Posted: Januar 31st, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Bildband, Buch, Coffeetable-Book, Florenz, Jubliaeum, Mert Alas & Marcus Piggott, Modedesigner, Modefotografie, Rizzoli, Roberto Cavalli | No Comments »
Angeblich würden ihn die Schnösel in den Mailänder Modesalons aufgrund seiner einfachen Herkunft nicht mögen, behauptete Modedesigner Roberto Cavalli einst in einem Interview mit der Zeitschrift Stern.
Ist doch wurscht Herr Cavalli! Erstens weiß kaum jemand, was man sich unter einem Modesalon vorzustellen hat, zweitens kennt niemand die Namen der hochwohlgeborenen Lackaffen, die Sie damals mit ihrem Snobismus so verletzt haben mögen; Ihren hingegen schon.
In der Welt der Mode haben Sie sich ihren eigenen Weg gebahnt – und das sehr erfolgreich. Nach 40 Jahren im Geschäft und mit einem Jahresumsatz im dreistelligen Millionenbereich dürfen Sie jedweden Neid als höchste Form der Anerkennung werten. Wer Ihnen Eitelkeit vorwirft, dem können Sie getrost entgegnen, dass Sie sich 4 Jahrzehnte Zeit gelassen haben, Ihr erstes Buch über sich selbst zu veröffentlichen. Die gehypten Rodarte-Mädels hingegen haben selbiges nach nur 5 Jahren im Business getan.
Auf gerade mal 200 Seiten Ihres seit einer Woche erhältlichen Bildbandes, feiern Sie Ihr bereits 40 Jahre andauerndes kreatives Schaffen, bei dem Sie stets flankiert waren von den schönsten Frauen der Welt, denen Sie sich als einer der wenigen heterosexuellen Modedesigner nicht nur auf geistiger Ebene verbunden fühlen. Gewiss, Animal-Prints auf Seide und allen erdenklichen Ledersorten, waffenscheinpflichtige Ausschnitte, Tigerzahn-Ketten und Goldarmreifen bis zu den Ellenbogen sowie Stickereien in byzantinischer Opulenz sind nichts für die Mehrheit der nüchtern, sachlich orientieren Nordeuropäer. Umso stärker versteht man Ihre Philosophie auf Ibizia, in St.Tropez und überall dort, wo man zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang dem “Dolce Vita” frönt.
Wetten, dass auch Ihre Kollegen einen heimlichen Blick in Ihren Prachtband werfen. Bebildert mit Fotografien von Mert Alas und Marcus Piggot und von Fabien Baron, dem Gott unter den Art-Direktoren, der 1992 Madonnas SEX-Buch gestaltete, optisch aufgehübscht, kommt man daran in diesem Frühjahr einfach nicht vorbei!
Roberto Cavalli
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Rizzoli
ca. 65,00 Euro
ISBN-10: 0847836096
ISBN-13: 978-0847836093
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Berlin, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Michael Michalsky, Michalsky, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Pat Cleveland, Tempodrom | No Comments »
Den Laufsteg bildete diesmal kein langer Streifen sondern ein großes weißes Rechteck über dem eine riesige Leinwand auch den Zuschauern auf den hinteren Rängen des Tempodroms Blicke auf Michalskys neue Herbst/Winter Kollektion im Detail ermöglichte.

Michalsky Fashion Show im Berliner Tempodrom - Foto: HYPE MAGAZINE
Des Designers bevorzugte Farben für den Winter sind Schwarz, Weiß, Camel, Anthazit und Fuchsia. Pat Cleveland, Modelikone der 70ies, präsentierte ein bodenlanges weisses Kleid, großzügig besetzt mit Glitzersteinchen deren Funkeln im Scheinwerferlicht dem Publikum einen spontanen Applaus entlocken konnte. Lediglich die grauen Wildlederboots dazu wirkten ein wenig derbe.
Mit Ausnahme eines anthrazitfarbigen Glitzeranzuges sieht Michael Michalsky Männer im nächsten Winter lieber sportlich als formell gekleidet. Hi-Top Sneakers, kurze Jacken, Kapuzenpullis mit Reißverschluss, Baggy-Pants aus Flanell und ein subtiles Camouflage-Muster lassen Jungs wie Jungs ausschauen, und das ist auch gut so. Elegant hingegen offenbart sich Michalskys Frauenbild: Abendkleider mit Stufenvolants, schwingende Mäntel, ultralange Lederhandschuhe, Glitzerfransen und ein sexy Korsagenkleid aus gestepptem Leder waren auf den Punkt und verzichteten auf dekorativen Firlefanz.

