RICH GIRLS ONLY: ***************PRAKTIKUM BEI VERSACE

Posted: Januar 9th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | 1 Comment »

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Studienabsolventen, die sich auf der Suche nach einer Festanstellung von Praktikum zu Praktikum hangeln und Studenten im Praxissemester kennen die Situation: zahlreiche Unternehmen verlangen viel und bieten wenig.

Gerade in der Medien- und Modebranche wo die Zahl der verfügbaren Praktikantenplätze klein, die Nachfrage nach Selbigen aber groß ist, tendiert die Bezahlung nicht selten gegen Null. “Bald müssen wir auch noch Geld mitbringen um hier arbeiten zu dürfen”. Dieser unter ernüchterten Praktikanten stark zirkulierende Spruch wird nun anhand eines prominenten Namens Realität.

Das Modehaus Versace versteigert gegenwärtig über das Online-Auktionshaus Charitybuzz.com ein Praktikum in seiner New Yorker Firmenzentrale. Der Gebotsbetrag steht aktuell bei 3250 Dollar, weitere Gebote können in 250 Dollar Schritten abgegeben werden. Tja, liebe Modestudenten, endlich habt ihr die Gelegenheit zu beweisen was euch ein Praktikum in einem der prestigeträchtigsten Modehäuser der Welt tatsächlich wert ist.

Geht es dem Haus Versace wirklich so schlecht, dass es auf das Taschengeld pubertierender Millionenerbinnen angewiesen ist? Offiziellen Angaben zufolge kommt der Erlös einem wohltätigen Zweck zugute, genauer gesagt einer Organistion zur Bekämpfung von Brustkrebs mit Sitz in Südflorida.

Das hippe Nachwuchsdesigner mit einem Atelier im Hinterhof eines Szenebezirks generell kein großes Budget für Personal und Hilfskräfte zur Verfügung haben ist bekannt und aufgrund der Umstände unter denen sie ihre Kollektionen erstellen, nachvollziehbar. Das sich Multimillionendollar Unternehmen mit eigenem Firmenjet, die Vergabe ihrer Praktika, (guter Zweck hin, Charity her) von finanziell sorgenfreien Gören teuer bezahlen lassen, ist..-ehrlich gesagt finde ich keinen passenden Begriff dafür-…dekadent, inakzeptabel oder schlicht und einfach ausgedrückt: scheiße! Gewiss ist eine Referenz, die den Namen Versace und den Absender New York trägt, eine glanzvolle Angelegenheit. Ein Dokument, das den eigenen Lebenslauf aus der Masse herausstechen lässt! Doch was sagt eine letztlich “gekaufte” Beurteilung tatsächlich über die Qualitäten des Praktikanten aus?

Selektion via Bankkonto versus Begabung? Hoffen wir, dass Versace mit dieser Aktion ausnahmsweise mal keinen neuen Trend initiiert. Wer dennoch ein paar Tausend Dollar in seine Zukunft investieren möchte, hat bis zum Auktionsende am Donnerstag, den 14. Januar 2010 Zeit ein Gebot abzugeben. charitybuzz.com

Das Praktikum wird übrigens nicht vergütet. Schon klar!


LOIC PRIGENT´s EXKLUSIVER BLICK HINTER DIE KULISSEN DER MODE

Posted: Januar 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Dank exzellenter Filmdokumentationen wie, Signé Chanel, Marc Jacobs & Louis Vuitton und der The Day Before genießt Regisseur Loic Prigent innerhalb der Modeszene mittlerweile all access Status. Ob Mailand, Paris, London oder New York, ob Backstage oder vor dem Catwalk, der studentisch wirkende Filmemacher ist mit seiner Kamera gern gesehen bei der Fashion Elite. Bereitwillig gewähren ihm die Top-Designer Zutritt zu ihren Ateliers und lassen ihn einfach gewähren. Besser gesagt, sie vertrauen ihm. Beschönigende PR-Statements und nachgestellte Szenen haben in Prigents Werk keinen Platz. Genau das macht seine Filme authentisch und daher so sehenswert. Ohne Prigent bliebe uns das wahre Gesicht der Mode und ihrer Protagonisten wohl nach wie vor verborgen.

Anna Wintour hautnah? Kein Problem für Prigent! Ungezwungen stellt sich die berühmte Vogue Editrix in Prigents aktuellem Filmprojekt HABILLÉES POUR L’ÉTÉ 2010, (DRESSED UP FOR SUMMER 2010) den Fragen von Mademoiselle Agnès.

Die TV-Journalistin Agnès Boulard ist in Frankreich keine Unbekannte, sondern, im Gegenteil, seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Branche und ganz nebenbei auch Produzentin der Filmdokumentation. Mit unnachahmlicher Nonchalance begibt sie sich in sechs Episoden mehr oder weniger auf die Suche, nach dem nächsten Yves Saint Laurent und moniert dabei im Gespräch mit Pierre Bergé und dem französischen Kulturminister, ganz ohne erhobenen Zeigefinger dafür in herrlich selbstbewusster Manier, das Frankreich als Wiege der Haute Couture seinen kreativen Nachwuchs in keinster Weise fördere.

So heißt das letzte Wunderkind aus Paris noch immer Nicolas Ghèsquiere. Dabei ist der Chefdesigner von Balenciaga den Kinderschuhen doch schon längt entwachsen. Unentdeckte Talente, deren Begabung nur auf die Begegnung mit den entscheidenden Leuten wartet, gibt es überall, und in Paris sowieso. Mademoiselle Agnès hat einige von ihnen in ihren Studios abseits der großen Schauen besucht.

Agnès Boulard bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit auf dem Parkett der Eitelkeiten als wandle sie durch ihr privates Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihren extrem statusbewussten Kolleginnen, nimmt sich Boulard, die übrigens selbst 4 Jahre lang als Redakteurin bei der französischen Vogue tätig war, dabei selbst nie allzu ernst und führt beschwingt und ungeachtet aller Konventionen durch die Schauen zur Saison Spring 2010. Diese Natürlichkeit kommt an und so bittet gar der sonst so selbstbeherrschte Karl Lagerfeld Agnès nach der Präsentation seiner Kollektion um ein persönliches Tänzchen im Backstagebereich.

Die lebendige Französin liebt die Mode, nicht aber den ihr anhaftenden Dünkel und denkt gar nicht daran sich einem snobistischen Habitus zu unterwerfen. Das hat Stil und zeugt von wahrer Größe, und so verdankt sich der Zauber dieser Dokumentation im Wesentlichen auch der Persönlichkeit seiner Moderatorin. Lovely!

