Ein großes Kompliment gebührt den Machern des Modemagazins GQ für ihren Mut neben unterhaltsamer Lifestyle-Berichterstattung auch brisante Themen anzugehen.
So findet sich in der aktuellen Januar Ausgabe ein höchst aufrüttelnder Artikel über den Umgang mit Homosexualität im Irak, der mich bereits während des Lesens immer wieder ungläubig den Kopf schütteln ließ. Unter dem Titel “Das Gay Massaker von Bagdad” berichtet der Autor von schwulen Männern, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ein Leben auf der ständigen Flucht vor ihren Peinigern führen. Ihr einziger Begleiter dabei ist die Angst!
Angst davor denunziert, verraten und aufgespürt zu werden. Homosexualität gilt im Irak als illegal und wird laut Gesetz mit bis zu 7 Jahren Gefängnisstrafe geahndet. Was nüchtern klingt, gestaltet sich für die Betroffenen jedoch weitaus dramatischer. Tatsächlich müssen Homosexuelle im Irak um ihr Leben bangen.
Ganz offiziell hingegen wird Homosexualität im Iran, wie übrigens auch im Jemen und im afrikanischen Mauretanien per Gesetz mit der Todesstrafe quittiert. Dazu muss es noch nicht einmal zu nachweisbaren sexuellen Handlungen unter Männern gekommen sein. Ein Verdacht und die Anzeige eines Denunzianten genügen um eine Kette aus Repressalien, Demütigungen und fortwährender Verfolgung in Gang zu setzen.
Dass Homosexualität in ausnahmslos allen islamischen Staaten nicht gern gesehen wird, ist bekannt. In vielen dieser Länder wie bspw. Algerien, Saudi-Arabien, Afghanistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten aber auch in den bei Deutschen beliebten Urlaubsländern wie Marokko, Kenia und Mauritius ist Homosexualität strafbar und gesellschaftlich tabuisiert. In wenigen muslimischen Ländern wie bspw. Jordanien verbieten Gesetze zwar die Verfolgung von Homosexuellen, doch liegen hier zwischen kommunizierter Theorie und angewandter Praxis in Wahrheit Welten.
Dort wo Religion (die immer interpretierbar ist) und Politik einander vermischen, kann es keine echte Demokratie geben. Hier bleibt das Gesetz ein Ackerfeld, das scheinbar Jeder nach individuellem Gusto bearbeiten darf. Gewiss, andere Länder, andere Sitten, mag manch Einer an dieser Stelle einwerfen, doch diese Phrase kann nicht als Entschuldigung dienen Wegzusehen wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Bei allem Respekt vor der Religionsfreiheit und einen daraus resultierenden unterschiedlichen Wertekanon, Toleranz darf niemals in passive Akzeptanz von inhumanen Zuständen münden. Wir sind eine Welt! Egal ob christlich, muslimisch, jüdisch oder hinduistisch. Es gibt keine Rechtfertigung Homosexuellen den After zuzukleben und sie anschließend dazu zu zwingen Unmengen Abführmittel zu schlucken und Wasser zu trinken, bis der Darm platzt.
Dies sind keine reißerischen Darstellungen von Ausnahmepraktiken sondern die traumatischen Erlebnisse von Menschen wie Du und Ich. Sie haben einen Kopf, Augen, Mund und Nase, zwei Arme und zwei Beine, doch leben sie in einem Land in dem das Recht auf Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeit ist.
Warum dieser Artikel, werdet ihr Euch vielleicht fragen?
Natürlich wollen wir Euch keinesfalls die Freude auf das Weihnachtsfest vermiesen. Doch wie ihr wisst, ist Weihnachten, auch das Fest der Nächstenliebe und der Besinnung. Während wir uns für ein paar Tage im Kreise unserer Freunde und Familie vom Alltagstrott ausklinken, gibt es Menschen die auch in dieser Zeit unsere Hilfe brauchen.
Wer also neben der Parfumpulle von Prada noch ein paar Euros für den guten Zweck erübrigen kann dem möchte ich in Anlehnung an den im GQ Magazin erschienenen Artikel von Matthew McAllester auf die Organisation “Human Rights Watch” mit Hauptsitz in New York und einer deutschen Vertretung in Berlin aufmerksam machen.
Die weltweit führende, unabhängige Nichtregierungsorganisation, setzt sich für den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte ein, indem sie die internationale Öffentlichkeit auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam macht und Einfluss auf politische Entscheidungsträger zu nehmen versucht.
Informationen über die Arbeit von “Human Rights Watch” findet Ihr unter www.hrw.org/de
Spendenkonto:
Human Rights Watch e.V.
Commerzbank-Frankfurt/M
Kontonummer 602929200
Bankleitzahl 500 400 00
Nachdem Jennifer Lopez Ende November bei den American Music Awards in Los Angeles ihre neue Single “Louboutins” erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, spendete die Modebranche keinen vernehmbaren Applaus.