Michalsky Fall/Winter 2011/2012 - Foto: MICHALSKY
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Berlin, Boss, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Hugo, Hugo Boss, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Neute Nationalgalerie, Outfits, Promis, Tilda Swinton, Zelt | No Comments »

HUGO F/W 2011 - photo: ©Michael Tinnefeld by courtesy of HUGO BOSS
Hugo Boss lud zur Modenschau und “tout le monde” strömte in die großzügigen Hallen der Neuen Nationalgalerie, die gemäß der Marken-CI der Linie HUGO entsprechend in Rot und Schwarz umgestaltet wurden. Wie zu erwarten, bildete die HUGO Show einen der Höhepunkte der Berlin Fashion Week.
Der Modegigant aus Metzingen scheute keine Kosten und Mühen den Abend zu einem glamourösen Ereignis werden zu lassen. Trotzdem blieb die Veranstaltung bodenständig. Die VIP-Dichte war zwar überschaubar aber mit Lewis Hamilton, Tilda Swinton und Chloë Sevigny hochkarätig besetzt. Verwunderung unsererseits herrschte im Falle der Platzierung der fabelhaften Angelica Blechschmidt. Die ehemalige Chefredakteurin der deutschen VOGUE hätten wir gerne in der ersten Reihe gesehen und nicht etwa in der dritten.
Und die Mode? Die wurde von der ersten Garde der momentan angesagtesten Laufstegbeauties auf einem schwarz gelackten Catwalk präsentiert. Dabei blieb Hugos Chefdesigner Eyan Allen dem cleanen HUGO-Stil treu und zeigte schmale Silhouetten, klare Linien, Glanzoptiken und coole Looks aus Leder, alles sehr souverän umgesetzt. Überraschend: Geht es nach HUGO trägt Frau auch bei Minustemperaturen noch Minirock. Die Farbpalette für den kommenden Winter beschränkt sich dabei auf Schwarz, Weiß, Dunkelblau, Kieselgrau und Camel. Als Farbtupfer für die kalte Jahreszeit propagiert HUGO Akzente in Rot. So weit so gut. Bleibt zu hoffen, dass auch die schönen, feuerroten Herrenlederschuhe ihren Weg in den Einzelhandel finden.

HUGO F/W 2011 - photo: ©Jessica Kassner / by courtesy of HUGO BOSS
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Comeback, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Franiska van Almsik, Herbst/Winter 2011/2012, Insolvenz, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Minu Barati Fischer, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Unrath & Strano, Zelt | No Comments »

Foto: HYPE MAGAZINE
Nach der Insolvenz ihres Labels im Vorjahr, feierten Klaus Unrath und Ivan Strano am Donnerstag Abend ihr Comeback im Fashion-Zelt am Bebelplatz. Models mit einheitlichem schwarzem Lockenschopf, roten Kussmund und Kulleraugen erinnerten an Betty Boo und staksten unter den Augen von Franziska van Almsik und Minu Barati-Fischer über den silbernen Laufsteg. Es dominierten Schwarz, Gold, Oliv, Beige und Grau, ergänzt um Farbtupfer in Weiß und Blau. Schön zu sehen, dass Unrath & Strano trotz ihres Vorsatzes künftig auch bezahlbare Tageskleider zu schneidern, den Abendkleidern, die sie bei der Hauptstadt-Society einst so populär gemacht haben, auch weiterhin die Treue halten.
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Laurèl, Lily Becker, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Show, The Sounds, Zelt | No Comments »

