Posted: November 6th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Miuccia Prada, Prada, Prada The Book, Schlagwort hinzufügen | No Comments »
Das seit 1913 existierende Modehaus Prada ist ja beinahe schon zum Synonym für Mode geworden. Wo immer Profis oder Laien über Mode fachsimpeln, fällt der Name Prada.
Das Label mit Sitz in Mailand war als traditionelle Lederwarenmarke fast in Vergesssenheit geraten, als Miuccia Prada 1995 mit ihrem “Bad Taste Look”, Küchentuchmuster in senfgelb, braun, erbsengrün und orange, den damaligen Nerv der Zeit traf, und dadurch das Unternehmen wieder in das Bewusstein der Verbraucher rückte. Auf einmal war Prada wieder en vogue! Ein Rückblick auf die Highlights der Firmengeschichte bietet jetzt der großformatige Wälzer des Modehauses auf 706 Seiten. Das XL-Werk kommt im eleganten Schuber mit Prägung des Prada Logos daher und kostet € 100,00. Erhältlich in Prada Stores, ausgewählten Buchhandlungen und auf Prada.com.

PRADA - Das Buch
Posted: Oktober 11th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Miuccia Prada, Prada | No Comments »

Prada
Textile Urlaubssouvenirs sind so eine Sache. Sombrero, Makramee-Tasche oder safranfarbige Saris verschwinden, zurück in Deutschland, in der Regel unmittelbar in den Tiefen des Kleiderschranks und werden Jahre später eigentlich nur noch einmal zur Entsorgung hervorgeholt. In Zeiten, in denen Flugreisen noch ein Privileg darstellten, zählten vor allem T-Shirts der Hard Rock Café Restaurantkette zu den begehrtesten Mitbringsel juveniler Globetrotter.
Das Besondere an diesenT-Shirts war dabei nicht etwa das immer gleiche Firmenlogo des Fast Food Imperiums, sondern der darunter aufgedruckte Stadtname, der den Daheimgebliebenen signalisierte welche Metropole sein Träger gerade besucht hatte. Die labberigen Überzieher mit der Aufschrift Hard Rock Café New York oder San Francisco sorgten dabei für auffällig neiderfüllte Gesichter auf dem Pausenhof. Es gab auch ein Hard Rock Café in Frankfurt, doch dessen Merchandising Produkte wollte einfach Niemand haben. Eine Adaption deluxe dieser Idee bietet nun Mode-Innovatorin Miuccia Prada. Ihre neuen Souvenir-T-Shirts zeigen die Grundrisse und Fassaden, der von renommierten Architekten wie Rem Koolhass gestalteten Flagshipstores, in Form technischer Zeichnungen. Die T-Shirts gibt es ausschließlich vor Ort, in den dem Druck entsprechenden Städten. Heißt, die rote Version mit der Darstellung des New Yorker Shops ist auch nur in der New Yorker Dependance erhältlich. Endlich ein Souvenir, dass man auch ganz ohne Schamgefühl Zuhause tragen kann.

Prada
Posted: August 10th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Fast Retailing, Hamburg, Jil Sander, Prada, Tokyo, Uniqlo | No Comments »

