LOIC PRIGENT´s EXKLUSIVER BLICK HINTER DIE KULISSEN DER MODE

Posted: Januar 6th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Dank exzellenter Filmdokumentationen wie, Signé Chanel, Marc Jacobs & Louis Vuitton und der The Day Before genießt Regisseur Loic Prigent innerhalb der Modeszene mittlerweile all access Status. Ob Mailand, Paris, London oder New York, ob Backstage oder vor dem Catwalk, der studentisch wirkende Filmemacher ist mit seiner Kamera gern gesehen bei der Fashion Elite. Bereitwillig gewähren ihm die Top-Designer Zutritt zu ihren Ateliers und lassen ihn einfach gewähren. Besser gesagt, sie vertrauen ihm. Beschönigende PR-Statements und nachgestellte Szenen haben in Prigents Werk keinen Platz. Genau das macht seine Filme authentisch und daher so sehenswert. Ohne Prigent bliebe uns das wahre Gesicht der Mode und ihrer Protagonisten wohl nach wie vor verborgen.

Anna Wintour hautnah? Kein Problem für Prigent! Ungezwungen stellt sich die berühmte Vogue Editrix in Prigents aktuellem Filmprojekt HABILLÉES POUR L’ÉTÉ 2010, (DRESSED UP FOR SUMMER 2010) den Fragen von Mademoiselle Agnès.

Die TV-Journalistin Agnès Boulard ist in Frankreich keine Unbekannte, sondern, im Gegenteil, seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Branche und ganz nebenbei auch Produzentin der Filmdokumentation. Mit unnachahmlicher Nonchalance begibt sie sich in sechs Episoden mehr oder weniger auf die Suche, nach dem nächsten Yves Saint Laurent und moniert dabei im Gespräch mit Pierre Bergé und dem französischen Kulturminister, ganz ohne erhobenen Zeigefinger dafür in herrlich selbstbewusster Manier, das Frankreich als Wiege der Haute Couture seinen kreativen Nachwuchs in keinster Weise fördere.

So heißt das letzte Wunderkind aus Paris noch immer Nicolas Ghèsquiere. Dabei ist der Chefdesigner von Balenciaga den Kinderschuhen doch schon längt entwachsen. Unentdeckte Talente, deren Begabung nur auf die Begegnung mit den entscheidenden Leuten wartet, gibt es überall, und in Paris sowieso. Mademoiselle Agnès hat einige von ihnen in ihren Studios abseits der großen Schauen besucht.

Agnès Boulard bewegt sich mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit auf dem Parkett der Eitelkeiten als wandle sie durch ihr privates Wohnzimmer. Im Gegensatz zu ihren extrem statusbewussten Kolleginnen, nimmt sich Boulard, die übrigens selbst 4 Jahre lang als Redakteurin bei der französischen Vogue tätig war, dabei selbst nie allzu ernst und führt beschwingt und ungeachtet aller Konventionen durch die Schauen zur Saison Spring 2010. Diese Natürlichkeit kommt an und so bittet gar der sonst so selbstbeherrschte Karl Lagerfeld Agnès nach der Präsentation seiner Kollektion um ein persönliches Tänzchen im Backstagebereich.

Die lebendige Französin liebt die Mode, nicht aber den ihr anhaftenden Dünkel und denkt gar nicht daran sich einem snobistischen Habitus zu unterwerfen. Das hat Stil und zeugt von wahrer Größe, und so verdankt sich der Zauber dieser Dokumentation im Wesentlichen auch der Persönlichkeit seiner Moderatorin. Lovely!

Zusammengenommen ergeben die sechs Teile eine Stunde “fashion uncensored”. Informativ, unterhaltsam und äußerst kurzweilig. Beeindruckend ist der Massenauflauf vor Jean Paul Gaultiers Headquarter in der Rue Saint Martin kurz vor der Show des Designers. Für einen Moment hatte ich den Eindruck es handle sich bei dieser Szenerie um ein Rockkonzert. Eine Portion Extravaganz in Reinform liefert wieder einmal Anna Wintour. Als der Weg zu ihrem Sitzplatz in der ersten Reihe einer Show, die Chefredakteurin über eine im Halbdunkel liegende Treppe führt, erhellt einer ihrer Bodyguards unaufgefordert die Stiege mittels einer Taschenlampe. Stufe für Stufe, und ohne dabei eine Miene zu verziehen trippelt Anna dem Lichtkegel vor ihren Füßen hinterher. Fantastisch! (siehe Video hier) Wie auch schon die Doku “The Day Before”, sind die sechs Episoden auf dem “Sundance Channel” im Internet kostenfrei abrufbar.

sundancechannel.com


AB 2010: DRESS YOUR MAIL IN LANVIN

Posted: Dezember 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

Lanvin Briefmarke

Lanvin Briefmarke

Zugegeben mein Interesse am Sammeln von Briefmarken tendiert gegen Null, doch anlässlich des in diesem Jahr begangenen 120-jährigen Firmenjubiläums des 1889 gegründeten Modehauses Lanvin entwarf Kreativdirektor Alber Elbaz zwei geschmackvolle Briefmarken für die Französische Post, deren verspielten Charme ich mich nicht entziehen kann.

Die Briefmarken in limitierter Stückzahl werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in allen Postämtern Frankreichs zum regulären Portopreis von jeweils 0,90 Cent und 0,56 Cent erhältlich sein. Damit bietet der Modemacher Internetaficionados endlich wieder einen Grund, Grüße und liebe Worte an Freunde und Familie handschriftlich zu verfassen. Die passenden Schreibutensilien in Form von Bleistiften, Briefpapier, Umschlägen und Notizblöcken, liefert Elbaz gleich mit dazu. Die Artikel gibt’s schon ab Mitte Dezember in der Postfiliale in der Rue Mathurins in Paris. Wer nicht in Frankreich beheimatet ist und dennoch gerne in Besitz der modischen Jubiläums-Erzeugnisse kommen möchte, sollte ab sofort in regelmäßigen Abständen die Webseite der französischen Post aufsuchen. Hier soll laut Informationen des Branchenblattes WWD in den kommenden Tagen und Wochen ein spezieller Lanvin-Webshop freigeschaltet werden, über den sich die oben genannten Artikel auch online beziehen lassen. laposte.fr

Alber Elbaz for La Poste

Alber Elbaz for La Poste


ADIEU MONSIEUR! CHRISTIAN LACROIX - ENDE DER TAFTORGIE

Posted: Dezember 3rd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Nun also doch! Nach langen Querelen um die künftige Führung des insolventen Modehauses Christian Lacroix, entschied das Pariser Handelsgericht am vergangenen Dienstag dem Restrukturierungsplan des Lacroix-Besitzers Falic Group stattzugeben, nachdem Übernahmeangebote durch  Kaufinteressenten aufgrund nicht gesicherter Finanzierungsnachweise abgelehnt wurden. Mit der aktuellen Entscheidung wird die Haute Couture Sparte, wie auch das Geschäft mit der Prêt-à-Porter eingestellt.