Photo: HYPE MAGAZINE
Zugegeben, so viel Coolness wie Laurèl bei der Präsentation seiner Herbst/Winter Kollektion 2011 an den Tag legte, hatten vor allem die unter 30jährigem im Saal dem Modeunternehmen gar nicht zugetraut. Eine Riege junger Bloggerinnen zeigte sich, ihren Gesichtsausdrücken nach zu urteilen, positiv überrascht und hielt jeden einzelnen Look mit ihren Kameras fest. Die Show eröffnete Topmodel Karin Thormann, begleitet durch die musikalische Live-Darbietung der Band The Sounds, deren herrlich unterhaltsame Sängerin Maja Ivarsson, ein ultramarinblaues Minidress aus der vorgestellten Kollektion trug und mit ihrer Musik eine derart gute Laune im Saal verbreitete, die sogar Boris Beckers Ehefrau Lily zum rythmischen Wippen mit der Schulter verleitete.
Das Farbkonzept von Laurèl Chefdesignerin Elisabeth Schwaiger setzt für den kommenden Winter auf Braun- und Grautöne sowie Eisblau. Kontrastierende Akzente setzen dabei die Farben Rot und bereits erwähntes Ultramarinblau. Zudem propagiert Laurèl den Overall, kniehohe Lederstiefel, und lange Wildlederhandschuhe als unverzichtbare Must-haves für die Frau im Winter 2011/2012. Lässiger Chic mit 70ies Anleihen, die wertig und zeitgemäß rüberkommen – da schaut man gerne hin!
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Dawid Tomaszewski, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Glamour, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Zelt | No Comments »
Gemessen an seinen Entwürfen gehört Dawid Tomaszewski eigentlich nicht nach Berlin. Mit seiner zeitgemäßen Interpretation von Glamour sticht er wohltuend aus der Monotonie deutschen Mode-Designs heraus, das sich seit Ewigkeiten auf Basics und langweiliger Casual-Wear in Grau, Schwaz und Beige beschränkt.

Dawid Tomaszewski Fall/Winter 2011 - Foto: by courtesy of Dawid Tomaszewski
Das Grau und Schwarz nicht gleichbedeutend mit Tristesse sein müssen, bewies Tomaszewski mit seiner Show am zweiten Tag der Berlin Fashion Week. Zart fließende Bustierkleider mit weichem Fabverläufen, ein opulent mit Strass-Steinen besticktes Oberteil – très très chic, aufwendiger Strick, und in der Taille geraffte Bleistiftröcke aus Wolle, voilà!
Die stilistische Handschrift des in Polen geborenen Designtalents vertrüge im Wettbewerb mit den ganz Großen der Branche vielleicht noch einen Hauch mehr Mut, hat aber bereits jetzt schon sichtbar internationales Niveau. So ist es diese perfekte Balance aus Individualität und Kommerzialität gepaart mit einer sehr professionellen Selbstdarstellung, die auf Leistung statt auf billigen Showeffekten beruht, die Tomaszewski als Modemacher eine Glaubwürdigkeit verleihen mit der er vermutlich auch in Paris bestehen könnte.
Aktuell ist Dawid Tomaszewskis Kollektion mitunter das Beste Angebot was “Mode made in Germany” stilbewussten Frauen zu bieten hat: Mondän, sophisticated, im Detail raffiniert und handwerklich bestens verarbeitet!
Zweifellos ist Dawid Tomaszewski nicht nur für die deutsche Hauptstadt, sondern für die deutsche Modeszene insgesamt, die seit Wolfgang Joop, Jil Sander und Gabriele Strehle kein wirklich international wirkendes Label mehr hervorgebracht hat, ein Segen. Man kann nur hoffen, dass der junge Modemacher nicht eines Tages doch noch nach Paris abwandert.
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Avantgarde, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Patrick Mohr, Zelt | No Comments »
An Patrick Mohr scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Die einen preisen ihn als das vielversprechendstes Talent der deutschen Modeszene, die anderen blicken fast schon mit Abscheu auf seine bislang nicht gerade massenkompatiblen, semi-konzeptionellen Entwürfe im “Sack und Asche Look”.

