Posted: September 24th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Gucci, New York, Tom Ford, Womenswear | No Comments »
Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur REUTERS sucht Modedesigner Tom Ford nach einem Finanzier, der bereit ist 50 Millionen US-Dollar in den Aufbau seiner Damenlinie zu investieren.

photocredit: by coutesy of TOM FORD, New York
Nach 10 Jahren als kreativer Kopf des Gucci Imperiums, verließ Ford 2004 das Modehaus und ging im Herbst 2006 mit einer namenseigenen Herrenkollektion im obersten Luxussegment an den Markt. Sein in New York ansässiges Unternehmen unterhält weltweit mehrere eigene Stores und konzentriert sich bislang ausschlich auf die Ausstattung des männlichen Geschlechts, ausgenommen hiervon sind Sonnenbrillen und Parfums. Männern bietet Ford klassisches Design aus hochwertigsten Materialien, in handwerklich perfekter Umsetzung mit der Option auf Maßanfertigungen. Nachdem ihm lange Zeit nichts mehr einfallen wollte um den weiblichen Körper zu verhüllen, dürfen sich aller Voraussicht nach, Frauen nun doch auf die Entwürfe von Tom Ford freuen.
TOM FORD WEBSITE
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Posted: Juni 17th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Calvin Klein, Dolce&Gabbana, Gucci, Steven Meisel, Tom Ford, Versace, Yves Saint Laurent | No Comments »
Sex sells! Diese Regel ist gewiss älter als Madonna, und wurde von der Popgöttin, gleich zu Beginn ihrer Kariere und zu ihrem finanziellen Vorteil verinnerlicht.

Photo by Steven Meisel
Auch die Modebranche setzt auf nackte Tatsachen um steigende Umsätze zu generieren. Posierte Yves Saint Laurent in den 70er Jahren bereits nackt aber noch brav durch seine Brille blickend auf schwarzen Lederkissen um sein Parfum zu bewerben , hat sich die Bildsprache mittlerweile mehr in Richtung Interaktion verlagert. Die mal mehr oder wenige subtile Andeutung sexueller Handlungen ist für zahlreiche Modehäuser heutzutage Pflichtprogramm um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen.
Tom Ford setzte bereits zu Zeiten als Gucci Creativ Director auf” JetSet Sex” und kommuniziert nun höchstpersönlich seine Lifestyle Philosophie als ein von manikürten Frauenhänden begehrter Playboy mit aufgeknöpften Hemd und behaarter Brust, um sein eigenes Label an den Mann zu bringen.

Terry Richardson for Tom Ford
Nur selten entstehen um derlei Anzeigenmotive noch Kontroversen und wenn doch, so bringen sie den Unternehmen eher kostenlose PR anstatt eines monetären Schadens. Die Provokation ist somit wohl kalkuliert. Der Unterschied liegt im Detail.
Dolce&Gabbana und D´Squared setzen ihren Anzeigen, ihren Zielgruppen und privaten Vorlieben entsprechend, auf 100% Prozent Testosteron und Homoerotik. American Apparel Gründer Dov Charney bevorzugt die frivole Schulmädchen Ästhetik und das italienische Mode Label Sisley polierte mit pikanten Werbeshots von Terry Richardson, der selbst ausschaut als sein er soeben einem 70er Jahre Porno entsprungen, sein Image auf.

