Posted: September 14th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Anna Sui, Calvin Klein, New York, New York Fashion Week, Oscar de la Renta, Ralph Lauren, Rodarte, Spring 2010, Tommy Hilfiger | No Comments »

credit: Mercedes Benz Fashion Week
Halbzeit für die New York Fashion Week. Viel zu bieten hatte die New Yorker Modewoche in den vergangen vier Tagen nicht. Kleinere Labels und Nachwuchsdesigner, langweilten primär mit Bedeutungslosigkeiten und teils richtig schlechten Entwürfen, Richtungsweisendes? Fehlanzeige!
Erin Wasson mag als Model eine fabelhafte Figur abgeben, als Modedesignerin ist sie jedoch völlig überflüssig, auch wenn es mit Sicherheit genügend Berliner Bloggerinnen geben mag, die diesen “nix-passt-zusammen-das-ist-aber-durchaus-gewollt Look” für ganz große Mode halten.
Es sind zu viele unbekannte Namen, die allesamt eine beige Soße präsentierten, die so prägnant war, dass davon nichts in Erinnerung bleibt. Es macht schlichtweg keinen Spaß das fünfzigste beigefarbene Volantkleidchen in Folge zu begutachten. Braucht es wirklich noch eine weitere Zweitline eines Designers, in diesem Falle von Richard Chai, der seine Diffusion-Line mit dem wahnsinnig innovativen Namen LOVE vorstellte, die sich aus Basics zusammensetzt, die bei Zara und H&M für einen Bruchteil des Preises zu haben sind.
Viele der gezeigten Kollektionen sind derart beliebig und austauschbar, dass jegliche geistige Auseinandersetzung und der Versuch das Gezeigte zu beschreiben eine nicht vertretbare Verschwendung von Lebenszeit darstellen. Bei den bisherigen Modenschauen dieser Modewoche mangelte es an Leidenschaft, an Sex-Appeal, an Dramatik und Mondänität, kurz an allem was Mode eigentlich ausmacht. Positive Ausnahmen bilden die junge und sehr urbane Handschrift Alexander Wangs sowie der “fuck-the-recession-Stil” von Jason Wu. Das die Amerikaner sich auf Casual und Sportswear verstehen und Ausflüge in die Couture häufige in Denver Clan Zitaten enden, die Models wie 80er Jahre Trash Püppis aussehen lassen, ist bekannt, dennoch sollte das Fashion Week Komitee höhere Standards bezüglich des Modegrads als Voraussetzung für eine Teilnahme an der Fashion Week manifestieren, um den Ruf New Yorks als Modemetropole nicht zu gefährden.
Nun beginnt heute der fünfte Tag der Modewoche und mit ihm der Auftakt der Großen der Branche, die der Modewoche ihr Prestige verleihen. Zac Posen, Donna Karan Carolina Herrera und Marc Jacobs stehen für heute auf dem Programm. Am Mittwoch und Donnerstag verdichten sich die Top-Namen dann auch im Schauenkalender. Anna Sui, Calvin Klein, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger, Marchesa, Proenza Schouler, Oscar de la Renta, Halston, Betsey Johnson und Rodarte zeigen dann ihre Vorstellung, was Frau im Sommer 2010 zu tragen hat. Das Beste kommt eben immer zum Schluss!

Schauenkalender New York
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Posted: Juli 22nd, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: 2009, Alexander Wang, Lisa Feldmann, Ohne Titel, Rodarte, Stella Contemporary Fashion Award, Swiss Textiles Award, Thakoon | No Comments »