Foto: HYPE MAGAZINE
Doch nach der Präsentation seiner Kollektion für den kommenden Winter fiel der Applaus im Fashion-Zelt am Bebelplatz, durch die Stuhlreihen hinweg, deutlich verhalten aus. Mit Ausnahme einzelner “Wuo-Wow-Wah-Zwischenufe” seiner unerschütterlichen Fanbase. Ob es an der sonoren Musik lag sowie dem meditativen Schritttempo seiner Models beim Gang über den Laufsteg, oder schlicht und ergreifend an der Enttäuschung darüber, dass Mohr dieses Mal auf jegliche Provokation verzichtete, stattdessen, aufgrund neuer Firmenstrukturen, erstmals “kommerzielle” Kollektionsteile zeigte?
Nach wie vor reizvoll: die optische Aufweichung der Geschlechtergrenzen, ein kontinuierliches Prinzip in Mohrs Arbeit, wird durch das uniforme Make-up und die langen zurückgekämmten Haare seiner Models deutlich, insbesondere aber durch die zugklebten Münder und abgedeckten Augenbrauen. Typisch feminine und maskuline Elemente, die von der Form des Mundes und der Augenbrauen ausgehen werden so auf einen neutralen Nenner gebracht. Patrick Mohr benennt das Thema seiner Kollektion deshalb auch mit dem Begriff “eineiig”.
Die Erstellung einer Kollektion auf der Basis eines selbstgewählten Themas, dient Designern in der Regel dazu den roten Faden während der Kollektionserstellung nicht aus den Augen zu verlieren. Im Falle von Patrick Mohr war dieser am Mittwoch jedoch nicht erkennbar. Doch gerade Mohrs Verweigerung die Erwartungen seiner Anhängerschaft zu erfüllen, die scheinbare Unbekümmertheit über die Meinung Anderer sowie die Konsequenz mit der er seinen Idealen folgt sind genau jene Faktoren, die zumindest Berliner Bloggerinnen aufgeregt den Schauen Patrick Mohrs entgegenfiebern lassen.
Patrick Mohr ist nicht wirklich zu fassen. Er polarisiert, sowohl mit Fusselbärten und Alien-artigen Köpfen, wie bei seiner Show im Juni 2010 , als auch mit alltagstauglichen Kleidungsstücken, wie jetzt im Rahmen seiner aktuellen Show, unter dem salomonischen Titel “Monovular” vorgestellt.
Fazit: Es scheint als befinde sich der in München ansässige Modemacher augenblicklich in einer Art kreativem Schwebezustand. Wo geht’s lang, Herr Mohr? Die Antwort darauf bleibt Patrick Mohr dem Publikum bis zur nächsten Fashion Week schuldig.
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Lessja Verlingieris, Lever Couture, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Zelt | No Comments »