Der Song, welcher die Kultschuhe mit den roten Sohlen thematisiert, ließ auch die internationalen Fashionblogger schlichtweg kalt. Wohl aus gutem Grund, denn der Text ist inhaltlich alles andere als geistreich und auch keine besondere Hommage an Schuhmacher Christian Louboutin, wie der Titel zunächst vermuten lässt. Die Handlung des Stücks lässt sich mit wenigen Worten in etwa wie folgt zusammenfassen: Typ verlässt Mädchen - Mädchen frustriert- Mädchen will Typ zurück -gekränktes Mädchen will Rache - Mädchen schnallt sich die Edellatschen von Louboutin um die Füße - Mädchen hat dank Louboutin neues Selbstbewusstsein - Mädchen verlässt Typ.Fertig!
“But it’s the last time, I’m movin’ on, I’m throwing on my Louboutins.”
Die Moral von der Geschicht; selbst die teuersten Treter binden heiße Typen nicht!
Nicht gerade die beste Werbung für Christian Louboutin.
Nun also doch! Nach langen Querelen um die künftige Führung des insolventen Modehauses Christian Lacroix, entschied das Pariser Handelsgericht am vergangenen Dienstag dem Restrukturierungsplan des Lacroix-Besitzers Falic Group stattzugeben, nachdem Übernahmeangebote durch Kaufinteressenten aufgrund nicht gesicherter Finanzierungsnachweise abgelehnt wurden. Mit der aktuellen Entscheidung wird die Haute Couture Sparte, wie auch das Geschäft mit der Prêt-à-Porter eingestellt.
le style de Christian Lacroix
Modemacher Christian Lacroix selbst ist somit raus aus dem Unternehmen und mit ihm 110 weitere Mitarbeiter, die in Kürze ihre Entlassungspapiere entgegennehmen müssen. Gemäß des Sanierungskonzepts der Falic Group wird das Modehaus künftig als Lizenzbetrieb mit 12 Mitarbeitern weitergeführt werden. Unter dem Namen Christian Lacroix werden weiterhin Parfums, Accessoires, Hochzeitskleider und Herrenbekleidung vertrieben. Im neuen Jahr könnten weitere Lizenzvergaben in den Bereichen Optik, Schreibmaterialien und Dekoration folgen. Der Markenname Christian Lacroix wird demnach nicht von der Bildfläche verschwinden, aber mit Sicherheit an Exklusivität einbüßen. Der Lacroix-Schriftzug auf Feuerzeugen, Regenschirmen, und Schwimmflügeln vermag mittelfristig die Schulden des Unternehmens zu tilgen, und wird dabei zwangsläufig seine eigene Inflation hervorrufen. Pierre Cardin lässt grüßen.
Angesichts der Tatsache, dass das Haus Lacroix seit seiner Gründung 1987 nie rentabel war, fehlte es offenbar in all den Jahren seiner Existenz an einer fundierten Marketingstrategie. Das schöpferische Talent Christian Lacroix ` ist unumstritten, doch das, was der Créateur in handwerklicher Vollendung zweimal im Jahr über den Laufsteg schickte entsprach nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist. Wer da anderer Ansicht ist, der möge jetzt seinen Kleiderschank öffnen und nachsehen wie viele Teile er von Monsieur Lacroix sein Eigen nennt. Christian Lacroix ist ein Verfechter einer nicht mehr existenten Pariser Salonkultur, von höfischer Eleganz und darüber hinaus ein Experte auf dem Gebiet europäischer Kostümgeschichte. Das Problem dabei ist nur, das heutzutage niemand mehr mit Schranktruhen verreist. Klein, handlich, pflegeleicht, businesskompatibel und kombinierbar soll es sein. Alles andere bringt kein Geld!
Lacroix ist das Gegenteil dessen was auf den Straßen zu sehen ist. Lacroix, das ist roter Teppich, Opéra Garnier und 1001 Nacht, aber gewiss nicht Wirtschaftskrise, Air Berlin und PayBack-Karte. Das von zahlreichen Bloggern einhellig angestimmte Klagelied vom Untergang der Haute Couture anlässlich der Lacroix Pleite, irritiert angesichts deren Outfitposts im schwarz, grau, weißen Einheitslook von Acne, Patrizia Pepe und Co.