Zusammengenommen ergeben die sechs Teile eine Stunde “fashion uncensored”. Informativ, unterhaltsam und äußerst kurzweilig. Beeindruckend ist der Massenauflauf vor Jean Paul Gaultiers Headquarter in der Rue Saint Martin kurz vor der Show des Designers. Für einen Moment hatte ich den Eindruck es handle sich bei dieser Szenerie um ein Rockkonzert. Eine Portion Extravaganz in Reinform liefert wieder einmal Anna Wintour. Als der Weg zu ihrem Sitzplatz in der ersten Reihe einer Show, die Chefredakteurin über eine im Halbdunkel liegende Treppe führt, erhellt einer ihrer Bodyguards unaufgefordert die Stiege mittels einer Taschenlampe. Stufe für Stufe, und ohne dabei eine Miene zu verziehen trippelt Anna dem Lichtkegel vor ihren Füßen hinterher. Fantastisch! (siehe Video hier) Wie auch schon die Doku “The Day Before”, sind die sechs Episoden auf dem “Sundance Channel” im Internet kostenfrei abrufbar.

sundancechannel.com


RIHANNA “ARRIVING IN GOLD LEAVING IN RED?”

Posted: November 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

Rihanna: Goldmarie inkognito

Rihanna: Goldmarie inkognito

Rihanna - zweiter Akt

Rihanna - zweiter Akt

Zur Release Party ihres neuesten Albums “Rated R” im New Yorker Supper Club erschien Sängerin Rihanna vergangenen Dienstag in einem spektakulären, goldfarbigen Nietendress aus dem East Village Studio des Kreativduos Phillipe und David Blond.

Zahlreiche Arbeitsstunden und ein Gewicht von mehreren Kilogramm zeichnen dieses Kleid im Besonderen aus. Natürlich musste RiRi dabei auf passendes Schuhwerk nicht verzichten, welches nur wenige Tage zuvor eigens für sie angefertigt wurde. Noch am selben Abend folgte ein Outfitwechsel, denn beim Verlassen des Clubs präsentierte sich der Popstar den lauernden Paparazzi in einem neuen Gewand aus dem Hause Blond, diesmal in Rot und mit spitzer Schulter.

Wird der schnelle Kleidertausch zwischen Aufmarsch und Abgang einer Veranstaltung nun zur Pflicht der jungen Celebrity Generation? “Arriving in gold and leaving in red?”

Während die Entwürfe des Designerpärchens Phillipe und David per se ein absoluter eycatcher sind, verfehlte die Kombination mit der tiefschwarzen Versace Sonnenbrille (aus den 90ern ?) ihr Ziel, wie ein Weltstar auszusehen, leider völlig. Zwei Reize sind oftmals einer zu viel! Neben der markanten Logobrille, konkurrierte in dieser Nacht noch das typische frostige Make-up, einschließlich blutroter Lippen, mit einer platinblonden Helmfrisur um Aufmerksamkeit. Unfreiwillig ruinierte die 21-jährige somit den Look ihres coolen Körperpanzers. Wohingegen Rihanna Kleid Nr.2 mittels am Oberschenkel gestreifter Strumpfhosen seines Glamours beraubte. Wir gehen davon aus, dass ihr Stylist an diesem Abend einfach nicht mehr im Dienst war.

Doch die spannendere Frage bleibt nach dem allgemeinen Sinn und Zweck eines Kleiderwechsels innerhalb weniger Stunden? Handelt es sich dabei um eine Abmachung mit den Designern, oder um bloßen Narzissmus in ausgeprägter Form?


GREG LAUREN: ERFOLGREICH AUCH OHNE ONKEL RALPH

Posted: Oktober 1st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

photo credit: Greg Lauren

photo credit: Greg Lauren

Es mag in den Genen der Familie liegen, oder auch nicht, dass Greg Lauren, Neffe des amerikanischen Modemachers Ralph Lauren, sich künstlerisch betätigt. Fakt ist, dass sich der 39-jährige Maler und Schauspieler, mit seinen unverwechselbaren Papierarbeiten zunehmend in der internationalen Kunstszene etabliert. Wer nun denkt, dies habe er ausschließlich seinem Familiennamen zu verdanken, der urteilt vorschnell.

Natürlich öffnet der Name Lauren Türen zwischen Manhattan und Long Island, natürlich helfen die Celebrity Kontakte der Laurenschen Sippe, dem eigenen Werk Aufmerksamkeit zu verschaffen, dennoch ist Greg Lauren kein Shootingstar auf seinem Gebiet. Ein Blick auf die Vita des Künstlers verrät das sich langsame Vorarbeiten, die konstante Auseinandersetzung über einen längeren Zeitraum hinweg, die den Arbeiten eines Künstlers erst die gewisse Tiefe verleihen, die das Prädikat Kunst rechtfertigen. Nach abgeschlossenem Studium der Kunstgeschichte an der Elite Uni Princeton bahnt sich Greg Lauren seinen Weg durch die Film- und Kunstwelt ganz ohne Hilfe seines berühmten und schwerreichen Onkels.

Seit 2000 steuert Greg Lauren regelmäßig Werke zur jährlich stattfindenden New Yoker Benefiz Auktion “TAKE HOME A NUDE” bei, beteiligt sich bei Gruppenausstellungen in kleineren Galerien und schmückt mit seinen Werken, den einen oder anderen VIP Event. 2008 ermöglichte ihm die deutsche aber in New York ansässige Galeristin Heidi Neuhoff zusammen mit dem weltweit renommierten Kunsthändler Asher Edelman eine Soloausstellung. Lauren´s Medium ist Papier! Öl auf Papier, Papier auf Leinwand. Sein Ouevre ist der bekleidete Mensch, die Mode, die Medien, die High-Society. Nicht banal sondern beeindruckend stimmungsvoll und handwerklich bestens umgesetzt, erweckt das zerknitterte, übermalte und beklebte Papier seine Figuren zum Leben. Bis zu 15.000 Dollar muss hinblättern, wer einen original Lauren sein Eigen nennen will. Renée Zelweger, Demi Moore und Ben Stiller zählen laut Medienberichten bereits zu seinen Fans .

all artworks and photos by Greg Lauren / bycourtesy of Greg Lauren

all artworks and photos by Greg Lauren / bycourtesy of Greg Lauren

Seine neuesten Arbeiten zeigen Kleidungsstücke als Plastik aus Papier; zusammengenäht von Greg Lauren höchst persönlich. “Alteration” heißt das Projekt, ein Begriff der in der Schneiderei die Abänderung eines Modells bezeichnet. Hinter “Alteration” steckt die Analyse von Image und Identität bestimmter Kleidungsstücke, die Lauren während seiner Jugend geprägt haben. Die Objekte sind noch bis zum 1.November in den ehemaligen Räumlichkeiten der Galerie Guild & Greyshkul zu sehen.

