Posted: Mai 14th, 2011 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Bild, Couture, Daniel Günthert, Freitod, Gunther Sachs, Herzversagen, M. Lange GmbH & Co. KG, Mode, Muenchen, Peter Günthert, Pret a Porter, Rena Lange, Renate Günthert, Selbstmord, Süddeutsche Zeitung, Tod | No Comments »

Renate und Peter Günthert
Rena Lange Designerin Renate Günthert ist in der Nacht zum vergangenen Donnerstag in ihrer Wohnung im Münchner Stadtteil Bogenhausen verstorben.
Bislang kursieren zwei unterschiedliche Versionen zur Todesursache: Die Süddeutsche Zeitung führt in ihrer Berichterstattung ein Herzversagen an, die Bild-Zeitung spricht von Freitod durch die angebliche Einnahme von Tabletten einer Schweizer Stebehilfe-Organistion. Spekulationen aus dem Umfeld der gebürtigen Berlinerin Günthert besagen, die 75-jährige sei womöglich durch den Selbstmord von Gunther Sachs motiviert worden, ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Seit 1958 fertigt die M.Lange GmbH & Co. KG Prêt à Porter auf Couture-Niveau, aber erst seit 1990 unter dem Namen Rena Lange. Das Unternehmen befindet sich in dritter Generation im Besitz der Familie Günthert. Renate Günthert, die als Chefdesignerin des Hauses jahrzehntelang den Look der Kollektionen verantwortete, zog sich 2001 aus dem Geschäft zurück. Erst im November 2007 starb ihr Mann, Peter Günthert, mit dem zusammen sie das Modehaus zu einer internationalen Marke aufbaute. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1916 zurück.
mehr zu Rena Lange: “Rena Lange – par excellence!”
Share on Facebook
Posted: Juli 10th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION INSIDE, FASHION NEWS | Tags: Berlin, Berlin Fashion Week 2010, Custo, Marcel Ostertag, Patrick Mohr, Rena Lange | 2 Comments »

Fashion Week Berlin 2010
Was in den Medien stets kräftig gehypt wird und sich in TV-Beiträgen und Zeitungsberichten den Zuschauern und Lesern als „larger-than-life-happening” -sprich wahnsinnig wichtig- präsentiert entpuppt sich bei der Live-Visite vor Ort als eher ernüchternde Angelegenheit. Die Rede ist von der Berlin Fashion Week 2010, die sich mit dem heutigen Tag ihrem Ende neigt.
Fragt man Laien und auch Sachverständige worum es bei der Fashion Week eigentlich geht, antworten alle einvernehmlich mit dem Begriff Mode. Aber ist dies auch wirklich zutreffend?
Beim uneingeschränkten Blick auf das Geschehen, frei von jeglicher medialer Einflussnahme, ließ sich der noch vor zwei Saisons von Modekritikerin Suzy Menkes gepriesene Zauber der Berlin Fashion Week dieses Mal nur schwer erspüren. Die Hitze in den vergangenen Tagen schien einfach alles und jeden zu dominieren. Bei gefühlten 370 Grad Celsius, wirkte der völlig unbegrünte Bebelplatz zeitweise wie leergefegt. Einzig die üblichen mal mehr, mal weniger originellen Selbstdarsteller und die ihnen hinterher jagenden stets präsenten Bloggerinnen im typischen Berliner “nix-passt-wirklich-zusammen-Look” sorgten vor dem Zelt für ein wenig Unterhaltung. Aufgeregtes Gewusel und Aufmärsche glamouröser Fashionistas, die schnellen Schrittes zur Location stöckeln, wie man es bei den Schauen in Paris und in Mailand beobachten kann, bleiben in Berlin jedoch vorerst Wunschdenken.

- Das Geschehen am Bebelplatz
Die von uns besuchten Schauen waren zwar allesamt bis auf den letzten Platz besetzt, doch fiel uns dabei auf, dass die gezeigten Kollektionen zumindest für die am Ende des Laufstegs positionierte Pressemeute eher zweitrangig schien. Ihnen ein Blitzlichtgewitter zu entlocken schafften nicht etwa Blazer, Hose, Rock und Co. als vielmehr die Promis in der ersten Reihe. Nun wissen wir zwar, dass Ochsenknecht Junior, Wilson Gonzales, eine Freundin hat, doch wie hieß gleich noch mal das Label dessen Show die die beiden Turteltauben da besuchten?
Berlin Fashion Week das ist vor allem eines; Sehen und Gesehen werden. Doch wer präsentiert sich hier wem und wie? Als konzentrierte Beobachter auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten eruieren wir ein Publikum, das bei genauerem Hinsehen oftmals so gar nicht den Zielgruppen der einladenden Modeunternehmen entspricht.
Eine mit offenem Mund, Kaugummi kauende berufsjugendliche Boutique-Inhaberin aus Altötting, die auf eine akustisch nicht verstanden Frage ihres Ed Hardy tragenden Teenie-Sohnes mit einem lauten „Häh” zur Wiederholung seiner Fragestellung auffordert, passt einfach nicht zur schöngeistigen Designphilosophie ihres Gastgebers. Eine Klientel, die sich mitunter auch in den ersten Reihen an beiden Seiten des Laufstegs wieder findet. Da ist es nur schwer vorstellbar das eines Tages Anna Wintour, Franca Sozzani oder Anna Dello Russo hier ihre Plätze einnehmen werden.
Der viel gewichtigere Grund für die Abstinenz der internationalen Modeelite dürfte jedoch sein, dass auf der Fashion Week noch immer zu viele Labels zu wenig Relevantes zeigen. Positive Ausnahmen bilden hier natürlich Marcel Ostertag, Patrick Mohr, Lena Hoschek und das Luxuslabel Rena Lange. Doch vier high-potentials reichen nicht aus um weltweit für Aufsehen zu sorgen und sind für Verlage mit “tight-budget” noch kein Grund ihre Star-Editrixen in die deutsche Hauptstadt zu entsenden. Bei einigen an der Berlin Fashion Week teilnehmenden Firmen wundert man sich ohnehin, warum sie ihre Sachen über den Laufsteg schicken? Die Antwort ist schnell gefunden: Weil sie es sich einfach leisten können!
Nachdem die „Redaktösen” wieder abgereist sind bleibt die Frage nach der Integrität der Berlin Fashion Week. Geht es um Mode, Status, Nachwuchsförderung oder schlicht um ein paar Tage Spaß und Party bei der die Modebranche vor allem eines feiert – sich selbst.

