Posted: Oktober 22nd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Kollektion, Konzept, Made In, Mailand, Miuccia Prada, Prada | No Comments »

photo: PRADA
Die folgende Idee ist so schön, das es fast schon egal ist ob sich die Geschichte dahinter tatsächlich so ereignet hat oder frei erfunden ist um den neuesten Coup aus dem Hause Prada mit bedeutungsschwangerer Historie aufzuladen. Modevisionärin Miuccia Prada hat eine neue Modelinie unter dem Namen “Made In” ins Leben gerufen.
Dass Konzept, basiert auf, Achtung hier beginnt nun besagte Geschichte, den Bemühungen ihres Großvaters Mario Prada, die luxuriösesten Zutaten und Stoffe für die Erzeugnisse seines 1913 gegründeten Unternehmens Fratelli Prada aufzuspüren und aus diesem Grund, zu Beginn des 20.Jahrhunderts, die ganze Welt bereiste.
Der Legende zufolge kehrte der Firmengründer von seinen Ausflügen mal mit verschiedenen Lederarten aus Australien, mal mit Kristallen aus Böhmen und Stoffen aus Asien zurück zum Firmensitz in Mailand.
Ach, was waren das für Zeiten als es noch keine Einfuhrverbote für exotische Tierhäute und Kristalle gab. Auch wenn Glitzerndes Anfang der 1920er Jahre primär auf Abendtaschen und in Form von Schmuck und Accessoires für das Fräulein von Welt vorzufinden war, Dinge die Prada zu dieser Zeit noch gar nicht herstellte, ebenso wenig wie Bekleidung, die erst 1989 von Miuccia eingeführt wurde, lässt die Voraussicht ihres Großvaters auf die Trends der kommenden Dekaden fast schon hellseherische Fähigkeiten vermuten.
Zudem muss der Patriarch unendlich viel Zeit für seine Reisen gehabt haben, wenn man bedenkt das Charles Lindbergh mit seinem Nonstop-Alleinflug von New York nach Paris im Jahre 1927 erstmals den Atlantik überquerte, der Luftverkehr somit im Gründungsjahr des Unternehmens quasi noch in den Kinderschuhen steckte und erst in den 50er Jahren gesellschaftsfähig wurde, dem Jahrzehnt in dem Mario Prada starb.
Ob nun Wahrheit oder Dichtung, das neue Kollektionskonzept von Miuccia Prada, einzelne Kleidungsstücke aus Materialien und mittels Handwerkstechniken deren Ursprünge einem bestimmten Land zugordnet sind, in eben jenen fertigen zu lassen ist eine kluge und gleichsam charmante Idee.
Alpaka-Wolle aus Peru, Stickereien aus Indien, Denimgewebe aus Japan und Tartans aus Schottland; das Bekenntnis zu den geographischen Wurzeln eines Rohstoffs oder einer traditionellen Verarbeitungsweise dürfte angesichts des kollektiven Bedürfnis der Konsumgesellschaft nach Mehrwert und Nachhaltigkeit großen Anklang finden. Complimento!
prada.com
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Posted: September 29th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Alcatel, Betsey Johnson, cell phone, Diane von Furstenberg, Dolce&Gabbana, Giorgio Armani, Handy, iPhone, Jalou, Limited editions, Motorola, Nokia, Prada, Samsung, smart-phone, Sony, Technik, Verscae | No Comments »
Auch wenn sich Miuccia Prada und Giorgio Armani im realen Leben vermutlich nicht allzuviel zu sagen haben, so eint Beide immerhin die Tatsache bereits das Kleid für ein Mobiltelefon entworfen zu haben. Prada, Armani, Versace, Anna Sui, Unrath&Strano, Escada, Dolce&Gabbana- ringring…rrring, zogen nach. Do you talk fashion? So sinnentleert wie diese Frage, so überflüssig sind für den Verbraucher die von Top-Modedesignern gestalteten Mobiltelefone, die dennoch für trendbewusste Talker zum begehrten Must-have geworden sind.

