MICHALSKY STYLENITE

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Den Laufsteg bildete diesmal kein langer Streifen sondern ein großes weißes Rechteck über dem eine riesige Leinwand  auch den Zuschauern auf den hinteren Rängen des Tempodroms  Blicke auf Michalskys neue Herbst/Winter Kollektion im Detail ermöglichte.

Michalsky Fashion Show im Berliner Tempodrom - Foto: HYPE MAGAZINE

Michalsky Fashion Show im Berliner Tempodrom - Foto: HYPE MAGAZINE

Des Designers bevorzugte Farben für den Winter sind Schwarz, Weiß, Camel, Anthazit und Fuchsia. Pat Cleveland, Modelikone der 70ies, präsentierte ein bodenlanges weisses Kleid, großzügig besetzt mit Glitzersteinchen deren Funkeln im Scheinwerferlicht dem Publikum einen spontanen Applaus entlocken konnte. Lediglich die grauen Wildlederboots dazu wirkten ein wenig derbe.

Mit Ausnahme eines anthrazitfarbigen Glitzeranzuges sieht Michael Michalsky Männer im nächsten Winter lieber sportlich als formell gekleidet. Hi-Top Sneakers, kurze Jacken, Kapuzenpullis mit Reißverschluss, Baggy-Pants aus Flanell und ein subtiles Camouflage-Muster lassen Jungs wie Jungs ausschauen, und das ist auch gut so. Elegant hingegen offenbart sich Michalskys Frauenbild: Abendkleider mit Stufenvolants, schwingende Mäntel, ultralange Lederhandschuhe, Glitzerfransen und ein sexy Korsagenkleid aus gestepptem Leder waren auf den Punkt und verzichteten auf dekorativen Firlefanz.

Michalsky Fall/Winter 2011/2012 - Foto: MICHALSKY


BOSS: HUGO SIEHT ROT BEI BERLIN FASHION WEEK!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

HUGO F/W 2011 - photo: ©Michael Tinnefeld by courtesy of HUGO BOSS

Hugo Boss lud zur Modenschau und “tout le monde” strömte in die großzügigen Hallen der Neuen Nationalgalerie, die gemäß der Marken-CI der Linie HUGO entsprechend in Rot und Schwarz umgestaltet wurden. Wie zu erwarten, bildete die HUGO Show einen der Höhepunkte der Berlin Fashion Week.

Der Modegigant aus Metzingen scheute keine Kosten und Mühen den Abend zu einem glamourösen Ereignis werden zu lassen. Trotzdem blieb die Veranstaltung bodenständig. Die VIP-Dichte war zwar überschaubar aber mit Lewis Hamilton, Tilda Swinton und Chloë Sevigny hochkarätig besetzt. Verwunderung unsererseits herrschte im Falle der Platzierung der fabelhaften Angelica Blechschmidt. Die ehemalige Chefredakteurin der deutschen VOGUE hätten wir gerne in der ersten Reihe gesehen und nicht etwa in der dritten.

Und die Mode? Die wurde von der ersten Garde der momentan angesagtesten Laufstegbeauties auf einem schwarz gelackten Catwalk präsentiert. Dabei blieb Hugos Chefdesigner Eyan Allen dem cleanen HUGO-Stil treu und zeigte schmale Silhouetten, klare Linien, Glanzoptiken und coole Looks aus Leder, alles sehr souverän umgesetzt. Überraschend: Geht es nach HUGO trägt Frau auch bei Minustemperaturen noch Minirock. Die Farbpalette für den kommenden Winter beschränkt sich dabei auf Schwarz, Weiß, Dunkelblau, Kieselgrau und Camel. Als Farbtupfer für die kalte Jahreszeit propagiert HUGO Akzente in Rot. So weit so gut. Bleibt zu hoffen, dass auch die  schönen, feuerroten Herrenlederschuhe ihren Weg in den Einzelhandel finden.

