, die zum Tod des Ausnahmekünstlers öffentlich gehalten wurde. Man hätte Madonna noch stundenlang zuhören können. Chapeaux!
„Dutzende von Modemarken werden von der einen schmutzigen Hand in die andere geschoben. Und alle verlieren dabei immer mehr Glaubwürdigkeit”, diese erfrischend, ehrlichen Worte zur Lage der deutschen Modebranche stammen von Modeschöpfer Wolfgang Joop.
Das streitbare Kreativgenie, mit den griffigen Statements, hat sich rar gemacht in der hiesigen Medienlandschaft. Statt sich selbst dauerhaft in Szene zu setzen, konzentriert sich der gebürtige Potsdamer seit der Gründung von Wunderkind, lieber ganz auf seine Arbeit. Diese kommt, wie seine lebendigen Mode-Zeichnungen, ganz ohne Worte aus.
Wer Wolfgang Joop einmal live hat zeichnen sehen, der ist beeindruckt von der Mühelosigkeit seiner treffsicheren Handschrift. Im Jahr 1995 portraitierte Wolfgang Joop vor Millionen von Fernsehzuschauern in der Sendung Wetten dass, Superstar Madonna. Das schnell skizzierte Abbild der Diva wurde im Anschluss für einen guten Zweck versteigert. Zwei Ikonen der Popkultur, Madonna und Wolfgang Joop vereint auf einem Bogen Papier, von beiden persönlich unterzeichnet. Käufer war letztlich Wolfgang Joop selbst. Mit flinken Strichen schafft der Designer lebendige Figurinen, die wirken wie der Meister selbst: nonchalant, selbstbewusst, entspannt und sich selbst genügend.
Wer sich mit derlei positiven Eigenschaften und der Aura Joops in den eigenen vier Wänden umgeben möchte, kann sich diesen Wunsch nun dank der Foto-Galerie Lumas erfüllen. Lumas bietet erstklassige Arbeiten namhafter Fotografen, aber auch Künstler anderer Genres, als limitierte Fotabzüge, für einen erschwinglichen Preis zum Kauf an. Auch Wolfgang Joop hat sich bereit erklärt, eine Auswahl seiner Zeichnungen, einem größeren Kreis an kunst- und modeaffinen Menschen über Lumas verfügbar zu machen. In Berlin und München sind die Arbeiten ab September in einer Ausstellung zu bewundern. Die Hauptstadt punktet dabei mit einer Vernissage in Anwesenheit des Künstlers!
Vernissage in Berlin mit Wolfgang Joop: 10. September 2009, 19-21 Uhr
Ausstellung:
Wolfgang Joop at LUMAS Berlin ab 11.September 2009, Rosenthaler Str. 104, 10178 Berlin (Hakesche Höfe)
Wolfgang Joop at LUMAS München: ab 18. September 2009 , Brienner Straße 3, 80333 München
Das Label der Stunde heißt seit etwa einem Jahr, Balmain! 1945 von Pierre Balmain in Paris gegründet, erlebt das Modehaus unter der künstlerischen Leitung von Christophe Decarnin gegenwärtig ein Comeback.
In ihrem neuen Video zur Single “Celebration” tanzt Supertar Madonna im glitzernden Disco Mini Dress mit viktorianischen Schultern aus der Fall 2009 Kollektion, vor flächigen Farbwänden und bietet somit dem Modehaus die beste prominente Unterstützung, die man sich als Designer nur wünschen kann. Wenngleich auch Michael Jackson wenige Monate vor seinem Tod mehrfach in den Uniform-Jäckchen und Glitter Shirts des 45-jährigen Franzosen gesehen wurde. Nicht das Monsieur die Leistung eines anderen bräuchte um seine eigene Arbeit aufzuwerrten, im Gegenteil. Decarnins Rockstarkollektion für die Wintersaison 09, war neben Ricardo Tiscis Kollektion für Givenchy, das Beste was die Pariser Modewoche im März dieses Jahres zu bieten hatte. Mehr davon!
“Give it to me” – sang Madonna zum Ende ihres gestrigen Konzerts im, für ihre Verhältnisse, eher dünn besetzten Münchner Olympiastadion. Give it to me – das dachten sich auch zahlreiche der etwa 35.000 Fans, denen bei Kartenpreisen bis zu € 193,00 eine perfekt inszenierte Show geboten wurde, deren Ablaufplan kein Platz für Abweichungen duldete. Unflexibel, wie ihre durch Botox lahmgelegten Gesichtsmuskeln, präsentierte sich die Popgöttin ihrem Publikum. Ein Dialog mit ihren Anhängern, Zwischenrufe, spontane Handlungen oder öffentlichkeitswirksame Provokation? Fehlanzeige! Zugabe? Also bitte, was für eine Frage, non! Irgendwie schien die bayrische Landeshauptstadt nur eine weitere Station im Rahmen ihrer seit anderthalb Jahren andauernden Sticky & Sweet Tour zu sein, die eben bespielt werden muss.
