Es gibt Marken, die schaffen es immer wieder zu begeistern, durch Qualität, Kreativität und Innovation sowie mit einer unverkennbar eigenen Handschrift und nicht zuletzt auch mit einer Marketingstrategie, der es gelingt den Hunger des Endverbrauchers auf die hauseigenen Produkte stets aufrecht zu erhalten. CHANEL ist genauso eine Marke.
Ultraglamouröses Image, exklusive Vertriebspolitik, ein weltberühmtes und durchaus dekoratives Firmenlogo, ein an Coolness kaum zu übertreffendes Aushängeschild namens Karl Lagerfeld, und eine Kosmetiklinie deren regelmäßige Sondereditionen den Hype um Selbige gehörig anstacheln und weltweit für ellenlange Wartelisten an diversen Beauty-Countern sorgen.
Nun lanciert Chanel anlässlich der bevorstehenden Wiedereröffnung seines von Peter Marino neu gestalten New Yorker SoHo-Stores mit “The Soho Story Collection” eine limitierte Kosmetik-Serie bestehend aus 7 Produkten, die erstmals am 10. September in besagter Chanel Filiale -und nur dort- erhältlich sein wird. Darunter ein Gesichtspuder, welcher in der typisch schwarzen Lackbox daherkommt und dessen Pressung in Pop-Art Manier konkret Bezug auf die Metropole am Hudson River nimmt, sowie zwei Nagellacke, jeweils in glitzrigem Grau und funkelndem Violett, die bereits jetzt schon als das Beauty Must-have der kommenden Wintersaison gehandelt werden.
Übrigens: Parallel zum Chanel Store-Re-Opening in der Spring Street startet auch der von Condé Nast USA initiierte globale Shopping-Event “Fashion’s Night Out”. Hier kann sich jedermann bis in die späten Abendstunden glücklich kaufen und über spezielle Aktionen und Angebote der teilnehmenden Einzelhändler freuen.
(all images related to this article by courtesy of CHANEL)
CHANEL.com
CHANEL SOHO BOUTIQUE, 139 Spring Street, 10012 New York, NY, USA
Marc by Marc Jacobs Store Berlin, photo: HYPE MAGAZINE
Nun hat Marc Jacobs auch hierzulande Fuß gefasst und vor einigen Wochen in Berlin einen Store für seine Zweitlinie “Marc by Marc Jacobs” eröffnet.
Während einem beim Besuch einer der New Yorker Marc Jacobs Stores in Greenwich Village oder SoHo dieses hippe Downtown Feeling überkommt und kein Tourist den Laden in der Bleecker Street ohne ein billiges Plastik-Mitbringsel aus der “Special Items” Serie mit gut sichtbaren Firmen-Logo verlässt, entpuppt sich der Einkaufsbummel im deutschen Ableger als völlig emotionslose Angelegenheit. Weder die Inneneinrichtung des Shops, noch die Lage im Untergeschoss des Quartier 206 sind besonders originell - und auch besagte Mitbringsel sind hier leider nicht erhältlich. Mit der Berliner Präsenz wird das Unternehmen seinem coolen Image nicht gerecht. So wirkt die Berlinder Dependance leider, als wollte man der beachtlichen Standpunkt-Liste einfach eine weitere Stadt hinzufügen.
Marc by Marc Jacobs im Quartier 206
Friedrichstrasse 71
10117 Berlin
Während der Name ELOISE hierzulande primär für kollektives Schulterzucken sorgt, lässt er unter Amerikanern in der Regel nur einen Gedanken zu, und zwar an dieses sechsjährige, überaus selbstbewusste Mädchen, welches zusammen mit ihrer Nanny, ihrer Schildkröte Skipperdee und dem Mops Weenie im luxuriösen Plaza Hotel in New Yorks vornehmer Upper East Side lebt und dort Personal und Gäste mit ihrem “unkonventionellen” Verhalten auf Trab hält.
Die 1955 erstmals veröffentlichten Geschichten um die verzogene aber durchaus liebenswerte Göre, geschaffen von Autorin Kay Thompson, zählen in den USA zu den Klassikern der Kinderliteratur. Nun hat die New Yorker Nobelherberge seinem fiktiven, wohl aber berühmtesten Dauergast eine ganz reale Suite gewidmet. Mit der Inneneinrichtung der Räumlichkeiten wurde Modeschöpferin Betsey Johnson beauftragt, die mit Eloise vor allem eine Geisteshaltung zu teilen scheint; und diese lautet, Think Pink!
Es war ihr erster Inneneinrichtungs-Job, wie die Designerin auf der Pressekonferenz zur Einweihung der Suite verriet. Verbiegen musste sie sich bei diesem Projekt allerdings nicht. Im Gegenteil, Johnsons verspielte Handschrift passt perfekt zur Pralinenschachtel-Ästhetik der Eloise Cartoons. Das Ergebnis präsentiert sich als Mix aus Neo-Pop Statement und Kleinmädchen-Paradies in allen erdenklichen Nuancen von Rosa. Die Lieblingsfarbe von Eloise wie auch von Betsey Johnson selbst, die das unter Denkmalschutz stehende Plaza Hotel schon mehrmals als Location für ihre Modenschauen beanspruchte. Das einzige was hier nicht rosa ist, scheint die Teppich-Auslageware im Zebrastreifen Look zu sein.