HUGO F/W 2011 - photo: ©Jessica Kassner / by courtesy of HUGO BOSS


UNRATH & STRANO are back!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Foto: HYPE MAGAZINE

Nach der Insolvenz ihres Labels im Vorjahr, feierten Klaus Unrath und Ivan Strano am Donnerstag Abend ihr Comeback im Fashion-Zelt am Bebelplatz. Models mit einheitlichem schwarzem Lockenschopf, roten Kussmund und Kulleraugen erinnerten an Betty Boo und staksten unter den Augen von Franziska van Almsik und Minu Barati-Fischer über den silbernen Laufsteg. Es dominierten Schwarz, Gold, Oliv, Beige und Grau, ergänzt um Farbtupfer in Weiß und Blau. Schön zu sehen, dass Unrath & Strano trotz ihres Vorsatzes künftig auch bezahlbare Tageskleider zu schneidern, den Abendkleidern, die sie bei der Hauptstadt-Society einst so populär gemacht haben, auch weiterhin die Treue halten.


LAURÈL

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Photo: HYPE MAGAZINE

Zugegeben, so viel Coolness wie Laurèl bei der Präsentation seiner Herbst/Winter Kollektion 2011 an den Tag legte, hatten vor allem die unter 30jährigem im Saal dem Modeunternehmen gar nicht zugetraut. Eine Riege junger Bloggerinnen zeigte sich, ihren Gesichtsausdrücken nach zu urteilen, positiv überrascht und  hielt jeden einzelnen Look mit ihren Kameras fest. Die Show eröffnete Topmodel Karin Thormann, begleitet durch die musikalische Live-Darbietung der Band The Sounds, deren herrlich unterhaltsame Sängerin Maja Ivarsson, ein ultramarinblaues Minidress aus der vorgestellten Kollektion trug und mit ihrer Musik eine derart gute Laune im Saal verbreitete, die sogar Boris Beckers Ehefrau Lily zum rythmischen Wippen mit der Schulter verleitete.

Das Farbkonzept von Laurèl Chefdesignerin Elisabeth Schwaiger setzt für den kommenden Winter auf Braun- und Grautöne sowie Eisblau. Kontrastierende Akzente setzen dabei die Farben Rot und bereits erwähntes Ultramarinblau. Zudem propagiert Laurèl den Overall, kniehohe Lederstiefel, und lange Wildlederhandschuhe als unverzichtbare Must-haves für die Frau im Winter 2011/2012. Lässiger Chic mit 70ies Anleihen, die wertig und zeitgemäß rüberkommen – da schaut man gerne hin!


DAWID TOMASZEWSKI beweist internationales Niveau in Berlin – endlich!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Gemessen an seinen Entwürfen gehört Dawid Tomaszewski eigentlich nicht nach Berlin. Mit seiner zeitgemäßen Interpretation von Glamour sticht er wohltuend aus der Monotonie deutschen Mode-Designs heraus, das sich seit Ewigkeiten auf Basics und langweiliger Casual-Wear in Grau, Schwaz und Beige beschränkt.

Dawid Tomaszewski Fall/Winter 2011 - Foto: by courtesy of Dawid Tomaszewski

Das Grau und Schwarz nicht gleichbedeutend mit Tristesse sein müssen, bewies Tomaszewski mit seiner Show am zweiten Tag der Berlin Fashion Week. Zart fließende Bustierkleider mit weichem Fabverläufen, ein opulent mit Strass-Steinen besticktes Oberteil – très très chic, aufwendiger Strick, und in der Taille geraffte Bleistiftröcke aus Wolle, voilà!

Die stilistische Handschrift des in Polen geborenen Designtalents vertrüge im Wettbewerb mit den ganz Großen der Branche vielleicht noch einen Hauch mehr Mut, hat aber bereits jetzt schon sichtbar internationales Niveau. So ist es diese perfekte Balance aus Individualität und Kommerzialität gepaart mit einer sehr professionellen Selbstdarstellung, die auf Leistung statt auf billigen Showeffekten beruht, die Tomaszewski als Modemacher eine Glaubwürdigkeit verleihen mit der er vermutlich auch in Paris bestehen könnte.

Aktuell ist Dawid Tomaszewskis Kollektion mitunter das Beste Angebot was “Mode made in Germany” stilbewussten Frauen zu bieten hat: Mondän, sophisticated, im Detail raffiniert und handwerklich bestens verarbeitet!

Zweifellos ist Dawid Tomaszewski nicht nur für die deutsche Hauptstadt, sondern für die deutsche Modeszene insgesamt, die seit Wolfgang Joop, Jil Sander und Gabriele Strehle kein wirklich international wirkendes Label mehr hervorgebracht hat, ein Segen. Man kann nur hoffen, dass der junge Modemacher nicht eines Tages doch noch nach Paris abwandert.