Madonna Sticky & Sweet Tour
Wer würde bei solch einem Konzert-Marathon nicht von Ermüdungserscheinungen heimgesucht?
Zwar ist Madonna mit 51 Jahren fitter als so manche Zwanzigjährige, doch das betont exzessive Kriechen über den Bühnenboden, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Madonna im Fahrwasser ihrer jungen, durchtrainierten Tänzer mittlerweile den kürzeren Atem hat. Während sie auf de Re-Invention Tour 2004, noch mit “kamasutrösen” Kopf-über Verrenkungen in einer Glitzerkorsage von Christian Lacroix aufführte, bei der Confessions Tour immerhin noch eine lasziven Bullenritt in Gaultier darbot, beschränkte sich die Popgöttin in ihrer Akrobatik dieses mal auf Seilspringen im Schulmädchenlook. Auch in modischer Hinsicht blieb Madonna weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Während die von Jean Paul Gaultier entworfenen Bühnenkostüme ihrer Blond Ambition Tour 1990 genauso intensiv besprochen wurden wie die Konzertreihe selbst und das goldenen Metallic Bustier mit den konischen Tittenschalen beinahe ähnlichen Ruhm erlangte wie seine Trägerin, verlor sich die Stilikone bei ihrem aktuellem Bühnenprogramm in stilistischer Konzeptlosigkeit. Zu viele Designer verderben den Look: Givenchy, Miu Miu, Stella Mc Cartney, Yves Saint Laurent, Roberto Cavalli, Jeremy Scott und mass-market Label American Apparel lieferten allesamt wunderschöne Einzelteile, zusammengenommen ergaben sie jedoch kein stimmiges Ganzes.
Da Kleidung bekanntermaßen immer auch ein bestimmtes Image transportiert, wäre eine eigens für sie kreierte Bühnengarderobe aus der Hand eines Designers, welches das Motto der Tour reflektiert oder Bezug auf die Inhalte einzelner Songs nimmt, dem gesamten Showkonzept zuträglicher gewesen.
Zu allem Überdruss gab es immer wieder Gerüchte die besagten, der Superstar singe gar nicht live sondern nur Playback, was auf Nachfrage nicht einmal von den Hardcore Fans im Front-of-Stage Bereich dementiert wurde. Die Songauswahl war natürlich Geschmackssache, doch viele der älteren Besucher vermissten die Hits aus fühen Tagen und störten sich an der der elektronischen Verfremdung der Klassiker Vogue und Holiday, die auch nur fragmentarisch eingespielt wurden. Atmosphäre ist etwas Anderes! Grußlos verschwand Madonna gegen 23:30 hinter der Videoleinwand, die mit einem illuminierten” Game Over” das Ende der Show verkündete. Während sich Band und Crew in ihren Zimmern des Sofitel Bayerpost erholten, jettete die Diva direkt weiter nach London. Für den launigen Superstar war der Termin in München wohl eher Pflichtprogramm als Kür.
Madonnas Performance erinnerte an das Popcorn, welches vor dem Olympia Stadion verkauft wurde, nett für den Moment aber ohne jeglichen Mehrwert.
Es gab eine Zeit, in der auch männliche Models, wie Superstars gefeiert wurden, zumindest innerhalb der Modebranche. Das war Ende der 1980er Jahre. Der Hype um die muskulösen Beaus, dauerte bis 1998 und brachte Namen wie Markus Schenkenberg, Joel West, Mark Vanderloo, Byron, Antonio Sabato Jr., Aex Lundquist und Tyson Beckford hervor. Auch Madonnas Affinität für Männermodels ist nicht neu: bereits vor Jesus Luz, turtelte sie, 1986, mit dem damals 24 Jahre jungen Levis-Model Nick Kamen, und führte in den frühen 90er Jahren eine on-and-off Beziehung mit Supermodel Tony Ward. Fast alle der männlichen Top-Namen eint, dass sie für das Label Calvin Klein, mit nichts oder nur einem Slip bekleidet vor der Linse des amerikanischen Modefotografen Bruce Weber posierten, der mit seiner “hedonistischen” Bildsprache, ein neues männliches Schönheitsideal initiierte.