Christian Lacroix / photo by Corso Como at FLICKR creative commons
Möchte man sich wie Lacroix, als charakterstarke Künstlerseele den Anforderungen des Marktes nicht beugen, so wäre es für sein Haus aus wirtschaftlicher Sicht gewiss sinnvoll gewesen die Botschaft vom Pariser savoir vivre, von french allure und Grandezza in Form von bezahlbaren Accessoires unter die Leute zu bringen und mittels einer volksnahen Vermarktung der Firmenwerte die Begierde nach der unerreichbaren Haute Couture zu wecken. Womöglich war dem intelligenten Grandseigneur diese Art des marktschreierischen Modemarketings suspekt, ebenso wie ihm die abgespeckten Zweitlinien zuwider waren. Ein Designer ist Dienstleister und kein Künstler, sagte Tom Ford einmal. Banale Worte, deren Beherzigung Mr. Ford reich gemacht hat. Zu banal, für Monsieur Lacroix, dessen Unternehmen mit mehreren Millionen Euro in der Kreide steht.
Wer ist schuld an der Misere? Der Mode-Schöngeist, der fernab jeglicher Realität in seinem Studio in der feudalen Rue du Faubourg Saint-Honoré opulente Ballonröcke aus Seidentaft zusammenbauscht oder inkompetente Finanzberater und Marketingfachleute eines amerikanischen Mutterkonzerns ohne jeglichen Sinn für französische Lebensart? Oder sind es vielleicht doch die Einkäufer namhafter Boutiquen und Nobelkaufhäuser, deren Ordermengen einfach nicht ausreichend waren um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Ist die Geiz-ist-Geil Mentalität unserer Gesellschaft schuld am Siechtum der “hohen Schneiderei”? Menschen, die auf Stilzitate, inspiriert von flämischer Malerei und französischer Literatur, pfeifen und es sich lieber mit einer Chispstüte auf dem heimischen Sofa vor dem Fernseher bequem machen, wie Lagerfeld erst kürzlich das Bild vom dicken Hausmütterchen verbalisierte?
Die Antwort darauf ist sich die Modebranche bis heute schuldig geblieben!
Zur Release Party ihres neuesten Albums “Rated R” im New Yorker Supper Club erschien Sängerin Rihanna vergangenen Dienstag in einem spektakulären, goldfarbigen Nietendress aus dem East Village Studio des Kreativduos Phillipe und David Blond.
Zahlreiche Arbeitsstunden und ein Gewicht von mehreren Kilogramm zeichnen dieses Kleid im Besonderen aus. Natürlich musste RiRi dabei auf passendes Schuhwerk nicht verzichten, welches nur wenige Tage zuvor eigens für sie angefertigt wurde. Noch am selben Abend folgte ein Outfitwechsel, denn beim Verlassen des Clubs präsentierte sich der Popstar den lauernden Paparazzi in einem neuen Gewand aus dem Hause Blond, diesmal in Rot und mit spitzer Schulter.
Wird der schnelle Kleidertausch zwischen Aufmarsch und Abgang einer Veranstaltung nun zur Pflicht der jungen Celebrity Generation? “Arriving in gold and leaving in red?”
Während die Entwürfe des Designerpärchens Phillipe und David per se ein absoluter eycatcher sind, verfehlte die Kombination mit der tiefschwarzen Versace Sonnenbrille (aus den 90ern ?) ihr Ziel, wie ein Weltstar auszusehen, leider völlig. Zwei Reize sind oftmals einer zu viel! Neben der markanten Logobrille, konkurrierte in dieser Nacht noch das typische frostige Make-up, einschließlich blutroter Lippen, mit einer platinblonden Helmfrisur um Aufmerksamkeit. Unfreiwillig ruinierte die 21-jährige somit den Look ihres coolen Körperpanzers. Wohingegen Rihanna Kleid Nr.2 mittels am Oberschenkel gestreifter Strumpfhosen seines Glamours beraubte. Wir gehen davon aus, dass ihr Stylist an diesem Abend einfach nicht mehr im Dienst war.
Doch die spannendere Frage bleibt nach dem allgemeinen Sinn und Zweck eines Kleiderwechsels innerhalb weniger Stunden? Handelt es sich dabei um eine Abmachung mit den Designern, oder um bloßen Narzissmus in ausgeprägter Form?
Das seit 1913 existierende Modehaus Prada ist ja beinahe schon zum Synonym für Mode geworden. Wo immer Profis oder Laien über Mode fachsimpeln, fällt der Name Prada.
Das Label mit Sitz in Mailand war als traditionelle Lederwarenmarke fast in Vergesssenheit geraten, als Miuccia Prada 1995 mit ihrem “Bad Taste Look”, Küchentuchmuster in senfgelb, braun, erbsengrün und orange, den damaligen Nerv der Zeit traf, und dadurch das Unternehmen wieder in das Bewusstein der Verbraucher rückte. Auf einmal war Prada wieder en vogue! Ein Rückblick auf die Highlights der Firmengeschichte bietet jetzt der großformatige Wälzer des Modehauses auf 706 Seiten. Das XL-Werk kommt im eleganten Schuber mit Prägung des Prada Logos daher und kostet € 100,00. Erhältlich in Prada Stores, ausgewählten Buchhandlungen und auf Prada.com.