Eine Nacht in der Eloise-Suite im 18. Stock des 1907 eröffneten Hotels -direkt an der Fifth Avenue und gegenüber vom Central Park gelegen- verspricht ein ganz besonders nachhaltiges Erlebnis zu werden. Leider auch im Portemonnaie. Denn eine Übernachtung schlägt hier mit happigen 995 US-Dollar zu Buche. Darin enthalten ist jedoch ein Gutschein über 100 $ für den Eloise Gift Shop im Untergeschoss des Hotels. Na dann!
Marc Jacobs (47) und Lorenzo Martone (31) haben sich getrennt! Zugegeben es gibt weltbewegendere Nachrichten und dennoch wirft die Kunde von der Auflösung der Beziehung so manche Frage nach der Vereinbarkeit von anspruchsvollen Fashion-Jobs mit einer festen Beziehung auf.
Schon im Film: “Der Teufel trägt Prada” rät Fashion-Director Nigel der unbedarften Assistentin Andy, Bescheid zu geben wenn ihre Beziehung den Bach runter geht, dann nämlich sei es Zeit für eine Beförderung. Sagt’ s und zupft dabei ungerührt die Klamotte an einem Model zurecht. Auch wenn diese Szene überspitzt sein mag, so deutet sie auf ein wesentliches Problem hin, das vermutlich alle Branchen, die Modebranche jedoch im Besonderen, zu betreffen scheint, nämlich die Schwierigkeit Kariere und Partner unter einen Hut zu bringen.
Die Trennung des einstigen Glamour-Paares Jacobs und Martone, das die amerikanische Modepresse liebevoll “MarLo” nannte, stimmt daher ein klein wenig nachdenklich. Zumal die Beiden unter vielen Modeschaffenden rund um den Globus als eine Art Role-Models galten: Schön, reich, berühmt und trotzdem glücklich! Nachdem der Werbemanager Lorenzo Martone nun am vergangenen Freitag, den 23.07., via Twitter die Öffentlichkeit darüber informierte, dass Marc und er bereits seit zwei Monaten nicht mehr zusammen sind und auch Marc Jacobs am vergangenen Donnerstag auf der Launch-Party zu seinem neuen Männerduft im Londoner Nobelkaufhaus Harvey Nichols, auf die die Frage nach einer etwaigen Hochzeit mit den Worten antwortete: “No I am not getting married,” und damit die Trennung quasi indirekt bestätigte, findet nun das große Spekulieren um mögliche Gründe für das Beziehungsaus statt. Beide Seiten wollten sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zum Sachverhalt äußern.
Studienabsolventen, die sich auf der Suche nach einer Festanstellung von Praktikum zu Praktikum hangeln und Studenten im Praxissemester kennen die Situation: zahlreiche Unternehmen verlangen viel und bieten wenig.
Gerade in der Medien- und Modebranche wo die Zahl der verfügbaren Praktikantenplätze klein, die Nachfrage nach Selbigen aber groß ist, tendiert die Bezahlung nicht selten gegen Null. “Bald müssen wir auch noch Geld mitbringen um hier arbeiten zu dürfen”. Dieser unter ernüchterten Praktikanten stark zirkulierende Spruch wird nun anhand eines prominenten Namens Realität.
Das Modehaus Versace versteigert gegenwärtig über das Online-Auktionshaus Charitybuzz.com ein Praktikum in seiner New Yorker Firmenzentrale. Der Gebotsbetrag steht aktuell bei 3250 Dollar, weitere Gebote können in 250 Dollar Schritten abgegeben werden. Tja, liebe Modestudenten, endlich habt ihr die Gelegenheit zu beweisen was euch ein Praktikum in einem der prestigeträchtigsten Modehäuser der Welt tatsächlich wert ist.
Geht es dem Haus Versace wirklich so schlecht, dass es auf das Taschengeld pubertierender Millionenerbinnen angewiesen ist? Offiziellen Angaben zufolge kommt der Erlös einem wohltätigen Zweck zugute, genauer gesagt einer Organistion zur Bekämpfung von Brustkrebs mit Sitz in Südflorida.
Das hippe Nachwuchsdesigner mit einem Atelier im Hinterhof eines Szenebezirks generell kein großes Budget für Personal und Hilfskräfte zur Verfügung haben ist bekannt und aufgrund der Umstände unter denen sie ihre Kollektionen erstellen, nachvollziehbar. Das sich Multimillionendollar Unternehmen mit eigenem Firmenjet, die Vergabe ihrer Praktika, (guter Zweck hin, Charity her) von finanziell sorgenfreien Gören teuer bezahlen lassen, ist..-ehrlich gesagt finde ich keinen passenden Begriff dafür-…dekadent, inakzeptabel oder schlicht und einfach ausgedrückt: scheiße! Gewiss ist eine Referenz, die den Namen Versace und den Absender New York trägt, eine glanzvolle Angelegenheit. Ein Dokument, das den eigenen Lebenslauf aus der Masse herausstechen lässt! Doch was sagt eine letztlich “gekaufte” Beurteilung tatsächlich über die Qualitäten des Praktikanten aus?