28 Wooster Street, NY, New York 10013

greglauren.com


WARUM TOM FORD DRINGEND 50 MILLIONEN DOLLAR BRAUCHT…

Posted: September 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur REUTERS sucht Modedesigner Tom Ford nach einem Finanzier, der bereit ist 50 Millionen US-Dollar in den Aufbau seiner Damenlinie zu investieren.

photocredit: by coutesy of TOM FORD, New York

photocredit: by coutesy of TOM FORD, New York

Nach 10 Jahren als kreativer Kopf des Gucci Imperiums, verließ Ford 2004 das Modehaus und ging im Herbst 2006 mit einer namenseigenen Herrenkollektion im obersten Luxussegment an den Markt. Sein in New York ansässiges Unternehmen unterhält weltweit mehrere eigene Stores und konzentriert sich bislang ausschlich auf die Ausstattung des männlichen Geschlechts, ausgenommen hiervon sind Sonnenbrillen und Parfums. Männern bietet Ford klassisches Design aus  hochwertigsten Materialien, in handwerklich perfekter Umsetzung mit der Option auf Maßanfertigungen. Nachdem ihm lange Zeit nichts mehr einfallen wollte um den weiblichen Körper zu verhüllen, dürfen sich aller Voraussicht nach,  Frauen nun doch auf die Entwürfe von Tom Ford freuen.

TOM FORD WEBSITE


BYE BYE NEW YORK - THE BEST OF NEW YORK FASHION WEEK!

Posted: September 21st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Die New York fashion week ist vorbei, und während die Modewoche in den ersten Hälfte mit Bedeutungslosigkeiten glänzte, so verteidigten in der zweiten Hälfte die großen Namen der Branche erwartungsgemäß den Ruf der Stadt als Modemetropole.

Allen voran Marc Jacobs, der mit einem eklektischen Stilmix und vielen Rüschen und Volants, für Sommer 2010 die Hinwendung zu einer neuen Romantik propagierte.

Ein weiteres Highlight bildete die avantgardistische und farb- sowie musterintensive Kollektion des gebürtigen Brasilianers Alexandre Hercovitch.  Inspiriert von der Schutzkleidung amerikanischer Football-Spieler präsentierte der in Sao Paul ansässige Designer schmale, aus zahlreichen Schnittteilen zusammengesetzte Satinhosen,  Jacken mit, auf die Spitze getriebenen Powerschultern,  Tanktops aus Vinyl, und zu Minikleidern umfunktionierte Spielertrikots mit Puffärmeln und Spitzeneinsätzen.

Für eine positive Überraschung auf dem Laufsteg sorgte Altmeister Oscar de la Renta. Der 77-jährige dessen old-school Glamour vor allem Industriellengattinen, Präsidentenwitwen und Park Avenue Ladies gefällt, präsentierte der Upper  Class dieses Mal eine stark verjüngte Version seines opulenten Stils:  kostbare, reich bestickte Stoffe in bester handwerklicher Umsetzung. Eleganz in ihrer reinsten Form.

Spring Summer 2010 - The Looks

Spring Summer 2010 - The Looks

Anna Sui ist eine Meisterin des Stilzitats. Mit ihrer von Dr. Doolittle beeinflussten Kollektion stellte sie unter Beweis, dass Zirkuselemente nicht zwangsläufig clownesque aussehen müssen.  Wie immer beeindruckte sie  mit Detailversessenheit,  den ausgefeiltesten Drucken und coolem Downtown Styling.

Bei Donna Karan war alles im Fluss oder besser gesagt im Wind. Donna Karan lebt einen von Yoga und den vier Elementen Wasser, Wind, Feuer und Erde geprägten Lifestyle und segnet daher nur ab, was sie auch selbst tragen würde. Sie macht sich viele Gedanken zu den modischen  Bedürfnissen der berufstätigen Frau und ist stets bemüht Bürotauglichkeit  mit weiblichen Elementen in Einklang zu bringen.  Für Sommer 2010 favorisiert sie eine Silhouette in Bewegung. Wickeloptiken, weich fließende Drapierungen nach dem Vorbild griechischer Büsten in silbergrau und weiss, soft und dennoch strukturiert. Zeitgemäß und very Uptown.

Naturverbunden gibt sich auch das andere, große amerikanische Label Calvin Klein.  Das rauhe Äußere der Süßwassermuschel bestimmte Farbe, Textur und Silhouette in der Kollektion von Francisco Costa. Der Designer experimentierte mit Volumen und Knitteroptiken. Ultraleicht, aber nicht wirklich spannend. Es fehlte an Raffinesse. Accessoires scheinen bei Calvin Klein ein Fremdwort zu sein, diese fehlten leider völlig.

Ein völliges Desaster aus nichtssagenden Einzelteilen, die stilistisch in den 1990er Jahren stecken geblieben schienen, lieferten Michael und Nicole Colovos für Helmut Lang. Ihre beinahe komplett in schwarz und grau gehaltene Kollektion machte wenig Lust auf Sommer, kommt der Betrachter doch schon allein beim Anblick der engen Leggings und affigen Walla-Walla Hosen mit einem bis zu den Knien tief-hängenden Schritt ins Schwitzen.  Die Miniröcke mit einem asymmetrisch verlaufenden und sich  überlappenden Saum bildeten auf der Rockvorderseite ein unsinniges Dreieck, das den Blick unnötig auf den Schritt lenkt,  peinlich! Tops  mit Farbverlauf à la Prada Herbst /Winter 2008 und Batik- Shirts zu hautengen Hosen, wirkten gestrig und haben mit der DNA des Firmengründers Helmut Lang nichts mehr gemein.

Weitere gute Kollektionen, die en Detail auf style.com begutachtet werden können,  lieferten Alexander Wang, Jason Wu, Zac Posen und Threeasfour !

Als tendenzielle Trends  zeichnen sich organische Formen,  softe Silhouetten und neue Schulterkonstruktionen im Besonderen ab.