Madonna und ihr Team drehen dieses Wochenende in Mailand das Video zur nächsten Singleauskopplung ihres HARD CANDY Albums. Für den Dreh werden noch Darsteller benötigt. Interessenten können sich jetzt bewerben und sollten aber in jedem Falle am kommenden Samstag vor Ort in Mailand sein, da den Auserwählten, der genaue Drehort per SMS oder Telefonanruf erst kurz vor Drehbeginn mitgeteilt wird.
Für die Bewerber gilt: Dress to impress, und zwar im Madonna Outfit. Am besten ihr zieht schon für das Bewerbungsfoto euer Madonna Fan T-Shirt an oder präsentiert euch in einem eindeutigen Madonna Look. Seid darauf gefasst während des Drehs tanzen, schreien oder anderweitig performen zu müssen.
Wer mitmachen möchte, muß folgende Kriterien erfüllen:
1) eine Bestätigung abgeben, dass ihr über 18 seid (auf Englisch)!
2) einen Personalausweis zur Vorlage am Drehort mitbringen
3) Steuer-Nummer oder Lohnsteuer-Nr. bereit halten
4) Ihr solltet euch gegen 21 Uhr am Samstag, den 18. Juli in Mailand aufhalten und per Handy erreichbar sein!
Vor dieser Zeit wird die Location nicht bekannt gegeben.
So könnt ihr Euch bewerben:
Schickt eine e-mail mit euren Kontaktdaten, vollem Namen, (ganz wichtig: Handynummer mit internationaler Vorwahl für Deustchland), und einem aktuellem Bild, auf dem ihr gut zu erkennen seid, an:
E-MAIL: lastminutefans@gmail.com
kein Bild = keine Einladung!
Hinweis: Nicht jeder der sich bewirbt, wird auch ausgewählt!
Fashion Darling Marc Jacobs und Superstar Madonna vereint in einem Video. Das Making of zu Louis Vuitton´s Herbst/Winter Kampagne lüftet nun endlich das Geheimnis der ominösen Hasenohren, die Madonna zur diesjährigen Met Costume Gala trug und ihr im nachhinein jede Menge Spott einbrachten.
In den Tiefen des Internets kursieren bereits die ersten Bilder der neuen Herbst / Winter Kampagne der Firma Louis Vuitton. Darin zu sehen, kein Topmodel, sondern Superstar Madonna. Die malerischen Aufnahmen von Steven Meisel, der zuvor auch schon die Spring 2009 Kampagne mit der Sängerin fotografierte, zeigen die Popgöttin sanftmütig in die Ferne blickend. Zeichnet sich da etwa ein Trend zu einer Art neuen Romantik ab? Das Puffy-Shoulder Dress mit dem gerüschten Spitzenbesatz am Ausschnitt und die Bunny Ohren erinnern jedenfalls stark an beste Rokoko Zeiten. Ein ähnliches Outfit aus der gleichen Kollektion trug Madonna zur Met Gala im Mai in New York, allerdings in petrol. Madonna und Starfotograf Steven Meisel sind enge Freunde und arbeiten seit vielen Jahren zusammen, so inszenierte er die Künstlerin auch schon für Kampagnen von Versace, diverse Plattencover, zahlreiche Vanity Fair Titel, Modestrecken und ihr Anfang der 1990er Jahre erschienenen Bildband SEX. Mit 50 Jahren und ein bisschen Photoshop beweist die Diva, dass sie es in puncto Ausstrahlung und Präsenz spielend mit den jungen Models aufnehmen kann. Warum sollte man auch eine namenlose Russin nehmen, wenn einem Madonna zur verfügung steht? Ein wirklich erstklassiges, zeitloses Ergebnis!
Erstaunlich wie sehr man seine Kariere beschleunigen kann wenn man(n) mit den richtigen Leuten schläft. In der neuesten Werbekampagne für die kommende Herbst/Winter Saison bewirbt das Label Dolce & Gabbana, seine schicken Klamotten mit Madonna´s aktuellem Boy-Toy, Jesus Luz.
