“Remember my name – Faaaame” trällerte Sängerin Irene Cara in ihrem Oscar prämierten Hit von 1980, und inspirierte damit Millionen Jugendliche rund um den Globus, sich im Bereich der darstellenden Künste zu verwirklichen, denn nur hier winkt, wofür es sich zu leben lohnt: “Faaaame“.
Aufmerksamkeit ist heutzutage eines unserer wertvollsten Güter. So scheint sich der Wert eines Menschen im Jahr 2010 primär an dessen Medienpräsenz zu messen. Es mag zunächst dem Ego schmeicheln, begehrtes Fotomotiv wildfremder Menschen zu sein; all die Aufmerksamkeit, die einem dabei entgegengebracht wird stärkt natürlich das Selbstwertgefühl. Das Blitzlichtgewitter, welches dem Einzelnen in diesem Moment über all die Anderen erhebt und den Abgelichteten zu etwas Besonderem macht, weil er offenbar hat was viele nicht haben aber gerne hätten: Geld, einen schönen Körper, den richtigen Style, einen attraktiven Partner, manchmal sogar künstlerisches Talent und eine medienkompatible Personality. Klingt gut? Gewiss!
Doch alles hat seinen Preis, erst recht der Ruhm, wie das hier zu sehende Video von Kate Moss’ Ankunft am Flughafen von L.A. beweist. Umzingelt von Teleobjektiven, geblendet von den grell aufblitzenden Lichtern der Kameras, eingekeilt zwischen nervlich angespannten und teils rüpelhaften Paparazzi, bahnt sich das Top-Model mit Tochter Lila Grace auf dem Gepäckwagen ihren Weg – und kommt doch nicht so recht vorwärts. Ein Spießrutenlauf auf den kurzerhand die Resignation folgt. Ohne Polizeischutz hat die 36-jährige Britin keine Möglichkeit das Flughafengebäude gefahrenlos zu verlassen. Das stimmt nachdenklich und erinnert ein wenig an Freiwild. Dabei läuft Kate doch gar nicht auf allen Vieren umher.
Wie lautete der Werbesspruch eines People-Magazins gleich nochmal: “In ist, wer drin ist!” Im Falle von Kate Moss müsste der Claim wohl eher lauten: “Hin ist, wer drin ist!”
Supermodel Naomi Campbell feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Laufstegjubiläum und bekommt dafür von ihren Freunden Domenico Dolce & Stefano Gabbana eine limitierte T-Shirt Kollektion gewidmet.
Diese besteht aus 14 unterschiedlich bedruckten, aber in Form und Farbe immer gleich bleibenden, Baumwoll-Shirts. Darauf zu sehen: Aufnahmen von Naomi Campbell, geschossen von renommierten Modefotografen wie bspw. Steven Meisel, Patrick Demarchelier, Bruce Weber, Paolo Roversi und David LaChapelle.
Alle Einnahmen aus dem Verkauf des guten Stücks gehen an Naomi’s Hilfsorganisation “Fashion for Relief”, welche ursprünglich für die Opfer des sich im Januar dieses Jahres ereigneten Erdbebens auf Haiti gegründet wurde, und sich nun anschickt Hilfe zu leisten wo Hilfe gebraucht wird.
Der Verkauf der Charity-Shirts beginnt am Abend des Shopping-Events “Fashion’s Night Out” am 10. September 2010 im New Yorker Dolce & Gabbana Store auf der Madison Avenue.
Die charismatische Beauty wird dort von 18:30 bis 21.45 persönlich zugegen sein um gekaufte T-Shirts zu signieren.
Danach geht das Designer-Leibchen auf Tour und bietet sich den kommenden Herbst über ausschließlich in den Dolce & Gabbana Boutiquen in London (ab dem 21. September), Mailand (26.09), Paris (4.10.), Moskau (20.10.), Beijing, Hong Kong und Shanghai zum Kauf an.
“If I wasn’t discovered in that night, I would have never become a model”. Es ist nur schwer vorstellbar wie das Leben von Claudia Schiffer heute aussehen würde, wäre sie 1987 nicht von einem französischen Modelagenten in der Düsseldorfer Discothek Checkers entdeckt worden.
