RICH GIRLS ONLY: ***************PRAKTIKUM BEI VERSACE

Posted: Januar 9th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: , , , | 1 Comment »

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Studienabsolventen, die sich auf der Suche nach einer Festanstellung von Praktikum zu Praktikum hangeln und Studenten im Praxissemester kennen die Situation: zahlreiche Unternehmen verlangen viel und bieten wenig.

Gerade in der Medien- und Modebranche wo die Zahl der verfügbaren Praktikantenplätze klein, die Nachfrage nach Selbigen aber groß ist, tendiert die Bezahlung nicht selten gegen Null. “Bald müssen wir auch noch Geld mitbringen um hier arbeiten zu dürfen”. Dieser unter ernüchterten Praktikanten stark zirkulierende Spruch wird nun anhand eines prominenten Namens Realität.

Das Modehaus Versace versteigert gegenwärtig über das Online-Auktionshaus Charitybuzz.com ein Praktikum in seiner New Yorker Firmenzentrale. Der Gebotsbetrag steht aktuell bei 3250 Dollar, weitere Gebote können in 250 Dollar Schritten abgegeben werden. Tja, liebe Modestudenten, endlich habt ihr die Gelegenheit zu beweisen was euch ein Praktikum in einem der prestigeträchtigsten Modehäuser der Welt tatsächlich wert ist.

Geht es dem Haus Versace wirklich so schlecht, dass es auf das Taschengeld pubertierender Millionenerbinnen angewiesen ist? Offiziellen Angaben zufolge kommt der Erlös einem wohltätigen Zweck zugute, genauer gesagt einer Organistion zur Bekämpfung von Brustkrebs mit Sitz in Südflorida.

Das hippe Nachwuchsdesigner mit einem Atelier im Hinterhof eines Szenebezirks generell kein großes Budget für Personal und Hilfskräfte zur Verfügung haben ist bekannt und aufgrund der Umstände unter denen sie ihre Kollektionen erstellen, nachvollziehbar. Das sich Multimillionendollar Unternehmen mit eigenem Firmenjet, die Vergabe ihrer Praktika, (guter Zweck hin, Charity her) von finanziell sorgenfreien Gören teuer bezahlen lassen, ist..-ehrlich gesagt finde ich keinen passenden Begriff dafür-…dekadent, inakzeptabel oder schlicht und einfach ausgedrückt: scheiße! Gewiss ist eine Referenz, die den Namen Versace und den Absender New York trägt, eine glanzvolle Angelegenheit. Ein Dokument, das den eigenen Lebenslauf aus der Masse herausstechen lässt! Doch was sagt eine letztlich “gekaufte” Beurteilung tatsächlich über die Qualitäten des Praktikanten aus?

Selektion via Bankkonto versus Begabung? Hoffen wir, dass Versace mit dieser Aktion ausnahmsweise mal keinen neuen Trend initiiert. Wer dennoch ein paar Tausend Dollar in seine Zukunft investieren möchte, hat bis zum Auktionsende am Donnerstag, den 14. Januar 2010 Zeit ein Gebot abzugeben. charitybuzz.com

Das Praktikum wird übrigens nicht vergütet. Schon klar!