Posted: September 2nd, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Akademie Mode & Design München, AMD, Magazin, Mode, Modejournalismus, Studiengang, Studium | 1 Comment »

photo: Akademie Mode & Design Muenchen
Werbung, Werbung und nochmals Werbung: wer sich den Inhalt von Modezeitschriften zu Gemüte führen möchte, muss sich bis zum ersten redaktionellen Beitrag zunächst einmal 90 Seiten lang durch die bunte Warenwelt der Luxusgüterindustrie blättern, nur um dann festzustellen, dass es sich auch beim Vorwort des Chefredakteurs oftmals bloß um die blumige Verschriftlichung einer indirekten Werbebotschaft handelt.
Ganz anders bei [mo:de], der Hauspublikation des Ausbildungsgangs Modejournalismus/Medienkommuniaktion der AMD Akademie Mode & Design München. Deren Absolventen konzipieren einmal im Jahr unter Anleitung renommierter Blattmacher ein Magazin, welches versucht dem Begriff “Journalismus” fern von trivialen Stylingtips gerecht zu werden.
Frei vom Druck potentiellen Anzeigenkunden gefallen zu müssen, widmet sich die jüngst erschienene Ausgabe der AMD-Postille auf 132 Seiten ausschließlich gängigen Vorurteilen in Bezug auf Mode und ihrer Protagonisten. Machen Kleider wirklich Leute? Kann man Stil kaufen, und hat Mode tatsächlich kein Gewissen? Antworten auf derlei Fragen liefern die frischgebackenen Modejournalisten der AMD Akademie Mode & Design München” in Form von spannenden Reportagen und aufschlussreichen Interviews, wie beispielsweise mit ALLUDE Gründerin Andrea Karg, die keinen Hehl daraus macht ihre Kaschmirpullis in China produzieren zu lassen.
Dass guter Modejournalismus sich vor allem durch Kontextualisierung auszeichnet, beweist der Artikel “Eine Lesbe erkenne ich auf 100 Meter” von Annemarie Gassen. Dieser widerlegt auf informative und zugleich unterhaltsame Weise das Klischee von der Lesbe als Mode-Abstinenzlerin, und macht deutlich, dass das Kleidungsrepertoire homosexueller Frauen sich eben nicht auf Latzhosen und Birkenstock-Sandalen beschränkt.
Warum hegen wir überhaupt Vorurteile? Weil wir dazu neigen den Weg des geringsten Wiederstandes zu gehen, glaubt das [mo:de"]-Team zu wissen, und fordert dazu auf, Scheuklappen abzulegen und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Der Redaktion selbst ist dies bei der Umsetzung ihres Magazins bravourös gelungen. Mehr davon!
[mo:de] ist online einzusehen unter: issuu.com

Die Redaktion, photo: AMD Muenchen
Share on Facebook
Posted: April 19th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Akademie Mode & Design, AMD, Ausbildung, Modejournalismus, Muenchen, Studium | No Comments »

credit: Akademie Mode & Design München
Was früher “Tag der offenen Tür” hieß, nennt sich heute Open House. Doch unabhängig davon, ob Institutionen – staatliche wie auch private Einrichtungen – Interessenten nun auf Englisch oder Deutsch animieren bei sich vorbeizuschauen, um einen Überblick des Leistungsangebots zu vermitteln, braucht jede Branche qualifizierten Nachwuchs; und den produziert die Akademie Mode & Design, kurz AMD genannt.
Neben klassischem Modedesign bietet die Schule mit Dependancen in München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin auch die Studiengänge Modejournalismus und Mode-Management an. Wie an allen privaten Modeschulen üblich, kostet die Ausbildung Geld, und das nicht zu knapp. Im Monat müssen Studenten hier in etwa so viel berappen, wie an staatlichen Hochschulen für ein ganzes Semester. Das hat den “Privaten” den Ruf eingebracht, nicht nur Talentschmiede sondern auch Sammelbecken für mäßig begabte, dafür aber gut situierte Töchter und Söhne zu sein, bei deren Bewerbungsmappen seitens der Schulleitung trotz hölzerner Modezeichnungen gerne mal ein Auge zugedrückt wird. Letztlich kommt es darauf an, was die Studierenden selbst aus den sich bietenden schulischen Angeboten machen. Welche Ausbildungsstätte für angehende Modemacher, Journalisten und Textil-Manager die richtige ist, lässt sich somit nicht pauschalieren. Gewiss ist: Kontakte braucht man in der Modebranche eigentlich immer, und davon hat insbesondere die AMD reichlich. Viele Privatschulen unterhalten beste Verbindungen zu führenden Köpfen aus Industrie, Handel und Medien. Dies ist gerade für Absolventen ein nicht zu unterschätzender Faktor für den Berufseinstieg.
Ich erinnere mich noch gut an den so genannten Campus Talk der der Studiengangs Modejournalismus der AMD München im November vergangenen Jahres. Da diskutierten im Stuhlkreis Cosmopolitan Chefredakteurin Petra Winter (mit Burberry Trenchcoat), CondéNet Chefredakteurin Doris Huber (auf pinken Plexiglas-Absätzen), Bettina Wündrich, Initiatorin der Zeitschrift Glamour, sowie der Leiter der Deutschen Journalistenschule München Ulrich Brenner, und Verleger-Urgestein Dr. Dirk Ippen über die Zukunft des Printmediums. Wenn doch nur alle Talkrunden mit solch kompetenten Gästen aufwarten könnten, dachte ich mir. Die “Privaten” können! Viele solcher Branchenprofis fungieren an Privatschulen als Dozenten und sind in der Lage die Studenten aufgrund ihrer Praxiserfahrung besonders “realitätsnah” zu unterrichten.
Auch die intensive Pressearbeit privater Modeschulen ist nicht zu verachten. Mit den regelmäßig stattfindenden Modenschauen erhalten die Studenten beispielsweise eine Plattform um ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dass dabei auch Vertreter namhafter Modeunternehmen wie Bogner oder Escada unter den Zuschauern sitzen, ist keine Seltenheit. Bleibt das Klischee mit den nervigen “Perlen-Paulas”. Ob das auch tatsächlich stimmt, könnt Ihr am kommenden Samstag, in der AMD München überprüfen. An diesem Tag öffnet die staatlich anerkannte Modeschule mit Sitz im Stadtteil Schwabing-West ihre Pforten für das Publikum und informiert über ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Pflichttermin für Alle, die eine Kariere im Fashion-Business planen!
Wann: 24.04.2010, Dauer: 12-21 Uhr, Wo: AMD München, Infanteriestraße 11A, 80797 München
www.amdnet.de
Weitere Artikel zur Akademie Mode & Design:
Lisa Knackfuß, NEXT Fashion Show
Share on Facebook