Selektion via Bankkonto versus Begabung? Hoffen wir, dass Versace mit dieser Aktion ausnahmsweise mal keinen neuen Trend initiiert. Wer dennoch ein paar Tausend Dollar in seine Zukunft investieren möchte, hat bis zum Auktionsende am Donnerstag, den 14. Januar 2010 Zeit ein Gebot abzugeben. charitybuzz.com
Das Praktikum wird übrigens nicht vergütet. Schon klar!
Dank exzellenter Filmdokumentationen wie, Signé Chanel, Marc Jacobs & Louis Vuitton und der The Day Before genießt Regisseur Loic Prigent innerhalb der Modeszene mittlerweile all access Status. Ob Mailand, Paris, London oder New York, ob Backstage oder vor dem Catwalk, der studentisch wirkende Filmemacher ist mit seiner Kamera gern gesehen bei der Fashion Elite. Bereitwillig gewähren ihm die Top-Designer Zutritt zu ihren Ateliers und lassen ihn einfach gewähren. Besser gesagt, sie vertrauen ihm. Beschönigende PR-Statements und nachgestellte Szenen haben in Prigents Werk keinen Platz. Genau das macht seine Filme authentisch und daher so sehenswert. Ohne Prigent bliebe uns das wahre Gesicht der Mode und ihrer Protagonisten wohl nach wie vor verborgen.
Anna Wintour hautnah? Kein Problem für Prigent! Ungezwungen stellt sich die berühmte Vogue Editrix in Prigents aktuellem Filmprojekt HABILLÉES POUR L’ÉTÉ 2010, (DRESSED UP FOR SUMMER 2010) den Fragen von Mademoiselle Agnès.
Die TV-Journalistin Agnès Boulard ist in Frankreich keine Unbekannte, sondern, im Gegenteil, seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Branche und ganz nebenbei auch Produzentin der Filmdokumentation. Mit unnachahmlicher Nonchalance begibt sie sich in sechs Episoden mehr oder weniger auf die Suche, nach dem nächsten Yves Saint Laurent und moniert dabei im Gespräch mit Pierre Bergé und dem französischen Kulturminister, ganz ohne erhobenen Zeigefinger dafür in herrlich selbstbewusster Manier, das Frankreich als Wiege der Haute Couture seinen kreativen Nachwuchs in keinster Weise fördere.
So heißt das letzte Wunderkind aus Paris noch immer Nicolas Ghèsquiere. Dabei ist der Chefdesigner von Balenciaga den Kinderschuhen doch schon längt entwachsen. Unentdeckte Talente, deren Begabung nur auf die Begegnung mit den entscheidenden Leuten wartet, gibt es überall, und in Paris sowieso. Mademoiselle Agnès hat einige von ihnen in ihren Studios abseits der großen Schauen besucht.
Agnès Boulard bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit auf dem Parkett der Eitelkeiten als wandle sie durch ihr privates Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihren extrem statusbewussten Kolleginnen, nimmt sich Boulard, die übrigens selbst 4 Jahre lang als Redakteurin bei der französischen Vogue tätig war, dabei selbst nie allzu ernst und führt beschwingt und ungeachtet aller Konventionen durch die Schauen zur Saison Spring 2010. Diese Natürlichkeit kommt an und so bittet gar der sonst so selbstbeherrschte Karl Lagerfeld Agnès nach der Präsentation seiner Kollektion um ein persönliches Tänzchen im Backstagebereich.
Die lebendige Französin liebt die Mode, nicht aber den ihr anhaftenden Dünkel und denkt gar nicht daran sich einem snobistischen Habitus zu unterwerfen. Das hat Stil und zeugt von wahrer Größe, und so verdankt sich der Zauber dieser Dokumentation im Wesentlichen auch der Persönlichkeit seiner Moderatorin. Lovely!
Zusammengenommen ergeben die sechs Teile eine Stunde “fashion uncensored”. Informativ, unterhaltsam und äußerst kurzweilig. Beeindruckend ist der Massenauflauf vor Jean Paul Gaultiers Headquarter in der Rue Saint Martin kurz vor der Show des Designers. Für einen Moment hatte ich den Eindruck es handle sich bei dieser Szenerie um ein Rockkonzert. Eine Portion Extravaganz in Reinform liefert wieder einmal Anna Wintour. Als der Weg zu ihrem Sitzplatz in der ersten Reihe einer Show, die Chefredakteurin über eine im Halbdunkel liegende Treppe führt, erhellt einer ihrer Bodyguards unaufgefordert die Stiege mittels einer Taschenlampe. Stufe für Stufe, und ohne dabei eine Miene zu verziehen trippelt Anna dem Lichtkegel vor ihren Füßen hinterher. Fantastisch! (siehe Video hier) Wie auch schon die Doku “The Day Before”, sind die sechs Episoden auf dem “Sundance Channel” im Internet kostenfrei abrufbar.
Zur Release Party ihres neuesten Albums “Rated R” im New Yorker Supper Club erschien Sängerin Rihanna vergangenen Dienstag in einem spektakulären, goldfarbigen Nietendress aus dem East Village Studio des Kreativduos Phillipe und David Blond.
Zahlreiche Arbeitsstunden und ein Gewicht von mehreren Kilogramm zeichnen dieses Kleid im Besonderen aus. Natürlich musste RiRi dabei auf passendes Schuhwerk nicht verzichten, welches nur wenige Tage zuvor eigens für sie angefertigt wurde. Noch am selben Abend folgte ein Outfitwechsel, denn beim Verlassen des Clubs präsentierte sich der Popstar den lauernden Paparazzi in einem neuen Gewand aus dem Hause Blond, diesmal in Rot und mit spitzer Schulter.
