TERRY RICHARDSON GOES FASHION-PROLL

Posted: Februar 25th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Terry Richardson und die Macker von der Jersey Bucht

Terry Richardson und die Macker von der Jersey Bucht

Auch Terry Richardson führt ein Online-Tagebuch, besser gesagt ein Fototagebuch. Darin veröffentlichte der Lichtbildprovokateur jüngst Fotos, die er von den Darstellern der amerikanischen Reality Trash Produktion    “Jersey Shore” für das “Interview Magazin” geschossen hat.

Der Sendeinhalt lässt sich am besten mit der Redenwendung “Pack schlägt sich, Pack verträgt sich” beschreiben: Acht Italo-Amerikaner, allesamt in den Zwanzigern, hocken zusammengepfercht in einer Hütte am Strand von Seaside Heights, einem Provinznest an der Küste New Jerseys, und kompensieren ihre geistigen Unzulänglichkeiten mit viel nackter Haut, Prügeleien und einstudierten Machoposen. Die erste Staffel, die mit der Ausstrahlung der neunten Folge am 21. Januar dieses Jahres endete, bescherte MTV traumhafte Quoten. Damit gilt “Jersey Shore” als bislang erfolgreichste Reality Show des Senders.

Jede einzelne Episode wurde vom amerikanischen Publikum kontrovers diskutiert. Während sich die heterosexuellen männlichen Fans der Serie an “Snookies” Vorbau erfreuen, ergötzen sich Frauen und Schwule an Mike “The Situation” Sorrentos Sixpack. Gegner des TV-Formats sehen in der Glorifizierung der Prollkultur allerdings den Untergang des Abendlandes. Tatsächlich beschränken sich die Interessen der Protagonisten primär auf Sonnenbänke, Gelfrisuren, Muckibuden, Sex und Paaarty.

Dennoch, Titten und Arsch funktionieren immer und sind somit auch das Bindeglied zwischen Sendung und dem fotografischen Werk von Terry Richardson, der mit der Abbildung von Nippeln und Körperflüssigkeiten sein Geld verdient. Der Unterschied: während sich Jersey Shore Dummerchen Sammi “Sweetheart” Giancola im Polyester Rock von “Billabong” flachlegen lässt, baumelt an Terry´s Models auch beim Sex gelegentlich mal ein Designerlabel.

Ab dem 23. März gibt´s die erste Staffel von The Jersey Shore auch hierzulande zu sehen. Immer dienstags um 20 Uhr auf MTV.

TerrysDiary.com


MTV STYL`D

Posted: November 2nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA | Tags: , , , , | No Comments »
Der Stylisten Nachwuchs / photo by: Kenneth Cappello, by courtesy of MTV

Der Stylisten Nachwuchs / photo by: Kenneth Cappello, by courtesy of MTV

Nach Modedesignern, Models und Redakteuren schicken sich nun die Stylisten an, Starstatus zu erlangen. Die neue MTV Doku “STYL´D” hilft dabei das Ganze zu beschleunigen und den Beruf bei Teenies populär zu machen.

Styling, und wir sprechen hier nicht vom Haare legen, ist eine Kunst für sich. Es gibt in etwa so viele verschiedene Definitionen was ein gelungenes Styling ausmacht, wie es Stylisten gibt. Darüber zu streiten ob nun der reduzierte Chic von Jil Sander oder doch eher das Drama à la Versace von gutem Stil zeugt, ist müßig, denn beides hat seine Berechtigung. Letztlich zählt in der Sparte des Celebrity- Stylings, ob der Look zum Kunden und zum Anlass passt, einen Eindruck hinterlässt, und positiv von den Boulevardmedien kommentiert wurde.

In der Sendung STYL`D, die am Sonntag den 1. November on Air ging, konkurrieren 5 blendend aussehende, junge Menschen im Rahmen des “Junior Assistant Program” um einen Vertrag mit Margaret Maldonados Agency, dem Rolls Royce unter den amerikanischen Styling-Agenturen. Die bei MMA unter Vertrag stehenden Stylisten, Make-up Artisten und Haarkünstler kümmern sich um die Optik fast aller Blondinen zwischen Holleeewuud und Maleeeboo. Neben diversen Modemagazinen zählt Jennifer Aniston  genauso zum Kundenstamm der Agentur wie Jessica Simpson, Lindsay Lohan, Nicole Richie, Mischa Barton, die Olsen Zwillinge, Angelina Jolie und Penelope Cruz.

Der zickige Umgang der geschmackssicheren Wettbewerber untereinander, erinnert stark an Szenen aus der “Teufel trägt Prada,” aber auch die Attitüde ihrer Mentoren, den Senior Stylisten, die ihren Status wiederholt durch den Ehrgeiz der Aspiranten bedroht sehen, gibt Aufschluss über das Bild, dieses von Eitelkeit beherrschten Berufszweiges.

“If you dont agree with me, don´t have an opinion” lautet die direkte Weisung von Jen Read gegenüber den Hoffnungsträgern Gary (soo gay) und Janna (soo bitchy) kurz vor einer Anprobe mit Filmsternchen Kim Kardashian. Na dann. Get Style!