le style de Christian Lacroix
le style de Christian Lacroix

Modemacher Christian Lacroix selbst ist somit raus aus dem Unternehmen und mit ihm 110 weitere Mitarbeiter, die in Kürze ihre Entlassungspapiere entgegennehmen müssen. Gemäß des Sanierungskonzepts der Falic Group wird das Modehaus künftig als Lizenzbetrieb mit 12 Mitarbeitern weitergeführt werden. Unter dem Namen Christian Lacroix werden weiterhin Parfums, Accessoires, Hochzeitskleider und Herrenbekleidung vertrieben. Im neuen Jahr könnten weitere Lizenzvergaben in den Bereichen Optik, Schreibmaterialien und Dekoration folgen. Der Markenname Christian Lacroix wird demnach nicht von der Bildfläche verschwinden, aber mit Sicherheit an Exklusivität einbüßen. Der Lacroix-Schriftzug auf Feuerzeugen, Regenschirmen, und Schwimmflügeln vermag mittelfristig die Schulden des Unternehmens zu tilgen, und wird dabei zwangsläufig seine eigene Inflation hervorrufen. Pierre Cardin lässt grüßen.

Angesichts der Tatsache, dass das Haus Lacroix seit seiner Gründung 1987 nie rentabel war, fehlte es offenbar in all den Jahren seiner Existenz an einer fundierten Marketingstrategie. Das schöpferische Talent Christian Lacroix ` ist unumstritten, doch das, was der Créateur in handwerklicher Vollendung zweimal im Jahr über den Laufsteg schickte entsprach nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist. Wer da anderer Ansicht ist, der möge jetzt seinen Kleiderschank öffnen und nachsehen wie viele Teile er von Monsieur Lacroix sein Eigen nennt. Christian Lacroix ist ein Verfechter einer nicht mehr existenten Pariser Salonkultur, von höfischer Eleganz und darüber hinaus ein Experte auf dem Gebiet europäischer Kostümgeschichte. Das Problem dabei ist nur, das heutzutage niemand mehr mit Schranktruhen verreist. Klein, handlich, pflegeleicht, businesskompatibel und kombinierbar soll es sein. Alles andere bringt kein Geld!

Lacroix ist das Gegenteil dessen was auf den Straßen zu sehen ist. Lacroix, das ist roter Teppich, Opéra Garnier und 1001 Nacht, aber gewiss nicht Wirtschaftskrise, Air Berlin und PayBack-Karte. Das von zahlreichen Bloggern einhellig angestimmte Klagelied vom Untergang der Haute Couture anlässlich der Lacroix Pleite, irritiert angesichts deren Outfitposts im schwarz, grau, weißen Einheitslook von Acne, Patrizia Pepe und Co.

Christian Lacroix Fall 09 / photo by Corso Come/FLICKR creative commons

Christian Lacroix / photo by Corso Como at FLICKR creative commons


Möchte man sich wie Lacroix, als charakterstarke Künstlerseele den Anforderungen des Marktes nicht beugen, so wäre es für sein Haus aus wirtschaftlicher Sicht gewiss sinnvoll gewesen die Botschaft vom Pariser savoir vivre, von french allure und Grandezza in Form von bezahlbaren Accessoires unter die Leute zu bringen und mittels einer volksnahen Vermarktung der Firmenwerte die Begierde nach der unerreichbaren Haute Couture zu wecken. Womöglich war dem intelligenten Grandseigneur diese Art des marktschreierischen Modemarketings suspekt, ebenso wie ihm die abgespeckten Zweitlinien zuwider waren. Ein Designer ist Dienstleister und kein Künstler, sagte Tom Ford einmal. Banale Worte, deren Beherzigung Mr. Ford reich gemacht hat. Zu banal, für Monsieur Lacroix, dessen Unternehmen mit mehreren Millionen Euro in der Kreide steht.

Wer ist schuld an der Misere? Der Mode-Schöngeist, der fernab jeglicher Realität in seinem Studio in der feudalen Rue du Faubourg Saint-Honoré opulente Ballonröcke aus Seidentaft zusammenbauscht oder inkompetente Finanzberater und Marketingfachleute eines amerikanischen Mutterkonzerns ohne jeglichen Sinn für französische Lebensart? Oder sind es vielleicht doch die Einkäufer namhafter Boutiquen und Nobelkaufhäuser, deren Ordermengen einfach nicht ausreichend waren um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Ist die Geiz-ist-Geil Mentalität unserer Gesellschaft schuld am Siechtum der “hohen Schneiderei”? Menschen, die auf Stilzitate, inspiriert von flämischer Malerei und französischer Literatur, pfeifen und es sich lieber mit einer Chispstüte auf dem heimischen Sofa vor dem Fernseher bequem machen, wie Lagerfeld erst kürzlich das Bild vom dicken Hausmütterchen verbalisierte?

Die Antwort darauf ist sich die Modebranche bis heute schuldig geblieben!


WO GEHT´S LANG CHRISTIAN LACROIX?

Posted: Oktober 29th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Christian Lacroix, by courtesy of: Christian Lacroix, Paris

Christian Lacroix, by courtesy of: Christian Lacroix, Paris

Nach neuesten Informationen scheint die Zukunft des bankrotten Modehauses, welches im Mai dieses Jahres Insolvenz anmelden musste, so gut wie gesichert. Der arabische Scheich Hassan Ben Ali al-Nuaimi habe ein formelles Übernahmeangebot in Höhe von 100 Millionen Euro gemacht, dass auch die Übernahme der Schulden, die Sicherung der noch bestehenden Arbeitsplätze und auch die Aufrechterhaltung der Haute-Couture-Division umfasst.

Eine absolut zufriedenstellende Offerte für alle Parteien, Schuldner wie Gläubiger gleichermaßen. Dennoch wurde die Bewilligung des Verkaufs nun vom zuständigen Pariser Handelsgericht von Ende Oktober auf Mitte November vertagt, da bislang noch kein anständiger Businessplan für das Unternehmen vorliege. Dieser soll nun nachgereicht werden. Die Verhandlungen um das 1987 gegründete Unternehmen werden am 17. November wieder aufgenommen. Christian Lacroix, der gegenwärtig nur Angestellter der amerikanischen Falic Group ist, denen das Modehaus mit Stammsitz in der Pariser Rue du Faubourg Saint-Honoré seit 2005 gehört, wird in der neuen Konstellation zum Geschäftspartner mit einer Minderheitenbeteiligung.