PATRICK MOHR – Eiertanz zwischen Kommerz und Avantgarde

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

An Patrick Mohr scheiden sich bekanntermaßen die Geister. Die einen preisen ihn als das vielversprechendstes Talent der deutschen Modeszene, die anderen blicken fast schon mit Abscheu auf seine bislang nicht gerade massenkompatiblen, semi-konzeptionellen Entwürfe im “Sack und Asche Look”.

Foto: HYPE MAGAZINE

Doch nach der Präsentation seiner Kollektion für den kommenden Winter fiel der Applaus im Fashion-Zelt am Bebelplatz, durch die Stuhlreihen hinweg, deutlich verhalten aus. Mit Ausnahme einzelner “Wuo-Wow-Wah-Zwischenufe” seiner unerschütterlichen Fanbase. Ob es an der sonoren Musik lag sowie dem meditativen Schritttempo seiner Models beim Gang über den Laufsteg, oder schlicht und ergreifend an der Enttäuschung darüber, dass Mohr dieses Mal auf jegliche Provokation verzichtete, stattdessen, aufgrund neuer Firmenstrukturen, erstmals “kommerzielle” Kollektionsteile zeigte?

Nach wie vor reizvoll: die optische Aufweichung der Geschlechtergrenzen, ein kontinuierliches Prinzip in Mohrs Arbeit, wird durch das uniforme Make-up und die langen zurückgekämmten Haare seiner Models deutlich, insbesondere aber durch die zugklebten Münder und abgedeckten Augenbrauen. Typisch feminine und maskuline Elemente, die von der Form des Mundes und der Augenbrauen ausgehen werden so auf einen neutralen Nenner gebracht. Patrick Mohr benennt das Thema seiner Kollektion deshalb auch mit dem Begriff “eineiig”.

Die Erstellung einer Kollektion auf der Basis eines selbstgewählten Themas, dient Designern in der Regel dazu den roten Faden während der Kollektionserstellung nicht aus den Augen zu verlieren. Im Falle von Patrick Mohr war dieser am Mittwoch jedoch nicht erkennbar. Doch gerade Mohrs Verweigerung die Erwartungen seiner Anhängerschaft zu erfüllen, die scheinbare Unbekümmertheit über die Meinung Anderer sowie die Konsequenz mit der er seinen Idealen folgt sind genau jene Faktoren, die zumindest Berliner Bloggerinnen aufgeregt den Schauen Patrick Mohrs entgegenfiebern lassen.

Patrick Mohr ist nicht wirklich zu fassen. Er polarisiert, sowohl mit Fusselbärten und Alien-artigen Köpfen, wie bei seiner Show im Juni 2010 , als auch mit alltagstauglichen Kleidungsstücken, wie jetzt im Rahmen seiner aktuellen Show, unter dem salomonischen Titel “Monovular” vorgestellt.

Fazit: Es scheint als befinde sich der in München ansässige Modemacher augenblicklich in einer Art kreativem Schwebezustand. Wo geht’s lang, Herr Mohr? Die Antwort darauf bleibt Patrick Mohr dem Publikum bis zur nächsten Fashion Week schuldig.


LEVER COUTURE: ausbaufähiger red-carpet-chic!

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Foto: HYPE MAGAZINE

Modemacherin Lessja Verlingieris gibt nicht gerne Interviews, irgendwie scheint sie dazu zu schüchtern. Statt vor den Diktiergeräten der Reporter tobt sie sich lieber an ihren Kreationen aus.

Diese zeigte die erst 27-jährige Ukrainerin sodann auch zum ersten Mal auf der Mercedes Benz Fashion Week Berlin und zwar, dank grooviger Musikauswahl und flotter Choreographie, im Rahmen einer stimmungsvollen Show. Die Models, darunter Wolfgang Joops einstige Modelentdeckung, Franziska Knuppe, präsentierten kunstfertige, aufgebauschte Roben bestehend aus Schleppen, Rüschen und üppigen Volants. Tagestauglich sind Verlingieris Modelle zwar nicht, dafür garantieren sie ihrer Trägerin auf dem roten Teppich die volle Aufmerksamkeit. Wunderbar waren die aus schimmernden Metallplättchen gefertigten Kleider, welches Assoziationen an die Roben Versaces Mitte der Neunziger Jahre wecken, und dass, obwohl die Modemacherin dem italienischen Luxuslabel, so gar nichts abgewinnen kann, wie sie selbst sagt.