Wird der schnelle Kleidertausch zwischen Aufmarsch und Abgang einer Veranstaltung nun zur Pflicht der jungen Celebrity Generation? “Arriving in gold and leaving in red?”
Während die Entwürfe des Designerpärchens Phillipe und David per se ein absoluter eycatcher sind, verfehlte die Kombination mit der tiefschwarzen Versace Sonnenbrille (aus den 90ern ?) ihr Ziel, wie ein Weltstar auszusehen, leider völlig. Zwei Reize sind oftmals einer zu viel! Neben der markanten Logobrille, konkurrierte in dieser Nacht noch das typische frostige Make-up, einschließlich blutroter Lippen, mit einer platinblonden Helmfrisur um Aufmerksamkeit. Unfreiwillig ruinierte die 21-jährige somit den Look ihres coolen Körperpanzers. Wohingegen Rihanna Kleid Nr.2 mittels am Oberschenkel gestreifter Strumpfhosen seines Glamours beraubte. Wir gehen davon aus, dass ihr Stylist an diesem Abend einfach nicht mehr im Dienst war.
Doch die spannendere Frage bleibt nach dem allgemeinen Sinn und Zweck eines Kleiderwechsels innerhalb weniger Stunden? Handelt es sich dabei um eine Abmachung mit den Designern, oder um bloßen Narzissmus in ausgeprägter Form?
Es mag in den Genen der Familie liegen, oder auch nicht, dass Greg Lauren, Neffe des amerikanischen Modemachers Ralph Lauren, sich künstlerisch betätigt. Fakt ist, dass sich der 39-jährige Maler und Schauspieler, mit seinen unverwechselbaren Papierarbeiten zunehmend in der internationalen Kunstszene etabliert. Wer nun denkt, dies habe er ausschließlich seinem Familiennamen zu verdanken, der urteilt vorschnell.
Natürlich öffnet der Name Lauren Türen zwischen Manhattan und Long Island, natürlich helfen die Celebrity Kontakte der Laurenschen Sippe, dem eigenen Werk Aufmerksamkeit zu verschaffen, dennoch ist Greg Lauren kein Shootingstar auf seinem Gebiet. Ein Blick auf die Vita des Künstlers verrät das sich langsame Vorarbeiten, die konstante Auseinandersetzung über einen längeren Zeitraum hinweg, die den Arbeiten eines Künstlers erst die gewisse Tiefe verleihen, die das Prädikat Kunst rechtfertigen. Nach abgeschlossenem Studium der Kunstgeschichte an der Elite Uni Princeton bahnt sich Greg Lauren seinen Weg durch die Film- und Kunstwelt ganz ohne Hilfe seines berühmten und schwerreichen Onkels.
Seit 2000 steuert Greg Lauren regelmäßig Werke zur jährlich stattfindenden New Yoker Benefiz Auktion “TAKE HOME A NUDE” bei, beteiligt sich bei Gruppenausstellungen in kleineren Galerien und schmückt mit seinen Werken, den einen oder anderen VIP Event. 2008 ermöglichte ihm die deutsche aber in New York ansässige Galeristin Heidi Neuhoff zusammen mit dem weltweit renommierten Kunsthändler Asher Edelman eine Soloausstellung. Lauren´s Medium ist Papier! Öl auf Papier, Papier auf Leinwand. Sein Ouevre ist der bekleidete Mensch, die Mode, die Medien, die High-Society. Nicht banal sondern beeindruckend stimmungsvoll und handwerklich bestens umgesetzt, erweckt das zerknitterte, übermalte und beklebte Papier seine Figuren zum Leben. Bis zu 15.000 Dollar muss hinblättern, wer einen original Lauren sein Eigen nennen will. Renée Zelweger, Demi Moore und Ben Stiller zählen laut Medienberichten bereits zu seinen Fans .
all artworks and photos by Greg Lauren / bycourtesy of Greg Lauren
Seine neuesten Arbeiten zeigen Kleidungsstücke als Plastik aus Papier; zusammengenäht von Greg Lauren höchst persönlich. “Alteration” heißt das Projekt, ein Begriff der in der Schneiderei die Abänderung eines Modells bezeichnet. Hinter “Alteration” steckt die Analyse von Image und Identität bestimmter Kleidungsstücke, die Lauren während seiner Jugend geprägt haben. Die Objekte sind noch bis zum 1.November in den ehemaligen Räumlichkeiten der Galerie Guild & Greyshkul zu sehen.
Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur REUTERS sucht Modedesigner Tom Ford nach einem Finanzier, der bereit ist 50 Millionen US-Dollar in den Aufbau seiner Damenlinie zu investieren.
photocredit: by coutesy of TOM FORD, New York
Nach 10 Jahren als kreativer Kopf des Gucci Imperiums, verließ Ford 2004 das Modehaus und ging im Herbst 2006 mit einer namenseigenen Herrenkollektion im obersten Luxussegment an den Markt. Sein in New York ansässiges Unternehmen unterhält weltweit mehrere eigene Stores und konzentriert sich bislang ausschlich auf die Ausstattung des männlichen Geschlechts, ausgenommen hiervon sind Sonnenbrillen und Parfums. Männern bietet Ford klassisches Design aus hochwertigsten Materialien, in handwerklich perfekter Umsetzung mit der Option auf Maßanfertigungen. Nachdem ihm lange Zeit nichts mehr einfallen wollte um den weiblichen Körper zu verhüllen, dürfen sich aller Voraussicht nach, Frauen nun doch auf die Entwürfe von Tom Ford freuen.