Als sicher gilt, dass der 58-jährige Modemacher auch weiterhin die kreative Führung behalten und somit verantwortlich für Couture und Prêt-à-Porter zeichnen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es Lacroix künftig gelingt seinen künstlerischen Anspruch mit den Bedürfnissen des Endverbrauchers in Einklang zu bringen. Die Herausforderung besteht darin, eine dem Zeitgeist entsprechende, kommerziell erfolgreiche Mode zu kreieren, die dennoch dem Namen Christian Lacroix hinsichtlich Qualität und Stil gerecht wird.

Fans des Couturiers, sei an dieser Stelle ein absolut lesenswertes Interview empfohlen, welches der Modezar dem französischen Blog UN NOUVEAU IDEAL gewährte. Der stets reflektierende Designer teilt darin seine kritischen Ansichten zur Modebranche, spricht von einer narzisstischen Masturbation der Modebranche, so wie über die aktuelle Situation der Firma, die seinen Namen trägt.

Zum Interview von UN NOUVEAU IDEAL


LOHAN`s DESIGN DESASTER BEI UNGARO

Posted: Oktober 5th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Ein Eigentor hat am Sonntag Abend Mounir Moufarrige, CEO des Modehause Emanuel Ungaro, geschossen. Nach dem Rausschmiss des jungen Esteban Cortazar, der bis vor kurzem noch als Headdesigner für das Label fungierte, engagierte er die noch unbekannte Estrella Archs als Chefdesignern und berief Gelegenheitsschauspielerin Lindsay Lohan zum “Artistic Advisor” des Unternehmens. Moufarrige versprach sich durch die Celebrity-Rekrutierung offenbar jede Menge PR für das etwas angestaubte Label und vor allem mehr Präsenz in den jüngeren Modezeitschriften.

Die Modebranche nahm die Verlautbarung des Deals mit Skepsis und dem ihr eigenen Hohn auf. Zu Recht, wie sich jetzt bei der Präsentation der Frühjahr/Sommer Kollektion 2010 herausstellte. Denn das, was Moufarrige´s neues Gespann im Rahmen der Pariser Modewoche gestern über den Laufsteg schickte, dürfte die ohnehin schon strauchelnde Firma nun mit Orderrückgängen büßen. Weder jung noch richtungsweisend war das Gezeigte; es fehlte ein einheitliches Designkonzept. Stattdessen gab es pinkfarbene Pluderhosen, Kragen- und formlose Paillettenjäckchen, simple Bandeautops, weiße Nerzstolen zu luftigen Sommerkleidern, nach dem Motto: “Fur on the beach ist the ultimate glamour!”, und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, gab es obendrein noch herzförmige Nippelabdeckungen und auf die Stirn geklebte Paillettenherzen, die die Models aussehen ließen als hätten sie einen IQ unter Schuhabsatzhöhe.

Es braucht nicht einmal den analytischen Verstand  etablierter Modekritiker um zu sehen, das dass Dargebotene schlichtweg gestrig und uninspiriert war. Jedem der geladenen Gäste war auf dem ersten Blick klar, dass  ein gelungenes Fashion-Debut anders auszusehen hat.

Konzeptlosigkeit deluxe- Ungaro SS 2010

Konzeptlosigkeit deluxe- Ungaro SS 2010

Es ist schwer vorstellbar, das Estrella Archs nicht in der Lage sei soll, eine bessere Leistung abzuliefern. Ist der Einfluss des Party-Girls hinter den Mauern an der Avenue Montaigne tatsächlich größer als der einer gestandenen Designerin mit besten Referenzen? Mag sein, dass Celebrity Kollektionen in Amerika von der Masse gut angenommen werden und kommerziell erfolgreich sind, doch ein 23-jähriges Holleeewuud Girl ohne formale Designausbildung an der Spitze eines etablierten, französischen Modehauses ist eine Fehlbesetzung. Auch der in Miami aufgewachsene Esteban Cortazar, der in den USA schon mit 13 Jahren als Wunderkind der Mode gefeiert wurde, konnte mit seinen Klischeemix aus Denver Clan und kubanischer Folklore keine kommerziellen Erfolge erzielen, ließ aber im Gegensatz zum Duo Archs/Lohan einen roten Faden innerhalb seiner Kollektionen erkennen. Qualität braucht Zeit und Erfahrung. Zur Ehrenrettung der Spanierin Archs sei gesagt, dass die Kollektion innerhalb von vier Wochen erstellt werden musste. Doch warum hat das Haus Emanuel Ungaro unter diesen Umständen nicht auf eine Show verzichtet? Lindsay Lohan´s Besetzung beweist vor allem eines: Ruhm allein ist kein Kompetenzmerkmal!

Im folgenden könnt Ihr einen Videomittschnitt der mäßigen Show des Online-Dienstes Mod TV sehen.


TAKASHI MURAKAMI AUSSTELLUNG IN PARIS

Posted: September 9th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »
All Artworks ©Takashi Murakami/Kaikai Kiki Co., Ltd. / courtesy of CLARK

All Artworks ©Takashi Murakami/Kaikai Kiki Co., Ltd. / courtesy of CLARK

Das zweimonatlich erscheinende  Kunstmagazin CLARK aus Paris versorgt seine Leserschaft  in der neuesten Ausgabe unter anderem mit einem 14-seitigen Beitrag über den Künstler Takashi Murakami, dessen bunte superflat-cartoons, dank der erfolgreichen Kooperation mit Louis Vuitton im Jahre 2003, weltweit berühmt wurden.

In einem Interview spricht der kreative Japaner u.a. über seine Zusammenarbeit mit dem luxuriösen Taschenhersteller, sowie über seine Begegnung mit Gelegenheits-Schuh-Designer Kanye West und verweist auf seine neue Ausstellung in der Galerie Emmanuel Perrotin vom  15. September bis zum 17. Oktober 2009 in Paris.

Preis: EUR 5,50

Erhältlich an allen Presseverkaufsstellen in Frankreich sowie in ausgewählten Boutiquen von Paris, bspw. Colette


“THE DAY BEFORE”…FENDI, GAULTIER und Co. Seltene Einblicke hinter die Kulissen

Posted: September 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Wenn am kommenden Donnerstag die New York Fashion Week beginnt, ist dies  gleichzeitig auch der Auftakt  zur Saison Spring/Summer 2010, dem ein internationaler Schauenreigen folgt.  Auf den illustren Modenschauen  von New York, Paris, Mailand und London präsentieren namhafte Modehäuser jedoch vielmehr als nur die Trends von Übermorgen.