Jil Sander for Uniqlo / photo: Uniqlo
+J wird sie heißen und ca. 100 Teile für Damen und etwa 40 Teile für Herren umfassen, informiert eine Pressesprecherin von Uniqlo (Unique Clothing) über die von der Modewelt mit Spannung erwarteten, von Jil Sander entworfenen, Kollektion für den japanischen Bekleidungsfilialisten.
Nach einer fünfjährigen Kreativpause meldet sich Deutschlands prominenteste und renommierteste Designerin mit einer, in Anbetracht ihres Exklusivitätsanspruchs, ungewöhnlichen Kooperation zurück. Wer hätte gedacht, das ausgerechnet sie, die nach dem Verkauf ihres Unternehmens an Prada, mit dessen Chef Patrizio Bertelli um die Aufrechterhaltung bester Stoffqualitäten und rahmengenähter Schuhe stritt, mal für einen Textilfabrikanten arbeiten würde, dessen Erzeugnisse sich in etwa auf dem Level von H&M befinden.
Während das Image der “Fast Retailing Co. Ltd”, zu der neben den Labels Comptoir des Cottoniers und Princesse Tam Tam, auch die Firma Uniqlo gehört, eine Aufwertung durch die Zusammenarbeit mit der kompromisslosen Hanseatin erfährt, dürfte Frau Sander sich über ein großzügiges Beraterhonorar freuen. Als Design Consultant hat sie neben ihrer +J Linie auch ein Auge über das komplette Uniqlo Damen- und Herrensortiment einschließlich der Accessoires. Um dieser Aufgabe Herr zu werden brachte sie eigene Leute, Vertraute, wie sie in einem Interview mit WWD sagt, in das 80-köpfige Design Team nach Tokyo mit, die sie in puncto Kollektionsgestaltung und Stoffentwicklung unterstützen.
Die Japaner üben sich bezüglich der vermutlich im Herbst erscheinenden Kollektion bis dato in Geheimniskrämerei. Nur wenige Informationen und zwei “dünne” Pressefotos wurden bisher veröffentlicht. Man versucht sich vor Nachahmungen zu schützen. Als Nebeneffekt schürt die Zurückhaltung bereits im Vorfeld der Markteinführung und ganz nebenbei einen willkommenen Hype. Design -Innovationen sind unwahrscheinlich, mit einem Jahresumsatz von 4,6 Milliarden Euro ist der Textilgigant den Massen verpflichtet.
Fest steht: auch bei +J stehen Stoffe, Passform, Verarbeitung und Proportionen, wie schon zu Jil Sanders besten Zeiten mit eigenem Label, im Vordergrund.
Die +J Kollektion wird in ausgewählten Uniqlo flagship Stores wie auch weltweit über den Online Store der Marke erhältlich sein.
Es bleibt spannend!
Posted: August 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS, FASHION SHOPPING | Tags: Chanel, Düsseldorf, Eickhoff, Königsallee, Prada | No Comments »

Boulevard der Massen
Touristen in Shorts und labberigen Shirts haben es sich auf den Rattanstühlen in den Cafés gegenüber vom Sevens und den Schadow Arkaden bequem gemacht. “Leute gucken” ist ein beliebter Sport unter den Besuchern der Düsseldorfer Königsallee. Da sein, wo die Reichen und Schönen sind. Die Ohoven, die Pooth, die Kamps!
Doch die Kö wird an diesem Feitag nachmittag nur gering frequentiert. Ob die Hitze die Leute von der Innenstadt fernhält oder die Wirtschaftskrise lässt sich schwer sagen. Die Läden sind wie leergefegt! Der Pelzmantel im Schaufenster von Eickoff findet bei 30 Grad Schattentemperatur von den Passanten keine Beachtung. Gähnende Leere bei Chanel, Escada und Bulgari; lediglich das Verkaufspersonal von Louis Vuitton ist dank loyaler Japaner ausgelastet und packt fleißig die Monogram Taschen des Hauses in die edlen braunen Tragetaschen. Society-Ladies mit toupierter Löwenmähne, im Kostüm und mit dicken Klunkern von Georg Hornemann zwischen den Brüsten sucht man heutzutage auf der Kö vergebens. Insofern dieses Klischee überhaupt jemals wirklich auf dem Prachtboulevard existiert hat, scheint dieser Typ Kundin nahezu ausgestorben.
Der Glamour auf Nordrhein-Westfalen´s einstiger Vorzeigemeile nimmt nach Hausnummer 34 (Prada) aufwärts zusehends ab! Auf dem südlichen Teil der Königsalle blitzen die großen Namen der Modewelt nur noch vereinzelt zwischen den sich immer stärker ausbreiteten Vertikalen auf, die von der Prestigadresse Königsallee profitieren wollen und es sich leisten können, große Ladenflächen auf der Kö zu mieten. Viele Düsseldorfer sehen die Eroberung der Kö durch die großen Textilketten mit Argwohn und Sorge. Sie wissen, das der Ruf ihrer Vorzeigestraße unter dem wenig exklusiven Angebot von Esprit & Co. leidet. Direkt neben dem bereits seit Jahren bestehenden Steak-Haus Maredo eröffnete jüngst American Apparel seine Pforten. Im Angebot einfache T-Shirts, Socken und Unterhosen! Auch Benetton, Cos, H&M, Hallhuber,Zara, Stefanel, Geox und “Dieter Bohlen Ausstatter” S.Oliver sind mittlerweile mit einer Filiale an der Königsallee präsent. Ob das die Nachbarschaft ist, die sich Giorgio Armani für seinen minimalistischen Ladenbau gewünscht hat?