Eigentlich wollte sie nach dem Abitur ja Jura studieren, doch dann kam Paris, dann ELLE, dann VOGUE und schließlich auch Karl Lagerfeld. Der Rest ist Geschichte und avancierte dank Bunte, Gala, Stern und Co. zum Allgemeinwissen der Deutschen, die mächtig stolz sind auf ihren erfolgreichsten Beauty-Export. Eine Modewelt ohne Claudia Schiffer? Undenkbar!
Wer bei dem Begriff Model ausschließlich an die Nasen von Germanys Next Top Model denkt, dem zeigt die Dokumentation “Claudia Schiffer – La Dolce Vita” des Modeportals Fashionair, was ein Supermodel von gewöhnlichen Models unterscheidet: Personality!
In dem elf-minütigen Film resümiert die aus Nordrhein-Westfalen stammende Schöne in perfektem Oxford-Englisch über ihrer Kariere. Schiffer schwelgt in Erinnerungen an die großen Momente ihrer Model-Laufbahn und verrät wie Monsiuer Lagerfeld auf Sie aufmerksam wurde. Charmant sind auch die Szenen ihres Laufstegdebüts bei Chanel. Während ihre anonymen Kolleginnen blasiert in Reih und Glied paradieren, schwingt sie die Hüften und lächelt ihre Nervosität einfach Weg. Grace Coddington, sitzt währendessen im Publikum und lächelt ebenfalls. Die Modechefin der amerikanischen Vogue mit der roten Walle-Walle Mähne scheint Gefallen am Auftritt der auf Brigitte Bardot gestylten Rheinländerin zu finden. Schiffers Unbefangenheit kommt an. Bei Fotografen, Designern, Kunden, Jungen und Mädchen sowie deren Müttern und Vätern.
Model ein Traumberuf? Am Beispiel von Claudia Schiffer lässt sich diese Frage eindeutig mit “JA” beantworten. Zwar ist die Supermodel Ära, die ihren Höhenpunkt Mitte der 1990er Jahre feierte längst vorbei, jedoch sind ihre Aushängeschilder Naomi, Linda, Cindy, Christy immer noch präsent, allen voran Claudia Schiffer, die es 2009 mit 39 Jahren, noch auf satte 11 Magazincover geschafft hat. “You better work” kreischte Glamour Transe Ru Paul in seinem Welthit “Supermodel” von 1993 der Modebranche entgegen, und sollte Recht damit behalten. Mit Fleiß, Disziplin und Treue gegenüber den eigenen Prinzipien konnte sich Claudia Schiffer bis heute in einem Geschäft behaupten dass seine Mädchen mittlerweile im Saisontakt verheizt. “I knew if you want do something good, you have to give it all!” Kluge Entscheidung!
Supermodels, diese Überfrauen, die in 1990er Jahren so bekannt waren, dass allein die Nennung ihres Vornamens ausreichte um zu wissen wer gemeint war, erleben nach einer Zeit der Abstinenz, seit etwa einem Jahr ihr Comeback.
Nachdem die Models zu Stars wurden und anfingen den Kleidern auf dem Laufsteg, die sie eigentlich nur präsentieren sollten, die Show zu stehlen, setzten Designer kurz vor der Jahrtausendwende plötzlich primär auf namenlose Ostblock-Mädchen. Doch in Zeiten der Krise sehnt man sich offenbar wieder nach festen Werten und somit auch Persönlichkeiten. Claudia, Cindy, Naomi, Kate, Linda, Christy und Tatjana, sie alle verfügen über einen aktuellen Werbevertrag, sind in ein Projekt eingebunden oder beehren internationale Laufstege mit einem Auftritt als Stargast. Ein besonders hypiges Revival erfäht gerade Kirsten McMenamy, die androgyne Schöne, deren Faszination für die Designer immer in ihrer grenzenlosen Wandelbarkeit bestand, ziert das aktuelle Juli Cover der renommierten italienischen Vogue und ist in selbiger Ausgabe auf 30(!) Seiten von Starfotograf Steven Meisel aufwendig in Szene gesetzt worden. Die 42-jährige Amerikanerin und Mutter zweier Kinder beweist, dass wahre Schönheit zeitlos ist, wenn sie auf Persönlichkeit basiert. Vogue, Kristen, Steven und die thigh-high Boots von Prada, fashion at it´s best! HYPE sagt: Welcome back Kristen!