Überflüssig? Einerseits! Andererseits sind Fashion Handys ästhetisch durchaus ansprechend (Prada LG, Armani Samsung) oder zumindest originell (Anna Sui Samsung) und aus marketingtechnischer Sicht ein wirklich spannendes Thema. Denn in der Masse immer wieder neu erscheinender Modelle in immer kürzer werdenden Zeitabständen ist eine „stylishe“ Hülle ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal um aus selbiger herauszustechen und somit ein wesentliches Kriterium für den lukrativen Absatz eines bestimmten Modells. Und wem bitteschön wäre mehr Kompetenz bei dem geschmackvollen Oberflächentuning zuzutrauen als europäischen Nobelschneidern. Das innovative Design des vor 5 Jahren auf den Markt geworfenen Handys “Razor” von Motorola bescherte dem amerikanischen Unternehmen Rekordumsätze und dem Razor einen sicheren Platz im renommierten Museum of Modern Art in New York.
Das Handy ist für zahlreiche, überwiegend junge, Menschen unlängst zum Statussymbol avanciert.
Giorgio Armani sprach in einem Interview bei der Wahl des Handys gar von einem Stilbekenntnis. Das Handy als Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.
Das stete Bedürfnis des Menschen sich auf der Sozialskala nach oben zu orientieren und dies mit den entsprechenden Insignien, wie zum Beispiel Kleidung oder dem Auto zu demonstrieren sorgt dafür, dass Kooperationen zwischen Modehäusern und Mobilfunkherstellern auch weiterhin von kommerziellen Erfolg gekrönt sein werden. Es ist eine win-win-situation für beide Seiten. Die Modefirmen erhalten die Möglichkeit ihre Produktpalette zu erweitern; die Hersteller mobiler Sprechapparate profitieren vom glamourösen Namen exklusiver Modemarken und werten durch die Zusammenarbeit ihr nüchternes Image auf. Upgrade nennt man das. Ähnlich wie das Geschäft mit Parfums funktioniert auch das Geschäft mit den Mobiltelefonen. Parfum und Handy sind um ein Vielfaches günstiger als ein Kleid vom Edeldesigner und bieten somit der Masse die Möglichkeit ein Stück Luxus ihre Eigen zu nennen.
Der große Vorteil der Handys gegenüber der Parfumpulle liegt jedoch in der öffentlichen Präsenz. Während das Handy zu einem unverzichtbaren Begleiter durch den Alltag geworden ist, verstaubt der Flakon, ohne Publikum, im heimischen Badezimmer. Somit ist das Handy eine Art mobiler Werbeträger mit einem enormen Verbreitungsradius.
Der Einzug des Fashion Handys in deutsche Sakko- und Handtaschen hat bereits vor vier Jahren begonnen. Aufgrund des menschlichen Geltungsdranges spricht vieles dafür, dass auch weitere Modeunternehmen in Zukunft in das Geschäft mit den “cell phones“ einsteigen werden. Doch wo bleiben eigentlich die getunten Touchscreen-Modelle? Die Lancierung neuer smart-phones im Designerleibchen geht aktuell nur schleppend voran.
Mag sein, dass das Handy nur ein Gebrauchsgegenstand ist und eine durchdesignte Hülle zum eigentliche Zweck des Telefonierens so überflüssig ist wie ein Sonnenstudio in Simbawe, aus wirtschaftlicher Sicht machen sie jedoch Sinn, und das allein rechtfertigt ihre Existenz. Zudem verhält es sich stilistisch gesehen mit Handys wie mit der Bekleidung. Mit Prada ist man immer auf der sicheren Seite. “So let´s start talking fashion, baby.“

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Posted: August 28th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Gericht, Klage, Mailand, Prada, Rina Bovrisse, Tokio | No Comments »