Die New York fashion week ist vorbei, und während die Modewoche in den ersten Hälfte mit Bedeutungslosigkeiten glänzte, so verteidigten in der zweiten Hälfte die großen Namen der Branche erwartungsgemäß den Ruf der Stadt als Modemetropole.
Allen voran Marc Jacobs, der mit einem eklektischen Stilmix und vielen Rüschen und Volants, für Sommer 2010 die Hinwendung zu einer neuen Romantik propagierte.
Ein weiteres Highlight bildete die avantgardistische und farb- sowie musterintensive Kollektion des gebürtigen Brasilianers Alexandre Hercovitch. Inspiriert von der Schutzkleidung amerikanischer Football-Spieler präsentierte der in Sao Paul ansässige Designer schmale, aus zahlreichen Schnittteilen zusammengesetzte Satinhosen, Jacken mit, auf die Spitze getriebenen Powerschultern, Tanktops aus Vinyl, und zu Minikleidern umfunktionierte Spielertrikots mit Puffärmeln und Spitzeneinsätzen.
Für eine positive Überraschung auf dem Laufsteg sorgte Altmeister Oscar de la Renta. Der 77-jährige dessen old-school Glamour vor allem Industriellengattinen, Präsidentenwitwen und Park Avenue Ladies gefällt, präsentierte der Upper Class dieses Mal eine stark verjüngte Version seines opulenten Stils: kostbare, reich bestickte Stoffe in bester handwerklicher Umsetzung. Eleganz in ihrer reinsten Form.
Spring Summer 2010 - The Looks
Anna Sui ist eine Meisterin des Stilzitats. Mit ihrer von Dr. Doolittle beeinflussten Kollektion stellte sie unter Beweis, dass Zirkuselemente nicht zwangsläufig clownesque aussehen müssen. Wie immer beeindruckte sie mit Detailversessenheit, den ausgefeiltesten Drucken und coolem Downtown Styling.
Bei Donna Karan war alles im Fluss oder besser gesagt im Wind. Donna Karan lebt einen von Yoga und den vier Elementen Wasser, Wind, Feuer und Erde geprägten Lifestyle und segnet daher nur ab, was sie auch selbst tragen würde. Sie macht sich viele Gedanken zu den modischen Bedürfnissen der berufstätigen Frau und ist stets bemüht Bürotauglichkeit mit weiblichen Elementen in Einklang zu bringen. Für Sommer 2010 favorisiert sie eine Silhouette in Bewegung. Wickeloptiken, weich fließende Drapierungen nach dem Vorbild griechischer Büsten in silbergrau und weiss, soft und dennoch strukturiert. Zeitgemäß und very Uptown.
Naturverbunden gibt sich auch das andere, große amerikanische Label Calvin Klein. Das rauhe Äußere der Süßwassermuschel bestimmte Farbe, Textur und Silhouette in der Kollektion von Francisco Costa. Der Designer experimentierte mit Volumen und Knitteroptiken. Ultraleicht, aber nicht wirklich spannend. Es fehlte an Raffinesse. Accessoires scheinen bei Calvin Klein ein Fremdwort zu sein, diese fehlten leider völlig.
Ein völliges Desaster aus nichtssagenden Einzelteilen, die stilistisch in den 1990er Jahren stecken geblieben schienen, lieferten Michael und Nicole Colovos für Helmut Lang. Ihre beinahe komplett in schwarz und grau gehaltene Kollektion machte wenig Lust auf Sommer, kommt der Betrachter doch schon allein beim Anblick der engen Leggings und affigen Walla-Walla Hosen mit einem bis zu den Knien tief-hängenden Schritt ins Schwitzen. Die Miniröcke mit einem asymmetrisch verlaufenden und sich überlappenden Saum bildeten auf der Rockvorderseite ein unsinniges Dreieck, das den Blick unnötig auf den Schritt lenkt, peinlich! Tops mit Farbverlauf à la Prada Herbst /Winter 2008 und Batik- Shirts zu hautengen Hosen, wirkten gestrig und haben mit der DNA des Firmengründers Helmut Lang nichts mehr gemein.
Das Internet revolutioniert die Welt und das iPhone unser Sozialverhalten. Leider nicht immer zum Guten. Während Designer in Interviews sich zumeist anspruchsvoll und philosophisch geben und niemals Müde werden auf Stil, gute Manieren und verloren gegangene Werte hinzuweisen, befeuern sie andererseits im Sinne ihrer kommerziellen Interessen mit teils überflüssigen Marketingmaßnahmen, deren Inanspruchnahme sie für sich selbst ablehnen und innerhalb ihres elitären Umfeldes als peinlich und somit inakzeptabel deklarieren würden, die geistige Verflachung einer sich ohnehin schon auf Style & Looks reduzierenden Gesellschaft.