Ein Eigentor hat am Sonntag Abend Mounir Moufarrige, CEO des Modehause Emanuel Ungaro, geschossen. Nach dem Rausschmiss des jungen Esteban Cortazar, der bis vor kurzem noch als Headdesigner für das Label fungierte, engagierte er die noch unbekannte Estrella Archs als Chefdesignern und berief Gelegenheitsschauspielerin Lindsay Lohan zum “Artistic Advisor” des Unternehmens. Moufarrige versprach sich durch die Celebrity-Rekrutierung offenbar jede Menge PR für das etwas angestaubte Label und vor allem mehr Präsenz in den jüngeren Modezeitschriften.
Die Modebranche nahm die Verlautbarung des Deals mit Skepsis und dem ihr eigenen Hohn auf. Zu Recht, wie sich jetzt bei der Präsentation der Frühjahr/Sommer Kollektion 2010 herausstellte. Denn das, was Moufarrige´s neues Gespann im Rahmen der Pariser Modewoche gestern über den Laufsteg schickte, dürfte die ohnehin schon strauchelnde Firma nun mit Orderrückgängen büßen. Weder jung noch richtungsweisend war das Gezeigte; es fehlte ein einheitliches Designkonzept. Stattdessen gab es pinkfarbene Pluderhosen, Kragen- und formlose Paillettenjäckchen, simple Bandeautops, weiße Nerzstolen zu luftigen Sommerkleidern, nach dem Motto: “Fur on the beach ist the ultimate glamour!”, und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, gab es obendrein noch herzförmige Nippelabdeckungen und auf die Stirn geklebte Paillettenherzen, die die Models aussehen ließen als hätten sie einen IQ unter Schuhabsatzhöhe.
Es braucht nicht einmal den analytischen Verstand etablierter Modekritiker um zu sehen, das dass Dargebotene schlichtweg gestrig und uninspiriert war. Jedem der geladenen Gäste war auf dem ersten Blick klar, dass ein gelungenes Fashion-Debut anders auszusehen hat.
Konzeptlosigkeit deluxe- Ungaro SS 2010
Es ist schwer vorstellbar, das Estrella Archs nicht in der Lage sei soll, eine bessere Leistung abzuliefern. Ist der Einfluss des Party-Girls hinter den Mauern an der Avenue Montaigne tatsächlich größer als der einer gestandenen Designerin mit besten Referenzen? Mag sein, dass Celebrity Kollektionen in Amerika von der Masse gut angenommen werden und kommerziell erfolgreich sind, doch ein 23-jähriges Holleeewuud Girl ohne formale Designausbildung an der Spitze eines etablierten, französischen Modehauses ist eine Fehlbesetzung. Auch der in Miami aufgewachsene Esteban Cortazar, der in den USA schon mit 13 Jahren als Wunderkind der Mode gefeiert wurde, konnte mit seinen Klischeemix aus Denver Clan und kubanischer Folklore keine kommerziellen Erfolge erzielen, ließ aber im Gegensatz zum Duo Archs/Lohan einen roten Faden innerhalb seiner Kollektionen erkennen. Qualität braucht Zeit und Erfahrung. Zur Ehrenrettung der Spanierin Archs sei gesagt, dass die Kollektion innerhalb von vier Wochen erstellt werden musste. Doch warum hat das Haus Emanuel Ungaro unter diesen Umständen nicht auf eine Show verzichtet? Lindsay Lohan´s Besetzung beweist vor allem eines: Ruhm allein ist kein Kompetenzmerkmal!
Im folgenden könnt Ihr einen Videomittschnitt der mäßigen Show des Online-Dienstes Mod TV sehen.
Man kann Heidemarie Jiline Sander, besser bekannt als Jil Sander, nur beglückwünschen. Zur weltweiten Verkaufsstart der von ihr entwickelten J+ Modelinie für den japanischen Bekleidungshersteller Uniqlo, bildeten sich vor dessen Filialen lange Menschenschlangen, wie zuletzt beim Begrüßungsgeld nach der deutschen Wiedervereinigung. Ob in London, Paris oder New York, überall nahmen Menschen lange Wartezeiten in Kauf um eines oder gar mehrere der schlichten Teile im Jil Sander Look zu erstehen.
Lang Zeit galt die Annahme, dass die Kleiderschränke der westlichen Nationen voll seien und Niemand mehr eines weiteren marinefarbigen Blazers bedürfe. Eine Aussage auf die stets der Abgesang der modischen Mitte folgte. Nur noch Luxus und Billig hätten langfristig eine Überlebenschance am übersättigten Modemarkt. Von einem neuen Qualitätsbewusstsein war immer wieder die Rede, ebenso wie von der Besinnung auf alte Werte, womit fast immer traditionelle Manufakturen in italienischen Provinznestern und das Handwerk per se gemeint waren. In der Tat hat mittlerweile fast jeder Verbraucher begriffen, dass Billig eigentlich viel zu Teuer ist. Synthetische Stoffe und schlechte Verarbeitung von Kleidungstücken , wo jedes Teil schon nach kurzer Zeit wieder durch ein neues ersetzt werden muss, weil es bereits nach der ersten Wäsche verzogen oder verfärbt ist, peelt oder aufgeribbelte Nähte aufweist, sind verzichtbar.