photo: HYPE MAGAZINE
Zu hässlich für den gehobenen Einzelhandel? Nachdem Rina Bovrisse, 36, ihren Job als Senior Retail Managerin im Oktober 2009, aufgrund ihrer Beschwerde wegen angeblicher Schikanen und Diskriminierung durch ihren Vorgesetzten, verloren hatte und das Unternehmen Prada anschließend auf $ 685.000 Schmerzensgeld verklagte, schlägt das Kultlabel mit Sitz in Mailand nun mit einer Gegenklage zurück und bezichtigt seine Ex-Angestellte der Rufschädigung.
Hierbei verlangt Prada 390.000 US-Dollar Entschädigung für den durch Bovrisses’ Anschuldigungen entstandenen Imageschaden. Doch der Reihe nach: Laut Bovrisse habe ihr damaliger Vorgesetzter, Davide Sesia, seines Zeichens ehemaliger CEO bei Prada Japan, sie im Frühjahr 2009 angewiesen, 15 Store-Manager und Verkäufer der rund 40 in Japan vertretenen Prada-Boutiquen zu entlassen, die von Sesia als zu alt, fett und hässlich, mit schlechter Figur und schlechten Zähnen behaftet, kritisiert wurden und demzufolge nach nicht dem Prada-Look entsprechen. Bovrisse äußerte ihren Unmut bezüglich dieser obskuren Selektion und stand kurz daraufhin selbst unter Beschuss.
So soll der Personalchef von Pradas japanischer Firmenzentrale, Hiroyuki Takahashi, Bovrisse in einen Konferenzraum bestellt und ihr eine Verwarnung erteilt haben, da auch sie nicht dem typischen Prada Look entspräche. Schließlich riet Takahashi ihr, auch im Namen des CEOs, ihre Frisur zu ändern und ein wenig abzuspecken, denn dieser würde sich unlängst für die Hässlichkeit seiner Mitarbeiterin schämen.
Via e-mail beschwerte sich Rina Bovrisse über die Missstände beim einem Manager am Firmenhauptsitz in Mailand, was wenig später mit der Begründung, Bovrisse habe “Mobbing Angelegenheiten an Mailand gemeldet und damit für negative Stimmung im (japanischen) Unternehmen gesorgt”, zu ihrer Kündigung führte.
In einer vor wenigen Tagen verfassten e-mail an die japanische Presse schrieb Bovrisse, dass Pradas Gegenklage gegen die Menschenrechte verstoße, indem der Konzern, durch juristische Einschüchterung versuche, die Opfer seiner Personalpolitik davon abzuhalten die Wahrheit über die Hintergründe einer Anstellung bei Prada publik zu machen.

- Tatort: Der Prada Store in Tokio, photo: by damon.garrett via FLICKR.com
So soll den Verkäufern in den japanischen Filialen auch zum Kauf von Prada-Artikel “geraten” worden sein um die monatlichen Mindestumsätze zu erfüllen. Wer sich hier verweigere, der müsse mit Entlassung rechnen.
Prada Japan lässt sich in diesem Fall gleich von vier Anwälten vertreten. Die Malaise erinnert an die Geschichte von David gegen Goliath. Doch Bovrisse, die seit nunmehr 18 Jahren in der Modebranche arbeitet, lässt sich bezüglich ihrer Werte nicht beirren. Sie kämpft für ihr Recht und nutzt die Angelegenheit um allgemein auf das Thema Frauen-Mobbing am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen.
Das insbesondere Luxusunternehmen bei der Besetzung ihres Verkaufspersonals großen Wert auf ein attraktives bis gar überdurchschnittlich gutes Äußeres legen ist kein Geheimnis und scheint zunächst auch legitim, schließlich ist der Verkäufer als Ansprechpartner für den Endverbraucher eben auch immer Repräsentant einer bestimmten Markenphilosophie. Dennoch hat die Fixierung auf rein optische Qualitäten einen leicht sauren Nachgeschmack, denn sollte nicht gerade im Luxussegment auch fachliche Kompetenz bei der Besetzung von Positionen im Einzelhandel ein Rolle spielen, wenn nicht sogar den maßgeblichen Grund für eine Einstellung überhaupt bilden?
Die hübschesten Verkaufshuschen nutzen wenig, wenn diese sich vor lauter Schönheit zu schade sind, den Kunden zu bedienen, und das Ladenlokal quasi als Laufsteg in eigner Sache missbrauchen (alles schon erlebt). Im Falle von Bovrisse bleibt ohnehin die Frage, warum man die Dame überhaupt eingestellt wurde, wenn sie doch letztlich gar nicht dem Corporate Design der Firma entspricht? Könnte es sein, dass Prada Japan hier nur einen Vorwand suchte um eine unbequeme Mitarbeiterin mit eigenen Ansichten loszuwerden?
Der Fashion-Krimi zwischen Mailand und Tokio ist noch lange nicht zu Ende und im Detail weitaus komplexer als er hier dargestellt werden kann. Ich empfehle daher allen Interessierten, das ausführliche und beeindruckend erhellende Interview mit Rina Bovrisse auf fashadixx.com zu lesen. (SB)
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Posted: November 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Miuccia Prada, Prada, Prada The Book, Schlagwort hinzufügen | No Comments »
Das seit 1913 existierende Modehaus Prada ist ja beinahe schon zum Synonym für Mode geworden. Wo immer Profis oder Laien über Mode fachsimpeln, fällt der Name Prada.
Das Label mit Sitz in Mailand war als traditionelle Lederwarenmarke fast in Vergesssenheit geraten, als Miuccia Prada 1995 mit ihrem “Bad Taste Look”, Küchentuchmuster in senfgelb, braun, erbsengrün und orange, den damaligen Nerv der Zeit traf, und dadurch das Unternehmen wieder in das Bewusstein der Verbraucher rückte. Auf einmal war Prada wieder en vogue! Ein Rückblick auf die Highlights der Firmengeschichte bietet jetzt der großformatige Wälzer des Modehauses auf 706 Seiten. Das XL-Werk kommt im eleganten Schuber mit Prägung des Prada Logos daher und kostet € 100,00. Erhältlich in Prada Stores, ausgewählten Buchhandlungen und auf Prada.com.