Die iPhone Anwendung von Donna Karan, die man ab sofort auf iTunes.com herunterladen kann, versorgt User mit Stylingtipps nach dem Gusto der “Karanschen” Designphilosophie, empfiehlt Must-haves aus der aktuellen Kollektion und “entertaint” mit den Kategorien People Who Inspire, DK Talk, DK Travel, und Ask Donna, in der die Modemacherin auf vorformulierte Fragen wie: “Was sollte jede Frau in ihrem Kleiderschrank haben?” mit “Einen schwarzen Hosenanzug von Donna Karan” antwortet. Wie originell!
Wer hingegen Wartezeiten an Flughäfen zu überbrücken hat oder meint den Anblick seines so unerträglich miserabel gekleideten Umfeldes nicht mehr ertragen zu können, der kann sich dank DK Travel stattdessen an Bildern von etruskischen Tongefäßen oder mexikanisches Teppichmustern ergötzen, die die Designerin auf ihren Reisen in entfernte Länder selbst geschossen hat.
“Endlich kann ich Frauen auf der ganzen Welt direkt erreichen und von Frau zu Frau über Mode und persönliche Leidenschaften sprechen,” säuselte New Yorks Modeinstanz jüngst auf einer Pressekonferenz bezüglich des neuen Konsumententools. Komisch, von einer Instant-Verbindung zum Privatanschluss der Modeschöpferin nach erfolgtem Download ist nach Angaben des Softwareherstellers gar keine Rede.
Neben der noch bis Donnerstag andauernden New York Fashion Week, fand gestern Abend in der Metropole am Hudson River auch die Verleihung der MTV Video Music Awards statt.
Dort erschien Superstar Madonna mit Brigitte Bardot Frisur und im hochgechlossenen schwarzen Outfit, und lieferte mit ihrer Gedenkrede zu Ehren des vestorbenen Michael Jackson, den ultimativen Glanzpunkt des Abends und gleichsam einen der erinnerungswürdigsten Momente in der Geschichte der Video Music Awards. Ihre gut ausformulierten Erinnerungen an einen gemeinsamen Abend mit dem King of Pop im Jahr 1991, ließen Michael Jackson für einen kurzen Moment vor dem geistigen Auge von Millionen von Zuschauern wieder lebendig werden. Madonna verliert sich nicht in Gefühlsduselei, drischt keine Phrasen, heuchelt nicht , sondern gibt ganz realistisch ihre persönliche Anekdote mit Michael Jackson zum Besten. Diese Ansprache zielt nicht auf Zustimmung oder Sympathie des Publikums ab, sondern ist schlichtweg authentisch. Ergreifende Worte einer Pop-Lady im Hier und Jetzt, die der Legende Michael Jackson auf Augenhöhe begegnet. Es war die schönste Rede, die zum Tod des Ausnahmekünstlers öffentlich gehalten wurde. Man hätte Madonna noch stundenlang zuhören können. Chapeaux!
Halbzeit für die New York Fashion Week. Viel zu bieten hatte die New Yorker Modewoche in den vergangen vier Tagen nicht. Kleinere Labels und Nachwuchsdesigner, langweilten primär mit Bedeutungslosigkeiten und teils richtig schlechten Entwürfen, Richtungsweisendes? Fehlanzeige!
Erin Wasson mag als Model eine fabelhafte Figur abgeben, als Modedesignerin ist sie jedoch völlig überflüssig, auch wenn es mit Sicherheit genügend Berliner Bloggerinnen geben mag, die diesen “nix-passt-zusammen-das-ist-aber-durchaus-gewollt Look” für ganz große Mode halten.
Es sind zu viele unbekannte Namen, die allesamt eine beige Soße präsentierten, die so prägnant war, dass davon nichts in Erinnerung bleibt. Es macht schlichtweg keinen Spaß das fünfzigste beigefarbene Volantkleidchen in Folge zu begutachten. Braucht es wirklich noch eine weitere Zweitline eines Designers, in diesem Falle von Richard Chai, der seine Diffusion-Line mit dem wahnsinnig innovativen Namen LOVE vorstellte, die sich aus Basics zusammensetzt, die bei Zara und H&M für einen Bruchteil des Preises zu haben sind.
Viele der gezeigten Kollektionen sind derart beliebig und austauschbar, dass jegliche geistige Auseinandersetzung und der Versuch das Gezeigte zu beschreiben eine nicht vertretbare Verschwendung von Lebenszeit darstellen. Bei den bisherigen Modenschauen dieser Modewoche mangelte es an Leidenschaft, an Sex-Appeal, an Dramatik und Mondänität, kurz an allem was Mode eigentlich ausmacht. Positive Ausnahmen bilden die junge und sehr urbane Handschrift Alexander Wangs sowie der “fuck-the-recession-Stil” von Jason Wu. Das die Amerikaner sich auf Casual und Sportswear verstehen und Ausflüge in die Couture häufige in Denver Clan Zitaten enden, die Models wie 80er Jahre Trash Püppis aussehen lassen, ist bekannt, dennoch sollte das Fashion Week Komitee höhere Standards bezüglich des Modegrads als Voraussetzung für eine Teilnahme an der Fashion Week manifestieren, um den Ruf New Yorks als Modemetropole nicht zu gefährden.