Das Problem, die von den Stil-, Mode- und Kulturressorts der überregionalen Tageszeitung gepriesenen Marken der Nachhaltigkeit Louis Vuitton, Hermès und Bottega Veneta der Nachhaltigkeit, sind für die große Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Der Durchschnittslohn liegt hierzulande gegenwärtig bei € 3.064 Euro brutto.
Ledertaschen zum Preis eine Kleinwagens und Kaschmirpullover für 1000 Euro sind da nicht wirklich relevant. Ärgerlich wenn die Alternative für die weniger zahlungskräftige Klientel aus zotigen Motto-T-Shirts, Ed-Hardy Adaptionen, und KiK Acrylware besteht. Denn auch die breite Masse ist aufgrund des Internets sowie der zunehmenden Thematisierung von Lifestyle in den Medien, modisch gut informiert und sucht Qualität und Stil zu einem bezahlbaren Preis.
Das Unverhältnis zwischen einem an der größten Zielgruppe vorbeischießenden Angebot und dem tatsächlichen Bedarf an Bekleidung, die Leute mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2000 Euro nicht gleich wie die letzte “Flodder” aussehen lässt, erklärt den immensen Ansturm auf Jil Sander´s Kollektion für Uniqlo. Während bei den H&M Designerkollaborationen das Geltungsbedürfnis des gewöhnlichen Konsumenten sich selbst mit einem prominenten Namen aufzuwerten für Umsatz sorgt, bedient J+ all diejenigen die längst mal wieder einen soliden marinefarbigen Blazer brauchen, der jedoch nicht nach biederer Kaufhausware aussieht und trotzdem nicht mehr kostet als das was dort auf den Stangen hängt.
Die “Queen of Less” traf mit ihrer preisgünstigen J+ Linie den Nerv der Zeit. Die Kollektion bietet zeitloses Design in hochwertiger Optik. Moderne Silhouetten wie der Sander typische schmale Hemdkragen, office-tauglichen Farben und unkompliziert kombinierbare Einzelteile. Keine high-fashion, kein Drama aber eben genau das, was der Lebensrealität von Männern und Frauen im Jahr 2009 weltweit entspricht.
Video: Endlos lange Wartezeiten mussten die Kunden, des New Yorker Uniqlo Stores im Stadtteil SoHo in Kauf nehmen!
Beim britischen Luxus Dessouslabel Agent Provocateur ist im Vergleich mit anderen Wäscheherstellern alles ein bisschen anders, und das ist auch gut so! Statt beigefarbene Schlüpfer in beiger Umgebung serviert uns, das von Westwood Sohn Joseph Corré gegründete Unternehmen, frivolen Boudoir Style mit einem Augenzwinkern.
Die stets viralen Werbekampagnen kommunizieren Verführung mit anschließendem Sex. Dabei gelingt es den Stylisten jedoch, Strapse Nippelabdeckungen und kniehohe Lacklederstiefel stets so zu arrangieren, das der Gesamteindruck niemals ins Billige abrutscht. Die aktuelle Herbst/Winter Kollektion präsentiert sich nun in Form eines comicbook mit dem Titel “The New World Order-Mission to Earth.” Im Mix mit aktuellen Kampagnenshots kämpfen 17 vom Planeten Voluptura zur Erde entsendete Heroinen der Einheit APEX (AGENT PROVOCATEUR ELITE EXEMPLAR) um männliches Sperma um den Nachwuchs an starken Frauen auf dem Heimatplaneten zu sichern, der ausschließlich von freiheitsliebenden Amazonen bewohnt wird. Dass sich die Ladies dabei ihren Weg zum Samenspender natürlich nur in Lingerie von Agent Provocateur freiballern versteht sich von selbst.
Passend zum Katalog gibt es auch ein Kurzfilm
Agent Provocateur Store im Kauhaus Ludwig Beck, Marienplatz 11, 80331 München,
Tel 089. 545 726 72
Im Online Store des amerikanischen Modemagazins HINT gibt es aktuell eine kultige Jutetaschen mit dem Konterfei der Modeikone Karl Lagerfeld als Karikatur zu erwerben.
Inspiriert von dem im Mai auf dem Flughafen von Nizza entstanden Paparazzi Schnappschuss auf dem der “Kaiser” eine Nesseltasche mit der ironischen Aufschrift “Karl Who?” von Naco Paris schultert, zeigt der Entwurf des Grafik Büros Pattern People Karl Lagerfeld umgeben von den für ihn charakteristischen Markenzeichen wie der der gesteppten Chanel Handtasche oder den fingerlosen Handschuhen. Das Modell ist gegenwärtig ausverkauft und wird gerade reproduziert. Nachschub gibt es erst wieder ab dem 17. August. Bestellungen werden bereits jetzt schon entgegen genommen.