The Day before...by Loic Prigent

The Day before...by Loic Prigent

Die meist nur zehn Minuten andauernden Shows sind eine Zusammenfassung all dessen, an dem ein Team von dutzenden bis mehreren hundert Mitarbeitern eines Unternehmens sechs Monate lang ununterbrochen gearbeitet hat. Von der Ideenfindung bis hin zum finalen Musterteil, wird in den Designstudios bis zum Tag der großen Selbstdarstellung diskutiert, optimiert, verworfen, ergänzt und abgeändert. Dass Alles, um  einflussreichen Modekritikern und wichtigen Einkäufern zu gefallen, die auf minmalistisch weißen Bänken oder wahlweise goldenen Operetten-Stühlchen Platz nehmen, um ganz nüchtern zu beurteilen, ob die Vision, die da gerade als textiles Gebilde über den Laufsteg wandelt auch marktfähig ist. Vom Stress hinter den Kulissen bekommen die geladenen Kunden und VIP´s nichts mit. Sollen sie auch gar nicht. Mode im Luxussegment verkauft schließlich Träume und nichts Anderes.

Ein Einblick in das Geschehen der letzten 48 Stunden vor der Modenschau ist nur wenigen Eingeweihten gegönnt, wäre aber mit Sicherheit für jeden Modeliebahber eine interessante Erfahrung. Die Neugierde oder den Wissensdurst besonders modeaffiner Mitmenschen befriedigt nun die Filmreihe “THE DAY BEFORE…” von Loic Pirigent. Der Regisseur hat vier Modedesigner bei den letzten Vorbereitungen zu ihrer Modenschau mit der Kamera begeleitet. Enstanden ist eine absolut sehenswerte Dokumentation von jeweils vier Filmen a 50 Minuten, die ab morgen  online auf dem Sundance Channel nacheinander ausgestrahlt werden. Den Anfang am 09.September um 16:00 Uhr deutscher Zeit macht Sonia Rykiel.

09.September: SONIA RYKIEL
10.September: PROENZA SCHOULER
11.September: FENDI
12.September: JEAN PAUL GAULTIER

Um euch vorab einen Geschmack auf die exzellent aufbereitete und fundierte Dokureihe zu geben, zeigen wir euch vorab  einen Ausschnitt aus der Folge mit Jean Paul Gaultier.

“THE DAY BEFORE JEAN PAUL GAULTIER”


I LOVE COURRÈGES

Posted: September 4th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA | Tags: , , , | No Comments »

André Courrèges´ Schaffensphase war gemessen am hohen Status, den er in der Modegeschichte genießt, eher kurz. Der studierte Bauingenieur entdeckte seine Leidenschaft für Mode erst im Alter von 27 Jahren, und arbeitete 14 Jahre lang für Cristobal Balenciaga, bevor er sich 1961 zusammen mit seiner Frau Coqueline anschickte, die Mode der Sixties, mit seinem eigenen Label nachhaltig zu verändern.

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Sein Stil war sichtbar beeinflusst von moderner Architektur, und der Absicht Mode für eine “befreite” Frau zu gestalten. Wie auch die Engländerin Mary Quant, beansprucht der Modekonstruktivist die Erfindung des Minirocks für sich. Als historisch erwiesen gilt jedoch, dass Quant bereits 1958 minikurze Hängerchen entwarf, die sie in ihrer Londoner Boutique “Bazaar” verkaufte. Courrèges gilt jedoch als derjenige, der die Minimode in die Couture Szene einführte und damit erst gesellschaftsfähig gemacht hat. Seinen Kollektionen lag stets ein geometrischer Aufbau zugrunde. Futurismus und Space-Age sind Begriffe mit denen der Courrèges Stil immer wieder assoziiert wird. Vinyljacken, trapezförmige Etuikleider, Op-Art Muster und Blockstreifen, sowie die kastenförmige Kostümjacke mit rechteckigem Halsausschnitt, symbolisieren den bis heute populären, zeitlosen Courrèges Look. Eine Bilderreise zurück in die Zukunft, ermöglicht das erste umfangreiche Buch über den heute 76-jährigen Modemacher, mit dem programmatischen Titel “Courréges”. Dieses präsentiert sich im schickem Metallcover und transparentenm Acrylschuber, in einer limitierten Auflage von nur 6000 nummerierten Exemplaren.

Erhältlich bei Colette, Paris (auch Online)

Courrèges by Érik Orsenna, Verlag: Editions Xavier Barral, 240 Seitens, 190 Farbfotos,
29 x 29cm,
€ 400


NACH DEN VIP´s KOMMEN DIE BLOGGER: GARANCE DORÉ FÜR GAP

Posted: September 2nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , | No Comments »

Garance Doré for GAP

Garance Doré for GAP

GAP feiert mit einer Reihe kleinerer Events rund um den Erdball, in diesem Jahr sein 40-jähriges Firmenjubiläum. Hierzu beauftragte der Konzern Garance Doré mit der Gestaltung eines temporären Pop-up Stores in der Londoner Carnaby Street, wie auch mit der Erstellung dreier Druckmotive für eine limitierte T-Shirt Serie.

Zugegeben, ein weißes GAP Cotton T-Shirt mit dem Aufdruck einer Modefigurine ist nicht gerade eine Meldung wert, auch dann nicht, wenn dieses nur in limitierter Stückzahl erhältlich ist. Interessant ist lediglich die Tatsache, dass Blogger in der Modeindustrie an Ansehen gewinnen, insofern sie Experten auf ihrem Gebiet sind und über die nötige Erfahrung verfügen Sachverhalte kompetent zu beurteilen.

Garance ist Modezeichnerin und betreibt seit Juni 2006 unter ihrem eigenen Namen ein erfolgreiches Modeblog, welches sie quasi als öffentliches Mode-Tagebuch führt. Sie schreibt über ihren Alltag, sie fotografiert, zeichnet und trägt mit geschultem Auge zusammen, was ihr, ganz subjektiv, besonders gefällt, natürlich immer mit Bezug auf Mode im Allgemeinen. Sie gilt als eine der weltweit angesehensten und erfolgreichsten Bloggerinnen und unterstützt seit August dieses Jahres die Online Redaktion der französischen Vogue.

Außer dem G im Namen haben GAP und Garance nicht wirklich viel gemein. Während der Casualgigant übergewichtige Amerikaner mit Basics und biederen Chinos versorgt, steht Garance Doré für französische Lebensart und Stil, und mit Sicherheit auch für eine völlig andere Zielgruppe!

Dennoch ergibt sich eine win-win Situation für beide Seiten. Dank Garance Doré poliert GAP mit einem Hauch französischer Allure sein Image in Europa auf, und die Bloggerin selbst profitiert dabei von der Einbindung ihres Namens in die weltweiten Marketingmaßnahmen des größten Bekleidungsherstellers der USA.

Die beiden T-Shirts mit den “Doré Girls” und das Tank Top mit der Handschrift der Illustratorin sind  in einer Auflage von jeweils 69 Stück pro Motiv und ausschließlich im “1969 GAP Concept Store” erhältlich. Dieser öffnet am 10.September für nur 19 Tage seine Pforten.