PRADA - Das Buch
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Posted: Oktober 11th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Miuccia Prada, Prada | No Comments »

Prada
Textile Urlaubssouvenirs sind so eine Sache. Sombrero, Makramee-Tasche oder safranfarbige Saris verschwinden, zurück in Deutschland, in der Regel unmittelbar in den Tiefen des Kleiderschranks und werden Jahre später eigentlich nur noch einmal zur Entsorgung hervorgeholt. In Zeiten, in denen Flugreisen noch ein Privileg darstellten, zählten vor allem T-Shirts der Hard Rock Café Restaurantkette zu den begehrtesten Mitbringsel juveniler Globetrotter.
Das Besondere an diesenT-Shirts war dabei nicht etwa das immer gleiche Firmenlogo des Fast Food Imperiums, sondern der darunter aufgedruckte Stadtname, der den Daheimgebliebenen signalisierte welche Metropole sein Träger gerade besucht hatte. Die labberigen Überzieher mit der Aufschrift Hard Rock Café New York oder San Francisco sorgten dabei für auffällig neiderfüllte Gesichter auf dem Pausenhof. Es gab auch ein Hard Rock Café in Frankfurt, doch dessen Merchandising Produkte wollte einfach Niemand haben. Eine Adaption deluxe dieser Idee bietet nun Mode-Innovatorin Miuccia Prada. Ihre neuen Souvenir-T-Shirts zeigen die Grundrisse und Fassaden, der von renommierten Architekten wie Rem Koolhass gestalteten Flagshipstores, in Form technischer Zeichnungen. Die T-Shirts gibt es ausschließlich vor Ort, in den dem Druck entsprechenden Städten. Heißt, die rote Version mit der Darstellung des New Yorker Shops ist auch nur in der New Yorker Dependance erhältlich. Endlich ein Souvenir, dass man auch ganz ohne Schamgefühl Zuhause tragen kann.

Prada
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Posted: August 10th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Fast Retailing, Hamburg, Jil Sander, Prada, Tokyo, Uniqlo | No Comments »