Nun beginnt heute der fünfte Tag der Modewoche und mit ihm der Auftakt der Großen der Branche, die der Modewoche ihr Prestige verleihen. Zac Posen, Donna Karan Carolina Herrera und Marc Jacobs stehen für heute auf dem Programm. Am Mittwoch und Donnerstag verdichten sich die Top-Namen dann auch im Schauenkalender. Anna Sui, Calvin Klein, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Marchesa, Proenza Schouler, Oscar de la Renta, Halston, Betsey Johnson und Rodarte zeigen dann ihre Vorstellung, was Frau im Sommer 2010 zu tragen hat. Das Beste kommt eben immer zum Schluss!
Dass Amerikaner uns Europäern in Sachen Marketing mindestens drei Stöckelschritte voraus sind, ist bekannt. Doch mit dem neuen Werbevideo zum Condé Nast Event “A FASHION´S NIGHT OUT” vergößert sich dieser Abstand in etwa um die Gesamtlänge der Madison Avenue.
Millionenschwere Größen des Modebusiness wie Oscar de la Renta, Carolina Herrera, Donna Karan und Diane von Furstenberg buhlen darin charmant um die Gunst der Konsumenten, in der Absicht diesen am 10. September beim spätabendlichen Einkaufsbummel das Geld aus den Taschen zu ziehen. Anna Wintour wirkt im Merchandising T-Shirt faszinierend volksnah, während Isaac Mizrahi den Animateur miemt. Sie alle, einschließlich Sarah Jessica Parker, Vera Wang und den hübschen Proenza Schouler Boys, erklären dem Zuschauer die Bedeutung der New Yorker Modeindustrie für das Gemeinwohl. Ein wenig erinnern Sie dabei an Schulkinder, die um eine Spende betteln. Sehr unterhaltsam! Allzu kritisch darf man das Ganze allerdings nicht hinterfragen. Denn, eine einzige Nacht mit verlängerten Ladenöffnungszeiten wird den brachliegenden Einzelhandel wohl kaum nachhaltig wieder in Schwung bringen und die motivierende Zurede prominenter Branchenköpfe allein, spült den Durchschnittsverdiener auch nicht mehr Geld in die Taschen.
Dennoch, das clipartig zusammengeschnitte Commercial präsentiert sich frisch, cool und stylish, und macht trotz besseren Wissens, dass es sich bei “A FASHION´S NIGHT OUT” primär um eine Werbeveranstaltung Condé Nasts in eigner Sache handelt, Lust auch noch seine letzten Kröten, die man in diesen Zeiten noch übrig hat, in Designerklamotten zu investieren. Die Amis verstehen es zu feiern, vor allem sich selbt. So wird bei Macys selbst der Kauf einer reduzierten Feinstrumpfhose zum Happening: “Thank you for shopping at Macys, have fun with your stockings. A nice day and bye bye”
$ 2.99 und der Kunde ist König. Fantastisch!
Zugegeben, eine Menswaer Kollektion in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise zu etablieren ist kein leichtes Unterfangen. Er recht nicht im hart umkämpften Markt der Luxusgüterindustrie, die starke Umsatzeinbußen zu verzeichen hat.
Wer Risiken eingeht, riskiert auch viel zu verlieren. Die Frage, wie unter diesen Umständen, eine ideale Herrenlinie auszusehen hat beantwortet New York´s fashion newcomer Alexander Wang, mit der Vorschau auf seine erste Menswear Collection für Spring 2010. T-Shirt, Tanks, Shorts und Hoodies, kurz gesagt: Basics. Eine kluge Kalkulation, denn modische Extravaganzen sind dem amerikanischen Mann ohnehin fremd. Zur Einführung der Kollektion hat Wang ein Video produziert. Hier spielen Jungs Basketball in Klamotten, die aussehen als seien sie von GAP. Grabbeltisch. Modisch ist hier allenfalls Wangs Name im Abspann. Der Clip strotzt dramaturgisch vor Langeweile! Die Kleidung selbst erzielt leider auch keinen Punktesieg. Ein T-Shirt für Männer bleibt eben trotz Designer-Etikett im Nacken auch nur ein T-Shirt. Das Variationspektrum bei Basics ist begrenzt, genauso wie die Bereitschaft des durchschnittlichen Mannes dafür einen bestimmten Preis zu zahlen. Hoffen wir, das Wang dieses Spielfeld namens Menswear ganz schnell wieder verlässt oder zur nächsten Saison, stilistisch gesehen, in eine andere Liga wechselt.
Vogue Chefin Anna Wintour ist am Montag, den 24.08. Talkgast in Davide Letterman´s “The Late Show”. Ihr Auftritt wie auch die Reaktionen der Zuschauer diesbezüglich, werden von den Medien mit Spannung erwartet. Letterman´s Sendung wird landesweit ausgestrahlt, somit stellt sich Anna auch dem Publikum in Mittelamerika, über das Sie einst sagte: “Die Leute in Minnesota sehen aus wie kleine Häuser.” Die Ausstrahlung erfolgt um 11:35 pm (amerikanischer Ortszeit) auf CBS. Wer hören möchte was die berühmte Editrix zu sagen hat, der muß am Dienstag morgen besonders früh aufstehen: um 5.35 geht´s dann auch hierzulande los mit la Wintour!