Adresse: G7 / G8 KINGLY COURT, CARNABY STREET, LONDON, W1


WAS MACHT EIGENTLICH DIOR HOMME?

Posted: August 30th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »

Dior Notruf!

Dior Notruf!

“Can I speak to Mr. Dior please?”,  das T-Shirt aus der aktuellen Dior Winterkollektion (Fall 09) ist eines der wenigen Teile, mit dem der Herrensparte des Modehauses Dior seit dem Abschied von Hedi Slimane im Jahr 2007 endlich mal wieder Aufmerksamkeit zuteil wird. Auch wenn der Spruch zunächst cool anmuten mag, so birgt er eine unglückliche Doppeldeutigkeit in sich.

Angesichts der Tatsache, das Kris van Assche, mit seinem Entwürfen für Dior Homme bisher nur wenig Anklang bei Einkäufern und Modepresse findet, lässt sich der Satz auch als verzweifelter Hilferuf eines Chefdesigners deuten, der den Rat des stets stilsicheren Christian Dior bitter nötig hat.

Während sein Vorgänger Hedi Slimane, mit seiner ultraschlanken Silhouette, und den skinny-model-boys die Männemode revolutionierte und mit seinen Glam Rock Chic den Nerv der damaligen Zeit traf, unvergessen seine beiden von Pete Doherty inspirierten Kollektionen für die Saisons Fall 2005 und Spring 2006, verliert sich Kris van Assche in untragbaren, grotesken Entwürfen, die Mann einfach nicht tragen will. (Sakkos mit transparenten Chiffonärmeln irgendwer?).

Von seinem Debüt für Sommer 2008 bis hin zu seiner erst im Juni dieses Jahres vorgestellten Kollektion für Sommer 2010, hagelte es von Modeguru Tim Blanks, stets negative Kritik. Diese verpackt Blanks zwar stillvoll  in intelligent gewählte Synonyme, ähnlich eines Arbeitszeugnisses, bei dem hinter jeder blumigen Formulierung, ein vernichtendes Urteil steckt.

V-Ausschnitte bis zum Bauchnabel, voluminöse M.C Hammer Hosen, ungelenke Proportionen, knielange T-Shirts, durchsichtige, billig glänzende Kimonos, kragen- oder ärmellose Sakkos und transparente Hemden, da kräuseln sich bei vielen Männern die Fußnägel. Nicht wirklich tragbar. Überhaupt Transparenz, das sieht am Manne immer unseriös und billig aus. Immer!

Kris van Assches Kollektionen wirken auffällig bemüht, einerseits dem populären Dior Look Slimanes aus kommerziellen Gründen nach wie vor zu entsprechen und anderseits in dem Versuch eine neue, eigene Handschrift zu entwickeln. Nun fragt man sich wie van Assche überhaupt in die privilegierte Situation kam, eine der einflussreichsten modischen Erbschaften des 21. Jahrhunderts anzutreten? Nun der Thronfolger war immer dicht dran am König. Der heute 33-jährige Belgier van Assche arbeitete jahrelang als Design Assistent von Hedi Slimane und bastelte mit ihm zusammen an den Herren Kollektionen für YSL und Dior, bevor er im März 2007 das Zepter bei Dior Homme übernahm. Mal sehen, wie lange er das Regiment dort noch beherrscht.


CARINE ROITFELD IN STILSCHWIERIGKEITEN

Posted: August 28th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

photo by: Mario Testino

photo by: Mario Testino

Carine Roitfeld, die sich selbst einmal als  Punk unter den Vogue Redakteurinnen bezeichnete, gab in einem Gespräch mit der Londoner Times nun  zu, nicht zu wissen, was ihr persönlicher Stil ist. Merkwürdig, den im  Interview mit der WELT,  vom Februar 2007, behauptete sie noch das Gegenteil:

WELT ONLINE: Lassen Sie uns lieber über Ihren Stil sprechen. Wie haben Sie heute Morgen Ihr Outfit zusammengestellt?

Roitfeld : Wissen Sie, für mich ist das ganz einfach, denn ich weiß ganz genau, was mir steht. Ich habe in den letzten Tagen sehr viel Schwarz getragen, und heute war mir nach einer Farbe zumute. Also habe ich als Erstes diese Balenciaga-Jacke in Kaki herausgeholt. Sie ist schon vier Jahre alt, und ich wusste, dass dieser schmal geschnittene Rock dazu passt. Außerdem bin ich noch ein wenig gebräunt und wollte deshalb keine Strümpfe anziehen. Es ging also ganz schnell. Ich kenne meinen Stil und meine Farben. (Quelle: Die Welt, 17. Februar 2007,  Interview von Marcus Luft)

Zweieinhalb Jahre später heißt es in einem Artikel von Lisa Armstrong für The Times, London:

Oddly, Carine Roitfeld says that this has been her problem, too. “It’s true. Designers have told me that their collections are so me,” she says disarmingly when I call her at her office in Paris, “but I don’t always recognise it because if you ask me what my style is, I’m really not that sure.” Really? “Really.

Wie auch immer: Roitfeld, die seit 2001 als Chefredakteurin der französichen Vogue fungiert, becierct Designer seit Jahren mit ihrer unkonventionellen Art. In den 1990er Jahren arbeitete sie sechs Jahre lang als Kreativberaterin bei Gucci unter der Leitung von Tom Ford, und galt gar als offzielle Muse des Mode- und  Markenmachers. Wer sich ein näheres Bild von der Dame mit den schwarz geschminkten Augen machen möchte, dem sei das unterhaltsame Interview von Marcus Luft wie auch der lesenswerte, und erst kürzlich veröffentlichete Artikel in der Times bestens empfohlen.


CHARLES GUISLAIN - LIEBLING DER MODEBLOGS

Posted: Juli 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | No Comments »

Branchennachwuchs 2009

Branchennachwuchs 2009

Das die Macher zahlreicher Mode- und Streetstyleblogs sich während den Modewochen in Mailand, Paris, London und New York enthusiastisch auf nahezu auf Alles und Jeden stürzen, der mindestens ein auffälliges high-fashion Accessoire mit drei übereinander gezogenen Vintage Shirts mixt, ist ein Phänomen der Web 2.0 Ära.

Wo sich junge Freizeitjournalistinnen jedoch bei der Motivauswahl ausschließlich auf ihren ganz persönlichen, subjektiven Geschmack verlassen oder eben auch aus Unsicherheit einfach mal nachfotografieren was Andere für ablichtungswürdig halten, generiert sich daraus ein Resultat des immer Gleichen. Erfreulicherweise ist da schon der Blick auf die Blogs der Modeprofis, die mit über Jahre erworbenen Wissen, einem geschulten Auge, einem klaren Sprachduktus und Weltoffenheit ans Werk gehen.