- Custo Fashion Show und Fotografen bei der Arbeit
Quo vadis Berlin Fashion Week? Um als Ort für Modekompetenz an Bedeutung zu gewinnen bedarf es mehr als Berliner Anti-Chic, kurzlebiger medialer Zusammenschnitte visueller Highlights vom Catwalk und der bildhaften Dokumentation “berühmter” Zaungäste.
Wo sind nur die Christopher Kanes, die Gareth Pughs dieses Landes geblieben? Steht „Design made in Germany” wirklich nur für „Layering” in grau, schwarz und weiß, für Tragbarkeit? Was ist eigentlich aus den vielen Westwood Diplomanden der Berliner HDK geworden? Wo sind die Kreativen aus Hamburg, Frankfurt & Düsseldorf? Liebe Exzentriker wo haltet ihr euch versteckt, zeigt endlich her eure Kleider!
Share on Facebook
Posted: Januar 5th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Berlin, Berlin Fashion Week, Julian Neale, Marcel Ostertag, Milano, Moda Uomo, Patrick Mohr, Rena Lange | No Comments »
Nachdem die Modebranche allmählich aus ihren Winterschlaf erwacht, habe auch ich meinen Kopf wieder von offline auf online umgestellt. 
Mit Neugierde, was sich in den vergangen 7 Tagen meiner Internetabstinenz an Relevantem im Modezirkus ereignet haben könnte, warf ich einen Blick in mein E-Mail Postfach. Dabei musste ich enttäuscht feststellen, das “tout le monde” oder besser gesagt “tout la mode” sich offenbar noch bis Ende der Woche im Feiertagsmodus befindet. Außer ein paar Weihnachtsgrüßen von PR-Agenturen, NICHTS drin!
Ungeachtet der Tatsache das Hermès gegenwärtig ein außergewöhnlich schönes Halstuch in seinem Sortiment führt, gab es in den vergangenen Tagen nichts “hypiges ” zu berichten. Marc Jacobs und Lorenzo Martone boten als turtelendes Pärchen auf der Karibikinsel St.Barth den größten Unterhaltungswert dieser Tage und stellten unter Beweis, dass die Birkin Bag auch bestens als Strandtasche taugt.
Ansonsten sind die Ereignisse zwischen den Jahren traditionell dünn, ebenso wie die Januar- Ausgaben der Modemagazine. Hat irgendjemand eine plausible Erklärung für den stets mageren Umfang der Modegazetten im ersten Kalendermonat? Doch bevor ich mich aus Unmut über die Informationsdürre in Zara´s Umkleidekabinen selbst fotgrafiere um blogtaugliches Material zu generieren blicke ich lieber mit Freude Richtung Mailand, wo am 16. Januar die Moda Uomo beginnt. Der Mailänder Schauenkalender belegt eindrucksvoll, dass hier Alles vertreten ist, was im Bereich Menswear Rang und Namen hat. Ich bin gespannt, welche Looks vor allen die kleineren Labels wie Frankie Morello oder Byblos für Winter 2010 propagieren werden.
Ab dem 20. Januar geht´s weiter nach Berlin. Zum sechsten Mal ruft Deutschlands Hauptstadt nun schon zur Fashion Week. Neben Hipstern wie Sascha Gaugel (Hausach Couture), Marcel Ostertag und Patrick Mohr zeigen auch etablierte Firmen wie Strenesse, Joop und Boss was der kommende Winter stilistisch bringt. Zum ersten Mal mit von der Partie, und nach vielen Jahren überhaupt erstmals wieder auf einem Laufsteg präsent, ist das Prê- à-Couture Label RENA LANGE aus München, für das Julian Neale als Kreativdirektor seit Sommer 2008 verantwortlich zeichnet.
Berlin Fashion Week
Share on Facebook