Es gibt noch eine andere Version des ökologisch korrekten Shoppers mit dem Profil von Marc Jacobs. Preis $ 45
Eine Begegnung mit Betsey Johnson ist in etwa so erhellend wie der Kuss einer Sternschnuppe!
Zweimal bin ich der New Yorker Designerin zufällig begegnet. Das erste Mal traf ich Betsey Johsnon vor 5 Jahren auf dem Weg zum Studio von Anna Sui, nicht wissend, wer die Dame eigentlich ist. Während Betsey in einer mir bis heute unbekannten Angelegenheit bei ihrer berühmten Kollegin vorbeischaute, begann für mich ein weiterer spannender Arbeitstag im Rahmen meines Praxissemsesters.
Es war kur vor 9 Uhr morgens und wir warteten auf einen der drei Aufzüge, der uns endlich in das Design-Department im 13. Stock bringen sollte. Johnson war umgeben von einer Entourage aus wichtig aussehenden Männern und Frauen in dunklen Anzügen und Kostümen. Sie selbst schillerte dagegen ungewöhnlich intensiv! Mit gehighlighteten Blocksträhne im Haar und einem kleinen Terrier (lebend) in der Armbeuge, war es ihr extravagantes Auftreten, welches mir augenblicklich auffiel und imponierte. Rockig aber mit Würde. Unkonventionell aber souverän. Viel mehr Gelegenheit zur Personenstudie hatte ich jedoch nicht, denn Betsey und ihr Tross standen im Lift hinter mir. Es war mucksmäuschenstill. Nur der Hund schnaufte ein paar Mal hörbar. Oben angekommen, stiegen wir gemeinsam aus dem Aufzug. Ohne mich umzudrehen, doch neugierig aus den Augenwinkeln noch einmal das Geschehen hinterrücks erfassend, machte ich mich sofort auf dem Weg zum “Praktikantentisch”, um ein paar T-Shirt Drucke zu zeichnen. Nur wenige Minuten später stöckelte die Frau aus dem Aufzug samt ihrem Gefolge an mir vorbei, bedachte mich dabei mit einem Augenzwinkern und verschwand in Annas eigenem Atelier.
“Who was that?”, fragte ich Annas Assistenten Thomas. “Betsey Johnson”, antwortete er knapp. Wenige Stunden und einen Storecheck später, wußte ich, dass der “Senior Punk” zu den bekanntesten Modedesignerinnen des Landes zählt. Drei Wochen später sehe ich Betsey Johnson wieder, dieses Mal in ihrem ganz eigenen Königreich, einem in Knallfarben gestrichenen Headoffice, an New Yorks Fashion Avenue (7th Avenue). Eigentlich wollte ich im Auftrag von Anna Sui nur ein Paket mit Stoffmustern an eine freelance Designerin, die sowohl für Johnson als auch für Sui arbeitete, übergeben, dabei lief mir plötzlich SIE, von der ich mittlerweile genau wusste wer sie war, über den Weg. ” I know you!”, sagte sie mit tiefer Stimme und breitem Lächeln. Bevor ich überhaupt etwas entgegnen konnte, eilte sie auch schon mit den Worten “Have a good day” im Tütü und auf Killer High Heels davon. Das war´s!
Von da an wusste ich. was gemeint war, wenn man im Zusammenhang mit Personen von einer Erscheinung spricht. Ein Augenblinzeln, ein Lächeln, ein paar nette Floskeln, und wenige Sekunden im Vorbeigehen, mehr habe von Frau Johnson nicht zu sehen oder zu hören bekommen, und dennoch war diese Dosis Johnson ausreichend, um zu einer Art stillen Bewunderer ihrer Person zu avancieren.
Seitdem verfolge ich zwar nicht akribisch aber doch regelmäßig ihr kreatives Schaffen und sehe mir ihre Shows auf style.com an. Wie auch bei Anna, verfügt Betsey Johnsons Kollektion über ihre ganz eigene Handschrift. Ihre frechen Schulmädchenlooks mit 50ies appeal, die Petticoats, Taillengürtel, Leggins, Plateauschuhe und Leoparden Prints, bilden eine willkommene Abwechslung im kommerziellen Einheitsbrei amerikanischer Designer. Doch vielmehr als ihrer Kleider fasziniert Johnsons überschäumende Persönlichkeit, ihre permanent gute Laune, die niemals aufgesetzt wirkt! Johnson sehr down-to-earth und sehr zugänglich. Wer sie sieht, ihre lebendige Gestik, das ansteckende Lachen, der ahnt nicht, dass das Rock n´Roll Girl im August bereits 67 Jahre alt wird.