DONNA KARAN LAUNCHT iPHONE APPLICATION

Posted: September 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , | No Comments »

credit: DKNY

credit: DKNY

Das Internet revolutioniert die Welt und das iPhone unser Sozialverhalten. Leider nicht immer zum Guten. Während Designer in Interviews sich zumeist anspruchsvoll und philosophisch geben und niemals Müde werden auf Stil, gute Manieren und verloren gegangene Werte hinzuweisen, befeuern sie andererseits im Sinne ihrer kommerziellen Interessen mit teils überflüssigen Marketingmaßnahmen, deren Inanspruchnahme sie für sich selbst ablehnen und innerhalb ihres elitären Umfeldes als peinlich und somit inakzeptabel deklarieren würden, die geistige Verflachung einer sich ohnehin schon auf Style & Looks reduzierenden Gesellschaft.

Die iPhone Anwendung von Donna Karan, die man ab sofort auf iTunes.com herunterladen kann, versorgt User mit Stylingtipps nach dem Gusto der “Karanschen” Designphilosophie, empfiehlt Must-haves aus der aktuellen Kollektion und “entertaint” mit den Kategorien People Who Inspire, DK Talk, DK Travel, und Ask Donna, in der die Modemacherin auf vorformulierte Fragen wie: “Was sollte jede Frau in ihrem Kleiderschrank haben?” mit “Einen schwarzen Hosenanzug von Donna Karan” antwortet. Wie originell!

Wer hingegen Wartezeiten an Flughäfen zu überbrücken hat oder meint den Anblick seines so unerträglich miserabel gekleideten Umfeldes nicht mehr ertragen zu können, der kann sich dank DK Travel stattdessen an Bildern von etruskischen Tongefäßen oder mexikanisches Teppichmustern ergötzen, die die Designerin auf ihren Reisen in entfernte Länder selbst geschossen hat.

“Endlich kann ich Frauen auf der ganzen Welt direkt erreichen und von Frau zu Frau über Mode und persönliche Leidenschaften sprechen,” säuselte New Yorks Modeinstanz jüngst auf einer Pressekonferenz bezüglich des neuen Konsumententools. Komisch, von einer Instant-Verbindung zum Privatanschluss der Modeschöpferin nach erfolgtem Download ist nach Angaben des Softwareherstellers gar keine Rede.


MADONNA GEDENKT MICHAEL JACKSON

Posted: September 15th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Neben der noch bis Donnerstag andauernden New York Fashion Week, fand gestern Abend in der Metropole am Hudson River auch die Verleihung der MTV Video Music Awards statt.

Dort erschien Superstar Madonna  mit Brigitte Bardot Frisur und im hochgechlossenen schwarzen Outfit, und lieferte mit ihrer Gedenkrede zu Ehren des vestorbenen Michael Jackson, den ultimativen Glanzpunkt des Abends und gleichsam einen der erinnerungswürdigsten Momente in der Geschichte der Video Music Awards. Ihre gut ausformulierten Erinnerungen an einen gemeinsamen Abend mit dem King of Pop im Jahr 1991, ließen Michael Jackson für einen kurzen Moment vor dem geistigen Auge von Millionen von Zuschauern wieder lebendig werden. Madonna verliert sich nicht in Gefühlsduselei, drischt keine Phrasen, heuchelt nicht , sondern gibt ganz realistisch ihre persönliche Anekdote mit Michael Jackson zum Besten.  Diese Ansprache  zielt nicht auf Zustimmung oder Sympathie des Publikums ab, sondern ist schlichtweg authentisch. Ergreifende Worte einer Pop-Lady im Hier und Jetzt, die der Legende Michael Jackson auf Augenhöhe begegnet.  Es war die schönste Rede, die zum Tod des Ausnahmekünstlers  öffentlich gehalten wurde. Man hätte Madonna noch stundenlang zuhören können.  Chapeaux!


NEW YORK FASHION WEEK - DA GEHT NOCH WAS!

Posted: September 14th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »
credit: Mercedes Benz Fashion Week New York

credit: Mercedes Benz Fashion Week

Halbzeit für die New York Fashion Week.  Viel zu bieten hatte die New Yorker Modewoche in den vergangen vier Tagen nicht.  Kleinere Labels und Nachwuchsdesigner, langweilten primär mit Bedeutungslosigkeiten und teils richtig schlechten Entwürfen, Richtungsweisendes? Fehlanzeige!

Erin Wasson mag als Model eine fabelhafte Figur abgeben, als Modedesignerin ist sie jedoch völlig überflüssig, auch wenn es mit Sicherheit genügend Berliner Bloggerinnen geben mag, die diesen “nix-passt-zusammen-das-ist-aber-durchaus-gewollt Look” für ganz große Mode halten.

Es sind zu viele unbekannte Namen, die allesamt eine beige Soße präsentierten, die so prägnant war, dass davon nichts in Erinnerung bleibt. Es macht schlichtweg keinen Spaß das fünfzigste beigefarbene Volantkleidchen in Folge zu begutachten. Braucht es wirklich noch eine weitere Zweitline eines Designers, in diesem Falle von Richard Chai,  der seine Diffusion-Line mit dem wahnsinnig innovativen Namen LOVE vorstellte, die sich aus  Basics zusammensetzt, die bei Zara und H&M für einen Bruchteil des Preises zu haben sind.

Viele der gezeigten Kollektionen sind derart beliebig und austauschbar, dass jegliche geistige Auseinandersetzung und der Versuch das Gezeigte zu beschreiben eine nicht vertretbare Verschwendung von Lebenszeit darstellen. Bei den bisherigen Modenschauen  dieser Modewoche mangelte es  an Leidenschaft,  an Sex-Appeal, an Dramatik und Mondänität, kurz an allem was Mode eigentlich ausmacht.  Positive Ausnahmen bilden die junge und sehr urbane Handschrift Alexander Wangs sowie der “fuck-the-recession-Stil” von Jason Wu. Das die Amerikaner sich auf Casual und Sportswear verstehen und Ausflüge in die Couture häufige in Denver Clan Zitaten enden, die Models wie 80er Jahre Trash Püppis aussehen lassen, ist bekannt, dennoch sollte das Fashion Week Komitee höhere Standards bezüglich des Modegrads als Voraussetzung für eine Teilnahme an der Fashion Week manifestieren, um den Ruf New Yorks als Modemetropole nicht zu gefährden.

