Posted: Juni 14th, 2010 | Author: Sven Barthel | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Adidas, Frankfurter Rundschau, Fußball, Sven Barthel, WM 2010 | No Comments »

Franfurter Rundschau, 11.06.2010
Gibt es eigentlich einen Grund warum sich Funktionalität und eine attraktive Optik auf dem Gebiet der Sportbekleidung so gut wie immer ausschließen?
Eine Frage, die, anlässlich der am vergangenen Freitag begonnenen Fußball Weltmeisterschaft, auch die Redaktion der Frankfurter Rundschau beschäftigte, diese sich daraufhin bei mir erkundigte, was ich als Mode- Sachverständiger denn so von den aktuellen WM-Trikots halte.
Gute Frage! Nachdem ich mir zwecks einr fundierten Beantwortung zunächst die Trikots aller an der WM 2010 teilnehmenden Länder im Internet angeschaut habe, gab ich schließlich per Telefoninterview meine persönlichen Tops und Flops der Kicker-Kluft zum Besten, und durfte mich am darauffolgenden Tag über eine Veröffentlichung meiner Einschätzung auf Seite 37 freuen.
Im Nachhinein frage ich mich nun, warum die Trikots eigentlich alle, mit wenigen Ausnahmen, von Adidas, Puma und Nike entworfen werden. Diese Unternehmen können das gute Stück ja produzieren, doch warum müssen sie es zwangsläufig auch gestalten? Im Falle des aktuellen deutschen WM-Trikots ist den verantwortlichen Designern zwar ein ansprechendes Ergebnis gelungen, doch an den Sex-Appeal der ebenfalls vom Fußballsport inspirierten “Bikkembergschen” Kreationen reicht das Textil einfach nicht heran.
Warum also nicht nach dem Ultimativen streben und einen profilierten Designer mit der Gestaltung des deutschen Nationaltrikots beauftragen? Doch wer käme für diese Aufgabe überhaupt in Frage? Etwa Ex-Adidas Kreativdirektor Michael Michalsky, Wunderkind Wolfgang Joop, die sportkompetente Firma Bogner oder doch der schrille Harald Glööckler? Mein persönlicher Favorit wäre Monsieur Lagerfeld mit seinem steten Bemühen um kompromisslose Modernität. Zudem die schwarz-weiß Kombinationen seiner namenseigenen Kollektionen in farblicher Hinsicht dem deutschen Fußballtrikot ohnehin sehr nahe stehen. Außerdem: Wer selbst einer starren Cola Flasche ein anständiges Outfit verpassen kann, der kann alles und jeden gut aussehen lassen.
Natürlich ist ein Fußballfeld kein Laufsteg, doch wie heißt es so schön: “das Auge sieht mit” -nicht nur beim Essen- auch auf dem Sportplatz.
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Posted: Juni 11th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Antonio Di Natale, Calcio, Dolce & Gabbana, Vinzenzo Iaquinta, WM 2010, Wolfgang Joop | No Comments »

photo by courtesy of Dolce & Gabbana
Na, das ist doch mal ein schönes Mode-Statement zur WM 2010: das Designerduo Dolce & Gabbana lanciert die Unterhose “Calcio”, zu Deutsch: Fußball. Als Testimonials fungieren keine gewöhnlichen Models, die sich lasziv auf Kissen räkeln, sondern fünf Spieler der italienischen Nationalelf, die im Duschraum des Sportvereins um die Ecke ihren Mann stehen.
Allerdings sind die Herren des runden Leders so sexy abgelichtet, dass man als Laie schon zweimal hinschauen muss, um sie als Fußballer zu identifizieren. Die Aufnahmen von Antonio Di Natale und seinen Mitstreitern haben fast schon eine homoerotische Ästethik und die Kreationen, die die Kicker tragen – darunter auch eine Mischung aus traditionellem Feinripphöschen mit grün-weiß-rotem Glitzer Bündchen – sind originell und stylisch und damit alles andere als Liebestöter. Anfangs sollen die Spieler der Werbekampagne von Starfotograf Mariono Vivanco noch mit einer gewissen Skepsis begegnet sein.
“Meine Frau musste mich zum Fotoshooting überreden“, erinnert sich Stürmer Vincenzo Iaquinta. “Aber dann haben die Aufnahmen unter der Dusche Riesenspaß gemacht.” Ja, das sieht man. Irgendwie Schade, dass Wolfgang Joop, der das insolvente Feinripp-Imperium Schiesser retten will, unsere deutschen Kicker nicht auch in weiße Liebestöter mit schwarz-rot-goldenem Bund gesteckt hat. Damit ließe sich nicht nur das Image des deutschen Wäscheherstellers aufpolieren. Schweini und Co. würden sich bestimmt genauso gut in der Duschkabine machen, wie ihre italienischen Rivalen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, oder?
www.dolcegabbana.de
(Text: Martina Klose)
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Posted: Juni 9th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Roberto Cavalli, Shakira, Waka Waka, WM 2010 | No Comments »