Vor mehr als 30 Jahren, 1978, hat Betsey Johnson ihr Label gegründet und verkündete nun jüngst ihren Rückzug aus dem Modebusiness. Nach der New York Fashion Week im September beabsichtigt Johnson ihren Nachfolger zu benennen. Zwar hätte sie noch die Energie für weitere 30 Jahre in der Branche, doch der Grund für ihren Abschied liegt schlichtweg in dem Bedürfnis sich anderen Dingen außer Mode zu widmen, und mehr Zeit für sich zu haben. Ob das Energiebündel die Zügel tatsächlich loslassen kann oder nur ein wenig lockert, um Platz zu machen für Eric Sartori, der zuvor für Wang, Léger und Alaia arbeitete und angeblich als Betsey´s Favorit bei der Besetzung ihres Postens gilt, sehen wir spätestens in ein paar Wochen, wenn es wieder heißt: “after the show is before the show”!
Diese Frau möchte man am liebsten beschützen, vor sich selbst und vor den Paparazzi. Zuzusehen wie die Trüffelschweine der Klatschpresse, Jocelyne Wildenstein, in aller Regelmäßigkeit vorführen und dabei zu spüren das die New Yorker Millionärin entweder zu naiv ist um zu merken welche Show aus ihr gemacht wird oder einfach nur jegliches Realitätsbewusstsein verloren hat, löst bei halbwegs mitfühlenden Menschen unweigerlich Beschützerinstinkte aus.
Transformation à la Wildenstein
Jocelyne Wildenstein bekannt für ihr “kaputt” operiertes Gesicht, einen dekadenten Lebensstil, eine 20 Jahre andauerende Ehe mit den milliardenschweren Kunsthändler Alec Wildenstein, für ihre Millionen und besessen von der Idee wie eine Raubkatze aussehen zu wollen.
Geboren im November 1944, als Jocelyne Perisse , wuchs Jocelyne in bürgerlichen Verhältnissen im schweizerischen Lausanne auf. Bereits in jungen Jahren galt sie als gute Schützin und Pilotin von Kleinflugzeugen. Ungewöhnliche Talente für ein Mädchen aus dem feinen Tessin, die ihr eine Einladung nach Kenia bescherten. Dort auf der 66,000 Hektar umfassenden OL Jogi Ranch, lernte sie dessen Eigentümer, Alec Wildenstein, kennen. Wie genau und durch wen, darüber gibt es nur Gerüchte. Eines davon besagt, Adnan Kashoggi, saudischer Öl- und Waffenhändler und einer der reichsten Männer der Welt, habe die beiden miteinander bekannt gemacht. Alec Wildenstein, Jahrgang 1940, und Erbe eines 5 Milliarden Dollar Vermögens, stammt aus einer der wohlhabendsten und mächtigsten Familien der Kunstwelt, deren Grundstock für ihr Vermögen bereits im Jahre 1875 durch einen, von Nathan Wildenstein gegründeten, Antiquitätenhandel gelegt wurde.
Alec und Jocelyne heirateten noch im ersten Jahr ihrer Bekanntschaft in Las Vegas. Eine Liebesheirat! Doch als nach zwanzig Ehejahren Alec´s Auge zu wandern begann, hin zu anderen, jüngeren Frauen, fasste Jocelyne einen folgenreichen Entschluss: um ihren Mann zu gefallen, wollte sie aussehen, wie die Geschöpfe denen Alec Wildensteins so viel Bewunderung entgegenbrachte, den wilden Katzen ihrer kenianischen Ranch. Die liebskranke Jocelyne begab sich unter das Messer, doch das Ergebnis hielt ihren Mann nicht davon ab fremdzugehen. Weitere Operationen verschlimmerten die Situation anstatt sie zu verbessern. Alec fand keinen Gefallen mehr an seiner Frau.
Im Juni 1997 erwischte Jocelyne ihren Ehemann schließlich in flagranti mit einem 19-jährigen russischen Model im gemeinsamen Schlafzimmer. Er bedrohte sie darauf hin mit einem Revolver. Dafür ließ sie ihn verhaften. Es folgte ein zweijähriger Rosenkrieg vor Gericht, der pikante Details aus dem Leben des exzentrischen Paares und die bis dato geheim gehaltenen Vermögensverhältnisse der Wildensteins teilweise offenlegte. Erstmals in der Geschichte der Familiendynastie fanden sich die pressescheuen und auf Diskretion bedachtenWildensteins in den Schlagzeilen der Tagezeitungen und Boulevardblätter wieder. Steter Aufmacher dabei: ein Foto von Jocelyne, deren künstliches Gesicht wie das Logo eines Modehauses, eine hohe Auflage garantierte.