Nun beginnt heute der fünfte Tag der Modewoche und mit ihm der Auftakt der Großen der Branche,  die der Modewoche ihr Prestige verleihen.  Zac Posen, Donna Karan Carolina Herrera und Marc Jacobs stehen für heute auf dem Programm.  Am Mittwoch und Donnerstag verdichten sich die Top-Namen dann auch im Schauenkalender. Anna Sui, Calvin Klein, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Marchesa, Proenza Schouler, Oscar de la Renta, Halston, Betsey Johnson und Rodarte zeigen dann ihre Vorstellung, was Frau im Sommer 2010 zu tragen hat. Das Beste kommt eben immer zum Schluss!

Schauenkalender New York

Schauenkalender New York


VIDEO: A FASHION´S NIGHT OUT - DESIGNERS WANT YOUR BUCKS

Posted: August 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

Dass  Amerikaner uns Europäern in Sachen Marketing mindestens drei Stöckelschritte voraus sind, ist bekannt. Doch mit dem neuen Werbevideo zum Condé Nast  Event “A FASHION´S NIGHT OUT” vergößert sich dieser Abstand in etwa um die Gesamtlänge der Madison Avenue.

Millionenschwere Größen des Modebusiness wie Oscar de la Renta, Carolina Herrera, Donna Karan und Diane von Furstenberg buhlen darin charmant um die Gunst der Konsumenten, in der Absicht diesen am  10. September beim  spätabendlichen Einkaufsbummel das Geld aus den Taschen zu ziehen. Anna Wintour wirkt im Merchandising T-Shirt faszinierend volksnah, während Isaac Mizrahi den Animateur miemt. Sie alle, einschließlich Sarah Jessica Parker, Vera Wang und den hübschen Proenza Schouler Boys, erklären dem Zuschauer die Bedeutung der New Yorker Modeindustrie für das Gemeinwohl.  Ein wenig erinnern Sie dabei an Schulkinder, die um eine Spende betteln. Sehr unterhaltsam! Allzu kritisch darf  man das Ganze allerdings nicht hinterfragen. Denn, eine einzige Nacht mit verlängerten Ladenöffnungszeiten wird den brachliegenden Einzelhandel wohl kaum nachhaltig wieder in Schwung bringen und die motivierende Zurede prominenter Branchenköpfe  allein, spült den Durchschnittsverdiener auch nicht mehr Geld in die Taschen.

Dennoch, das clipartig zusammengeschnitte Commercial präsentiert sich frisch, cool und stylish, und macht trotz besseren Wissens, dass es sich bei “A FASHION´S NIGHT OUT” primär um eine Werbeveranstaltung Condé Nasts in eigner Sache handelt, Lust auch noch seine letzten  Kröten, die man in diesen Zeiten noch übrig hat, in Designerklamotten zu investieren. Die Amis verstehen es zu feiern, vor allem sich selbt. So wird bei Macys selbst der Kauf einer reduzierten Feinstrumpfhose zum Happening: “Thank you for shopping at Macys, have fun with your stockings. A nice day and bye bye”
$ 2.99 und der Kunde ist König. Fantastisch!


ALEXANDER WANG´s MENSWEAR KOLLEKTION - MUCH A DO ABOUT NOTHING!

Posted: August 18th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Zugegeben, eine Menswaer Kollektion in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise zu etablieren ist kein leichtes Unterfangen. Er recht nicht im hart umkämpften Markt der Luxusgüterindustrie, die starke Umsatzeinbußen zu verzeichen hat.

Wer Risiken eingeht, riskiert auch viel zu verlieren. Die Frage, wie unter diesen Umständen, eine ideale Herrenlinie auszusehen hat beantwortet New York´s fashion newcomer Alexander Wang, mit der Vorschau auf  seine erste Menswear Collection für Spring 2010. T-Shirt, Tanks, Shorts und Hoodies, kurz gesagt: Basics. Eine kluge Kalkulation, denn modische Extravaganzen sind dem amerikanischen Mann ohnehin fremd.  Zur Einführung der Kollektion hat Wang ein Video produziert.  Hier spielen Jungs Basketball in Klamotten, die aussehen als seien sie von GAP. Grabbeltisch. Modisch ist hier allenfalls Wangs Name im Abspann. Der Clip strotzt dramaturgisch vor Langeweile!  Die Kleidung selbst erzielt leider auch keinen Punktesieg. Ein T-Shirt für Männer bleibt eben trotz Designer-Etikett im Nacken auch nur ein T-Shirt. Das Variationspektrum bei Basics ist begrenzt, genauso wie die Bereitschaft des durchschnittlichen Mannes dafür einen bestimmten Preis zu zahlen.   Hoffen wir, das Wang dieses Spielfeld namens Menswear ganz schnell wieder verlässt oder zur nächsten Saison, stilistisch gesehen,  in eine andere Liga wechselt.


ANNA WINTOUR BEI DAVID LETTERMAN AM 24.08

Posted: August 14th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Anna Wintour on The Late Show

Anna Wintour on The Late Show

Vogue Chefin Anna Wintour ist am Montag, den 24.08. Talkgast in Davide Letterman´s “The Late Show”. Ihr Auftritt wie auch die Reaktionen der Zuschauer diesbezüglich, werden von den Medien mit Spannung erwartet. Letterman´s Sendung wird landesweit ausgestrahlt, somit stellt sich Anna auch dem Publikum in Mittelamerika, über das Sie einst sagte: “Die Leute in Minnesota sehen aus wie kleine Häuser.” Die Ausstrahlung erfolgt um 11:35 pm (amerikanischer Ortszeit) auf CBS. Wer hören möchte was die berühmte Editrix zu sagen hat, der muß am Dienstag morgen besonders früh aufstehen: um 5.35 geht´s dann auch hierzulande los mit la Wintour!


BLOODY COUTURE BY PHILLIPE & DAVID BLOND

Posted: August 12th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Umarmung gefällig?

Umarmung gefällig?

Dieses schaurig schöne Korsett stammt dem Atelier des New Yorker Designer Duo Phillipe & David Blond (siehe HYPE Artikel) und will auf auf eine landesweite Blutspendenaktion des amerikanischen Roten Kreuzes aufmerksam machen. Unter dem Namen “Saw Blood Drive” findet die Aktion einmal im Jahr an Halloween statt.


SCHÖN, SCHÖNER, SEAN!