Dennoch: Wer sein Label mit dem Couture Begriff schmückt, der schraubt die Erwartungshaltung seines Publikums zwangsläufig gehörig nach oben. Die Liebe zum Detail darf sich bei einem “Couture”- Modell nicht auf einen einzelnen Teil des Kleides beschränken sondern muss sich eben auch sichtbar in der Verarbeitung eines Ärmels, des Revers und der Säume fortsetzen. Somit bleibt Couture als Königsdisziplin der Modeschaffenden für jeden Designer eine der schönsten, gleichsam aber auch eine der größten Herausforderungen, denen sich auch Verlingieris stellen muss.


A.F. VANDEVORST

Posted: Januar 23rd, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Die Berliner Modewoche begann mit einem internationalen Namen: A.F. Vandvorst. Bereits um 10 Uhr morgens präsentierten die Designer An Vandevorst und Filip Arickx am Mittwoch ihre Zweitline “A.Friend”.

Der Name sei dem Umstand zu verdanken, dass die Kollektionsteile dieser Line für die finanziell schlechter gestellten Freunde des Belgischen Designer-Duos gestaltet wurden, also für all diejenigen, die sich die Stücke aus der Hauptline -die übrigens in Paris gezeigt wird- nicht leisten können. So eine Geschichte kommt im notorisch klammen Berlin natürlich bestens an.

Was gab es zu sehen: tragbare Mode, Layerings und Wickeloptiken in verschiedenen Brauntönen, Rostrot und Schwarz und natürlich, typisch Vandevorst, feste Stumpfhosen mit einem applizierten roten Wollfaden als Eyecatcher. Das Styling gibt sich lässig, bei einzelnen Outfits auch fast schon nachlässig.

Auffällig waren insbesondere die Frisuren der Models. Haare, quer über das Gesicht der Laufsteg-Elsen gekämmt, muteten eigenwillig an, und verlangten den Models einen guten Gleichgewichtssinn ab. Glücklicherweise geriet trotz eingeschränkter Sicht keines der Mädels während ihres Laufs über dem Catwalk ins Schlingern.


BERLIN FASHION WEEK 2011: HYPE MAGAZINE BERICHTET!

Posted: Januar 18th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Let the season begin!

Es ist wieder soweit, morgen startet die mittlerweile 8. Auflage der im Juli 2007 erstmals präsentierten Berlin Fashion Week. Ob sich die Modewoche der deutschen Hauptstadt diese Saison genauso behaupten können wird wie im Juli 2009, als die Präsenz von Modekritikerin Suzy Menkes, wie auch die Visite von Justin Timberlake, einen Hauch Internationalität verströmte und alle Beteiligten zwischen Bebelplatz und Flughafen Tempelhof beflügelte? Oder wird sich das Modespektakel eher zäh und spröde geben, wie im Super-Hitze-Sommer des vergangen Jahres, in dem die Stadt zeitweise wie ausgestorben schien. Eine Antwort bringen die nächsten vier Tage mit sich. HYPE MAGAZINE ist für Euch vor Ort und wird ausführlich berichten.


Shocking Weekend: Tom Rebl rockt Muenchen

Posted: August 17th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

Tom Rebl & Sven Barthel, Photo: HYPE MAGAZINE

Tom Rebl & Sven Barthel, Photo: HYPE MAGAZINE

Wenn Männer in High Heels, teilweise halbnackt oder in Frauenkleidern über den roten Teppich staksen, kann dies nur eines bedeuten: it´s Showtime. Einen ganz großen Auftritt hatte am vergangen Samstag, der in Mailand ansässige Modedesigner Tom Rebl.

In der Münchner Schrannenhalle präsentierte der Kreative im Rahmen einer aufwendigen Runway-Show seine Entwürfe für die Sommer Saison 2011. Etwa 20 attraktive Models mit streng zurück gekämmten Gelfrisuren und noch strengerem Blick stolzierten flotten Schrittes vor den Augen zahlreicher Promis und Modesachverständiger, über den strahlend weißen Laufsteg und präsentierten passend zur Live- Musik mondän Tragbares zwischen Dandy und Rockstar.