Eine Million Dollar und mehr und soll das Paar im Monat für Personal, Chauffeurdienste, Gaderobe und Kosmetika ausgegeben haben. Geld, dass Alec Wildenstein nicht als Kunsthändler verdiente sondern als Taschengeld von seinem Vater bezog. Jocelyne zählte neben Ivana Trump und Mouna Al Ayoub zu einem kleinen Kreis an Frauen weltweit, die sich mühelos Couture Roben mit sechsstelligen Preisschild leisten konnten und wollten. Sie gönnte sich eigens für sie entworfene Kleider von Chanel, besaß eine ordentliche Juwelensammlung im Wert von 10 Millionen Dollar, und jettete in der eigenen Gulfstream IV, zwischen dem neoklassizistischen Familiensitz an New Yorks Upper East Side und Schloß Marienthal bei Paris hin und her.
Geschätzte 4 Milllionen US-Dollar investierte Jocelyne Wildenstein in die plastische Gesichtschirurgie. Die maßlosen Eingriffe habens sichtbare Spuren hinterlassen und man fragt sich, welch Geistes Kind ein Chirurg sein muß, der tatsächlich glaubt, diese Arbeit sei ästhetisch wie medizinisch vertretbar.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Joceylyne Wildenstein wird gejagt von Yellow Press und People TV. Wo immer sie in New York mit ihrem schwarzen Bentley vorfährt sind die Fotografen nicht weit. In der Meute der sie umzingelnden Berufsknipser wirkt sie wie ein Raubtier in der Falle. Ihre Augen erleuchtet vom Blitzlichtgewitter, scheinen unwissend, wie das eines Tieres in freier Wildbahn im Lichtkegels seines motorisierten Jägers. Was geschieht mit mir? Ob Jocelyne weiß, das ihr Gesicht die Attraktion ist? Society-Beobachter sagen Jocelyne sei zufrieden mit ihrem Äußeren und stelle sich gerne zur Schau. Vermutlich stimmen Selbstbild und Fremdbild nicht überein. Was sie beim Blick in den Spiegel tatsächlich empfindet, bleibt ihr Geheimnis.
“I love Africa” raunt sie mit kehliger, erstickter Stimme auf die Frage eines Reporters ob sie sich den in Los Angeles oder New York wohler fühle. Ein Hilferuf, der von den Schaulustigen überhört wird. Sie wollen Unterhaltung auf Kosten der Hauptdarstellerin. Ausgerechnet Afrika! Wer ihre Geschichte kennt, der weiß, dass sie die Trennung von Alec Wildenstein, ihrer großen Liebe, nie überwunden hat. Eine Liebe, die 1977 auf dem schwarzen Kontinent begann als Jocelyne Wildenstein noch Jocelyne Perisse hieß.
Ein Tisch der zum Rock wird, ein Kleid aus LED Leuchten, so wie eine, per Knopfdruck wandelbare Körperhülle aus Materialien des Flugzeugbaus.
Für den auf Zypern geborenen Designer Hussein Chalayan ist Mode mehr als nur ein Stück Stoff zum anziehen. Seine Annäherung an die Thematik ist künstlerischer, intellektueller Natur. Auch ein Grund, warum einzelne Entwürfe bei den Kuratoren von Modeausstellungen immer wieder Berücksichtigung finden. Der Designer fertigte seine erste Kollektion 1994 und debütierte ein Jahr später zum ersten Mal bei der London Fashion Week. Der 39jährige Chalayan wird in der Öffentlichkeit häufig als Konzept - Designer wahrgenommen, dessen Kleidung eher untragbar ist. Doch hier fühlt sich der Kreative missverstanden und verweist darauf, dass dies eine verzerrte Sicht der Dinge sei , die ihren Ursprung in der weltweiten Konzentration auf seine Showpieces hat. Diese haben zwar den geringsten Anteil innerhalb seiner Kollektionen, erregen aber die größte mediale Aufmerksamkeit. Chalyans Designphilosphie basiert auf der Erkundung bestimmter Themenaspekte, die er auf eigene Weise modisch interpretiert. Bei der Realisation seiner Ideen hilft ihm ein zwölfköpfiges Team. Das Ergebnis sind traumhafte textile Gebilde, innovative aber dennoch tragbare Kleidung, die die Idee hinter der Kollektion erkennen lässt. Für derlei Leistungen wude Chalayan bereits zweimal mit dem British Fashion Award als “Designer oft he Year” ausgezeichnet. Das renommierte Designmuseum in London zeigt nun eine umfassende Auswahl an Arbeiten Chalayans der letzten 15 Jahre. Die Retrospektive, die von der deutschen Firma Puma gesponsert wurde und bei der Chalayan als Creative Director für Sport Fashion seit 2008 unter Vertrag steht, ist noch bis zum 17. Mai 2009 zu sehen.?
Design Museum
28 Shad Thames
London SE1 2YD
United Kingdom
Office 020 7403 6933