Ein gutes Auge für Subkultur beweist Diane Pernet, eine ehemalige Modedesignerin, die mit ihrem Blog “A Shaded View on Fashion” neben allerlei irrelevanten Mist, wie bspw. einem Bericht über ein gewöhnliches Pasta Essen mit Freunden, regelmäßig Interviews mit Top Designern führt, und zudem Perlen der Modebranche zu Tage fördert. Gegenwärtig konzentriert sie sich auf Charles Guislain.

Der zierliche Blonde mit den Zahnstocherbeinen erregt seit letzter Saison die Aufmerksamkeit der Modeszene. Dabei ist es nicht sein Look, seine auffallend dünne Figur oder die High Heels, auf denen er zu den Schauen stöckelt, die für Gerede sorgen, sondern seine junge Erscheinung. Charles ist gerade mal 17, geht noch zur Schule und führt ein Skizzenbuch mit sich, welches er täglich mit Modezeichnungen und Ideen füllt. Sein Berufswunsch: Modedesigner! Doch bevor er sich um einen Studienplatz am Londoner Central Martins College bewerben kann, muss der Gute noch zwei Jahre lang die Schulbank bis zum Baccalauréat drücken. Es ist erstaunlich, mit welchem Selbstverständnis sich Charles innerhalb der Modebranche bewegt. Er tingelt von Schau zu Schau. Nicht immer hat er eine Einladung. Doch das hindert den Modefan nicht daran, dennoch um Einlass zu fragen. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Charles bleibt gelassen. Und das auch gut so! Wer das Leuchten in seinen Augen sieht, sobald er über Mode spricht, der weiß, Charles Guislain wird schon bald seinen festen Platz in der Modebranche finden.


MADAME CARVEN - COMEBACK EINER VERGESSENEN COUTURIÈRE

Posted: Juli 9th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , | No Comments »

carvencarbasic1Madame Carven, französische Couturière, und mittlerweile 99 Jahre alt, durfte diese Woche nach Angaben der Zeitschrift WWD, gleich zwei hochrangige Ehrungen für ihre Lebenswerk entgegen nehmen. Am Dienstag überreichte Frankreichs Präsident Sarkozy der Modeschöpferin die Ehrenmedaille “Legion of Honor” im Elysée Palast und am heutigen Donnerstag ehrte Didier Grumbach, Direktor der Chambre Syndicale de la Couture, Frankreichs “Kleinste” unter den Großen, als Dankeschön für die Übertragung ihres Firmenarchivs an das Pariser Modemuseum. Im Hinlick auf ihren bevorstehenden runden Geburtstag, gab es zudem einen von Grumbach organisierten, vorgezogenen  Cocktailempfang zu dem zahlreiche Prominente erschienen um Madame zu huldigen.

Zu den Gästen zählten YSL Muse Lou Lou de la Falaise und Modeschöpfer Jean Charles des Castelbajac. Ein seltener Gast war Claude Montana. Der ehemalige Star Designer erschien in einer abgetragenen Eigenkreation aus den 1980er Jahren und blickte, vom Leben gezeichnet, etwas melancholisch in die Kameras. Madame Carven, im pistazienfarbenen Kostümjäkchen, mit grün-weißer Perlenkette, nahm alle Glückwünsche mit hellwachem Blick, aber aufgrund von Alterschwäche, sitzend entgegen.

Carmen de Tomasso, wie Madame mit bürgerlichen Namen heißt, ist nur Wenigen ein Begriff, dabei galt sie Ender der 1940er Jahre in puncto Lizensierung und Export ihrer Kollektionen, von Asien bis nach New York, als erfolgreichste Modeunternehmerin ihrer Zeit. Die Meisten verbinden mit ihren Namen lediglich ihr 1946 lanciertes Parfum “Ma Griffe”, was so viel bedeutet wie , “mein Markenzeichen”. Carvens Markenzeichen, simple diagonal verlaufende grün-weiße Streifen besteht bis heute. Damals zierte das Muster Kleider, Accessoires und das Interior ihrer Boutique am Rond Pont de Champs-Élysées.

Im Gegensatz zu ihrem Kollegen Christian Dior, fertigte Madame Carven Kleider die sich stärker an den realen Bedürfnissen der Frauen orientierten. Ihr persönliches Manko einer Körpergröße von gerade mal 1,53m war ihre Motivation Frauen mit Durchschnittsfiguren, größer und eleganter erscheinen zu lassen. Hierzu entwickelte sie eine klare und schlanke Silhouette. Ein Look vergleichbar mit dem der amerikanischen Designerin Claire McCardell. Somit ebnete Madame Carven ganz beiläufig, dem weniger formellen “Casual Look” den Weg in die französische Hauptstadt. Wobei Freizeitbekleidung der 1940er und 1950er Jahre nicht gleichzusetzten ist mit T-Shirts, Jeans und Shorts. Zu Zeiten Carvens, bedeutete “Casual”, ein gut sitzendes Kleid, aus Jersey oder Baumwolle satt aus Spitze und Satin, und natürlich ohne Unterrock und Korsage. Also in etwa das, was heute Michalsky und Strenesse über den Laufsteg schicken. Wie auch Gabriele Strehle für Lufthansa, entwarf Carven Ender der 1960er Jahre die Stewardessen Uniform der Air France und anderer Fluggesellschaften.

Aktuell feiert das Label Carven sein Comeback. Die erst kürzlich zur Spring/Summer Saison 2009 wiederbelebte Herrenlinie unter der der Federführung von Designer Ludovic Alban, kam bei Presse und Einkäufern bestens an. Eine neue Damenline, entworfen von Guillaume Henry, soll kommenden Oktober bei den Pariser Schauen präsentiert werden.

Madame selbst hat sich 1994 vollends aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und lebt in ihrem Stadtpalais in der Pariser Avenue Foch. Nach den Ehrungen in dieser Woche durch Sarkozy und Grumbach, kommen am 31. August noch eine Reihe von weiteren Glückwünschen auf die betagte Dame zu, die an diesem Tag ihren 100. Geburtstag feiert!


JEAN PAUL GAULTIER - THAT´S WHY WE WILL ALWAYS LOVE YOU!

Posted: Juli 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION MEDIA, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Jean Paul Gaultier gehört zu den wenigen Designern, denen es gelingt auch nach 30 Jahren im Business selbst abgeklärteste Modeprofis noch zu begeistern. Zur Vermarktung seines von Agyness Deyn beworbenen Parfums “Ma Dame” hat der Couturier in Zusammenarbeit mir dem französischen DJ Martin Solveig und Dragonette Sängerin Martina Sorbara ein Musikvideo in herrlicher old-school Manier inszeniert.