Dieses schaurig schöne Korsett stammt dem Atelier des New Yorker Designer Duo Phillipe & David Blond (siehe HYPE Artikel) und will auf auf eine landesweite Blutspendenaktion des amerikanischen Roten Kreuzes aufmerksam machen. Unter dem Namen “Saw Blood Drive” findet die Aktion einmal im Jahr an Halloween statt.
Sean O`Pry, Topmodel mit Sitz in New York (wo sonst?), stammt eigentlich aus Georgia und würde vemutlich mit seinem bestem Kumpel heute Rohrarbeiten verrichten, wäre sein My Space Profil nicht von Nolé Marin, einen ehemaligen Jury-Mitglied von Americas Next Topmodel entdeckt worden. Der 2o-jährige, der aktuell zu den zehn gefragtesten Männermodels weltweit zählt und für alle namhaften Designer bereits gelaufen ist, gab dem Black Book Magazine vor kurzem ein Interview. Darin gibt sich Sean O´Pry als der boy-next-door.
Der durchschnittliche Nachbar dürfte anders aussehen.
Einem Bericht von Modejournalistin Nicole Phelps zufolge trafen sich am Dienstag Vormittag in New York die Mitglieder des Council of Fashion Designers in Amerika (CFDA) um über die Bedeutung der New Yorker Modewoche wie auch die Folgen der Wirtschaftskrise für die Modebranche zu sprechen.
Ein Meeting der Besonderen Art, schließlich handelte es sich bei den Teilnehmenden nicht um Mr. Smith und Mrs. Jones, sondern um die führenden Köpfe der Modebranche. Neben CFDA Präsidentin Diane von Furstenberg, diskutierten Vogue Chefin Anna Wintour, Donna Karan, Betsey Johnson, die Proenza Schouler Jungs, Calvin Klein Chef-Designer Francisco Costa sowie Moderedakteure und Inhaber renommierter fashion stores über das verbraucherunfreundliche Timing der Kollektionsauslieferung (Wintermäntel im Sommer), die hohen Kosten für Modenschauen sowie die Notwendigkeit Schauen für die kommerziell erfolgreichen aber eher schlichten pre-collections zu veranstalten? Modemacherin Donna Karan kritisierte die Tendenz der Konsumenten für Designerkleidung nicht mehr den vollen Preis zahlen zu wollen, sondern den Sale abzuwarten. Worauf Anna Wintour dem Einzelhandel geraten haben soll, sich künftig bei der Reduzierung von Waren abzusprechen und sich auf einen offiziellen Termin zum gemeinsamen Discount-Start zu einigen. Nachdem von Furstenberg La Wintour informierte, dass dies illegal sei, soll diese nüchtern entgegnet haben: “Nun können wir das nicht ändern, schließlich haben wir jetzt Freunde im weißen Haus “(eine Anspielung auf Michelle Obama, die im März dieses Jahres das Vogue Cover zierte).
Angesichts eines immer stärker werdenden Interesses der Allgemeinheit an modespezifischen Themen, wurde auch der Gedanke geäußert Modenschauen für Konsumenten zu veranstalten. Was von dem Besprochenen tatsächlich realisiert wird und wann etwaige geplante Veränderungen spürbar greifen, wird sich zeigen.
Auch wenn beim CFDA Treffen einzelne Aussagen von einer gewissen Weltfremdheit der Diskussionsteilnehmer zeugten, so ist die kritische Hinterfragung des eigenen Status quo in der Modewelt ein absolut positiver und auch hierzulande nachzuahmender Ansatz.
Da, wo Düsseldorf aktuell bemüht ist, seinen Ruf als Modestadt wieder aufzupolieren, braucht es kritische Diskussionsrunden mit kompetenten Köpfen aus Industrie und Handel, Szene und Medien, die bereit sind an den Grundfesten bestehender Institutionen zu rütteln. Fragen wie, ist die CPD überhaupt noch zeitgemäß und cool genug, um als modisches Aushängeschild der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu fungieren, müssen erlaubt sein. Das schmerzt, doch Aktionen wie eine vom Kaufhof initiierte Modenschau über dem Kö-Graben, wirken im Vergleich mit der Berliner Fashion Week schlichtweg provinziell.
Überhaupt leidet das Image der Königsallee unter den großen Vertikalen wie H&M und Esprit, die sich auf Deutschlands ehemals führender Luxusmeile ausbreiten. Ein anderes länderübergreifendes Problem ist die zeitliche Waren-Präsentation der Einzelhändler: Schaufenster mit Daunenjacken im August mögen zwar die Vorreiter- Rolle einzelner Geschäftsinhaber belegen, haben aber mit der Realität der Verbraucher wenig zu tun.
Es wäre wunderbar, wenn auf künftigen Branchentreffen Problemstellungen zum Modestandort Deutschland nach dem Vorbild des CFDA New York selbstkritisch und konstruktiv diskutiert würden. Schulterklopfereien bei Champagner und finger food allein machen nämlich noch lange keine Modemetropole.
Fashion Darling Marc Jacobs und Superstar Madonna vereint in einem Video. Das Making of zu Louis Vuitton´s Herbst/Winter Kampagne lüftet nun endlich das Geheimnis der ominösen Hasenohren, die Madonna zur diesjährigen Met Costume Gala trug und ihr im nachhinein jede Menge Spott einbrachten.