photo: Textilverband Schweiz
Modewettbewerbe gibt es weltweit wie Sand am Meer, doch nicht alle von ihnen sind seriös oder bringen den Gewinnern den ersehnten Erfolg für eine Modekariere. Nicht so beim jährlich stattfindenden “Swiss Textiles Award” des Textilverbands Schweiz. Die Gewinner der prestigeträchtigen Veranstaltung zählen allesamt zu den großen Namen der Modeszene und behaupten sich erfolgreich mit einer eigenen Kollektion oder als kreativer Kopf bei einem internationalen Label. Neben den Rodarte Schwestern, konnten in den vergangenen Jahren Talente wie Marios Schwab, Raf Simons, Bruno Pieters und Bernhard Willhem sich über die begehrte Auszeichnung und die damit verbundenen € 100.000 Preisgeld freuen.
Am 12. November 2009 blickt die Modewelt für einen Tag lang auf das beschauliche Zürich, wo am Abend nun schon zum zehnten Mal der “Stella Contemporary Fashion Award” vergeben wird.
Zu den diesjährigen sechs Finalisten im Kampf um den internationalen Modepreis gehören der französische Modeschöpfer Alexis Mabille, das Designerduo Ohne Titel, das Label Erdem aus England, Thakoon, Peter Pilotto und der noch sehr junge Amerikaner Alexander Wang, dessen Mentorin keine Geringere ist, als Modemacherin Diane von Fürstenberg.
Kritische Stimmen, die sich fragen warum eigentlich bereits etablierte Namen und keine noch unbeschriebenen Nachwuchstalente zum Wettbewerb zugelassen werden, sei gesagt, dass sich der Swiss Textile Award als Modeförderpreis versteht, der Designer in einem entscheidenden Stadium ihrer Kariere unterstützt. So haben sich die Teilnehmer bereits innerhalb der Modebranche zwar einen gewissen Ruf und Status erarbeitet, sind aber noch lange nicht arriviert. Damit Kreativität auch auf professionelle Weise umgesetzt werden kann braucht es Kapital, über das viele der jungen Modeschöpfer trotz ihres Bekanntheitsgrades, entgegen allgemeiner Annahmen, nicht verfügen.
Auch die Jury um Annabelle Chefredakteurin Lisa Feldmann ist mit Modekritikerin Suzy Menkes, und Redakteurinnen von Vogue und Elle nicht minder prominent besetzt.
http://www.swisstextiles.ch/
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Posted: Juni 16th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Alexander Wang, Anna Sui, CFDA, CFDA 2009, council of fashion designers of america, Edward Nardoza, Geoffrey Beene, Marc Jacobs, Proenza Schouler, Rodarte, Swarovski, Tim Hamilton | No Comments »
Das Council of Fashion Designers of America (CFDA) hat gestern Abend in New York seine alljährlichen Modepreise vergeben: Gewinner in der wichtigsten Kategorie “Designer of the year / Womenswear” war das Fashion Label Rodarte, von Laura und Kate Mulleavy. Das Geschwisterpaar aus Kalifornien wurde im vergangenen Jahr erst mit dem Swarovski Nachwuchspreis ausgezeichnet und konnte sich in diesem Jahr bereits gegen Modegrößen wie Marc Jacobs und den gleichfalls etablierten Narcisco Rodriguez durchsetzen, die beide in der selben Kategorie nominiert waren.
“Accessory Designer of the Year” wurden die beiden Jungs Jack McCollough und Lazaro Hernandez von Proenza Schouler, auch sie konnten sich gegenüber, dem auch in dieser Kategorie nominierten, Marc Jacobs behaupten.
Doch auch New Yorks Modeliebling ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Die beste Trophäe seines Lebens in Form seines Verlobten Lorenzo Martone ohnehin an der Seite, wurde Jacobs mit dem International Award für seine Arbeit für das Haus Louis Vuitton geehrt.
Der Swarovski Award für den vielversprechendsten Modeachwuchs ging an Alexander Wang (Womenswear) und Tim Hamilton (Menswaer).
Anna Sui, deren Firma auch nach 18 Jahren im Business und trotz Krise in ihrem eigenen Besitz ist, wurde mit dem Geoffrey Beene Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt. Eine Modenschau mit den key-looks (hippie meets folklore meets rock´n roll, meets Lolita Gothic), der Top-Designerin zeigte dem Publikum warum sie die Auszeichnung tatsächlich verdient hat.
Ungewöhnlich aber wahr: Den Preis in der Rubrik Menswar Designer des Jahres mußten sich Italo Zuchelli für Calvin Klein und Scott Sternberg von Band of Outsiders teilen.
Erstmalig in der Geschichte der Verleihung CFDAs wurde auch ein Publikumspreis vergeben, bei denen die Leute im Vorfeld via Internet ihren Lieblingsdesigner bestimmen konnten: Das Ergebnis ist nicht gerade originell, liest sich aber als ein interessantes Barometer für den Bekanntheitsgrad des Gewinners, der in diesem Jahr Ralph Lauren heißt!
Nachdem mittlerweile Modejournalisten selbst zu Stars ihres Fach avancieren und vereinzelt große Aufmerksamkeit genießen, darf an dieser Stelle die Ehrung Edward Nardozas, Chefredakteur der Modebibel WomensWearDaily, für seine Leistungen im Bereich Modejournalismus, natürlich nicht unerwähnt bleiben.
Die Vereinigung der amerikanische Modedesigner (CFDA) wurde im Jahre 1962 gegründet und besteht heute aus über 300 herausragenden Mitgliedern der Modebranche. Das Gremium hat sich es zur Aufgabe gemacht Modedesign als Teil der amerikanischen Kultur zu etablieren sowie Standards in puncto künslerischer Qualität und professionellem Niveau zu setzen.
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