Einen Hinweis auf das Parfum findet man in dem Clip zwar nicht, dafür gibt es interessante Einblicke in die Pariser Firmenzentrale des Modeschöpfers, in der das charmante Video gedreht wurde. Wie so oft bei Parfumwerbung der Fall, hat auch dieser Clip den gewissen fashion-appeal, den offenbar nur Modedesigner erzeugen können. Auch Monsieur Gaultier selbst, blickt mit spitzbübischen Grinsen, für ein paar Sekunden, in die Kamera. Der Song mit dem gute-Laune-feeling und dem plakativen Titel “Boys & Girls” hat Drive und Allure. HYPE zeigt das Video in voller Länge:

Gaultier “Boys & Girls” - The Video

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FASHION AROUND THE WORLD

Posted: Juni 14th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

Der Sommer ist da und mit ihm eine Reihe von interessanten Modeausstellungen, fernab vom Mainstream und mit Inhalten die auch beflissenen Modekennern neue Perspektiven auf ihr Lieblingsthema eröffnen dürften.  Anbei eine Auswahl:

Bei britischen Modedesignern denken die meisten von uns zunächst  an Vivienne Westwood, Paul Smith, Alexander McQueen oder Christopher Bailey - allesamt Stars der Gegenwart - doch wer prägte eigentlich die britische Modeszene vor der  Jahrtausendwende, in Zeiten in denen Mode von Nachrichten-Moderatoren noch mit einem süffisanten Lächeln als triviales Beiwerk der wirklich wichtigen Themen im Leben abgehandelt wurde? In den exzentrischen Achtzigern waren es vor allem Zandra Rhodes und Jean Muir, die modisch gesehen auf dem Inselkontinent für Aufregung sorgten.

Jean Muir

Jean Muir

Letzterer widmet nun das Modemuseum im schottischen Dumfries aktuell eine Einzelausstellung. “Jean Muir - a fashion icon”, zeigt Highlights aus dem Werk Jean Muirs und erinnert damit eine beinahe vergessene Designerin,  deren Vintage Stücke heute von Sienna Miller und Kate Moss getragen werden.

bis 31. Oktober 2009

National Museum of Costume, Shambellie House, New Abbey, Dumfries, DG2 8HQ

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paper-fashion
Mode Museum Antwerpen

In der Modeschule, lernen angehende Designer auch mal um drei Ecken zu denken und sich dabei nicht gleich mit der offensichtlichsten Lösung zufrieden zu geben. Ich erinnere mich noch bestens an die Aufgabenstellung, eine Ärmelkonstruktion aus Wellpappe zu fertigen, deren Teile nicht “geknickt” werden durften. Die darauffolgende Tüftelei führte zu erstaunlichen Erkenntnissen über die vielseitigen Verarbeitungsmöglichkeiten  papierähnlicher Materialen. Die Ausstellung PAPER FASHION im  Antwerpener Modemuseum untersucht die  Verwendung des Nischenmaterials im Kontext der jüngeren Modegeschichte und beginnt mit einer Reihe papierner Kleider aus den 1960er Jahren und zeigt zudem zahlreiche Entwürfe aus verwandten Materialien aktuellen Datums.

www.momu.be
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Mode Museum Hasselt
Mode Museum Hasselt

Mit der Geschichte des Damenschuhs ab 1900 beschäfigt sich das Modemuseum im belgischen Hasselt. Entwicklung, Trends und Images sind  in der Ausstellung “In her shoes”  an  beispielhaften Modelle von bekannten  Schuhdesignern wie Roger Vivier, Bally, Ferragamo, und natürlich Jimmy Choo und Manolo Blahnik erfahrbar. Aber auch die Puschen lokaler Schuhkünstler lohnen einer genaueren Betrachtung.

www.modemuseumhasselt.be

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Madeleine Vionnet at work
Madeleine Vionnet at work

vionnet-bannerEin Highlight unter den Ausstellungen dieses Sommers kommt direkt aus der Modehaupstadt Paris. Das Musée les Arts Dècoratifs widmet Modeschöpferin Madeleine Vionnet eine umfangreiche Solo-Ausstellung. Die Königin des Diagonalschnitts und der Drapierungen starb 1975 mit 99 Jahren  an Altersschwäche in ihrem Bauernhaus im französischen Cély-en-Biere und hinterließ ein beeindruckens Werk-Archiv von dem sich Top Designer wie Azzedine Alaia, Yohji Yamamoto oder John Galliano noch heute  zu  neuen Schnitttechniken inspirieren lassen.  An Stelle einer Skizze fertigte Vionnet ihre kunstvollen Falten-, Volant-, und Pliseekleider lieber  direkt am Objekt, einer hölzernen Miniaturbüste.

24. Juni 2009 - 31. Januar 2010

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Bill Gibb

Bill Gibb

Das Fashion Museum im englischen Bath, ca 30 Autominuten von Bristol entfernt,  beschäftigt sich mit dem Werk des Modemacher Bill Gibb? Wer zum Teufel ist Bill Gibb?

Trotz seines großen Einflusses auf die Entwicklung der Mode ist Gibbs Name heute weitgehend unbekannt. Dabei wurde er 1970 von der britischen Vogue zum Designer des Jahres gekührt und feierte im folgenden etwa ein Jahrzenht lang große Erfolge. Seine Debut- Kollektion von 1972 wurde von der Branche als Sensation der Saison betitelt. Sein Stil war ein wilder Muster und Materialmix, der im direkten Vergleich Cavallis Kollektion nahezu homogen erscheinen lässt. Einige sehen in Gibb  gar den Erfinder des Hippie Looks. In jedem Falle repäsentiert sein Stil das Jahrzent auf ultimative Art und Weise.  Harrods und Harvey Nichols verkauften seine Kleider und auch ein eigenes Ladenlokal in Londons nobler Bond Street ließ nicht lange auf sich warten. Zu seinen Kunden zählten Liz Taylor, Bianca Jagger und Topmodel Twiggy. Doch wie vielen Kreativen fehlte auch Gibb der Sinn für das Geschäftliche . Als sein Stil nicht mehr gefragt war ging sein Unternehmen schließlich pleite und Gibb geriet in Vergessenheit. Nach wie vor  inspirieren seine Entwürfe noch heute Designer wie John Galliano oder Gilles Deacon. Grund genug sich mit den Arbeiten des vergessen Helden der britischen Modeindustrie vertraut zu machen und seinen inneren Hippie zu entdecken.

bis 15.November 2009

www.fashionmuseum.co.uk

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Isabel Toledo Dress

Isabel Toledo Dress

NEW YORK: Isabel Toldeo gehört zu den Designern die es vorziehen sich  als Person gegenüber den Medien zurückzuhalten und stattdessen ihre Arbeit für sich sprechen zu lassen. Nicht ganz freiwillig wurde ihr am 20. Januar 2009  dennoch weltweite Aufmerksamkeit zuteil als Michelle Obama bei der Amteisnführung ihres Mannes Barack als 44. Präsident der Vereinigten Staaten ein limonenfarbens Shiftdress aus dem Atelier der kubanisch stämmigen Modemacherin trug.