Jil Sander for Uniqlo / photo: Uniqlo
+J wird sie heißen und ca. 100 Teile für Damen und etwa 40 Teile für Herren umfassen, informiert eine Pressesprecherin von Uniqlo (Unique Clothing) über die von der Modewelt mit Spannung erwarteten, von Jil Sander entworfenen, Kollektion für den japanischen Bekleidungsfilialisten.
Nach einer fünfjährigen Kreativpause meldet sich Deutschlands prominenteste und renommierteste Designerin mit einer, in Anbetracht ihres Exklusivitätsanspruchs, ungewöhnlichen Kooperation zurück. Wer hätte gedacht, das ausgerechnet sie, die nach dem Verkauf ihres Unternehmens an Prada, mit dessen Chef Patrizio Bertelli um die Aufrechterhaltung bester Stoffqualitäten und rahmengenähter Schuhe stritt, mal für einen Textilfabrikanten arbeiten würde, dessen Erzeugnisse sich in etwa auf dem Level von H&M befinden.
Während das Image der “Fast Retailing Co. Ltd”, zu der neben den Labels Comptoir des Cottoniers und Princesse Tam Tam, auch die Firma Uniqlo gehört, eine Aufwertung durch die Zusammenarbeit mit der kompromisslosen Hanseatin erfährt, dürfte Frau Sander sich über ein großzügiges Beraterhonorar freuen. Als Design Consultant hat sie neben ihrer +J Linie auch ein Auge über das komplette Uniqlo Damen- und Herrensortiment einschließlich der Accessoires. Um dieser Aufgabe Herr zu werden brachte sie eigene Leute, Vertraute, wie sie in einem Interview mit WWD sagt, in das 80-köpfige Design Team nach Tokyo mit, die sie in puncto Kollektionsgestaltung und Stoffentwicklung unterstützen.
Die Japaner üben sich bezüglich der vermutlich im Herbst erscheinenden Kollektion bis dato in Geheimniskrämerei. Nur wenige Informationen und zwei “dünne” Pressefotos wurden bisher veröffentlicht. Man versucht sich vor Nachahmungen zu schützen. Als Nebeneffekt schürt die Zurückhaltung bereits im Vorfeld der Markteinführung und ganz nebenbei einen willkommenen Hype. Design -Innovationen sind unwahrscheinlich, mit einem Jahresumsatz von 4,6 Milliarden Euro ist der Textilgigant den Massen verpflichtet.
Fest steht: auch bei +J stehen Stoffe, Passform, Verarbeitung und Proportionen, wie schon zu Jil Sanders besten Zeiten mit eigenem Label, im Vordergrund.
Die +J Kollektion wird in ausgewählten Uniqlo flagship Stores wie auch weltweit über den Online Store der Marke erhältlich sein.
Es bleibt spannend!
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Posted: August 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Chanel, Düsseldorf, Eickhoff, Königsallee, Prada | No Comments »

Boulevard der Massen
Touristen in Shorts und labberigen Shirts haben es sich auf den Rattanstühlen in den Cafés gegenüber vom Sevens und den Schadow Arkaden bequem gemacht. “Leute gucken” ist ein beliebter Sport unter den Besuchern der Düsseldorfer Königsallee. Da sein, wo die Reichen und Schönen sind. Die Ohoven, die Pooth, die Kamps!
Doch die Kö wird an diesem Feitag nachmittag nur gering frequentiert. Ob die Hitze die Leute von der Innenstadt fernhält oder die Wirtschaftskrise lässt sich schwer sagen. Die Läden sind wie leergefegt! Der Pelzmantel im Schaufenster von Eickoff findet bei 30 Grad Schattentemperatur von den Passanten keine Beachtung. Gähnende Leere bei Chanel, Escada und Bulgari; lediglich das Verkaufspersonal von Louis Vuitton ist dank loyaler Japaner ausgelastet und packt fleißig die Monogram Taschen des Hauses in die edlen braunen Tragetaschen. Society-Ladies mit toupierter Löwenmähne, im Kostüm und mit dicken Klunkern von Georg Hornemann zwischen den Brüsten sucht man heutzutage auf der Kö vergebens. Insofern dieses Klischee überhaupt jemals wirklich auf dem Prachtboulevard existiert hat, scheint dieser Typ Kundin nahezu ausgestorben.
Der Glamour auf Nordrhein-Westfalen´s einstiger Vorzeigemeile nimmt nach Hausnummer 34 (Prada) aufwärts zusehends ab! Auf dem südlichen Teil der Königsalle blitzen die großen Namen der Modewelt nur noch vereinzelt zwischen den sich immer stärker ausbreiteten Vertikalen auf, die von der Prestigadresse Königsallee profitieren wollen und es sich leisten können, große Ladenflächen auf der Kö zu mieten. Viele Düsseldorfer sehen die Eroberung der Kö durch die großen Textilketten mit Argwohn und Sorge. Sie wissen, das der Ruf ihrer Vorzeigestraße unter dem wenig exklusiven Angebot von Esprit & Co. leidet. Direkt neben dem bereits seit Jahren bestehenden Steak-Haus Maredo eröffnete jüngst American Apparel seine Pforten. Im Angebot einfache T-Shirts, Socken und Unterhosen! Auch Benetton, Cos, H&M, Hallhuber,Zara, Stefanel, Geox und “Dieter Bohlen Ausstatter” S.Oliver sind mittlerweile mit einer Filiale an der Königsallee präsent. Ob das die Nachbarschaft ist, die sich Giorgio Armani für seinen minimalistischen Ladenbau gewünscht hat?