Besonders tosenden Applaus gab es für den Abschluss-Walk von Topmodel Papis Loveday in einem goldenen Lederjacket und in Stöckelschuhen. Nach kurzweiligen 15 Minuten Mode am laufenden Band, präsentierte sich schließlich der Modemacher selbst seinem Publikum.

Unter den Gästen waren auch Designer-Kollege Marcel Ostertag, dessen privater Kleiderschrank bereits ein eigenes Abteil nur für Tom Rebl Klamotten umfasst, Schauspieler Wilson Gonzales Ochsenknecht, Moderatorin Andrea Kempter sowie Schauspieler Max von Thun, welcher lässig an den Fotografen vorbeimarschierte ohne für selbige auch nur einmal zu posieren. HYPE MAGAZINE war natürlich live vor Ort und wollte wissen was das Erfolgsgeheimnis von Tom Rebl ist und hat den Designer hierzu gleich selbst befragt. Seine verblüffend ehrliche Antwort gibt es in unserem Videobeitrag zu sehen.

Toutes mes félicitations Monsieur Rebl!


UNTER BESCHUSS: TERRY RICHARDSON – SEX AM SET?

Posted: März 20th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Terror Terry

Terror Terry

Ob ich Terry Richardson einen blasen würde, “nur” um mich hinterher auf den Seiten der französischen Vogue bewundern zu können? Ausgeschlossen! Erstens ist der Foto-Nerd nun wirklich nicht mein Typ und zweitens bin ich kein Model! Ganz im Gegensatz zu den jungen Dingern, die unter dieser Berufsbezeichnung ihre Haut zur Marke tragen und dabei, wie alle im Selbstdarstellungsgewerbe, abwägen müssen, wie weit sie für ihr Kariere gehen wollen.

Doch nicht immer liegt diese Entscheidung bei einem selbst, wie aktuelle US-Medienberichte über die sexuell-ambitionierte Arbeitsweise des Modefotografen Terry Richardson jetzt belegen. “Schwanzgesteuerte” Casting-Methoden eines Starfotografen? Für die internationale Modeelite ist dies wahrlich keine Offenbarung. Warum also nun die gesteigerte Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit?

Auslöser für die wachsende öffentliche Wahrnehmung, ist die Verbalattacke des dänischen Ex-Topmodels Rie Rasmussen. Noch immer verärgert über eine nicht eingewilligte Veröffentlichung eines Bildes in Richardsons Fotoband “Terryworld” aus dem Jahr 2004 und wohl auch nachhaltig beschämt über die leibhaftige Erfahrung mit dem Porn-Chic Guru, begegnet die mittlerweile 32-jährige Rasmussen am 8.März in der Pariser Edelbar “Le Montana” dem Sex Knipser.

Sie nutzt den Moment des persönlichen Zusammentreffens und sagt dem ihr verhassten “Egoshooter” ganz unverblümt die Meinung. Ausnahmsweise bekommt Onkel Terry von so viel weiblicher Aggressivität mal keinen Ständer. Das einzige was sich in dieser Minute bei ihm regt ist sein Zorn.

Fluchtartig verlässt er die Bar und ruft am darauffolgenden Tag Rasmussens Agentur “1 Management” in New York an, um sich über die Äußerungen der Entwürdigten zu beschweren. Ein Fehler? Vermutlich hätte die Presse von all dem nichts mitbekommen, doch dank eines geschäftstüchtigen Bookers am anderen Ende der Leitung, gerät die Geschichte schnell in Umlauf.

Den genauen Wortlaut ihrer Kritik an Richardson gibt Rasmussen vier Tage später auf Anfrage der New York Post noch einmal für das breite Publikum zum Besten: I told him what you do is completely degrading to women. I hope you know you only fuck girls because you have a camera, lots of fashion contacts and get your pictures in Vogue.

Rasmussen’s Mut einer Branchengröße wie Richardson die Stirn zu bieten zieht eine Welle der Bewunderung nach sich, aber auch viele weitere Anschuldigen anderer Models gegen den erfolgsverwöhnten Fotografen.