2008 wurde Toledo mit dem FIT Couture Council Award für besondere Kunstefertigkeit ausgezeichnet, nun widmet ihr das Museum des Fashion Institute of Technology eine eigene Ausstellung. Es ist nicht etwa eine flamboyante Optik für die Toldeo bekannt ist, als vielmehr ihre besondere Technik Kleider zu fertigen. So sei laut den Kuratoren des Ausstellung keines ihrer Teile konventionell konstruiert. Wer also das in den Medien eher sparsam repräsentierte Werk Toledo kennenlernen möchte, der sollte sich die von der renommierten Modehistorikerin Dr. Valerie Steele kuratierte Ausstellung nicht entgehen lassen.

17. Juni - 26. September 2009

THE MUSEUM AT FIT 7th Ave & W 27th St, New York

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FASHION WEEK SEASON 2010

Posted: Juni 9th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , | No Comments »
HYPE FASHION WEEK SCHEDULE

HYPE FASHION WEEK SCHEDULE

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BERNHARD WILHELM SOLO EXHIBITION IN GRONINGEN

Posted: Juni 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION EXHIBITIONS, FASHION NEWS | Tags: , , , , , , , , | 1 Comment »
Bernhard Willhelm

Bernhard Willhelm

Eine Solo-Ausstellung widmet das Groninger Museum in den Niederlanden ab dem 13. Dezember 2009 den in Paris ansässigen deutschen Modedesigner Bernhard Wilhelm anlässlich dessen zehnjährigen Firmenjubiläums.

Bernhard Wilhelm wurde 1972 im schwäbischen Ulm geboren und studierte ab 1992 an der renommierten Königlichen Akademie für Schöne Künste in Antwerpen Modedesign. Es folgten Praktika bei Alexander McQueen, Vivienne Westwood, Walter van Beirendonck und Dirk Bikkembergs. Im Jahr 1999 gründete er zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Jutta Kraus sein eigenes  Unternhemen und machte  im März des gleichen  Jahres mit  seiner eklektischen Damenkollektion auf sich aufmerksam. Willhelms Markenzeichen sind Patchworkstoffe, fibrige Farben, auffällige Drucke und  oversized Silhouetten.

Insprationen  für seine Mode holt sich der 37-jährige, ebenso wie seine Models, direkt von der Straße.  Zwar sind seine Klamotten nicht jedermans Geschmack, diesen will der Designer aber auch gar nicht bedienen. Bernhard Willhelm hat sich seine geschäftliche Unabhängigkeit und somit auch seine Kreativität stets bewahrt.


Eine neues Buch und die Frage: WO IST MARTIN MARGIELA?

Posted: Juni 7th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , , , , | No Comments »
margiela-01

Photo: HYPE magazine

Über Mode Avantgardist Martin Margiela kursieren derzeit viele Gerüchte. Das jünsgte unter Ihnen lautet von der kompletten Abwesenheit des Designers im Pariser Hauptquartier des Unternehmes. Schon vor der Präsentation  der Maison Martin Margiela Kollektion  im März dieses Jahres verkündete das Haus, Martin Margiela selbst sei nicht länger mehr in der Position als Headdesigner tätig sondern habe stattdessen die Funktion eines zeitweisen Kreativberaters eingenommen.

Giovanni Pungetti, Geschäftsführer des Maisons,  äußerte sich hierzu   kryptisch mit den Worten:Ö “Da sind Leute, die sind seit 20 Jahren dabei, die sind mehr Margiela als er selbst.” Doch das Margiela ganz ans Aufhören denke dementierte er erntschieden: “Martin ist unsere Seele, unser Geist, er ist die Maison. Aber er vertraut seinem Team, er ist heute ein wenig weiter weg vom täglichen Geschäft.”

Nachdem nun  die Schauen für die Saison 2010 immer näher Rücken, verstärken sich die Gerüchte, das Martin Margiela die Firma, die seinen Namen trägt, bereits verlassen habe. Ein Mitglied des Margiela Design-Teams erzählte dem  amerikanischen Modeinformationsdienst JC Report, dass Monsieur seit letzter Saison (März 2009) nicht mehr im Atelier zugegen war. Eine Bloggerin behauptet ihn auf Ibiza gesichtet zu haben. Fraglich nur wie sie ihn erkannt haben will, wo doch seit Jahren nicht ein einziges Foto von ihm öffentlich kursiert.

Grund für Margielas schrittweisen Rückzug ist die unterschiedliche Auffasung bezüglich der Vertriebs- und Marketingstrategie seines Labels durch den Firmeneigner Diesel.  Der Denim Gigant hatte das  intelektuelle Modeatelier in der Rue Saint Maur im Juli 2002 komplett übernommen.  Es bleibt abzuwarten ob der 52-jährige Modevirtuose Martin Margiela jemals sein Schweigen brechen und die Öffentlichkeit  in Form eines exklusiven Interviews, mit einem ausgwählten Medium, über die Umstände seines Rückzuges informieren wird.

Bis dahin können alle Margiela Fans, in dem im Oktober erscheinenden Bildband “MAISON MARTIN MARGIELA” schwelgen und  anhand der teils bisher unveröffentlichteten Fotos  ihr Bild des belgischen Modemachers verfeinern. Das  Buch ist die erste eigenständige Publikation über das Werk Margielas überhaupt und dokumentiert auf 352 Seiten, Ausstellungen, Ladeneinrichtungen, spezielle Projekte sowie Editorials des Maisons und gewährt darüber hinaus auch einen Einblick in die heiligen  Atelierräume, des 1988 gegründeten  Labels.

Jean Paul Gaultier, dessen Assisentent Margiela von 1985 - 1987 gewesen ist, wie auch die französische Vogue Chefin Carine Roitfeld, verdichten mit ihren Essays über den progressiven Créateur das lückenhafte Bild von der Person hinter dem invisiblen und restriktiven Vermarktungskonzept.

Natürlich kommt dieser opulente Bildband nicht einfach so daher, sondern präsentiert sich in Margiela Manier entsprechend aufwendig mit Silberdruck auf verschieden Papiertexturen in einem bestickten Umschlag aus weisser Baumwolle. Mode ist konstant in Bewegung, der Wechsel ist programmatisch. Im Falle Margielas wünschte man sich jedoch, der Designer möge entgegen aller Gerüchte , der Modewelt erhalten bleiben. In diesem Sinne: Martin, wo immer Sie sind,  kommen Sie bald wieder!

MAISON MARTIN MARGIELA
by Maison Martin Margiela
Verlag: Rizzoli New York
Release: Oktober 2009
Preis: $ 100

www.maisonmartinmargiela.com