Kurz nachdem Anita Müller -Frau des Drogerie-Titanen Erwin Müller und verantwortlich für das Kundenmanagement in dem über 600 Fililalen fassenden Unternehmen- das HYPE MAGAZINE für sich entdeckt hatte, erreichte mich ein Anruf der Body & Soul Redaktion mit der Bitte ein paar Fragen zur Entstehungsgeschichte unseres Hefts zu beantworten. Bien sûr et merci für die tolle Veröffentlichung in der Weihnachtsausgabe des Müllerschen Kundemagazins, die ich an dieser Stelle gerne mit Ihnen teilen möchte.
Wenn Männer in High Heels, teilweise halbnackt oder in Frauenkleidern über den roten Teppich staksen, kann dies nur eines bedeuten: it´s Showtime. Einen ganz großen Auftritt hatte am vergangen Samstag, der in Mailand ansässige Modedesigner Tom Rebl.
In der Münchner Schrannenhalle präsentierte der Kreative im Rahmen einer aufwendigen Runway-Show seine Entwürfe für die Sommer Saison 2011. Etwa 20 attraktive Models mit streng zurück gekämmten Gelfrisuren und noch strengerem Blick stolzierten flotten Schrittes vor den Augen zahlreicher Promis und Modesachverständiger, über den strahlend weißen Laufsteg und präsentierten passend zur Live- Musik mondän Tragbares zwischen Dandy und Rockstar.
Besonders tosenden Applaus gab es für den Abschluss-Walk von Topmodel Papis Loveday in einem goldenen Lederjacket und in Stöckelschuhen. Nach kurzweiligen 15 Minuten Mode am laufenden Band, präsentierte sich schließlich der Modemacher selbst seinem Publikum.
Unter den Gästen waren auch Designer-Kollege Marcel Ostertag, dessen privater Kleiderschrank bereits ein eigenes Abteil nur für Tom Rebl Klamotten umfasst, Schauspieler Wilson Gonzales Ochsenknecht, Moderatorin Andrea Kempter sowie Schauspieler Max von Thun, welcher lässig an den Fotografen vorbeimarschierte ohne für selbige auch nur einmal zu posieren. HYPE MAGAZINE war natürlich live vor Ort und wollte wissen was das Erfolgsgeheimnis von Tom Rebl ist und hat den Designer hierzu gleich selbst befragt. Seine verblüffend ehrliche Antwort gibt es in unserem Videobeitrag zu sehen.
Gibt es eigentlich einen Grund warum sich Funktionalität und eine attraktive Optik auf dem Gebiet der Sportbekleidung so gut wie immer ausschließen?
Eine Frage, die, anlässlich der am vergangenen Freitag begonnenen Fußball Weltmeisterschaft, auch die Redaktion der Frankfurter Rundschaubeschäftigte, diese sich daraufhin bei mir erkundigte, was ich als Mode- Sachverständiger denn so von den aktuellen WM-Trikots halte.
Gute Frage! Nachdem ich mir zwecks einr fundierten Beantwortung zunächst die Trikots aller an der WM 2010 teilnehmenden Länder im Internet angeschaut habe, gab ich schließlich per Telefoninterview meine persönlichen Tops und Flops der Kicker-Kluft zum Besten, und durfte mich am darauffolgenden Tag über eine Veröffentlichung meiner Einschätzung auf Seite 37 freuen.
Im Nachhinein frage ich mich nun, warum die Trikots eigentlich alle, mit wenigen Ausnahmen, von Adidas, Puma und Nike entworfen werden. Diese Unternehmen können das gute Stück ja produzieren, doch warum müssen sie es zwangsläufig auch gestalten? Im Falle des aktuellen deutschen WM-Trikots ist den verantwortlichen Designern zwar ein ansprechendes Ergebnis gelungen, doch an den Sex-Appeal der ebenfalls vom Fußballsport inspirierten “Bikkembergschen” Kreationen reicht das Textil einfach nicht heran.
Warum also nicht nach dem Ultimativen streben und einen profilierten Designer mit der Gestaltung des deutschen Nationaltrikots beauftragen? Doch wer käme für diese Aufgabe überhaupt in Frage? Etwa Ex-Adidas Kreativdirektor Michael Michalsky, Wunderkind Wolfgang Joop, die sportkompetente Firma Bogner oder doch der schrille Harald Glööckler? Mein persönlicher Favorit wäre Monsieur Lagerfeld mit seinem steten Bemühen um kompromisslose Modernität. Zudem die schwarz-weiß Kombinationen seiner namenseigenen Kollektionen in farblicher Hinsicht dem deutschen Fußballtrikot ohnehin sehr nahe stehen. Außerdem: Wer selbst einer starren Cola Flasche ein anständiges Outfit verpassen kann, der kann alles und jeden gut aussehen lassen.
Natürlich ist ein Fußballfeld kein Laufsteg, doch wie heißt es so schön: “das Auge sieht mit” -nicht nur beim Essen- auch auf dem Sportplatz.