Das amerikanische Lifestyle Portal JEZEBEL forderte seine Leser auf, ihre Erfahrungen im Umgang mit Terry Richardson aufzuschreiben und einzureichen. Erste Zuschriften ließen nicht lange auf sich warten.

Die darin beschriebenen Details, wenn auch aufgrund der Anonymität des Internets nicht wirklich verifizierbar, gehen weit über das schmierige Klischee der Besetzungscouch hinaus. Die Rede ist von Gesichtsejakulation, Oralverkehr, und einen zum Teebeutel umfunktionierten, benutzten Tampon. Als Zutaten für einen Pornofilm nachvollziehbar, im Kontext eines Fashion Shootings indiskutabel. Es ist das Phänomen einer auf Oberflächen fixierten Branche, die sich nur auf den Look zu konzentrieren scheint und dabei generell zu wenige Fragen stellt. Alles geht, Hauptsache das Ergebnis sieht irgendwie “cool” aus.

Das Problem dabei sind vor allem die Mädchen. Mit 16, 17 oder 18 Jahren zieht das Versprechen auf Ruhm und kunstvolle Fotos für das Portfolio, das weiß vor allem der Mittvierziger Richardson. Glaubt man den jüngst erhobenen Vorwürfen, agiert dieser am Set entsprechend manipulativ und bringt somit junge Modelanwärterinnen in Situationen, die allein seiner Triebbefriedigung dienen. Nicht jede der Beteiligten hat das Selbstbewusstsein ein überzeugendes NEIN zu formulieren. Erst recht nicht wenn dieses Nein, das Ende einer Kariere bedeutet, die noch gar nicht richtig begonnen hat. Aber auch das weiß Terry Richardson.

Quellenangaben: The New York Observer, New York Post, New York Magazine, Jezebel, Der Spiegel


LAUFSTEG UND GEWICHT VERTRAGEN SICH NICHT

Posted: Februar 18th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Gemma Ward

Gemma Ward

Über die Kariere von Supermodel Gemma Ward wird derzeit viel spekuliert. Gilt die heute 22-jährige Australierin mit Wohnsitz in New York überhaupt noch als Supermodel oder ist ihre Zeit endgültig abgelaufen?

Grund für die Diskussion ist das Gewicht der Schönheit. Es gibt keine genauen Zahlen, nur Schätzungen und die beziffern Wards Gewicht aktuell auf 65 Kilo bei einer Körpergröße von 1,78 Meter. Also definitiv zu viel für das Luxus-Segment.

Die Konsequenz, Ward erhält keine Aufträge mehr. Verdiente das Model im Jahr 2007 laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes noch rund 3 Millionen US-Dollar, hat sie einem Artikel der New York Post zufolge seit zwei Jahren keinen Job mehr gehabt. Eine Ewigkeit im Modelbusiness, das alle sechs Monate neue “Mädchen” auf den Markt spült.

Im Herbst 2007 avancierte das Gewicht Gemma Wards zum Dauerklatsch, als ein Redakteur das Model, im Anschluss an die Chanel Schau, als aufgebläht bezeichnete. Der Unmut bei Menschen außerhalb der Modebranche bezüglich dieses Themas basiert weniger auf der Tatsache, das Models wie Millionen anderer Frauen auch mit Gewichtsschwankungen zu kämpfen haben als vielmehr auf dem Schönheitsideal etablierter Modehäuser, wo Größe 36 schon als Plus Size gehandelt wird. “We don’t want you to be anorexic, we just want you to look it” erinnert sich Top-Model Coco Rocha an die Aussage eines Klienten.

Doch solange es Mädchen gibt, die die physischen Anforderungen der Modermacher auf natürliche Weise erfüllen, und die gibt es, haben Mädels mit mehr als 55 Kilo auf den Rippen auf dem Laufsteg offenbar nichts verloren. Ob die Aufregung über diesen Zustand berechtigt ist oder nicht, liegt hier wohl ausschließlich im Auge des Betrachters.