Foto: HYPE MAGAZINE
Modemacherin Lessja Verlingieris gibt nicht gerne Interviews, irgendwie scheint sie dazu zu schüchtern. Statt vor den Diktiergeräten der Reporter tobt sie sich lieber an ihren Kreationen aus.
Diese zeigte die erst 27-jährige Ukrainerin sodann auch zum ersten Mal auf der Mercedes Benz Fashion Week Berlin und zwar, dank grooviger Musikauswahl und flotter Choreographie, im Rahmen einer stimmungsvollen Show. Die Models, darunter Wolfgang Joops einstige Modelentdeckung, Franziska Knuppe, präsentierten kunstfertige, aufgebauschte Roben bestehend aus Schleppen, Rüschen und üppigen Volants. Tagestauglich sind Verlingieris Modelle zwar nicht, dafür garantieren sie ihrer Trägerin auf dem roten Teppich die volle Aufmerksamkeit. Wunderbar waren die aus schimmernden Metallplättchen gefertigten Kleider, welches Assoziationen an die Roben Versaces Mitte der Neunziger Jahre wecken, und dass, obwohl die Modemacherin dem italienischen Luxuslabel, so gar nichts abgewinnen kann, wie sie selbst sagt.
Dennoch: Wer sein Label mit dem Couture Begriff schmückt, der schraubt die Erwartungshaltung seines Publikums zwangsläufig gehörig nach oben. Die Liebe zum Detail darf sich bei einem “Couture”- Modell nicht auf einen einzelnen Teil des Kleides beschränken sondern muss sich eben auch sichtbar in der Verarbeitung eines Ärmels, des Revers und der Säume fortsetzen. Somit bleibt Couture als Königsdisziplin der Modeschaffenden für jeden Designer eine der schönsten, gleichsam aber auch eine der größten Herausforderungen, denen sich auch Verlingieris stellen muss.
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Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2011, 2012, A.F. Vandevorst, A.Friend, Bebelplatz, Berlin, Catwalk, Designer, Fall/Winter, Fashion Week, Herbst/Winter 2011/2012, Kleidung, Kollektion, Lauftsteg, Mode, Modedesigner, Models, Modewoche, Outfits, Zelt | No Comments »
Die Berliner Modewoche begann mit einem internationalen Namen: A.F. Vandvorst. Bereits um 10 Uhr morgens präsentierten die Designer An Vandevorst und Filip Arickx am Mittwoch ihre Zweitline “A.Friend”.
Der Name sei dem Umstand zu verdanken, dass die Kollektionsteile dieser Line für die finanziell schlechter gestellten Freunde des Belgischen Designer-Duos gestaltet wurden, also für all diejenigen, die sich die Stücke aus der Hauptline -die übrigens in Paris gezeigt wird- nicht leisten können. So eine Geschichte kommt im notorisch klammen Berlin natürlich bestens an.
Was gab es zu sehen: tragbare Mode, Layerings und Wickeloptiken in verschiedenen Brauntönen, Rostrot und Schwarz und natürlich, typisch Vandevorst, feste Stumpfhosen mit einem applizierten roten Wollfaden als Eyecatcher. Das Styling gibt sich lässig, bei einzelnen Outfits auch fast schon nachlässig.
Auffällig waren insbesondere die Frisuren der Models. Haare, quer über das Gesicht der Laufsteg-Elsen gekämmt, muteten eigenwillig an, und verlangten den Models einen guten Gleichgewichtssinn ab. Glücklicherweise geriet trotz eingeschränkter Sicht keines der Mädels während ihres Laufs über dem Catwalk ins Schlingern.
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Posted: Januar 5th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Avantgarde, Gastro, Kubitscheck, Modedesigner, Muenchen, Patrick Mohr, Torte | No Comments »

Designer Patrick Mohr und sein Tortenentwurf Photo: Gunter Bieringer
Aber bitte mit Sahne! Oder doch besser ohne, wäre schließlich Schade wenn der läppische Schlag des Zucker-Eiweiß-Schaums die strenge Form, der von Modedesigner Patrick Mohr entworfenen Torte beeinträchtigte. Nein, das “Fashion-Gebäck” -Mascarpone-Johannisbeer-Salatgurke- muss optisch wie kulinarisch pur genossen werden!
Geometrische Formen bilden das Markenzeichen Mohrs und so ziert dessen Biskuit-Kreation auch ein kleines rotes Dreieck aus einer marzipanähnlichen Masse. Serviert wird das gute Stück ausschließlich im Münchner Szenecafé “Das Neue Kubitscheck” in München.
“Das Neue Kubitscheck”, Gollierstraße 14, 80339 München, cafe-kubitscheck.de
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Posted: September 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Aaron Skyway, Beziehung, Bruce Weber, Calvin Klein, CK, gay, Long Island, Lover, Modedesigner, Model, New York, Nick Gruber, Nick London, Pornostar, Toy Boy, Underwear | No Comments »