Posted: August 5th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , | No Comments »

Sean

Sean

Sean O`Pry, Topmodel mit Sitz in New York (wo sonst?), stammt eigentlich aus Georgia und würde vemutlich mit seinem bestem Kumpel heute Rohrarbeiten verrichten, wäre sein My Space Profil nicht von Nolé Marin, einen ehemaligen Jury-Mitglied von Americas Next Topmodel  entdeckt worden. Der 2o-jährige, der aktuell zu den zehn gefragtesten Männermodels weltweit zählt und für alle namhaften Designer bereits gelaufen ist, gab dem Black Book Magazine vor kurzem ein Interview. Darin gibt sich Sean O´Pry als der boy-next-door.

Der durchschnittliche Nachbar dürfte anders aussehen.


WAS DÜSSELDORF VON NEW YORK LERNEN KANN! DER CFDA HAT GETAGT!

Posted: Juli 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

photo: HYPE magazine

photo: HYPE magazine

Einem Bericht von Modejournalistin Nicole Phelps zufolge trafen sich am Dienstag Vormittag in New York die Mitglieder des Council of Fashion Designers in Amerika (CFDA) um über die Bedeutung der New Yorker Modewoche wie auch die Folgen der Wirtschaftskrise für die Modebranche zu sprechen.

Ein Meeting der Besonderen Art, schließlich handelte es sich bei den Teilnehmenden nicht um Mr. Smith und Mrs. Jones, sondern um die führenden Köpfe der Modebranche. Neben CFDA Präsidentin Diane von Furstenberg, diskutierten Vogue Chefin Anna Wintour, Donna Karan, Betsey Johnson, die Proenza Schouler Jungs, Calvin Klein Chef-Designer Francisco Costa sowie Moderedakteure und Inhaber renommierter fashion stores über das verbraucherunfreundliche Timing der Kollektionsauslieferung (Wintermäntel im Sommer), die hohen Kosten für Modenschauen sowie die Notwendigkeit Schauen für die kommerziell erfolgreichen aber eher schlichten pre-collections zu veranstalten? Modemacherin Donna Karan kritisierte die Tendenz der Konsumenten für Designerkleidung nicht mehr den vollen Preis zahlen zu wollen, sondern den Sale abzuwarten. Worauf Anna Wintour dem Einzelhandel geraten haben soll, sich künftig bei der Reduzierung von Waren abzusprechen und sich auf einen offiziellen Termin zum gemeinsamen Discount-Start zu einigen. Nachdem von Furstenberg La Wintour informierte, dass dies illegal sei, soll diese nüchtern entgegnet haben: “Nun können wir das nicht ändern, schließlich haben wir jetzt Freunde im weißen Haus “(eine Anspielung auf Michelle Obama, die im März dieses Jahres das Vogue Cover zierte).

Angesichts eines immer stärker werdenden Interesses der Allgemeinheit an modespezifischen Themen, wurde auch der Gedanke geäußert Modenschauen für Konsumenten zu veranstalten. Was von dem Besprochenen tatsächlich realisiert wird und wann etwaige geplante Veränderungen spürbar greifen, wird sich zeigen.

Auch wenn beim CFDA Treffen einzelne Aussagen von einer gewissen Weltfremdheit der Diskussionsteilnehmer zeugten, so ist die kritische Hinterfragung des eigenen Status quo in der Modewelt ein absolut positiver und auch hierzulande nachzuahmender Ansatz.
Da, wo Düsseldorf aktuell bemüht ist, seinen Ruf als Modestadt wieder aufzupolieren, braucht es kritische Diskussionsrunden mit kompetenten Köpfen aus Industrie und Handel, Szene und Medien, die bereit sind an den Grundfesten bestehender Institutionen zu rütteln. Fragen wie, ist die CPD überhaupt noch zeitgemäß und cool genug, um als modisches Aushängeschild der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu fungieren, müssen erlaubt sein. Das schmerzt, doch Aktionen wie eine vom Kaufhof initiierte Modenschau über dem Kö-Graben, wirken im Vergleich mit der Berliner Fashion Week schlichtweg provinziell.

Überhaupt leidet das Image der Königsallee unter den großen Vertikalen wie H&M und Esprit, die sich auf Deutschlands ehemals führender Luxusmeile ausbreiten. Ein anderes länderübergreifendes Problem ist die zeitliche Waren-Präsentation der Einzelhändler: Schaufenster mit Daunenjacken im August mögen zwar die Vorreiter- Rolle einzelner Geschäftsinhaber belegen, haben aber mit der Realität der Verbraucher wenig zu tun.

Es wäre wunderbar, wenn auf künftigen Branchentreffen Problemstellungen zum Modestandort Deutschland nach dem Vorbild des CFDA New York selbstkritisch und konstruktiv diskutiert würden. Schulterklopfereien bei Champagner und finger food allein machen nämlich noch lange keine Modemetropole.


LOUIS VUITTON MAKING OF VIDEO feat. MADONNA

Posted: Juli 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | 1 Comment »

Fashion Darling Marc Jacobs und Superstar Madonna vereint in einem Video. Das Making of zu Louis Vuitton´s Herbst/Winter Kampagne lüftet nun endlich das Geheimnis der ominösen Hasenohren, die Madonna zur diesjährigen Met Costume Gala trug und ihr im nachhinein jede Menge Spott einbrachten.


BETSEY JOHNSON GEHT IN RENTE !

Posted: Juli 1st, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Betsey Johnson

Betsey Johnson

Eine Begegnung mit Betsey Johnson ist in etwa so erhellend wie der Kuss einer Sternschnuppe!

Zweimal bin ich der New Yorker Designerin zufällig begegnet. Das erste Mal traf ich Betsey Johsnon vor 5 Jahren auf dem Weg zum Studio von Anna Sui, nicht wissend, wer die Dame eigentlich ist. Während Betsey in einer mir bis heute unbekannten Angelegenheit bei ihrer berühmten Kollegin vorbeischaute, begann für mich ein weiterer spannender Arbeitstag im Rahmen meines Praxissemsesters.