V MAGAZINE ÜBERRASCHT MIT PLUS SIZE MODELS

Posted: Januar 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

photocredit: V Magazine No.36

photocredit: V Magazine No.36

Nachdem die Modezeitschrift Brigitte vergangenes Jahr erklärte ab 2010 künftig auf Models verzichten zu wollen um “echten” Frauen in ihren Modestrecken Platz zu machen, und nun in der ersten Ausgabe des neuen Jahres Frauen zeigte, die sich nur geringfügig von den zuvor gebuchten Models unterscheiden, präsentiert das New Yorker V Magazine in seiner Januar/Februar Ausgabe eine “Plus Size” Strecke,  mit wahrhaft griffigen  Frauen, die in ihrer Ästhetik den Modestrecken mit den üblichen Size Zero Mädels in nichts nachsteht.

Go for that issue!
Go for that issue!

Angesichts der hohen Stellung, die das großformatige Modeheft im high-fashion Bereich innehält, ein mutiger Schritt. Die wunderbaren Fotos von Solve Sundsbo sind ein Beleg dafür, dass  Schönheit  und Weiblichkeit nicht an eine Grenze von 50 Kilogramm gebunden sind! Das Styling stammt übrigens von Nicola Formichetti, dem Stylisten von Lady Gaga, und darüber hinaus Creative Director von DAZED & CONFUSED, Fashion Director von VOGUE HOMMES JAPAN, Senior Fashion Editor von ANOTHER MAN, sowie Contributing Fashion Editor bei V, V MAN, ANOTHER. (der Mann versteht offenbar sein Handwerk).

V Magazine No. 36 ist in Deutschland ab Ende Januar erhältlich.


HOMOSEXUELLE MODEDESIGNER VERANTWORTLICH FÜR MAGERSUCHT?

Posted: November 10th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | 4 Comments »

photocredit: FLICKR / beyrouth

photocredit: FLICKR / beyrouth

In einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” gibt die in Mainz ansässige aber international durchaus erfolgreiche Modedesignerin Anja Gockel lesenswerte Einsichten in die Modebranche und beantwortet die Frage nach der hohen Zahl der immer noch existenten Magermodels, mit der Homosexualität einflussreicher Designer wie Karl Lagerfeld, Marc Jacobs oder Jean Paul Gaultier.

Laut Gockel sei das Idealbild eines homosexuellen Mannes, eine knabenhafte Figur, während das körperliche Idealbild lesbischer Frauen, wie bspw. Modedesignerin Jil Sander, eine androgyne Figur darstelle. Dieses subjektive Schönheitsideal, übertragen die Designer schließlich auf ihre Models, an denen sich wiederum 14-jährige Mädchen orientieren, so Gockel weiter. Hierin liege eine große Gefahr, die Magersucht fördere.

In der Tat gilt für Frauen Kleidergröße 34-36 als unabdingbare Voraussetzung um auf internationalem Parkett modeln zu können. Mädchen, die bei einer Mindestgröße von 1,75 Meter mehr als 55 Kilo wiegen haben keine Chance für Dolce&Gabbana, Chanel und Co. über den Laufsteg zu stöckeln. Übersetzt heißt das, so wenig Hüfte wie möglich und Brüste so groß wie zwei geballte Mäusefäustchen!

Ebenfalls richtig ist, dass fast alle maßgeblichen Designer schwul sind und großen Einfluss auf das jeweils aktuelle Schönheitsideal innerhalb einer Gesellschaft ausüben. Nicht richtig ist jedoch, dass klapperdürre Frauen den optischen Idealvorstellungen homosexueller Männer per se entsprechen. Schließlich ist nicht jeder schwule Mann Modedesigner von Beruf!

Die Aussage, dass lesbische Frauen bevorzugt auf die androgyne Variante ihrer Geschlechtsgenossinnen abfahren sollen, würde mit Sicherheit keiner empirischen Untersuchung standhalten. Ganz ohne wissenschaftliche Studie ist davon auszugehen, dass nicht jede Lesbe auf Jodie Foster steht. Insofern ist das ideale Körperbild homosexueller Männer und Frauen außerhalb der Modebranche wohl wesentlich vielseitiger als die Verallgemeinerung Gockels uns da glauben machen will. Oder etwa nicht?


“F.C. GUNDLACH – DAS FOTOGRAFISCHE WERK” zu sehen in Berlin

Posted: Oktober 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

photo: Berliner Festspiele copyright: F.C. Gundlach

photo: Berliner Festspiele copyright: F.C. Gundlach

Eine große Retrospektive des deutschen Modefotografen F.C. Gundlach ist ab dem 20. November im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen. Angekündigt sind 350 Fotografien aus einer vierzigjährigen Schaffensperiode.