Calvin Klein's Obesession: Nick Gruber
Ein Auge für knackige Jungs hatte er schon immer: Jahrzehntelang ließ Calvin Klein, seine Parfums und Unterhosen ausschließlich von Männern mit ausgeprägtem Sixpack, markanten Gesichtszügen und vollen Lippen bewerben, deren Botschaft vor allem eines verkündete: Sex!
“Nichts kommt zwischen mich und meine Calvins” lautet daher auch des Unternehmens berühmtester Werbeslogan aus den 1970er Jahren. Die von Starfotograf Bruce Weber etablierte Homoerotik in Calvin Kleins Anzeigenkampagnen war vor allem für Schwule unübersehbar. Weibliche Models erfüllten hier oftmals nur eine Alibi-Funktion um die prüden Gemüter konservativer Amis möglichst ruhig zu halten.
Auch Calvin Kleins Ex-Frau, Kelly Rector, mit der er von 1986 bis 2006 verheiratet war verbrachte während ihrer Ehe auffallend mehr Zeit mit ihrer Pferdezucht auf Long Island als an der Seite ihres Mannes.
Doch vorbei die Zeiten in denen sich Calvin Klein den Konventionen fügen musste um das Image seines Milliarden-Dollar Imperiums sauber zu halten. Calvin Klein hat nichts mehr mit der von ihm im Jahre 1968 gegründeten Firma zu tun. Der Modemacher hat seine Firmenanteile 2002 für 430 Millionen US-Dollar an die Unternehmensgruppe Phillips-van-Heusen verkauft und ist seitdem raus.
Raus aus der Mode aber nicht aus den Schlagzeilen. Denn aktuell sorgt die Vergangenheit seiner Dauer-Begleitung, Nick Gruber, sowohl in der New Yorker Klatschpresse als auch in den vornehmen Dünen von Southampton für Aufregung. So hat der 20-jährige, auch bekannt unter den Künstlernamen Nick London und Aaron Skyway eine Zeit lang als professioneller Porno-Darsteller gearbeitet und es bereits in zahlreichen Video-Produktionen sowohl mit Frauen als auch mit Männern ordentlich krachen lassen.
Laut Grubers Facebook-Profil stammt der Sunnyboy aus Florida, studiert gegenwärtig in San Franciso und verdiene sich sein Geld mit Modeljobs. Doch diese Angaben werden von einigen amerikanischen Medien bezweifelt. An vielen Stellen liest man, Grubers Biographie sei fake, wie auch sein Äußeres. Erst nachdem er sich seine Nase verkleinern und neue Zähne habe einsetzen lassen, modele er ein wenig nebenher. Der Kommentar einer Leserin der Online-Ausgabe des amerikanischen Schwulenmagazins Advocate, die aus Grubers Umfeld zu stammen scheint, wirft ein nur wenig schmeichelhaftes Licht auf dessen sozialen wie auch geistigen Background.

Die Tatsache, dass Calvin Klein sich vergangenen Sommer mehrmals öffentlich mit seinem Beau zeigte, nährt das Gerücht die beiden seien ein Paar. Das Online-Journal “The Huffington Post”, der Internet-Dienst “Gawker” und die Tageszeitung New York Post vermeldeten bereits eine feste Beziehung. Leser einer amerikanischen Gay-Site, kommentierten das Sommermärchen mit dem Verdacht Nick Gruber, diene Klein lediglich als Callboy.
Ein offizielles Statement seitens Calvin Klein zur Verbindung der Beiden gab es allerdings noch nicht.
Im Internet fragt man sich aktuell nach den Beweggründen junger Typen, mit Männern die ihre Großväter sein könnten, ins Bett zu steigen und diskutiert dabei auch über die Frage nach der Würde der einstigen New Yorker Modeikone Calvin Klein.
Viele sehen in der Tatsache, dass Modeschaffende, die ihr Leben lang auf kultiviert machen, und in unzähligen Talkshows und Interviews ihren Anspruch an Intellekt und Schöngeistigkeit betonen, am Ende ihrer Kariere – wo sie Niemandes Erwartungshaltung mehr entsprechen müssen – Strichjungen, Callboys oder eben Porno-Darsteller in ihre Villen einziehen lassen, eine gewisse Fom der Heuchelei.