Es war kur vor 9 Uhr morgens und wir warteten auf einen der drei Aufzüge, der uns endlich in das Design-Department im 13. Stock bringen sollte. Johnson war umgeben von einer Entourage aus wichtig aussehenden Männern und Frauen in dunklen Anzügen und Kostümen. Sie selbst  schillerte dagegen ungewöhnlich intensiv! Mit gehighlighteten Blocksträhne im Haar und einem kleinen Terrier (lebend) in der Armbeuge, war es ihr extravagantes Auftreten, welches mir augenblicklich auffiel und imponierte. Rockig aber mit Würde. Unkonventionell aber souverän. Viel mehr Gelegenheit zur Personenstudie hatte ich jedoch nicht, denn Betsey und ihr Tross standen im Lift hinter mir. Es war mucksmäuschenstill. Nur der Hund schnaufte ein paar Mal hörbar. Oben angekommen, stiegen wir gemeinsam aus dem Aufzug. Ohne mich umzudrehen, doch neugierig aus den Augenwinkeln noch einmal das Geschehen hinterrücks erfassend, machte ich mich sofort auf dem Weg zum “Praktikantentisch”, um ein paar T-Shirt Drucke zu zeichnen. Nur wenige Minuten später stöckelte die Frau aus dem Aufzug samt ihrem Gefolge an mir vorbei, bedachte mich dabei mit einem Augenzwinkern und verschwand in Annas eigenem Atelier.

“Who was that?”, fragte ich Annas Assistenten Thomas. “Betsey Johnson”, antwortete er knapp. Wenige Stunden und einen Storecheck später, wußte ich, dass der “Senior Punk” zu den bekanntesten Modedesignerinnen des Landes zählt. Drei Wochen später sehe ich Betsey Johnson wieder, dieses Mal in ihrem ganz eigenen Königreich, einem in Knallfarben gestrichenen Headoffice, an New Yorks Fashion Avenue (7th Avenue). Eigentlich wollte ich im Auftrag von Anna Sui nur ein Paket mit Stoffmustern an eine freelance Designerin, die sowohl für Johnson als auch für Sui arbeitete, übergeben, dabei lief mir plötzlich SIE, von der ich mittlerweile genau wusste wer sie war, über den Weg. ” I know you!”, sagte sie mit tiefer Stimme und breitem Lächeln. Bevor ich überhaupt etwas entgegnen konnte, eilte sie  auch schon mit den Worten “Have a good day” im Tütü und auf Killer High Heels davon. Das war´s!

Von da an wusste ich. was gemeint war, wenn man im Zusammenhang mit Personen von einer Erscheinung spricht. Ein Augenblinzeln, ein Lächeln, ein paar nette Floskeln, und wenige Sekunden im Vorbeigehen, mehr habe von Frau Johnson nicht zu sehen oder  zu hören bekommen, und dennoch war diese Dosis Johnson ausreichend, um zu einer Art stillen Bewunderer ihrer Person zu avancieren.

Seitdem verfolge ich zwar nicht akribisch aber doch regelmäßig ihr kreatives Schaffen und sehe mir ihre Shows auf style.com an. Wie auch bei Anna, verfügt Betsey Johnsons Kollektion über ihre ganz eigene Handschrift. Ihre frechen Schulmädchenlooks mit 50ies appeal, die Petticoats, Taillengürtel, Leggins, Plateauschuhe und Leoparden Prints, bilden eine willkommene Abwechslung im kommerziellen Einheitsbrei amerikanischer Designer. Doch vielmehr als ihrer Kleider fasziniert Johnsons überschäumende Persönlichkeit, ihre permanent gute Laune, die niemals aufgesetzt wirkt! Johnson sehr down-to-earth und sehr zugänglich. Wer sie sieht, ihre lebendige Gestik, das ansteckende Lachen, der ahnt nicht, dass das Rock n´Roll Girl im August bereits 67 Jahre alt wird.

Vor mehr als 30 Jahren, 1978, hat Betsey Johnson ihr Label gegründet und verkündete nun jüngst ihren Rückzug aus dem Modebusiness. Nach der New York Fashion Week im September beabsichtigt Johnson ihren Nachfolger zu benennen. Zwar hätte sie noch die Energie für weitere 30 Jahre in der Branche, doch der Grund für ihren Abschied liegt schlichtweg in dem Bedürfnis sich anderen Dingen außer Mode zu widmen, und mehr Zeit für sich zu haben. Ob das Energiebündel die Zügel tatsächlich loslassen kann oder nur ein wenig lockert, um Platz zu machen für Eric Sartori, der zuvor für Wang, Léger und Alaia arbeitete und angeblich als Betsey´s Favorit bei der Besetzung ihres Postens gilt, sehen wir spätestens in ein paar Wochen, wenn es wieder heißt: “after the show is before the show”!


PATRICA FIELD´S BOAT PARTY IN NYC

Posted: Juni 28th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

pat-field-illustrationStylistin und Socialite Patricia Field gab am Freitag eine ausgelassene Party an Bord der “Queen of Hearts” anlässlich des Gay Pride Weekend in New York. Wo immer die temperamentvolle Rothaarige auftaucht, ist ihre Gefolgschaft aus Club Kids, Nachwuchsdesignern und schrillen Szenegrößen nicht weit. (wobei nur Szene ist, was sich unterhalb der 14. Straße abspielt).

So gab es auch auf diesem Event jede Menge “eye-candy” in Form von attraktiven, interessanten und extravagant gekleideten Selbstdarstellern. Die Erfinderin des “Sex and the City Looks”, deren unverwechselbarer Stil ihr bereits eine Oscar Nominierung einbrachte, verkauft in ihrer Boutique an der Bowery den ultimativen Downtown Style, und der macht süchtig. Mit ihrer von Steven Sprouse inspirierten Mini-Kollektion, bei der ihr Name in Graffiti Manier diverse Tops und Hoodies ziert, untermauert sie zudem ihren Ruf als clevere Geschäftsfrau. Schließlich war es Marc Jacobs für Louis Vuitton, der die neu aufgelegten Grafitti-Prints des verstorbenen Künstlers, im Frühjahr dieses Jahres populär machte.

Patrica Field Boat Party
Patrica Field Boat Party

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FASHION AROUND THE WORLD

Posted: Juni 14th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

Der Sommer ist da und mit ihm eine Reihe von interessanten Modeausstellungen, fernab vom Mainstream und mit Inhalten die auch beflissenen Modekennern neue Perspektiven auf ihr Lieblingsthema eröffnen dürften.  Anbei eine Auswahl:

Bei britischen Modedesignern denken die meisten von uns zunächst  an Vivienne Westwood, Paul Smith, Alexander McQueen oder Christopher Bailey - allesamt Stars der Gegenwart - doch wer prägte eigentlich die britische Modeszene vor der  Jahrtausendwende, in Zeiten in denen Mode von Nachrichten-Moderatoren noch mit einem süffisanten Lächeln als triviales Beiwerk der wirklich wichtigen Themen im Leben abgehandelt wurde? In den exzentrischen Achtzigern waren es vor allem Zandra Rhodes und Jean Muir, die modisch gesehen auf dem Inselkontinent für Aufregung sorgten.