- Kö 2009
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Posted: Juli 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Chanel, Hermès, Prada, Tiffany&Co., Tom Sachs | No Comments »

"french fries de-luxe"
Dieses Bild unbekannten Absenders tauchte bereits in mehrerern Blogs im Internet auf und entfachte aufgrund des angefügten Kommentars von Karl Lagerfeld “Mode ist die gesündeste Motivation um abzunehmen!” einen Sturm der Entrüstung. Gleich vorweg: Die Firma Chanel hat mit der schicken Verpackung nichts zu tun! Das Lagerfeld Zitat wurde vermutlich dem Zusammenhang eines anderen Interviews entnommen.
Ganz neu ist die Idee der kontextübergreifenden Übertragung eines prominenten Corporate Designs allerdings nicht. Der New Yorker Konzept Künstler Tom Sachs schuf bereits in den 1990er Jahren eine Serie von verfremdeten Mc Donalds Menüs aus Tüten und Verpackungsmaterialen bekannter Modehäuser. Neben Hermès, Tiffany&Co, Prada gab es auch eine Auflage mit dem Branding von Chanel.

- 4x Luxe Lunch by Tom Sachs
In seinen Arbeiten untersucht Sachs wie sich manipulatives Marketing auf unseren Alltag auswirkt und beschäftigt sich ganz allgemein mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Luxusgütern.
Im Gewand französicher Modehersteller ergibt die Bezeichnung “french fries” nun endlich einen sichtbaren Sinn!
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Posted: Juli 12th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Kristen McMenamy, Prada, Steven Meisel, Supermodel, Vogue | No Comments »

Photocredit: Steven Meisel for Vogue Italia
Supermodels, diese Überfrauen, die in 1990er Jahren so bekannt waren, dass allein die Nennung ihres Vornamens ausreichte um zu wissen wer gemeint war, erleben nach einer Zeit der Abstinenz, seit etwa einem Jahr ihr Comeback.
Nachdem die Models zu Stars wurden und anfingen den Kleidern auf dem Laufsteg, die sie eigentlich nur präsentieren sollten, die Show zu stehlen, setzten Designer kurz vor der Jahrtausendwende plötzlich primär auf namenlose Ostblock-Mädchen. Doch in Zeiten der Krise sehnt man sich offenbar wieder nach festen Werten und somit auch Persönlichkeiten. Claudia, Cindy, Naomi, Kate, Linda, Christy und Tatjana, sie alle verfügen über einen aktuellen Werbevertrag, sind in ein Projekt eingebunden oder beehren internationale Laufstege mit einem Auftritt als Stargast. Ein besonders hypiges Revival erfäht gerade Kirsten McMenamy, die androgyne Schöne, deren Faszination für die Designer immer in ihrer grenzenlosen Wandelbarkeit bestand, ziert das aktuelle Juli Cover der renommierten italienischen Vogue und ist in selbiger Ausgabe auf 30(!) Seiten von Starfotograf Steven Meisel aufwendig in Szene gesetzt worden. Die 42-jährige Amerikanerin und Mutter zweier Kinder beweist, dass wahre Schönheit zeitlos ist, wenn sie auf Persönlichkeit basiert. Vogue, Kristen, Steven und die thigh-high Boots von Prada, fashion at it´s best! HYPE sagt: Welcome back Kristen!
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