- Nick Gruber als Aaron Skyline, vor seiner Beauty-OP
Während also einige Medien Nick Gruber bereits jetzt schon zu einem der reichsten Rentner der amerikanischen Ostküste beglückwünschen, schütteln Long Islands biedere Kaschmir-Elsen in ihren Strandhütten ihren sorgsam frisierten Kopf und wundern sich, was sich der 67-jährige Mr. Klein und das Jüngelchen aus Idaho eigentlich zu sagen haben? Doch darum geht es eben nicht. Worum dann? Die Antwort scheint mit einem Blick auf Grubers Body und “Filmographie” zwar naheliegend, doch die wohl originellste Einschatzung zu Calvin Kleins neuester Obsession lieferte ein Kommentarschreiber des Online-Magazins, “Gay.com”. Nach dessen Meinung habe “Calvin Klein das Rauchen aufgegeben und nun eine appetitliche Alternative zum Glimmstengel gefunden“.
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Posted: August 3rd, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: Art, Avantgarde, Central Saint Martins, Concept-Designer, Hussein Chalayan, Lisson Gallery, London, Modedesigner | No Comments »

Designer Hussein Chalayan
„Einige meiner Kleider könnte man auch einfach an die Wand hängen,” sagt Hussein Chalayan über seine Entwürfe und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Statt wie seinesgleichen ausschließlich Kleider für den Laufsteg zu produzieren und diese von den Anna Wintours dieser Welt beäugen zu lassen, wandern seine Kreationen wohl genauso oft ins Museum, wie in die Schränke von Fashion-Victims.
Seit Jahren überzeugt sein experimentierfreudiges Schaffen die Fachleute aus der Kunst- und Modeszene gleichermaßen. Kritiker bezeichnen seine Kleider gerne als untragbar, Liebhaber sprechen von genialen Kunstwerken. Vielleicht wird dem gebürtigen Zyprioten deshalb am 8. September 2010 eine Ausstellung in der Londoner Lisson Gallery gewidmet. Geplant sind unter anderem eine Installation und ein Film, der Elemente aus Musik, Design und Kunst vereinen soll. „Ich hatte schon immer einen interdisziplinären Anspruch… die neue Arbeit ist da nur eine logische Fortführung,” betont der in der britischen Hauptstadt ansässige Modedesigner. Dass Hussein Chalayan mehr sein will, als ein Modeschaffender und es versteht, seine Entwürfe perfekt und zugleich originell zu inszenieren, wurde schon im Jahre 1997 deutlich. Als einer der ersten Designer schickte er damals Models in sexy Kleidern, aber mit komplett verschleiertem Gesicht über den Catwalk. Ein Gegensatz, der Mode vom rein Ästhetischen wegführte und sie zum Instrument einer künstlerisch-politischen Botschaft machte. Die provokative Schau trug Früchte. Prompt wurde der Central Saint Martins Absolvent für mehrere internationale Ausstellungen gebucht.
In den Jahren 1999 und 2000 wurde Chalayan wiederum mit dem Titel Designer of the Year der British Fashion Awards ausgezeichnet. Grenzgänger Hussein Chalayan ist einer der wenigen Designer, dessen Werke es schon zu Lebzeiten als Exponate in die großen Museen geschafft haben. Insofern blicken wir am 8. September gespannt nach London, wenn die Lisson Gallery ihre Pforten öffnet, um Hussein Chalayans neuestes modisch-künstlerisches Cross-over zu präsentieren. (Text: Martina Klose)

Hussein Chalayan, Afterwords 2000. Image by courtesy of Chris Moore
Lisson Gallery, London
mehr: HUSSEIN CHALAYAN kauft Firmenanteile von Puma zurück
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Posted: Oktober 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Berlin Fashion Week, Central Saint Martins, London, Marcel Ostertag, Modedesigner | 1 Comment »