Der 1926 im hessischen Heinebach geborene Fotograf spezialisierte sich Mitte der 1950er Jahre auf die Modefotografie und arbeitete für die Magazine Film und Frau, Stern und Quick. 1963 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit der Frauenzeitschrift Brigitte, für die er bis 1983 die jeweils aktuelle Mode ablichtete und mehr als 160 Titelbilder schoss.

Gundlachs Aufnahmen sind kunstvoll aber niemals verkünselt,  und so reflektieren sie auf besonders authentische Weise den Look ihrer Zeit. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass die Modepresse bereits in den Nachkriegsjahren keine Kosten und Mühe scheute, um Modeproduktionen in fernen Ländern durchzuführen. In den 1960er Jahren, als Flugreisen noch ein Privileg für Wenige darstellten, gewiss eine Besonderheit. Somit brachte F.C. Gundlach mit seinen Fotografien nicht nur die Mode in deutsche Wohnzimmer, sondern auch Glamour und Exotik.  Dabei bediente er  auch die Sehnsüchte von Millionen Bundesbürgerinnen. Dass das Modebusiness, lange bevor das Metier hip wurde und Modeleute mit Anglizismen um sich warfen, schon immer international orientiert war, belegt untenstehendes Foto mit dem nüchternen Titel: “Die neue Mode.”

Das Bild zeigt das Model Grace Coddington in einem Outfit von  Missoni. Grace, die heutige Modechefin der US-Vogue mit dem flammend roten Haar, die durch die Filmdokumentation “The September Isssue” aus dem Schatten ihrer Chefin Anna Wintour allmählich heraustritt und mittlerweile auf eine eigene Fangemeinde zählen kann. Hättet Ihr sie erkannt?

Ausstellung: “F.C. Gundlach – Das fotografische Werk” ab dem 20. November im
Martin Gropus Bau Berlin

copyright: F.C. Gundlach

Model: Grace Coddington / copyright: F.C. Gundlach


JC DE CASTELBAJAC SUCHT MODELS FÜR LONDON FASHION WEEK

Posted: August 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

Monsieur Castelbajac mag es bunt! photo: Adeline Mai von Wig Wag Bam

Monsieur Castelbajac mag es bunt! photo: Adeline Mai

Lust auf London Fashion Week? Nach Angaben der britischen Lifestyle Gazette Dazed and Confused sucht Modedesigner Jean Charles de Castelbajac noch Model für die Modenschau seiner neuen Zweitlinie JC/DC, die er im Rahmen der London Fashion Week am Freitag, den 18.09 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Gesucht werden coole Jungs und Mädels zwischen 16 und 25 Jahren. Es gelten natürlich die klassischen Modelmaße. Wer mitmachen möchte, sollte bis spätestens 7. September ein Portrait- so wie ein Ganzkörperfoto von sich per E-mail an unten stehende Adresse senden, und ab diesem Zeitpunkt vor Ort in London sein, um ggf. zum Live Casting beim Modearistokraten aufwarten zu können. In selbiger Woche findet auch das Fitting mit den Außerwählten statt.

rsvpcasting@jc-de-castelbajac.com

Viel Erfolg!

Website von Jean Charles de Castelbajac


HERO MAGAZINE KENNT DIE MODELS VON MORGEN

Posted: August 22nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

credit: Hero magazine

credit: Hero magazine

Zugegeben, Models sind zumeist überbewertet und privat nicht halb so interessant oder gar hübsch wie auf den Bildern in den Modemagazinen, und dennoch: ein gutes Model ist eine Bereicherung für jedes Photo und eine Erleichterung für Fotografen und Stylisten.

Nachdem Jeder zu wissen scheint, was ein gutes Model ausmacht, stellt sich immerhin noch die Frage nach der Person: wer ist eigentlich ein gutes Model? Das neue Modemagazin HERO gibt darauf eine Antwort, beschränkt sich dabei aber auf die männliche Kaste der Branche. Die in London beheimaten Macher des Heftes, James West und Fabien Kruszelnicki, stellen auf 100 Seiten, in eigens für die Erstausgabe inszenierten Photostrecken mit dem gewissem “urban feel”, die 25 vielversprechendsten Newcomer im Modelbusiness vor. Nette Idee!