Jean Muir

Jean Muir

Letzterer widmet nun das Modemuseum im schottischen Dumfries aktuell eine Einzelausstellung. “Jean Muir - a fashion icon”, zeigt Highlights aus dem Werk Jean Muirs und erinnert damit eine beinahe vergessene Designerin,  deren Vintage Stücke heute von Sienna Miller und Kate Moss getragen werden.

bis 31. Oktober 2009

National Museum of Costume, Shambellie House, New Abbey, Dumfries, DG2 8HQ

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paper-fashion
Mode Museum Antwerpen

In der Modeschule, lernen angehende Designer auch mal um drei Ecken zu denken und sich dabei nicht gleich mit der offensichtlichsten Lösung zufrieden zu geben. Ich erinnere mich noch bestens an die Aufgabenstellung, eine Ärmelkonstruktion aus Wellpappe zu fertigen, deren Teile nicht “geknickt” werden durften. Die darauffolgende Tüftelei führte zu erstaunlichen Erkenntnissen über die vielseitigen Verarbeitungsmöglichkeiten  papierähnlicher Materialen. Die Ausstellung PAPER FASHION im  Antwerpener Modemuseum untersucht die  Verwendung des Nischenmaterials im Kontext der jüngeren Modegeschichte und beginnt mit einer Reihe papierner Kleider aus den 1960er Jahren und zeigt zudem zahlreiche Entwürfe aus verwandten Materialien aktuellen Datums.

www.momu.be
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Mode Museum Hasselt
Mode Museum Hasselt

Mit der Geschichte des Damenschuhs ab 1900 beschäfigt sich das Modemuseum im belgischen Hasselt. Entwicklung, Trends und Images sind  in der Ausstellung “In her shoes”  an  beispielhaften Modelle von bekannten  Schuhdesignern wie Roger Vivier, Bally, Ferragamo, und natürlich Jimmy Choo und Manolo Blahnik erfahrbar. Aber auch die Puschen lokaler Schuhkünstler lohnen einer genaueren Betrachtung.

www.modemuseumhasselt.be

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Madeleine Vionnet at work
Madeleine Vionnet at work

vionnet-bannerEin Highlight unter den Ausstellungen dieses Sommers kommt direkt aus der Modehaupstadt Paris. Das Musée les Arts Dècoratifs widmet Modeschöpferin Madeleine Vionnet eine umfangreiche Solo-Ausstellung. Die Königin des Diagonalschnitts und der Drapierungen starb 1975 mit 99 Jahren  an Altersschwäche in ihrem Bauernhaus im französischen Cély-en-Biere und hinterließ ein beeindruckens Werk-Archiv von dem sich Top Designer wie Azzedine Alaia, Yohji Yamamoto oder John Galliano noch heute  zu  neuen Schnitttechniken inspirieren lassen.  An Stelle einer Skizze fertigte Vionnet ihre kunstvollen Falten-, Volant-, und Pliseekleider lieber  direkt am Objekt, einer hölzernen Miniaturbüste.

24. Juni 2009 - 31. Januar 2010

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Bill Gibb

Bill Gibb

Das Fashion Museum im englischen Bath, ca 30 Autominuten von Bristol entfernt,  beschäftigt sich mit dem Werk des Modemacher Bill Gibb? Wer zum Teufel ist Bill Gibb?

Trotz seines großen Einflusses auf die Entwicklung der Mode ist Gibbs Name heute weitgehend unbekannt. Dabei wurde er 1970 von der britischen Vogue zum Designer des Jahres gekührt und feierte im folgenden etwa ein Jahrzenht lang große Erfolge. Seine Debut- Kollektion von 1972 wurde von der Branche als Sensation der Saison betitelt. Sein Stil war ein wilder Muster und Materialmix, der im direkten Vergleich Cavallis Kollektion nahezu homogen erscheinen lässt. Einige sehen in Gibb  gar den Erfinder des Hippie Looks. In jedem Falle repäsentiert sein Stil das Jahrzent auf ultimative Art und Weise.  Harrods und Harvey Nichols verkauften seine Kleider und auch ein eigenes Ladenlokal in Londons nobler Bond Street ließ nicht lange auf sich warten. Zu seinen Kunden zählten Liz Taylor, Bianca Jagger und Topmodel Twiggy. Doch wie vielen Kreativen fehlte auch Gibb der Sinn für das Geschäftliche . Als sein Stil nicht mehr gefragt war ging sein Unternehmen schließlich pleite und Gibb geriet in Vergessenheit. Nach wie vor  inspirieren seine Entwürfe noch heute Designer wie John Galliano oder Gilles Deacon. Grund genug sich mit den Arbeiten des vergessen Helden der britischen Modeindustrie vertraut zu machen und seinen inneren Hippie zu entdecken.

bis 15.November 2009

www.fashionmuseum.co.uk

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Isabel Toledo Dress

Isabel Toledo Dress

NEW YORK: Isabel Toldeo gehört zu den Designern die es vorziehen sich  als Person gegenüber den Medien zurückzuhalten und stattdessen ihre Arbeit für sich sprechen zu lassen. Nicht ganz freiwillig wurde ihr am 20. Januar 2009  dennoch weltweite Aufmerksamkeit zuteil als Michelle Obama bei der Amteisnführung ihres Mannes Barack als 44. Präsident der Vereinigten Staaten ein limonenfarbens Shiftdress aus dem Atelier der kubanisch stämmigen Modemacherin trug.

2008 wurde Toledo mit dem FIT Couture Council Award für besondere Kunstefertigkeit ausgezeichnet, nun widmet ihr das Museum des Fashion Institute of Technology eine eigene Ausstellung. Es ist nicht etwa eine flamboyante Optik für die Toldeo bekannt ist, als vielmehr ihre besondere Technik Kleider zu fertigen. So sei laut den Kuratoren des Ausstellung keines ihrer Teile konventionell konstruiert. Wer also das in den Medien eher sparsam repräsentierte Werk Toledo kennenlernen möchte, der sollte sich die von der renommierten Modehistorikerin Dr. Valerie Steele kuratierte Ausstellung nicht entgehen lassen.

17. Juni - 26. September 2009

THE MUSEUM AT FIT 7th Ave & W 27th St, New York

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FASHION WEEK SEASON 2010

Posted: Juni 9th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »
HYPE FASHION WEEK SCHEDULE

HYPE FASHION WEEK SCHEDULE

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