Eine amouröse Liaison wird von Madonnas Managerin Liz Rosenberg bestritten, und auch das brasilianische Newcomer-Model hat in Interviews wiederholt beteuert Madonna sei nur eine Freundin. Ob nun eine rein platonische Beziehung oder crazy-in-love, geschadet hat die Verbindung zur Queen of Pop, dem 22-jährigen Brasilianer nicht. Kennengelernt hat der bis dato Unbekannte Lockenschopf den Superstar im vergangenen Jahr während eines gemeinsamen Fotoshootings für das Modemagazin W in Rio. Dabei verfiel “her Madgesty” augenblicklich dem Luz´schen Adam-Kostüm. Zudem konnte Madonna einen Seelentröster nach ihrer Scheidung von Brit -Regisseur Guy Ritchie (gähn) gut gebrauchen. Die Voraussetzungen um sich der berühmtesten Frau der Welt nähern zu dürfen sind nicht besonders hoch: Ein six-pack und das Versprechen auf Jugend und Madonna is yours! In ihrem Bedürfnis nach Geborgenheit ist die Multimillionen Dollar Frau mit den starken Schultern eben auch nur das Mädchen von nebenan, wenn auch im Designerfummel.
Die ganze Chose wirkt jedoch wenig romantisch und scheint sehr kalkuliert: So hatte das Semi-Model vor seiner Begegnung mit der Königin der Popkultur kaum einen einzigen Auftrag zu verzeichnen und forderte nach Bekanntwerden der Verbindung gleichmal pauschal dreiste $ 100.000 pro Job. Vermutlich weiß er um seine Halbwertzeit. Von seiner alten Modelagentur in Rio hat er sich getrennt und ist seit ein paar Monaten bei der renommierten New Yorker Agentur Ford Models unter Vertrag.
Dabei wirkt Jesus auf den Laufsteg ungelenk und gilt in der Branche auch als nicht sonderlich fotogen. Außer Paparazzi Bildern und besagter Fotostrecke mit Madonna, gibt es so gut wie keine professionellen Modeaufnahmen mit dem blauäugigen Latino. Nun kann er immerhin Dolce&Gabbana als erste internationale Referenz seinem Modelportfolio hinzufügen. Doch das geschulte Mode-Auge erkennt schnell, ein trainierter Body macht noch lange kein gutes Model. Es ist das gekonnte Zusammenspiel aus Gestik und Haltung, sowie das Bewusstsein für die Kleidung die das Model vorzuführen hat, wodurch sich Profi-Models auszeichnen. Hier versagt Jesus (ganz rechts im Bild) leider völlig. Er wirkt wie ein Laiendarsteller, der nicht weiß was gerade mit ihm geschieht. Ein Fremdkörper im Kreis der ihn umgebenden Profimodels Noah Mills, David Gandy und Adam Senn. Zu allem Überdruss wurde bei der Retusche auch noch vergessen die weiße Halspartie farblich an den Rest des Oberkörpers anzupassen. Well, shit happens!
Louis Vuitton´s press office hat die Gerüchte um eine zweite Kooperation mit Madonna bestätigt. Die Queen of Pop wird auch für die Saison Fall 2009 exklusiv für die Edeltaschen der französischen Traditionsfirma werben. Inszenieren wird die Kampagne, Starfotograf und Madonna Buddy Steven Meisel. Zu diesem Zeitpunkt ist noch völlig unklar ob Madonnas on-and-off Boy-Toy Jesus Luz bei den Aufnahmen mit von der Partie sein wird. Die Chancen hierfür stehen Gerüchten zufolge jedoch nicht schlecht. Folgende Gründe sprechen dafür:
1. Madonna war bereits Werbeträgerin von Louis Vuitton für Spring/Summer 2009. Eine ihrer Regel lautet “Tue niemals das Gleiche ein zweites Mal!”
2. Marc Jacobs setzt gerne auf Schockeffekte und versteht es dadurch mediale Aufmerksamkeit zu erregen. Jesus Luz in provokanter Pose mit Madonna hält Louis Vuitton im Gespräch.
3. Im Zuge der Rezession und der Schweinegrippe muss Louis Vuitton seine Medienpräsenz
stark forcieren und mit frischen Inhalten daherkommen um wahrgenommen zu werden. Jesus Luz, als neues männliches Gesicht, könnte dabei helfen.
4. Marc Jacobs hat aufgrund seiner Verlobung mit dem Brasilianer Lorenzo Martone ohnehin ein Faible für südamerikanische Jungs, was die Wahl Jesus Luz´ zum Co-Star in der Kampagne begünstigen dürfte.
5. Ein gemeinsames erotisches Posing von Madonna und Jesus vermittelt zudem die frohe Botschaft, dass 50 jährige Ladies spielerisch in der Lage sind einen attraktiven Mittzwanziger um ihren Finger zu wickeln. Getreu dem Motto: Kauf die Tasche und du kriegst den Typen gleich mit dazu!