photo by courtesy of Roberto Cavalli
Den WM-Titel in der Disziplin Hüftschwung hat SIE längst in der Tasche. ER wiederum kleidet Frauen so figurbetont und sexy, wie kein Anderer. Ausgerechnet das runde Leder hat die beiden zusammengeführt. Latino-Goldkehlchen Shakira und Star-Designer Roberto Cavalli sind bei der WM 2010 ein Team. Nein, keine Angst, die beiden Fußball-Amateure werden in Südafrika keinem Ball nachhetzen.
Vielmehr hat der italienische Großmeister der Animalprints das Kostüm für Shakiras WM-Eröffnungs-Song entworfen. Ja, „fashion goes football” – und so wird der kolumbianische Kurvenstar zur Eröffnung des Fußball-Spektakels mit dem neuen Hit “Waka Waka” in einem Cavalli-Catsuit über die Bühne “waka”-wackeln.
Das knappe Stück Stoff ist so geschneidert, dass die quirrlige Sängerin genug Bewegungsfreiheit hat. Ein sexy Strampler, der an manchen Stellen den Blick auf nackte Haut freigibt, wie etwa ein Monokini mit Beinen. Ihr legendärer Hüftschwung wird durch einen Hulla Hulla Rock aus Federn unterstützt, den die Künstlerin jederzeit abwerfen kann, wenn sie in der afrikanischen Hitze über die Bühne wirbelt. Zum Glück trug Shakira dieses Outfit nicht auf ihrem Flug nach Südafrika – sonst hätte sie die mitreisenden Spieler der deutschen Nationalmannschaft wohl um den Verstand gebracht. Bekleidet mit Jeans und Turnschuhen, sah sie an Bord des Spielerjets eher aus wie eine Austauschstudentin. Dafür wird sie in Südafrika sicher nicht mit ihren Reizen geizen und das Cavalli-Federröckchen bestimmt nicht lange anbehalten. Ein Grund mehr also, sich auf kommenden Freitag zu freuen. Denn dann gibt’s Fußball, ein kühles Blondes und jede Menge „Waka Waka”!
(Text: Martina Klose)
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Posted: Juni 8th, 2010 | Author: Martina Klose | Filed under: FASHION NEWS | Tags: Fifa, Fußball, Louis Vuitton, Naomie Campbell, WM 2010 | 1 Comment »

copyrights: Mazen Saggar / LOUIS VUITTON, photo: by courtesy of LOUIS VUITTON
Sie ist die wohl am härtesten umkämpfte Trophäe der Welt und reist nicht in einem ordinären Trolley oder gar in einer beliebigen Pappschachtel nach Südafrika.
Nein, der FIFA-Pokal tritt seinen Weg zum Schauplatz der WM 2010 im handgefertigten Louis Vuitton Koffer mit LV Monogramm an. Auch wenn der Pokal am Ende von schweißgebadeten Fußballern im Freudentaumel hochgehalten wird, behandelt man die 6 Kilo schwere Goldfigur derzeit wie eine Diva. Wahrscheinlich durfte deshalb auch Supermodel Naomi Campbell – die selbst gerne die Diva raushängen lässt – den güldenen Pokal in seinem luxuriösen Behältnis verstauen, bevor er sich auf die lange Reise nach Südafrika begab.
Ab kommenden Freitag werden Spieler aus 32 Nationen wieder um den 18 Karat Gold-Pokal kicken. Und dafür ist den Veranstaltern scheinbar nichts zu teuer. „Eine so wertvolle Trophäe wie der FIFA WM-Pokal verdient einen Reisekoffer, der ebenso elegant und prestigeträchtig ist“, betont der 74jährige Präsident der FIFA, Joseph Blatter. Weiter schwärmt der Herr der Spiele über das maßgeschneiderte Case: „Von nun an wird der Pokal nicht nur sicher, sondern auch stilvoll reisen.” Gut verpackt und sicher eingebettet ist das Fußballer Must-have allemal. Ganze 100 Stunden verbrachte ein einzelner Handwerkskünstler damit, die Pokal-Transportbox von Hand zu fertigen. Tja, Ehre, wem Ehre gebührt! Den ganz großen Auftritt genießt das edle Behältnis aus Paris übrigens am Finaltag des 11. Juli in Johannesburg. Millionen von Fernsehzuschauer weltweit werden mitverfolgen wie die Trophäe zwecks Kür des Fußball-Weltmeisters aus ihrer schicken Hülle entnommen wird. Da riskieren selbst fußball-scheue Fashionistas gerne mal einen Blick auf die Mattscheibe.
(Text: Martina Klose)
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