Terry Richardson for Sisley
Alles geht, solange es ästhetisch ansprechend und cool daherkommt. Nur billig ist tabu!
Aktuell sorgt das Label CK by Calvin Klein mit seinem neuen Werbemotiv für die Winterkollektion 2009 für Aufregung. Zumindest in New York. Hier prangt die Aufnahme von Star Fotograf Steven Meisel unübersehbar als riesige Werbetafel hoch über der Kreuzung East Houston und Lafayette Street.
Darin räkeln sich drei Jungs und ein Mädel auf einem blassgrünen Samtsofa. Ein bisschen Haut, ein paar Designer Jeans, das war´s! Quantitativ überwiegt das männliche Geschlecht, wodurch das Bild tendenziell “gay” anmutet. Das Unternehmen kennt eben seine Klientel.
Steven Meisel, der Anfang der 90er Jahre Madonna für ihren Bildband SEX in weitaus deftigeren Posen ablichtete, ist versiert in der Inszenierung von Erotik für seine illustren Auftraggeber. Er ist zu amerikanisch und zu clever um ein Risiko einzugehen. Dennoch sorgt seine Anzeige seit Tagen für Gesprächsstoff. Das zumeist gebrauchte Argument der Motivgegner sind die Kinder. Das Problem dürfte jedoch einzig und allein bei den Erwachsenen selbst und ihrem verklemmten Umgang mit Sexualität liegen als weniger beim Nachwuchs. Schließlich gibt es nur marginal wenige Kinder unter 13, die sich für Modefotografie interessieren. Offenbar fühlen sich vorbeigehende Eltern Erklärungsnot, wo es nichts zu erklären gibt. Die Anzeige zeigt lediglich vier attraktive Menschen, “having a good time”. Andere wiederum argumentieren mit dem fehlenden Anspruch und beklagen, dass das Werbemotiv allzu offensichtlich auf unsere niederen Instinkte abzielt um einen schnellen Dollar zu machen. Dann gibt es noch die Fraktion derjenigen, die die Kampagne mit abgeklärter Langweile als “somewhat cheesy” abtun, nach dem Motto: ” Sex? Lieber hätte ich eine gute Tasse Tee”.
Es ist diese Doppelmoral der Amerikaner, die viele Europäer angesichts solcher Debatten verständnislos den Kopf schütteln lässt. Denn Konsequenzen aus ihrer Empörung zieht das Volk nicht, Calvin Klein verkauft noch immer die meisten Unterhosen im Premiumbereich in den USA. Natürlich sind die Amerikaner nicht per se gegen Sex, nur hat dieser eben ausschließlich unter der eigenen Bettdecke stattzufinden. Tür zu, Rollade runter, Licht aus! Leider fördert die amerikanische Politik diese Haltung indem sie sich in Fragen zur Sexualerziehung stets bedeckt hält und toleriert, das bestimmte Sexualpraktiken in einzelnen Bundesstatten gar unter Strafe stehen. Das führt zwangsläufig zu einem ambivalenten Körperverhältnis.
Doch gerade dieses Verbot schafft Begierde, schließlich ist nur interessant was man nicht haben kann, und damit erklärt sich warum trotz eines zur Schau gestellten Entsetzen, Sex sich in den USA besser verkauft als irgendwo sonst auf der Welt!
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Posted: Juni 8th, 2009 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Gucci, Halston, Hollywood, Randolph Duke, Tom Ford | No Comments »

Randolph Duke House Fareholm Drive
Zugegeben, die Taschen und Textilien die Randolph Duke für den amerikanischen Homeshopping Sender HSN kreiert sind nicht der Rede wert und auch den Entwürfen seiner namengebenden Laufsteg-Kollektion haftet ein gewisser 1980er Jahre “hangover” an. Doch im Gegensatz zu Christian Lacroix macht der ehemalige Chefdesigner des einstigen Jet Set Labels Halston genau damit jede Menge Umsatz und leistete sich vom Gewinn 2004 für 2,5 Millionen Dollar eine moderne Villa in den Hollywood Hills.
Das mit einem Architektur Preis ausgezeichnete und kürzlich erst in der Stil -Bibel AD vorgestellte Gebäude am Fareholm Drive thront hoch über dem Hollywood Boulevard und bietet durch seine Glaswände von beinahe jedem Winkel des Hauses aus einen spektakulären Blick über das Lichtermeer von Los Angeles. Ein Haus wie geschaffen für ein Photoshooting. Das Interior erinnert stark an die sexuell aufgeladene Werbeästhetik der Gucci Kampagnen Mitte der 1990er Jahre. Cool und sophisticated! Tom Ford dürfte an dem mit Spiegelmosaikfliesen verzierten Pool seine Freude gehabt haben. Es ist mit Sicherheit das schwulste Objekt (schwarze Granitwanne vor Glaswand gefällig?) zwischen Hollywood-Sign und Walk of Fame und bietet die ideale Kulisse für einen narzisstisch-hedonistischen Lebensstil. Aktuell steht die Hütte für 6,5 Millionen Dollar zum Verkauf!

Randolph Duke´s cool Hollywood Crib
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