- Kö 2009
Posted: Juli 27th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Chanel, Hermès, Prada, Tiffany&Co., Tom Sachs | No Comments »

"french fries de-luxe"
Dieses Bild unbekannten Absenders tauchte bereits in mehrerern Blogs im Internet auf und entfachte aufgrund des angefügten Kommentars von Karl Lagerfeld “Mode ist die gesündeste Motivation um abzunehmen!” einen Sturm der Entrüstung. Gleich vorweg: Die Firma Chanel hat mit der schicken Verpackung nichts zu tun! Das Lagerfeld Zitat wurde vermutlich dem Zusammenhang eines anderen Interviews entnommen.
Ganz neu ist die Idee der kontextübergreifenden Übertragung eines prominenten Corporate Designs allerdings nicht. Der New Yorker Konzept Künstler Tom Sachs schuf bereits in den 1990er Jahren eine Serie von verfremdeten Mc Donalds Menüs aus Tüten und Verpackungsmaterialen bekannter Modehäuser. Neben Hermès, Tiffany&Co, Prada gab es auch eine Auflage mit dem Branding von Chanel.

- 4x Luxe Lunch by Tom Sachs
In seinen Arbeiten untersucht Sachs wie sich manipulatives Marketing auf unseren Alltag auswirkt und beschäftigt sich ganz allgemein mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Luxusgütern.
Im Gewand französicher Modehersteller ergibt die Bezeichnung “french fries” nun endlich einen sichtbaren Sinn!
Posted: Juli 12th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Kristen McMenamy, Prada, Steven Meisel, Supermodel, Vogue | No Comments »

Photocredit: Steven Meisel for Vogue Italia
Supermodels, diese Überfrauen, die in 1990er Jahren so bekannt waren, dass allein die Nennung ihres Vornamens ausreichte um zu wissen wer gemeint war, erleben nach einer Zeit der Abstinenz, seit etwa einem Jahr ihr Comeback.
Nachdem die Models zu Stars wurden und anfingen den Kleidern auf dem Laufsteg, die sie eigentlich nur präsentieren sollten, die Show zu stehlen, setzten Designer kurz vor der Jahrtausendwende plötzlich primär auf namenlose Ostblock-Mädchen. Doch in Zeiten der Krise sehnt man sich offenbar wieder nach festen Werten und somit auch Persönlichkeiten. Claudia, Cindy, Naomi, Kate, Linda, Christy und Tatjana, sie alle verfügen über einen aktuellen Werbevertrag, sind in ein Projekt eingebunden oder beehren internationale Laufstege mit einem Auftritt als Stargast. Ein besonders hypiges Revival erfäht gerade Kirsten McMenamy, die androgyne Schöne, deren Faszination für die Designer immer in ihrer grenzenlosen Wandelbarkeit bestand, ziert das aktuelle Juli Cover der renommierten italienischen Vogue und ist in selbiger Ausgabe auf 30(!) Seiten von Starfotograf Steven Meisel aufwendig in Szene gesetzt worden. Die 42-jährige Amerikanerin und Mutter zweier Kinder beweist, dass wahre Schönheit zeitlos ist, wenn sie auf Persönlichkeit basiert. Vogue, Kristen, Steven und die thigh-high Boots von Prada, fashion at it´s best! HYPE sagt: Welcome back Kristen!