Marcel Ostertag
Es ist der einzige Modeladen in der von schönen Altbauten gesäumten Westermühlstraße in München. Am Gebäude mit der Hausnummer Drei, prangt seit Mittwoch der Schriftzug des Modedesigners Marcel Ostertag.
Der Grund für den Umzug vom angesagten Gärtnerplatz in das hippe Glockenbachviertel, dem Quartier der Gays und besserverdienenden Jungfamilien, ist unspektakulär: Der Modemacher sehnte sich einfach nach einer “cooleren” Location. War die alte Boutique mit angrenzendem Atelier eher ein wenig dunkel und an einer Straßenbahntrasse gelegen, so präsentiert sich der neue Store dank großer Fensterflächen und hohen Decken, hell und freundlich.
Das Interior ist karg; zinkweiss getünchte Wände, ein paar Kleiderstangen links und rechts, eine zur Ladentheke umfunktionierte und mit Mosaiksteinen besetzte Kommode in der Mitte des Raumes, eine Vitrine, ein paar Sessel, zwei Büsten. Das war´s. Ob nun finanzieller Pragmatismus, wie manch einer der Gäste bei der Eröffnungsfeier am Mittwochabend munkelte, oder durchdachtes Konzept, im Mittelpunkt des neuen Ladenlokals steht ganz klar die Kollektion des Modemachers.
Und die gefällt! Seine für den kommenden Winter entworfenen Lederjacken mit Flechtprägung, die aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten, grafischen Satinkleider, die Jersey-Leggings mit Lederbesätzen, und diese wunderbar extravaganten Teile aus unzähligen breiten Schlaufen verkörpern allesamt Urbanität und den Charakter von “high fashion at it´s best – Made in Germany”. Von südbayerischer Alpenromantik, Ostertag stammt gebürtig aus Berchtesgaden, keine Spur.
An diesem Abend liegt ein gewisser Stolz im Blick von Marcel Ostertag. Er ist sich seiner Fähigkeiten und Begabung bewusst und strahlt diese Überlegenheit aus, wie all die Menschen die entgegen “gutgemeinter” Ratschläge stets ihrer Vision folgen und damit Erfolg haben. Wer nicht weiß, wie viel Arbeit hinter all der Inszenierung, dem Aufbau einer Marke steckt, der neigt schnell dazu eine derartige Außenwirkung fälschlicherweise als Arroganz zu verurteilen. Marcel Ostertag ist absolut “selfmade”, und lässt sich von Anderen nicht beirren. Warum auch? Seine Rechnung scheint aufzugehen. Die Zusammenkunft der Fashionpeople anlässlich seines Store Openings, darunter Fotografen, Redakteure, Stylisten und Top-Model Kandidatin Caroline Ruppert, bestätigt, dass der Dreißigjährige längst zu einer festen Größe in der Branche geworden ist. Zu etabliert um noch als Geheimtipp zu gelten, aber noch immer weit entfernt vom Mainstream.
Ob er schon als kleiner Junge, von der glamourösen Modewelt geträumt hat? Eigentlich wollte er ja mal Balletttänzer werden, doch aufgrund einer Knieverletzung im Alter von 17 Jahren wurde daraus nichts. So ging er eben einen anderen Weg.
Der Modedesigner hat nach seinem Abschluss am renommierten Central Saint Martins College eine Blitzkariere hingelegt. Nach vielen Jahren in London kehrt er 2006 mit einem Master´s Degree in der Tasche zurück nach Deutschland und gründet noch im selben Jahr sein eigenes Unternehmen. Mit einem Kredit finanziert er seine erste Kollektion. Von München aus erobert er mit seinem “cool city chic” für selbstbewusste Großstadtamazonen die deutsche Modeszene.
Die Teilnahme an diversen Wettbewerben sichert ihm die Aufmerksamkeit der Presse. Moët et Chandon Fashion Debut, Bunte New Faces Award, Karstadt New Generation Award, Furla Accessories Award und viermal Berlin Fashion Week in Folge, sorgen dafür, dass Niemand, der das Geschehen der Modeszene aufmerksam verfolgt, an dem Namen Marcel Ostertag vorbeikommt.
Während das Glockenbachviertel also stolz auf seinen illustren Neuzugang sein kann, darf sich der Rest der Welt auf alles freuen, was von dem Wahlmünchner noch kommen mag.
Marcel Ostertag, Westermühlstraße 3, 80469 München www.marcelostertag.com

Marcel Ostertag Store-Opening / photo: hype-magazine
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